[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

    • Naira O'Connor

      Sie lächelte ihn an, als er sich ein hier bestellte, inzwischen war es ihr mit seinem Alkoholismus irgendwie egal geworden, oder sie hatte gelernt damit besser umzugehen. Vielleicht akzeptierte sie es einfach und warf ein Auge darauf, dass ihr Freund es nicht allzu sehr übertriebe, vielleicht gönnte sie es ihm aber auch einfach nur, weil er mir ihr generell weniger trank. Sie war seine Ablenkung, jedenfalls sah es danach aus, als würde sie ihn gut tun. Ein Bier, mehr würde Naira selbst nicht trinken, um noch ordentlich nach Hause fahren zu können, es war mit ihrem Bein und einen Schaltauto schon schwer genug, manchmal war es deutlich schwieriger die Kupplung mit dem verletzten Bein durchzudrücken.
      Sie sah wieder zu Victor, als er sie nach einer Empfehlung fragte und musste selbst nachdenken, was sie hier überhaupt gegessen hatte. "Das letzte Mal hatte ich drei kleinere Steaks aus drei verschiedenen Tieren.. Ich meine irgendein exklusives Rind, Känguru und noch irgendetwas exotisches.. War sehr gut.. Dazu gab es selbstgemachte Kräuterbutter und auf Wunsch selbstgemachte Pommes.. Und ich war wirklich begeistert darüber, wie zart jedes einzelne Fleisch war..", erklärte sie und sah auch wieder in die Karte. Sie hatte schon eine Idee, was sie haben wollte, vielleicht würde sie dieses Mal etwas anderes nehmen, als sonst?

      Naira legte ihre Karte weg und musterte ihren Freund. Sie wollte gerade etwas sagen, da klingelte ihr Telefon, seufzend suchte sie es in ihrer Jackentasche um dann mit einem enttäuschten Blick festzustellen, dass es schon wieder Alex war, der sie belästigte. Es konnten nur zwei Personen sein, er oder Thomas. "Wenn er nicht aufhört mich dauernd anzurufen und sich in jeder dritten SMS zu entschuldigen werde ich ihm morgen eine Kugel in den Kopf jagen", stellte die Frau kalt fest und schaltete das Handy aus, um nicht noch mehr von dem Geschreibe belästigt zu werden. Der Kellner brachte in dem Moment das Bier und wollte wissen, ob sie sich schon für etwas zu essen entschieden haben. Naira wusste schon, was sie haben wollte. Sie bestellte sich einen medium gebratenen Rindersteak, mit selbstgebachenen Brot und ein wenig Gemüse, was eher als deko fundierten würde.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Ein Bier nicht mehr. Dank Naira hielt er sich zumeist auch daran. Zu oft hatte er sie nun verletzt und die beleidigt, wenn er zu viel getrunken hatte und dem wollte er ja eigentlich entkommen. Deswegen war das eine schon okay. Es ließ ihn nicht vergessen, aber zum größten Teil kümmerte sich auch Naira darum. Sie schaffte es, dass er handzahm wurde. Ein wenig musste er schon darüber lachen, dass er das tatsächlich überhaupt annahm. Auf ihre Empfehlung hin das Fleisch in dreierlei Varianten zu nehmen, suchte er danach in der Karte und wurde auch fündig. Rind, Känguruh und Wild. Das hörte sich sehr gut. Allen voran, dass ein gutes Stück Rind und Wild nicht gerade billig waren. Victor sah sich den preis an, zuckte aber mit der Schulter: "Dann wird es das sein."
      Als das Handy klingelte sah er auf und grummelte. Er hasste das Geräusch ihres Handys, wenn jemand anrief. Die Gefahr war einfach zu groß, dass es Thomas war. Nach ihrer Reaktion aber, war er sogar ein wenig erleichtert. So viel Hass konnte er dem Mann gegenüber noch nicht einmal aufbringen.
      "Lass das Handy einfach aus. Wenn es wichtig ist, kann er mich erreichen. Wenn nicht...dann soll er still bleiben...", Victor nickte noch einmal bestätigend zu seinen Worten und sah dann zu Antoine auf, der mit breitem Lächeln ihre Bestellungen aufnahm: "Oh das sind vorzügliche Wahlen! Super, ich sage dem Koch, dass er sich anstrengen soll für die Dame an Tisch 21.", Antoine zwinkerte und machte daraus keinen Hehl, dass er damit mit Victors Freundin flirtete. Doch in dem Moment überging Victor die Tatsache. Es war ein amerikanisches Restaurant. Nachdem der Kellner fort war, beugte sich Victor vor und nahm den Krug hoch mit dem guten dunklen Bier, dass er sich dafür ausgesucht hatte: "Wenn wir gemeinsam nach Brooklyn gehen...Dann gewöhn dich daran, dass du wohl oft Darling oder Baby genannt wirst."
    • Naira O'Connor

      Sie ignorierte definitiv die Schmeichelheiten des Kellners, Naira war niemand, der irgendwie Spaß daran hatte mit anderen zu flirten. Sie tat sich schon mit Victor schwer, da waren andere Männer eine Herausforderung, außerdem brauchte sie es nicht, sie war damit glücklich was sie besaß. Victor war ein wirklich toller Mann und auch wenn er schwierig war, er gab sich die Mühe für die Frau das Beste aus sich rauszuholen.
      Naira betrachtete für einen Moment das Bier vor sich und nahm den Krug auch an sich, während ihre Augen ihren Freund musterten. "Brooklyn also..", murmelte sie und hob die Augenbraue für einen Moment an. "Du meinst aber sicherlich, dass ich von dir so genannt werde.. Oder ist es dort normal mit Kosenamen angesprochen zu werden, obwohl man sich nicht kennt?".
      Naira war schon einmal in Amerika gewesen, sie hatte dort ihre Schule beendet, aber in dem Kloster, in welchem sie die erste Zeit verbracht hatte lernte sie solche Dinge nicht. Auch Partys waren ihr fast fremd, die wenigen, auf welchen sie damals war konnte sie auf einer Hand aufzählen. Es waren vielleicht zwei oder auch drei Male, davon war sie aber jedes Mal betrunken gewesen, jedenfalls erinnerte sie sich kaum dran, also mußte sie voll sein.

      "Was würdest du mir denn alles in Brooklyn zeigen?", fragte sie aus dem Nichts und nahm einen Schmuck des Biers zu sich. Das Lächeln auf ihren Lippen war sanft und zart, sie wollte sich nicht mit der Vergangenheit beschäftigen, lieber mit der Zukunft.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor legte den Kopf schief und warf ihr einen Blick zu, als sie tatsächlich fragte, ob er sie so nennen würde. Er war noch nie ein Freund von Kosenamen und erst recht nicht solchen. Er schüttelte den Kopf.
      "Nein, Fremde sprechen dich so an. Das ist... Vor allem die alten Männer werden dich oft so nennen. Nicht nur weil du hübsch bist...sondern weil du eine Frau bist.", mit einer Hand gestikulierte er vor seiner Brust, als wolle er den weiblichen Busen betonen. Sein Gesichtsausdruck sagte aber aus, dass er nichts davon hielt.
      "Ich...werde dich nicht so nennen. Das ist seltsam.", auch wenn die Worte ein wenig gemein klangen, das machte eben die Schwierigkeit aus mit Victor überhaupt zu leben und erst recht ein gemeinsames Leben zu führen. Bevor er weiter sprach hob er den Krug an, zum Anstoßen und trank dann seinen ersten Schluck. Der bittere Geschmack breitete sich in seinem Mund aus. So schön...so gut.
      Auf ihre Frage über Brooklyn und was er ihr da zeigen könnte, ließ ihn nachdenklich werden. Er musste sich bei seinem alten Partner melden und an dessen Grab vorbei gehen. Es war schon zu lange her gewesen. Aber da wollte er nicht wirklich mit Naira hin. Das war weder romantisch noch auf irgendeine Art ein besonderer Friedhof, den man unbedingt sehen musste.
      Victor lehnte sich zurück, ließ den Blick durch das Restaurant schweifen: "Jetzt wo du es sagst...ich...habe selten etwas wirklich brauchbares gemacht in Brooklyn...Die Polizeischule, diverse Clubs und Bars...aber ich bin zu alt, um das aufrechtzuerhalten, was ich vor 10 Jahren schaffte...", er seufzte , "Aber man kann ja gemeinsam etwas finden. Was neues entdecken.", er presste die Lippen aufeinander zu einem entschuldigenden Lächeln.
    • Naira O'Connor

      Schmunzeln musste die Frau, als ihr Freund davon sprach, dass sie nicht nur so genannt werden würde, weil sie hübsch war. Er hatte ihr tatsächlich indirekt ein Kompliment gemacht, damit hätte sie nicht gerechnet und wäre am liebsten vor Freude aufgesprungen. Es waren die Kleinigkeiten, die sie sehr an ihm schätzte, sie konnte sich schon das richtige rausholen, aus seinen Worten, um dann sich darüber zu freuen. Es war irgendwie süß.
      Ein Nicken sollte ihm zum Verstehen geben, dass sie verstand, was er damit sagen wollte, wenn er sie nicht so nennen mochte. Es war in Ordnung, er konnte sie weiterhin einfach nur beim Namen nennen. Sie musterte ihn, während er kurz in seine Gedanken abschweifte. Schon oft fragte sich Naira, was ihr Freund überhaupt dachte, wenn er sich zurück zog, in seinen Gedankenpalast, aber letztendlich waren seine Gedanken frei, er durfte alles denken, was er wollte. Hellhörig wurde sie dann, als er wieder mit ihr sprach. Ein Lächeln bildete sich auf den Lippen der Frau, sie würden definitiv zusammen was finden. "Du kannst mir auch einfach nur zeigen, wo du groß geworden bist.. Wo du zur Schule gegangen bist.. Wir kriegen es auch hin, alle Bars zu besuchen, in denen du warst", sprach sie und zwinkerte ihrem Freund zu. "Es ist mir letztendlich egal, wo wir hingehen und was wir sehen werden.. Solange ich bei dir bin".
      Sie wurde manchmal sentimental und neigte manchmal dazu, ein wenig Romantik rauszulassen, aber es hielt sich gut in Massen, es wurde noch nicht zu viel. "Hast du dir denn überlegt, wo wir hin möchten? Was würdest du gerne sehen?". Das Geld hätte Naira, ihr Vater hinterließ ihr einiges zurück, als er fort ging, um ein gutes Leben zu führen. Die Jahre kam noch ihr erspartes dazu, von dem lebte sie zwischendurch, ihr Gehalt kam einfach nur oben drauf.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Wahrscheinlich waren sie gar nicht so anders im Vergleich zu den sonstigen Pärchen die auf der Straße herum liefen. Naira und Victor waren einfach nur eigen, was ihre Ausdrucksweise anging. Vor allem der Mann in dieser Beziehung. Er tat sich schwer seine Gefühle kund zu tun und wenn er es tat, dann fühlte er sich seltsam beflügelt. Etwas was er nicht kannte und auch noch nicht richtig handhaben konnte. Aber er übte.
      Während sie noch ein wenig über ihre zukünftigen Pläne sprachen, kam schließlich das Essen. Es duftete himmlisch und in Victors Augen war es ein Festmahl. Nicht zu viel, aber genau die richtige Portion um satt zu werden und damit beide wieder zulegen durften. Und das auch noch ansatzweise gesund. Victor wünschte einen guten Appetit. Noch immer wusste er nicht wo genau er mit seiner Freundin hin konnte, um ihr Brooklyn richtig zu zeigen. Außerdem wurmte ihn der Gedanke an seine Eltern nun mehr, als er eigentlich sollte.
      "An sich...bleibt ja fast nichts übrig als in die ganzen Parks zu gehen von Brooklyn...Die Brücken...Es gibt auch einen botanischen Garten.", erinnerte sich Victor und nahm dabei einen Schluck von dem Bier. Ob er sich ein zweites bestellen konnte? Er trank ein einen Schluck hinterher, um den Gedanken zu ersticken und widmete sich wieder seinem Essen.
      Antoine kam hin und wieder vorbei um sich nach dem Wohlbefinden seiner Gäste zu erkundigen.
      Mitten im Kauen fiel Victor dann etwas ein und er zeigte ungeniert mit der Gabel in Nairas Richtung: "Coney Island...ganz vergessen...Warst du jemals am Strand?"
    • Naira O'Connor

      Das Essen war gut, es roch wirklich gut und schmeckte noch viel besser. Das Fleisch war zart, die Selbstgemachte Kräuterbutter hatte die richtige Konsistenz und vor allem gut abgeschmeckte Kräuter. Es war der Himmel auf Erden und Naira genoss es mit jedem Bissen. Sie betrachtete ihren Freund zwischendurch, musterte ihn gerne, es war ein Tick, den sie entwickelt hatte, ihn zu beobachten.
      "Wir müssen uns ja dort nicht das Leben aufbauen.. Du kannst es mir zeigen.. Wir können reisen.. Und wenn es langweilig wird fahren wir wo anders hin", entgegnete die Dunkelhaarige und lächelte ein wenig, bevor sie einen weiteren Schluck des Biers nahm. Es stimmte alles zusammen, vom Anfang bis zum Ende.

      Ihr Blick fuhr hoch, als ihr Freund mit ihr sprach und ihr etwas vorschlug. Naira ließ ihr Besteck liegen und lehnte die Ellenbogen an dem Tisch ab, während sie sich mit ihrer Serviette den Mund abwischte. "Ich habe das Meer bisher nur vom Weiten und Fotos gesehen", antwortete die Frau und lächelte breit. "Zeig mir gerne das Meer.. Ich könnte in einem Bikini richtig gut aussehen!". Sie lächelte noch einen Moment ihrem Freund an und widmete sich dann ihrem Essen zu. Es war ein schöner Abend..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor war fast schon stolz auf sich, dass ich am Ende noch etwas gekommen war, womit er Naira ansatzweise beeindrucken konnte. Sonne, Strand und Meer. Ewigkeiten hatte er als Jugendlicher am Strand verbracht und das trotz seiner eigentlich doch sensiblen Haut, wenn es um die Sonne ging. Als Typ mit roten Haaren, hatte man das ein oder andere Gen noch mit dazu bekommen. Auf Nairas Bemerkung, sie könnte im Bikini gut aussehen, musste er ebenfalls lächeln: "Nicht nur gut...", setzte er noch an, bevor er stumm wieder weiter aß. Mit ihr am Strand zu sein...Nicht, weil er sie dann in einem Bikini Stundenlang betrachten konnte, es war mehr diese Stunden gemeinsam die sie verbringen durften.
      "Vor uns liegt eine wundervolle Zeit."

      Nachdem Victor mit seinem Essen fertig war, legte er das Besteck beiseite, trank sein Bier aus und lehnte sich zufrieden mit den Händen auf dem Bauch zurück. Das war wirklich ein gutes essen gewesen.Antoine kam zu ihnen und räumte mit dem breitesten Lächeln, dass er auffinden konnte, die Teller ab.
      Victor lehnte sich vor, schüttelte belustigt dabei den Kopf: "So ein fröhliches Gegrinse wirst du in jedem Restaurant in Amerika finden...Sie würden dir jeden Wunsch von den Lippen lesen und wenn du dann auch noch attraktiv bist, hast du sowieso einen persönlichen Diener für den Zeitraum des Essens."
      Victor spielte mit dem leeren Glas zwischen seinen Händen und schlug letztlich vor, dass sie nach Hause sollten. Nicht nur weil ihnen morgen ein langweiliger und langer Tag bevor stand. Er wollte Naira nahe sein. Nur ein wenig.
    • Naira O'Connor

      Ja, vor ihnen lag eine wundervolle Zeit, sie könnten wirklich glücklich miteinander werden, sie könnten eine normale Beziehung führen, oder eher das, was sie unter Normalität verstanden. Sie waren beide besonders und sie hatten ihre Macken, es war ein Wunder, dass sie überhaupt miteinander auskamen. Vielleicht war es eher nach dem Motto: Was sich liebt das neckt sich. Es würde auf jeden Fall auf die beiden passen, wenn man bedachte, wie viel Ärger sie schon miteinander hatten.

      Das Essen war gut und Naira bezahlte für sie beide mit ihrer Kreditkarte. Der Kellner grinste sie wieder blöd von der Seite an, aber dafür gab es einfach nur ein wenig Trinkgeld, nicht zu wenig und auch nicht zu viel. Dankend ließ der Mann die beiden alleine, da konnte Naira wirklich endlich aufatmen. "Ich kann es jetzt schon nicht leiden, dass sie so nett zu mir sind..", murmelte sie und schüttelte den Kopf. Sie war einfach gestrickt, wollte das ganze Schicki Micki nicht haben, sie wollte gerne für den Erfolg hart arbeiten. "Aber wir haben dennoch das erste Ziel.. Amerika.. Brooklyn".

      Naira erhob sich irgendwann und stimmte dem zu, dass sie heim fahren würden. Sie zog ihre Jacke an und bedankte sich beim rausgehen, für die Gastfreundlichkeit. Sie schloss den Wagen auf und ließ ihn sofort warm laufen. Es war zwar ein kurzer Weg, aber warm sollte es trotzdem sein.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Dadurch dass sich Victor kaum Gedanken machte über das Hier und jetzt, sondern was sie eigentlich später in einer Woche verbinden wird, vergaß er ein wenig den Stress um sich herum. Er hatte sogar Spaß daran, das musste er offen zu geben. Deswegen ließ er sich auch einen kurzen Moment Zeit, bevor er sich in den Wagen setzte. Sein Blick fiel in den Himmel und die dunklen Wolken und die Sterne, die selten einmal aufblitzten. Wahrlich ein schöner Anblick. Das bisschen Alkohol in ihm beschwerte auch nicht zu sehr seinen Kopf. Stattdessen war er locker und entspannt, als sie zurück zu sich nach Hause fuhren. Das große Haus war dunkel, aber es war warm, als es sie begrüßte. Victor schloss hinter ihnen die Türe wieder ab, schmiss die Schuhe bei Seite und hängte die Jacke auf.
      "Hey...Weißt du...was wir machen könnten...", er warf ihr einen unschuldigen Blick zu, als er sich auf ins Wohnzimmer machte und nach der Fernbedienung suchte.
      "Ich finde es schön, wenn ich mit dir ausgehen kann...ohne komplett betrunken zu sein...Ohne, dass jemand nervt oder schief von der Seite schaut. Aber...", Victor fand die Fernbedienung in einer der Schubladen über dem Fernseher.
      "Einfach nur ein wenig mit dir zu sitzen, dich halten zu können...reicht mir vollkommen.", erklärte er und ließ sich dabei auf das Sofa fallen, öffnete die Knöpfe am Kragen und raufte sich die Haare. Ein guter Zustand, den er da gerade hatte. Und das nach so einem seltsamen Start in den Tag. "Komm her. Lass uns...irgendeinen Film angucken."
    • Naira O'Connor

      Das Haus war ihr immer noch ein wenig befremdlich, es fühlte sich noch nicht ganz wie Zuhause an, vielleicht aber auch nur, weil die Änderung so kurzfristig gekommen war. So richtig konnte sie sich nicht mental darauf vorbereiten, was sie erwarten sollte und sie konnte sich auch keine Gedanken darüber machen, aber allein mit Victor zusammen fühlte es sich gut an. Dieses Heim kommen war glatt schöner, wenn man nicht in ein leeres Haus reintrat und eine vertraute Person auf einen wartete.
      Naira zog ihre Schuhe aus und hing die Jacke auf, bevor sie nach ihrem Freund sah. Er war ins Wohnzimmer gegangen, suchte scheinbar nach etwas. Er war gesprächiger geworden, der Alkohol hatte wohl seine Zunge gelockert, bei seinen Worten konnte die Frau nur lächeln. "Ich finde es auch schön, mit dir auszugehen", entgegnete sie und lehnte sich gegen den Türrahmen, bevor sie ihre Arme vor der Brust kreuzte. Sie beobachtete, was er tat und wonach er suchte, bevor er ist die Fernbedienung präsentierte. Er warf sich auf das Sofa, lud seine Freundin dazu ein, mitzukommen, aber sie brauchte einen Moment, um ihn zu betrachten. Manchmal verstand sie echt nicht, was sie an ihm hatte, aber dann gab es Tage wie genau diese, an denen sie es deutlich sagen konnte, was an dem Mann so anziehend war.
      Sie lief auf ihn zu, ließ sich neben ihn auf das Sofa werfen und lehnte sich direkt an seine Seite an. "Ich gucke gerne mit Dir Filme..", kommentierte sie es und schmunzelte breit, bevor sie hoch zu ihm sah. "Und ich bin gerne an deiner Seite..".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor ließ seine Augen erst von ihr, nachdem sie in seine Richtung kam. Da er davon ausging, dass sie sich zu ihm setzen wird, schaltete er den Fernseher schon einmal ein. Dabei ging es ihm weniger darum war wirklich in dem Kasten lief. Außerdem bezahlte er nicht für irgendein Premium Fernsehen. Es lag also nicht in ihrer Hand. Aber das konnte ihm egal sein.
      Naira lenkte ihn in dem Moment davon ab was auf dem Bildschirm lief, als sie sich zu ihm setzt. Er legte einen Arm um sie, zog sie an sich und schloss die Augen für einen kurzen Moment. Er genoß es sichtlich und erwiderte ihre Gefühle, mehr als er es sonst getan hatte.
      "...Der Tag wurde doch noch gut...", er hauchte ihr einen Kuss auf den Kopf, streichelte ihre Haare zur Seite und kümmerte sich mehr um sie als den Fernseher, obwohl er diesen eigentlich angemacht hatte.
      "Danke..."
      Ob Alkohol, Glückshormone oder einfach nur die Erinnerungen, die durch seinen Kopf floßen, als er an sie dachte und ihre Zeit gemeinsam, etwas regte ihn einfach dazu an sie in diesem Moment zu küssen.
    • Naira O'Connor

      Es war schön neben seinen Freund zu sitzen und die Zeit ein wenig zu genießen. Er war dieses Mal deutlich fürsorglicher, viel offener und vor allem gab er ihr auch viel mehr Liebe. Bisher hätte die Frau locker sagen können, dass sie gar nicht so viel Liebe braucht, aber seit Victor sie ihr gegeben hat konnte sie nicht mehr aufhören mehr zu wollen.

      Den restlichen Abend verbrachten die beiden auf der Couch, sahen Fernsehen und lenken sich beide gegenseitig mit Liebkosen ab. Es fühlte sich an, als würden sie sich schon ewig kennen, als würden sie sich gegenseitig bekannt sein und als würden sie nichts anderes in Leben gemacht haben. Irgendwann gähnte Naira laut und streckte sich, sie wurde müde, vor allem da sie letzte Nacht nicht geschlafen habe. "Wollen wir schlafen gehen?", fragte sie verschlafen und legte ihren Kopf auf seine Brust, während ihr Arm über seinen Bauch glitt. Sie kuschelte sich an ihren Freund an, genoss seine Nähe und schloss schon einmal die Augen. "Wenn ich nicht so viel wiegen würde.. Die Treppe nicht so steil wäre und du nicht schon ein Bier intus hättest, würde ich dich fragen, ob du mich hoch trägst.. Aber ich muss es selbst hinbekommen".
      Sie könnte sofort auf seiner Brust einschlafen, ohne wenn und aber. Selbst alle Gedanken an Thomas waren wieder verschwunden.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Wie konnte man nicht zärtlich sein zu dieser Frau. Wie konnte man sie schlagen, verletzen oder gar hassen können. Diese Fragen stellte sich Victor nicht nur in Hinsicht auf Thomas, der Naira sogar dazu brachte, sich selbst eine Waffe an den Kopf zu halten. Er dachte auch an Alex. Der von seinen damaligen Aktionen nur eine minimale Konsequenz davon getragen hatte. Wenn er dürfte, nur für 5 Minuten, er hätte in Namen von Naira den Mann herunter geputzt. Aber das Gesetz verbat es. Die Möglichkeiten waren zu wenige und er selbst sogar zu schwach. Victor streichelte sanft durch Nairas Haare, ließ sie kuscheln, nahm aber auch seine eigene Portion an Kuscheleinheit auf. Schließlich störte sie hier niemand. Thomas Auftauchen in der gestrigen Nacht war an Victor vorbeigegangen, wie ein Geist. Er bekam es nie mit. Oh, was hätte er sich aufgeregt, wenn er es gewusst hätte.

      Die angenehmen und ruhigen Stunden gingen dahin. Naira war die erste von beiden die sich regte und mit einem Gähnen vorschlug nach oben zu gehen. Er hatte nichts dagegen, ganz im Gegenteil, er war müde und sich das Zubettgehen zur Angewohnheit zu machen, wäre nicht übel. Doch Naira, auch wenn es ihr Vorschlag war, legte sich weiter auf Victor und nagelte ihn somit fast schon fest am Bett. Keine Chance zu entkommen, meint sie wohl. Doch mit ihren Worten, regte sie nur den stolzen Mann in Victor an.
      "Nur ein Bier?...Das schaffe ich...", grummelte er und schob sie sanft von sich, damit er aufstehen und dann aus einer einfacheren Position sie hochheben konnte. Gerade als er es versuchte und auch den verletzten Arm beanspruchte, musste er einknicken. Die Bisswunde war nass geworden. Hatte das Hemd durchnässt. Er hätte die letzten Tage wenigstens einmal beim Arzt vorbei schauen sollen. Ein Hundebiss konnte böse enden. "Verdammt...", zischte Victor, als er sich neben dem Sofa auf den Boden kniete: "Aber ich werde es mal tun...Dich über die Schwelle tragen.", seine Worte waren ein Versprechen, unterstrichen mit einem ernsten Blick. Er meinte eigentlich nur das tragen über die Treppen hin zum Schlafzimmer, doch durch seine Wortwahl machte er unbemerkt eine Anspielung auf eine uralte Tradition. Bei der der Bräutigam seine Braut über die Türschwelle ins neue Heim trug.
    • Naira O'Connor

      Da hatte sie den wunden Punkt bei dem Mann getroffen, seinen Ego ein wenig stimuliert und ihn dazu gebracht, es doch zu versuchen. Sie hatte es gar nicht so gemeint, es war auch keine indirekte Aufforderung für den Mann, sie hatte einfach nur ein wenig vor sich hingeträumt und war faul geworden. Müdigkeit machte nun einmal faul, am liebsten wäre sie auf der Couch eingeschlafen, aber Victor wollte sie hochtragen. Mit einem sanften Lächeln auf den Lippen machte sich die Frau locker, erwartete aber nicht, dass er es wirklich schaffen würde. Tatsächlich versagte Victor, aber einzig und allein an seinem Arm, nicht an der mangelnden Kraft. Besorgt wurde Naira sofort hellhörig und hellwach, sie erhob sich und war sofort an seiner Seite, um seine Wunde zu begutachten. Besorgt Strich sie über seinen Unterarm und betrachtete die Stelle, an der das Hemd durchnässt war. "Damit musst du mal zum Arzt", stellte sie fest und sah ihm in die Augen, was in ihrer Position nicht schwierig war. Sie saß über ihm auf der Couch, hielt den Blickkontakt vor allem nach den nächsten Worten, die ihr Freund für sie bereit hatte. Er wurde sie.. Über die Schwelle tragen.. Wie ein Bräutigam seine Braut. Für einen Augenblick verstummte sie, betrachtete ihn nur und versuchte aus seinem Gesicht abzulesen, ob er es ernst meinte. Sie fand keine Antwort drauf, aber sie lächelte breit und nickte. "Schon deinen Arm, damit du mich mal über die Schwelle tragen kannst", entgegnete sie und nickte dem noch zu, als würde sie ihrer Idee zunicken. "und jetzt komm, lass uns hoch gehen.. Ich habe darunter nur die beste Unterwäsche an". Ein Zwinkern sollte genügen, um Victor zu verstehen zu geben, was sie mit ihm vor hatte. Es war schließlich ein Date...
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Manche Worte, die er über seine Lippen ließ, waren nicht bedacht. Aber sie sprachen das Unbewusste in ihm aus, dass Naira nicht nur als Freundin haben wollte. Er war einnehmender als das. Er wollte Naira an seiner Seite, auch wenn ihm das selbst noch nicht so ganz klar war. Dass sie aufgesprungen war und sofort nach der Wunde sah, tat Victor irgendwie leid. Er wollte sie beschwichtigen, meinte, dass das schon okay sei und er würde einfach den Verband gleich wechseln. Er hatte es in den letzten Tagen sowieso übertrieben mit dem Arm. Er fühlte sich an, als hätte er einen ewigen Muskelkater abbekommen. Aber einen der schlimmsten Sorte. Und ein Arztbesuch war ja doch fällig, er konnte also nicht anders, als auf ihre Worte hin zu nicken. Und nachdem Naira ihn so lange angesehen hatte, glaubte Victor, dass er etwas falsches gesagt hatte. Doch seine Worte galten doch lediglich dem...Treppen Hochtragen? Ein wenig verwirrt, überlegte er, ob das falsch war und in dem Moment reichte seine Intelligenz nicht aus zu bemerken, was er da gerade damit gemeint haben konnte. Ebenso verwirrt war er, als Naira sagte, sie hätte nur die beste Unterwäsche an. Seine Ohren wurden spitz und er sah seiner Freundin nach, als sie als erste in Richtung der Treppe ging. "Ich...muss dann aber noch kurz ins Bad...", erklärte er, noch ein wenig neben der Spur. Er ging davon aus, dass sie lediglich schlafen gingen. Aber ihr Zwinkern, ihre Worte führten in seinem Kopf auf etwas anderes hinaus. Und er wäre nicht er, wenn er er nicht darauf ansprang. Mit Naira konnte er sich auslassen. Mehrmals, von ihm aus für immer.

      Er folgte ihr hinauf in das obere Geschoss, bog aber in das Bad in seinem Schlafzimmer ein, um sich um die Wunde erst zu kümmern. Er wusch sie aus und band sich den Verband locker darum. Dann machte er sich ein wenig frisch, zog das Unterhemd aus und schmiss es direkt in den Wäschekorb, bevor er wieder ins Schlafzimmer kam. Ein Date war ein Date, richtig?
    • Naira O'Connor

      Er hatte es nicht sofort verstanden, was sie wirklich von ihm wollte, aber er würde es noch schnell merken, was Naira von ihm wollte. Sie lief die Treppen langsam nach oben und sah über die Schulter nach, ob er ihr auch wirklich folgte.
      Oben verschwand Victor in dem Bad, seine Freundin blieb im Schlafzimmer und sah ihrem Freund hinterher. Sie wartete einen Moment, dann griff sie zu dem Saum ihres Oberteils um sich dieses über den Kopf zu ziehen. Sie schmiss es in die Ecke, damit es nicht störte, zog dann ihre Hose aus und warf sie gleich dazu. Mit dem Rücken zur Tür stand sie nur in Unterwäsche und schmunzelte schelmisch, als sie Victor rausgehen hörte. Einen Moment ließ sie ihm Zeit, um sie von hinten zu betrachten, dann drehte sich die Dunkelhaarige langsam um und betrachtete ihren Freund. Sie lächelte ihn an, zog langsam den linken Träger ihres schwarzen Spitzenbhs runter, um dann den anderen runter zu ziehen. Sie hielt ihren Blick auf ihn gerichtet, ihr Brustkorb bewegte sich schwer, während sich eine Gänsehaut auf ihrem Körper bildete.
      "Weiß du jetzt, was ich will?", fragte sie sanft, dann fiel ihr BH auch schon zu Boden.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Wäre er ein Hund hätte er gesabbert. Aber er war keiner und alles was ihm übrig blieb als Reaktion, war ein seltsames Schnaufen, dass er noch über die Lippen brachte. Naira spielte mit ihm. Und es gefiel ihm. Victor musste schwer schlucken, als er ihren zarten Fingern folgte und wie diese die Träger von den Schultern schoben. Kurz war er enttäuscht, dass nicht er es machen durfte. Dann war es wiederum egal, weil die Aussieht auf ihre Brüste frei wurde.
      Er trat an sie heran: "Ich dachte...du bist müde?", fragte Victor.
      Aber die Müdigkeit war verflogen noch in dem Moment, als sie ihm über ihre Unterwäsche erzählte. Er sah sie an, ließ den Blick von oben nach unten und wieder zurück wandern, bevor er sich erst einmal ihren Lippen zu wandte. Es war seine Art seinen Respekt zu zeigen. Seine Art, ihr zu sagen, dass er sie auf die richtige Art lieben wollte. Nicht indem er nur ihren Körper objektivierte. Er küsste sie, legte die Hände an ihre schmale Hüfte und drückte sie an sich. Sie war warm und weich. Dass sie sich ihm so hingab erregte ihn. Es war urkomisch, wenn er sich daran erinnerte, wie ihr erstes Mal verlief. Wie unglaublich anstrengend er am Ende war, nur weil er sich nicht richtig ausdrücken konnte.
      Um die vorherige Niederlage nicht gänzlich auf sich sitzen zu lassen, hob er sie schließlich doch an. Zwar unter Schmerzen, aber er unterdrückte sie so gut es nun einmal in dem Zustand ging, als ihre Lippen noch immer aufeinander waren. Er hielt sie fest, führte ihre Beine um seine Hüfte, damit sie ihm in dem Punkt half.
      "Das eine Bier...macht nichts aus.", sagte Victor und trug sie die zwei Schritte rüber zum Bett, wo er sie dann vorsichtig ablegte und dabei sich über sie beugte. Victor ging dazu über ihren Hals mit sanften Küssen zu versetzen.
    • Naira O'Connor

      Es war ihr klar, dass Victor es spätestens verstanden hatte, nachdem sie in Unterwäsche vor ihm stand. Es gehörte dazu, zu ihrem Date, aber es war kein Zwang vorhanden, Naira wollte es selbst, sie wollte sich womöglich das letzte Mal mit ihrem Mann lieben. Gut, er war noch nicht ihr Ehemann, aber er war mehr als nur ihr Freund, er war definitiv die bessere Hälfte.
      Es konnte natürlich sein, dass Naira Thomas den Zuschlag geben und sich damit von Victor distanzieren würde, sie wusste nicht, ob sie dann überhaupt zurück kommen würde, es hing davon ab, was Thomas mit ihr vor hatte. Die Gedanken rutschten wieder in eine Richtung, die Sie nur ungern mitteilen würde, deshalb konzentrierte sich die Frau auf die Küsse, die ihr Freund auf ihrer nackten Haut hinterließ. Sie seufzte mehrmals zufrieden, fuhr mit ihren Finger durch das rote Haar und drückte ihrem Freund ihren Oberkörper entgegen. Es fühlte sich schön an, jedes Mal mit ihm fühlte sich anders und besonders an, doch dieses Mal waren noch die Hintergedanken da, die Gedanken an Thomas, die mit jedem Kuss von dem Rotschopf ein wenig in den Hintergrund rutschten.
      "Wir können gerne jeden Abend solche Dates haben", seufzte sie und biss sich auf die Lippen um nicht allzu laut zu werden.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • "Sind wir denn überhaupt noch jung genug für sowas?", witzelte Victor, als er für den Moment der Antwort von ihren Brüsten aufsah und ihr Gesicht musterte. Seiner Meinung nach brauchte sie sich nicht schämen wegen der Geräusche, nicht verstecken vor ihm, denn er konnte alles von ihr akzeptieren und er liebte sie innerlichst für ihre Reaktionen. Es machte ihn sogar an.
      Hätte er doch nur gewusst was sie bedrückte, hätte sie ihre Gedanken mit ihm geteilt, dann hätte er etwas dagegen tun wollen und alles was er nur in seiner Macht hatte, eingesetzt.
      Victor seufzte leise, als er seinen Kopf wieder ihrem sanften Körper zuwandte und mit den Lippen eine heiße, nasse Spur hin zu ihrem Bauch zeichnete. Er wollte, dass es ihr gut ging. Nach dem er ihr bereits einmal verraten hatte, wie er seine beste Beziehung gehalten hatte, erinnerte er sich nur zu gerne an sein altes Ich. Das, welches eine Frau auf Händen trug und ihr erst zeigte, wie schön es war, bevor er sich selbst vergnügte.
      Wenn er doch bloß gewusst hätte, dass Naira in wenigen Stunden fort wäre...Er hätte sie mehr geliebt. Mehr getan. Es wäre niemals genug gewesen, egal wie sehr er sich für sie angestrengt hätte.
      Victor rutschte auf die Knie vor dem Bett und fuhr mit den Händen ihre Taille und ihre Oberschenkel ab.
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