[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

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    • Victor benahm sich eben so gut es in seinem Zustand ging und egal wie viel Verlangen er verspürte andere Dinge zu tun, die ihm mehr brachten. Für diesen Augenblick, war er für sie da und das musste er auch noch den ganzen Tag und viele Tage bleiben. Naira drückte sich mit dem Gesicht an seine Brust und er erwiderte diese Nähe, trotz seines verletzten Armes, versuchte er sie in seine Umarmung zu nehmen. Sie lehnte ab sich als stark anzusehen, doch Victor war anderer Meinung: "Mach dich nicht runter...Du kannst wenigstens heulen ohne auf Drogen zu sein...du bist nüchtern und...redest frei...", seine Stimme brach ein wenig. Das Gefühl von Trauer hatte sich ebenfalls in ihm hochgearbeitet, doch er hielt sich noch. Ließ alle Emotionen, die ihn betrafen weg, denn es war nicht der richtige Zeitpunkt. Nicht jetzt. Mit ihrem Kopf an seiner Brust, hielt er sie an sich und hoffte, dass er ihr damit wenigstens zeigte, dass er da sein wollte. Sie musste es nur auch so sehen.
      "Alle haben es verdient...hasse sie einfach und...auch mich...", Victor strich ihr vorsichtig über die Haare und schloss die Augen, während er seinen Kopf auf ihren legte und einfach nur ihrem Schluchzen lauschte. Zu letzt sagte sie aber, dass sie ihn nicht hassen konnte, egal was er anstellte. Sie würde ihm verzeihen...Auch wenn sie ihn für den Moment hasste, aber nicht für die Ewigkeit. Sie waren schließlich nicht umsonst vor kurzem zusammengekommen. Sie ließen nicht voneinander ab.
      "ich...habe Glück so eine wie dich gefunden zu haben...so viel Glück...", flüsterte Victor.
    • Naira O’Connor

      Das war definitiv besser, als wäre Victor weiterhin nur neben ihr geblieben. Er hielt sie fest, gab ihr das Gefühl, dass er nun wirklich für sie da war, auch wenn er betrunken war. Es tat ihr so gut, dass er sie einfach festhielt und für sie da war, ihr das Gefühl gab, er würde sie beschützen.
      „Ich kann dich nicht hassen“, schluchzte Naira und schüttelte den Kopf, bevor sie ihren Kopf noch fester an Victor drückte. Sie drückte ihn sogar so weit zurück, dass er auf dem Bett lag und sie mit ihrem Oberkörper mit auf ihn. Er sprach irgendetwas von wie viel Glück er hatte sie zu haben, aber es kam noch nicht ganz zu ihr durch. Dennoch, Naira schloss die Augen und atmete tief durch, um sich zu beruhigen. „Ich hätte es auch manchmal gerne.. dass mir einfach alles egal ist.. dass ich es einfach abwinken kann und mich nichts betrifft“. Mit einer Hand wischte sich die Frau ihre Tränen weg und öffnete auch die Augen wieder, um den Rothaarigen anzusehen. Sie meinte ihn, es kam ihr jedenfalls immer so vor, als wäre es ihm einfach egal.
      Ein lachen verließ ihre Kehle, sie registrierte erst jetzt wie Worte von Victor. „Sieh mich mal an,Victor.. von Glück.. kann da niemand sprechen..“. Sie war hart, eiskalt und anstrengend..jedenfalls sah sie sich so.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sie drückte ihn zurück und er ließ einfach nach, legte sich auf das Bett und atmete durch den Mund durch, um den Schwindel erst einmal abklingen zu lassen. Bevor er die Augen öffnete und an die Decke wieder starrte. Ihr Weinen wurde leiser, aber es war noch da und es störte ihn nicht. Er kannte Frauen, manche waren so nervig, wenn sie weinten...Aber Naira...Nein, bei ihr wollte er einfach nur sein und darauf warten, dass sie aufhörte, wieder ein Lächeln auf den Lippen trug und ihre Tränen wegküssen. Wie konnte es nur sein, dass er nur dann so liebevoll und emotional und sensibel sein konnte, wenn er nicht mehr nüchtern war.
      Sonst war er immer abweisend und ja, vielleicht wirkte er sogar so, als sei ihm alles egal.
      "So toll ist es nicht...lass es lieber raus...jedes Mal, wenn ich ... es nicht tu...zerfrisst es mich innerlich und ich verhalte mich wie ein Vollidiot...", er lächelte leicht schief, als sie den Kopf anhob und verzweifelt lachte. Sie sah sich natürlich nicht so toll, wie Victor es tat und es war an ihm.
      "Vielleicht kein Glück...aber ein Wunder...dass ich noch jemanden abbekomme...der mich anscheinend nicht einmal hassen kann...und das in meinem schlimmsten Zustand..."
      Er sah wieder an die Decke und versuchte sich ein wenig zu entspannen: "Fuck man....", entkam es ihm, "Er verdient alles, was wir ihm vorwerfen werden...Bleib wie du bist...du tust mir gut...bitte...", er mochte ein wenig durcheinander reden und denken, aber die Gedanken waren simpel, man konnte ihnen folgen. Er zumindest.
    • Naira O’Connor

      Sie nahm ihren Blick nicht runter, betrachtete ihren Partner gerne noch ein wenig länger, denn es beruhigte sie. Mit ihren Augen fuhr Naira die Züge seines Gesichts nach und das immer und immer wieder. Innerlich war sie inzwischen vollkommen leer, auch wenn hier und da noch eine Träne runter kam, es wollten dennoch bestimmte Sachen an die Oberfläche, die sie nicht sagen wollte oder vielleicht sollte. Es wäre ihrer Meinung nach zu schnell Victor von ihren Gefühlen zu erzählen, auch wenn sie es ihm schon in der Küche entgegen geschrien hat.
      „Du bist immer ein vollidiot..“,kommentierte sie seine Aussage und schmunzelte kurz darauf. „Aber ein echt süßer Vollidiot..“. Es waren vielleicht Worte, mit denen ein Mann nichts anfangen konnte, aber es war die Wahrheit.. ihre Wahrheit.
      Ihre Augen fuhren wieder seine Konturen nach, als Victor an die Decke starrte und anfing zu fluchen. Seine Worte waren wirr, aber Naira hörte das heraus, was sie am meisten interessierte. Ein wenig verfärbten sich ihre Wangen rot, auch wenn sie schon vom heulen rot waren. „Ich tue Dir ..gut?“,fragte sie nach und drehte sich, um auf dem Bauch neben Victor zu legen. Immer wieder wusch sie sich die Tränen weg, die noch nachkamen, aber sie beruhigte sich allgemein, in dem sie sich nur auf Victor konzentriere.
      Thomas schrie nach ihr, er schrie ihren Namen in dem Hintergrund, aber sie versuchte es zu ignorieren. So gut es ging.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Ein Vollidiot war er schon und das würde er auch bleiben. Dass sie ihn in dann auch noch als süß bezeichnete, schmeichelte ihm tatsächlich und malte ihm ein Lächeln auf die Lippen. Süß war kein Wort, dass er in den Mund nehmen würde, um sich zu beschreiben. Aber wenn sie ihn so sah, dann sollte sie das. Denn egal was sie tat, es war eben doch Balsam für seine gebrochene Seele, die schon so lange keine netten Worte abbekommen hatte. Sie lagen nun hier gemeinsam auf dem Bett, beide auch nur halber darauf und ruhten sich aus in ihrer Verzweiflung und Müdigkeit.
      Er verblieb dabei ihr sanft über den Rücken zu streicheln und genoß es sogar regelrecht, dass sie auf seiner Brust lag. Und das obwohl er doch so unfair ihr gegenüber war.
      Und dann fragte sie ihn auch noch, ob sie seine Worte wirklich richtig verstanden hatte. Ja, sie tat ihm wirklich gut und er gab ihr daraufhin ein zufriedenes Brummen. Seine Hand wanderte hoch zu ihrem Kopf und fing sie an sanft und langsam zu kraulen an. Vielleicht würde sie ja so in seinen Armen liegen und einschlafen.
      "Glaubst du ich wäre ohne dich nett zu den...Anfängern? oder...würde überhaupt arbeiten...ich hätte schon längst alles...hingeworfen...", erklärte er ihr leise, "Umso mehr...bin ich stolz auf dich...du...bist eine gute, starke Frau. Das bist du...auch mit Tränen im Gesicht...denn ich weiß...du wirst morgen nicht einfach im Bett liegen bleiben...du wirst rausgehen...trotz deinem Bein...trotz eines dummen Ex...", Victor atmete tief durch. Langsam ging es wieder. Man gewöhnte sich an den Schwindel.
    • Naira O’Connor

      Ihre Wangen färbten sich noch rötlicher, als Victor ihre Frage bestätigte und sogar noch mehr drauf einging. Ihr Herz schmolz bei seinen Worten, sie war also der Grund dafür, dass er zur Arbeit ging und nett war, was auch immer nett für ihn bedeutete, denn das war er auf keinen Fall, er gab sich aber die Mühe, damit punktete er ohnehin.
      Die Tränen stiegen ihr wieder in die Augen, es war wirklich schön gewesen und außerdem.. so etwas hörte die Frau nicht oft von ihrem Freund. Sie nahm auch an, dass sie es nicht oft hören würde, deshalb nahm sie es mit einem sanften Lächeln hin und legte den Kopf wieder auf seine Brust, in der das Herz kräftig schlug. Seine Hand kraulte ihren Kopf, da schloss Naira auch wieder die Augen und genoss es regelrecht. „Ich habe Dir gar nicht erzählt, warum ich eigentlich Alex so hasse..“,stellte sie fest und öffnete die Augen wieder. Sie starrte die Tür an, die noch immer offen stand. Ihr Hund fehlte ihr..
      „Nach meiner Trennung von ihm habe ich mir Spike geholt.. beziehungsweise.. ich habe Spike das Leben gerettet..“. Sie sprach einfach frei, ohne irgendwelche Hintergedanken. Es müssten einfach ein paar Sachen raus. „Ich fssse es auch nicht, dass Alex nach all dem, was er getan hat noch immer so tur, als wäre nichts.. er wird verletzt, weil ich abweisend bin.. dabei habe ich so viele Gründe dafür.. und wenn er mich so ansieht.. da kriege ich die Lust dich zu mir zu ziehen und einfach vor seinen Augen zu küssen, damit er es endlich kapiert..“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Manchmal konnte er ihr gegenüber eben ein paar Komplimente loswerden und ein wenig über die Wahrheit reden, die er sonst nicht in Worte fassen wollte oder gerade glaubte, dass er das nicht sagen musste. Aber wie es schien brachte er damit Naira eher wieder zum Weinen und er hob den Kopf etwas an, um sie ansehen zu können. Doch in dem Moment legte sie mit einem Lächeln ihren Kopf wieder auf seine Brust ab.
      "Nicht weinen...", flüsterte er leise, bevor sie aus dem Nichts erklären wollte, warum sie Alex hasste. Das musste sie ihm nicht sagen. Er mochte den Typen von Tag eins einfach nicht und das aus vielen Gründen. Damals hatte sie ihm erklärt, er hätte sie gestalkt nachdem sie auseinander gegangen waren und noch immer spürte er bei ihm, wie er nach ihrer Aufmerksamkeit lechzte. Er wollte etwas von ihr, ob sie nun zusammen waren oder nicht. Damit machte er sich bei Victor nicht beliebt. Und dann auch noch die Ähnlichkeit zu seinem Ex-Partner Danny...Victor rutschte ein wenig zu recht. Der Arm nölte unter dem Schmerz. Die Bisswunde war nicht angenehm. Aber er heulte ihr deswegen nichts vor. Er wollte ihr die Zeit geben über sich zu reden. Lieber über sie reden einfach.
      "Du...hast Spike das Leben gerettet?...Das erklärt ein wenig warum du nicht so...glücklich darüber warst, dass Alex deinen Hund hatte...Während du im Krankenhaus warst." Victor erinnerte sich an ihre Worte. Sie hatte sich nicht gerade fröhlich oder gar gerade zufrieden damit gezeigt, dass Victor den Hund bei ihrem Kollegen gelassen hatte.
      Und dann sagte sie, sie würde ihn am liebsten vor den Augen des anderen küssen. Er musste lachen, herzlich sogar, denn er hatte dasselbe Verlangen nach ihr, wenn er Alex sah.
    • Naira O’Connor

      Sie seufzte leise, schüttelte auch kurz den Kopf, bevor Naira ihre Augen schloss. Ihr Kopf spielte ihr noch immer etwas vor, sie sah Dinge, die sie nicht sehen sollte und nur deshalb schloss sie die Augen. Victor musste lachen, da hob die Frau ihren Kopf wieder und betrachtete ihn für einen Moment. Ein Lächeln war auf ihren Lippen zu sehen, sie mochte es, wenn er lachte, er tat es so selten.
      Eine ihrer Hände wanderte nach oben und strich kurz über seine Wange, bevor sie den Kopf wieder auf seiner Brust ablegte. „Es ist nur einer der Gründe, warum er nicht bei Alex sein sollte... er kommt mit Spike nicht klar, er tat es noch nie.. er hasst Hunde, ist aber nur freundlich zu meinem, weil er denkt, er würde bei mir damit Pluspunkte sammeln.. Alex ist ein Arschloch und irgendwo tief in seinen Innern ein Psychopath.. er kam nie damit klar, dass ich unabhängig sein will.. ich will nicht ständig alles bekommen und auf Händen getragen werden.. nicht einmal streiten konnte er sich mit mir.. er sagte mit immer nur zur, während ich ihm vorwarf, was los war..“.
      Ein wenig musste Naira schmunzeln, die Streits mit Victor waren ganz andere.. er hielt ihr stand, er konnte ihr auch mal wehtun und das auch körperlich. Ihre Wange zwickte ein wenig bei der Erinnerung, aber sie schmunzelte nur umso mehr. „Er wollte mir beweisen, dass ich ihn brauche.. dass ich ohne ihn nicht klar komme..ich wollte mich trennen, es machte mich verrückt.. also engagierte er eines Tages jemanden, der mich überfallen und angreifen sollte.. Alex vergaß nur die Tatsache, dass ich eine polizeiliche Ausbildung hinter mir habe.. und der Kerl mir nicht standhalten konnte.. auch wenn er deutlich größer und breiter war.“.
      Naira seufzte und malte Kreise auf Victors Bauch, während ihre Augen ihre Finger verfolgten. „Ich habe darauf beharrt, dass er versetzt wird.. aber Ramirez einigte sich mit mir darauf, dass er sich von mir fern hält.. das klappte bisher nur mäßig, er stellte mit lange nach und konnte sich nicht damit nicht arrangieren, bis du in mein Leben tratst“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor schmunzelte nach seinem Lachen. Es war einfacher gegenüber zu Lächeln oder mit ihr. Alle anderen Menschen konnten ihm gestohlen bleiben. Sie gingen ihm immer nur auf die Nerven mit ihrem Mitleid oder ihren Fragen. Sollte einer auch nur einmal den Mund darüber aufmachen, dass er mal lächeln sollte, würde er ihm lieber den Kopf umdrehen. Nach dem Tod seines besten Freundes war es eigentlich fast unmöglich, dass er jemanden oder etwas auch nur ansatzweise lustig fand. Eher sah er auf alles mit Sarkasmus herunter. Nur eben nicht bei Naira...auch wenn sie diese Laune anfangs abbekommen musste.

      Naira erklärte ihm ruhig und leise was der wahre Grund warum, warum Spike nicht mehr in seinen Händen landen wollte. Und Naira nannte ihn sogar einen Psychopathen. Victor schnaubte belustigt, denn er war derselben Meinung über Alex. Nicht weil er das alles mitbekommen hatte. Er wollte einfach nicht, dass Alex noch einmal zu nah kam. Die guten Gedanken, dass Alex vorhin noch der einzige war, der wirklich ohne große Gedanken hatte arbeiten können, schwanden und Naira schaffte es Alex wieder in ein schlechtes Licht zu rücken. Und dann setzte er mit seinem damaligen Verhalten allem die Krone auf. Überrascht war Victor alle mal und sah runter zu Naira: "Sowas hat er gemacht?...Hrmpf...", Victor sah sie skeptisch an. Nicht, weil er glaubte, dass sie ihn anlog, das würde er ihr niemals vorwerfen. Dass sie ihm aber Dinge verschwieg, dass war ihm mehr als klar.
      "Wenn er dir oder Spike zu nahe kommt...hau ich ihm eine in seine dumme Fresse...was für ein Arsch...", er seufzte laut, versuchte mit einer Faust auszuholen, als würde er der Luft einen Schlag verpassen, aber der linke Arm schmerzte und weigerte sich dagegen. Außerdem besänftigte ihn das sanfte malen von Kreisen auf seinem Bauch. Sie nahm ihm das bisschen an Selbstzweifel über seine Unportlichkeit.
      "Und nun muss er mit uns arbeiten...da bin ich fast dafür, dass wir vor seinen Augen rummachen müssen...dann geht er vielleicht freiwillig?" Mit der Zeit schaffte er es auch wieder ein wenig nüchterner zu reden. Auch wenn er es noch lange nicht war.
    • Naira O’Connor

      Sie lächelte vor sich hin, einfach weil es sich gut anfühlte. Naira hatte das Gefühl, mit Victor jemanden gefunden zu haben, der für sie da sein würde, aber der trotzdem er selbst war. Klar, er war mürrisch, ein Arschloch und ein großer Vollidiot, aber er hatte dennoch viele gute Seiten an sich und der Frau gefiel auch die andere Seite. Sie mochte es, sich ihn anzusehen und in dem selben Augenblick, in dem sie ihn als Arschloch abstempelte daran zu denken,dass sie die Nacht mit ihm verbringen würde. Eine sehr heiße Nacht sogar..
      „Die meisten, die ihn ansehen glauben so etwas nicht.. ich bin im Revier deshalb nicht so gut bei Kollegen angekommen.. deshalb arbeitete ich auch alleine, bis du her kamst.. sie haben Angst vor mir, er verkauft die Story gerne ganz anders.. seiner Meinung nach hing ich an ihm und habe mir so etwas Dummes ausgedacht, weil er mich verlassen hatte..“. Sie seufzte und hob den Kopf, um Victor anzusehen. „Jetzt mal im Ernst, würde man mir so etwas erbärmliches zutrauen?“. Ihr Blick war ernst, aber die Züge lockerten sich sofort, als sie in seine Augen sah. Für einen Moment hielt die Frau still und betrachtete ihren Freund, bevor sie den Kopf wieder zurück lehnte. „Jedenfalls hat er den männlichen Kollegen erzählt, ich wäre leicht zu kriegen.. sie hatten es auch versucht..“. Keine schönen Erinnerungen, aber es hielt sie von den Halluzinationen ab, die sie noch immer sah. Ihre Mom stand in der Tür, sie schrie sie an, aber Naira schloss die Augen.
      Victor sprach von dem, dass er Alex gerne schlagen würde und schlug sogar vor, vor dem Blonden rumzumachen. „Ich halte es für keine so schlechte Idee.. aber wir brauchen ihn wohl oder übel.. den Jungen für alles.. ich will nämlich seine Aufgaben ganz sicher nicht übernehmen“.
      „Ich habe Spike damals davor bewahrt, als ein Welpe nicht im See zu erfrieren... das war so ziemlich zum Ende meiner Beziehung mit Alex.. wir fuhren raus, weil irgendwelche Kinder am See tobten.. wir schickten sie zurück und wollten gerade fahren, aber ich bemerkte ein leises Geräusch. Spike rief verzweifelt nach Hilfe, da der Winter sich dem Ende neigte brach das Eis unter ihm ein und er war kurz vorm ertrinken... ich war sofort hingerannt und scherte mich nicht einmal darum, dass das Eis unter mir sehr dünn war.. aber Spike hat’s überlebt und seit dem war er eigentlich unzertrennlich.. Alex hat mir noch tagelang einen Aufstand gemacht, aber ich konnte das kleine Ding doch nicht erfrieren und ertrinken lassen..“. Sie sah den kleinen Racker noch genau vor sich, eine Träne kullerte über ihre Wange, aber ihre Hand strich weiter über Victors Haut. Ihre Stimme brach schon fast. „Ich denke nicht, dass er wieder nach Hause kommt..“.
      Es waren Worte, die sich sicherlich alle gedacht haben, aber sich keiner traute sie auszusprechen. „Ich denke,es ist jetzt schon zu spät..“
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor wiederholte es zwar nicht noch einmal, aber er nahm sich vor, dem anderen wirklich einmal ins Gesicht zu schlagen. Ob nun betrunken oder nüchtern. Er stellte es sich sogar vor, wie er früh morgens durch die Türen kam, sich vor Alex aufbaute und einfach nur direkt ins Gesicht schlug. Das war eine wirklich wohlige Vorstellung, die er gerne mit Naira teilen wird. Denn sie sollte es dann mit ansehen. Aber möglich auch, dass sie es nicht nachvollziehen wird...Männer reagierten so oft unkontrolliert und ohne Grund.
      Die Geschichte ging aber weiter und wurde noch besser. Es gab Gerüchte über Naira und ihre gemeinsame Beziehung. Das als Hintergrund nehmend, konnten die beiden, naira und Victor, es auch vergessen gemeinsam vor Ramirez oder das Revier zu treten als Paar. Niemand würde sie wirklich im guten Licht sehen. Victor glaubte ja von Anfang an nicht daran.
      "Ja...Wir brauchen ihn leider...", grummelte Victor unzufrieden. Naira gab es ja auch zu, wie schön es wäre, ihm zu zeigen, dass er nicht die Oberhand hatte und sicherlich keine Chance bei Naira. Aber die Zeit würde es schon irgendwie hervorbringen. Ewig konnte man sich nicht verstecken. Das gleiche galt auch für Thomas. Man würde ihn früher oder später aus seinem Versteck schleppen. Ob an den Beinen oder an den Haaren. Victor würde es Naira überlassen woran sie ihn herauszerren wird. Sie hatte es letztlich verdient.

      Bei der Geschichte über Spike und wie sie den kleinen Hund überhaupt an ihre Seite bekommen hatte, bemerkte er schnell, dass das kein gutes Thema war. Naira wurde wieder traurig und weinte sogar wieder. Dass diese Tränen sich auch zum Teil auf seinem Bauch landeten, störte ihn her weniger. Einen Hund so zu retten...Der Gedanke und die Aktion war nobel und sehr mutig, vor allem, weil sie ihr Leben damit in Gefahr gebracht hatte, aber Victor hätte wohl ähnlich in nächster Zeit reagiert. Wie konnte sie ihr eigenes Leben so in Gefahr bringen...Er hatte stumm der Geschichte gelauscht und aufgehört sie zu kraulen, als sie anfing zu weinen.
      "Hey...", flüsterte Victor leise und versuchte sich tiefer zu schieben beziehungsweise sie höher zu sich, damit er ihr Gesicht sehen konnte. Ächzend vollbrachte er es dann und nahm ihr Gesicht mit einer Hand, streichelte mit dem Daumen über ihre sanfte Wange und sah ihr in die Augen. Auch wenn er nicht ganz fokussieren konnte, sah er sie an und liebte ihr Gesicht ein wenig mehr.
      "Hör auf...Spike geht es gut. Er wird nicht einfach so dahingehen...Wir finden ihn und werden ihn sicher wieder heimbringen zu dir...", vorsichtig strich er ihre Haare aus dem Gesicht und die Tränen von der Wange: " Spike wartet geduldig auf dich."
    • Naira O’Connor

      Sie seufzte,als Victor sie zu sich nach oben zog und sie ihn ansehen musste. Spike war ihr sehr wichtig, auch wenn es die meisten sicherlich nie verstehen würden, es war immerhin nur ein Hund, wie Alex es gesagt hatte. Spike war sicherlich mehr, als ein Hund, er war der beste Freund, den Naira sich hätte nur erträumen können.
      „Du brauchst mir nicht Mut zuzusprechen.. ich fühle mich dabei irgendwie erbärmlich..“. Es war ihr immerhin klar, dass sie rational denken musste und auch wenn Thomas selbst Hunde besaß, wenn man sie sich so ansah.. so wirklich tierlieb war er nicht. „Aber Danke.. dass du für mich da bist“. Ihre Lippen formten ein leichtes Lächeln, während ihre Augen wieder einmal über sein Gesicht fuhren. „Er wartet auf mich, aber wenn ich nicht schnell herausfinde, wo er ist.. du weiß selbst, dass er unberechenbar ist.. wenn ich daran denke, was er mit und anstellen wollte, will ich nicht wissen, wozu er noch bereit wäre...“. Einer ihrer Finger strich über Victors Wange bis zu dem Bart, durch den sie auch fuhr. „Tut mir leid Victor.. dafür, dass ich dich angeschrien habe.. ich sollte mich ein wenig besser in den Griff kriegen..“. Ihre Augen fuhren für einen Moment zu seinen, um ihm in die Augen zu sehen, bevor Naira die Hand auf seiner Wange ruhen ließ. Sie konnte auch anders, wenn sie es wollte und auch wenn ihre Mutter noch nicht mit ihren Worten fertig war beugte sich Naira zu ihrem Partner, um ihre Lippen mit seinen zu vereinen. Den Kuss hatte er sich mehr als nur verdient...
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Wirklich die Reaktion, die er nun bekommen hatte, hatte er sich nicht gewünscht. Naira verstand natürlich, dass er damit versuchte ihr gut zuzureden und hoffte auch sehr, dass sie verstand, warum er das tat und dass schlechte Gedanken nichts brachten in solchen Momenten. Aber man konnte Menschen eben da auch nicht mehr raus helfen.
      Sie lehnte es nicht ab, wehrte sich aber ein wenig, aber er meinte, dass Spike schon auf ihn warten würde. Ihre Gegenargumente waren aber auch nicht schlecht und so seufzte er nur schwer auf ihren Einwand. Ja, Thomas war ein Hundeliebhaber vielleicht, aber seine Art mit diesen umzugehen war, aller höchstens für einen Wachhund gut. Spike war keiner...Er brauchte die Liebe seines Frauchens und jetzt wahrscheinlich dringender denn je. Also verblieb Victor letztlich dabei still zu sein. Er musste ihr nichts sagen, sie würde es selbst besser wissen und am Ende konnte sie dann sehen, welche Wahrheit eher an ihre Vorstellungen ran käme.
      Die anhängende Entschuldigung wollte er aber bei Seite schieben. Ihre Finger glitten ihm über die Wange und kurz darauf lagen ihre Lippen auf seinen. Ein wenig überrascht, aber ihr Blick hatte es ihm dennoch bereits mitgeteilt. Er erwiderte den Kuss und schloss dabei die Augen, legte den Arm wieder eng um sie geschlungen und drückte sie an sich. Emotionen und Gefühle waren besser unter Einfluss zu zeigen. Er mochte sie zu sehr, als dass er es einfach so hätte abbrechen können.
      Aber der Kuss dauerte lang genug und er leckte sich daraufhin zufrieden die Lippen, sah Naira an und entspannte sich halbwegs.
      "Entschuldige dich nicht für etwas, was begründet ist...", sagte er schließlich und warf einen Blick zu den Kissen hoch und dachte darüber nach, dass sie noch immer halb auf dem Bett lagen.
      "Wollen wir...nicht lieber die paar Stunden nutzen etwas...für uns zu machen? Schlafen und...Essen wäre doch eine gute Idee..." Daraufhin wartete er nur, dass sie sich beide einfach richtig auf das Bett legen konnten und Kissen und Decke so nutzten, wie sie gedacht waren. Vor allem Naira sollte die Augen schließen.
    • Naira O’Connor

      Es war ein schönes Gefühl, als seine Lippen auf ihren lagen und Naira all die positiven Gefühle, die sie für ihn hatte da rein stecken konnte. Der Kuss ging aber auch zu Ende und Victor schlug vor sich hinzulegen, daraufhin konnte die Frau nur nicken.
      Als er sie losließ erhob sie sich und streckte kurz, ehe sie sich richtig hinlegte, wie es sich gehörte. Das Bett lud einfach dazu ein, sich schlafen zu lagen, die beiden waren auch lang genug wach. Es war zwar Mittag, aber die Rollos in ihrem Schlafzimmer waren noch immer unten, so gab es ein wenig Dunkelheit in dem Raum. „Essen ist auch eine gute Idee.. aber nachher..“, murmelte Naira und wartete, bis ihr Partner sich zu ihr legte. „Magst du noch was gegen die Schmerzen haben?“. Ihrer Hand strich wieder über seine nackte Haut und sah in sein Gesicht, um die Antwort heraus zu finden. Ihr Bein schmerzte, aber es war in Ordnung, es würde nachlassen, wenn sie dann mal eingeschlafen war.

      Bis mitten in die Nacht schlief Naira und öffnete die Augen, als es gerade zwölf Uhr wurde. Leicht streckte sich die Frau, bevor sie zu ihrem Partner sah, der noch schlief. Einige Minuten lang blieb sie auch so liegen, betrachtete sein Gesicht, bevor er irgendwann mürrisch aufwachen würde, bis sie vorsichtig aus dem Bett kletterte und sich streckte. Die Stimmen und auch die Personen waren weg, scheinbar lag es wirklich an der Müdigkeit und an der Gefühlsachterbahn, aber Spike war noch immer nicht aufzufinden. Naira seufzte, nachdem sie die Tür hinter sich schloss, lief dann in die Küche um ein kleines Licht anzuschalten.
      In der nächsten halben Stunde zündete sie sich beim kochen gleich drei Zigaretten an, beim offenen Fenster natürlich, und bereitete für die beiden was zu essen vor. Spätestens wenn Victor wach sein würde müssten sie was essen und Pancakes mit süßem Ahornsirup wären zumindest für sie ganz praktisch. Vielleicht würde es ihr die Laune geben, etwas süßes zu essen...
      Die Schüssel für Spike hatte Naira dennoch gefüllt und stand am Herd, als ihr Handy wieder vibrierte. Sie versuchte es zu ignorieren, aber ihr Blick ging immer wieder hin, da fiel ihr auch der Brief ein, der sie aus der Wohnung schmiss und sie seufzte laut. Es war einfach alles fürn Arsch.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Das Einverständnis kam und Victor war schon ein wenig erleichtert. Sie gab ihm die Chance einfach nur zu schlafen und alles wilde und unmögliche in seinem Kopf zu richten. Sie wechselten auf die kurze Seite und konnten sich ausstrecken, wie sie wollten. Naira fragte noch, ob er Schmerztabletten brauchte, doch er lehnte ab. Tabletten noch während einem Alkoholpegel zu nehmen, hatte sich nie wirklich gut angefühlt. Das Blut wurde dünner und der Alkohol raste noch einmal durch den kompletten Körper. Vielleicht half es, aber es fühlte sich in der Zeit einfach bescheuert an. Er legte sich neben sie und ließ sogar noch die Jeans an. Ihm war es egal und Naira schmiss ihn auch nicht aus dem Bett wegen der dreckigen Hose. Also mochte es wohl noch okay sein...Er half ihr auch gerne, wenn es um das Saubermachen ging, auch wenn ihm das letzte Jahr nichts Großes daran gelegen hatte.

      Keine 5 Minuten später war Victor für seinen Teil eingeschlafen und er schlief tatsächlich länger, als erwartet, denn sein Körper fing an von ihm zu verlangen. Der Schlaf war notwendig geworden. Unter Strich schaffte er es sogar nach Null Uhr im Bett zu bleiben. Doch um 2 Uhr war er wach. Er hatte bald bemerkt, dass sich Naira nicht mehr neben ihm befand und kurz packte ihn die Panik. Der letzte Abschnitt seines Traums beinhaltete, wie sie in das Krankenhaus kamen. Die Angst sie zu verlieren war groß...Und nun war das Bett neben ihm leer, aber es war noch immer ihre Wohnung. Victr fuhr sich durch das Gesicht und durch die Haare. Müde und mit einem guten Schädel setzte er sich auf. Wann hatte er keine Kopfschmerzen nachdem er getrunken hatte. Grummelnd schob er sich aus dem Bett, kratzte sich am Bauch und schmeckte den fahlen und bitten Geschmack auf der Zunge. Er musste dringend ins Bad und sich ordentlich machen...Naira fand er dann wie gedacht in der Küche, diesmal umgeben von einem süßlichen Geruch, der ihn an Pfannkuchen erinnerte. Schlaftrunken kam er zu ihr und wünschte einen guten Morgen. Auch wenn sich die Helligkeit kaum vom abgedunkelten Zimmer mit dem im Wohnzimmer bzw. in der Küche unterschied. Ein Blick zur Uhr, sagte ihm auch dass es gerade mal mitten in der Nacht war und sie in 4 Stunden am Revier sein sollten. Zum Teufel damit.
      "Hast du...geschlafen?", fragte er mit kratziger Stimme und zog sich einen Stuhl zurecht um sich hinzusetzen. Dabei fiel sein Blick auf einen dunklen und ebenso klebrigen Fleck am Boden in der Küche. Der verschüttete Tee, den er gestern zwar hatte aufräumen wollen, aber wohl nicht gesehen hatte...
    • Naira O’Connor

      Okay, Victor schlief ein wenig länger, als sie es sich vorgestellt hatte, aber das war gut.. er brauchte den Schlaf und den durfte er auch kriegen, zumal Naira auch schon ausgeschlafen war. Sie fühlte sich leicht an, so leer und irgendwie mit neuer Kraft gefüllt. Es hatte ihr gut getan, sich einfach alles von der Seele zu heulen und dabei in dem Arm von Victor gehalten zu werden. Er kam auch irgendwann aus dem Schlafzimmer, es war ihm anzusehen, dass er gut geschlafen hatte. Naira saß dabei am Tisch, sie hatte Unterlagen vor sich ausgebreitet und wollte nicht einfach tatenlos rumsitzen.. sie blickte auf, ein Lächeln bildete sich auf ihren Gesicht, als er so schlaftrunken in der Tür stand.
      „Guten Morgen“, entgegnete sie und legte die Sachen alle zur Seite,um sich auf ihn zu konzentrieren. „Ja, sogar recht gut..“,antwortete sie noch auf seine Frage und folgte dem Blick, zu den Fliesen auf den Boden. Der Fleck von ihrem Tee war zu sehen, Naira seufzte leise. „Ich mache das nachher weg.. brauchst dich nicht darum zu kümmern.. hast du Hunger?“. Ihr Blick ging wieder zu dem Mann und das Lächeln auf ihren Lippen war noch immer vorhanden. Letztendlich stand die Frau auf und nahm den Teller mit den Pancakes aus dem warmen Ofen, sie wollte ihrem Freund nichts kaltes auf den Tisch stellen. „Magst du Pancakes?“.
      Sie warf ihm einen Blick über die Schulter zu, bevor sie sich dem Tischdecken widmete. Die Dunkelhaarige hatte das Gefühl, ihre Beziehung hatte sich seit ihrem Anfall schon ein wenig .. verändert. Aber nur zum guten..

      Nach kurzer Zeit stellte sie ihrem Partner Essen vor die Nase und setzte sich ihm gegenüber, um selbst was zu essen. „Ich habe ein wenig nachgedacht.. ich glaube, wir sollten noch einmal zu der Hütte.. in der Thomas uns festgehalten hat“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor verschlafen und mürrisch zu haben war eine Sache. Aber der Mann war nun ausgeschlafen und es ging ihm tatsächlich besser. Nicht weil er unbedingt getrunken hatte. Der beste und größte Grund war an sich, dass er die Nacht wieder mit naira verbringen durfte und dass er ihr ansatzweise helfen konnte. Nachdem sie ihm sagte, dass sie auch sehr gut geschlafen hätte, ging es ihm sogar besser. Er fühlte sich gut dadurch.
      Naira sah auch danach aus. Sie alle haben es gebraucht. Wegen des Fleckes machte er sich aber keine Sorgen, gab ein undefiniertes murren deswegen von sich und sah ihn noch einen Moment lang an. Hin oder her, jemand wird es wegräumen, aber er erinnerte ihn auch zu sehr, daran, dass er ein Arsch war...Ein Arsch mit einem Alkoholproblem, dass besser geworden ist, aber eben noch besser werden musste.

      Naira überraschte ihn mit Pancakes. Er war kein großer Freund von süßen Dingen, aber sein Magen knurrte hungrig, als er den kleinen Berg für sie beiden sah.
      "Ich habe nichts gegen etwas zu essen...Danke.", damit stand er dann wieder auf und ging rüber in die Küche, um die Kaffeekanne vollzumachen und warm, damit sie wenigstens gemeinsam noch Kaffee dazu hatten.
      Das trug er dann ebenfalls rüber zum Tisch.

      Der Wunsch nach einem lockeren und einen unbedenklichen frühstück, sprach Naira ihr weiteres Vorgehen im Fall an. Sie hatte wohl genug Zeit gehabt, um sich in die Akten einzuarbeiten wieder und über den Fall nachzudenken. Missmutig nahm sich Victor einen der Pancakes auf den Teller.
      "Zur Hütte...hast du etwas bestimmtes im Sinn?", fragte Victor weiter nach, doch allein an der kratzigen Stimme und der tieferen Tonlage, konnte man heraushören, dass er nicht überzeugt davon war, dass sie hin mussten.


    • Naira O’Connor

      Natürlich bemerkte die Frau, dass der Victor vor ihr einen Ticken besser drauf war als der Victor, den sie gestern früh hier sitzen hatte, aber sie genoss es wirklich. Ihre Laune war gut, sie hatte keinerlei Grund sich mit ihm zu streiten oder sich irgendwie von der mürrischen Art anstecken zu lassen. Er stand sogar auf und kochte den Kaffee,den Naira selbst in ihren Gedanken vollkommen vergessen hatte. Ihre Gedanken galten wieder vollkommen dem Fall und das fühlte sich wirklich gut an, sie lebte quasi dafür.. und für den Moment, in welchem Victor sie hier rausholen und mit ihr abhauen würde.
      Gemeinsam saßen sie am Tisch, als die Dunkelhaarige den Fall wieder ansprach. Victor war nicht ganz überzeugt, aber das konnte sich ändern. „Ich glaube, wir haben etwas übersehen... wir sollten noch einmal von vorne alles durchgehen und dafür müssten wir wieder an den Ort, von dem an alles schlimmer wurde.. vielleicht war er zwischenzeitlich dort gewesen?“. Sie nahm sich ein Stück in den Mund und kaute drauf nachdenklich. „Aber wenn, dann definitiv nicht zu dritt.. nach der Aktion im Wald befürchte ich, dass wir nun mit mehreren Mann rausfahren sollten.. er hat uns schließlich schon wieder bewiesen, dass er unberechenbar ist...“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor setzte sich mit zwei Tassen Kaffee an den Tisch und nahm erst einmal einen Schluck, bevor er etwas von den Pancakes abschnitt und sich in den Mund schob. Es konnte etwas dahinter sein, was Naira vorschlug. Wirklich wohl war ihm dabei nicht, denn sein letzter Traum, wenn man es so nennen wollte, beinhaltete eben die Szene, die sich fest in seinen Kopf gebrannt hatte. Die Angst um Naira war schließlich trotzdem groß und wie viel konnte ihr Kopf noch ertragen?

      Victor brummte und aß den ersten Pancake auf, trank etwas vom Kaffee und lehnte sich zurück. Sein Arm war wohl noch nicht wach geworden und die Verletzung schmerzte nicht. Das war ein gutes Zeichen. Trotzdem musste er nachher aus mehreren Gründen eine Tablette oder zwei nehmen, um vorzusorgen.
      "Ja, mit einer Mannschaft sollten wir rangehen an die Sache, sie müssen nur hinter uns aufräumen...", indirekt willigte Victor bereits ein, beobachtete aber nachdenklich den Inhalt seines Bechers.
      "Er...hat alles ausgelegt wie einen Plan. Hier und da zurecht gelegt...", Victor kratzte sich am Kinn und zupfte an seinem Bart, während er nachdachte. Hatte er seinen Rasierer eigentlich jemals zu Naira gebracht oder hatte er diesen immer noch in seinem Haus...Ob das überhaupt noch stand? Vielleicht hatten sich bereits die ersten Obdachlosen für die Winterzeit eingenistet, weil da ja sonst nie Licht brannte. "Du bist der Boss. Du sagst an, wie viele Männer wir mitnehmen und...wie wir sie ausstatten. Dann sollten wir wohl ein wenig früher los. Ein Teil der Spurensicherung wir heute wohl aber noch brauchen für unseren letzten Ort.", dachte er laut. Dann trank er aus und brachte Teller und Becher zurück. Er kam an Naira vorbei, legte eine Hand an ihren Kopf und hauchte ihr einen Kuss auf ihren Scheitel, bevor er Richtung Bad aufbrechen wollte: "Lass mich richtig Duschen...hast du Verbandszeug irgendwo noch über?", grummelte Victor. Unter der Dusche konnte er noch einmal darüber nachdenken.
    • Naira O’Connor

      Er war nicht überzeugt, dass sah man Victor wirklich an, aber es war nicht so schlimm, Naira konnte ihn immer noch von ihrer Idee überzeugen. Dennoch, der Mann willigte indirekt dem ein, was ihm die Frau vorgeschlagen hatte. Ein Lächeln bildete sich auf ihren Lippen, während sie ihr Frühstück weiter aß. Dabei legte sie den Kopf ein wenig schief und betrachtete ihren Freund, wie er nachdenklich seinen Kaffee betrachtete.
      „Vic.. ich würde gerne deine richtige Meinung hören.. du bist mein Partner, ohne dich zieh ich nicht in den Krieg..und wenn ich zu einseitig gucke, dann sollst du es mir ruhig sagen..“. Naira betrachtete,wie sich der Rothaarige erhob. „Und das sage ich nicht, weil du auch mein Freund bist“.
      Der Kuss auf ihrem Kopf tat gut, eine Gänsehaut bildete sich auf ihrem Körper und sie schloss für einen Moment ihre Augen. Sie hielt ihn auf, hielt seine Hand fest und wollte sie nicht loslassen, während er duschen wollte. Naira würde ihn duschen lassen, aber sie wollte zuerst einen Kuss haben und zog den Mann deshalb zu sich runter, um ihre Lippen auf seine zu legen. Einen leidenschaftlichen Kuss bekam er, aber einen nicht allzu langen.
      „Unter der Spüle im Schrank ist ein Verbandskasten.. wenn ich dir helfen soll musst du mich nur rufen“.
      Sie ließ seine Hand wieder los und ließ ihn duschen gehen, widmete sich ihrem Kaffee, auch wenn ihre Augen ihm nachsahen. Ja, sie war deutlich besser drauf..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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