[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

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    • Victor zog sich erst im Wohnzimmer die Jacke aus und legte sie über die Lehne des Sofas. Es fühlte sich an wie zu Hause hier und auch wenn er nicht gehen wollte, so hatte er trotz allem das Gefühl, dass es dazu kommen wird. Er wird eines Tages gehen müssen. So war es immer und er glaubte daran, dass es auch so bleiben wird. Deswegen legte er auch die Jacke auf das Sofa, nicht in den Flur. Er wollte nicht gehen, ergab sich aber der Norm. Seufzend drehte er sich weg und sah rüber zu Naira, die in der Küche die Blumen zurecht schnitt und sie in eine Vase tat. Er lehnte sich am Sofa ab und sah ihr zu. Nachdenklich und mit schief gelegtem Kopf. Was hatte ihn nur dazu geritten. Diese Situation war so nicht-Victor.
      Ihr Vorschlag etwas zu Essen klang dabei doch recht gut. Er hatte den ganzen Tag über nur dumm auf dem Sofa verbracht statt sich dazu zu bewegen etwas zu kochen und für die Gesundheit zu tun.
      Ihre Reaktion auf seine Worte, ließen ihn jedoch aller höchstens die Schultern zucken: "Es ist alt...", er trat mit in die Küche und erwartete dass man ihm eine Aufgabe in die Hand drückte, damit er beim Essen machen helfen konnte. Noch einmal FastFood oder Pizza musste für die beiden nicht sein.
      "Und es ist zu groß...In Brooklyn hatte ich eine 1-Zimmer-Wohnung und die hat mir bis oben hin gereicht. In unserem Job ist man schließlich selten wirklich in den eigenen 4 Wänden, oder?"
      Victor nahm sich die Freiheit und deckte einfach schon mal den Tisch.
    • Naira O’Connor

      Auch Naira hatte den ganzen Tag nichts gegessen und ihr Magen beklagte sich schon sichtlich, doch bevor sie irgendetwas anfing gab sie ihrem Hund ein wenig Essen in den Napf, damit dieser schon versorgt war. Er dankte ihr, indem er ihre Hände wie ein verrückter ableckte und sich dann auf das Essen stürzte. Einen Moment beobachtete ihn Naira, bevor sie sich dazu auf machte, für dich und den Rothaarigen Essen zu kochen.
      „Es ist alt, aber alte Häuser haben ihre Geschichten“, entgegnete sie und nahm ein paar Töpfe raus. Sie hatte dich dazu entschlossen Nudeln zu kochen, immerhin gab der Kühlschrank alles dafür her.
      „Vielleicht fehlt dir einfach jemand, der das Haus füllt? Mit so einem Spike würdest du dich ganz sicher nicht alleine fühlen..“. Sie schmunzelte bei der Vorstellung, wie wild Spike mit so viel Platz werden könnte. „Oder vielleicht eine Frau, die dir Essen kocht und das Haus schon vorwärmt.. dann würdest du nach Hause kommen und nicht feststellen müssen, wie leer es ist“. Naira sprach schon fast aus eigener Erfahrung, immerhin war es einer der Gründe, weshalb sie Spike zu sich geholt hatte. Sie fühlte sich einsam.
      „Holst du mir die Nudeln runter, bitte?“,fragte die Dunkelhaarige und deutete auf den Schrank über ihren Kopf. Sie sah dann auch erst wieder zu Victor und lächelte ihn sanft an, sie wussten beide wie es das letzte Mal ausgegangen war, als die Frau es selbst versucht hatte und wenn sie ehrlich war, sie hatte heute keine Lust mehr auf einen weiteren Streit.. deshalb ergab sie sich ihrem Schicksal und bat um Hilfe.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Grübelnd legte Victor den letzten Teller auf den Tisch und rückte die Gabeln zurecht und die Löffel, die er daneben legte. Auch wenn er nicht wusste was genau Naira nun kochen wollte, so war wenigstens alles nötige da, um essen zu können. Im Notfall mussten sie sich ihrer Hände und Finger bedienen. Was Victor sichtlich egal war, denn er hatte Hunger, Kopfschmerzen und ihm war noch immer kalt. Ein warmer Tee oder ein guter Scotch...Oder ein Irish Coffee...Das klang verdammt verlockend. Seufzend trat Victor wieder in die Küche und folgte dem schmatzenden Geräusch, die der Hund beim Fressen von sich gab. Der Vorschlag sich einen anzuschaffen war natürlich nicht das erste Mal in seinen Sinn gekommen. Aber die Zeit, die er erübrigen konnte für einen Hund machte ihm einen Strich durch die Rechnung und der Gedanke sich immer um diesen kümmern zu müssen. Andererseits, wenn er Naira und Spike so kannte, dann war dieser wohl einfach zu pflegen, "Na...Wenn du ihn mir ausleihen willst...", scherzte Victor schwach und trat an die Arbeitsfläche heran. Eine Frau wäre auch bestimmt eine gute Idee, statt einem Hund. Sie könnte sich um sich kümmern, wusste was zu tun ist und er musste nicht ständig mit ihr raus gehen. Sie konnte sogar kochen und würde das Haus mit einem angenehmen Duft füllen.
      Wenn er sich das so vorstellte wurde ihm warm ums Herz. Dummerweise war die Frau, die er sich vorstellen konnte, die an seiner Seite bleiben würde, vorerst Naira. Wenn sie mit einziehen würde...Es war groß genug, um sich aus dem Weg zu gehen, groß genug, um auch dem Hund Platz zu bieten. Victor schüttelte den Gedanken ab. Er durfte nicht anfangen über sowas nachzudenken.
      "Klar...", entgegnete er noch, als sie ihn darum bat die Nudeln runter zu holen und er tat es ohne zu grummeln, stattdessen war er sogar überrascht, dass sie dergleichen von ihm erfragte. Das letzte Mal wo er hätte helfen können, machte sie es alleine und war dabei umgestürzt. Besser war es aber dass sie ihn fragte. Das war angenehmer. Zufrieden reichte er ihr die Packung rüber und ging auf die Suche nach Tassen: "Hast du was gegen Tee?", fragte er noch, holte aber bereits zwei Tassen und sah sich nach Teebeuteln um, die sie in der Wohnung hatte. Meistens hatten sie in den letzten Tagen einfach nur Kaffee getrunken oder Wasser. Das hatte ja auch gereicht vorerst.
    • Naira O’Connor

      „Vergiss es.. Spike ist nur bei mir gut aufgehoben“,entgegnete sie lachend, auch wenn Victor es nicht ganz ernst meinte, mit dem Ausleihen von Spike. Naira scherzte da auch gerne mit rum, Spike würde aber auch bei niemandem anderen bleiben wollen, als ihr.
      Wenn sie aber ehrlich zu sich war, war ihr anderer Vorschlag nicht ganz neutral gewesen. Die Dunkelhaarige hatte sich schon vorgestellt, wie eine gemeinsame Zukunft aussehen könnte, aber dummerweise war sie niemand, der einfach zuhause bleiben und den Haushalt schmeißen könnte. Sie wollte ganz sicher keine Kinder haben und Hausfrau wollte sie auch nicht werden.
      Geduldig wartete Naira darauf, dass ihr Partner ihr die Nudeln runter holte und betrachtete ihn einen Moment von unten, bevor sie die Nudeln an sich nahm. „Danke“,hauchte sie und musste ein wenig schüchtern Lächeln. Irgendwie spinnten nicht nur ihre Gedanken, auch ihre Gefühle waren definitiv nicht in Ordnung, doch noch machte sie sich nichts draus.. viel lieber setzte sie Wasser für die Nudeln an und schnitt Tomaten für die Soße klein. Victor fragte in der Zeit nach einem Tee, es war eine sehr gute Idee.. so würden sie sich ein wenig erwärmen. „Liebend gerne“,antwortete Naira und öffnete den Hängeschrank zu ihrer rechten Seite, in welchen die Tees zu finden waren. „Ich würde gerne einen Pfefferminztee trinken“. Kurz sah sie noch einmal zu Victor, bevor sie sich dann der Soße widmete. Die Nachricht auf ihrem Telefon war vorerst vergessen, aber das würde noch früh genug kommen.. zunächst genoss sie aber die Zeit mit Victor und seine scheinbar auch gute Laune.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war als wäre der Streit nie gewesen. Als hätten sie sich nicht jeweils in ihre Höhlen verkrochen und darüber nachgedacht, wie es nun sei ohne den anderen zu leben. Sie mussten miteinander auskommen ohne sich zu mögen...Doch nun. Nun stand der Arbeit nichts im Wege und wie es schien auch einer etwas glücklicheren Art von Beziehung nicht. Das Wort Beziehung wollte Victor zwar noch nicht so recht in den Mund nehmen was sie beide anging, aber hatte Naira nicht recht, wenn sie sagte, dass sie doch erwachsene Menschen waren. Alt genug, um den Dingen ihren eigenen Lauf zu lassen, wenn sie sich gut anfühlten und man gerade danach trachtete.
      Victor gab ein schwaches Schmunzeln von sich. Ja, er hatte bessere Laune und das lag nur daran, dass Naira wieder in seiner Nähe war und ihm verzieh. "Kannst ihn ja dann einmal in der Woche besuchen...Wie das Kind von geschiedenen Eltern.", spaßte er und merkte im Nachhinein, dass er hiermit meinte, dass die beiden bereits ein Paar sein könnten und sich irgendwann später trennten, nachdem sie die schönsten Erinnerungen, die man im Leben machen konnte, hatten. Victor seufzte. Sein Kopf und sein Herz gingen nicht Hand in Hand heute Abend und interpretierten viel zu viel in banale Worte hinein, die eigentlich nur ein kurzer schmerzloser Witz sein sollten.
      Ihrer Hand folgend blickte er in den offenen Hängeschrank und langte hinein nach der Packung Pfefferminztee. Gegen diesen hätte er nun auch nichts einzuwenden. Also setzte Victor Wasser auf und lehnte sich dann wartend wieder mit dem Rücken gegen die Arbeitsfläche und verschränkte die Arme. Dabei sah er Naira zu, wie sie kochte und das Essen vorbereitete. An dieser Stelle war er auch bereit treffsicher zu raten was es zum Abendessen geben sollte.
      Sein Blick glitt an ihr herunter und musterte ihr Bein, welches sie noch immer nicht gänzlich abstellen konnte. Doch es schien besser zu funktionieren als die letzten Tage, hieß auch, dass die Schmerzen abklangen. Das waren gute Nachrichten.
      Erst als der Wasserkocher sich meldete, ließ er den Blick von ihr ab und machte sich daran den Tee aufzugießen und sich bereits jetzt an seine der Tassen zu heften, um etwas in der Hand halten zu können.
      "Naira?...Du...bist dir sicher, dass es okay ist für dich zu arbeiten morgen?..."
    • Naira O’Connor

      „Ich würde mich jede Nacht in den Schlaf weinen“,entgegnete Naira und zog eine Schmollippe. „Außerdem, er würde mich zu dolle vermissen.. nicht wahr, Kumpel?“. Sie sah zu ihrem Hund und schenkte ihm ein warmes Lächeln, woraufhin er zufrieden bellte. „Du bist nämlich Mamas kleiner Liebling“.
      Die Dunkelhaarige fing an das weitere Gemüse klein zu schneiden und wollte sich schon einen Hocker holen, um nicht stehen zu müssen, aber Victor neben ihr und sein Blick auf ihr konnte sie es irgendwie nicht. Sie würde sich unwohl fühlen, wenn er dachte, sie wäre schwach.. und wenn er doch wüsste, wie viele Probleme ihr das Bein noch bereitete, da durfte sie morgen sicherlich nicht arbeiten gehen, aber das brauchte sie unbedingt. Aus dem Augenwinkel sah sie zu dem Rotschopf und konzentrierte sich weiter auf die Soße, als der Wasserkocher fertig war. Das Essen würde sicherlich nicht lange in der Zubereitung dauern..
      „Ich brauche die Dose mit den geschnittenen Tomaten, bitte..“,entgegnete sie und öffnete den Schrank, in welchem ganz oben die Dose zu finden war. Sie hatte doch wohl zu wenige frische Tomaten, aber sie wüsste sich selbst zu helfen. Als Victor ihr jedoch die entscheidende Frage stellte, hörte Naira mit ihrer Arbeit für einen Moment auf und sah zu ihm hoch. Er war noch immer deutlich größer.. für einen Moment musterte sie ihn nur und ließ sich die Frage durch den Kopf gehen, es gab mehrere Antworten auf diese. „Warum nicht?“,fragte sie dann ganz neutral und lächelte ein wenig. „Wir sitzen lang genug hier und ein wenig Arbeit wird mir gut tun.. außerdem möchte ich ihn mit meinen Händen erledigen, nicht mit denen von jemanden anderen.. und wenn ich nicht jetzt zurück zur Arbeit komme, wird es später nur schwieriger“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war eine ausgelassene Stimmung, die Victor mit seiner Frage kaputt machte. Dessen war er sich auch bewusst gewesen. Doch er musste diese Frage stellen, denn er wollte wissen, ob es ihr wirklich gut ging, ob sie sich bereit fühlte. Nach dem kurzen Prozess vor Gericht hatte sie sich übergeben und das allein bei dem Stress. Wie es wohl werden würde, wenn sie beide direkt vor Thomas standen?
      Victor streckte sich nach der gefragten Dose Tomaten und ging dazu über sie für Naira zu öffnen. Nicht, dass er glaubte sie würde das nicht schaffen, mehr weil er die Ablenkung brauchte für seine Hände, die etwas zu tun suchten bei der Frage.
      Naira brauchte nicht lange, um die Frage zu beantworten. Doch statt eine richtige Antwort zu geben, gab sie ihm eine Gegenfrage, die ihn aufblicken ließ und ihren Blick auffing. Er wusste was so eine Frage heißen konnte. Ein reines Ausweichen, weil mehr hinter der Fassade steckte. Gleichzeitig gab es vor Stärke zu zeigen. Nicht nur für Victor, sondern auch für Naira.
      Sie mochte recht gehabt haben, wenn sie meinte, dass sie lang genug auf einem Platz saßen und doch war es wohl nicht lang genug für ihre Verletzungen. Er hatte letztendlich länger Zeit gehabt und war sogar halbwegs in Ordnung geworden. Doch Naira...Sie war gut darin so zu tun als ob.
      "Du magst recht haben...", ergab sich Victor schließlich und kratzte sich nachdenklich am Bart, "Ich mache mir nur Sorgen um dich..."
      Es gab keinen Grund mehr mit der Wahrheit versteckt zu bleiben. So dumm war Naira nun auch nicht. Da bändelten sich Dinge zwischen ihnen an, die er nicht richtig kontrollieren konnte. Er war sich nicht mehr so sicher, ob er sie schützen konnte und sie zu verlieren würde ihn zurückwerfen.
      Seufzend schüttelte Victor den Kopf: "'Tschuldige für die Stimmung....Wir sollten einfach nur essen und dann schlafen gehen, wenn wir morgen früh raus wollen."
    • Naira O’Connor

      Sie hielt seinem Blick stand und für einen Moment schien es, als würde die Zeit stehen bleiben. Es war sehr ruhig im Haus und auch draußen auf der Straße, aber ihr Herz schlug so laut, die Dunkelhaarige hatte Angst man würde es hören können. Sie hatte so etwas schon länger nicht mehr gespürt, sie dachte nach der Teenagerzeit würde es nie wieder zurück kommen, aber das Herzrasen und die Schmetterlinge im Bauch waren vorhanden.. und das nur, weil Victor ihr in die Augen sah.
      Schließlich war es der Rothaarige der nachgab und auf Nairas Lippen bildete sich ein Lächeln. Er machte sich Sorgen.. und er gab es sogar zu. Premiere! „du brauchst dir keine Sorgen zu machen.. immerhin kannst du ja während der Arbeit ein Auge auf mich werfen“, sprach sie in Ruhe und bereitete die Soße weiter. Es war eine Lüge, eigentlich wären Sorgen mehr als angebracht.. die beiden wurden gestalkt und Naira sogar belästigt.. aber er fragte nicht.
      Die Nudeln waren fast fertig, als Victor davon sprach danach ins Bett zu gehen. „Du muss dich nicht entschuldigen.. ist doch alles gut“, entgegnete Naira und sah zu ihm, während sie eine Nudel probierte. „Aber dein Vorschlag ist gut.. ich bin auch total müde von dem Ganzen heute.. auch wenn ich ehrlich gesagt gar nichts gemacht habe“. Selbst seine Frage hatte ihre gute Laune nicht nehmen können.. schließlich hatte Naira viele Gründe dazu, so gut drauf zu sein. Es war eine Seltenheit, aber heute verschwand Abend ihr Lächeln nicht von ihren Lippen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor gab ein Grunzen von sich: "Nicht nur ein Auge...".
      Seine Sorgen waren nicht unberechtigt und auch wenn Naira ihm sagte, er bräuchte sich keine machen, so machte er sie sich noch viel eher. Er musste mit ihr aufpassen und egal was um sie herum geschehen mochte, er würde nicht von der Seite weichen.
      Leicht nickte er über die Situation, doch noch immer plagte ihn der Gedanke, dass es keine gute Idee war, sie beide wieder in den Dienst zu schicken, um nach Thomas zu suchen. Der Mann war auf der Suche nach ihnen. Da fiel Victor etwas ein. Er nahm sein Handy heraus, bevor er wirklich mithelfen konnte das Essen auf den Tisch zu bringen und suchte nach den neuesten Nachrichten. Zwischen all den alltäglichen Problemen von Verkehrsstörungen, Unfällen und allem anderen, kursierte auch die Nachricht über den Mörder in Anchorage. Victor verzog den Mund und schnaufte, als er nach den neusten Artikeln suchte.
      "Hm...", schließlich steckte er es wieder weg. Die Presse hatte nicht genug Informationen und spekulierten zum größten Teil nur wild ins Blaue hinein. Eine Angewohnheit, die gefährlich werden konnte. Noch haben sie ihm aber keinen Namen gegeben, was gut war. Keiner von den Presseleuten hatte also herausgefunden, wie die Morde aussahen.
      Victor schnappte sich den Top mit Nudeln und der Soße und brachte sie rüber an den Tisch: "Setz dich...Hast genug gestanden."
      Auch wenn ihnen dieses Unheil im Nacken brannte, so war es doch der Anblick des jeweils anderen, der die beiden wieder beruhigen konnte und ihnen erlaubte zu wissen, dass alles in dieser Welt friedlich sein könnte. Könnte...
      Victor lud ihnen das Essen auf den Teller und bedankte sich leise bei Naira für das Kochen.
      "Nur eine Sache gibt mir noch zu Bedenken. Alex...Hätte der Captain nicht gesagt, dass er mitmachen soll, dann würde ich ihn nicht einmal in die Nähe der Indizien bringen."
    • Naira O’Connor

      Sie beobachtete ihn, wie er angelehnt da stand und in seinem Handy was suchte und ein Schmunzeln bildete sich auf ihren Lippen, als er den Mund verzog. Naira beobachtete gerne andere Menschen und Victor noch viel lieber, dabei schlug ihr Herz gerne wie wild. War sie etwa wirklich in diesen Mann verknallt, oder spinnten ihre Gefühle einfach nur?
      Sofort sah die Dunkelhaarige weg, als Victor das Handy weglegte und seine Aufmerksamkeit dem nicht mehr galt. Sie wollte nicht, dass er sie dabei ertappte, wie sie ihn beobachtete, vielleicht würde es viel zu falsch rüber kommen.. andererseits waren sich beide dessen bewusst, dass da irgendwelche Gefühle hinter steckten.
      Ganz brav setzte sich Naira, als der Rotschopf es wollte und die wartete, bis dass er sich auch hinsetzte. Es gab viele Zeichen, die dafür sprächen um das Ganze eine Beziehung zu nennen und je mehr sie darüber nachdachte, desto mehr Gründe dafür fielen ihr ein. Es war schon ein wenig komisch.. „Mach dir wegen ihm keine Sorgen, ich halte ihn gut in Schach“, sprach die Dunkelhaarige und griff zu ihrem Besteck. „Ramirez kann uns nicht einfach so den Wölfen vorwerfen.. sie muss sich auch an Regeln halten.. und er.. Er ist der einzige außer uns beiden, der irgendetwas drauf hat.. jedenfalls hat mir Ramirez das erzählt.. er war mal in Chicago.. aber Gott weiß, was ihn hier her vertrieben hat.. er ist genauso ein Mysterium, wie du es bist..“, erzählte sie ein wenig und zuckte anschließend mit den Schultern. „Er ist schräg drauf und wahnsinnig anhänglich, aber er weiß, wem er sich unterzuordnen hat..wenn nicht, wird er es schon früh einig erfahren“. Ein Grinsen bereitete sich auf ihren Lippen und sie nahm den ersten Bissen vom Essen. „Guten Appetit“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Naira konnte so beschwichtigend wie sie wollte über den anderen reden. Victor hatte von Grund auf eine negative Einstellung gegenüber Alex gehabt. Der Typ war ihm nicht recht und das allein schon, weil er was von Naira wollte oder immer noch will. Es schmeckte bitter der Gedanke. Und damit man ihn überhaupt nicht mehr leiden konnte, sprühte Alex vor so viel unpassender Zuversicht, dass Victor ihn ständig mit seinem damaligen Partner verwechseln kann.
      Als er sich endlich gesetzt hatte, blickte er missmutig auf seinen Teller, dann sah er vorsichtig wieder auf zu ihr, wie sie zufrieden mit der Situation weiterhin lächeln konnte. Er musterte das Lächeln. Ihre Nähe war es, die ihn hier noch hielt. Er hätte Anchorage schon lange zum Teufel geschickt, wenn nicht sie es wäre. Müde fing er an zu essen.
      "Egal was der Captain sagt, ob er fähig ist oder nicht. Das beurteile ich nachdem ich gesehen habe, was er in der zeit unserer Abwesenheit aus dem Fall gemacht hat...Und bis jetzt ist es lediglich, dass die Presse es geschafft hat Wind zu bekommen.", schnaubte Victor. Es waren einfach zwei Männer, die nicht miteinander auskommen konnten, wobei das meiste ja eigentlich von Victors Seite aus einfach abgelehnt wurde.
      Doch er horchte auf, als sie sagte, er sei aus Chicago und ein Mysterium: "Chicago, hm?...Und er hat dir all die Jahre nicht gesagt, warum er hier in diesem Kaff gelandet ist?...", Victor vergaß völlig, dass auch Naira von seinem Grund nicht wusste und eigentlich bei beiden Männern wohl im dunklen tappte. Was Victor bezogen auf sich selber, nicht gerade störte. Er wollte nicht unbedingt, dass sie wusste, warum er so verschroben war und...inkompatibel.
      "Wir sind uns überhaupt nicht ähnlich..."
    • Naira O’Connor

      Sie musste zugeben, dass das Essen gar nicht so schlecht war, wie man vielleicht hätte annehmen können, immerhin konnte Naira jetzt nicht kochen wie ein Sternekoch. Es war gut gewürzt und zu gerne würde sich die Dunkelhaarige auf die Schulter klopfen, aber das würde wahrscheinlich nur blöd aussehen, da ließ sie es lieber wieder.
      Ihre Blicke trafen sich, denn auch Naira sah auf und musste lächeln, als sie in seine Augen sah, doch er hatte Recht, sie konnten sich nicht einfach auf das, was Ramirez sagte ausruhen. Die Dunkelhaairge hatte zwar schon gesehen, was Alex drauf hatte, doch sie war sich nicht sicher, wie viel er in diesem Fall bewirkte und bewirken konnte. Da Lächeln wurde ein wenig schwächer und Naira dachte in Ruhe nach, bis Victor wieder das Wort an sich nahm. Sie war über seine Wortwahl verwundert, aber ließ sich zunächst nichts anmerken. Wenn sie ehrlich war, war Victor genauso ein Mysterium, wie es auch Alex war, aber noch einmal wollte sie es nicht betonen, schließlich war Victor nicht wirklich von Alex begeistert.
      "Es gibt einige Gerüchte über den Grund, warum er hier her kam.. Ich habe gehört, dass irgendetwas mit seinem früheren Partner war und er versetzt wurde, aber so wirklich spricht er nicht darüber.. Mehrmals habe ich es versucht, aber irgendwann habe ich es aufgegeben... ich glaube, es ist auch besser so", erklärte die Dunkelhaarige und nahm sich eine weitere Portion in den Mund, um sich mit etwas zu beschäftigen. "Ihr seid euch in dem Sinne ähnlich, dass ich keine Ahnung habe, was ihr hier sucht.. aber sonst hast du recht, du bist ihm nicht ähnlich...".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor drehte sich die Nudeln auf die Gabel und verfrachtete sie auf die Löffel, bevor er diesen in seinen Mund schob und doch die Aufmerksamkeit nicht ganz beim Essen belassen konnte. Sein Blick ging wieder hoch zu Naira und er presste die Lippen aufeinander, schluckte schwer das Essen herunter, was er nicht zu Ende gekaut hatte. Trotzdem tat er so, als sei es kein Problem für ihn.
      Der Rotschopf musterte sie und dachte darüber nach, ob sie die Worte ernst meinte oder ob das ein schlechter Versuch war seine Vergangenheit zu erfahren und dabei kannte sie diese...Wieso war die Vergangenheit von Alex seiner so ähnlich. Wobei...Nicht ganz...Mit ihm selbst stimmte etwas nicht, bei ihm war es nicht der Umstand mit seinem Partner.
      Victor stöhnte leise und nahm die lauwarme Tasse Tee an sich. Er hielt sie gut eine Weile vor der Nase, nahm einen vorsichtigen Schluck und wandte sich dann wieder an seine Partnerin: "Hmpf...mit wessen Partner passiert nichts? ...Wir alle können doch eine Story nach der anderen erzählen...", er zuckte mit den Schultern. Zufrieden zeigte er sich definitiv nicht, dass man ihn mit seinem selbsternannten Rivalen verglich. Er stand nicht auf Alex, in keinster Weise.
      Doch diese Info ließ ihn grübeln. Alex hatte möglicherweise ähnliches durchgemacht wie er. Versetzt aus Chicago ins Nichts, ans Ende der Welt. Es konnte gut sein, dass so, wie er heute war, nur noch ein Schutzmechanismus war und nichts weiteres. Eine Art durch die er versucht mit den Umständen klar zu kommen. Für einen Moment glaubte Victor sich mit Alex versöhnen zu können, doch im nächsten Moment stopfte er sich wieder einen Löffel mit Nudeln in den Mund und ertränkte den Gedanken mit etwas Tee.
      "Man muss nicht immer in der Vergangenheit eines Mannes rumstochern...", grummelte er nachdenklich und aß dann still seinen Teller leer. Das Essen war gut, er konnte nichts gegen einwenden. Es war mehr, als er sich hätte daheim anrichten können. Naira war eine gute Seele für ihn, in vielerlei Hinsichten.
      Sobald er fertig war, schob Victor den Teller von sich und stützte den Kopf mit beiden Händen, fuhr sich zusätzlich angestrengt durch das Gesicht: "Ugh...Ab Morgen muss es anders laufen...Alles..."
    • Naira O’Connor

      Sie schwieg und beobachtete den Rothaarigen, bei den Reaktionen auf das, was sie ihm präsentiert hatte. Er verriet Naira jetzt schon mehr, als er es bisher getan hatte, weshalb sie umso genauer alles analysierte, was er ihr gab. Es war leider eine Eigenschaft, die sich durch die Arbeit bei ihr eingeschlichen hatte, außerdem spielten ihre Gefühle verrückt und sie wollte unbedingt mehr über Victor wissen! Eine Augenbraue wanderte ein wenig nach oben, als der Herr davon sprach, dass mit jedem Partner irgendetwas ist. Die Dunkelhaarige verstand nur zu gut, was er ihr scheinbar sagen wollte und das war vielleicht auch der Grund dafür, dass Victor hier gelandet war. Vielleicht ähnelten sich die beiden Männer doch mehr, als sie es zugeben würden.. vielleicht würde sich mit Victor genau das Gleiche wiederholen, was mit Alex passiert war, denn gerne erinnerte sich Naira nicht an diese Beziehung.
      „Tut mir Leid“,entgegnete die Dunkelhaarige und aß die Nudeln weiter. Vielleicht war es wirklich besser, dass sie nicht in der Vergangenheit des Rothaarigen stocherte. Vielleicht würde er es ihr ja von selber sagen..
      Auch Naira war mit ihrem Essen fertig und beobachtete ihren Gegenüber, bevor sie sich erhob um die Teller zu sammeln. „Was soll anders werden?“, fragte sie und öffnete die Spülmaschine, um sie einzuräumen. „Oder anders gefragt.. wie anders soll es laufen?“. Sie hatte sich bei der letzte Frage wieder zu Victor gedreht und sah ihn an, suchte nach dem Augenkontakt.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor blieb sitzen, wie er saß. Den Kopf in die Hände gebettet, das Gesicht hinter den Händen. Er hielt die Augen geschlossen und versteckte sich vor der Wahrheit. Ein wenig zu oft, nach der Meinung anderer, aber er konnte nicht anders, oder?
      Es war so viel, dass ihnen bevor stand und so viel sozialer und emotionaler Kram, den er bereits seit gefühlten Urzeiten nicht mehr auf die Reihe bekommen hat. Erschöpft fuhr sich Victor nochmal durch das Gesicht und sah zur Seite. Naira hatte die Teller mitgenommen und räumte sie weg. Er beschloss ihr zu helfen und brachte das Besteck und die Tassen wieder zurück in die Küche.
      "Es muss alles anders werden. Der Fall muss...einfach laufen."
      Victor zwang sich dazu keine Beleidigungen hinten ran zu setzen und damit dem Mörder Dinge an den Kopf zu werfen, die sie weder bestätigt haben, noch sonst etwas. Hinzu kam, dass sie die Medien an der Backe hatten wegen ihm, und wohl erwarten durften, dass ab dem kommenden Montag wohl einige vor ihrem Büro auflaufen werden.
      Zwar beantwortete Victor ihre Frage nicht ins genaueste, befand es aber als ausreichend. Bevor er abdrehte und seinen Platz zum Schlafen aussuchen wollte, bemerkte er, wie es vorhin vor ihrer Tür abgelaufen war. Sie haben sich mehr oder minder, die eine oder andere Gefühlsregung zugestanden, aber nun...Es war nicht selten, dass Victor bei ihr einfach nur im Bett schlief, weil er so besser einschlafen konnte und das Gefühl auch hatte, dass ihr nichts passieren konnte. Und Schlaf würde verdammt wichtig werden in der nächsten Zeit. Einen Fall ohne Schlaf zu bestehen war hart und unnötig umständlich. Aber das Sofa war eigentlich der Platz, der ihm zustand nach dem was er gesagt hatte. Instinktiv fasste er sich an die Nase und zuckte leicht zurück. Eine Prellung höchstens, aber das würde schon gehen. Es war bestimmt nichts Schlimmeres als das.
      Victor drehte sich wieder um zu Naira und hoffte von ihr eine Antwort zu bekommen, wohin mit sich, denn er konnte sie nicht beantworten. Damit es nicht sehr seltsam vorkam, entschied er sich etwas zu sagen: "Danke...für...das Essen, mein ich."
    • Naira O’Connor

      Es sollte alles anders laufen.. Dennoch verriet Victor ihr nicht, was er genau meinte. Naira war diese halbherzigen Antworten gewöhnt, aber so langsam hatte sie diese satt. Am liebsten würde sie es ihm auch sagen, aber es gab genug Diskussionen für einen Tag und mehr brauchten die beiden wirklich nicht. Deshalb konzentrierte sich die Dunkelhaarige darauf, in Ruhe alles aufzuräumen. Es lenkte sie ab und ließ sie nicht zu Victor schauen, dies tat sie viel zu oft, ihrer Meinung nach.
      Als sie fertig war, lehnte sich die Frau gegen die Theke und kreuzte de arme vor der Brust, während ihr Blick doch mal wieder auf dem Rothaarigen haftete. Er dachte nach, dass sah man ihm genau, aber sie selbst konnte nicht genau sagen, über was er grübelte. Es konnte alles mögliche sein, immerhin war Victor ein Mysterium für sich. Als er sich für das Essen bedankte musste Naira breit lächeln und schüttelte leicht den Kopf. „Du bist manchmal echt komisch“, sagte sie mit einem euphorischen Unterton und lief auf den Rothaarigen zu. „Komm, lass uns schlafen gehen“. Sie lief in das Schlafzimmer und lies die Tür für den Herren offen, damit er ihr folgen konnte. Er würde so sicherlich verstehen, dass er sich zu ihr ins Bett legen kann, sie wollte es auch unbedingt. Seit er bei ihr war hatte sie keinen Zwang mehr, zu den Zigaretten zu greifen, das wollte sie auch so behalten.
      „Ich bin schon ein wenig aufgeregt.. so lange nicht mehr richtig bei der Arbeit gewesen“. Ihr zartes Lächeln bildete sich auf ihren Lippen und sie hob das Nachthemd von Bett auf, um sich im Badezimmer umzuziehen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Ihm wurde warm in der Brust, als sie sein Danke mit einem breiten Lächeln quittierte. Auch ihr Kommentar er wäre komisch, ließ ihn zu Boden sehen, wie ein kleiner Junge. Es waren Gefühle im Spiel, die er nicht recht zu ordnen konnte und doch wusste er schon lange, was es sein sollte und was es zu sein hatte. Victor räusperte sich und sah ihr nach, als sie ins Schlafzimmer verschwand. Die Tür weit offen. Sie hat ihn ja theoretisch eingeladen dazu oder nicht? Schritt für Schritt kam er dem Zimmer näher und trat nur vorsichtig über die Türschwelle in das Schlafzimmer. Es war ihm nie großartig aufgefallen, doch in dieser Wohnung herrschte ein so angenehmer Duft, dass er sich bereits von Anfang an wohl fühlte. Es war ihr Duft...Ihr Parfüm. Sein Haus roch immer noch nach einer Baustelle. Unangenehm und nervig, wie er fand.
      In der Ecke ihres Schlafzimmers lag noch immer seine Reisetasche, die er hierher geschleppt hatte, um Wechselkleidung zu haben. Jeans, Hemd, Unterwäsche, Socken, mehr brauchte er an sich nicht. "Es hat sich nichts geändert auf der Arbeit...", sagte Victor, als Naira sich ihre Sachen schnappte und in Richtung Bad lief. Sie ließ Victor alleine zurück. Spike lief an ihm vorbei und warf ihm einen hechelnden Blick zu, der mit einem kurzen Streicheln belohnt wurde, bevor er sich auf seinen Platz neben dem Bett legte. Victor schnaufte und fing an sein Hemd aufzuknöpfen. Warum musste das Leben so kompliziert sein, wenn es um andere Menschen ging. Manchmal verstand er die Mörder und Psychopathen, die mit all dem nicht klar kamen und versuchten die Schuld auf andere zu schieben oder sie mit Gewalttaten zum Schweigen zu bringen. Manchmal war es verwirrend und erniedrigend, aber wenn man lang genug wartete...Dann konnte alles wieder in Ordnung kommen. Dann bekam man Momente in denen man sich ruhig neben einander legte und einfach einschlafen konnte.
      Victor entledigte sich still seiner Hose und nahm die Boxer her, in denen er schlief. Seltsamerweise störte es ihn genau jetzt, dass diese Teile so unglaublich nicht-sexy aussahen. Seufzend zog er sie sich rüber und wandte sich ins Bett, um seinen üblichen Platz einzunehmen.
    • Naira O‘Connor

      Die Dunkelhaarige schloss die Tür des Badezimmers hinter sich und seufzte kurz, als sie sich gegen die Fliesen lehnte. Das war wirklich ein sehr merkwürdiger Tag gewesen, doch er endete besser, als es die Tage zuvor waren, definitiv besser. Victor war zwar noch immer zurückhaltend und er wusste nicht recht, was er nun sagen und tun sollte, aber diese Baustelle würde Naira auch noch in den Griff bekommen.
      Ganz langsam und ihrem Tempo entsprechen entkleidete sich die Frau und wollte sich bettfertig machen, als ihr Telefon aus der Hosentasche runter fiel. Ihr fiel wieder ein,dass sie eine Nachricht vorhin bekommen hatte, das Display leuchtete nun auch auf und breit war ‚Unbekannt‘ darauf zu sehen. Naira schluckte schwer und hob das Handy, zumal sie genau wusste, was es sein würde, oder besser gesagt.. wer ihr schrieb.
      ‚Vorsicht verbrenn dich nicht‘.. eine klare Botschaft mit ein paar Fotos, die die beiden Detectivs in einer Umarmung zeigten. Für einen Moment lächelte Naira, aber nur bis sie realisierte, wie nah er ihr war. Vielleicht sollte sie langsam mit Victor darüber sprechen? Doch das erste Mal kam sie dazu, ihm zu antworten.
      ‚Ich weiß, wie man mit dem Feuer spielt.. nimm du dich lieber in Acht‘, schrieb sie ihm und löschte alles wieder, bis auf ein Foto von sich und Victor. Auch wenn der Umstand, unter dem es gemacht wurde nicht der beste war, das Foto erinnerte Naira an etwas schöneres..

      Gut eine viertel Stunde brauchte die Dunkelhaarige, um wieder umgezogen ins Zimmer zu kommen. Sie konnte es auf das Bein schieben, welches ihr noch immer Probleme machte, vor allem jetzt nach der Nachricht. „Ich freue mich schon darauf, morgen früh aufzustehen..“, entgegnete sie mit einem Lächeln und stellte sich einen Wecker, bevor sie das Handy auf dem Nachttisch ließ und sich auf ihre Seite des Bettes legte. Ein merkwürdiges Gefühl der Aufregung war in der Brust zu fühlen, aber sie hatte doch schon so oft neben Victor geschlafen..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es gab Tage und Momente in denen sich Victor wünschte getrunken zu haben. Einer wie dieser, in denen er seine Aktionen, falls sie denn falsch wären, auf den Alkohol geschoben werden konnten. Er hatte es viel lieber, wenn er nicht verantwortlich war, für all den Unfug, den er anstellen konnte. Doch der Gedanke brachte ihn wieder zurück auf die letzte Nacht, nach der Willkommensfeier, in der er Naira wohl zu nahm gekommen war. Sie hatte sich wehren müssen und er Idiot brauchte isch nicht anstrengen, er wusste, dass er zu betrunken war und er ihr hätte mehr antun können.
      Er versuchte sich irgendwie hinzulegen, so dass er nicht direkt zum Bad sah, wenn sie heraus kam. Es reichte ihm zu hören, dass sie sich raus bewegte und dabei langsam aufs Bett zu kam. Das Gewicht auf dem Bett verlagerte sich ein wenig und ihre Wärme strahlte sofort auf ihn ab. Er sollte sie halten und sich entschuldigen, sich um sie kümmern, aber durfte er das denn? Ihre beider Worte waren heute Abend nicht sehr direkt. Victor grummelte in sich hinein und drehte sich auf den Rücken, um die Decke anzustarren. Hin und her gerissen zwischen sich in ihre Richtung zu wenden und einfach nur wegzusehen. Beides hatte seine Vor- und Nachteile.
      "Dann freut sich wenigstens einer von uns..", war seine Antwort auf ihre Euphorie morgen endlich bei der Arbeit aufzutauchen. Er konnte nicht recht sagen, ob das wirklich so gut war. Doch sie mussten ihn rankriegen. Er hat einiges zerstört und dabei sprach Victor nicht einmal über die Morde, die der Kerl verübt hatte.


      "Thomas" nächtigte in einem kleinen heruntergekommenen Motel dieses Mal. Sein Lächeln war kaum zu übersehen, als er ihre Antwort auf seine alte Nachricht bekam. Sie wollte ihm etwas entgegen setzen und er fand es mehr als erheiternd. Sollte sie doch. Mal sehen wer am längsten auf Feuer wandeln konnte. Mit einem missbilligendem Schnaufen legte er das PrePaid Handy auf die Seite und musterte es. Sie waren ihm noch nicht so nah, dass er die Handys ständig wechseln musste, doch wenn er richtig lag, würde diese Zeit bald kommen und es ließ sein Herz schneller schlagen. Er wollte es so. Es ging also alles nach Plan...
    • Naira O‘Connor

      Da war er wieder: dieser verschlossene Victor, der alles in sich behielt und noch viel mehr in sich fraß. Jetzt, während Naira ihn so ansah, war sie sich nicht mehr sicher, ob sie ihn irgendwann mal bändigen konnte, ihn und seine versteckten Gefühle. Es war, als würde er jedes Mal eine Mauer ziehen, sobald beide nur einen Schritt vorwärts machten und das warf ihre Beziehung immer gefühlt drei Schritte zurück.
      „Ich finde dich süß, wenn du so grimmig bist“,gab die Dunkelhaarige zu und legte sich auf die Seite, um Victor ansehen zu können. Die Decke schob die Frau dabei so weit hoch, dass nur das Gesicht draußen war. Es war kalt in dem Zimmer, vielleicht hatte sie auch vergessen die Heizung höher zu stellen,aber jetzt würde sie sich ganz sicher nicht bewegen um sie höher zu stellen. Zur Not frorr die Frau ein wenig. „Ich hoffe, dass das gut gehen wird mit der Arbeit.. zumal die Kollegen der Meinung sind, es würde viel zu sehr dem Fall meines Vaters ähneln.. wenn das aber stimmen würde,dann würden wir keinerlei Chance haben, voran zu kommen.. wobei ich mir schon eine Menge verspreche.. schließlich hast du sicherlich mehr Erfahrung mit so etwas, als ich“. Ihr Lächeln war warm, während ihr Herz die Arbeit beschleunigte um den Körper ein wenig wärmer zu halten, aber die Muskeln zitterten schon, es würde also gar nicht so schnell warm werden.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."