[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

    • Hätte er gewusst, wie er jemanden helfen konnte ohne dabei auch nur ansatzweise an sich selbst zu denken, dann hätte er ihr geholfen. Er wäre da gewesen. Das traurige war, er musste eigentlich in diesem Moment nur einmal hochsehen. Zu ihr hochsehen und bemerken, wie übel es ihr ging. Er tat es nicht, weil sein Gesicht im Kissen versteckt war und er versuchte frei durch die Nase zu atmen ohne dabei zu ersticken. Es war vergebens, egal wie oft er es versuchte. In diesem Moment achtete Victor nur auf sich und bekam nicht mit, dass Naira sehr wohl weiterhin seine Hilfe benötigte. Gerade jetzt wo er sie dazu gezwungen hatte sich ihm zu öffnen und einfach zu sagen, wenn sie Hilfe brauchte, verschloss er sich. Vielleicht würde es ihm aber auch früher oder später auffallen und er konnte sich dafür, ein weiteres Mal, entschuldigen. So wie er da lag, so drifteten auch seine Gedanken fort und er konnte nach und nach auch ein wenig wegdösen. Nicht zu lange, aber lang genug, dass er nicht mitbekam, wie lange Naira im Bad war und auch sonst, wie übel es ihr ging.
      Victor bemerkte sie erst, als der Geruch von ihr an ihm vorbei zog. Wundervoll. Warm, sanft und duftend...Ein seltener Geruch in seiner Wohnung oder in seiner Nähe wohl eher. Er wachte auf, stöhnte und kniff die Augen zusammen, als er sich langsam aufsetzte und dabei bemerkte, wie ihm der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Die Krankheit fing erst richtig an und zerrte ihn mit sich runter. Sein Gesicht war von dem kurzen Schlaf zerknautscht. Die Wohnung absuchend vom Sofa aus, hörte er wie Naira in der Küche war und wohl Tee zu bereitete. Der Wasserkocher war laut genug für diese Schlussfolgerung.
      Vorsichtig schob sich Victor vom Sofa herunter und stolperte in die Küche. Die Jacke hatte er bis dato immer noch nicht ausgezogen und lief verschlafen mit den angezogenen Schultern und den Händen in den Hosentaschen rüber zu Naira.
      "...", ohne ein Wort lehnte er sich an die Theke und starrte den Boden an. Er brauchte nur ihre Nähe und wollte auch sehen, dass es ihr gut ging. Scheinbar besser als ihm.
    • Naira O’Connor

      Naira ertappte sich dabei, wie sie den Wasserkocher anstarrte und scheinbar nach einer Lösung suchte. Sie brauchte Antworten, sie wollte wissen, was sie tun sollte, damit alles wieder so wird, wie es früher war. Konnte sie sich nicht vielleicht schlafen legen und nie wieder aufwachen? Oder wenigstens dann, wenn alles vorbei sein würde? Konnte ihr niemand irgendwelche Antworten geben, oder Lösungsansätze. Vielleicht war es besser, das Land zu verlassen?
      Sie hörte Schritte und griff zu der Dose, um ihren Hund etwas zu Essen zu geben. Der Wasserkocher sprang um, da konnte sich die Frau um den Tee kümmern, anstatt ihren Partner anzusehen. Es passte ihr nicht, wie er da stand und scheinbar auf etwas wartete, oder auch nicht. Sie war einerseits sauer auf ihn, er hatte ihr doch versprochen, dass er für sie da sein würde, aber andererseits hatte sie Mitleid mit ihm und wollte ganz sicher keine Hilfe. Sie würde es auch ohne schaffen, wie bisher. Sie hatte bisher alles alleine geschafft.

      Auch Naira sagte kein Wort, griff viel eher zu dem Rum und gab in beide Tassen einen ordentlichen Schuss, wobei sie die Flasche stehen ließ. Sie brauchte Zigaretten, aber diese hatte sie nicht da, vielleicht würde auch ein größerer Schuss Alkohol dabei helfen, die Nerven nicht zu verlieren. Letztendlich hatte sie das Gefühl, ihr würde der Boden unter den Füßen schwinden und sie blickte zu ihrem Partner hoch. Er sah wirklich elendig aus, aber noch immer kam kein Wort über die Lippen der Dunkelhaarigen. Sie überlegte einen Moment, sah ihn an, während sie vor ihm stand und handelte total unüberlegt, als die ihre Arme um ihn und ihren Kopf auf seine Brust legte. Sie brauchte irgendetwas, was sie beruhigen würde und wenn es schon nicht Alkohol oder Zigaretten waren, dann wenigstens seine Nähe. Dazu war Victor noch so schön warm unter der Jacke..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es gab schon immer Gründe warum man nicht mit Menschen vom selben Job eine Beziehung eingehen konnte. Man brauchte eigentlich jemanden, der einem Ruhe und Geborgenheit schenken konnte, während auf der Arbeit es nur um den Tod ging und die perversen Machenschaften eines Mörders. Aber wenn sich zwei Detectives auf eine emotionale und romantische Partnerschaft einließen, dann konnte eigentlich nur noch die Zeit für sie sprechen. Früher oder später würde einer von ihnen nachgeben und nichts mehr mit dem anderen zu tun haben wollen, weil der Druck zu hoch war. Weil man nie zur Ruhe kam. Weil man nie ohne Arbeit nach Hause ging.
      Victor stand da und wusste nicht so recht was er sagen sollte, wohl wissend dass er etwas tun musste. Sie waren beide gelähmt von den Geschehnissen, aber er hatte es Naira schon immer angesehen, dass sie eher die Stütze brauchte oder vielleicht wollte er sich selbst diese Hilfe nicht zu gestehen. Er beobachtete also nur stumm ihre Hände und wie sie eine Flasche Rum hervorholten. Oh ja...das brauchte er jetzt auch. Alkohol hat ja schon immer eine magische Wirkung auf ihn gemacht. Dabei konnte er sich kaum darauf konzentrieren überhaupt etwas zu essen oder zu trinken. Sein Schädel dröhnte. Der Rum würde es wohl kaum besser oder angenehmer machen. Trotzdem er freute sich über den Tee mit Rum. Noch bevor er aber darauf hätte reagieren können, stand Naira einen Moment vor ihm und er erwiderte ihren Blick. Nicht wissend was sie von ihm wollte, doch er hatte den Drang sie in den Arm zu nehmen. Danach sah sie aus. Ohne dass er es selbst tun musste, kam sie zu ihm und legte die Arme unter der Jacke um ihn und legte ihren Kopf auf seine Brust. Er hielt für den kurzen Moment die Luft an, als hätte er ihre Nähe nie gespürt und fände das so überraschend. Er brauchte eine Weile, doch bevor sich Naira hätte anders entscheiden können, nahm er die Hände aus den Taschen und drückte sie mit einer sanften Umarmung an sich heran. Sie mussten nicht reden. Er verstand schon, musste er ja. So standen sie einen Moment da, bis Victor den Kopf in den Nacken legen musste, den Griff lockerte und noch im selben Moment die Jacke um Naira schloss, um sie so zu wärmen. Den Kopf legte er wieder auf ihren und atmete langsam aus.
      "Alles wird gut...", raunte seine Stimme in ihr Ohr. Er wollte es ihr Versprechen, aber als Polizist versprach man nur noch wenige Dinge, weil man gelernt hatte, dass sie meistens nicht zustande kamen.
    • Naira O’Connor

      Es mag sein, dass man sich lieber nicht mit jemanden aus seiner Branche verlieben und schon gar nicht eine Beziehung eingehen sollte,aber wer sonst konnte einen so gut verstehen, wie sein eigener Partner, der alles miterlebt hatte. Es gab niemanden, den sich hätte Naira ausmalen können, der sie nun ohne Worte hätte besser verstehen können, als es Victor tat. Er erwiderte die Umarmung, nach anfänglichen Schwierigkeiten, aber es war auch sie in deren ‚Beziehung‘, die ihre Gefühle ausdrucken konnte.
      Es fühlte sich gut an, wie Victor seine Arme um die Frau schloss und so langsam löste sich ihr Knoten in ihrem Hals. Eine Gänsehaut bildete sich auf ihren ganzen Körper, seine Stimme brachte ihr Herz zum rasen und ihre Körper glühte schon fast von Innern. Er versprach ihr, dass alles gut sein würde, wenn sie es nicht besser wüsste, hätte sie es dem Rothaarigen abgekauft. Dennoch, sie fühlte sich sicher, als könnte ihr in ihren Armen nichts passieren können.
      „Ich hasse diesen Mistkerl..“,flüsterte Naira, es waren die ersten Worte seit Stunden. Es fühlte sich ihr fast schon fremd an, wieder zu sprechen. Es entstand eine Pause, damit die Dunkelhaarige ihre Worte auswählen könnte sie wollte die Stimmung zwischen den beiden nicht zerstören und auch ganz sicher nicht aus seinen Armen schwinden, aber Victor brauchte ein wenig Schlaf und Ruhe. „Ich habe die Lust mich einfach volllaufen zu lassen.. aber es könnte komisch rüber gekommen sein, wenn ich neben dir meine Tasse mit fast ausschlieslich rum gefüllt hätte“. Ein sanftes Lächeln bildete sich auf ihren Lippen, die Stimmung kam wieder in ihr hoch.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor schniefte. So mit ihr dazustehen ließ ihn sich beruhigen. Es war bereits die letzten Male so faszinierend, dass er allein in ihren Armen hatte gut schlafen können. Das geschah Monatelang nicht und nun...Er fand sein Seelenheil in ihr, während er wusste, dass es um ihre Seele kaum besser stand. Sie hatte über ihren Vater gesprochen, aber es war nicht alles ans Licht gekommen. Vieles hatte sie wohl verdrängt oder wollte es einfach nur nicht mehr ausgraben, nicht mehr ansprechen. Victor streichelte ihr über den Rücken und schloss die Augen. Seine Worte hatten geholfen, dass auch sie wieder mit ihm sprach. Er mochte das. Es gefiel ihm zu wissen, dass es nicht an ihm lag oder an sonst jemanden außer Thomas, dass sie nicht sprach. Das schürte nur das Feuer gegenüber dem Mörder und das war gut so.
      Als sie den Rum erwähnte öffnete er nur ein Auge und sah zu den Tassen rüber. Das Verlangen brannte in ihm und er wusste, dass jeder Tropfen einer zu viel sein konnte, weil er wieder rückfällig werden würde. Doch der Geruch, der Geschmack. In dieser Situation war es eigentlich nur richtig seinen Kopf entspannen zu können oder? Und die letzte Medizin hatte er schon Stunden zu vor zu sich genommen. Er brummte leise in sich hinein. Er spürte, dass sie sich ein Lächeln abringen konnte und drückte sie noch einmal an sich. Er hatte nie vor ihr über seine Probleme geredet, dabei war er sich sicher, dass sie es wusste oder es sich wenigstens hatte denken können.
      "Warum nicht...wir können beide...ausschließlich Rum trinken...", nuschelte er müde in sich hinein. Manchmal konnte so ein Fläschchen Rum doch Wunder bewirken und wenn er nur mit ihr trank, dann konnte er vielleicht weniger trinken?
      "Du...solltest mir aber nur eine geben, okay?", er lächelte ebenfalls, auch wenn dieses mehr gespielt war. Mehr darauf abzielte, dass sie ihm helfen sollte nicht über Bord zu gehen.
    • Naira O’Connor

      Es war gut zu wissen, dass Naira jetzt nicht falsch rüber kam nur weil sie ihren Probleme in ein wenig Alkohol tauchen wollte. Es war ihr außerdem auch klar, was Alkohol für Auswirkungen auf den Rothaarigen hatte, Naira hatte es oft genug miterlebt und manchmal auch bereit.. es gab aber auch Male, da erging es ihr ganz anders. Heute sollte es zum Beispiel ganz anders ergehen, sie wollte heute ein wenig über sich nachdenken und nicht die anderen.
      Als er ihr sein Einverständnis gab und meinte, sie könnten beide Rum trinken wurde aus ihrem Lächeln ein Grinsen. Es tat gut, er tat ihr gut. Es war ihr Balsam für die zerstörte Seele. Die Dunkelhaarige erhob ihren Kopf ein wenig und sah von unten zu ihren Partner hoch. „Du meinst wohl, eine Flasche, oder? Oder willst du mir sagen, dass eine Tasse deine Probleme verschwinden lassen wird?“. Sie schmunzelte dieses Mal, es waren viel Gefühle,die sie überkamen. Sehr viele Gefühle.. und sie konnte sie nicht alle richtig zuordnen, oder richtig in den Griff kriegen. „Ich habe mal gehört, dass Alkohol bei der Genesung helfen kann.. vielleicht hat es auch Vorteile für dich“. Sie wurde langsam frech, auch ohne Alkohol. Es war ihre Grenze zu einem kompletten nervlichen Zusammenbruch. Und da sollte einer sagen, wie sich zwei vollkommene nervliche Wracks gegenseitig Halt geben sollten. Das war doch fast unmöglich!

      Widerwillig löste Naira die Umarmung und ergriff die Flasche rum, bevor sie auch die beiden Tassen nahm und Victor mit einer Kopfbewegung andeutete, ihr zu folgen. Sie stellte alles ab und machte noch einen Abstecher ins Schlafzimmer um ihre dicke Decke zu holen, noch immer war es der Frau kalt und wenn sie Victor vielleicht nicht wärmen wollte, wollte sie eine Alternative dazu haben. „Die Jacke auszuziehen war die dümmste Idee des Jahres..“,murmelte die Dunkelhaarige und gab damit etwas zu, was sie vorher nie zugegeben hätte. Sie machte vielleicht Fortschritte, ein Psychologe wäre sicherlich stolz auf sie gewesen, aber sie hatte ja keinen.
      Auf dem Sofa machte sie es sich gemütlich und kuschelte sich in die Decke ein, ließ ihren Partner aber genug Platz, damit er zu ihr kommen konnte, dann ergriff sie sich aber schon die Flasche und öffnete sie gleich wieder, um einen Schluck zu nehmen. Gläser waren überbewertet!
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Als sie zu ihm hochsah, war das Verlangen groß geworden sie zu küssen. Einfach nur weil sie da war, weil sie ihn so ansah, weil sie ihm so nah war. Er hätte es machen können, dachte er sich, wenn sie zusammen wären. Aber ob sie das wirklich waren stand wohl immer noch im Raum. Sie hatten es immer noch nicht angesprochen oder gar besprochen. Das konnten sie auch nicht, es war der falsche Moment. Vorerst waren sie einfach nur der Traum eines jeden Mannes. Freunde mit Vorzügen. Victor schnaubte belustigt, doch er konnte nicht auf diesen Witz groß eingehen. Sie verführte ihn ja regelrecht dazu mit ihr die Flasche zu trinken und sie richtig betrunken machen, wollte er auch nicht. Sie sollten morgen irgendwie noch zur Arbeit erscheinen, wenn nicht er, dann aber definitiv sie und mit Kopfschmerzen und Übelkeit ging das ganz schlecht. Wobei...Victor hatte das auch überlebt und das sehr lange Zeit, bis man ihn wegen diesem Zustand rausschmeißen wollte. Er presste nur kurz die Lippen aufeinander, um sich von jeglicher falschen Handlung abzulenken und ließ sie aller höchstens mit Gegenwillen aus der Umarmung raus. Er wollte warm bleiben und...sie brauchte das wohl auch. Stattdessen aber schnappte sie sich die Flasche Alkohol, die zwei Tassen und verschwand damit in das Wohnzimmer. Victor schloss die Augen und atmete tief durch. Was sollte es schon machen? Er musste für sie da sein, nicht wahr? Und wenn das nun der Inbegriff davon war mit ihr zu trinken, damit sie nicht gänzlich übertrieb, dann konnte er doch mitmachen. So ein Samariter war er...Widerlich.
      Victor schlenderte in das Wohnzimmer und entdeckte Naira bereits eingewickelt in die Decke, die Flasche angebrochen mit dem ersten Schluck. "Nicht einmal anstoßen, mh?", er wankte zu ihr, ließ sich fallen und zog die Jacke im Sitzen aus, drückte sie aber nur nach hinten, um die Arme frei zu bekommen. Die wärme der Winterjacke wollte er vorerst nicht loshaben. Er hatte sich nach genug an Naira gesetzt, so dass sie sich noch mit den Schultern berührten und griff dabei nach der Flasche und dem Tee. Er wollte wenigstens ein wenig durchhalten. Ein wenig länger, als die paar Tage. Er gab sich noch ein wenig mehr Rum in den Tee und reichte ihr die Flasche wieder.
      "Ja...Dünne Jacken in diesem Land sind eine dumme Idee, aber seine Jacke auszuziehen und die vom Idioten nicht zu behalten ist noch dümmer...", er stieß ihr dabei sanft in die Seite.
    • Naira O’Connor

      Er kam zu ihr und folgte ihr auf die Couch, da hatte Naira auch schon den ersten Schluck genommen. „Wofür sollen wir anstoßen? Dafür, dass wir es hoffentlich beide mental überleben werden?“,fragte die Dunkelhaarige und blickte zu ihrem Partner, der sich näher zu ihr gesellte. Sie reichte ihm gerne die Flasche und teilte die Hälfte der Decke mit dem Rotschopf, indem sie es über ihn legte und noch mehr zu ihm rutschte. Sie nahm die Flasche wieder zurück und sah entsetzt über seinen Kommentar zu ihm hoch, bevor Naira ihm aber die Zunge rausstreckte und einen weiteren Schluck des Rums nahm. Der Alkohol kam langsam in den Knochen an und erwärmte die Frau von Innern, aber viel lieber würde die sich von dem Mann wärmen lassen, auch gerne von innen.. da kamen schon die ersten versauten Gedanken, das würde sicherlich vorbei sein, wenn ein wenig mehr hinterher kommen würde.
      „Ich bin einfach fertig..“,murmelte die Frau und lehnte sich noch weiter zurück, bevor sie einen weiteren Schluck nahm. „Ich will aber nicht, dass du mich für eine Alkoholikerin hältst.. hätte ich meine Zigaretten hier, dann würde ich die rauchen, aber so bleibt mir nur das übrig“. Sie nahm einen weiteren Schluck und so langsam kam die Frau dazu, ein wenig lockerer zu werden und im Gegensatz zu vorher war der Redensfluss enorm geworden. „Vielleicht werde ich dadurch mal besser schlafen, anstatt ständig geplagt zu werden!“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Er zuckte mit den Schultern. Ein Anstoßen war vielleicht in dieser Hinsicht wirklich nicht notwendig gewesen oder gar irgendwie morbide, wenn man weiter den Gedanken spannte und je mehr er darüber nachdachte, desto eher gab er ihr recht, dass sie sich nicht unbedingt zuprosten mussten was das anging. Mit dem warmen Tee in der Hand und das bisschen Rum was sich darin befand, war er sogar recht neidisch darauf, dass sie einfach trinken konnte ohne der Gefahr in die Augen zu sehen, dass sie betrunken wurde. Für sie war das wohl ein Ding das nur selten vorkam und so musste er sogar ein wenig darüber lachen. Es war nur kurz, er war ja sonst nicht der Mann der großen Gefühle und senkte sogleich den Kopf dabei: "Ich weiß was Alkoholiker sind und du...", er sah sie wieder an, "Bist noch keine. Also mach dir da mal nicht die großen Gedanken deswegen, einverstanden? Trink einfach. Manchmal hilft der Alkohol wirklich, um die Gedanken zu vergessen, die man eigentlich denken musste. Manchmal ist es besser nichts zu denken, nicht wahr?", er zeigte Verständnis für ihren Zustand und kam nicht um hin, den ein oder anderen Satz mehr zu sprechen, als er es sonst gewohnt war.
      Auch Naira war bereit mehr zu reden nach diesem bedrückenden Tag.
      Victor rutschte noch ein Stück zu ihr und legte einen Arm um sie während er mit dem Anderen noch die Tasse festhielt und endlich einen vorsichtigen Schluck wagte.
      "Ich weiß nicht, manchmal glaubt man, dass es besser sein wird, aber am Ende...hat man immer noch diese gewaltigen Kopfschmerzen, wenn man übertreibt...Aber lass das heute nicht unsere Sorge sein...Wir haben es verdient, nicht wahr?", er stieß mit ihrer Flasche an und lehnte sich wieder an seinen Platz zurück, um einen weiteren Schluck in Angriff zu nehmen. Heißen Alkohol hätte er schon damals benutzen sollen. Den trank man um einiges langsamer...
    • Naira O’Connor

      Sie blickte in seine Augen während er ihr erklärte, dass sie ganz sicher keine Alkoholikerin war. Naira konnte nicht aufhören in seine Augen zu blicken und kaufte ihm jedes einzelne Wort ab, welches er sagte. Am Ende nickte die Frau einfach, noch immer fast schon hypnotisiert und sank den Blick wieder, denn ihr Bedürfnis sich auf den Kerl zu werfen und zu küssen war groß und wuchs mit jeder weiteren Sekunde.
      Es half nicht wirklich, dass Victor den Arm um sie legte, aber es half ihr sich ein wenig mehr aufzuwärmen und sich wohler zu fühlen. „Ich habe keine Kopfschmerzen, wenn ich zu viel getrunken habe“, entgegnete sie kurz und blickte wieder zu dem Rothaarigen hoch. „Aber wir haben es wirklich verdient.. denke ich“. Ihr Lächeln war breit und nachdem Victor letztendlich doch mit ihr angestoßen hat, griff sie noch einmal zu einem Schluck Rum, dieses Mal wieder viel größer. Der Alkohol nahm auch langsam seine Wirkung und Naira wurde verspielter, indem sie sich Victors Hand ansah und mit den Fingern spielte. „Findest du nicht, dass da langsam ein Ehering fehlt?“,fragte sie aus dem heiterem Himmel. „Du bist drei Jahre älter als ich? Oder zwei? Wäre es nicht langsam Zeit für dich?“. Ein weiterer Schluck folgte aus der Flasche und Naira spielte weiter mit den Fingern Ihres Partners. Sie verschränke zeitweilig die Finger miteinander. „Ich meine.. du siehst gut aus.. und wenn du nicht schlecht gelaunt bist, bist du auch ein guter Kerl.. ich hatte mich schon gewundert, als du herkamst.. warum du Single bist“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • "Du kriegst keine Kopfschmerzen, wenn du den Abend davor betrunken warst?", er konnte es ihr kaum abkaufen und andererseits, hier im Kalten gab es viel besseres Zeug zu trinken, als drüben in Amerika. Drüben war das Zeug meistens auch noch mit Wasser verdünnt oder sonst wie vermischt, so dass man nicht die vollen 100% abbekam. Vielleicht auch einer der Gründe warum sich Victor dafür entschied mit Scotch und Whisky voll laufen zu lassen, als mit Bier. Das verlor schneller seinen Reiz, außerdem hatte es auch noch eine menge anderer unerwünschter Nebeneffekte. "Da kann man neidisch werden...", säuselte er leise vor sich hin, während er einen weiteren Schluck nahm und noch im selben Moment fast den Tee wieder ausgespuckt hätte. Nun verschluckte er sich allerhöchstens und verzog bei dem brennenden Schmerz in seiner Kehle kein jämmerliches Geräusch von sich zu geben. Das gestaltete sich aber doch recht schwierig wie er empfand. Sie hatte seine Hand genommen, die er ihr über die Schulter gelegt hatte, als wären sie 16 Jahre alt und noch frisch verliebt. "Ein Ehering?", wiederholte er skeptisch und musterte selbst seine Hand, die von Wind und Kälte ganz vernachlässigt war. Er hatte sich kaum je um seine Haut gekümmert. Alles was er hatte war Gott gegeben und das hatte er nur damals wirklich gepflegt und selbst nur zwei Bereiche: Der Bart im Gesicht und der in seiner Hose. Wichtigere Stellen gab es für ihn nicht.
      Langsam konnte er sich wieder beruhigen und sah ihr dabei zu, genoß die kleine Spielerei und wie sie seine Hand berührte.
      "Weiß nicht...", war seine Antwort darauf am Ende. Er konnte es wirklich nicht wissen. Er war Single und das aus guten Gründen: "Ich denke...unser Job bringt so ein Single-Dasein einfach mit sich , oder?", nachdenklich gestimmt, ballte er die Hand die sie hielt zur Faust und ließ dann wieder locker. Gekonnt hatte er in dem Moment ihr verstecktes Kompliment einfach ignoriert. Das konnte er auch sehr gut.
      Ihr die Frage zurück zugeben wäre dumm gewesen und nicht gerade einfühlsam. Sie hatte ihm ja über Alex erzählt und auch sonst war sie wohl mit ihrer Vergangenheit ihm gegenüber offener, als er ihr gegenüber.
      "Aber woher willst du das wissen? Vielleicht habe ich ja einen...Nur,...Was die Ehefrau nicht weiß, macht sie nicht heiß oder?", in diesem Moment glaubte Victor das es lustig war und gleichzeitig wollte er Naira auch ein wenig provozieren. Es hätte lustiger sein können für ihn, wenn nicht ein sich anbahnender Nieser die Ernsthaftigkeit aus seinem trockenen Witz genommen hätte.
    • Naira O’Connor

      „Nein, ich habe keinerlei Kopfschmerzen..“,bestätigte sie Frau und zuckte mit den Schultern. Sie war einige Male betrunken, aber Kopfschmerzen gehörten definitiv nicht dazu. Sie fühlte sich dennoch nicht wohl mit einem Kater, dass musste sie zugeben.
      Naira spielte mit Victors Fingern und würde der Alkohol nicht langsam seine Wirkung entfalten, würde sie sicherlich merken, dass sie vielleicht ein anderes Thema hätte wählen sollen. Kurz zuckte die Frau mit den Schultern,nahm einen weiteren Schluck des Rums und sah dann von der Seite hoch zu Victor, bevor sie wieder bei seiner Hand war. „Ich denke, es sind wir selbst.. die sich durch den Job ändern und denken, dass die Welt uns nicht versteht. Aber anders gedacht, wer sollte mich besser verstehen, als ein Polizist.? Jeder andere hätte vielleicht schief geguckt, dass ich den Abend lieber mit Alkohol verbringe“. Es waren Worte, die tief aus ihrem inneren kamen, Rum machte sie gesprächiger und sensibler, als Whiskey..
      Ein oder auch zwei weitere Schlücke kamen und Naira lehnte ihren Kopf noch viel freier an Victors Brust, bevor sie ihre Augen schloss und seine Hand an sich drückte. Dass diese ausgerechnet auf ihrer Brust landete konnte sie nun wirklich in ihrem Zustand kaum vermeiden. Über Victors Kommentar schmunzelte die Frau wirklich. „Du bist nicht so.. jedenfalls schätze ich dich nicht so ein.. du bist kein böser Typ und betrügen wäre nicht dein Ding.. dafür magst du sie vielleicht zu viel..“, erklärte Naira und öffnete die Augen, um in die Ferne zu sehen. „Sie wäre mitgekommen.. ganz sicher und du wärst auch beim Sex nicht so ausgehungert gewesen“. Da war ihre Hemmschwelle vollkommen verschwunden und es folgten noch weitere Schlücke Alkohol. „Jetzt bin ich durch..“. Ohja, das war sie definitiv, doch ihre Gedanken waren noch immer nicht still. Sie wollten alle raus. Wirklich.. alle!
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor hatte oft genug gehört, dass der Reiz an einem Polizisten allerhöchstens bis zum ersten oder zweiten Fall reichte und dann wurde den Partnern ganz schnell bewusst, dass sie nicht jeden Abend Angst haben wollten, dass ihr Mann oder ihre Frau nicht mehr zurück kommen könnte, weil sie in Gefahr waren. Sie konnten schließlich immer in Gefahr sein und selbst als Detective, die sich manchmal in noch schwierigere Situationen begaben als einfache Streifenfahrten, bei denen man mit einem Driveby schon erledigt werden konnte. Naira hatte seiner Meinung nach nur zum Teil recht. Er hatte schließlich damals oft genug eine am Haken gehabt, die dann doch nur an einer kurzen Geschichte interessiert war, wenn es dann hart auf hart kam.
      "Mhh, nur ein Polizist kann es verstehen...", bestätigte er ebenfalls und nahm selbst wieder einen Schluck. Sie hatten kaum etwas zum Abend gegessen und über den Tag hinweg waren sie wohl nur mit dem Kaffee von heute Morgen versorgt worden. Das wäre ihm kaum aufgefallen, wenn Naira nicht bereits gut angetrunken war und ihre Wortwahl ihm rote Wangen beschert hätte. Sie legte ihren Kopf an ihn und seine Hand zog sie mit sich, so dass er keine andere Wahl hatte, wie sie dort abzulegen, wo man sie gerade festhielt. Brüste...Magische Dinger, wenn man ihn fragte. Als Mann war man ihnen sowieso verfallen und jegliche Möglichkeit ihnen näher zu kommen, ließ einen Kerl geradestehen. Doch in seinem Zustand war er kaum fähig sich da zu regen. Lediglich warm wurde es ihm und er schnaubte belustigt. Noch konnte er sich freuen, aber als sie ihm vorwarf keine richtige Ehefrau betrügen zu können und dann auch noch dass er beim Sex ausgehungert war.
      "Hey...", protestierte er leise und spitzte dabei die Lippen. Das Thema so offen zu besprechen war nicht unbedingt sein Fall und es war ihm unangenehm, vor allem weil sie es nur einmal hatten, weil er gänzlich betrunken war und beim zweiten Mal, hatte sie sich gewehrt, weil es zu viel war. War er wirklich so sehr...? Naira hatte wohl recht, er war es, aber das war wohl kaum zu verdenken, wenn man so lange alleine war. "Eine Frau die an meiner Seite bleiben will, ist schwer zu finden...da nimmt man was man kriegen kann, oder?", nicht, dass Naira wirklich war, was man kriegen konnte. Aber sie war in dem Moment wirklich anwesend gewesen und er hatte auch nicht nach einer anderen gesucht.
      "Schon betrunken?...Du bist sehr offen heute...", er trank seine Tasse Tee aus. Der Alkohol kämpfte sich auch bei ihm durch. Vor allem auf leeren Magen waren auch die wenigen Tropfen ganz gut.
    • Naira O’Connor

      Ein Lachen ertönte im Raum, als Victor meinte, dass man alles nahm, was man kriegen kann, aber mehr als das Lachen kam nicht hinterher. In dem betrunkenen Zustand war Naira schnell klar, dass Victor einfach verdammt blind war, sie war doch eine Frau, die an seiner Seite bleiben wollte. Dennoch biss sich die Frau auf die Zunge und sagte nichts dazu, was sie nicht vielleicht wieder bereuen würde. Noch war die Grenze des Alles-Reden nicht erreicht, es wollten aber verdammt viele Gedanken an die Oberfläche.
      „Sei mir nicht böse.. ich war auch ausgehungert.. welch ein Kerl möchte sich auch eine wie mich an den Fuß binden? Ich sehe vielleicht gut aus, aber ich bin ein Wrack.. ein Wunder,dass ich es bisher irgendwie aushalte.. nach der Aktion von Alex damals wurde ich von Ramirez zu einer Therapeutin geschickt..die hat festgestellt,dass ich kaputt bin, oder so..“. Naira seufzte und schloss die Augen wieder, während ihre Wange an Victors Brust gekuschelt war.
      „Wenn ich trinken will, trinke ich Whiskey.. wenn ich mich betrinken will Rum und den ganzen süßen Quatsch.. außerdem macht mich Rum so gesprächig..“,entgegnete Naira zu dem Kommentar, dass sie schon betrunken sei. Sie hatte keinerlei Essen gehabt an diesem Tag.. „und es gibt noch sooo viel mehr, was ich sagen will.. aber dann hältst du mich noch für bekloppt.. also noch halte ich es zurück, ich kann aber nach dem Rest der Fläche nichts versprechen!“.
      Sie hielt sich dennoch erstaunlich gut, vielleicht wäre sie wackelig auf den Beinen, aber ihre Aussprache war gut, selbst die Wortwahl! Da konnte noch ein wenig Rum hinterher fließen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor konnte offen sein, wenn es um sie ging. Sie nahm ihn einfach hin, wie er war und sie rannte noch nicht weg. Sie lag sogar noch bei ihm, schmiss ihn nicht wie vor kurzem einfach aus dem Haus. Ihm ging es nicht gut, wenn er nicht hier sein konnte. Er brauchte ihre Nähe und trotzdem, wollte er nicht zugeben, dass er sie behalten wollte.
      "Das nehme ich noch an...wir beide waren ausgehungert und...wie du mal meintest...wir sind beide erwachsene Menschen und alt genug die physischen Bedrfnisse zu verstehen...nicht wahr?", sagte er und war gleichzeitig weiterhin derjenige, der sich nicht wirklich erwachsen verhalten konnte. Es war unglaublich schwierig für ihn gewesen und war es immer noch, zu glauben, dass es nicht war, dass es sie in keinsterweise so berührt hatte wie ihn...
      Vorsichtig entnahm er seine Hand ihrer und legte sie ihr auf den Kopf, um durch ihre Haare zu streicheln. So konnten sie liegen bleiben. Das nahm er an. "Du kannst so viel reden, wie du magst und...worüber du magst. Ich komme hier wohl sowieso nicht mehr weg und werde es auch vorerst nicht...Ich mag...kaputte Leute...", er war leiser geworden, aber auch nur aus dem einfachen Grund, weil es für ihn die Wahrheit war. Er mochte sie. Hier ging es also nicht direkt um labile Persönlichkeiten, sondern mehr um sie und wie sie versuchte damit klar zu kommen und wie sie es manchmal doch nicht schaffte.
      "Heh...Trink und rede also so viel du willst.", Victor hauchte ihr mehr aus Instinkt einen Kuss auf den Kopf und klaute sich dann ihre Flasche, um ebenfalls einen großen Schluck daraus zu nehmen.
    • Naira O’Connor

      Naira öffnete ihre Augen und betrachtete den Rothaarigen einen Moment lang, während er sprach. Er irrte sich sowas von und es war vielleicht der beste Augenblick ihm deutlich zu sagen, wie viel unrecht er hatte. „Es war nicht nur Sex..“,murmelte Naira und schloss ihre Augen wieder, denn sie hatte das Gefühl rot anzulaufen, obwohl sie schon rot war. „Klar, der Alkohol und die Tatsache, dass wir es scheinbar beide nötig hätten unterstützte alles, aber wenn wir ehrlich sind.. wir wollten es beide mit dem jeweils anderen und nicht einfach mit irgendjemanden“. Das war eine hässliche Wahrheit, eine sehr hässliche Wahrheit. Ausgesprochen hörte es sich so merkwürdig an, deshalb folgte ein weiterer Schluck des Rums. Das fühlte sich dann wieder deutlich besser an.
      „Ich hab dich auch gern Victor..“,murmelte die Dunkelhaarige. Sie hatte nur das aus dem Satz rausgehört, was Victor gesagt hatte. Und wie gern sie ihn hatte.. das konnte er sich kaum vorstellen, na vielleicht noch wenn er an ihrem Krankenhausaufenhalt zurück dachte.. da hatte sie es ihm gezeigt.
      Der Kuss auf ihren Scheitel war jedoch verwirrend und sie erhob ihren Kopf sofort, um Victor zu betrachten. Er nahm einen Schluck des Rums, aber er hatte ihren Kopf tatsächlich geküsst. Ein Grinsen breitete sich auf Nairas Lippen und so langsam legte sie den Kopf wieder zurück, um nicht auf Dummheiten zu kommen. „Ich weiß gar nicht, womit ich anfangen soll.. es gibt so viel in meinem Kopf, was ich sagen will.. was ich dir erklären will.. wäre es nicht einfacher,du fragst mich was?“. Die überlegte kurz und schüttelte ein wenig den Kopf. „Ne ich wollte reden, dann funktioniert das so nicht.“. Sie musste aus heiterem Himmel lachen und sah wieder hoc zu Victor. „Jetzt bin ich dicht.. aber komplett“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor setzte die Flasche nur langsam wieder ab und starrte in das schummrige Licht des Wohnzimmers, welches nur einen Teil davon immer wirklich erhellte. Ansonsten blieb es doch recht dunkel und kuschelig darin. Ein Licht, das Frauen wohl sehr gerne hatten, wenn es um das Wohn- oder Schlafzimmer ging. Er hatte nichts dagegen, es strengte auch nicht an, denn seine Umgebung musste man manchmal nicht zu 100% erkennen.
      Ihre Worte sickerten nur langsam durch seinen Dickschädel. Nur langsam erkannte er, welche Folgen eigentlich ihr Sex hatte und das Naira es aussprach, dass es nicht nur einfaches Sex war. Er war der Mann, er hätte es so einfach aussprechen sollen. Aber was er in dem Moment merkte war, dass er sehr viel hätte einfach aussprechen sollen, aber es nicht konnte, weil er sich nicht traute. Selbst seine kleinen Aktionen, wie gerade eben der kurze Kuss, waren mehr aus Affekt und Instinkt, weniger, weil er sich dabei etwas gedacht hatte. Seine Gedanken schossen zurück zu der Zeit, als sie gemeinsam zu ihr heim gekommen waren und wie sie noch etwas Whiskey getrunken hatten und er bereit war, um sich auf so eine emotionale Sache einzulassen. Victor brummte leise, als sie ihm ebenfalls sagte, dass sie ihn gern hatte.

      "Manchmal glaube ich, dass selbst die Frauen uns Männer besser verstehen...", vorsichtig rutschte er auf dem Sofa zu recht und bemerkte dann erst, dass sie ihn ansah, bevor sie anfing zu lachen. Der Alkohol zeigte wohl die erste Wirkung bei ihr und er musste ebenfalls belustigt Schnauben: "Alles gut...Du darfst dicht sein. Ich...", er räusperte sich, "denke, wenn man ab und zu dicht ist, ist das okay. Tage, Monate hintereinander im Dauerzustand, ab da wird es richtig anstrengend."
      Seufzend kraulte er ihren Kopf und streichelte ihre Haare. Während er zwar über das andere sprach, dachte er an den Sex den sie hatten. Klar, er war krank und den kopf hatte er auch nicht wirklich dafür, aber er musste überlegen, ob das starke Gefühle waren und ob sie recht hatte damit, dass sie sich nicht einfach irgendwen genommen haben, sondern sich wollten.
      "Du wolltest mich an dem Abend damals, hm? Dabei kanntest du mich kaum."
    • Naira O‘Connor

      „Ja, es ist nicht so, wie ihr es alle sagt.. die Männer sind kompliziert und nicht die Frauen..“,entgegnete die Dunkelhaarige und grinste breit. Victor richtete sich ein wenig auf dem Sofa und die Frau ließ ihn gewähren, bevor sie sich wieder auf seine Brust legte und mit seinem Oberteil leicht spielte. Sie zupfte immer wieder dran, das lenkte sie ein wenig von den vielen Gedanken ab, die sie hatte.
      Victor sprach dann das aus, was Naira eigentlich sagen wollte,ja, sie wollte ihn an dem damaligen Abend. Sie wollte ihn auch am liebsten jetzt, aber er war krank und somit konnte es ruhig warten. Während ihre Finger weiterhin mit seinem Oberteil spielten streichelte sie auch langsam seine Haut unter dem Kinn,bis sie zu dem Bart kam und auch da strich.
      „Ich kannte dich zwar nicht wirklich.. aber ich fand dich heiß.. und zwar mehr als nur das.. mit deinem Bart und deinem grimmigen Aussehen.. welche Frau würde dir nicht verfallen? Ich meine.. ja du hat es richtig gehört“. Sie mussten kichern und schüttelte leicht den Kopf, bevor ihre Hände seine Wange berührten. „Ich würde dich auch jetzt vernaschen, aber ich glaube, dass ist besser, wenn ich es jetzt lasse.. du bist krank und ich weiß nicht, ob du das auch willst..“. Ja, es gab genug Alkohol für Naira, wenn nicht viel zu viel. „Aber du kanntest mich auch kaum und hast mir einen schönen ..orgasmus beschert“. Sie grinste breit und biss sich auf die untere Lippe, während sie weiter über seine Wange strich.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es kribbelte ein wenig, wenn er spürte wie sie ihn berührte. Bei jedem Kontakt konnte er merken, dass es ihm gut tat und dass er mehr wollte. Sie konnte ihn anfassen wie sie wollte. Ihn richtig packen und sich austoben. Die Gedanken wurden auch nicht gerade jugendfreier, je mehr sie auf seine Worte einging. Sie wollte ihn also und fand ihn heiß? Ein Begriff mit dem er sich damals zwar identifiziert hätte, aber nicht mehr, seit dem er den Sport vernachlässigte und sich auch in sozialtechnischen Dingen eher zurückzog. Die Tatsache, dass sie mit ihren Fingern sich hoch gearbeitet hatte zu seiner Wange ließ ihn von der Flasche zu ihr sehen. Wirkte bei ihm der Alkohol etwa auch gut genug, dass er sich da nicht einmal wehren konnte oder wollte.
      Er ließ ein grummeln von sich und wusste nicht so recht, wie er reagieren sollte. Ja, Männer taten immer nur so unkompliziert, doch hinterrücks waren sie alle doch noch Kinder und wollten Erklärungen und Liebe und Verständnis. Sie waren alle nur Menschen und brauchten nun einmal diese Nähe. Trotzdem war er nicht minder überrascht, als sie weiter darauf einging und meinte sie hätte einen Orgasmus gehabt. Das Blut schoss ihm dabei nicht nur ins Gesicht und färbte die heute sonst so blassen Wangen rot, sondern auch in den Lendenbereich. Er musste schwer schlucken und unterdrückte jegliches weitere Geräusch mit einem weiteren großen Schluck Rum, der ihm in der Kehle brannte. Seit seinem Ausflug in den Alkoholismus war er bereit alles zu trinken und konnte sich auch das meiste gefallen lassen.
      "Ich...", stotterte er, "freu mich, dass es dir ...gefallen hat?", er wusste nicht so recht wie er damit umgehen sollte und wich ihrem weiteren Blick aus, starrte stattdessen die Flasche an. Genug hatte er wohl nicht intus, dass er trotz seiner Erkältung nun schlafen wollte. Victor drückte ihren Kopf zurück auf seine Brust: "Sprech nicht so...Du verstehst sehr wohl wie Männer funktionieren...Ist nicht einfach zu ignorieren, was sich mein besoffenes Hirn doch noch hatte merken können davon..."
    • Naira O‘Connor

      „Ich wusste doch, dass du eine Schwäche hast..“,grinste die Dunkelhaarige, die noch immer nicht die Finger von ihrem Partner lassen konnte. Sie strich weiter über die Wange bis nach oben hin zu seinen Haaren, durch welche ihre Hand strich. Natürlich bemerkte sie den plötzlichen Umschwung und die Rötung im Gesicht. Wieder einmal biss sich die Frau auf die untere Lippe und sah ihm in die Augen. Die eigentliche Naira hatte sich vor einer halben Flasche Rum verabschiedet. „Hat es dir etwa nicht gefallen?“,fragte sie ein wenig traurig und verzog ihren Mund, damit sie ihre gespielte Traurigkeit zeigen konnte. „Sollen wir es etwa nachholen? Vielleicht würdest du dich dann auch besser fühlen.. was sagst du?“. Sie grinste wieder breit und strich vom Kopf wieder runter über die Brust an seine Seite. Zu gerne wäre sie weiter runter gegangen, aber sie bemerkte wieder die Röte und kicherte blöd vor sich hin. „Hat da vielleicht jemand Fieber?“,fragte sie. „Ich glaube, du musst dich hinlegen und ich muss dich versorgen“. Ja, es war eindeutig viel zu viel Alkohol in ihrem Blut, aber sie bereute es zur Zeit nicht und die Zeit, wenn sie es bereuen würde lag weit in der Zukunft. Sie wartete nur auf den Moment, in welchem Victor genug von ihr haben würde, aber scheinbar mochte er es auch.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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