[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

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    • Menschen waren schon immer von Emotionen gesteuert worden und sie im Zaum zu halten war nicht einfach. Man brauchte dafür Jahre langes Training und ein feines Gespür für sich selbst und seine Kräfte. Thomas war ein solcher Mensch. Und neben ihm gab es noch die Hunde, die ebenso kontrolliert werden konnten, wie er es bei sich selbst tat. Trainierte Hunde von denen er nicht viele hatte, die aber dafür bestens auf ihn abgestimmt waren. Es hatte nur der eine Fiepton gereicht, dass sie auf ihren Verstecken kamen, lediglich klappen im Schnee, die versteckt waren und den Weg öffneten an die Erdoberfläche. Die Hunde waren hungrig und wütend...sie würden das Land beschützen ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, wenn man sie abschoss.
      Victor zielte auf einen der Kötter. Er mochte Hunde und nun wurde ihm klar, wie sehr er sie auch hassen konnte, wenn sie wild wurden. Sie waren anstrengend, rochen und das schlimmste war, dass ein Angriff eines Hundes nicht immer glimpflich ausging. Ein zweites Pfeifen ertönte, dass sie nicht mehr richtig wahrnahmen und wie auf Knopfdruck sprangen die Hunde auf sie los, Zähne fletschend und geifernd.
      Victor drückte ab, streifte aber gerade mal einen der Hunde. Nur aus Glück konnte er das Tier rechtzeitig bei Seite schlagen, bevor es seine Zähne in ihn schlagen konnte. Seine Rückendeckung war ebenso überrascht wie von Pech verfolgt. Der junge Mann zielte zwar, doch er schoss nicht, stattdessen wollte er ausweichen und wurde an der Jacke erwischt. Doch der Hund verbiss sich nur in dem Stoff und zerrte daran. Victor drehte sich gerade um und packte den Hund an der Schnauze um die Kiefer auseinander zu zerren.
      "Schieß!", brüllte Victor und der Mann legte die Waffe an und schoss dem Hund mit freier Bahn direkt in den Kopf. Es kam nicht einmal ein Fiepen von dem Tier, als es ohne Körperspannung in sich hinein fiel.
      "Vorsicht!", rief sein Partner für den Moment und Victor drehte sich um, doch nicht rechtzeitig. Die verbliebenen Hunde kümmerten sich nicht um die gefallenen Kameraden. Stattdessen kämpften sie weiterhin mit weißem Schaum vor dem Mund. Victor konnte nicht mehr ausweichen und stolperte gerade noch so zur Seite, damit der Hund sich nicht in seine Kehle verbeißen konnte. Stattdessen bohrten sich die Zähne in seinen Arm. Schade um die neue Jacke, die dem Biss nicht standhielt des großen Vierbeiners. Victor konnte den Schmerzenslaut nicht unterdrücken und rang mit dem Tier auf dem Boden, während es immer wieder mit ruckartigen Bewegungen an seinem linken Oberarm zerrte.
    • Naira O’Connor

      Es waren Geräusche zu hören, je näher die beiden dem Ort kamen, an welchem Naira vorhin geschossen hatte. Es waren Hunde zu hören, viele Hunde die knurrten, so etwas konnte sich Naira nicht erklären. Es gab ab und zu mal wilde Hunde da draußen, aber eine ganze Reihe? Vielleicht nahmen sie ja ihren Spike auseinander? Der arme Hund!
      Doch ein ganz anderer Schmerzenslaut machte die Frau neugierig und sie versuchte ihn in ihrem Kopf zuzuordnen. Es dauerte einige Sekunden, aber dann fiel es ihr ein. „Victor!“, entgegnete sie aufgeregt und sah zu Alex, der genauso besorgt aussah, wie es die Frau tat. Auch er konnte sich nicht erklären, was es damit auf sich hatte, aber er folgte der Dunkelhaarigen, die ihr Tempo noch einmal erhöhte. Sie hielt das Gewehr an sich gedrückt, bereit damit alles zu töten, was ihren Partner und Freund Angriff, aber das Bild, welches sich vor ihr ergab hätte sie niemals erwartet. Mehrere Hunde griffen einen der jungen Polizisten an, während Victor am Boden mit einem anderen kämpfte. Der Schock war da, aber Naira wäre keine Polizistin, wenn sie nicht sofort das Gewehr richten würde. Sie schloss zunächst nach oben, ehe sie nachlud, um die Aufmerksamkeit der Hunde auf sich zu richten. Sie erhoben ihre Schnauzen, da das Gewehr um einiges lauter war. „Geh denen helfen, ich halte die ab“,befahl sie Alex, der noch immer ein wenig schockiert da stand. Er nickte aber und bereitete seine Waffe vor, die Angst war ihm anzusehen, denn einige der Hunde interessierten sich jetzt für Naira und nicht mehr die Männer. Sie war die lauteste, die wilde Beute war darauf immer hinau, so hatte es ihr Vater beigebracht.
      Die ersten Hunde waren auf dem Weg zu der Dunkelhaarigen, sie schoss sofort auf diese, achtete aber auf die anderen in der Umgebung. Sie lockte sie ein wenig weiter in den Wald hinein, während sie nachlud und noch einmal schoss. Es kamen sehr viele Hunde, sehr viele erwischte sie aber auch, während Alex den beiden verletzten Männern half und sie vom Nahen beschützte. Ein kurzes Pfeifen war zu hören, dann sahen die Hunde auf und rannten in die genau andere Richtung. Thomas war also wirklich hier, er war ihnen in den Wald gefolgt.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Wunde brannte nicht sofort. Es war vielmehr Wärme die sich in dem Arm ausbreitete und der Schock, den man erlitt, wenn man angegriffen wurde. Der Hund, definitiv größer als Spike, hatte sich auf Victor gestürzt und den Arm, wenn es nicht die Jacke gewesen wäre, auseinander gerissen. Zu ihrem beider Glück waren ihre anderen Partner nicht dumm...Und Naira war eine Jägerin oder hat es zumindestens einmal lang genug praktiziert, um nun zu wissen was sie tun sollte. Mit Schüssen brachte sie die aggressiven Hunde fort und die die blieben wurden durch Alex noch einmal aufgemischt. Zu dritt konnten sie die Vierbeiner von sich halten.
      Nachdem ein weiterer lauter Ton erschall, waren die Hunde wieder am abziehen. Sie verschwanden hinter verschneiten Büschen und Wällen aus Schnee. Dann wurde es ganz still und nur noch das Schnaufen und Röcheln aller beteiligten war zu hören. Victor ging in die Knie und hielt sich am Arm fest, fluchte Obszönitäten, solange Alex versuchte sie beide irgendwie zu beruhigen. Doch sein Blick galt auch Naira, die zwar nicht weit genug weg war, um verloren zu sein, aber nun lang genug stand und gerannt war, dass ihre Wunde ihn sorgte.

      "Fass mich nicht an!", kläffte Victor Alex an, als dieser seine Wunde sehen wollte. Der rothaarige stand auf, nachdem er einmal durchatmen konnte und bewegte sich nun in Richtung von Naira. Sie Schmerzen hielt er schon aus, aber sie...Er hatte gesehen, dass sie ohne ihre Krücke gerannt war und dann auch noch das mit den Hunden. Die Frau war verrückt.
      "Scheiße...", entwich es ihm, als er in ihre Richtung lief und unter der Jacke bereits die ersten Blutstropfen hervorkamen und auf den Schnee fielen. Alex half dem jungen Polizisten und versuchte von ihm zu erfahren was geschehen war und ergab es nach Luft ringend wieder. Sein Bein konnte er aber auch nicht mehr nutzen, denn ein Hund hatte ihm ordentlich in die Kniekehle gebissen und auch im Gesicht trug der junge Kadett Kratzer davon. "Ich...habe noch nie auf einen Hund geschossen...Das...ist nicht richtig."
      Alex drückte dem jungen Mann die Schulter: "Aber sonst hättest du nicht überlebt, also...schwammdrüber."

      Victor blieb auf der Stelle stehen, Meter von Naira entfernt: "So ein Arschloch...", flüsterte er leise bevor er wütend sich umdrehte und hinaus brüllte: "Zeig dich!!"
      Doch alles was eine Erwiderung auf seine Forderung hätte sein können, war das leise Vibrieren von Nairas Handy...
    • Naira O’Connor

      Die Hunde waren fort und Naira konnte nur zusehen, wie Victor sich versuchte aufzurappeln und Alex versuchte für die beiden da zu sein. Die Frau hielt das Gewehr noch immer bereit, um etwas zu erschießen, was aus dem Gebüsch springen würde, aber bisher war nichts davon der Fall. Sie nahm es ein wenig runter, während ihr Partner auf sie zulief, Alex kümmerte sich um den anderen Polizisten, da konnte sich die Dunkelhaarige gut um ihren Partner kümmern. Er blieb vor ihr stehen und Naira wartete, bevor sie sich zu ihm begeben würde. Es war klar, dass er innerlich durcheinander war und der Schmerz in seinem Arm machte ihn auch sicherlich wütend, sie musste aufpassen um ihn nicht noch weiter zu reizen, aber wie ein rohes Ei würde sie ihn auch nicht behandeln. „Victor..“,sprach sie und schüttelte sanft den Kopf, aber der Mann drehte sich um und schrie sich die Seele aus dem Leib raus. Naira seufzte und schüttelte sanft den Kopf, bevor sie an ihn näher trat und die Hand hob. Sie wollte sie ihm auf die Schulter legen, damit er zu ihr sah, aber das Vibrieren ihres Handys ließ sie inne halten. Für einen Moment schloss die Frau ihre Augen und atmete tief durch, bevor sie nach dem Handy griff und die Augen wieder öffnete. Die anonyme Nummer war auf dem Display zu sehen, die Nachricht darunter brannte sich in ihren Kopf, während die Farbe aus ihrem Gesicht verschwand. Naira starrte auf das Display, bis es wieder dunkel wurde und die Nachricht aus ihren Augen war. Sie überlegte, während sie ihren Kiefer mahlte und die Wut stieg. Du bekommst ihn, wenn du brav bist..
      „Wir fahren die beiden ins Krankenhaus.. wir dürfen keine Zeit verlieren, damit sich die Wunden nicht entzünden..ich könnte wetten, dass der ein oder andere Hund Tollwut hatte“. Sie sah auf und betrachtete zunächst Victor, ehe sie zu Alex und dem jungen Polizisten sah. Ihre Stimme ließ keine Widerworte zu, sie würde sich nicht mehr zurück halten, wenn Victor ihr jetzt widersprechen würde. „Alex du forderst Verstärkung an, die sollen in fünfzehn Minuten hier sein, wie sie es schaffen ist mir egal, aber die beiden an der Hütte werden nicht lange alleine stehen..“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor war erschöpft. Gegen einen Hund konnte ein Mensch kaum etwas ausrichten und doch hatten sie es geschafft heil oder wenigstens lebendig herauszukommen. Dass ihm dabei der Arm nicht mehr gehorchen wollte und seine Kleidung darunter blutig wurde, war Victor für eine Sekunde egal. Seine Augen sprangen von einem Baum zum nächsten und von einem weißen Fleck zum anderen. Alles rauschte in ihm, bevor er zu Naira sah, als sie den Befehl gab.
      Alex nickte diesem entgegen und ließ sich keine Zeit damit, sondern forderte die Verstärkung an, um das Gebiet für die Polizei einzunehmen und vor allem, um das endlich zu klären was hier abging. Es war wie ein schlechter Traum und ihr Gegner war gewitzt genug, sie alle gegeneinander auszuspielen und auseinander zu treiben.
      Victor biss sich auf die Unterlippe, atmete durch und nickte schließlich einverstanden. Sie mussten ins Krankenhaus, da konnten sie nichts mehr tun. Vor allem der jüngere hatte Probleme beim Laufen, Naira konnte und sollte nicht fahren, solange Victor in der Nähe war und ihn würde man wohl kaum fahren lassen, aber wenn es nur der linke Arm war. Also musste auch Alex mitgehen. Dieser telefonierte bereits hastig und half dem Polizisten auf die Beine, um in Richtung der Autos zu gehen.
      "Dein Bein...", brachte Victor schnaufend hervor, als er sie ansah und einfach nur ihr Handy wegdrückte. Er wusste, dass es Thomas war. Konnte es sich bereits denken, weil seine Freundin so aschfahl aussah. Es gab niemanden sonst, der so eine Reaktion in ihr hervorrufen konnte.
      "Stütz dich auf mich...Du hast übertrieben...", räusperte er sich und wollte sie ebenfalls zum Wagen rüber bringen. Warum konnte er das nicht in Griff bekommen alles? Und wie konnte es sein, dass Thomas sie weiterhin beobachtete..Warum zu welchem Zweck?

      Sie kamen gemeinsam an den Autos an und Victor schmiss Alex die Autoschlüssel zu, damit dieser sich ans Lenkrad setzen konnte. Erst jetzt fiel ihm auch auf, dass Spike fehlte, "Wo ist dein Hund?", fragte er also, als er Naira in den Wagen helfen wollte.
    • Naira O’Connor

      Sie sagte nichts, sondern nickte einfach und legte die Hand auf seine Schulter, auf die nicht verletzte Seite und stütze sich ein wenig. Das Bein tat nicht weh, es war weniger schlimm, aber Victor hatte natürlich recht, sie hatte übertrieben. Alleine aus diesem Grund sagte sie nichts zu sondern folgte dem Mann den Weg zurück zur Hütte, ohne das Gewehr aus der Hand zu legen oder die Umgebung aus den Augen zu lassen. Tränen stiegen ihr in die Augen, die Nachricht wiederholte sich immer wieder in ihrem Kopf, während Bilder vor ihrem Augen zu sehen waren,die sie lieber nicht sah. Ihrem Hund ging es gut, das wiederholte sie in ihrem Kopf, damit sie nicht zusammenbrechen würde. Spike war ihr ein und alles, wenn ihm etwas passieren würde, dann würde Naira nicht mehr sie selbst sein, Thomas würde dann ein Inferno auslösen...
      An der Hütte standen die beiden jungen Polizisten, sie waren bereit zu schießen, wenn es notwendig gewesen wäre, aber sie beruhigten sich, nachdem sie die Gruppe sahen. Nun, die Verletzungen lösten wieder eine gewisse Anspannung heraus, aber Alex erklärte den Jungs, nachdem der Junge Polizist im Wagen war, was los war, während Naira und Victor noch in den Wagen stiegen. Victor fragte nach dem verschwundenen Husky, das löste einen schmerzlichen Stich in der Brust der Frau aus, sie biss sich für einen Moment auf die Zunge, um ihre Beherrschung nicht zu verlieren.
      „Er ist bei Thomas..“,sprach sie aus und stieg auf die Rückbank zu dem jungen Kollegen und schloss hinter sich die Tür. „Ich bekomme ihn, wenn ich brav bin..“. Ihre Stimme war ziemlich sarkastisch, ein besorgter Unterton war dennoch rauszuhören.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Alles war unter Dach und Fach und die ankommende Verstärkungen sollte einfach ihren Platz übernehmen, wenn sie weg fuhren. Alex setzte sich schnurstracks hinter das lenkrad, nachdem er ein letztes Telefongespräch hinter sich hatte und auch die kommende Mannschaft eingewiesen hat, dass sie auf Angriffe jeglicher Art vorbereitet sein sollen. Es darf keine Person sich der Hütte nähern und wenn jemand ganz charmant vorkommt, dann erst recht nicht.
      Victor schnaufte schwer, als er sich auf seinen Beifahrersitz zog und den Kopf erst einmal nach hinten gegen die Lehne drückte. Die Schmerzen kamen, als das Adrenalin ging und alles was er zuvor noch unterdrückt hatte, kam langsam hoch. Wirklich schockiert war er nicht, aber er verstand den Zustand in dem er sich befand. Wut, Zweifel und Sorge waren ein unangenehmer Cocktail, der sich in der Brust anmischte. Naira verriet ihm den Inhalt der Nachricht indirekt und er warf ihr einen Blick zu über die Schulter nach hinten.
      "Das wird schon...er tut Hunden nichts...", meinte er ein wenig müde und hatte das Verlangen die Hand nach ihr auszustrecken, um ihr so wenigstens eine versichernde Berührung zu geben. Irgendetwas, weil er für sie da sein wollte. Spike war eigentlich alles was sie hatte und er verstand auch ihre Sorge um den Husky. Doch in der halben Bewegung hielt er inne und drückte sich an der Mittelkonsole zwischen Fahrer und Beifahrer hoch. Victor räusperte sich zusätzlich, um seinen Wunsch zu überspielen.
      Alex hatte es so gut es ging ignoriert. Er war ja nicht blind und Naira und Victor waren nicht gerade die besten Schauspieler... Ihr anbändeln war ihm schon seit einiger Zeit bewusst, deswegen hatte es ihn ja auch so gefreut, als man sagte, er solle mit den beiden arbeiten. So konnte man ein Keil zwischen sie treiben, wenn sie es gerade nicht bereits selbst taten.
      "Okay, ich fahr euch drei nun erstmal schnell ins Krankenhaus und wir lassen euch durchchecken...Patrick? Wir kriegen das hin ja?"
      Neben Naira hob der junge Kollege eine Hand und zeigte einen Daumen hoch, untermalt mit erschöpften Stöhnen. Doch er hielt durch und versuchte so wenig wie möglich den Wagen vollzubluten, worum sich Victor in dem Moment herzlich wenig Gedanken machte.
      Er fluchte lieber leise in sich hinein, als sie aus dem Wald fuhren.
    • Naira O’Connor

      Das wird schon.. Er tut Hunden nichts..
      Es war wirklich die beste Hilfe, die Victor seiner Partnerin gerade anbieten würde, wenn man davon absah, dass es besser gewesen wäre er hätte seine Klappe gehalten. Naira mahlte mit dem Kiefer nach seinem Kommentar und hielt sich gerade so von dem Vorhaben gegen seinen verletzen Arm zu treten, denn genau so etwas tat Victor quasi,nur metaphorisch. Er verstand scheinbar den Ernst der Lage nicht, in der sie sich gerade alle befanden, dessen durfte sich die Frau rechtfertigen, dazu kam es noch, dass ihr Hund in den Fingern des Psychopathen gelangt war. Er hatte ihn gelockt, andersweitig konnte sie es sich nicht erklären, weshalb Spike mit ihm gegangen war..immerhin kannte er seinen Anführer sehr gut und wusste auch, dass er gefährlich war. Der Husky war wie ein Kind für die Dunkelhaarige, sie hatte ihn aufgenommen und aufgezogen, einen Dach über dem Kopf gegeben und für ihn gesorgt. Es war ihr ein und alles.. in diesem Moment wichtiger als das ganze verletzte Team, denn die waren nicht in den Klauen des Verrückten!
      Ihre Wut war groß, sie wäre sogar freiwillig in den Wald gelaufen und hätte ihr Leben riskiert, aber es gab noch irgendwo das vernünftige Ich, welches sie davon abhielt. Es brachte sie sogar dazu den Gürtel auszuziehen und nach dem Bein des jungen Mannes zu greifen, der neben ihr saß. Er stöhnte vor Schmerz, aber viel wichtiger war es die Blutung wenigstens für den Moment zu stoppen. Sie zog den Gürtel am Oberschenkel ganz eng und beobachtete, wie die Blutung langsam nachließ.
      Das viele Blut am Bein erinnerte Naira an etwas ganz anderes. Sie waren mitten im Schneesturm, während ihr eigener Blick zu ihrem verletzten Bein fuhr. Sie schloss für einen Moment die Augen, um diese Bilder loszuwerden,vor allem die von Victor und seinen besorgten Gesicht. Es würde sie jetzt alles zum heulen bringen, das wäre unsinnig und würde dem Klischee über Frauen gerecht werden, stattdessen lächelte sie dem jungen Mann zu, um ihn oder eher sich selbst aufzumuntern.

      Am Krankenhaus angekommen stieg die Frau aus und ignorierte das pochen in ihrem Bein. Da sie sich aufgewärmt hatte meldete sich der Schmerz natürlich, aber er lenkte sie von der Tatsache ab, dass ihr Hund nicht da war. Sie stieß die Tür zur Notaufnahme auf und hielt sie für Alex und den jungen Polizisten offen. „Ich brauche einen Arzt! Sofort!“,rief die Frau noch in die Notaufnahme rein, aber die Schwestern hatten es schon gesehen und zwei waren mit einem Rollstuhl für Patrick unterwegs, während jemand anderes Victor mitnahm. Naira ließ sich bloß erschöpft im Wartezimmer nieder und wartete, bis der ihr sehr bekannter Doktor reinsah.
      „Miss?“,fragte er kurz und deutete mit einer Handbewegung an, dass Naira ins Behandlungszimmer sollte. „Ich bin nicht verletzt“, machte sie deutlich, aber der Arzt kannte sie schon scheinbar zu gut, denn er hob nur die Augenbraue. Die Frau seufzte und begab sich kopfschüttelnd in den Untersuchungsraum..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Er hätte es ihr vielleicht in einem Moment der Vernunft noch nicht einmal mies nehmen können, hätte sie ganz einfach gegen seinen Arm gestoßen oder ihm anderweitig wehgetan. Victor merkte selbst, dass es nicht klug war, der Frau zu sagen, sie solle sich keine Sorgen machen, aber vielleicht fehlte es ihm in dem Moment einfach an der Empathie, um sich dessen bewusst zu werden. Leise seufzte Victor und sah wieder nach vorne. Seine Augen schloss er bei dem Gedanken, dass sie wieder ins Krankenhaus fahren mussten. Diesmal nicht wegen Naira, aber wegen Verletzungen an sich. Als Polizist sollte man sich an sowas gewöhnen, aber wann ist man wirklich daran gewöhnt?
      Patrick war dankbar, als man ihm die provisorische Bindung am Bein mit dem Gürtel zu zog und er entschuldigte sich mit einem schiefen Lächeln für den ganzen Schmutz den er somit veranstaltete. Aber bevor Naira etwas sagen konnte, schaltete sich Alex ein mit einem Blick über den Rückspiegel: "Mach dir mal darum keine Sorgen, Kleiner. Alles gut. Den Wagen werden dann ein paar andere Putzen und gegen Blut gibt es Mittel...Das wichtige ist nun, dass ihr beide nicht infiziert seid oder so ein Blödsinn.", Alex war noch der mit dem kühlen Kopf.

      Als sie am Krankenhaus ankamen stellte er sich direkt bei der Notaufnahme hinter einen Krankenwagen. Naira war mitunter die erste die ausstieg. Victor ließ sich nur mürrisch aus dem Wagen fallen und von einer Schwester mitnehmen, die wohl zuerst einen Moment brauchte, um seine Wunde auszumachen. Alex erklärte alles im Laufen was geschehen war und dass die beiden dringend eine Untersuchung bräuchten. Victor grummelte und wurde in einen der Räume gebracht, wo man ihn sich auf eine Liege setzen ließ und bat die Jacke auszuziehen. Es fröstelte ihn, aber tat es. Langsam zog er die Jacke aus und schob sie von den Schultern und zuckte beim Arm zusammen. Die Schwester half ihm schließlich, bevor der Arzt kam, würde sie die Wunde saubermachen müssen und inspizieren fürs Erste.

      Nachdem Alex Patrick abgeliefert hatte, redete er noch mit der Aufnahmeleitung und nannte alle wichtigen Kontaktdaten, wie es eben sich gehörte. Dann sah er zu Naira und wie diese gerade von einem Doktor drumgebeten wurde mitzukommen. Fast hätte er selbst schon jemanden geholt, damit man nach ihrem Bein sah. Erst dann konnte er sich halbwegs entspannt auf einen der Wartestühle werfen und die Jacke ein wenig öffnen weil es wärmer wurde. Frustriert waren sie alle und keiner konnte etwas dagegen tun. Nun waren sie auch noch alle verletzt und ob das Team da draußen überhaupt noch lebte? Alex bekam Zweifel...aber er sorgte sich eigentlich auch um fast jeden, der für ihn in einen Einsatz geschickt wurde.
    • Naira O‘Connor

      Wie ein trotziges Kind schlenderte die Frau in den Untersuchungsraum und setzte sich auf die Untersuchungsliege, während der Arzt hinter ihr die Tür schloss. Er deutete ihr mit einer Kopfbewegung an, sich hinzulegen. Naira war kurz davor noch einmal zu widersprechen, aber es würde wohl schneller gehen, wenn sie einfach machen würde, deshalb schwung sie sich auf die Liege und öffnete sogar die Hose, um sie soweit runter zu ziehen, bis die verbindete Wunde zu sehen war. Der Arzt war währenddessen kurz am Computer, rief Nairas Akte auf und rollte anschließend mit dem Hocker, auf welchem er saß zu seiner Patientin. Diese sah weg, als der Mann den Verband entfernte und sich ihr Bein ansah.
      „Sie haben meine Anordnungen ignoriert“, stellte er fest und zog sich Handschuhe an. „Was sollten sie nicht tun?“, fragte er und sah auf, aber die Dunkelhaarige seufzte zunächst nur schwer.
      „Mein Bein zu sehr belasten“, antwortete sie schließlich und schüttelte sanft den Kopf. „Hören sie, Doc.. ich achte auf das Bein, wirklich.. aber wäre ich nicht in den Wald gelaufen hätte mit den beiden Männern womöglich etwas schlimmeres passiert sein können.. ich werde es wieder schönen, versprochen“. Aber die Worte stellten den Arzt nicht zufrieden, die Wunde stellte ihn auch nicht zufrieden. „Sie hatten Glück, dass es draußen so kalt ist.. dadurch ist nichts weiter schlimmes passiert.. aber das heißt nicht, dass es jedes Mal gut gehen wird..“. Er seufzte und schüttelte den Kopf, bevor er einen neuen Verband auf die Wunde legte. „Ich muss sie scheinbar freistellen, damit sie zur Vernunft kommen“.
      Naira riss ihre Augen auf und sah den sehr entsetzt an, als hätte sie sich gerade verhört. „Das können sie nicht tun! Ich werde gebraucht in meinem Job .. ich bin mitten im Fall..“. Diskutieren würde nichts bringen, sie erkannte das schnell, aber der Arzt war scheinbar noch nicht ganz von seiner Idee überzeugt. „Wenn ich sie noch ein Mal hier in der Notaufnahme aufgrund ihres Beines sehe.. in der nächsten Zeit, dann werde ich sie von der Arbeit freistellen..haben sie das jetzt verstanden?“.
      Naira nickte hastig und war innerlich froh darüber, dass sie den Mann noch überzeugen konnte. Sie durfte sich wieder umziehen und bedankte sich, bevor sie aus dem Raum ging und sich im Warteraum neben Alex auf einen Stuhl setzte. Ihre Sorgen galten noch immer ihrem Hund, Victor würde hier professionelle Hilfe bekommen, Spike nicht.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor ließ sich so still wie möglich verarzten, auch wenn es nach der Reinigung etwas schwieriger wurde. Die Arzthelferin war sanft und hatte das Blut von seinem Arm entfernt und die Wunde desinfiziert, was zwar brannte, aber nicht unausstehlich war. Stattdessen wurde es unangenehmer, als der Arzt kam und schließlich den Arm lediglich mit ein paar Kühl-Packs taub machte, um dann mit einigen Stichen die Wunde zu nähen. Victor hätte ihm am liebsten eine gescheuert...Auch wenn er nicht gerade der zaghafteste war und auch mal den ein oder anderen Schlag ins Gesicht überlebte, nichts spüren konnte er auch nicht.
      Nach einer Stunde Nähen und Pausen dazwischen, entließ man Victor mit einem frischen weißen Verband und sah nur skeptisch dabei zu, wie er sich das blutige Hemd wieder darüber zog und die Jacke auch, die er anfangs nur widerwillig wirklich ausziehen mochte. Aus mehreren Gründen. Ihm war kalt, es war ein Geschenk und nun ist es kaputt...

      Alex sah auf und rutschte ein wenig auf dem Sitz vor, als Naira entlassen wurde. Die Schwester hinter ihr, hatte sie nur mit einem bemitleidenden, aber ebenso bemutternden Blick aus dem Zimmer gebracht. Er sah sie an, als sie sich neben ihn in einen der grauen Stühle fallen ließ.
      "Alles in Ordnung bei dir soweit?", fragte er und riss sich zusammen, um nicht zu motiviert zu klingen, sich um sie zu sorgen. Er hatte einfach nur das Verlangen danach zu wissen, dass es ihr wie all den anderen auch gut ging. Vor allem Patrick brauchte lange, weil man bei seinen Wunden nicht nur einmal ran musste. Da war selbst Victor früher raus. Sein grimmiges Gesicht war zu sehen, als er aus einem der Gänge stolperte und dabei fast eine Schwester umgerannt hätte, die geschäftig an ihm vorbei huschte. Victor sah ihr nach, entschuldigte sich aber nicht, sondern steuerte stattdessen auf seine Kollegen zu. Das erste was er anmerken musste, war Nairas überaus bezaubernder Ausdruck, der mehr Freude nicht hätte ausstrahlen können. Er hasste es, wenn sie so schaute.

      Alex sprang in dem Moment auf, als Victor gerade Mal ankam und eigentlich lieber gleich wieder gehen wollte. Sein Handy klingelte und er ging ran, lief dabei einige Meter fort, während man ihm nachsah.
      Victor setzte sich rechts von Naira in einen der Stühle: "Er ist ein Wichser...Wir kriegen ihn...sollten aber 2 Stunden Schlaf abbekommen, bevor wir noch einmal hinfahren...", schlug er ruhig und bedacht vor. Dabei beobachtete er Alex. Es war das Ermittlungsteam vor Ort, welches das Gebiet absicherte und einfach nur eine Statusmeldung abgab.
    • Naira O’Connor

      Wie ein trotziges Kind kreuzte Naira ihre Arme vor der Brust und sah sich die Menschen im Gang an, die immer wieder entlang gingen. Alex wollte sofort wissen, wie es der Frau ging und eigentlich würde sie es ihm gar nicht in so einer Situation übel nehmen, aber sie war mit Wut und Trauer geladen, da hätte sie ihm am liebsten geköpft, doch sie blieb ruhig und nickte zunächst nur. „Alles gut, Zeitverschwendung“, antwortete sie aber letztendlich, doch ihr Blick ging noch immer sturr gerade aus.
      Sie erwartete nicht viel, sie hoffte ja noch nicht einmal darauf, Mitleid zu bekommen oder ihren Hund heute noch wiederzusehen, Thomas war vermutlich mit ihm und den anderen Hunden schon längst aus dem Wald, das einzige was sie wollte war Verständnis für ihre Situation. Die Herren brauchten nicht einmal etwas zu sagen, sie würden Verständnis zeigen, wenn sie sie alle einfach in Ruhe lassen würden. Aber leider war so etwas gar nicht bei denen möglich..

      Victor kam nach einer gefühlten Ewigkeit aus dem Untersuchungsraum raus und verzog das Gesicht ein wenig, scheinbar eine Reaktion auf ihren Gesichtsausdruck. Sie würde ihn definitiv für den Rothaarigen nicht ändern, auch wenn es ihm nicht passte, er guckte oft genug grimmig drein. Als er sich setzte wollte Naira schon fragen, ob alles in Ordnung wäre,nur um das auch abzuhacken, aber er kam ihr zuvor und seine Worte überraschten sie. Ihre Züge lockerten sich und eine Verwunderung war ihr deutlich anzusehen, während sie ihren Partner von der Seite musterte. Bis vor wenige Sekunden hätte sie gedacht, man könnte nichts sagen, was sie aufmuntern würde, aber scheinbar fand Victor doch etwas, was ihr die Laune ein wenig anhob. Ein leichtes Lächeln war ihr anzusehen, während sie den Kopf wieder zurück drehte, welches aber gleich wieder fort war, als ihr Handy klingelte. Sie brauchte nicht drauf zu sehen, um zu wissen wer es war, aber sie tat es trotzdem, bevor sie abhob: „Du brauchst mich nicht anzuschreien..“. So viel schaffte es die Dunkelhaarige noch zu sagen, bevor ihre wütende Vorgesetzte anfing sie am Telefon zu beschimpfen.
      „Seid ihr alle verrückt geworden?!“, den Satz wiederholte sie mehrmals, bevor Ramirez tief durchatmete und für einen Moment still war. „Gehts Dir jetzt besser“,fragte sie Naira und hatte nicht einmal bei den Worten gezuckt, die sie gehört hatte.
      „Gehts euch denn gut? Ich habe nur die Meldung mitbekommen, warum rufst du mich nicht an?“.
      „Uns geht es gut, also mir und Alex jedenfalls.. Victor und einer der jüngeren sind verletzt.. ich hätte dich noch angerufen, aber bei so vielen Zeugen sollte ich lieber nicht erwähnen, was passiert war..“. Ramirez verstummte wieder , bevor ein lautes Seufzen zu hören war. „Ich seh dich nachher in meinem Büro.. ich warte auf euch solange ihr braucht..“.
      „Geht klar, Boss..“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Alex hing weiterhin am Telefon und versuchte den ankommenden Polizisten und der Spurensicherung, alles so gut wie möglich zu erklären, damit sie nichts falsch interpretierten oder falsch einsackten. Dabei wanderte er angestrengd durch den Gang und kniff sich in den Nasenrücken, um sich die Gegend noch einmal vor Augen zu führen.
      Victor streckte derweil die Beine aus und sah lediglich aus dem Augenwinkel, dass er seiner Freundin wenigstens ein wenig die schlechte Laune hatte nehmen können. Auch wenn es ihn diesmal nicht zum Lächeln brachte. Aber es entspannte ihn wenigstens um einen einzigen Prozent. Die Beine legte er übereinander und hielt den verletzten Arm, der immer noch brannte und schmerzte, so gut es ging an der Seite, wo er ihn kaum bewegte und gegen die Armlehne drücken konnte. Außerdem beobachtete er zu gerne alex bei seinem kritischen hin und her Gelaufe, als er nachdachte. Manchmal konnte er dem Mann glatt eine reinhauen und dann sah er ihn beim Arbeiten und es gefiel ihm was er sah. Er war tüchtig und verantwortungsbewusst. Das machte einen guten Leiter aus.

      Das Telefon von Naira klingelte und sie ging erst ran, nachdem sie sehen konnte wer es war. Victor wurde hellhörig, als er die ihm bekannte Stimme des Captains auffiel. Sie schimpfte mit Naira, aber auch durch sie mit all den anderen Teammitgliedern, die nur mit Ach und Krach aus der Gefahr kommen konnten. Er schnaubte und fuhr sich über die Haare, um sie sich ein wenig glatt zu streichen. Ja...Das wurde noch ein angenehmes Gespräch mit Ramirez.
      "Sie hat mehr Angst um dich, als um uns...", kommentierte er trocken und hob dabei eine Augenbraue an, als er sie ansah.

      Ein Arzt kam schließlich nach weiteren 20 Minuten aus der Ecke und fing Alex gerade dabei ab, als er das Handy wieder weglegen konnte. Schnell erklärte er ihm, dass es Patrick ganz gut soweit ging, man ihn aber wohl von der Freundin abholen ließe, weil er für die nächste Zeit nicht seinen Posten antreten sollte.
      "Oh...das sind aber keine freudigen Nachrichten so kurz nach Weihnachten...", seufzte Alex schwer und sah den Arzt bedrückt an, bevor er doch seine Hand nahm und sich bei ihm für seine Arbeit bedankte. Dann wollte er noch kurz bei Patrick vorbei schauen, hielt aber inne und kehrte zu Naira und Victor zurück. Diesmal wandte er sich aber an seinen männlichen Kollegen, vor dem er die Arme in die Seiten stemmte: "Willst du nicht mitkommen. Ich mein schließlich hast du mit ihm da um euer Leben gerangelt mit den Hunden."
      Victor sah bockig zu dem blonden hoch und ließ sich ordentlich Zeit bei der Frage, ob er sich denn überhaupt bewegen wollte. Dann aber machte er es. Schob sich hoch und meinte dass Alex und Naira schon einmal den Wagen holen sollten, da ja Patrick abgeholt wurde.

      Victor trottete rüber zum Arzt, der ihm selbst noch einmal sagen wollte, dass er ebenfalls nicht so viel arbeiten sollte, aber Victor hatte ihm erklärt gehabt, dass es anders nicht gehen würde. Sie mussten arbeiten und er konnte wegen eines einfachen Bisses an seinem Oberarm kaum eine Jagd auf einen Wahnsinnigen abblasen. Im Untersuchungsraum saß Patrick mit gesenktem Kopf und starrte runter auf sein Bein. Er saß derweil im Rollstuhl und begutachtete die aufgeschnittene Jeans. Als er merkte, dass jemand im Raum war, sah er überrascht auf und schmunzelte: "Ist wohl 'ne gute Frage, wie man so eine Wunde seiner Frau erklärt oder? Die ging davon aus, dass ich nur böse Menschen jage...", er lachte erleichtert. Victor verzog ein wenig das Gesicht und schüttelte den Kopf: "Denk nicht zu viel darüber nach. Wenn sie die...richtige ist, wird sie das schon verstehen und hinter dir stehen..." Er versuchte ihm gut zuzureden.
      "Ja, Sie haben wohl recht. Und Sie...werden weiter machen?"
      "Uns bleibt wohl nichts anderes übrig...außerdem habe ich keine Frau, die mich auf Händen wegen einer Bisswunde aus dem Krankenhaus bringen wird...", er deutete ein schiefes Lächeln an, wünschte dem jungen Kollegen noch frohe Tage und sogar einen guten Rutsch, bevor er sich den anderen auf dem Parkplatz anschließen wollte. Seine Freundin würde ihn wohl eher an den Ohren aus dem Krankenhaus zerren...Er sie aber auch, also waren sie eigentlich ziemlich quitt.
    • Naira O‘Connor

      Sie spielte mit dem Handy in ihren Händen, während der Blick auf die Tür vor ihr gerichtet war. Das würde kein nettes Gespräch mit Ramirez werden, sie wusste das schon, aber auch das würde Naira irgendwie hinkriegen. Sie machte sich nicht allzu viele Sorgen darum, denn ihre Gedanken waren ganz wo anders. Ganz nach seinem Plan galten ihre Gedanken einzig und allein Thomas... und was sie alles mit ihm anstellen würde, wenn sie ihn dann in die Finger bekommen würde. Er hatte es endgültig erreicht, ihren Kopf einzunehmen..
      Ein paar der anderen Menschen in dem Warteraum blickten die beiden Detectives ziemlich dumm an. Klar, sie waren bewaffnet, verletzt und beide guckten grimmig drein, wie zwei bockige Kinder, denen das Spielzeug weggenommen wurde. Vielleicht passten sie deshalb so gut zueinander? Sie hätten einen sehr ähnlichen Charakter..

      Irgendwann war Alex wieder da und schickte Victor indirekt zu dem jungen Polizisten, bevor er sich mit Naira zum Wagen aufmachte. Die Dunkelhaarige folgte ihm zwar, aber sie war mit der ganzen Situation unzufrieden, wie sollte sie denn jetzt auch drauf sein? Alex dagegen war auch unzufrieden, aber aus einem ganz anderen Grund. Er wollte ihr helfen, für sie da sein, doch als er den Mund aufmachte und etwas sagen wollte, unterbrach Naira ihn direkt: „Sag einfach gar nichts.. das ist gerade das Beste, denke ich..“. Er verstand es, trotzdem schmerzte es in seiner Brust, aber er hielt still und setzte sich and Steuer, um auf Victor zu warten. Naira setzte sich auf den Beifahrersitz, um das Bein ausstrecken zu können, jetzt schmerzte es doch ein wenig mehr..

      Irgendwann war auch Victor zurück und setzte sich in den Wagen, bevor alle drei in Ruhe zum Revier fuhren. Das Radio lief,ganz leise war etwas zu hören, aber bis Alex vor dem Revier parkte ignorierte es die Frau einfach. Ihre Gedanken waren ganz wo anders..
      Ramirez wartete draußen vor der Tür, sie hatte den Wagen bemerkt, als Alex einparken wollte und war sofort rausgegangen, um alle zu empfangen. Ihr Blick war eindeutig, sie war wütend und besorgt, aber als sie die drei aussteigen sah, blieb nur noch der besorgte Blick. Alex erklärte ihr kurz, was wohl jetzt mit Patrick war, während sie zu viert das warme Gebäude betraten. Er wollte ihr wohl noch alles andere erzählen, aber sie hob die Hand und unterbrach ihn für einen Moment.
      „Das kann mir alles Detective O‘Connor erzählen..“, hieß es und die Stimme war sogar ziemlich vorwurfsvoll, der Blick gleich auch. Vor allem die Art und Weise, wie sie den Nachnamen aussprach ließ Naira kurz zusammenzucken.
      Die Dunkelhaarige seufzte und folgte ihrer Vorgesetzten, drehte sich aber noch einmal zu den Jungs. „Ihr könnt ja schon einmal die Sachen aus dem Wagen holen“. Sie klang müde und wirklich fertig, ihre Lust auf den Tag war verschwunden, aber sie stellte sich trotzdem in die Mitte des Büros, um ihre Chefin anzusehen. Sie lehnte sich an den Schreibtisch ,Naira blieb lieber stehen und betrachtete die Bilder an einer der Seiten.
      „Jetzt mal ehrlich, seid ihr irgendwie von allen guten Geistern verlassen?“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victors Laune hatte ein tiefes Loch gebuddelt und hatte Naira wohl mit seiner Art mit der Welt umzugehen ebenfalls angesteckt oder sie war schon immer so und es war ihm nur noch nie so sehr aufgefallen.
      Als er sich zu den anderen in den Wagen setzte, konnte selbst das Radio mit seinem jämmerlichen Versuch eine Weihnachtsstimmung aufrecht zu erhalten nicht helfen. Sie fuhren demnach still und leise rüber ins Revier, wo sie bereits von einem urteilenden Captain standen. Mit verschränkten Armen hatte sich Ramirez gegen die Kälte draußen gewappnet und begrüßte die drei. Nachdem Alex den Anfang und den Grund warum sie nur zu dritt waren erklärt hatte, wurde er unterbrochen. Ramirez wollte nicht mit den Männern reden, sondern mit dem leitenden Detective. Victor sah ihr zwar nach, machte sich dann aber schneller als erwartet an die Arbeit, um alle Sachen aus dem Wagen zu holen, die sich aber lediglich auf drei Sachen beschränkten.
      Sie brachten alles zurück und standen dann ratlos im Büro, wo sie alle erst einmal fragend ansehen mussten. Es war spät gewesen, die meisten schon fort, aber ein großer Teil saß da und hatte seine Nachtschicht eingenommen.
      Victor rieb sich die Schläfe und schloss die Augen. Er hatte es zwar nicht bemerkt, aber jetzt, wo er durch atmen konnte und im Stillen war, entspannte sich sein Kiefer und offenbarte einen unmenschlichen Schmerz.
      "Fürn Arsch...", knurrte er schließlich und verschwand mit einem Abwinken in die Küche des Reviers. Ein kleiner Raum, aber mit dem nötigsten eben ausgestattet...Kurz überlegte er, was er nun brauchte und entschied sich schnell dafür, dass er für 10 Minuten verschwinden würde. Es gab gerade mal 500 Meter entfernt einen kleinen Laden der 24 Stunden offen war. Nur ein kleiner Schluck würde den pochenden Schmerz unterdrücken.
      Alex hielt ihn beim Hinausgehen ab weiter zu gehen, dabei wusste, er noch nicht einmal wieso er so dringend gehen wollte.
      "Lass mich los und...halt einmal deinen Mund Alex...Verstanden? Mehr will und wollte ich nie von dir.", Victor war angepisst durch sein Einmischen und stapfte hinaus. Der ein oder andere Passant sah ihm irritiert nach, weil er vor keinem Halt machte, aber auch weil der kaputte Ärmel deutlich sichtbar war. Mit hochgezogenen Schultern, um sich gegen den Schnee zu schützen, kam er in dem Laden an. Niemand sonst war drin außer einem indisch aussehenden Mann, der den Laden wohl zu unterhalten schien. Er begrüßte ihn, aber Victor blieb still und ging ohne Umwege zu den Spirituosen.
      Er blieb vor diesen stehen und begutachtete die Flaschen. Viel befand sich nicht mehr auf seinem Konto...aber ein billiger Fusel würde noch drin sein. Je länger er die Flaschen aber anstarrte, desto eher kam es ihm so vor, dass er sich hiermit selbst ins Bein schoss...Vor allem Naira noch einmal. Deswegen drehte er ab und ging trotzdem auf die Kasse zu, griff nach einer kleineren Flasche billigen Whiskeys, die Gerade mal, vier oder fünf Schluck in sich hatte und kaufte diese dann. Nur dieses eine Mal...er musste lediglich eine Stunde schlafen und den Schmerz vergessen. Da war Alkohol ein Wundermittel...
    • Naira O'Connor

      "Es ist doch alles gut gegangen..", Naira versuchte es Anfangs noch, ihre Vorgesetzte in eine bessere Stimmung zu bringen, aber es klappte nur mäßig. Für einen Moment wurde die Chefin auch laut, aber sie seufzte irgendwann und schüttelte nur noch den Kopf. Es war auch der Moment, im welchem Naira nachgab und sich gegen eine der Kommoden lehnte, um in Ruhe mit Ramirez zu sprechen.
      "Warum hast du mir nicht gesagt, dass ihr in Gefahr seid? Ich hätte doch noch mehr Leute zu euch rausgeschickt..".
      "Wir sind zwischen den Feiertagen sowieso so wenige.. Ich konnte doch nicht einfach so Menschen aus ihren Familienfeiern rausholen.. nur weil ein Verrückter hinter uns her ist..".
      "Doch, hättest du.. Naira..". Die Dunkelhaarige verschwieg vielleicht ein wenig die Situation, die eigentlich entstanden war.. Sie wollte ihre Vorgesetzte nicht unnötig wütend machen, die Entscheidungen heute waren nämlich nicht ganz richtig.
      "Es war eigentlich nichts großes.. Ich hatte mich ein wenig umgesehen und den Hund beschäftigt, während die Jungs gruben und hatte mir eingebildet, etwas gesehen zu haben.. Ich schoss, die Jungs kamen aufgewühlt, wir gingen wieder.. Dann sind Victor und Patrick noch einmal zusammen hin, die wurden von Hunden angegriffen, die nur darauf gewartet haben, die anzugreifen..". Es war eine Kurzfassung, die der Wahrheit sehr nah kam.
      "Was hast du denn gesehen?".
      Naira schüttelte sanft den Kopf. "Ich habe mir nur eingebildet, unser Gesuchter würde da stehen..".
      "Was das wirklich eine Einbildung?".
      Sie wusste, worauf ihre Chefin hinaus wollte. Naira musste ihre Worte sehr weise aussuchen, um nicht noch mehr Schwierigkeiten zu bekommen. "Ich.. Ich weiß es nicht.. Im ersten Moment dachte ich, ich hätte ihn mir nur eingebildet, aber wenn ich jetzt zurück denke.. Er hat auch Spike mitgenommen, jedenfalls sagt es seine Nachricht aus und.. Ah ich habe keine Ahnung, ich glaube, es wächst mir alles über den Kopf weg..".
      "Soll ich dir den Fall entziehen?".
      "Auf keinen Fall..". Naira hob den Kopf und musterte ihre Chefin gründlich. "Schlaf und ein kühler Kopf werden helfen..".
      Ramirez seufzte und setzte einen sehr bemitleidenden Blick auf. Sie schüttelte sachte den Kopf, bevor sie sich erhob, aber bevor sie etwas sagen konnte, unterbrach sie Naira: "Ich will keinen Mitleid.. Ich kriege das irgendwie auf die Reihe und werde Spike finden, alles gut.. Ich vergraule schon die Jungs mit meiner Laune..". Es war keine Selbsteinsicht, eher die Möglichkeit der Vorgesetzten zu zeigen, dass sie es irgendwie hinkriegen würde.
      "Du willst doch nicht wirklich dort hin zurück..?!".
      "Was soll ich anderes tun, irgendjemand muss ihn befreien..".
      Es herrschte eine Stille, bevor sich Naira räusperte und eigentlich gehen wollte. "Wir kriegen das hin, Naira.. Okay? Wir holen ihn da irgendwie raus..". Die Dunkelhaarige stoppte, sie hatte die Tür schon geöffnet und hielt sie in der Hand. Ihr Blick wanderte zu Ramirez.
      "Ich hoffe es.. Ansonsten wird mein Fuß dieses Revier nie wieder betreten.. und du darfst dir einen neuen leitenden Detective suchen..".
      Sie ging, ließ die entsetzte Frau alleine in ihrem Büro zurück und steuerte direkt die Tür zum Eingang an. "Es ist verrückt, sich in die Hände eines Verrückten zu begeben!", rief ihr Ramirez nach, da sah Naira nicht einmal zurück. "Es ist verrückt seinen besten Freund in den Händen eines Psychopathen zu begeben!".

      Die Eingangstür ging zu, mehr hörte Naira auch nicht. Sie stellte sich ein wenig Abseits des Einganges und griff in ihre Jackentasche, um das Päckchen mit den Zigaretten rauszuholen. Die Sucht würde sie sicherlich beruhigen.. denn am liebsten würde sie sich in eine Ecke setzen und einfach warten, bis alles vorbei sein würde.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Aussicht auf die brennende Flüssigkeit beruhigte Victor bereits. Als er es gekauft hatte und nun mit der kleinen Flasche wieder draußen in der Kälte stand, überzeugte er sich mehrmals davon, dass es richtig war. Es war nur eine kleine...Das würde ihn nicht einmal betrunken machen, aller höchstens seine Nerven ein wenig beruhigen und den Kopf entspannen, so dass er schlafen konnte.
      Auf dem Weg zurück lief mit gesenktem Kopf voran und wollte eigentlich niemanden sehen und doch hielt er im Laufen an, als er Naira wieder beim Rauchen vor dem Revier entdeckte. Die junge Frau sah fertig aus und sie hätte wohl eher den Grund dazu sich eine Flasche Scotch zu gönnen, um den Abend zu vergessen. Aber sie war stärker als er in so vielen Hinsichten. Langsam trat er an sie heran und sah auf die Straße hinaus, "Hast du noch eine?", fragte er leise, dabei den Kopf sogar ein wenig gebeugt haltend. Ihm war kälter, als es sein sollte und er schob es auf seine Psyche. Vielleicht würde das Rauchen auch ein wenig die Gedanken vertreiben und all den Frust? Aber den Schluck...den brauchte er. Zischend erinnerte ihn der Schmerz daran, dass er seinen linken Arm nicht heben durfte und nahm dafür den rechten, um eine Zigarette anzunehmen und sie an Nairas anzuzünden.
      Gemeinsam standen sie dann nur still da und Victor beobachtete die Autos und Passanten, die ihren Weg nach Hause nahmen. Er zog an der glimmenden Zigarette und räusperte sich kurz darauf. Geraucht hatte er schon mal. Eigentlich fast alles ausprobiert, was man hätte ausprobieren können, bis auf die harten Drogen und doch war es einfach der Alkohol, der ihm eher half.
      "Nur 2 Stunden Schlaf und...wir gehen noch einmal hin...bis dahin sollte das Team durch sein und...noch sicher.", Victor kratzte sich am Kinn und beobachtete Naira aus dem Augenwinkel. Das mit Spike machte ihr zu schaffen, aber er wollte es nicht noch einmal so frei heraus ansprechen.
      "Was...hat der Captain gesagt?", deswegen drehte er das Gespräch auf eine vielleicht eher leichtere Schiene, um den Abend einklingen zu lassen.
    • Naira O'Connor

      Die Zigarette beruhigte irgendwo ihre Nerven und dämmte die Aufregung, die sich in ihr staute. Während Nairas Blick auf die Straße gerichtet war, ging sie in ihrem Kopf alle Möglichkeiten durch, wie sie Thomas das Leben zur Hölle machen könnte. Sie wäre bereit so gut wie alles zu tun, um dem Psychopathen endlich mal die Pläne zu durchkreuzen und ihm den Rest zu geben, aber da war noch ihre Vernunft, die an sie appellierte. Sie musste ruhig bleiben, damit Spike nichts passierte, aber in den Fingern juckte es sie trotzdem.
      Dass Victor auftauchte wurde der Frau erst bewusst, als er sie nach einer Zigarette bat. Ihr Blick ging direkt zu ihm und sie hielt ihm das ganze Päckchen hin, damit er sich eine rausholen konnte. Sie hatte kein Problem damit mit ihm so etwas zu teilen, aber der Frau war doch in dem Moment sowieso fast alles egal.
      Ein Seufzen war die Antwort auf Victors Plan, den er ihr darstellte, am liebsten wäre sie jetzt sofort rausgefahren und hätte sich den Mistkerl geschnappt, aber da war ja noch immer die Vernunft.. Naira zog noch einmal an ihrer Zigarette und schmiss sie weg, um sich doch noch eine anzuzünden. Eine würde definitiv nicht ausreichen..
      "Das ich verrückt bin..",antwortete sie dann letztendlich auf die Frage und schüttelte sanft den Kopf. Ihr Blick war noch immer auf die Straße gerichtet, sie zählte gerne die vorbeifahrenden Fahrzeuge. "Es wird nichts bringen, wenn wir hinfahren.. Ich würde mein Bein drauf verwetten, dass es nicht mehr da ist.. Ich würde aber auch liebend gerne erfahren, wo er sich wirklich aufhält..". Sie griff damit Victors Plan auf und nahm den Blick sogar von der Straße, um ihn einen Moment lang anzusehen, aber der Blick ging auch wieder zurück.
      "Tut es sehr weh?",fragte sie und man konnte sogar einen leicht besorgten Unterton raushören. "Ich denke, Schlaf würde uns allen ziemlich gut tun..".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Der kalte Rauch schmeckte widerlich und belegte seine Zunge und auch den Rachen augenblicklich. Dass Naira meinte gleich mehrere davon rauchen zu müssen missfiel ihm zwar in den meisten Fällen, weil sie dann nicht mehr so angenehm roch, aber sie alle brauchten eine Droge, die sie am Boden hielt.
      Victor ließ sich Zeit mit der einen Zigarette. Sie würde ihm schon reichen. Als Naira sagte, sie sei verrückt, musste er belustigt schnauben. "Ist noch milde ausgedrückt...", kommentierte er lediglich und schüttelte dabei noch den Kopf. Er kannte sie vielleicht kein halbes Leben, aber lang genug, dass er sich schon vorstellen konnte, wie sie auf die Worte des Captains reagiert hatte. Sie hatte nicht alles erzählt und weigerte sich auch den Fall weiter zu geben, an jemanden, der nicht direkt oder persönlich mit Thomas zu tun hatte. Sie waren die einzigen, die das machen konnten.
      Ein wenig verlor sich Victor in seinen Gedanken und wurde nur durch Nairas Frage wieder hervor geholt. Er sah sie überrascht an und dann seinen Arm, als sei ihm die Wunde nicht aufgefallen. Dann zuckte er lediglich mit den Schultern: "Brennt...aber ich nehme gleich noch zwei Tabletten ein und dann sollte es schon gehen...", meinte er brummend und beendete seine Zigarette. Den Stummel warf er in den Schnee, wo er rauchend ausging.
      Die Hände schob er dann in die Taschen und eine davon umfasst das kleine Fläschchen, dass er sich gekauft hatte. Ein schlechtes Gewissen streifte ihn, aber nur für einen Moment. Er war erwachsen...Eigentlich sollte es doch ihm überlassen werden, außerdem war es nur ein kleiner Schluck...Dann würde er wieder nichts trinken. Es war wie mit dem Glas Wein zu Weihnachten. Unruhig kratzte sich Victor im Nacken und wandte sich schließlich um, um ihre Idee aufzugreifen: "Ja, wir sollten eine Runde schlafen und dann...Ich glaube es ist nicht blöd, wenn wir noch einmal hinfahren...Als wir von den Hunden überfallen wurden, kamen sie wie aus dem Nichts und ich war dabei etwas zu entdecken. Der Schnee an der Stelle, wo Thomas gestanden hatte, war seltsam...Er war nicht einfach verschwunden...", Victor sah müde auf zum Reviereingang. Ein Polizist schlief nie.
    • Naira O’Connor

      Sie schnaubte und lachte gleichzeitig, als Victor ihre Antwort kommentierte. „Kann sein“, murmelte sie gleich wieder. Sie war definitiv nicht verrückt, nur missverstanden, wie sie es selbst empfand. Die anderen wollten sie scheinbar nicht verstehen, sie waren viel mehr damit beschäftigt über sie zu urteilen.. kaum jemand beschäftigte sich mit den Gründen, warum sie Sachen so erledigte, wie sie sie erledigte, aber das war wieder einer der Momente,in denen ihr Spike fehlte. Er urteilte wenigstens nicht über sie sondern war immer für sie da, vielleicht würde Victor das auch eines Tages sein..

      Naira konnte es sich vorstellen, dass die Wunde am Arm ziemlich brannte, sie hatte auch so eine Reaktion von ihren Partner erwartet, aber sie hätte nicht damit gerechnet, dass er auf seinen Vorschlag beharren würde. Er erklärte ihr den Grund auch, dennoch sah sie ein wenig verwundert zu ihm, ehe sie das letzte mal an der Zigarette zog und sie ebenfalls in den Schnee warf. „In Ordnung.. aber wir hauen uns eine Runde aufs Ohr“. Damit war es eigentlich beschlossen und Naira deutete ihrem Partner an, in Richtung des Eingangs zu gehen. Sie könnten beide schlaf vertragen und alles andere war der Frau egal geworden, das Nikotin beruhigte sie schon ziemlich, vielleicht sollte sie es ein wenig öfter machen und damit erträglicher für ihre Umwelt werden?
      „Willst du alex mitnehmen?“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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