[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

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    • Die Angst saß zu tief, als dass sich Victor nicht hätte entschuldigen sollen. Er wollte nicht, dass sie vor ihm wegrannte, nicht dass sie einfach so verschwand und ihn ewig hasste. Er wollte auch nicht, dass sie schmerzen litt.
      Zu viele Wünsche auf einmal konnten natürlich die Sicht trüben und den Zustand in dem sie waren verschlimmern, aber bis jetzt sah Victor nur diese Wünsche und das Verlangen danach sich zu entschuldigen für seine Idiotie.
      Es interessierte ihn nicht einmal wie der Arzt den Kopf schüttelte und die beiden dann alleine ließ. Er hatte als Arzt Verpflichtungen und wusste was er machen musste, wenn ihm sich bestimmte Zeichen ergaben, aber er vertraute auch Naira, dass dies wieder in Ordnung kam und sie es in ihrem Ermessen schaffen konnte.

      Auch wenn Naira zur Seite rutschte und ihm dabei Platz machte, konnte Victor nicht anders. Er setzte sich auf den Boden und lehnte den Kopf an ihre Hand, die sanft seine Wange streichelte. Ihm war elendig zu Mute. Er hatte Hunger und gleichzeitig war ihm speiübel. Er wollte sie drücken und wiederum nicht zu nah an sich lassen. Zitternd atmete Victor auf: "Egal was du gesagt hast...es hat doch gestimmt...Ich komm nicht zurecht und forder von dir dass du es besser kannst...", er rieb sich die Augen, bevor er zu Spike sah, "Ich...will nicht noch einmal jemand wichtigen verlieren im Dienst...Nicht wegen mir...Bitte..."
    • Naira O’Connor

      Er war in Stückchen elend, man sah es ihm nicht nur an, man hörte es in seiner Stimme heraus. Naira war natürlich wieder einmal diejenige, die Stärke zeigen musste, sie konnten nicht beide in ihrem Mitleid und ihrer Trauer versinken. Sie seufzte auch, aber das Lächeln war noch immer auf ihren Lippen zu sehen.
      „Wenn du dich nicht zu mir setzt setze ich mich zu Dir runter..“, sprach die Dunkelhaarige und musste schmunzeln. Da waren sie bei dem Thema, dass Victor nicht wissen konnte was sie wollte. Bisher hatte ihm die Frau immer alles befohlen, was sie wollte, oder nicht? „Ja, und das was du gesagt hast stimmt auch in jeder Hinsicht.. ich bin zu stur und sage nicht, was ich will..“, gab sie dann zu. Seinen weiteren Kommentar versuchte die Frau zu ignorieren, jedenfalls ein wenig in den Hintergrund zu schieben. Sie wusste nicht, dass er ihr damit wieder einmal verriet, warum er hier war und was passiert ist. „Du wirst mich nicht verlieren..“. Naira konnte sich dann doch nicht auf die Zunge beißen, sie hatte aber das erste erst einmal in den Hintergrund geschoben. „Ich habe ein Koma überlebt, habe mich anschießen lassen und bin gerade super drauf, du wirst mich definitiv nicht verlieren.. und jetzt komm her, damit ich dich sehen kann, während wir sprechen“. Ein wenig wie ein kleines Kind war Naira drauf,welches sich auf Weihnachten freute.. die Vorfreude ist echt groß gewesen, das waren die Medikamente.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Für Victor war es schwer sich auch mal zusagen all die Emotionen, die er hatte auch für sich zu behalten und vorerst nicht einfach auszukippen. Vor allem nicht jetzt, wo Naira noch immer im Krankenhaus war. Victor hielt sich lieber auf dem Boden. Nicht, weil er nicht neben ihr sitzen wollte. Er wollte sie in den Arm nehmen und sie festhalten, aber seine Beine fühlten sich weich an und ihm war wieder schlecht geworden bei der ganzen Aufregung sie so zu sehen.
      Doch als sie drohte zu ihm herunter zu kommen, brauchte er noch einen Moment. Er wollte nicht dass sie unten saß, nicht mit dem Bein. Der Arzt hätte dann zuerst ihr den Kopf umgedreht und dann ihm, da war sich Victor sicher. Vorsichtig zog er sich am Bett hoch und setzte sich dann auf das Bett neben sie. Ihm stand die Scham noch immer ins Gesicht geschrieben. Von den dunklen Augenringen, der fahlen Haut und den zerzausten Haaren kaum zu schweigen. Aber Naira sah nicht besser aus. Nur glücklicher und selbst das war nur temporär wegen den Drogen.
      Victor hob den Kopf an und sah ihr in die Augen. Sie hab ihm ihr Wort, dass er sie nicht verlieren wird und er glaubte ihr. Seine Augen flogen über ihr Gesicht und blieben an der Wange hängen. Er verzog das Gesicht schmerzlichst, denn es tat ihm leid.
      "Ich..", er stockte, wollte nicht noch mehr sagen, sondern lehnte sich vor und küsste sie auf den Mund. Das waren seine Gefühle. Man musste sie loswerden oder man vergaß sich in all dem Mist, der um einen herum war.
    • Naira O’Connor

      Er kam zu ihr, das Lächeln auf ihren Lippen war noch breiter geworden, selbst wenn sie sein Gesicht sah. Er war fix und fertig mit den Nerven, aber wenigstens war der Alkohol so langsam aus seinem Körper raus. Die Schuldgefühle kamen wieder in ihr hoch, immerhin war Naira ebenfalls daran beteiligt, sie hatte ihn sogar angestachelt und auch wenn es sich anhörte wie bei jeder anderen Frau, die häusliche Gewalt erlitt, Naira war selber Schuld an dem Schlag ins Gesicht. Hätte sie den Mund gehalten, wäre es nicht so weit gekommen.
      Die Dunkelhaarige schnappte sich sofort Victors Hand und hielt sie fest, damit er sie nicht alleine lassen sollte. Er würde sie aber nicht alleine lassen, dafür war seine Reaktion viel zu klar und seine Lippen auf ihren eine Art Balsam für das verletzte Herz. Die Augen der Frau gingen sofort zu, sie drückte Victors Hand noch viel fester und erwiderte den Kuss. Es waren Reste des Alkohols zu schmecken, aber selbst das war Naira egal. Sie legte die Hand mit der Infusion auf seine Wange und hielt sie so fest, während sie nur schwer ihre Tränen zurückhalten konnte. Es fühlte sich gut an, Victor wieder so nah zu sein, nachdem sich beide so weit auseinander gelehnt hatten.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war ein guter Kuss. Ruhig und abwartend. Dieser Kuss gab beiden wieder die Kraft ineinander vertrauen zu können. Seine Lippen löste er nur von ihren, weil er wieder aufatmen musste, aber er lehnte seine Stirn an ihre und behielt die Augen geschlossen, während er langsam seinen Kopf schüttelte. Es war die Enttäuschung über sich und wie sie nun wohl auf andere wirken mochten. Groß interessierte es Victor ja nicht, es hatte ihn schon lange nicht mehr interessiert was andere denken. Aber was Naira dachte...er hatte nicht umsonst gesagt, dass er sie nicht verstehen konnte. Seine allgemeine Schwierigkeit bestand darin überhaupt die Gedankengänge einer Frau zu verstehen.
      Nach einem Moment der Ruhe lehnte sich Victor wieder zurück und sah sie an, streichelte ihr über die Wange und entschuldigte sich noch einmal stumm bei ihr für seine Art.
      "Ich...Kann das in Ordnung bringen...Wir...bringen das in Ordnung."
      Das seine Worte direkt aus dem Repertoire eines Mannes kamen, der vor kurzem erst seine Frau geschlagen hat und nun kriechend zu ihr zurückkam um sie wieder zu sich zu holen. Ein niemals endender Kreislauf wenn man es so haben wollte. Die Tatsache, die sie unterschied, war dass er sonst nicht so war. Dass er keine Frauen schlug und Naira eigentlich beschützen wollte.
      "D...Darfst du nach Hause?...Wenigstens kann ich jetzt nüchtern fahren und...Du ...legst dich hin.", ihre Hand auf seiner machte ihn ruhiger, als er eigentlich sein konnte.
    • Naira O’Connor

      „Wir bringen das in Ordnung“... das klang wunderschön in Nairas Ohren. Es gab ihr zu wissen, dass es eine Chance für beide gab, auch wenn sie sich nicht sicher war, inwiefern es gut sein würde, wenn beide etwas richtiges miteinander anfangen würden. Wenn sie aber so darüber nachdachte.. es würde doch kaum ein Unterschied machen zu dem, wie sie zur Zeit lebten, oder nicht? Sie wohnen quasi zusammen, sie kümmern sich umeinander und sind füreinander da. Vielleicht würden nur noch die Gefühle offen ausgesprochen werden, aber sonst war es doch kaum was anderes...? Nun, Victor würde nicht ständig wieder auf der Couch schlafen, hoffentlich..
      „Wir kriegen das hin..“, bestätigte Naira mit einem Nicken und einem leichten Lächeln noch dazu. Sie öffnete ihre Augen nicht wirklich, sie war müde und fertig und es tat gut so an Victor gelehnt zu sein. Sie seufzte bei seiner Frage.
      „So einfach ist das wohl nicht.. wenn das Schmerzmittel durch ist will der Arzt noch ein oder Zeit Untersuchungen machen.. er will nicht davon loslassen, dass ich Opfer häuslicher Gewalt bin...“. Sie schüttelte leicht den Kopf und öffnete Die Augen. „Ich bin ein Cop.. ich weiß was häusliche Gewalt ist, aber er lässt nicht locker.. ich werde brav alle Untersuchungen machen und dann darf ich gehen.. ich hasse Krankenhäuser“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Zumindestens hatte Victor gehofft, dass sie es beide gemeinsam lösen konnten. Nicht nur das was zwischen ihnen war und wie sie miteinander umgingen, sondern auch den Fall und das Problem mit Thomas. Wenn sie ihn nur schnappen könnten, dann wäre das alles vorbei und dann mussten sie es nur schaffen, dass Naira nicht wieder das Gefühl bekam verloren zu sein in dieser Welt. Er biss sich auf die Unterlippe und senkte wieder den Kopf, als sie erklärte, dass sie nicht gehen durfte.
      "Häusliche Gewalt...", ihm war der Gedanke überhaupt nicht gekommen, dass es danach aussehen könnte. Aber da sie es jetzt gesagt hatte und auch der Arzt wiederkam, erkannte Victor die Spuren. Er hatte selbst unzählige Fälle von häuslicher Gewalt mitbekommen, auch wenn es nicht unbedingt sein Department war. Er hatte genug von ihnen gesehen und gehört. Betrunkener Mann schlägt seine Frau. zwingt sie bei sich zu bleiben. Frau nimmt die Schuld für ihn auf sich. Victor schob sich vom Bett und fuhr sich einmal über den Mund. Er versuchte so nüchtern und standhaft gegenüber dem Arzt zu wirken, wie er nur konnte, als dieser auf ihn zu kam und die Hand ausstreckte: "Sie sahen auch nicht unbedingt gut aus. Sind Sie wieder in Ordnung?"
      Victor schluckte schwer. Diese Frage konnte er nicht beantworten. Nicht wahrheitsgemäß zumindestens.
      "Ja...Ehm...Alles gut. Ich...Wir haben uns ausgesprochen.", er wurde leiser bei seinen Worten, kratzte sich nervös am Bart und sah wieder zu Naira rüber, die noch immer am Tropfen hing.
      "Kann sie soweit mitgehen?...Ich...fahr sie heim."
      "Sind Sie dazu in der Lage wieder?"
      "hm?", Victor sah den Arzt fragend an und nickte dann, weil er schon verstanden hatte, worauf der Mann hinaus wollte.
      "Klar."
      "Dann...würde ich Sie trotzdem noch einmal bitten rauszugehen mit dem Hund. Ich schließe die letzten Untersuchungen ab und dann sehen wir weiter. Nicht wahr, OConnor. außer Sie wollen natürlich, dass er hier bleibt.", der Arzt sah zu ihr und wartete auf ihre Worte, aber sein blick sagte wohl mehr als genug. Er unterstellte Victor immer noch, dass er so war. Aber es war doch nur einmal...
      Der rothaarige seufzte und pfiff zu Spike, dass dieser mitkommen sollte.
      "Wir...warten einfach draußen..."
    • Naira O’Connor

      Ihr war es total egal, ob Victor im Raum bleiben würde, aber es würde dem Arzt wohl eher gefallen, wenn er nach draußen gehen würde. Naira musste aber nichts sagen, ihr Partner nahm den Hund und ging raus, nicht ohne noch einen letzten Blick von ihr zu bekommen, dann seufzte sie. Der Arzt bat sie drum, das Oberteil anzuheben, die Frau gehorchte, um nicht noch mehr Verdacht zu schöpfen. Der Arzt tastete ihren Bauch und ihre Brust ab, fragte immer wieder ob es an den Stellen wehtat. Er merkte an, wie dünn sie war.
      „Ich habe viel Stress in letzter Zeit.. da ist essen nicht drin“,sprach die Dunkelhaarige, aber der Blick des Arztes reichte, um sie wieder seufzen zu lassen. „Hören Sie mal, ich kann ihnen versichern, dass er mich nicht schlägt.. wir haben uns wahnsinnig gestritten und ich habe ihn provoziert.. auch wenn es wahnsinnig danach aussieht und es sich auch anhört, als wäre es häusliche Gewalt.. glauben sie mir ich habe genug solcher Frauen gesehen und ich gehöre nicht dazu..“. Der Arzt bat sie sich vorsichtig aufzusetzen und tastete den Rücken ab, bevor er sich die Beule auf dem Kopf ansah. „Sie können ihn gerne untersuchen.. ich habe ihm deutlich mehr wehgetan, als er mir.. es würde mich nicht wundern, wenn seine Schulter Probleme macht und ich wunder mich, dass sein Kiefer noch ganz ist“. Es war wirklich nicht nett mitanzusehen, wie Victor auf den Boden geknallt war.
      Der Arzt seufzte und schüttelte den Kopf. „Sie können sich jeder Zeit melden, wenn Sie Hilfe brauchen.. ich sehe sie direkt nach Weihnachten wieder und wenn irgendetwas sein sollte, zögern sie nicht hier her zu kommen“. Ein Nicken bestätigte den Arzt, dass Naira es verstanden hatte. Er löste sie von der Infusion ab. „Und schonen sie sich.. muss ich sie dafür krankschreiben, oder werden sie es dieses Mal selbst in die Hand nehmen?“. Alles nur keine Krankschreibenschreibung.. damit würde Ramirez Verdacht schöpfen, das war nicht gut.
      „Ich pass auf mich auf“,bestätigte Naira und griff zu ihrer Krücke. Sie bekam wieder eine zweite in die Hand gedrückt. „Frohe Weihnachten, Doc.“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor tat immer nur so, als sei er bereit mit jemandem zu bändeln oder auf die Worte von jemandem zu hören. Ihm schmerzte der Kopf so sehr, dass das Rauschen aller Gedanken sich damit mischte und einen ungemütlichen Cocktail an Wahnsinn braute, dem er nicht recht entfliehen konnte. Tief atmete er durch, zählte von 10 runter und versuchte die Uhr zu nutzen, um Atemübungen zu machen. Ja, seine Schulter schmerzte und sein Kiefer ebenfalls, aber sie hatte ihm damit nichts gebrochen. Wenn sie es wollte, hätte sie es geschafft und auch sicherlich gemacht. Viel hatte nicht gefehlt.
      Mit dem Hund ging Victor ein paar Meter von der Türe weg, um nicht im Weg zu stehen und sah den Vierbeiner an, bevor er ihm über den Kopf streichelte: "Du hast vielleicht Glück mit deinem Frauchen...", nuschelte Victor müde. Sie liefen den Gang ein paar Meter auf und ab, während er erschöpft und müde den Schwestern zu sah, wie sie langsam oder schnell den Gang ab und runter rannten. Sie waren alle geschäftig und so nah an Weihnachten war jeder kurz davor auszurasten.
      Als ihn eine der Frauen bemitleidend anlächelte, senkte er den Blick auf den Boden und blieb an der Wand stehen neben Nairas Zimmer. Er wollte kein Mitleid und auch sonst nichts von den anderen. Alles was er brauchte war...Mhh, nicht schon wieder. Victor schüttelte kräftig den Kopf und sah erst wieder auf, als er hörte, wie die Türe aufging. Naira trat auf zwei Krücken heraus. Ihre aufgeschnittene Hose baumelte um das Bein herum unter welchem man deutlich den frischen, weißen Verband sehen konnte. Er musterte sie entschuldigend und sah dann zu dem Arzt, der ihn erst ernst ansah, dann mit einem kurzen Winken zur Seite nahm und den Hund Naira überließ.
      Sie liefen einige Meter zur Seite: "Ich weiß nicht was vorgefallen ist und ich mische mich in den seltensten Fällen in so einen Streit ein. Aber wenn ich nach Weihnachten weitere Schrammen an ihr finde...dann können Sie es sich selbst denken wohin das ganze führen wird.", der Doc sah ihn ernst an und hoffte wohl darauf, dass Victor nachgab, doch dieser schnaufte, steckte die Hände in die Jeans und fing seinen Blick auf: "Drohen Sie mir nicht Doktor. Bitte...Es ist einfach nicht das wonach das aussehen mag. Wir sind...lediglich Partner und haben schlimmeres erlebt.", damit trat er an dem Doktor vorbei und ging auf Naira zu. Zufrieden war der Mann mit dieser Antwort wohl nicht, aber Victor konnte ihm nichts anderes sagen, nur das. Er wollte sich nicht auf dessen Unterstellungen einlassen und musste irgendwo doch dafür einstehen, dass das nicht noch einmal geschah und defintiv auch nicht öfter passierte.
      "Nach Hause...Und Füße hochlegen...", kam es dann leise von ihm zu Naira und er nickte rüber zum Ausgang.
    • Naira O’Connor

      Sie blickte ein wenig unsicher zu Victor, als der Doctor ihn noch einmal sprechen wollte. Naira hatte keine Angst, dass der Doctor etwas erfahren würde, sie hatte eher Angst, dass er etwas gegen Victor unternehmen würde. Klar, die beiden waren Polizisten, er konnte ihnen nichts, aber es fühlte sich dennoch merkwürdig an, vor allem wenn der Doktor eines der Kollegen aus dem Revier holen würde. Gott würde das peinlich werden!
      Der Doc kam wieder auf sie zu, Naira nickte auf seinen Satz drauf hin. „Ich werde mich hinlegen und meine Füße hochlegen.. Victor wird für mich springen, versprochen“. Sie lächelte ihm zu und deutete ihrem Partner und ihrem Hund an, aus der Notaufnahme rauszugehen. Sie selbst lief vor, denn die Frau brauchte deutlich mehr Zeit, als die beiden anderen. Die Schwestern warfen ihr komische Blicke zu, sie bemitleideten sie alle, da konnte Naira fast schon durchdrehen. Es gab nichts, weshalb man sie bemitleiden sollte, außer vielleicht das Bein, aber selbst da wollte sie kein Mitleid.
      Es war ein wenig kalt an ihrem Bein, aber tapfer hielt es die Frau bis zu ihrem Wagen, bevor sie drauf wartete, dass Victor den Wagen öffnete. „Ich habe Hunger..“, vermittelte die Frau und lächelte sanft zu ihrem Partner. „Wollen wir was zu essen mitnehmen?“. Es war schon Nachmittag, fast abends. Komisch, der Tag war doch gar nicht so schnell vorbei gewesen. „Oder wollen wir den Tannenbaum holen?“. Ja, sie tat so, als wäre nichts gewesen..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Das taten sie immer. Sie stritten und warfen sich eklige Dinge an den Kopf und dann war wieder Stille. Sie verziehen sich, liebten sich und...die Wut verschwand irgendwohin, bis es eben wieder soweit war, dass sie sich anschreien mussten. Victor folgte ihr langsam, während der Hund die Zeit ausnutzte und sich die Beine vertrat. Draußen zog Victor die Schulten etwas enger. Ihm wurde kalt. Sein gesamtes Immunsystem war am Arsch und er wollte eigentlich ins Bett. Aber wie konnte er das machen. Nicht jetzt, nicht in nächster Zeit. Deswegen durfte er nicht krank werden, nicht nachlassen, sondern immer weiter gehen.
      Nairas Vorschlag was zu essen zu holen, hörte sich aber gut an. Auch wenn Victor nicht wirklich Hunger hatte und auch eher das Gefühl, dass das Essen sofort wieder rauskommen wird, willigte er ein. Auch den Tannenbaum konnten sie holen. Egal wie lädiert sie aussahen.
      "Vielleicht bekommen wir sogar noch Rabatt...so wie wir aussehen...", scherzte Victor trocken. Er meinte es aber auch ernst. Er wusste, dass sie scheiße aussahen und er nahm es einfach hin. Anders kannte er sich selbst schließlich auch nicht.
      Bevor Victor den Parkplatz verließ, brauchte er noch einen Moment, indem er tief und ruhig durchatmen konnte. Die Zeit war rasend an ihm vorbei geflogen und noch immer fühlte er sich wie weggeworfen und doch unter Adrenalin. Aber die Frau wollte einen Tannenbaum...

      Sie fuhren gemeinsam die Straßen entlang und Victor hielt beim nächstbesten Straßenverkauf von Tannenbäumen. Die meisten waren bereits verschwunden und übrig blieben nur wenig schöne.
      "Wählst du aus?...Schaffst du ...Na ja..", er nickte zu ihrem Bein runter, bevor er ausstieg. Er wollte sicher gehen, dass er nicht schon wieder unsensibel war oder sie irgendwie zu sehr behüten wollte, ohne nach ihrer Meinung zu fragen.
    • Naira O’Connor

      Er würde jetzt alles für sie tun, dessen war sich die Frau bewusst. Er war geknickt und hatte Schuldgefühle, das hatte sie wahrhaftig auch, aber wenn sie ehrlich war, am besten war es, einfach alles zu vergessen, bis es dann wieder hochkommen würde. Aber das war doch eine gute Möglichkeit, eine Beziehung zu führen, oder nicht? Naira kannte bisher keine gute Beziehungen.. sie waren alle nicht das, was sich ein Mensch eigentlich wünschte.
      Victor fuhr los und Naira hielt Ausschau nach einem Verkauf. Sie fanden letztendlich einen, aber wirklich fiel blieb nicht übrig, jedenfalls konnte die Frau nicht wirklich etwas sehen. Sie seufzte leise, noch nicht einmal viel verlange die Dunkelhaarige, sie wollte nur einen schönen Tannenbaum haben.

      „Ich werde dir Bescheid sagen, wenn es nicht mehr geht“, entgegnete Naira und sah zu ihrem Partner, der ausstieg. Auch sie griff zu der Tür und versuchte es aus ihrem Geländewagen auszusteigen, es klappte sogar nach einigen Momenten. Der Mann, dem der Verkauf angehörte kam auf die beiden zu, aber sein Lächeln verschwand, als er sie genauer musterte. Naira wusste selbst nicht, wie die beiden für andere aussehen mussten, aber gut war es jedenfalls nicht. Irgendwie war es ihr auch egal.
      Sie hielt Ausschau nach einem Baum, der passen würde, aber zunächst war nichts zu sehen. „Kriegen wir einen Baum überhaupt nach Hause?“,fragte sie ein wenig abgelenkt. Es dauerte nicht lange, da erblickte sie den Baum, den sie haben wollte. „Der da“, die zeigte auf den Baum mit ihrer Krücke. Es war ein mittelgroßer Baum, reichte der Frau vielleicht nur bis zur Hüfte, aber es war ein prächtiger Baum. „Der sieht doch gut aus, oder?“. Sie erblickte zu ihrem Partner, mit einem gewissen Leuchten in den Augen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor brauchte keinen Baum. Er brauchte keine Geschenke. Nichts in diesem Augenblick schien ihm unwichtiger zu sein. Nairas Anwesenheit, war der einzige Grund sich überhaupt darauf einzulassen hier zu sein und nach einem Baum Ausschau zu halten. Aber er vertraute ihr und so lange es ihr dadurch besser gehen würde, würde er es tun.
      Der Verkäufer war ein kleiner untersetzter Mann mit dicker Jacke und dicken Fäustlingen, die er trug. Er freute sich wohl jemanden noch zu bekommen, der nach so einem Sturm überhaupt noch vor die Tür gehen wollte und das für einen Baum. Das war unvorstellbar. Victor musterte ihn einen Moment und schnaufte leise, als er sie begrüßte.
      "Guten Abend...", erwiderte er leise, dann folgte er Naira, die nicht all zu weit kommen konnte mit ihrem Bein, weswegen er sich auch keine zu großen Sorgen machte. Alles nur wegen ihm. Ihrem Bein ging es die letzte Woche so gut. Sie konnte laufen und nun...Nun stand sie kaum noch sicher mit zwei Krücken. Victor trat an den kleinen Baum heran, den sie sich ausgesucht hatte und musterte ihn. Er war fluffig und passte in die kleine Wohnung von Naira perfekt rein. Er erinnerte sich daran, wohin sie ihn stellen wollte.
      "Er scheint rein zu passen...", kommentierte er und nickte dann dem Mann zu, der sie weiterhin skeptisch ansah. Er musterte Naira genauer: "Die Straßen um diese Jahreszeit sind wirklich kein Spaß...Und dann auch noch der Sturm die Tage...", brummte der Mann, während er sich noch einmal bestätigen ließ welchen Baum Naira haben wollte und dann rüber trug zu einer Maschine, die ein Netz über den kleinen stülpte.
      Victor und sie mussten wohl so aussehen, als wären sie in einen Unfall gekommen, doch statt es einfach so hinzunehmen winkte Victor ab und suchte nach seinem Geldbeutel, den er dummerweise nicht dabei hatte.
    • Naira O’Connor

      „Der Sturm war dieses Jahr auch gar nicht angekündigt“, kam es von Naira, aber nur weil sie endlich das Thema rund um ihre Verletzung meiden wollte. Sie war nicht in Stimmung und ganz schnell konnte es bergab für sie gehen, deshalb wollte sie lieber vorsorgen.
      Der Mann nahm den Baum und brachte ihn zu der Maschine. „Das fand ich schon äußerst merkwürdig.. erinnert mich an den Winter vor fünf Jahren“,entgegnete der Mann, das konnte Naira nur zu gut bestätigen. „Da hatten wir es aber deutlich kälter und der Sturm dauerte ganze drei Tage, wir haben dieses Jahr scheinbar Glück“. Sie bemerkte, dass Victor nach etwas suchte, sie würde ja gerne bezahlen, aber ihr Portemonnaie hatte Victor. Naira meinte sich auch entsinnen zu können, wo er es hingepackt hatte und drehte sich gerne zu dem Rothaarigen um, um auf seine rechte Jackentasche zu deuten. „Du hast mein Geld“,erklärte sie ihm, sah aber wieder zu dem Mann, der mit dem Baum zu den beiden kam.
      „Aber das Ende des Winters vor fünf Jahren war doch genau das Selbe.. ein Tag Ruhe und drei Tage Sturm, deshalb bin ich der Meinung, dass es dieses Jahr nicht anders wird“. Er stellte den Baum hin und hielt ihn Victor hin, Naira würde ihn ja wohl kaum nehmen können. Sie deutete ihrem Partner lediglich an, den Baum zu zahlen, sie hielt sich kaum auf den Beinen, da würde sie es nicht riskieren, mit dem Portemonnaie umzufallen. „Ich hoffe nur, dass es nicht dazu kommt“.
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    • Victor lauschte der Konversation nur mit halbem Ohr. Er konnte sich nicht dazu überreden tatsächlich darauf einzugehen, wie und was wirklich mal vor 5 Jahren war. Alles was ihn bei diesem Thema streifte, war die Tatsache, dass vor einiger Zeit Naira noch mit Alex zusammen war. Der Typ der sie gestalkt hatte...Armes Ding...Er sah auf, als sie ihn auf den Geldbeutel von ihr verwies und entschuldigte sich stumm dafür, dass nicht er derjenige war, der jetzt dafür zahlen konnte. Auch wenn es eine Kleinigkeit war, es zog ihn runter und machte ihn unsicherer wiederum. Er holte den Geldbeutel also raus, zahlte mit den verbliebenen Scheinen daraus für den kleinen Baum und nahm das Wechselgeld wieder an sich, dass er in den Geldbeutel steckte, bevor er diesen in die hintere Hosentasche schieben konnte. So hatte er beide Hände frei, um im ersten Falle den Baum zu tragen, aber auch mit dem Hintergedanken Naira helfen zu können, falls diese sie brauchen würde. Sie sah müde aus.
      Der Verkäufer bedankte sich herzlichst: "Und passen Sie beide auf sich auf. Wenn das stimmt und das nur unsere Ruhe vor dem Sturm ist. Dann müssen wir uns wohl warm anziehen.", ein Scherz, wie er wohl fand, denn der Mann lächelte breit, bevor er noch einen weiteren verirrten Kunden fand, den er beraten wollte.
      Victor sah ihm nach und blickte dann zu Naira: "Dann...haben wir nun einen Baum und...wir können uns etwas zu Essen holen.", schlug er leise vor, bevor er in Richtung des Wagens ging. Auch wenn er schneller hätte sein können, um den Wagen hinten in den Wagen zu stecken, ließ er sich Zeit, um neben ihr her zu laufen.
      Die Worte des Verkäufers blieben ihm im Kopf stecken. Es war erst die Ruhe vor dem Sturm. Je nachdem wie man es interpretieren wollte, war das auch die Ruhe nach dem Sturm...Es gab mehrere in ihrem Leben.
    • Naira O’Connor

      Es wäre ihr nie eingefallen Victor etwas in die Richtung vorzuwerfen, dass er nicht für Naira zahlte. Es war ihr suspekt, wie viele der anderen Frauen darauf bestehen konnten, aber sie verdiente immerhin gut und hatte das Geld, um sich das zu leisten, was sie wollte. Dass sie Victor noch mit ernährte war ihr auch eher egal, sie verspürte es kaum, so wenig wie die beiden brauchten und selbst wenn, es war ihr eine Freude, dass sie nicht alleine in dieser Wohnung war.
      Victor bezahlte also den Baum mir ihrem Geld und nahm ihn an, damit beide zum Auto laufen konnten. Naira hatte sich noch kurz zu dem Mann umgedreht, schenkte ihm ein Lächeln und wünschte ihm noch frohe Weihnachten, bevor sie mit ihm in Gedanken abschloss. Die Ruhe vor dem Sturm.. „Worauf hättest du denn Lust?“,fragte die Dunkelhaarige und lief schon einmal zum Beifahrersitz vor, damit sie sich irgendwie reinsetzen konnte. Es war wirklich anstrengend bei der Kälte auf Krücken zu laufen, dass machte auch ihr Atem deutlich, den sie kaum beruhigt bekam. Aber wenigstens war es ihr warm geworden durch die Anstrengung. „Furchtbar ist das.. ich glaube, ich schlaf im Auto, damit ich die Treppen nicht laufen muss“, entgegnete sie und schmunzelte bei der Vorstellung. Es war mehr so ein Spaß gewesen, aber die Rückbank wäre theoretisch groß genug.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Der Baum ließ sich mit Leichtigkeit in den Wagen hinten schieben und auch Spike hatte damit etwas interessantes zu begutachten und zu beschnüffeln. Victor sah dem Hund eine Weile zu, wie er neugierig auch versuchte rein zu beißen, aber Victor kam ihm mit einem erhobenem Finger zuvor. Spike zuckte nur kurz zusammen, bevor er den Kopf wieder an Ort und Stelle hinlegte und wohl zusehen wollte, wie Victor sich wegbewegte. Währenddessen hatte es auch Naira in den Wagen geschafft. Ihm entging nicht wie schwer sie es hatte und es jagte noch einmal die Skala des schlechten Gewissens hoch. Wenn er nicht gewesen wäre, hätte sie heute nicht ein zweites mal in das Krankenhaus gemusst. Es tat ihm leid. So sehr, er konnte es nicht aussprechen und dieses Gefühl eines schmerzenden Herzens nicht loswerden. Er war verliebt, er Idiot und es war nicht das erste Mal, dass er es sich eingestehen musste. Und dann war es auch noch so kurz vor Weihnachten alles geschehen. Er musste sich nun überlegen, wie er das gerade biegen konnte. Er musste ihr ein Geschenk holen, sonst würde er bestimmt doof da stehen. Sie tat schließlich so viel für ihn, damit hatte sie recht.
      Victor stieg in den Wagen und ließ den Motor an, erst hatte er ihre Frage überhört und sah sie fragend an, verstand aber schnell worauf sie hinaus wollte. Ihm die Entscheidung überlassen. Er hatte, wenn er ehrlich war, in diesem Moment auf nichts Lust. Ihm war jeglicher Appetit vergangen, auch wenn sein Magen wohl leer wie die Wüste der Sahara war heute Abend.
      "Was Leichtes...", konnte sich aber auch nichts einfallen lassen, was jetzt abends irgendwie ansatzweise leicht wäre oder gut verdaulich bei dem Magen. "Lass mich dich einfach hinfahren zu was auch immer du gerade Lust hast...", lehnte er schließlich ab und fuhr sich über das Gesicht. Was war nur los mit ihm und dieser Welt...
      Doch er musste wieder aufhorchen, als sie den Witz brachte im Wagen schlafen zu wollen: "Nein...", war seine bloße und erste Reaktion darauf. Egal was sie am Ende sagen wird, er würde sie auch hochtragen, mit dem Baum, mit Spike und mit dem Essen, dass sie noch holen wollten. Ihm egal.
    • Naira O’Connor

      Sie war darauf bedacht, ihm zu widersprechen, weil er es zuerst getan hatte. Es war nur ein Witz gewesen, aber Naira passte es nicht, was seine Einstellung dazu war. Sie war erwachsen und konnte schlafen wo immer sie es auch wollte, doch sie lächelte letztendlich nur sanft. „Okay“. Sie hatte sich doch dazu entschieden, ein wenig runter zu kommen.. dazu gehörte es auch, ein wenig Druck zu nehmen, den sie Victor immer wieder aufdrängte. „Ich glaube, ich würde gerne eine Pizza essen“. Es kam ihr so leicht über die Lippen, als wäre es das normalste überhaupt,als wäre der Tag heute gar nicht passiert. Vielleicht war es ihre Art und Weise das zu verdauen. „Ich werde dich aber noch ein wenig missbrauchen müssen.. die Deko für den Baum ist in der Kammer und mit meinem Bein denke ich nicht, dass es die beste Idee wäre, wenn ich auf die Leiter klettern würde“. Ja, der Streit hatte viel in ihr ausgelöst, aber es war auch noch die Tatsache, dass sie ihr Bein verlieren könnte. Damit gäbe es für die Frau ein Urteil.. fast schon ein Todesurteil.. sie seufzte leise und sah für einen Moment aus dem Fenster, bevor sie zu Victor sah. Es gab jetzt das ganze Drumherum um Naira, aber sie wusste ja gar nicht, wie es ihm ging. Er sah schrecklich aus, aber das tat sie ja auch. „Tut dein Arm sehr weh?“,fragte Naira und strich vorsichtig über seine Hand, bevor sie ihre auch wieder zurück nahm. „Ich hatte den Griff zuletzt kurz nach meiner Ausbildung benutzen müssen.. es war mein erster Einsatz und ich hatte tatsächlich dem Kerl den Arm ausgekugelt.. zum Glück war die Anklage gegen ihn so groß, dass er von einer Anzeige abgesehen hatte, nachdem wir nicht alles angezeigt hatten, was er getan hatte“. Sie schmunzelte und schüttelte den Kopf, auch sie war nicht perfekt. „Das war mir wochenlang unangenehm...“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Er hätte auch den Mund halten, den Witz als Witz dastehen lassen können, aber er konnte es nicht. Stattdessen musste er wie aus der Pistole geschossen sich gegen ihre Art wehren, alles auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Tatsache ignorieren, dass da ein Elefant im Wagen mit ihnen saß, der kaum hinein passen konnte.
      Victor seufzte. Er hatte nicht die Energie und definitiv nicht die Kreativität einen Baum zu schmücken, aber er würde sich nicht wehren und willigte zu die Dekorationen aus ihrem Keller zu holen: "Aber dann wirst du ansagen müssen wohin mit dem Zeug. Ich bin da nicht...so die richtige Person dafür. Die meisten Tannenbäume die ich gesehen habe, waren welche im Wald...oder in einer Bar. Und die musste ich nicht schmücken.", erklärte er ihr, noch einmal preisgebend, dass die Bar wohl ein zweites ZuHause für ihn war. Aber nach heute war Naira eine der wenigen Personen, die um sein Problem wusste und ihn deswegen auch bereits angefahren hatte. Sie war nicht die erste und bliebe wohl auch nicht die letzte. Da war sich Victor sicher. So viel Selbstbewusstsein in sich hatte er dann doch wiederum nicht. Der Alkohol war bisher immer stärker gewesen.
      Er wendete den Wagen auf dem Platz und fuhr in eine belebte EInkaufsstraße. Verrückt wie schnell sich die Menschen hier nach einem Sturm akklimatisieren konnten. Die meisten waren sogar einkaufen. Ein wenig taten dem Detective dabei die Personen leid, die wirklich aus ihren sicheren Häusern geholt wurden, um heute den Tag für den Konsum anderer zu nutzen.
      "Hm?", fragend sah er zu Naira, als sie ihn kurz berührte und auf den Arm zu sprechen kam, den sie ihm unangenehm auf den Rücken gedreht hatte. Jetzt wo sie ihn erwähnte...Es gab einen leichten pochenden Schmerz, der bestehen blieb, selbst nach den paar Stunden und die Schulter knackte bei manchen Bewegungen.
      "Das geht schon...So kann ich wohl sicher sein, dass du dich wehren kannst...", er bog ab, "Nicht, dass ich es davor nicht auch gedacht hätte...ich...mein nur.", brummelte er, während sein Blick nach einem Parkplatz in der Nähe einer grell beleuchteten Pizzeria Ausschau hielt.
      Als er einen hatte, ließ er den Motor an und ließ die Arme erst einmal senken. Sein Arm schmerzte tatsächlich mehr, wenn er ihn bewegte. Aber er wollte es nicht sagen und irgendwie ließ ihn der Schmerz auch wach werden, wissen, dass er noch da war.
      "Ja, manchmal müssen wir Cops Dinge tun, die nicht ganz moralisch vertretbar sind...Aber einem Schuldigen den Arm auszukugeln...ist denke ich auch als verkraftbare Verletzung hinzunehmen...Also...", er sah rüber zu dem Laden: "Wunschpizza?"
    • Naira O’Connor

      Er war ernst, vielleicht ein wenig zu ernst, aber irgendwie konnte es Naira auch verkraften. Ihr Herz in ihrer Brust pochte nur für ihn, dieses interessierte nicht, dass er es war, es mochte ihn trotzdem und das mehr, als nur ein bisschen. „na, ich werde ja schon mitschmücken, wenn ich mich hinsetzen kann, aber ich kriege die Sachen nicht runter und da brauche ich einen starken Mann“. Die Dunkelhaarige schmunzelte noch immer, aber sie merkte wohl, dass ihre Sprüche nicht so gut ankamen. Es tat ihr Leid, dass sein Arm noch immer wehtat, aber irgendwie war es ihr auch nicht so unangenehm, wie es vielleicht hätte sein sollen. Ganz klar stand sie hinter der Meinung, dass er es verdient hatte, aber es wäre nie dazu gekommen, wenn sie nicht hätte locker lassen können.
      Sie seufzte über seine Aussage, dies erinnerte sie an etwas ganz anderes.. unangenehmes. „Dann hast du eine deutlich bessere Variante ausgesucht, als Alex es tat..“. Mehr sagte sie auch nicht, sie musste die alte Wunde nicht noch weiter aufreißen. „Definitiv Hawaii heute.. es ist so viel passiert, da werde ich auch was neues ausprobieren“. Naira versuchte es nicht einmal, aus dem Wagen auszusteigen und mitzukommen, sie würde sich noch weiter anstrengen und womöglich ihren Partner verärgern, weshalb sie brav sitzen blieb. „Du hast ja mein Geld“, fügte sie noch an und ein leichtes Lächeln war auf ihren Lippen zu sehen. Kurz sah sie ihm nach, bevor ihr Blick nach draußen ging. Die Menschen sahen alle so glücklich aus, es war ja nicht mehr lange, bis Weihnachten war, morgen war schon der vierundzwanzigste. Die Frau hatte etwas für ihren Partner, auch wenn sie gesagt hatte, dass sie sich nichts schenken wollen. Sie hatte etwas, was ihm nützlich sein würde, das konnte sie ja nicht wirklich als ein Geschenk ansehen!
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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