[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

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    • Das Haus war so leer und verlassen, dass er seinen eigenen Atem und sein Herz hörte, als er sich fertig auf das Sofa warf und den Kopf in den Nacken legte. Mit geschlossenen Augen versuchte Victor sein Verhalten zu rechtfertigen, doch egal wie er es legte, es war vorbei. Er wollte nicht mehr zurück und ihr erklären müssen, dass er Angst um sie hatte. Er wollte nicht, dass sie sich etwas antat, denn sie zog damit nicht nur sich alleine mit runter. Unzufrieden saß Victor eine Weile da. Letztlich entschied er sich dazu eine Pizza kommen zu lassen, doch das wichtigere an dieser Bestellung für den heutigen Abend war das Bier. Auch wenn es viel zu teuer war und ihn sicherlich nicht dahin befördern wird, wo er es eigentlich nötig hatte. Er leistete es sich trotzdem und verzehrte und eine Hälfte der Pizza, ließ die anderen Stücke auf dem Tisch im Wohnzimmer liegen und legte sich mit den zwei Bier auf sein Sofa. Der Alkohol, auch wenn nur schwach, meldete sich schon bald, so dass er tief durchatmend zur Ruhe kommen konnte. Doch nicht so sehr, dass er einschlief. Stattdessen wanderte er hin und her, checkte sein Handy und ignorierte die Nachrichten die dabei aufploppten. Die meisten waren nicht einmal persönlicher Natur. Sie wollten nur, dass er bescheid wusste über die Neuigkeiten, die in Anchorage sobald jeder verinnerlichen wird.
      Die Nacht schlief er nur mäßig. Wie immer plagten ihn die Gedanken und die Ängste, die er gegenüber seiner Vergangenheit hegte und nun kam auch noch die Angst um Naira hinzu. Was passierte, wenn sie sich nun wirklich überanstrengte und nicht einmal mehr zum Handy kam, um ihm bescheid zu geben...Doch so stolz wie er war, rief er nicht noch einmal bei ihr an, sondern tauchte, so früh wie es nur ging auf der Arbeit auf, um sich hinter seinen Akten zu verstecken. Wie Naira herkommen sollte wusste er nicht, überspielte aber jede Frage bezüglich ihrer Anwesenheit.
      "Ach schade, aber dann kann ich es dir ja schon einmal verraten. Captain Ramirez möchte eine kurze Willkommen zurück feier für euch beide schmeißen. Wenn du O'Connor also heute noch siehst, dann sag ihr doch bitte bescheid.", die Kollegin machte sich wieder auf den zu ihrem eigenen Arbeitsplatz und ließ Victor mit dem Wissen zurück, dass er nun absolut keine Lust hatte auf eine Feier zu gehen und ihr Zurückkommen zu begießen. Andererseits war ihm das ziemlich recht. Er konnte einen guten alten Kater gebrauchen.
    • Naira O’Connor

      Sie hatte nicht einen Moment lang Schlaf gekriegt und war deshalb auch hellwach, als ihr Wecker klingelte. Naira fühlte sich wahnsinnig elendig, sie wusste nicht wo ihr der Kopf stand und auch nicht wirklich, wo sie sich befand, immerhin hatte sie nicht ein einziges Mal die Augen zu bekommen. Sie hatte Schuldgefühle, aber ihr Stolz verbot es ihr ihm zu schreiben. Eine Nachricht würde genügen, um dem allen einen Schluss zu setzen, aber selbst das war ihr schon zu viel.
      Nachdem der Wecker geklingelt hatte blieb sie einen Moment lang liegen, bevor sie auch feststellte, dass es nichts brachte und deshalb unter die Dusche ging. Sie sah wieder grausam aus und die dunklen Augenringe machten deutlich, wie wenig Schlaf sie diese Nacht bekommen hatte.
      Erst als Naira fertig war fiel ihr auf, dass sie eigentlich keine Ahnung hatte, wie sie zur Arbeit kommen sollte. Die Autoschlüsseln lagen auf dem Tisch und ihr Stolz befahl ihr sie zu nehmen und sich hinter das Steuer ihres Wagen zu setzen. Tief musste sie mehrmals durchatmen, als sich die Dunkelhaarige tatsächlich auf dem Fahrersitz befand und das Steuer in der Hand hielt. Ihr Bein tat nicht weh, aber die Erinnerungen schossen ihr in den Kopf. „Wir machen das..“,murmelte sie zu ihrem Hund, welcher sie natürlich begleitete und startete den Wagen. Alles lief blendend, sie hatte es gar nicht verlernt und das Auto im Griff gehabt, bis sie mitten auf der Straße jemanden erblickte, der für all das Schlamassel verantwortlich war. Zunächst fuhr sie auf ihn zu, immerhin war die Frau in einer Art Schockstarre, aber schon kurz darauf bremste sie mit der vollen Kraft. Der Wagen fing an zu rutschen und schon bald befand es sich in einem Schneehügel. Ihr Kopf war gegen das Lenkrad geknallt, aber Nairas Gedanken kreisten um etwas anderes.. sie hatte sein Lachen gehört.

      Zwanzig Minuten später saß sie in der Notaufnahme des Krankenhauses, in dem sie aufgewacht war. Ein Fußgänger hatte sie und Spike da raus geholt und ins Krankenhaus gebracht, während sich jemand anderes um das Auto kümmerte. Die Panik in ihrem Kopf war riesig, aber sie ließ sich nichts anmerken, in dem sie nichts sagte. Das Kühlpack in der Hand drückte sie sich immer wieder gehen die pochende Stelle am Kopf.
      „Gleich wird Sie jemand abholen..“,sagte die Schwester ihr, aber Naira war sich nicht ganz sicher, wen sie meinte. Sie hatte es untersagt, jemanden anzurufen, sie würde irgendwie schon nach Hause kommen. Auch wenn er womöglich auf sie wartete...
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Arbeit verlief nur holprig. Er hatte weiterhin Schwierigkeiten sich zu konzentrieren und das obwohl er eigentlich Mannsgenug sein sollte sie zu vergessen und sich endlich um sich selbst kümmern sollte. Nichts da...Kaum 2 Stunden später, als er auf der Arbeit war klingelte sein privates Handy. Nairas voller Name wurde angezeigt und er war fast gewillt dazu einfach aufzulegen und nicht ranzugehen. Doch das hätte er wiederum nicht mit sich vereinbaren können. Der Glaube daran, dass er Naira am Handy haben würde, wurde sogleich zerschlagen.
      "Mr. Parker? Wundern Sie sich bitte nicht. Sie sind der letzte Kontakt, den Ms. O'Connor gewählt hatte und auf den wir Zugriff haben. Sie befindet sich gerade noch in der Notaufnahme und wurde von einem Autounfall hierher gebracht. Da sie der letzte sind und der am meisten gewählte...Ich hoffe Sie können sie abholen."
      Victor wurde hellhörig und er verengte die Augen. Keine Stunde konnte er sie alleine lassen. Ein Autounfall? Ist sie wirklich in den Wagen gestiegen oder hatte man sie nur auf der Straße erwischt, als sie zur Arbeit laufen wollte? Letzteres erschien ihm wie ein zu großer Zufall und so presste er die Lippen aufeinander und zwang sich zu einer halbwegs höflichen Antwort er sei unterwegs gewesen. Dem Captain erklärte er nur die Hälfte der richtigen Geschichte und sprang hinaus, lieh sich einen der Dienstfahrzeuge und fuhr damit in Richtung des Krankenhauses. Es interessierte ihn noch nicht einmal, dass er zwei Parkplätze einnahm. Schnell stieg er aus, schloss den Wagen ab und sprang in Richtung der Aufnahme, wo er dann weiter geleitet wurde und schon bald Naira außerhalb eines Zimmers im Gang sitzen sah. Neben ihr lag wie immer Spike.
      Die anfängliche Sorge, die er auf dem Weg hierher hatte, wich einer immensen Wut.
      "Was hast du dir dabei gedacht!?", entfuhr es ihm laut und deutlich, so dass sogar die Schwester neben ihm zurück wich.
      "Ist das dein verfickter Ernst?", Victor fragte noch nicht einmal ob es ihr gut ging oder was genau geschehen war, stattdessen war er bereit ihr sofort den Kopf abzureißen für die Aktion, die er sich da im Kopf zurecht gelegt hatte.
    • Naira O‘Connor

      Sie musste nicht lange warten, bis Victor im Krankenhaus erschien, aber lieb war es ihr ganz und gar nicht. Es störte Naira viel mehr, dass ausgerechnet er im Krankenhaus erscheinen musste, wobei sie keine Ahnung hatte wer besser gewesen wäre. Vielleicht war Victor schon das beste?
      „Victor..“,murmelte die Dunkelhaarige und hielt sich das Kühlpack noch immer an dem Kopf, sah aber nicht zu ihrem Partner hoch. „Es ist nicht so, wie du denkst..“,sagte sie schon kurz darauf und lehnte sich ein wenig weiter zurück. „Ich musste irgendwie zur Arbeit kommen.. und es war auch kein Problem zu fahren, es ging sogar super gut!“,ihre Stimme war gesenkt, sie wollte ganz sicher keinen Streit mehr, es hatte ihr gestern schon gereicht. „Es tat auch nicht weh, ich schwöre.. aber als ich dann zwei Kreuzungen weiter bremsen wollte... versagten meine Bremsen“. Sie hätte ihm von Thomas erzählen sollen, aber Victor würde sie womöglich für verrückt erklären und einsperren.. Keiner würde ihr einfach so glauben, dass ausgerechnet dieser Mann da stand..
      „Ich habe es mehrmals versucht.. und als es dann ging kam ich ins Schleudern.. und steuerte den Wagen nach Möglichkeit in den Schneehaufen.. damit haben wir nichts wirklich abgekriegt.. der Wagen wird grad auch abgecheckt..“. Sie traute es sich nicht, hochzuschauen. Ihre Augenringe würden ihm sofort verraten, dass sie nicht geschlafen hatte und das wegen ihm.. aber ihre Reue war trotzdem zu sehen. „Ich wollte es nicht.. ich wollte auch nicht, dass sie dich anrufen.. aber alleine durfte ich nicht gehen..“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victors Art mit ihr zu reden mochte hart und unwirsch sein, doch er konnte keine anderen Wortein den Mund sich legen, die die Situation besser beschrieben hätte. Es war überhaupt unglaublich, dass sie gar noch am Leben war, ihr Bein nicht verletzter und sie noch recht passabel aussah dafür. Welche Gründe die auch vorgeführt hätte heute, er hätte ihr keins davon abgenommen. Stattdessen war er bereit sie zum Teufel zu schicken. Nicht alleine, mit sich. Aber er war bereit dazu weiter zu machen. Ihre kleine Geschichte von Bremsversagen ließ er noch nicht einmal bei sich ankommen.
      "Ach, klar. Am besten du willst auch jetzt in deinem Zustand alleine nach Hause laufen. Du hättest mit dem Wagen jemanden umfahren können. Mal abgesehen davon, darfst du nicht mit einem kaputten Bein ein Personenfahrzeug steuern, weil du andere Menschen dadurch in Gefahr bringst.", Victor machte weiter, kam aber zu ihr und hockte sich neben sie, versuchte einen Blick in ihre Augen zu erhaschen.
      "Verstehst du das denn überhaupt nicht? Gerade als Polizistin und als Detective sollte dir klar sein, dass du die Menschen hier eher beschützen sollst und dich auch...gott verdammt nochmal...", er wollte wieder anfangen, da kam die Schwester dazwischen. Vorsichtig tippte sie ihm auf die Schulter und sah ihn entschuldigend an: "Ich denke nicht, dass es etwas bringt noch weiter herum zu schreien, Mister. Ja, sie hat einen Fehler gemacht aber...bitte. Haben sie Nachsicht mit ihr, nehmen sie sich den Tag frei und..."
      Schnaubend stellte sich Victor auf und machte sich größer, als er eigentlich war. Mit einem fiesen Blick sah er auf die Schwester herunter und dachte einen Moment nach. Sie hielt ihm und seinem Blick stand. Das überredete ihn letztlich doch noch einmal sich an Naira zu wenden.
      "Wir gehen und ich hoffe nicht, dass du noch zur Arbeit willst. Ich bringe dich nach Hause."
    • Naira O’Connor

      Schnell merkte Naira, dass die Reue auch nichts brachte und so wechselte sie die Taktik, indem sie einfach Victor sprechen ließ und zuhörte. Sie hatte nichts mehr zu sagen, immerhin hätte er sie für verrückt erklärt und sich noch viel mehr aufgeregt, wenn sie ihm den wahren Grund nennen würde. Deshalb schwieg die Dunkelhaarige und war froh, als die Schwester das Wort für sie ergriff. Normalerweise war die Dunkelhaarige eher jemand, der sich selbst verteidigte und sie hätte sich auch sicherlich gegen Victor gestellt, aber ihre Gedanken kreisten eher um Thomas und um das Geschehen in seine Hütte. Sie war nicht einmal richtig bei der Sache dabei im Krankenhaus..
      „Es tut mir Leid..“,murmelte sie wieder und erhob sich. Ihr Hund folgte ihr sofort, bevor sich beide in Richtung des Ausgangs machten. Sie sah noch nicht einmal zu Victor zurück, sondern nahm einfach an, dass er ihr gleich zum Ausgang folgen würden. Ihr Kopf tat weh, das Steißbein schmerzte, das Bein meldete sich und die Müdigkeit gab ihr noch den Rest. Dazu noch der Streit,die Laune von Victor und die Gedanken an Thomas als Sahne oben drauf, so hatte sie einen unangenehmen Cocktail der Gefühle. Naira erhoffte sich dann nur noch, dass Victor gleich Ruhe geben würde..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Ihre Entschuldigung nahm ihm den Fahrtwind aus den Segeln und der Ärger verpuffte im Nichts. er hatte sich ja Sorgen um sie gemacht. Sorgen, die er nicht umschreiben konnte. Unzufrieden blickte er ihr nach und kam erst einen Moment später hinterher. Sie einzuholen war definitiv kein Problem. Sie kamen raus auf den Parkplatz und er lotste sie rüber zu dem Dienstwagen, der von einigen Besuchern fragwürdig gemustert wurde. Erst recht, als Viktor Naira zu dem Wagen brachte und auch den Hund nach hinten springen ließ.

      Als er dann hinter dem Steuer saß hielt er Inne und atmete tief durch. Seine Gedanken mussten sich legen und er durfte nicht wieder ausfällig gegenüber Naira werden. Eigentlich war es nun Zeit etwas zu sagen, doch er konnte nicht und ein einziger Blick zu ihr, sagte ihm auch, dass er das lassen sollte. Sie sah fertig aus und bereit für ein dunkles Zimmer, eine große Decke und ein gutes Schlafmittel. Er sollte sich dergleichen auch bald kaufen.
      Statt mit ihr zu reden, nahm er sein Handy heraus und rief auf dem Präsidium an. Er teilte mit, dass sie nicht mehr kommen konnten udn es Komplikationen gab bei Naira, so dass sie diesen tag beide frei machen mussten. Als man wieder auf die Frage kam, ob es zu einer Feier kam, legte Victor eine Hand an seinen Kopf.
      "Ich teile es ihr mit ja...", war das letzte was er sagte, bevor er das Handy in die Ablage warf und den Wagen startete, um sie beide nach Hause zu ihr zu fahren.
      "Ich weiß ja nicht...", er atmete noch einmal tief durch, "Die vom Revier wollen unbedingt eine Feier zu unserer Rückkehr steigen lassen...", damit war es wenigstens gesagt, ob es der beste Moment war und ob sich einer von ihnen gerade im Stande fühlte auf eine Party in einer Bar zu gehen, da war er sich nicht sicher.
    • Naira O’Connor

      Sie schwieg den ganzen Weg zu dem Wagen und ließ sich von ihrem Partner führen. Es war nicht die Reue, die sie so bedrückte, es war definitiv die Vergangenheit, die sie so fertig machte.
      Im Wagen schnallte sich Naira an und wartete, bis Victor den Wagen startete. Er hatte sie im Präsidium krank gemeldet, da wehrte sie sich kein Stück gegen. Naira besaß keine Kraft, die es ihr erlauben würde. Sie war lieber damit beschäftigt, den Vorfall noch einmal in ihrem Kopf durchlaufen zu lassen. Erst, als Victor von einer Feier sprach sah sie zu ihm und musterte ihn für einen Moment. Er sah genauso schlecht aus, wie sie es tat. Scheinbar war sie nicht die einzige, die nicht geschlafen hatte. Doch schnell sank Naira ihren Blick wieder und sah aus dem Fenster. „Ich weiß nicht ganz, ob wir es wert sind..“,murmelte sie auf die Party hin und schüttelte den Kopf. Es war eine sehr melancholische und depressive Verstimmung, die in ihr herrschte, da vor allem auch Victors Worte in ihrem Kopf kreisten. Es tat ihr alles Leid, gleichzeitig tat ihr nichts Leid und sie gab Victor die Schuld.. An meisten aber war sie auf das Arschloxh wütend, welches sie in diese Lage gebracht hatte.
      Ihr Handy vibrierte in der Hosentasche und Naira holte es kurz raus, um draufzuschauen.
      ‚Hoffe ihr habt euch nicht zu dolle weh [i]getan.. wäre zu schade, wenn du doch nicht mehr arbeiten kannst..
      Gruß T.‘[/i]
      Ihre Augen überflogen die Nachricht, bevor sie das Handy wieder wegsteckte. Er wollte Krieg, den würde er auch sicherlich kriegen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor fuhr sie beide nach Hause und parkte den Wagen auf dem Parkplatz, den er ansonsten immer mit dem Jeep einnahm. Der Streifenwagen erschien aber nun um so viel kleiner und kürzer, dass noch mindestens ein Motorrad genug Platz bekam, um dort zu parken. Sogar ein Quad passte noch, doch das waren gedanken, die man hatte, wenn man in einer Stadt wie Brooklyn arbeitete. Hier gab es dergleichen nicht. Allerhöchstens ein Schneemobil, aber nicht direkt hier.
      "Wir haben noch Zeit zu entscheiden...", Victor stieg aus und ging um den Wagen herum, um ihr und auch Spike den Weg frei zu geben und zu helfen aus dem Wagen zu kommen. Ob er mit seinen Worten meinte, dass sie zu entscheiden hatten, ob sie es wert waren oder ob sie auf die Feier gehen sollten wollte Victor nicht spezifizieren. Er ließ den Satz so stehen und lief mit ihr hinauf in die Wohnung, darauf bedacht Naira so viel last wie möglich abzunehmen, jedoch nicht zu sehr auf den Pelz zu rücken. Sie war nicht gänzlich miteinander im Reinen das spürte er. Er gab ihr vor, dass sie sich in ihr Zimmer legen sollte.
      "Du solltest heute ausschlafen...", dann verließ er das Zimmer auch und suchte in der Küche nach den Schmerztabletten und nach einem kleinen beruhigungsmittel, von welchem er mehrere Tropfen in ein Wasserglas hinzugab.
      Was es für Gründe auch gab, dass sie den Wagen in den Graben gefahren ist, auf ihr Handy oder in die Leere starrte. Er würde es ihr nicht entlocken und vorerst konnte er es auch nicht wissen.
      "Ruh dich aus, okay? Nur dieses eine Mal. Ich bleibe auch hier.", Victor setzte sich neben sie, nachdem er seinen mantel abgelegt und auf den Boden gelegt hatte.
    • Naira O’Connor

      Nicht einmal einen Mucks gab sie von sich, als Victor ihr aus dem Wagen half und auch sofort da war, als sie die Treppe hoch lief. Naira war fertig mit den Nerven und da hätte es auch nichts gebracht, irgendwelche Widerworte zu finden und auszusprechen. Sie hatte genug von dem Streit und auch genug davon angeschrien zu werden, selbst wenn sie selbst nicht wirklich besser war.
      Auf die Anweisung, sie solle ausschlafen nickte die Frau nur und marschierte in ihr abgedunkeltes Schlafzimmer. Ohne jegliche Widerworte zog sich Naira ihr Oberteil und auch die Hose aus, bevor sie beides auf dem Boden ließ und unter die Decke krabbelte. Sie war kalt und verlassen, aber ihr Körper würde sie bald auch schon wieder aufwärmen. Ihr war es recht egal, was Victor nun tun würde, ob er hier bleiben oder wieder Heim gehen würde, es war viel zu viel Stress für ihren Körper gewesen, weshalb dieser im Energiesparmodus lief.
      „Nur dieses eine Mal..“,wiederholte Naira die Worte ihres Partners und zog die Decke noch weit mehr über ihre Schultern, um sich in dieser zu verstecken. Alle ihre Gedanken drehten sich um den Mann, der auf der Kreuzung gestanden und sie angegrinst hatte. Sein schelmisches Grinsen jagte ihr noch immer einen Schauer über dem Körper, aber Naira wollte sich mit etwas anderem beschäftigen.
      „Danke Victor..“,murmelte sie noch, bevor sie die Augen schloss und darauf wartete, dass der Schlaf wie vielleicht irgendwann einholen würde, zunächst aber vergeblich..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Das Glas mit der Lösung und den Tabletten hatte er auf dem Nachttisch neben sie stehen gelassen. Wenn sie es brauchte, konnte sie es ruhig trinken, wenn nicht, dann durfte sie wohl noch ein wenig wach bleiben oder sie war sogar müde genug, um endlich ein wenig Schlaf abzubekommen, den sie sich doch irgendwo verdient hatte. Das leise gemurmelte Danke von ihr, ließ Victor nicken und sanft eine Hand auf ihre verdeckte Schulter legen. Es gab keinen wahren oder gar gerechtfertigten Grund sich bei ihm zu Bedanken, denn er hatte sich in letzter Zeit wie ein großes Arschloch verhalten. Es tat ihm sogar wirklich Leid, was er ihr im Krankenhaus an den Kopf geworfen hatte. Sein Verhalten war nicht richtig, aber er hatte sich so große Sorgen um sie gemacht, dass er nicht anders konnte.
      Um sich irgendwie reumütig zu erweisen blieb er bei ihr bis sie halbwegs ein wenig Schlaf finden konnte. Immer wieder streichelte er sanft über ihre Schulter, um zu sehen, ob sie sich regte und ob sie noch bei ihm war oder bereits schlief.
      Erst als er sich sicher sein konnte, dass sie tiefer dem Schlaf und der Menge an Stress verfallen war, setzte er sich runter auf den Boden und sah zu Spike, der ebenfalls die Augen zu gemacht hatte und schlief.
      Victor blieb im Zimmer und lehnte sich an das Bett hinter sich. Auch wenn er wusste, dass er sich lieber gemütlicher hinsetzen sollte, konnte er nicht anders und blieb auf dem Boden, wo er letztlich auch einschlief.
    • Naira O’Connor

      Sie schlief irgendwann tief und fest ein, vor allem nachdem er sie gestreichelt hatte. Ihr Körper hatte den Kampf aufgegeben und sich in das Land der Träume begeben, in dem Naira bis zum nächsten Morgen auch blieb. Der Schlaf hatte ihr gut getan, ihrem Körper wieder Kräfte gegeben und ihren Kopf wieder frei gemacht. Sie hätte sicherlich noch ein paar Stunden mehr schlafen können, aber ihr Bein und ihr Kopf schmerzten und damit konnte sie nicht weiter schlafen.
      Zum Glück hatte Victor auf ihrem Nachtschränkchen ein Schmerzmittel hingelegt gehabt und Naira konnte die sich einwerfen und mit dem Wasser runter schlucken. Nachdem sie langsam zu sich kam bemerkte sie Victor auf dem Boden im Sitzen schlafen. Kurz war sie ein wenig verwirrt, schmunzelte aber kurz darauf und musste leise seufzen. Sie musste schon zugeben, dass er ganz süß war, aber Naira konnte ihm nicht helfen. Sie hätte keine Kraft um den Mann auf das Bett zu bringen. Aber sie schenkte ihm dennoch einen kleinen Kuss auf seinen Kopf, um sich noch einmal zu bedanken.
      Langsam stand Naira auch auf der andere Seite aus dem Bett auf und bewegte sich unter die Dusche, um für die Arbeit vorbereitet zu sein. Klar, in zwei Stunden würde erst der Wecker klingeln, aber sie hat so lange und so gut geschlafen, wie schon lange nicht mehr, da war auch Thomas und der Unfall von gestern wieder glatt vergessen. Selbst die Party hatte Naira nicht mehr wirklich im Kopf gehabt, sie war lieber mit ihren Gedanken bei der Arbeit und wie sie es dem Captain alles erklären sollte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Der kommende Morgen war alles andere als einfach zu erklären. Victor wachte mit mächtiger Verspannung im Rücken auf und brauchte sogar gute 10 Minuten um überhaupt aufstehen zu können, weil seine Beine einschliefen und anfingen zu kribbeln, als er versuchte aufzustehen. Das war nicht so einfach. Nach einem ausreichenden Frühstück und einer kurzen Unterhaltung steigen die zwei Detectives auch wieder in den Wagen und brachten ihn dorthin zurück, wo er stehen sollte. Erst dann betraten sie das Revier und wurden später zum Captain geschickt, die alles besprochen und begründet haben wollte. So viele Gründe, so viele Antworten und so viele fragen. Victor blieb zwar grimmig, aber um einiges ruhiger, weil er nun wieder wusste, dass er auf Naira aufpasste und sie sich nicht noch mehr Dinge antat, als sie es bereits geschafft hatte.
      Dort wurden sie auch wieder nach einer kleinen Ermahnung zur Arbeit gelassen und man erklärte ihnen dass sie heute früher Schluss machten, um gemeinsam zu einer Bar zu gehen, die sich im Zentrum befand. Victor war über die Neuigkeit sehr erfreut. Ausnahmsweise einmal wollte er sich wieder betrinken und konnte es tun ohne sich schuldig zu fühlen, weil alle aufeinmal tranken und in einen Ausnahmezustand gerieten.
      Und weil er etwas trinken mochte, verweigerte er auch das Autofahren. Dafür nahm ihn aber jemand anderes mit, weil derjenige von Grund auf nicht trank. So konnten sie gemeinsam ohne großen Aufwand auch für Naira zur Bar gelangen.

      Freudig verteilten sie sich auf 2 große voll reservierte Tische, um die sie sich drängen konnten für den Anfang. Doch jeder erwachsene war sich klar, dass der ein oder andere nach den ersten drei Bier schon einen anderen Platz suchen wird. Auch Victor peilte bereits die Bar an. Für später. Er und Naira wurden in eine Ecke zu Alex und dem Captain gesetzt, die irgendwann bevor die ersten Gläser kamen das Wort an sich riss.
      "Einmal, damit jeder bescheid weiß. Wir sind hier, weil wir euch für euren Dienst sehr respektieren und...wir sind glücklich euch wieder hier zu haben. Heil und bald wieder bereit für die volle Arbeit.", man jubelte, klatschte kurz und war noch lauter, als die ersten Gläser ausgeteilt wurden.
      Victor hatte sich ein dunkles Bier bestellt, dass nur in der Flasche serviert wurde.
    • Naira O’Connor

      Die ganzen Kollegen freuten sich schon auf den Abend in der Bar, die Stimmung war sehr heiter, noch bevor der Abend überhaupt anbrach. Nicht weit von Nairas Wohnung entfernt in einer ihr sehr bekannten Bar fand die Feier dann statt. Sie hatte sich ein wenig hübsch für den Abend gemacht, denn ihrer Meinung nach gehörte es so und auch wenn ihr nicht nach feiern war, Naira ließ sich nicht anmerken, dass ihr Kopf wo anders schwebte. Zum Glück gab es bei der Arbeit gar nicht so viel Ärger wie vermutet, aber dafür machte ihr ein Brief, den sie in ihrem Briefkasten gefunden hatte Sorgen. Sie wurde nun offiziell gestalkt..
      „Übertreib nicht“,sagte Naira zu ihrem Captain, als diese eine Absprache gehalten hatte, musste trotzdem ein wenig schmunzeln. Während sich alle anderen den Alkohol wirklich gönnten und auch ihre Cheffin sich nicht gerade zurück hielt ging Naira an einem Cocktail und trank ihn auch in aller Ruhe. Sie verriet niemandem, dass er alkoholfrei war, aber durch die Schmerzen in Bein musste sie Schmerzmittel nehmen und damit war Alkohol für sie tabu.
      „Sag mal, wie machst du es eigentlich?“,hörte Naira dann neben sich und drehte ihren Kopf zu ihrem blonden Kollegen. Sie schenkte ihm ein warmes Lächeln, auch wenn sie keinen blassen Schimmer hatte, was er von ihr wollte. „Du kommst keine drei Wochen später wieder zurück zur Arbeit und tust so, als wäre nichts passiert.. vor allem siehst du noch viel blendenderer aus, als vorher..“. Man merkte dem Blonden an, dass er schon ein wenig mehr getrunken hatte, als er sollte, aber die Feier war an ihrem Höhepunkt und die anderen hatten auch schon einiges im Blut.
      „Ich habe keine Ahnung.. aber wenn ich es mal erfahre werde ich es dich wissen lassen!“,sagte sie daraufhin und nahm einen Schluck ihres Drinks.
      „Sag mal, hast du eigentlich dieses Jahr am Sylvester was vor? Ich habe mir überlegt eine Party steigen zu lassen.. ich habe nicht vergessen, was für eine Partykanone du sein kannst!“.
      Naira musste ein wenig beschämt schmunzeln, sagte aber zunächst nichts zu. Sie musste sich da irgendwie rausreden.. unbedingt!
      „Ich überlege es mir.. für Partys bin ich nämlich langsam schon ein wenig zu alt!“. Sie lächelte Alex wieder an, nahm aber einen Schluck ihres Cocktails, dieses Gespräch brachte ihr so viele Erinnerungen an eine Zeit in ihrem Leben, in der Alex vielleicht ein wenig zu wichtig war.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Kollegen feierten ausgelassen die Rückkehr von zwei Detectives, die sie A nur zur Hälfte kannten und B nicht einmal komplett leiden konnten. Das meiste war aufgrund von Victors Verhalten. Er war kein angenehmer Kollege in den ersten Monaten gewesen, aber er stellte sich auch nicht gerade fein an, wenn es darum ging sich Freunde zu machen. Entweder er fühlte sich zu alt dafür oder er war emotional nicht gewappnet. Das mit Naira reichte ihm in dem Moment.
      Und selbst das ließ er für den Abend und für den Moment sein. Denn nach dem ersten Schluck Bier, schaltete sein Gehirn um. Dabei trank er das erste und zweite Bier, sowie das dritte ohne einmal die Miene zu verziehen. Nach und nach hatten sich die meisten abgesondert und auch Victor nahm sich die Freiheit und verschwand an die Bar, wo er sich ohne große Schwierigkeiten einen weiteren Drink bestellte, der ihn vielleicht retten konnte. Langsam wurde ihm schwummrig. Sein Blick wurde schwer und auch die Zunge fühlte sich an, als wäre sie um das doppelte ihrer Größte angeschwollen. Er sprach aber nicht so viel. Es reichte, dass der Barkeeper verstand, dass er noch einen Drink brauchte. Auch wenn ihm noch am Vorabend klar gewesen war, dass er Naira wieder nach Hause bringen musste, er konnte nicht widerstehen. Die Gelegenheit war zu gut, als sich nicht die Kante zu geben und über einen Durst zu trinken. Man ließ ihn ja sogar soweit alleine. Die meisten Kollegen saßen gemeinsam und tranken auf ihr Wohl und das der anderen, sie sprachen über persönliche Dinge und tauschten sich aus. Victor blieb alleine. Was ihm aber nicht umging war trotz des alkohols alles was um ihn herum geschah. So bekam er auch mit, wie Alex, der keinen Zentimeter von Naira gewichen war, hart gebechert hatte und nun die Dame zuwatschte. Victor konnte sie aus dem Augenwinkel beobachten. Es gefiel ihm nicht, es missfiel regelrecht, wie er versuchte mit ihr zu reden. Dabei war es noch nicht einmal sein Recht Alex zu verbieten mit ihr zu reden. Es störte ihn mehr das Wissen darüber, dass Alex mal etwas von ihr wollte und augenscheinlich diese Gefühle immer noch hatte.
      Nach dem Victor seinen nächsten Drink serviert bekam, er war nicht so hart ihm nehmen, wie er es sonst mit seinen Getränken und seinem Pegel war, aber er drehte sich auf seinem Platz um, lehnte sich nach hinten über die Bar und beobachtete Alex, der eifrig um die Aufmerksamkeit der Detective kämpfte.
    • Naira O’Connor

      Es fühlte sich gut an, mal mit jemanden zu sprechen, der nicht in jedem zweiten Satz schwieg oder grimmig war und es einen sofort spüren ließ, denn das war genau das, was Victor sie in letzter Zeit spüren ließ. Bisher hatte Naira vielleicht drei Mal einen ganz anderen Victor erlebt, ein Mal sogar einen ganz besonders anderen, als sie ihm im Krankenhaus gesehen hatte. Doch es war mal eine Abwechslung, auch wenn Alex nicht ihre erste Wahl war. Vielleicht lag es auch daran, dass sich eine Kollegin noch zusetzte und dadurch alles ein wenig lockerer wurde. Natürlich entging es der Dunkelhaarigen nicht, dass der Blonde immer nur ihre Aufmerksamkeit suchte, aber sie lachte trotzdem gerne über die Erzählungen und Witze, denn auch ohne Alkohol hatte sie sich ein wenig entspannt.
      Ihr Blick glitt sogar einmal durch die Bar und Sieb entdeckte Victor, der die drei beobachtete. Sofort stieg die Aufregung und die Übelkeit in ihr wieder, während das Herz seine Arbeit ein wenig beschleunigte. Sie lächelte ihn dennoch leicht an, bevor sie den Blick wieder abwandte und dem blonden neben ihr lauschte, der den beiden Frauen ein Video zeigen wollte.
      „Soll ich uns mal eine neue Runde bringen?“,fragte Alex letztendlich und sah Naira erwartungsvoll an. Sie wunk aber ab, während ihre Kollegin aber nur zu gerne etwas Neues zu trinken haben wollte. Man, die Kollegen nutzten es ganz schön aus, dass sie sich frei besaufen konnten. Aber Alex ließ nicht locker und sein Hundeblick machte deutlich, wie gern er der Frau imponieren wollen würde. Es zog nicht, aber Naira wollte auch mal nett zu ihm sein. „Einen Sex on the Beach bitte..“,sagte sie dann schließlich und der Blonde strahlte über beide Ohren hinweg. Er ließ die Frauen alleine, um sich zu der Bar zu begeben, an der sein bisher größter Feind saß.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor war nicht aufzuhalten mit seinen Getränken, aber in diesem Moment unterschied ihn nichts von den anderen. Keiner wusste, dass er chronisch getrunken hatte und kein Problem darin sah auch mal jeden Tag einen über den Durst zu trinken. Er hatte sich sogar weitesgehend so entspannt, dass er sich an Alex wenden konnte, als dieser an die Bar kam. Er pfeifte, war zufrieden mit sich und mit der Errungenschaft neben Naira sitzen zu dürfen. Und was tat sie? Sie lachte...
      Victor hätte gelogen, wenn er gesagt hätte es würde ihm nichts ausmachen. Aber das tat es nun einmal. Ihm gefiel nicht wie sie für Alex lachte. Bei ihm tat sie das nicht. Gut, wieso auch...Victor war grimmig, mindestens ein paar dutzend Prozent humorloser als Alex und vielleicht sogar ein wenig hässlicher und unausgeschlafener, als der kollege. Alles Negativpunkte, die er einsackte.
      Alex kam an die Bar um eine Runde für sich und die zwei Damen neben sich zu bestellen. Victor sah ihn eine Weile von der Seite an, bereit provokant gegen ihn vorzugehen.
      "Na, gefällt dir ihre Aufmerksamkeit zu erhaschen, mh...Verflucht ich hasse deine Visage..." und das aus mehreren Gründen. Er mochte Alex seit Anbeginn nicht, denn er erinnerte ihn sofort an seinen verstorbenen Partner und besten Freund. Derjenige, der es nicht verdient hatte damals zu sterben: "Übertreib's bloß nicht...", knurrte Victor und konnte überraschenderweise tatsächlich noch reden ohne groß zu lallen. Seine Zunge machte noch mit. Sein Kopf nicht mehr so sehr, deswegen starrte er auch in sein Glas runter.
      Alex neben ihm schürzte die Lippen und beugte sich zu Viktor rüber: "Spiel nicht zu sehr den Aufpasser. Du bist schließlich nur der Partner von ihr. Das war ich auch einmal.", flötete Alex zufrieden und hatte wohl aufgrund des Gesprächs mit den zwei Damen einen ordentlichen Schub an Selbstvertrauen bekommen.
      Victor knurrte ihm entgegen, ließ ihn aber diesmal davon kommen. Stattdessen stand er auf, winkte genervt ab und kippte den Rest seines Glases in sich hinein, bevor er dann leicht wankend in Richtung des Badezimmers verschwand, nachdem er ein weiteres Glas des Alkohols bestellte.
    • Naira O’Connor

      Vielleicht war es nicht ganz klug,Alex an die Bar zu Victor zu lassen, aber aus diesem Grund beobachtete sie die beiden aus dem Augenwinkel. Der Blonde war ebenfalls voll und deshalb schwer für die Dunkelhaarige zum einschätzen, aber sie hoffte einfach darauf, dass die beiden sich in Ruhe lassen werden. Sie mochten sich nicht so besonders gut, was vielleicht bei Alex fast schon verständlich war, aber Naira verstand es noch nicht ganz, warum Victor etwas gegen ihn hatte. Nun, wenn sie ehrlich zu sich sein würde, wäre da ein Grund, den sie auch ganz sicher wüsste, aber sie belog sich selbst viel zu viel, als dass sie die Wahrheit über sich und ihren Partner sah.
      Ihr wurde klar, wie viel Alkohol Victor schon im seinem Blut hatte, als sie ihn zur Toilette gehen sah. Sorgen kamen in ihr auf, wie hätte sie ihn nachher nach Hause bringen sollen, wenn er jetzt schon kaum gehen konnte?
      „Ich komme gleich wieder..“,kündigte sie der Arbeitskollegin an und bewegte sich vom Tisch weg, um auf die Toiletten zuzugehen. Sie waren hinter einer separaten Tür, hinter dessen Flur Männlein und Weiblein getrennt wurden. Um ihr Bein nicht zu sehr zu belasten stützte sich Naira an der Wand ab und wartete neben der Tür zu der Männertoilette. Sie kämpfte noch ein wenig mit sich, was sie Victor denn auch sagen sollte, schließlich war sie niemand, dem sie etwas verbieten dürfte oder konnte, aber sie hatte sich etwas anderes überlegt. Das Bein schmerzte ein wenig..
      also wartete sie brav an der Tür und unterdrückte das Gefühl der Aufregung, die sich in ihr breit machte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor musste tief durchatmen, als er auf dem Weg zur Toilette im kleinen Gang sich an die Wand lehnen musste, um nicht komplett umzukippen oder einfach nur zu stolpern. Noch war er mit seinem Kopf anwesend und konnte auch einschätzen, dass ein weiteres Bier rein ging. Sollte ihm Alex aber noch einmal unter die Augen kommen musste er zugeben, dass da noch eins nichts helfen würde. Er war auch so schon kurz davor den anderen dumm anzumachen. Dabei gab es keinen Grund. Er war niemand und Naira war eine erwachsene Frau oder nicht? Victor stieß die Tür auf und stellte sich hin, um den Hosenladen aufzumachen und mit einer Hand sich schließlich an der Wand vor sich abzulehnen. War es zu viel? Victor schnaufte zufrieden. Nein, er fühlte sich gut. Er würde heute sehr gut schlafen können.
      Als er fertig war, wusch er sich noch die Hände und das Gesicht, um wieder klarer denken zu können. Somit verhinderte er torkelnd wieder zur Bar zu kommen.
      Doch gerade als er die Tür aufmachte und weiter gehen wollte, entdeckte er Naira neben der Toilette stehen und auf etwas warten. Victor hielt inne und besah sich den Gang. Am Ende sah man einen Abschnitt der Tische an denen sie saßen und sich alle betranken. Wenigstens konnte man hier gut feiern, dachte er sich und lehnte sich ebenfalls an die Wand im Gang und sah zu Naira, dabei hob er den Kopf etwas an und sah zu ihr runter durch halboffene Augen, "Wartest wohl auf deinen neuen Ritter, mh? Der ist aber nicht reingekommen...", sprach Victor raunend und nickte dabei in Richtung der Toilette. Damit meinte er ganz sicher nicht sich, mehr den Blondschopf, der hier und da Naira am liebsten auf Armen tragen wollte.
    • Naira O’Connor

      Sie hatte das Gefühl als würde ihr Herz aus der Brust springen, als Victor aus der Toilette raus kam und sie bemerkte. Naira richtete sich ein wenig auf und musterte Victor, der schon sichtlich genug Alkohol im Blut hatte. Seine Augen verrieten ihr, dass die Grenze schon überschritten war. Aber seine Stimme ließ ihre Knie wieder weich werden. Dadurch sah sie auch über seine Bemerkung hinweg.
      „Ich warte auf dich..“,sagte sie und schluckte schwer, denn ihre Stimme war kurz davor zu versagen. Er war ihr deutlich zu nah, der wenige Alkohol, den sie getrunken hatte vermischte sich mit den Schmerzmitteln und bildete keine angenehme Mischung. Auf ihren Körper bildete sich eine Gänsehaut und Naira hatte auch das Gefühl, als würde jemand ihre Kehle zudrücken.
      „Mein .. Bein tut ein wenig weh.. und es ist schon echt spät..“,sagte die Dunkelhaarige und lächelte ein wenig verlegen. „Ich.. wollt dich fragen, ob du mich nach Hause bringst..“. Selten war Naira so aufgeregt und so nervös, dass ihr die Worte fehlten. Die Frau war normalerweise eher selbstsicher und dominant, die Mischung stieg ihr scheinbar zu Kopf. „Ich wollte ja keine Dummheiten mehr machen.. deshalb wollte ich nicht alleine gehen“. Ihre Augen fokussierten ihren Partner ein wenig, während die das Gefühl hatte, ihr Körper würde gleich versagen. Anfangs wollte sie nur ein wenig schauspielern, um Victor mit nach Hause zu nehmen.. um ihm nicht sagen zu müssen, dass er schon genug hatte.. aber scheinbar dachte sich ihr Kopf noch ein wenig mehr.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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