[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

    • Gemeinsam fuhren sie wieder hinaus in den Wald und blieben vor dem selben umgefallenen Baumstamm stehen, wie das letzte Mal. diesmal aber hinter zwei Geländewagen, die sich dort hin gestellt haben. Victor fiel als erster aus dem Wagen. Auch wenn er verletzt war, konnte er noch immer Laufen und Schießen, wenn es drauf ankommen sollte. Den Walki Talkie hatte er sich hinten an den Gürtel gesteckt. Die Handfeuerwaffe lag in der Halterung an seiner Brust und das Gewehr hielt er wieder über der Schulter fest.
      Alex ging voran und nahm es gar nicht wahr, dass an sich er die leitung übernahm und sich um den Kontakt kümmerte zu dem eingesetzten Team vor Ort. Aber er nahm es niemandem übel. Nicht einmal seiner Vorgesetzten, die ihm nicht genug Geld überwies für die Verantwortung die er stemmte. Manchmal glaubte er auch die beiden Detectives mitheben zu müssen.

      Sie kamen an der Hütte an. 10 Männer und 2 Frauen hatten einiges noch zu tun, aber 2 haben bereits auf die Detectives gewartet und begrüßten Alex freudig mit einem Händeschütteln. Victor und Naira ließen sich Zeit. Dafür wurden sie aber verschont vond em Smalltalk, den sie hielten und wurden sofort rüber genommen an die Stelle, wo die Hunde die Männer überfallen haben. In 5 verschiedenen Richtungen ragten rote Fahnen aus dem Schnee.
      "An jeder Stelle, die wir markiert haben, sind diese Tunnel oder Gänge aus denen voraussichtlich die Hunde gekommen sind. Davor sind elektrishc gesicherte Türen und Bodenluken. Die Hunde kämen nie raus ohne eben das wollen, desjenigen, der sie kontrollierte.", erklärte ein Polizist sachlich und sah dabei auf sein Notizbuch.
      Victor atmete tief durch. In der Mitte sah man noch rotes Blut auf dem Schnee. Daneben hatte man kleine Aufsteller mit Zahlen liegen gelassen.
      "Wir sind uns nicht zu 100 % sicher, aber wir glauben, dass diese 5 Gänge alles waren. Es gibt keine mehr. Wie sie aufgehen wissen wir aber nicht..."
      Victor räusperte sich und ging ein paar Schritte vor, suchte dieselbe Stelle zu der er sich gebeugt hatte und hatte absuchen wollen, woraufhin der Pfeifton erklungen war.
    • Naira O’Connor

      Alex hatte nicht lange gebraucht, ehe der Wagen vor dem selben Baumstamm anhielt, an dem sie heut früh schon geparkt hatten. Natürlich lief er voran und musste alles als erstes klären, noch bevor Naira mit ihrem Bein überhaupt ankam. Sie ruhte sich ein wenig aus, um das Bein später mehr belasten zu können, außerdem ging Victor neben ihr her. Er war schlecht gelaunt, aber dennoch genoss sie seine Anwesenheit und fühlte sich für einen Moment wohler, bis sie bei den anderen ankamen. Es war ein Gefühlschaos in ihr drinnen und sie kam damit nur wenig klar, am liebsten wäre sie auch unter einer dicken Decke.
      Draußen war es kalt und Naira brauchte einen Moment, bis sie sich daran gewöhnt hatte. Sie folgte natürlich den anderen, die Ihnen die versteckten Gänge zeigten und betrachtete zunächst den Polizisten für einen Moment, bevor sie die Gänge und Tunnel ansah. Victor lieg direkt weiter, er wollte scheinbar danach sehen, was er vorhin gemeint hatte. Naira rüstete sich sofort auf und hielt ihr Gewehr in der Hand, welches sie entsicherte. Wenn ein Hund rauskommen sollte, dann würde sie sofort schießen, sie gab ihrem Partner Rückendeckung, wie es sich gehörte.
      Alex sprach noch mit den Polizisten, aber er ignorierte die beiden, die weiter gingen. „Was hat test du den vorher gesehen?“, fragte Naira und betrachtete die Gegend, damit sie nichts übersah.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor hoffte natürlich dass man ihm die gewünschte Deckung gab und das auch die anderen Polizisten sich ein Beispiel an der Leitungskraft nahm und sich ebenfalls mit einer Waffe ausrüsteten, um im Falle einer Wiederholung des Falls, die Köter direkt vor den Öffnungen zu erschießen. Die meisten belegten auch die offenen Öffnungen. Doch als Victor diesmal sich nieder kniete um den Schnee genauer zu betrachten, fiel ihm auf, dass der ton nicht noch einmal durch den Wald hallte, also entspannte er sich ein stückweit.
      "Hmpf...Hier...Wenn man genauer hinschaut, bemerkten man, wie unglaublich unnatürlich der Schnee aufgewühlt wurde. Es sieht einfach...menschlich aus. Ein Muster...Außerdem sollte hier weit und breit doch eigentlich nichts sein oder?...Kein Mensch, kein Tier...Soweit komme ich nämlich noch, dass es keine Tierart geben kann, die Schnee so aufwühlt...", erklärte Victor und grub mit den behandschuhten Händen ein Loch an eine Stelle, bis er auf etwas weiches, synthetisches traf, dass dem Schnee ähnlich sah, aber keiner war. Grummelnd zog er an diesem mit einer Hand, da seine andere bereits anfing zu schmerzen.
      Doch er schaffte es nicht hoch zu bekommen.
      "Können wir die Stelle freilegen bitte? Aber schneller...", unzufrieden kratzte sich Victor am offenen Nacken und legte den Kopf dann nach hinten, bevor er sich an Naira wandte: "Hat er nochmal geschrieben? Das letzte Mal, als ich hier ran trat, kam der Ton und die Hunde gingen auf uns los...Das heißt...Diesmal ist bewusst nichts los...", schlussfolgerte er.
    • Naira O’Connor

      Die Erklärung ihres Partners war einleuchtend und ergab Sinn, auch sie sah diese Unnatürlichkeit, je näher sie hinsah. So etwas wäre ihr nicht aufgefallen,wenn sie nicht absichtlich dort genauer hingesehen hätte, gut aber das Victor so etwas bemerkt hatte. Der Lauf ihrer Waffe war auf die Stelle gerichtet, um bereit zu sein, wenn etwas rausspringen sollte. Victor grub ein Loch,fing jedenfalls damit an, bis er nicht mehr mit seinem Arm konnte. Er durfte seinen Arm auch nicht zu sehr belasten, sie konnte sich vorstellen, dass es schmerzhaft war, trotz der Betäubung durch die Kälte.
      Er wollte jemanden zum Graben haben, Naira war bereit noch jemanden zu rufen, aber es erklärte sich ein junger, blonder Polizist dazu bereit, es zu tun. Die Frau ließ ihm Platz, hielt das Gewehr aber noch immer auf die Stelle gerichtet. Victor sprach mit ihr, sie sah kurz zu ihm, bevor sie das Handy rausholte und draufsah. „Nichts neues..“, erklärte sie ihm, und packte das Handy weg. „Aber ich denke nicht, dass er das gleiche noch einmal tut..“. Sie sah noch einmal kurz zu ihm und nickte ihm zu, bevor der Blick wieder zu der Stelle ging, an der der junge Polizist grub. Naira hörte aufmerksam zu, sie lauschte, ob es möglicherweise ein Geräusch gab. Der Polizist machte alles frei und ließ Victor den Vortritt, damit er nachsehen konnte. Naira war immer noch bereit, ihm zur Not Rückendeckung zu geben.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Der junge Polizist griff zu einer Schaufel, die man ihm noch schnell bringen konnte und grub die Fläche frei, die sich letztlich nicht als sehr groß, aber umso länger machte. Etwa 1,5 Meter auf 3. Unter dem Schnee versteckte sich eine eiserne Türe, die gesichert war, aber nicht wie üblich mit einfacher Kette und schloss. Nein, es gab ein Zahlenschloss, welches unter einem Deckel lag, den man erst anheben musste.
      Victor begutachtete das ganze und legte den Kopf schief. Ein Danke für den jungen Mann, der sich zum Graben gemeldet hatte, gab es nicht, denn es ging schnell weiter.
      "Was zum Teufel soll das sein...", nuschelte der Rotschopf, als er zwei Mal versuchte einen Code einzugeben, aber beide nicht funktionierten. Er wusste auch nicht, ob sie es hier mit einem 4- oder 7 stelligen Code zu tun hatten. Es hätte beides sein können...Alles andere auch. Er stand wieder auf und sah sich nach den anderen um. Alex besah sich das Zahlenschloss. Einfach aber effektiv.
      "Pneumatisch...", er grub an den Ecken herum und versuchte irgendwelche sensiblen Punkte aufzufinden, durch die sie die Tür aufhebeln konnten. Währenddessen fluchte Victor wieder auf.
      "Dann haben wir schon einmal den Beweis, dass unser freund nicht seit einem Jahr erst unterwegs ist in seinem Metier...Scheiß Arschloch!", er trat gegen das Zahlenschloss, doch es geschah nichts. Es war stabil und er hatte auch nicht hart genug zu getreten. Letzteres redete er sich gerne selbst ein.
      "Haben wir jemanden der sich mit Schlössern auskennt?", er wandte sich mit der Frage diesmal an Alex, aber der zuckte nur mit den Schultern und meinte er würde dafür einen Moment brauchen, weil er zurück gehen musste.
    • Naira O’Connor

      Es war schon ein wenig merkwürdig, was sich unter der künstlichen Schneedecke befand. Sie legte den Kopf schief und begutachtete das Schloss an der Kuppel, welches sich nicht lösen ließ. Victor wurde schon ein wenig wütend, es war aber verständlich. Naira nahm das Gewehr wieder weg und musterte den Rest der Mannschaft, sie waren scheinbar alle nicht gut darin Schlösser zu knacken. Auch sie selbst hatte keine Ahnung darin, aber sie hatte eine Idee.
      Während Alex loswollte, um jemanden zu besorgen drückte Naira dem Polizisten, der die eiserne Tür freigeschaufelt hatte ihr Gewehr und stieg auf die Knie, um nach dem Zahlenschloss zu greifen. Es sah sicherlich ein wenig merkwürdig aus, aber es durfte jetzt nichts unprobiert gelassen werden, somit drehte sie das Rädchen auf dem Schloss in Uhrzeigerrichtung. Es dauerte einen Augenblick, aber es machte Klick und Naira hielt das Schloss in der Hand. Sie rechte es ihrem Partner, griff auch gleich nach seiner Hand des gesunden Armes, um sich beim aufstehen zu helfen.
      „Komm zurück Alex, ich hab’s..“. Er machte halt, weit war er nicht gekommen, musterte aber die Dunkelhaarige verwirrt. „Mein Geburtsdatun, was sonst?“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor war beeindruckt und gleichzeitig besorgter denn je. Thomas schnitt sie nach und nach ab und machte Naira systematisch psychisch fertig. Sie konnte nicht mehr anders als einfach nur mitspielen zu können. Er wollte schon sagen, sie solle es nur nicht probieren, weil sonst vielleicht ein Alarm ausgelöst werden würde und wer wusste schon, was sie hier, zwar in der Überzahl, aber gegen angreifende Hunde hätten anrichten können. Aber das verheißungsvolle metallische Klicken kam schnell...Nichts gab einem auch nur einen Hinweis, wie der Code hätte lauten können, aber sie löste ihn in Null Komma Nichts.

      Alex war genau so überrascht und auch ihre Antwort ließ ihn nicht minder frösteln, wie auch Victor, der weniger zufrieden war, zu hören und zu verstehen, dass der Code ihr Geburtstag war. Wieso war der Kerl nur so vernarrt in die junge Frau...Drei Männer kämpfen um die Gunst...Jeder hatte eine gewisse eigene Abstufung des Verrücktseins und Thomas war eifnach der letzte, an den man sich eigentlich wenden wollte. Victor half seiner Partnerin wieder auf die Beine und bat dann Alex darum ihm zu helfen die Luke zu öffnen. Sie ließ sich einfach aufschieben. Ein Mechanismus, dessen pneumatisch angetriebenen Winkel halfen, schob mit ihnen die Bodentür zur Seite. Vor ihnen offenbarte sich ein steiles Loch hinein in die Erde. Treppen ins Nichts erstreckten sich mehrere Meter.
      Victor sah hinunter und nahm eine Taschenlampe von der Weste, leuchtete hinunter und sah erst jetzt den Boden. Die anderen Polizisten reckten neugierig ihre Hälse und auch Alex schien schließlich mit seiner Lampe hinein.
      "Man ey...ich habe absolut kein gutes Gefühl dabei, wenn wir nun meinen hinunter steigen zu müssen...", nuschelte er. keiner von ihnen wollte wirklich runter, außer eine Person. Victor grummelte, denn Naira würde sich davon nicht abhalten lassen, also trat er den Weg nach unten an und blieb auf der dritten Stufe stehen. Sie waren rutschig. An den Wänden floß Wasser herunter und hinterließ Kalkspuren.
      Er sah zu Naira zurück und zu Alex, aber musterte dann eher die Frau: "Du wilst wahrscheinlich alleine runter, aber das wirst du nicht, egal wie sehr du darum bittest...Wir sind Partner...Ich werde vorgehen und du...deckst mir den Rücken. Alex...du wirst wiederum die Nachhut bilden und erkläre deinen Schäfchen, dass sie den Ausgang sichern sollen und auf jede Art von Bewegung achten und reagieren sollen.", befahl Victor streng und leuchtete wieder nach unten. Ihm war nicht wohl bei der Sache, sein Kopf schmerzte und die Kälte machte ihn fertig. Aber es fühlte sich so an, als würden sie weiter unten auf einen Raum mit Klimatisierung treffen. Einen Raum mit Temperaturen, wie in einem Wohnzimmer.
    • Naira O’Connor

      Die Männer öffneten die Tür und öffneten damit einen Gang nach unten. Naira streckte ihren Kopf aus, um runter zu sehen, aber erst, als Victor mit der Lampe leuchtete könnte man den Boden sehen. Sofort kam ihr das Gefühl hoch, runter steigen zu müssen, aber da leuchtete ihr die SMS von Thomas von vorhin ein.
      ‚Schlechte Idee.. ganz schlechte Idee..‘
      Sie seufzte, irgendwie hatten seine Worte bisher recht gehabt, warum sollte er jetzt lügen? Doch ihr Partner kam Naira zuvor, bevor sie ihre Gedanken weiter ausführen konnte. Er gab ihr einen Befehl und sie war viel zu verwirrt um dagegen etwas zu sagen. Das war eine Sache, die sie einfach überhaupt nicht erwartet hatte, er gab ihr die Rückendeckung, die sie schon längst abgeschoben hatte. Vielleicht hatte der mürrische Victor doch etwas Gutes an sich...

      Mit einem kleinen Nicken bestätigte Naira ihren Partner den Befehl und stieg hinter ihn runter. Das Gewehr trug sie noch immer geladen in der Hand und versuchte mit dem Recht zerstörten Bein die rutschigen Treppen runter zu laufen. Sie rutschte sogar ein Mal aus und griff sofort zu Victors Schulter, auf der gesunden Seite, um sich an ihm festzuhalten.. mehr aus Reflex, als wirklich gewollt, aber so landete sie nicht auf dem Boden.
      Unten angekommen stoppte Naira und machte große Augen. Sie fühlte sich wohl und gleichzeitig unwohl in dem Raum, der ihr sehr ähnlich vorkam. Es war wie in den Wohnzimmer ihrer Eltern, in dem Haus, in welchen sie aufgewachsen war. Für einen Moment hielt sie sich die Hand vor dem Mund, um keinen Laut von sich zu geben. Es gab noch zwei weitere Türen, es war wohnlich eingerichtet, als würde jemand dort gewohnt haben.
      „Warum hat er zur Hölle das Wohnviertel meiner Eltern,unter dem Boden nachgebaut?!“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Unten angekommen verstand wiederum nur Naira was genau das ganze darstellen sollte. Als sie das Zimmer erreichten und von einer angenehmen Wärme begrüßt wurden, fühlte man sich fast willkommengeheißen in elterlichen Armen. Victor hatte lange nichts mehr von seinen gehört, aber das verlangte er auch nicht. Sie waren zu alt, um sich noch in sein Leben zu mischen. Alex verstand die Welt auch nicht ganz, denn er sah gleich verwirrt umher und drehte sich einmal im Kreis, während er durch die knisternde Fernfunkanlage zu den Leuten nach oben Bericht erstattete, damit sie sich keine Sorgen machen sollten.
      Victor kam dabei eine Idee und er holte sein Handy heraus. Wie gedacht war der Empfang hier unten weg. Nairas Kommentar, dass hier sei das Wohnzimmer ihrer Eltern, ließ ihn ins grübeln kommen.
      Warum sollte Thomas das machen wollen und was verbarg sich hinter den anderen Türen. Victor trat an eine, zeigte den anderen aus der Sichtweite der Tür zu gehen und Alex bestellte er als zweiten hinter sich. Sobald Victor die Tür öffnete, sprang er voraus und Alex direkt hinterher, um zu sichern. Doch dahinter fand sich nicht viel, dass sie sich erklären konnten. Eine Abstellkammer. Klein und aufgeräumt. Darin Kisten verschiedener Größen mit üblichem Logo eines Baumarktes, der in Anchorage stand.
      Dann ging er über zu der zweiten und beim vorbei gehen, fragte er Naira, ob sie wusste, was sich hinter dieser dann befinden könnte. Sie mussten alle aufpassen und hoffen, dass sie in eine Falle tappten. Zimmer unter der Erde mit so einer hohen Temperatur zu halten war gefährlich. Victor konnte nur noch zu arbeiten, er war zunehmends verwirrt über die Umstände, in die sie ständig geworfen wurden.
    • Naira O’Connor

      Das Wohnzimmer war ihr viel zu bekannt, es löste Gefühle in ihr aus, die es in diesem Moment nicht auslösen sollte. Geborgenheit und Liebe machten sich in ihrer Brust heimisch, Naira ließ das Gefühl nicht los, dass jeden Moment ihre Eltern in der Küche zu hören sein würden. Sie stritten sich oft, vor allem während ihre Mutter an dem Kochfeld stand und ihr Vater an dem Tisch die Zeitung las. Er beschwerte sich dabei immer nur, was Naira Mutter irgendwann zu sehr auf den Keks ging.
      Die beiden Männer öffneten eine der Türen, die Abstellkammer befand sich dahinter, nichts besonderes. Sie kamen an die zweite Tür, während die Frau gefragt wurde ob sie wisse, was sich hinter der anderen Tür befand. Ihr Körper drehte sich hin, lange brauchte sie jedoch nicht, um zu antworten.
      „Mein Kinderzimmer“, sprach sie und ging im Kopf die Aufteilung noch einmal im Kopf durch. Es war viel zu verrückt, warum baute Thomas das Haus ihrer Eltern unter der Erde nach, was brachte es ihm? Und warum.. warum war es so verdammt warm in den Räumen?
      Die beiden öffneten die Tür, das Licht ging automatisch an und zu sehen war ein Traum in rosa und weiß. Die Silhouetten von Ballerinas waren an den Wänden zu sehen, ihr Himmelbett stand in Mitte des Raumes, es war sogar bezogen und gemacht. Naira trat an die Tür und sah sich das Zimmer genauer an. „Ich verstehe gar nichts mehr..“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Nichts wies auf eine Gefahr hin für die drei, als sie die Wohnung unter Tage durchliefen. Es gab aber nur die 3 Räume. Welchen Grund sollte das gehabt haben? Victor kratzte sich am Hinterkopf und sah sich das Zimmer der kleinen Naira an. Ihrer Reaktion nach war das wirklich ein getreues Abbild ihrer Kindheit. Und er musste sich an ihr kurzes Gespräch daran erinnern, was ihr eigentlicher Traum gewesen wäre, wenn sie nicht diese Laufbahn eingeschlagen hätten. Naira, eine Prima Ballerina. Wie es schien war Alex aber noch verwirrter und er sah zu ihr: "Du warst ja auch mal ein richtiges Mädchen-Mädchen, was?", er grinste, wurde aber wieder ernst, als er einen der Schubladen aus Neugier öffnete. Darin befanden sich Kleidungsstücke. Alle in Weiß oder sanftem Rosa. Sie passten einem Kind. Alex fasste aber nichts an und kam zu dem Entschluss, dass er sich lieber schnell die schwarzen Handschuhe überzog, um seine Suche fortzusetzen.

      Victor ging aus dem Zimmer und wieder in das Wohnzimmer.
      "Aber kein Bad? Also ist es zum lange Leben ungeeignet oder?", er musterte die Sitzecke und die Bilderrahmen, aber ohne Bilder. Etwas hatte er verändert nur Victor selbst würde es nicht erkennen. Dafür hatte er wohl zu wenig nach Nairas vergangenheit sich erkundigt. Also versuchte er wie ein Polizist vorzugehen und trat an eine der Wände heran, die den Treppenaufgang an die Erdoberfläche hatte und tastete diese nach Unebenheiten ab.

      In einer Ecke saß eine kleine Kamera. Thomas beobachtete seine kleinen Versuchsratten, wie er sie gerne sah. Er spielte noch, doch sie kamen dem Puzzle näher...Seiner Vergangenheit und der Grund warum Naira und er eigentlich schon lange durch das Schicksal miteinander verbunden waren. Fiepsend lag Spike auf dem Boden neben ihm und versuchte zu Bellen, doch jede Andeutung eines solchen Tons wurde mit einem Hieb auf die Schnauze bestraft. Seine Hunde bellten ihn nicht an.
    • Naira O’Connor

      ‚Kannst du nicht ein Mal die Arbeit nicht mit nach Hause nehmen?!‘. Ihre Stimme war so laut zu hören, dass selbst die geschlossene Tür zu meinem Kinderzimmer da nicht weiter half. Ich sah zur Tür, gleich würde es noch einmal richtig laut werden, aber wann würde es nicht laut?
      ‚Du vergisst die Tatsache, dass ein Mörder unter uns ist! Ich kann nicht einfach aufhören zu arbeiten, nur weil ich nach Hause gehe!‘. Es war wirklich jedes Mal die gleiche Leier, konnten sich beide nicht einfach lieb haben?
      Ich drückte meine Miss Purple noch fester an mich und kniff die Augen zusammen, denn die Eingangstür flog mit voller Kraft ins Schloss, mein Vater war wieder raus, er würde vermutlich betrunken nach Hause kommen und sich zu mir legen, sich die ganze Nacht entschuldigen, dass er ein schlechter Vater sei. Irgendwie mag ich meinen betrunkenen Vater viel mehr, er gibt mir die Liebe, die er mir normalerweise nicht gibt.. er streicht mir dann sogar durch die Haare.
      Es klopft an der Tür und es kommt jemand rein, ich werde in den Arm genommen und mir wird durch die Haare gestrichen..

      Naira stand in mitten ihres Zimmers und starrte die Tür zu ihrem nachgemachtem Kinderzimmer an. Sie konnte sich nicht daran erinnern, wer sie in den Arm nahm, ihre Mutter vielleicht? Ihre Schwester war zu klein,es war eine erwachsene Person..
      Sie trat wieder in das Wohnzimmer und sah sich um. „Da stand normalerweise ein Kamin“,sprach sie und deutete an eine leere Stelle, an der Wand. „Das Bad war dort hinten, und an der Treppe , mit der wir runter gekommen sind der Flur, das zur Küche und den anderen Zimmern führte“.
      Nachdenklich kaute sie an der Unterlippe und versuchte irgendetwas zu finden, was sie wohl weiter bringen würde. Ihr Blick fiel auf die Abstellkammer, dann leuchtete es ihr ein. „Da stand eigentlich keine Abstellkammer..“,murrte sie und bewegte sich kopfschüttelnd auf sie zu. „Da war eigentlich das Kinderzimmer meine Schwester..“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor strich über die Wand. Das war viel Aufwand gewesen. Auch wenn die Wände keinesfalls die eines richtigen hauses waren. Es waren lediglich Gipsplatten, die an die Wand gepresst wurden und dann tapeziert, so dass sie den Anschein nach eine Wand in einem Wohnzimmer sein konnten. Sie waren ebenfalls warm. Woher kam die warme Luft also? Stand ja kein Kamin in der Mitte und auch sonst keine freie Heizungsart.
      Kritisch beäugte er die Stelle an der Naira meinte, dass der Kamin hätte stehen sollen und auch all die anderen Türen, die nun nicht da waren.

      Alex folgte Naira rüber zur Abstellkammer, während er noch einmal, den Leuten oben sagte, dass alles in Ordnung war und auch diese ihnen mitteilten, dass nichts geschehen ist.
      "Aus der Abstellkammer kommen immer die bösen Monster...Hattest du nicht auch letztens etwas mit dem Teddybären...Hattest du Kuscheltiere oder Puppen, die keine Ahnung...wie der Bär waren?", warf Alex ein und musterte die Abstellkammer, die nichts besonderes an sich hatte. Es war wie ein Baumhaus nur unter der Erde, für jemanden, der die alte Zeit vermisste. So kam es Alex zu mindestens vor. Victor konnte ehrlich gesagt nur daran denken, dass das alles totaler Blödsinn war.
      "Er wird immer abartiger für mich...Naira...", Victor bewegte die Bilder und versuchte darunter etwas zu finden.
      "Gibt es einen Grund warum diese Zimmer hier sind?...Kein Bad...Keine Küche und auch der Kamin ist weg...Haben diese Zimmer eine Bedeutung? Weil du...vielleicht oft hier warst oder weil sich alles immer nur hier abspielte?"
    • Naira O’Connor

      Auch die Abstellkammer wurde von Naira gemustert, sie war sich so sicher, dass da nichts stand, was einer Abstellkammer glich, aber ihre Erinnerungen waren nicht ganz vollständig. Wer erinnerte sich schon an alles aus seiner Kindheit?
      „Ich hatte ganz viele Kuscheltiere..“,antwortete sie und sah zu dem blonden Kollegen. „Auch eine Lieblingspuppe, aber eigentlich keine Angst vor Geistern oder Monstern... das hat mein Vater mir früh genug aus dem Hirn geschlagen“. Die Worte waren hart, aber sie entsprachen der Wahrheit, deshalb zuckte Naira mit den Schultern und drehte sich wieder zum Wohnzimmer um. Victor sprach laut aus, dass es für ihn immer abartiger wurde. „Was soll ich denn sagen.. Victor?“,fragte sie ihn ein wenig vorwurfsvoll und schüttelte ihren Kopf wieder einmal. Ein Zeichen der Fassungslosigkeit.
      Aber Victor brachte dann doch einen entscheidenden Gedanken in die Runde. Für einen Moment starrte die Frau ihn nur an, sie rief ihre Erinnerungen auf und versuchte eine Bedeutung dafür zu finden, was sich dort abspielte. „Meine Eltern stritten sich täglich in der Küche.. deshalb verstehe ich nicht, warum sie fehlt.. ich saß immer in meinem Kinderzimmer, das ist ja klar.. das Wohnzimmer war der Mittelpunkt des Geschehens“. Sie versuchte wirklich angestrengt sich an alles zu erinnern, was wichtig sein könnte.
      „Keine Ahnung, wirklich keine Ahnung was er von mir will.. vielleicht ist er auch einfach zu besessen von mir und..?“. Sie stoppte und ihre Züge im Gesicht wurden weicher. „Er hat die Fotos auf der Kommode weggelassen“. Naira zeigte auf die leeren Bilderrahmen, bevor sie näher daran trat. „Da waren Bilder von mir als Kind, von meinen Eltern und den näheren Verwandten.. warum ist alles detailgetreu und die Bilder fehlen?“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • "Jemand der etwas nachbaut und es nutzt...man sieht den Sofas an, dass sie genutzt wurden, der versucht ein Gefühl zu kompensieren oder nachzuerleben...Er wollte sich in eure Familie einmischen.", schlussfolgerte Alex ernst und warf sich irgendwann doch einfach auf den Zweisitzer. War doch egal...Das würde dem anderen doch bestimmt nicht gefallen und so könnte man eine Reaktion hervor rufen. Warum mussteman es der Spurensicherung immer so einfach machen, dachte sich Alex und sah zwischen den beiden her. Kuscheltiere waren nicht die Antwort, aber etwas anderes schwebte im Raum, dass es zwischen der Gemütlichkeit doch etwas schiefes gab. Nur ein Gefühl, aber es war da.
      Victor zuckte mit den Schultern, als Naira eher vorwurfsvoll auf ihn reagierte. Er konnte sich ja auch nicht einfach etwas aus der Nase ziehen und ins Blaue feuern. Wie es schien funktionierte es und Naira erzählte ein wenig von sich aus, was alles ablief und wieso gerade diese Räume hier waren.
      "Er...wollte wohl nicht so wirklich was mit deinen Eltern zu tun haben...oder...es ist ein Hinweis, den er noch nicht geben wollte...", schlug Victor vor und musterte das Sofa, dann die Abstellkammer, an die er nun heran trat und hinein blickte. An der Seite gab es einen Schalter, um das Licht anzuschalten. Es war eine einfache Glühbirne an einem Kabel und das Licht funktionierte wirklich mit dem Schalter. Die Kisten stellten den ganzen Raum zu. Der Boden in der Kammer war mit Teppich belegt und an einer Wand gab es sogar ein Regal.
      "Sieht fast so aus, als würde man dadrin wohnen können...", warf Alex ein und hing halber über die Sofalehne, um mit in die Kammer zu schauen.
    • Naira O’Connor

      ‚Du brauchst keine Angst haben..‘.
      Die Tür wurde schon wieder laut zugeknallt, dieses Mal war es meine Mutter, die aus dem Haus ging. Ich blieb alleine, zurückgelassen von meinen Eltern.
      ‚Wollen wir ein Spiel spielen?‘, fragte mich die Stimme wieder. Ich bildete sie mir ein oder sprach Mr. Jenkins wirklich mit mir? Daddy sagte, dass so etwas unmöglich sei, aber ich hörte es doch klar und deutlich. Er sprach immer mit mir, wenn meine Eltern mal wieder übertrieben. Wenn ich es Daddy später erzählte weinte er immer und entschuldigte sich mehrmals dafür, aber nur wenn er betrunken zurück kam. Er musste sich doch nicht zu entschuldigen, Mr. Jenkins heiterte mich immer auf, jedenfalls lachte ich am Ende wieder...

      Naira ließ das Gefühl nicht los, als würde sie etwas vergessen.. ihre Erinnerungen fühlten sich so echt an, während sie einfach nicht vollständig waren. Sie wusste heutzutage, dass die Stimme ihr eingebildet war, sicherlich aus Angst, etwas würde ihr passieren.
      Sie nahm den Blick von den Bildern weg und sah zur Kammer, die plötzlich erleuchtet wurde. Es war eingerichtet, man konnte dort wirklich wohnen. „Da ist ein Badezimmer“. Naira zeigte mit ihrem Finger auf eine weitere Tür in der Kammer, bevor sie verwirrt den Finger runter nahm. Die Tür war zu, sie hatte es einfach aus dem Gefühl heraus ausgesprochen, als würden sie ihre Erinnerungen führen und nicht der gesunde Verstand.
      „Ich muss hier raus..“. Die Frau wurde unruhiger, während sie die Kammer musterte. Sie konnte es sich selbst nicht erklären, aber sie bekam aus irgendeinem Grund Panik, obwohl sie den Raum nie zuvor gesehen hatte b
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es konnte einem schon beklemmend vorkommen, wenn man darüber nachdachte, wie eng es doch war und mindestens 5 Meter Erde über ihnen lag. Niemand würde sie hören, niemand sie finden. Es war ein gutes Versteck und das gab es nicht erst seit kurzem. Die Luft wurde stickig und das obwohl es anfangs sich so gut und warm angefühlt hatte, dass Alex selbst anfing die Jacke zu öffnen und sich Luft zuzufächern.
      Naira wurde zunehmend bleicher und als Victor sie ansah, bemerkte er wie schlecht es ihr ging. Dass sie kurz daraufhin meinte sie müsste raus, war für ihn nicht überraschend und er nickte ohne große Panikmache. Alex sollte zurückbleiben.
      "Hier gibt es nichts und niemanden. Alex...Schau du dir die Kammer an...ich schicke dir gleich noch 2 Männer runter, die sollen mit dir das ganze anschauen."
      Alex nickte einverstanden und sah besorgt, aber einverstanden den beiden nach, als sie den Weg nach oben Namen. Victor lief hinter ihr, damit sie nicht den gesamten erklommenen Weg wieder zurück fiel. Er würde sie wieder auffangen, so wie er es auch mit ihrem geist machen wollte. Sie sollte sich nicht überanstrengen und der Gedanke einmal frei zu sein mit ihr und in ihrem gesicht Ruhe und Glückseligkeit zu sehen, wurde größer.

      Draußen erwartete sie der kalte Wind. Schnee lag noch immer da und das warme gelbe Licht wich einem unerbittlichen weißen. Victor murrte leise und hob die Hand um jemanden heranzuwinken.
      "Holt was zu Trinken und...2 von euch sollen runter, Alex helfen.", erklärte er ohne Umschweife und man gehorchte seinem schroffen Ton.
    • Naira O’Connor

      Die Kälte draußen fühlte sich tausend mal besser an als das, was die drei unten vorgefunden hatten. Naira ließ sich von den Männern nicht helfen, sie wollte nicht angefasst werden, viel lieber lief sie um den ersten Baum herum und lehnte sich gegen ihn, mit dem Rücken zum ganzen Geschehen hin. Sie schloss die Augen und atmete die kalte Luft tief ein, um sich und ihre Gedanken wieder in den Griff zu kriegen. Panik allein war schon ein sehr unangenehmes Gefühl, aber Panik zu haben und nicht zu wissen, warum überhaupt fühlte sich noch um einiges schlimmer an.
      Victor übernahm die Kontrolle für den Moment über alles und tief im Innern war seine Partnerin auch dankbar darüber. Die Sorgen von vor zwei Stunden, sie würde irgendwann verrückt werden bestätigten sich. So langsam nahm Thomas sie komplett ein, nicht nur ihr Leben.
      ‚Lass uns ein Spiel spielen..‘. Diese Worte wiederholten sich immer wieder in ihrem Kopf, warum zur Hölle musste das alles ihr passieren?! Warum konnte sie nicht eine Außenstehende sein, die beobachtete?!

      Das Handy vibrierte, mit zitternden Händen griff Naira danach und starrte auf den Bildschirm.
      ‘Ich habe dich gewarnt.‘.
      Das trug nicht wirklich zu einer Verbesserung ihres Zustandes bei, es verschlimmerte ihn sogar ein wenig. Letztendlich ließ sie sich entlang des Baumes auf dem Boden nieder, auch wenn es nass und kalt war.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Männer um sie herum huschten zur Hütte und kamen kaum Minuten später mit zwei heißen Getränken, auch wenn Victor nach einem gefragt hatte, wurden ihm beide in die Hand gedrückt und er bedankte sich stumm dafür. In den Plastikbechern brannte der heiße Kaffee.
      Währenddessen stiegen zwei weitere Polizisten hinunter und versuchten nicht zu fluchen, als er einer, dann der andere auf der Treppe fast ausgerutscht wäre.

      Sie sahen sich ebenso verwirrt um, während sie sich umsahen und fragten wo sich Alex befand. Dieser kletterte rückwärts aus der kleinen Abstellkammer wieder heraus und winkte ihnen grinsend entgegen.
      "So...danke, dass ihr dabei seid. Ehm...Räumen wir erst einmal alle Kisten aus und schieben sie in das...Wohnzimmer. So komisch es klingt, nennen wir die Zimmer einfach so, wie sie aussehen. Das drüben ist das Kinderzimmer, schwer zu erkennen und...hier ist eine Abstellkammer mit einem Badezimmer für den kleinen Hauswichtel.", späßelte Alex und schob sich wieder zurück. Die Kollegen kamen sofort zur Hilfe und fragten noch ein wenig herum um den Zusammenhang besser zu verstehen.

      Victor war Naira erst einmal nicht gefolgt, sondern atmete selbst erst einmal tiefer durch und überlegte wo sie falsch liegen konnten oder wo etwas war, dass sie ignorierten. Über all die Schauplätze hinweg war Naira und ihre Vergangenheit, die einzige Verbindung. Zwei Tote, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Ein entführtes Mädchen, um sie zu erinnern. Ein Bunker der aussah wie die wichtigsten Räume in ihrer Vergangenheit und eine Jagdhütte auf der sie oft mit ihrem Vater unterwegs war. Ob dieser diesen Bunker kannte? Naira hatte erzählt, dass er sie nie in den raum hinter dem Schrank ließ. Aus Gründen. All die Artikel und nun das...Seufzend, weil er sich ein wenig Freiraum im Kopf schaffen wollte, trat er zu ihr. Naira war derweil in ihrer Panikattacke zu Boden gegangen. Er wusste nicht so recht, wie er hätte auf sie eingehen können ohne sie zu verletzen oder überhaupt hilfreich wäre. Er kniete sich zu ihr runter und hielt ihr mit ein wenig Schmerzen im Arm einen Becher vor die Nase.
      "Versuch so tief wie möglich zu atmen...Wie hieß es so schön...Alles raus...Dann 3 Sekunden ein und 4 Sekunden halten...dann alles wieder raus...", er lehnte sich an den Baum, gewillt auch Stunden neben ihr sitzen zu bleiben.
    • Naira O’Connor

      Panik kam der Frau so bekannt vor, auch wenn die letzte Panikattacke sicherlich im Kindesalter gewesen war. Es war kein Wunder, dass es soweit kam, sie schlief nicht, sie aß nicht, dazu war Spike weg und das ständige auf und ab mit Victor. Oben drauf kam natürlich noch der Psychopath, der in ihrem Kopf steckte, am liebsten hätte sie sich in diesem Moment die Kugel gegeben, damit all die Stimmen in ihrem Kopf aufhören würden. Zum Glück brauchte sie das nicht, ihr Partner trat wieder ins Bild und hielt ihr einen heißen Kaffee vor die Nase. Naira griff danach, aber sie hielt es nur fest, während sie mit den Armen um ihre Beine griff. Die Stirn legte sie auf den Knien ab und bemühte sich wirklich, nicht die Nerven zu verlieren.
      Victor war dabei eine wirklich große Hilfe, es war eher unwichtig was er sagte, sondern dass er überhaupt etwas sagte. Das nervte sie tierisch, aber genau das lenkte sie auch von ihrer Panikattacke ab. Es half ihr, den Verstand nicht komplett zu verlieren und tatsächlich konnte die Frau auch einen Schluck Kaffee nehmen, während ihre Hände wie verrückt zitterten. Sie lehnte den Kopf zurück an den Baum und atmete tatsächlich mehrmals tief durch, wie Victor es ihr sagte.
      „Steht das Angebot mit dem weglaufen und der langweiligen Arbeit noch..?“, fragte die Dunkelhaarige und musste selbst belustig schnauben, war eher ironisch gemeint, es sollte das alles ein wenig aufheitern.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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