[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Alex war mit der Antwort wohl nicht ganz zufrieden, hörte aber aufmerksam zu, als Nara wieder sich zu Wort meldete und versuchte das Rätsel zu lösen und den Hinweis so zu entdecken, dass sie alle es verwenden konnten. Dabei sah er auch zwischen Victor und Nara hin und her.
      "Und was ist wenn er sich als den Wolf sieht? Wir kommen ihm zu Nahe..Und er droht dir indirekt damit?"
      Zwar sprach Victor mit Nara, aber sein Blick haftete an Victor, den Kopf wieder nach hinten lehnte und die Augen für einen Moment schloss. Dann regte er sich wieder, als Naira den Brief aus seiner Hand nahm. Er ging ein paar Schritte in der vereisten Halle umher, steckte die Hände in die Hosentaschen und sah zum offen stehenden Eingang. Wo war Spike? der Hund war nach seinem zweiten Wurf nicht wieder zurück gekommen und man hörte auch nichts von ihm außerhalb. Vielleicht vertrat er sich auch nur in der Nähe die Beine...
      Alex verschränkte die Arme vor der Brust: "Vielleicht meint er aber auch...Victor? Ihr seid...oft zusammen, mh?", Alex sah Naira an und hoffte, dass sie es nicht so falsch verstand, sondern hauptsächlich rational darüber nachdachte.
      Victor hatte seinen Verdacht zwar mitbekommen, aber auch er teilte den Gedanken. Was ist, wenn er derjenige war, der für Nara gefährlich wurde. Seine Beziehungen waren stets Katastrophen gewesen und seinen Partner hat er in den Graben gefahren...
      Er seufzte schwer, rieb sich die Augen und sah noch einmal an die Decke, wo der Spotlight, die beiden darunter weiterhin beleuchtete.
      "Naira..Hast du dein Handy dabei?...Ich habe...meins verlegt.", log er und wollte damit hauptsächlich schauen, ob Thomas ihr geschrieben hatte oder nicht.
    • Naira O’Connor

      „Er könnte alles mit Wolf meinen.. er könnte genauso gut Alex damit meinen.. oder Victor.. oder sich selbst, ich habe keine Ahnung“, gab Naira offen zu und faltete den Brief, um ihre Finger mit etwas zu beschäftigen. Es ergab alles einfach keinen Sinn und so sehr sich die Frau auch anstrengte, es würde ihr nicht in den Sinn kommen. Die Möglichkeiten waren einfach zu groß.
      Ihr fiel nicht auf, dass ihr Hund fehlte, die Frau nahm eher an, der Hund schnupperte in der Fabrik rum, aber ihr fehlten die Geräusche dazu. Sie runzelte die Stirn kurz und drehte sich ein Mal im Kreis, um nach dem Hund zu sehen. „Spike?“,fragte sie laut und sah zu den beiden Herren, einer musste ihn doch gesehen haben. Ein wenig Panik stieg in ihr, aber noch war es nicht die Zeit sich Sorgen zu machen. Mit ein wenig schnellerem Tempo lief sie aus der Halle raus und sah sich die verschneite Landschaft drumherum an. „Spike!“,rief die Frau noch einmal und pfiff dann laut. Sie hörte ihren Hund, er gab ein Laut von sich, aber ihr reichte es nicht aus. „Spike bei Fuß!“.
      Ihr Hund lief auf sie zu und zog etwas mit sich mit. Es war der Frau nicht ganz klar, was er da mit sich zog, aber es schimmerte rot durch. „Jungs?“,fragte Naira laut in Richtung der Halle und lief ihrem Hund entgegen. Sie griff recht schnell danach, was ihr Hund mit sich zog und erkannte eine rote Kappe. „Rotkäppchen..“,murmelte sie, dann sah sie nach den Jungs. Wenn es eine Kappe gab, gab es etwa einen Wolf dazu? Und ein Mädchen?
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • "Na...Ich persönlich sehe mich aber nicht gerade als Wolf...", setzte Alex hinzu und sah sie weiterhin an. Ihm selbst fiel nicht wirklich viel mehr ein. Ein Wolf, ein Mädchen...Das klang alles so undurchsichtig aus für ihn und unklar.
      Als naiba aus der Halle ging, um nach ihrem Hund zu suchen, nahm es Alex vorerst als Grund hin, dass sie weg wollte und nicht mehr mit ihm reden musste. Das kannte er ja bereits von ihr, deswegen blieb er stehen und sah sich noch ein wenig um. Schnupperte in die ein oder andere Ecke der Halle, um zu sehen, ob er etwas finden konnte.

      Victor folgte Naira erst mit seinem Blick und kam dann nachdem auch Spike wieder da war zu ihr. Sie hielt ein rotes Stück Stoff in der Hand, dass er skeptisch musterte.
      "Alex! Hast du Beutel mitgenommen?", rief er direkt rüber und der Kollege sprang aufmerksam an, checkte erst worum es sich handelte und lief dann zu dem Wagen, um die durchsichtigen Tüten zu holen, wenn man Beweismittel einsammeln wollte.
      Victor trat an Naira heran, wollte einen Arm um ihre Hüfte legen, rein aus Intuition, hielt aber noch Zentimeter vorher inne. Er sah sich das Stück an und dann zu Spike, "Er hats gebracht? Woher?"
      Victor sah zu dem Hund runter, der zufrieden da hockte und sich wohl ein Lob verdient hatte, für seine Aktion. Konnte es sein dass Thomas in ihrer Nähe war und es Spike in die Hand gedrückt hatte?
    • Naira O’Connor

      Es passte irgendwie nicht zusammen, dass Spike nun ein rotes Stück Stoff mit sich brachte. Es musste irgendetwas heißen, so wie alles irgendetwas bedeutete, aber noch würden sie sicherlich nicht drauf kommen. Er wollte es nicht..
      Victor trat an die Frau heran und ein wohliger Schauer überführ ihren Körper bei seiner Nähe. Sie bemerkte nicht, wie er zu ihrer Hüfte greifen wollte, viel zu sehr war die Dunkelhaarige mit ihrem Hund und dem Stück Stoff beschäftigt. Ihre Augen wanderten zwischen beiden, ihr Hund wartete auf eine Belohnung. „Braver Junge“. Die Frau kraulte den Hund kurz hinter dem Ohr, bevor sie vorsichtig in die Hocke ging. „Spike.. wo war das?“, fragte sie und sah ihren Hund eindringlich an, der hatte aber anderes vor und leckte ihr ein Mal übers Gesicht. „Nein Spike! Wo.. zeigt mir wo.“. Mit Mühe hielt sich die Frau den Hund zurück und blickte ihm noch einmal in die Augen. Er verstand es scheinbar beim letzten Mal, denn er gab ein Laut von sich und lief in die Richtung los, aus der er gekommen war. Die Frau konnte gerade so aufstehen und ihm folgen, der Hund war wirklich schnell unterwegs. Die Stelle,an der das rote Teil gelegen hatte war nicht weit entfernt, aber bis auf eine weiße Stelle war nichts zu finden. „Hier ist nichts..“,murmelte die Dunkelhaarige und seufzte. Sie stemmte ihre Hände in die Seiten und sah sich um, es war aber weit und breit nichts zu sehen, zumal durch die Kälte auch eine Schicht Nebenl in der Luft hing. „Verdammt..“. Er hatte sich auch sonst nicht gemeldet und war Ihnen einen Schritt voraus. Aber was hatte er vor??
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor war so in Gedanken wohl gewesen mit seiner Nase und der ankriechenden Krankheit, die er tapfer versuchte zu ignorieren, dass ihm nicht einmal aufgefallen war, dass Naira ihm weder ihr Handy gereicht hatte, noch etwas darauf erwiderte. Aber das konnte ruhig so bleiben. Er musste nicht in ihrem Handy rumschnüffeln, wie ein eifersüchtiger Paranoider...Er konnte ruhig eifersüchtig bleiben, aber mehr musste man sich nicht noch ins Boot holen.

      Alex kam vom Wagen zurück und gerade als er die Tür schloss und über die Motorhaube des Jeeps blickte, erkannte er einen Schatten, der in der Ferne verschwand. Er starrte noch eine gute Weile ins Nichts hinein, hoffend, dass er bereits etwas erkennen konnte, aber das tat er nicht. Vielleicht nur eine flüchtige Halluzination? Ein Lichtfleck, wie man es gerne bezeichnen würde...
      Den Gedanken bei Seite schiebend kam er zu Naira und nahm ihr das Stück ab, bevor sie es weiter verunreinigte. Die Möglichkeit, da überhaupt auf all den Beweisstücken, die sie nun wie auf einer Schnitzeljagd einzusammeln schienen, etwas finden konnten, war gering. Trotzdem verlangte Victor danach und Alex hatte sich bereits damit zurecht gefunden, dass er den beiden stimmenmäßig unterlag. Und wenn er ihnen gut zu arbeitete, konnten sie nichts mehr gegen ihn sagen oder gegen ihn in der Hand haben.

      Victor unterdrückte ein Schmunzeln, als Spike ihren Lob und den darauffolgenden Befehl missinterpretierte und sie lieber abschleckte. Seit dem sie sich genährt hatten, fand er einiges mehr an ihr süß..und heiß. Victor kratzte sich unsicher am Bart. Es war nicht der Moment um über solche Dinge nachzudenken.
      Spike verstand beim zweiten Mal, was man von ihm wollte und rannte zum Fundort hin. Victor folgte den beiden in Nairas Tempo.
      "Hmpf...Weder Fußspuren noch sonstiges...", bemerkte er, doch erwartet hatte er es auch nicht.
      "Meinst du er will, dass wir seine Jagd nach Hinweisen nun mitmachen? Theoretisch...Haben wir ja keine andere Wahl. Er ist zu intelligent und zu detailverliebt...Er würde uns nichts hinterlassen...Er kriegt sogar hin, dass keine Fußspuren zu sehen sind."
      Victor grummelte entnervt und ließ den Autoschlüssel in der Hand klimpern.

      Alex warf einen Blick auf die Stelle: "Irgendwie gruselig..Er legt es euch bereit und vor die Nase...So dass kein anderer es vorher findet..."
      Es schauderte den blonden Polizisten.
    • Naira O’Connor

      Ihr war durch die Angst um ihren Hund gar nicht aufgefallen, dass Victor sie um das Telefon gebeten hatte. Da sie ihm irgendwie vollkommen traute hätte sie es auch nicht als eine Art Spionageversuch gesehen, so schätzte sie Victor definitiv nicht ein. Sie hätte ihn einfach das Handy zugeworfen, aber ihr Hund war in diesem Moment wichtiger gewesen und so war nichts passiert.

      „Es gibt eine Möglichkeit durch den Schnee zu laufen und trotzdem keine Fußspuren zu hinterlassen. Es gibt komische Überzieher für die Schuhe, diese helfen nicht in den Schnee zu rutschen, für die Leute, die weit außerhalb der Stadt wohnen.. es hinterlässt sanfte Spuren, aber hier ist alles Weiß und voller Nebel, man erkennt so etwas nur sehr schwer“,erklärte Naira ihrem Partner und sah zu ihm hoch. Sie fühlte sich so wahnsinnig überfordert, da sie nichts wirklich finden konnten, sodass sie am liebsten in seine Arme fallen würde. Wenn er sie so festhalten würde, wie gestern nach dem Streit.. und sie würde den Kopf auf seine Brust legen, aber das war nun fehl am Platz. Die Dunkelhaarige musste sich auf den Fall konzentrieren.
      „Ich bin mir sicher, dass er uns und unser Vorhaben verfolgt..“,entgegnete die Frau letztendlich zu dem Blonden und schüttelte sanft den Kopf. „Er musste wahrscheinlich hier sein, aber bei dem Nebel ist es wirklich schwierig.. doch woher verdammt wusste er, dass wir her kommen wollen?“. Ein wenig wütend wurde die Frau schon, es war schwierig nun die Gefühle zurück zu halten, die Thomas in ihr auslöste. Kurz sah sie zu ihrem Handy, aber es gab keine Nachricht von ihm, er meldete sich nicht. Stattdessen gab es einen neuen Anruf, als Naira ihr Handy gerade in die Tasche stecken wollte. Es war Ramirez.
      „Was gibts?“,fragte Naira kurz und musste sich das andere ihr zuhalten, um bei dem Lärm im Hintergrund den Captain zu verstehen. „Naira! Kommt sofort zurück! Wir haben ein kleines Mädchen, welches verschwunden gemeldet ist!“, verstand sie und ihr lief es kalt den Rücken runter. Das Gedicht.. „Ich nehme an, sie wohnte an dem Waldrand?“,fragte Naira. „Woher weiß du das?“. „Wir kommen sofort zurück“.
      Während die Dunkelhaarige auflegte griff sie schon in ihre Tasche und warf ihrem Hund eine Leckerei zu, zur Belohnung. „Wir müssen sofort los, ein kleines Mädchen ist verschwunden“. Dabei war die Frau schon bereit, zurück zu laufen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor grummelte nur als Antwort. Das war die einzige Reaktion, die er zur Zeit überhaupt von sich geben konnte, wenn es um Thomas ging. Selbst wenn es um Alex ging, hatte mehr Antworten parat, als er eigentlich haben sollte. Sein Kopf war voll damit, was er ihm mal vorhalten wollte. Die Füße still zu halten dabei, war das schwierigste. Einen Streit konnten sie nicht gebrauchten. Erst recht, nicht als Ramirez anrief. Victor erkannte zwar nicht ihre Stimme, aber so wie Naira reagierte, konnte er nur davon ausgehen, dass sie es war.
      "Wir haben den Funk wohl verpasst...", setzte Alex an und drehte noch im selben Moment um, wartete aber auf Naira und verwies noch einmal auf den Brief, für den er eine separate Klarsichttüte mitgenommen hatte: "Ich stecke den am besten Weg. Vielleicht finden wir ja noch etwas darauf.", schlug er vor und hoffte, dass sie darauf ansprang. An Victor wollte er sich dafür nur im äußersten Fall melden. Der hätte wohl eher noch das sagen bei ihr.

      Nach dem Notruf von Ramirez, die ebenfalls eins und eins zusammenzählen konnte, sprangen alle vier wieder in den Wagen, machten sich startklar und Victor, der doch ein wenig zu euphorisch daran ging, schaffte es, dass die Räder auf der Stelle durchdrehten. Sekunden später ließ er den Wagen langsamer anfahren und schaffte ihn vom Fleck. Sind wendeten auf dem Platz und nahmen denselben wieder zurück.
      "Was heißt kleines Mädchen? Hat sie Details genannt?", Victor sah beim Fahren hin und wieder rüber zu Naira. er bezweifelte zwar, dass es Details gab, aber Fragen kostete letztlich nichts. Derweil saß Alex hinten drin: "Ich bin dran!", manchmal war der Typ doch nützlich. Er war mindestens so aktiv und tüchtig wie sie beide...Wie Victors verstorbener Partner.
    • Naira O’Connor

      Sie steckte den Brief zwar in die Tüte, die Alex für sie offen hielt, aber sie schnappte sich anschließend die Tüte, um sich zu vergewissern, dass es nicht in falsche Hände geriet. Es gab nicht viel Preis, aber irgendwie fühlte es sich nicht gut an, diesen Brief Alex zu überlassen. Kurz überlegte sie sich das aber anders und drückte die Tüte wieder Alex in die Hand, bevor sie den Weg zum Auto aufnahm.

      Lange konnte die Dunkelhaarige nicht sitzen bleiben, sie war kurz davor Victor zu sagen, dass sie das Steuer übernehmen würde, aber er bekam doch noch die Kurve und wendete, um zurück zu fahren. „Ich habe keine Informationen.. nur, dass sie neben dem Wald lebt.. das passt zu dem Gedicht.. ein kleines Mädchen und ein Wolf, wer der Wolf ist können wir uns alle denken“,antwortete Naira und erwiderte den Blick ihres Partners. Das Ganze nahm einen nicht wirklich guten Lauf und so langsam kamen merkwürdige Gefühle der Angst in ihr hoch. Sie mussten das Mädchen schnell finden.

      Unruhig tippte Naira mit ihren Fingern auf die Armatur und wartete, bis der Rotschopf den Wagen geparkt hatte. Sofort sprang sie auf und ließ ihren Hund raus, der genauso unruhig war, wie sein Frauchen. Diese nahm den Weg in das Revier, welches in Chaos fast unter ging. Alle waren in Alarmbereitschaft, wenn das Mädchen nicht entführt wurde könnte sie in der Kälte nicht lange überleben. „Da seid ihr ja!“,rief Ramirez aufgeregt und bat die drei sofort in ihr Büro, wo du Eltern schon saßen. Die Mutter weinte wie verrückt, der Vater tröstete sie und nahm sie in den Arm. Schon von hinten konnte Naira erkennen, wer da saß, die Stadt war klein..
      Sie setzte sich nicht, lehnte sich aber an die hintere Wand und wartete, bis ihre Kollegen eingetroffen waren. „Ich stelle Ihnen meine besten Leute vor.. Miss O’Connor, Mister Parker und Mister Carter..“,fing Ramirez an und die Köpfe der Eltern erhoben sich. Ihre Augen trafen auf die von Naira, ihr Gesichtsausdruck war kühl aber voller Mitleid. „Wir finden eure Tochter.. ganz sicher.. aber ihr müsst uns nun alles erzählen“,sprach die Frau und machte einen Schritt zum Tisch, um zu der Hand der Frau zu greifen. „Ihr habt mich bisher nicht enttäuscht und ich werde es auch nicht“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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    • Alex verstaute alle neuen Beweise in seiner Tasche und konnte, auch wenn er es wöllte, wohl nichts mit dem Gedicht anfangen. Es war wohl auch für die zwei Kollegen nur ein Rätsel, dass sie nicht lösen konnten. Erst als das nächste Puzzleteil hinzukam. Sie mussten wieder zurück nach Anchorage ins Revier kommen und bei einer Entführung oder einer bloßen Vermisstenmeldung herhalten. Eigentlich unüblich, wenn man gerade an einem Mordfall dran saß. Aber Ramirez hatte wohl den richtigen Riecher dafür gehabt.
      Parker und O'Connor waren höchst konzentriert, als sie zurück fuhren und auch wenn der Rotschopf wohl einen Moment brauchte, weil er sich weiterhin nicht an die glatten und schneebedeckten Straßen gewöhnen wollte, hielt er den Wagen unter Kontrolle. Nicht, dass sich Alex jemals in diesem SUV unsicher fühlen konnte. Es war einer der besten...Naira wusste was sie sich aussuchte, selbst wenn es um Autos ging... Wobei...Wenn Alex Victor noch ein wenig länger ansah, dann konnte er selbst da nicht mehr sicher sein. Dass nichts zwischen ihnen war, konnte ihm auch keiner erzählen.

      Sie parkten rasch auf dem Bürgersteig und sprangen gemeinsam aus dem Wagen. Victor gab Alex noch den Befehl die neuen Beweise in ihr Zimmer zu legen, damit sie es nicht vergaßen, doch man holte sie bereits ab und lotste sie in das Büro ihres Captains, die versuchte das laute Heulen einer Frau zu besänftigen. Victor hasste es mit emotionalen Anhängern oder Bekannten von Opfern zu reden. Sie zu händeln war wie das Bearbeiten einer tickenden Zeitbombe. Man konnte mit jedem Wort und jeder Bewegung alles den Bach nieder gehen lassen. Bei seiner Vorstellung nickte er nur und stellte sich als Detective vor. Er beließ es dabei den zweien seine Hand nicht zu geben. Sie waren so eng miteinander umschlungen, die Eltern, dass er da nicht dazwischen gehen mochte.

      Naira stattdessen ergriff das Wort und versprach ihnen einen Erfolg. Es konnte ein Fehler gewesen sein. Thomas, wenn es der Wolf war, für den sie ihn alle hielten, war kein leicht zu besiegender Gegner.
      Victor verschränkte die Arme und musterte nachdenklich den Boden, bis der Mann schließlich die Stimme erhob.
      "Wir...haben Amanda heute ganz normal zur Schule gebracht...Wir hielten immer einen Block weiter weg, weil sie anfängt es peinlich zu finden vor ihren Freunden den Eltern einen Kuss zum Abschied zu geben.", die Stimme des Mannes zitterte hörbar und er riss sich zwar am Riemen, haderte aber ebenfalls mit einem Heulkrampf.
      Thomas musterte ihn und seine Mimik. Definitiv echt.
      "Sie...läuft immer den Weg zur Schule, braucht kaum 10 Minuten bis zum Tor...Da Amanda nie krank oder zu spät kamen, haben sich die Lehrer wohl Sorgen gemacht und wollten sich informieren, bei uns, aber...Wir haben sie ja abgeliefert. Sie hätte nur den Weg gehen müssen..."
      Der Vater gab sich selbst die Schuld, die Mutter auch.
      Victor sah zu Naira und beobachtete ihre Reaktion auf die Familie und ihre Erklärung, wann sie das Mädchen zuletzt gesehen haben.
    • Naira O’Connor

      Sie kaute auf ihrer Wange, während der Vater des verschwundenen Mädchens das Wort ergriff und ihnen erzählte, was passiert war. Naira konnte sich schon denken, dass Thomas auf das Mädchen gewartet hatte. Er hatte es wohl schon länger geplant, vor allem da alle anderen Kinder sicherlich bis zu der Schule gebracht wurden. Es würde Naira auch nicht wundern, wenn er das Mädchen beobachtet hätte, vielleicht auch schon seit Tagen. Irgendetwas wollte er vermitteln, vielleicht wollte er Angst und Schrecken verbreiten? Oder ihnen zeigen, wer am besseren Ende saß?
      Wer mehr Macht hatte?
      „Du muss sie finden Naira! Bitte!“, flehte die Mutter und ergriff die Hand der Dunkelhaarigen, die an den Eltern stand. Sie hatte sich nicht viel bewegt gehabt. „Ich werde mein Bestes geben.. und noch viel mehr“,sprach sie leise und lächelte ganz sanft, sie wollte Ruhe vermitteln.
      Die Mutter nickte mehrmals, sie war einfach fertig mit den Nerven und fiel ihrem Mann wieder um den Hals, um wieder den Tränen zu verfallen. Naira stellte sich auf, sah kurz zu den Jungs, bevor sie zu Ramirez sah. „Am besten fangen wir sofort an“,sprach die Dunkelhaarige und ihre Chefin nickte kurz, bevor sie aus dem Raum rausging und Naira ihr folgte. Sie mussten einen Plan haben, etwas ausmachen und sie brauchten jeden Polizisten, um nach dem Mädchen zu suchen.
      „Ich habe eine Idee.. so verrückt sie auch ist“,fing Ramirez sofort an und sah zu Naira. „ich auch“, gab sie zu, bevor sie aber ihre Chefin sprechen ließ. „Du kannst doch sicherlich deinen Hund zum suchen nutzen, oder nicht?“. Naira sah kurz zu ihrem Husky, welcher den Kopf neben ihr schief legte, bevor sie wieder zum Captain sah. „Spike? Na, ich weiß nicht.. wir haben zwar geübt, aber er ist noch nicht so weit gewesen.. ich meine, wir können es versuchen aber ich verspreche nichts“.
      Ein Strahlen war auf Ramirez Gesicht zu sehen, aber ihr fiel noch die Idee von Naira ein. „was hast du für eine Idee?“
      „Durchsuchen wir den Wald.. ich habe das Gefühl, sie wird dort sein“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor hatte nichts übrig für das verheulte Gesicht der Mutter und das ebenso verzerrte des Vaters. Aber er konnte ihre Angst verstehen. Eine Entführung des eigenen Fleisch und Blutes. Doch die zwei Männer hielten sich bei der Unterhaltung zurück. Wie es schien kannten sich die Frau und Naira, weswegen es eher zu einem Austausch ihrerseits kam.
      Der Fall war dabei glasklar für sie alle. Nachdem Gedicht und dem Zeitpunkt, konnte es nur Thomas gewesen sein, der sie ein weiteres Mal herausforderte und nun auch noch wollte, dass sie sich beeilten.
      Victor folgte Naira und dem Captain nach draußen in den Flur. Außerhalb machte sich in dem Großraumbüro Stress breit. Manche warteten sogar gespannt auf einen Befehl von Ramirez, die aber noch mit Naira zu reden hatte.
      Victor stellte sich ohne groß zu verstecken zu den zweien und verschränkte die Arme. Spike als Suchhund einzusetzen war eine Sache, er war sehr gut abgerichtet und könnte das ein oder andere eher finden, als sie. Nairas Idee hingegen spielte auf den Wald ab, an dessen Rand die Familie wohnte. Victor nickte bestätigend. Sie mussten ihn durchsuchen. Alex machte sich sofort auf und brauchte kein weiteres Wort zu hören. Sofort beschaffte er eine Karte des Gebiets, dass sie gut überschauen konnten und ein paar Stifte.
      Victor sah ihm nach und verstand sofort: "Wir brauchen mindestens 10 Mann, am besten mehr. Alle...Wir haben nun keine Wahl. Er darf dem Mädchen nichts tun, denn so lustig Rotkäppchen sich auch anhört, die Geschichte ist ziemlich makaber und ich möchte ihm nicht den Bauch aufschlitzen, um das Kind daraus zu holen."
      Es hörte sich bereits makaber an, wenn man nur daran dachte, dass es so in dem Märchen überhaupt zugegangen war und das die Gebrüder Grimm auf so eine Idee kamen.

      Victor winkte den beiden Frauen zu, dass sie Alex mit ins Konferenzzimmer gehen sollten, wo dieser sich Platz auf den Tisch geschafft hatte und eine Karte der näheren Umgebung offenbarte. Sie war sehr detailliert und viel zu weit weg, aber sie hatten keine Zeit eine neue auszudrucken. Vielleicht später, wenn sie die Suchtrupps zusammen suchten.
    • Naira O’Connor

      „Rotkäppchen?“,fragte Ramirez ein wenig verwirrt,nachdem Victor gesprochen hatte und sah zu Naira, die es ihr erklären sollte. „Was will er damit sagen?“. Naira hingegen seufzte und schüttelte ein wenig den Kopf. „Ich erkläre es dir alles nachher, wir müssen uns zuerst damit beschäftigen das Mädchen zu finden..“,entgegnete sie kurz. Auch wenn es dem Captain nicht ganz passte, sie fand sich zunächst damit ab und nickte einfach nur, um zu zeigen, dass es in Ordnung war. Es war wohl wirklich besser, wenn sie sich einfach auf das Mädchen konzentrieren würden.
      Es wunderte die Dunkelhaarige, wie hart und wie konsequent er doch sprechen konnte, so etwas und vor allem so eine Wortwahl hatte sie von ihm noch nicht gehört, aber es ging hier schließlich um ein kleines Mädchen.

      Die beiden Frauen begaben sich zu dem Konferenzraum und stellten sich zu dem Tisch, um auf die Karte zu sehen. Naira griff zu einem der Marker und beugte sich über dem Tisch, um das Suchrevier erst einmal einzuschränken. Mit einem anderen Marker und damit auch einer anderen Farbe malte sie ein Kreuz in den Wald. „Da befindet sich eine alte Jägerhütte.. Die wird zwar im Sommer genutzt, wenn der Schnee nicht mehr da ist, aber im Winter ist sie theoretisch leer und nicht abgeschlossen.. die Jugendliche brechen gerne das Schloss immer wieder auf.. ich denke, da könnten wir nachsehen und die anderen suchen den Wald drumherum ab..“. Sie stellte sich wieder auf, um den anderen die Möglichkeit zu geben, auf die Karte zu sehen. „Und wenn wir das mit Spike versuchen wollen, brauchen wir irgendetwas von dem Mädchen“.
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    • Victor ignorierte, dass er den Captain verwirrte mit seiner Aussage über das Märchen und ging einfach weiter, wo Alex bereits vorbildlich sich die Karte geschnappt hatte, um das Gebiet abzustecken. Naira nahm sich Marker und grenzte dieses noch einmal ein, markierte dabei eine theoretisch verlassene Jägerhütte. Jetzt im Winter wollte bestimmt keiner dorthin, nicht wenn es so schneite, wie in den letzten Tagen und das war ein guter Vorsatz, um nachzusehen, ob sich das gesuchte Mädchen dort befand oder sie vor nichts stehen.
      Das einziged as fehlte war eine Geruchsspur, der der Hund aufnehmen konnte. Victor wollte es gerade sagen, da warf Alex aus seiner Tasche die zwei Obduktionsbeutel hervor. Einer mit dem Brief, der andere mit dem Stück roten Stoff, voraussichtlich eine Kappe oder ein Cape, als Anlehnung an das kleine Mädchen Rotkäppchen.
      "Das können wir sicherlich nutzen. Entweder ist der Geruch des Mädchen dran, wobei er sehr schwach ausgeprägt sein könnte, weil er voraussichtlich nicht zu der Kleidung des Mädchens direkt gehörte...Oder es riecht nach unserem Täter.", Alex war zuversichtlich etwas Kluges zu sagen und sah dabei in die Runde, der anderen drei.

      "Im besten Fall, erinnert sich Spike an den Geruch eures Täters...Ihr ward schließlich mal in direkter Nähe zu ihm...", bei dieser Bemerkung wurde er ein wenig leiser. Er wollte ungerne die Erinnerungen in allen wecken. Vor allem nicht in Naira, die damit immer noch zu hadern haben musste. Aber allein der Gedanke daran, dass sie für einige Zeit ins Koma verlegt worden war, um ihr Leben retten zu können...Es schauderte Alex und er senkte den Blick.

      Victor nickte das Ganze ab und sah dann zu Ramirez: "Das Gebiet ist riesig und er könnte sich dort über all verstecken. Davon sollten wir ausgehen. Er ist zu intelligent, wir können da keine Laien rausschicken. Bewaffnung ist ein Muss für diejenigen, die mit uns gehen..."
      Victor war streng und ernst geworden, auch wenn hin und wieder mal ein leiser und zurückhaltender Schniefer von seiner Seite aus kam, wie er versuchte seine ankommende Krankheit zu kaschieren.
    • Naira O’Connor

      „Er hatte selber so viel Angst, er wird sich nicht an seinen Geruch einfach so erinnern, glaube ich nicht.. außerdem haben wir Winter, der Schnee macht alles deutlich schwieriger, wir brauchen eine Sache des Mädchens“,erklärte Naira kopfschüttelnd und sah zu der Kappe, die Alex präsentierte. Sie war viel zu sehr mit dem verschwundenen Mädchen beschäftigt, als das sie hätte sich an ihre Qual in der Hütte erinnern können. Dafür war einfach zur Zeit kein Platz im Kopf, an allen anderen Tagen würde es sie sicherlich in irgendeiner Art und Weise belasten.. „Und ich bezweifle, dass an der Kappe irgendwelche Grüche sind, aber gut, von mir aus können wir es versuchen, ich brauche nur genug Leckerbissen“. Spike wusste, dass er für alles, was er gut tat einen Leckerli bekam, er nutzte das auch gerne in vielen Situationen aus, das hatte die Frau schon öfter miterlebt.
      Irgendetwas in Victors Aussagen löste eine Gänsehaut auf Nairas Körper aus. Er war so ernst und streng, das stand ihm mehr als dieses mürrische Gesicht, welches er sonst immer besaß. Es war ihr natürlich nicht ganz geheuer, warum sie in diesem Augenblick an so etwas denken musste, aber sie tat es.. er konnte gerne zu ihr strenger werden... sein Schniefer brachte sie wieder auf den Boden der Tatsachen. „Wir können ja mal endlich zeigen, was das harte Training gebracht hat! Ich besorge euch Leute, gute Leute.. wir haben schließlich nur die Besten hier“. Mit einem leichten Zwinker verschwand der Captain aus dem Raum raus, um die Leute zu organisieren. „Ich will schusssichere Westen.. mindestens für Victor und für mich..wenn er schießen sollte, dann eher auf uns als auf euch.. ich weiß nicht, inwiefern er seine Rache geplant hat“. Die Dunkelhaarige sah dabei ihren Partner ganz genau an,denn dieser war auch gemeint. Sie würden das Mädchen sicherlich finden, egal ob tot oder lebendig, aber lebendig war Ihnen allen viel lieber.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Alex grübelte über den Beweisstücken. Der Winter machte das alles schwer und die Intelligenz des Täters machte es nicht einfacher, sondern kompliziert. Thomas war alt, aber nicht alt genug um gebrechlich zu sein. Er war sportlich und ein Schatten, der sich in ihrer Gesellschaft bewegte. Ein entzündbares Fass an Glycerin, das jeder Zeit hochgehen konnte. Doch es war gekoppelt mit den neuen Detectives, die nur in seine Nähe kommen mussten. Alex sah nachdenklich zu seiner Ex-Freundin auf. Er dachte gerne an die gemeinsamen Zeiten, als sie noch zusammen waren. Dass es ihr nicht gefallen hatte, konnte er nicht so recht verstehen. Dafür hatte er auch kein Verständnis mehr über gehabt.
      "Spike wird das schon hinbekommen, da bin ich mir sicher. Schließlich hast du ihn gut abgerichtet. Schon damals. Und er ist ein kluges Kerlchen.", Alex lächelte auf und sah sich den Hund kein Stück an, sondern wollte sich damit wohl lediglich bei Naira einschleimen.
      Victor fiel es aber auf und er hätte am liebsten sich den Finger in den Hals gesteckt. Das war ein jämmerlicher Versuch zu zeigen, dass man Interesse an einer Person hatte. Außerdem stand nun Victor dazwischen. Er wollte es nicht direkt sagen, aber Alex ließ er nicht mehr in die Nähe von Naira, da konnte sich dieser grün und blau ärgern. Auch wenn Victor seit langem mehr keinen Fitnessclub von innen gesehen hatte, er würde noch immer wissen wie man jemandem mit einer guten Rechten ins Schlafland schicken konnte.
      Erst Nairas Hinweis, sie und Victor bräuchten Schutzwesten, ließ den Rotschopf aufblicken von der Karte: "Das Revier sollte ausgestattet sein allen eine zu geben. Es ist wichtig, das keiner verletzt wird. Wir sollten aber definitiv welche tragen...Vor allem du.", er sah zu Naira und meinte das weder als Einschleimen, Kompliment oder sentimentalen Moment. Er machte sich Sorgen um ihre Sicherheit, das mochte stimmen, aber hierbei war er sehr rational und dachte kaum darüber nach, wie das wirken konnte.

      Keine 5 Minuten später kam Ramirez wieder und hielt eine Liste in der Hand, die sie Naira überließ: "Da wir nie besprochen haben wer von euch beiden der Leading Detective ist...Aber Naira nun einmal länger da ist. Schaut euch die Truppe an und sprecht dann mit Housefield. Er wird euch die Ausrüstung austeilen im Lager."
    • Naira O’Connor

      „Er wird es hinkriegender..“,murmelte Naira kurz und sah nicht einmal in die Richtung des Blonden, sie beschäftigte sich viel lieber noch einmal mit der Karte und dem Waldstück. Es würde schwierig werden, doch zum Glück war es noch hell draußen und so schnell würde es auch nicht dunkel werden. Ihnen blieb also ein wenig Zeit, wenigstens etwas. Es war ihr egal, wie Alex zu deren Beziehung stand und wie wenig Verständnis er für Naira hatte, sie war glücklich mit ihrer Entscheidung gewesen, deren Beziehung zu beenden und sie war glücklich damit, Victor zu haben, auch wenn es keine richtige Beziehung war.. oder doch? Was war es wirklich zwischen den beiden Detectivs?
      Die Dunkelhaarige sah auf, als der Detectiv mit ihr sprach und ihr deutlich machte, dass vor allem sie eine schusssichere Weste brauchte. Ein sanftes Lächeln bildete sich auf ihren Lippen, sie fand es gut, wie Victor dachte und sie war definitiv der Meinung, dass sie nicht ohne einer der Westen in den Wald gehen würde. Sie wollte auch noch etwas sagen, da betrat Ramirez wieder den Raum und die Dunkelhaarige sah zu ihr. Sie drückte ihr eine Liste, es war irgendwie klar gewesen, dass Naira die Führung übernehmen würde. Dennoch, sie würde sicherlich nicht komplett das Ruder übernehmen, dafür war sie nicht der Typ. Sie empfand die Meinung ihres Partners als wichtig und würde diese sicherlich auch mit einfließen lassen.

      „Die Liste ist gut..“,entgegnete die Frau und sah zu ihrem Partner. Die meisten der Namen würden ihm sicherlich nichts sagen, immerhin kannte der Rothaarige die meisten Leute hier gar nicht. „Nicht sehr gut, aber gut.. ich trommel die alle zusammen und wir können dann zusammen zum Lager.. ich hoffe, dass wir wirklich genug für alle haben, immerhin gab es so etwas schon länger nicht mehr“.
      Mit diesen Worten nahm die Dunkelhaarige den Weg aus dem Raum raus und versuchte die Leute so schnell wie möglich zusammen zu trommeln.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Egal wie viele es waren. Sie brauchten jede helfende Hand, die sie kriegen konnte. Selbst wenn es Alex war, der mit seinen dummen Kommentaren dazwischen kommen musste. Victor akzeptierte ihn als Kollegen und hoffte, dass dieser es genau so sah. Solange sie da draußen auf Jagd nach einem Serienmörder waren, der es auf Detective O'Connor abgesehen hatte, mussten sie auch das schwächste Glied der Truppe auf den Beinen erhalten.
      Victor kratzte sich am Bart und nickte Naira nur zu. Solle sie die Männer und Frauen zusammen rufen, damit sie gesammelt ins Lager konnten. Eine gute Ausrüstung war nun Pflicht und sie mussten sich auch beeilen. Eine SWAT Einheit konnte sich Victor kaum in Anchorage vorstellen, aber es musste eine geben. Eine die auf Abruf bereit war, wenn man sie brauchte.
      Er wandte sich an Ramirez, die noch ein wenig länger geblieben war und fragte sie aufgrund der Spezialeinheit.
      "Ein Sondereinsatzkommando auf Abruf? Mhh...Das Etat sollte rechen, daran wird es wohl nicht liegen.", kommentierte Ramirez, sah aber noch nicht ganz so überzeugt aus, wie Victor es gern hätte.
      "Ich werde sehen was ich organisieren kann und werde dich dann anrufen Parker. Und nun ab mit euch rüber ins Lager. Zieht euch was ordentliches an. Vor allem Parker. Das Geschniefe ist ja nicht auszuhalten."
      Victor brummte unzufrieden, erwiderte aber nichts und ging dann los. Ja er hatte Kopfschmerzen, ihm ging es elendig, aber er konnte auch nicht anders, als so zu tun, als würde nichts sein.

      Im Lager befanden sich bereits die 20 Auserwählten des Reviers, die mit ihnen auf die Jagd gehen würden. Eine Truppe die noch irritiert aussah, aber nach einem Briefing wohl schnell verstehen mussten worum es dann gehen würde.
      Housefield bereitete die Papiere vor und fing an den Polizisten ihre Ausrüstung auszuteilen. Jeder bekam seine Weste. Auch die beiden Detectives.
    • Naira O‘Connor

      Naira nahm die Weste an sich, die ihr zugeteilt wurde und wusste schnell, was sie damit machen musste. Es war schon ein wenig länger her, seit sie das letzte Mal eine an hatte, aber sie vergaß nicht, wie sie anzuziehen war. Nun, viel falsch machen konnte man nicht wirklich dabei... aber wenn man sich ihre Kollegen so ansah, die keinerlei Erfahrung mit so etwas hatten.
      Als die Weste saß und Housefield noch damit beschäftigt war, die Westen der anderen anzupassen verschwand Naira dezent hinter einer der Türen, die aus der Lagerhalle raus führten. Es war stockdunkel in dem Raum daneben, aber der Lichtschalter war schnell gefunden. Es war eine nicht wirklich große Kammer mit vielen Spinden, die alle schon ziemlich alt und marode aussahen. Ein Teil davon stand offen, einige waren kaputt und andere wiederum verschlossen. Der Spind mit der Aufschrift ‘O,Connor‘ war nicht schwe zu finden, es befand sich in der rechten Ecke des Raumes. Der Lack war schon halb runter und die besten Zeiten hatte der Spind schon hinter sich, aber er bewahrte trotzdem noch gut auf. Den Schlüssel dafür holte die Frau aus ihrer Hosentasche, er war an dem Bund mit den vielen anderen Schlüsseln. Ein paar Mal musste sie rütteln, schließlich ging der Spind auf und vor ihr befand sich einiges, was sie seit langem versuchte zu vergessen. Es hingen einige Sachen ihres Vaters in dem Spind, Notizbücher stapelten sich oben, während unten noch alte Stiefel zu finden waren. An der Tür klebten Fotos von der Dunkelhaarigen, ihrer Schwester und eines, welches ihren Vater und ihre Mutter zeigten. Sie blieb für einen Moment mit den Augen an einem Foto hängen, welches sie und ihren Vater zusammen am Schießstand zeigte und fast wäre ihr eine Träne über die Wange gerollt, aber die war genauso schnell weg. Was Naira aber wirklich aus dem Spind holen wollte war ihr sofort wieder klar, sie erinnerte sich selbst daran. Sie griff zu einem Jagdmesser und einer Beinhalterung für das Messer und auch zu der alten dicken Jacke ihres Vaters. Es würde deutlich kälter draußen im Wald sein, da machte sich die Jacke ziemlich nützlich. Sie war ihr mindestens zwei Nummern zu groß, aber mit den Sachen und der Weste, die sie darunter trug sah es gar nicht so schlecht aus. Das Parfüm ihres Vater stieg ihr in die Nase, aber die Melancholie war schnell wieder verflogen, die Frau dachte nämlich an das,was sie eigentlich tun mussten. Ihr letzter griff ging zu dem Jagdgewehr, welches sie sich umlegte und gut auf dem Rücken bewährte, wie es ihr Vater ihr beigebracht hatte. Ein kurzer Blick in den kleinen Spiegel an der Seitentür reichte, um sich stolz zu fühlen. ‚O‘Connor‘ verzierte ihre Brust und sie fühlte sich dieses eine Mal auch wie eine. Damit war sie definitiv bereit, in den Wald rauszugehen und dem Mistkerl zu zeigen, wer hier die Oberhand hatte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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    • Victor griff nach seiner Schutzweste und zog sie sich über den Kopf. Das Gewicht der Platten innerhalb machte ihn ruhiger. Es war angenehm zu wissen, dass der erste oder sogar der zweite Schuss nicht seinen Tod bedeuten würde. Allein das Wissen darüber, dass der Rückstoß schmerzhaft und widerlich sich anfühlte, machte es weniger toll.
      Sie alle wurden kurz eingewiesen und Victor hörte bei dem älteren Kollegen des Lagers noch zu. Er hatte zwar wohl öfter als alle hier gemeinsam eine Weste tragen müssen, aber so eine Einweisung war wie eine Einweisung im Flugzeug. Man kannte sie, zuhören tat man trotzdem und das war gut so.
      Er kontrollierte seine Waffe im nachhinein und bemerkte erst kurz darauf, dass jemand wichtiges in ihren Reihen fehlte. Naira war für einige Minuten nicht aufzufinden. Selbst Alex hatte ausnahmsweise mal anderes zu tun, als ihr hinterher zu rennen. Er stand nämlich zwischen anderen Kollegen und sie redeten ein wenig. Victor seufzte und zog noch einmal den Riemen an seiner Schutzweste zu, bevor er dann zu Housefield ging und diesen um eine der Winterjacken hier bot. Er fand sie grauenvoll was das Aussehen anging und meistens störten sie die Bewegung, aber Stundenlang in einem verschneiten Wald herum zu laufen und zu hoffen, dass einem nicht kalt wurde? Das konnte er vergessen. Der Mann sah ihn einen Moment an, ging dann rum und schleppte eine der dunkelblauen Officerjacken mit sich: "Keiner hatte mir gemeldet einen Tag für sie zu bestellen...Tut mir Leid, Detective."
      Victor winkte ab. Seinen Namen musste er sich nicht unbedingt an seine Brust heften. Seine roten Haare sollten dazu ausreichen, dass man ihn wenigstens erkannte.

      Als alle bereit waren, sah man sich fragend um und Victor suchte nach Naira, die weiterhin verschwunden blieb. Victor fragte sich ob alles in Ordnung war mit ihr, doch sie würde schon auftauchen.
      Also erhob er die Hand und trat durch die Mitte der Polizisten bis vorne hin, um dann von allen gesehen und bemerkt zu werden.
      "Der Captain wird euch schon erklärt haben worum es geht. Wir haben rund 2 Hektar Wald zu durchsuchen bei diesem gottverdammten Winter und müssen ein kleines Mädchen retten. Sie ist noch im Schulalter, sehr jung. Unser Töter nennt sich gerne Thomas. Solltet ihr ihn sehen, habt ihr keine Erlaubnis ihn zu erschießen. Allerhöchstens Tazern, wenn ihr in seiner Nähe seit. Aber in jedem Fall habt ihr mit und Detective O'Connor Meldung zu machen."
    • Naira O’Connor

      Sie nahm einen tiefen Atemzug, der ihr Kraft geben sollte, bevor sie die Tür wieder schloss und den Schlüssel rauszog. Sie sah aus wie eine wahrhaftige O‘Connor, auch wenn ihr Vater sicherlich nicht ganz stolz sein würde. Die zitternden Hände versteckte sie in den Taschen der Jacke, ein altes Feuerzeug war noch drinnen zu finden. Sie gesellte sich wieder zu den anderen, die schon die Anweisungen von Victor bekamen. Naira hatte einen Plan, den sie gerne präsentieren wollte. „Ich habe euch aufgeteilt“,sprach sie laut und die Menge blickte zu ihr. Sie waren alle ausgerüstet, das sollte reichen, hoffentlich. Einige tuschelten ein wenig, es war wohl die Jacke oder das Gewehr, welches sie mit hatte. „Karte bitte..“, kam von ihr, als sie bei Victor ankam und zu Alex sah. Er sprang sofort, reichte ihr die große Karte des Geländes, die sie vorhin alle begutachtet hatten. Naira rollte sie aus und hielt sie Alex zum festhalten hin, er war zunächst ein wenig verwundert und irritiert, aber für die Dunkelhaarige würde er alles tun. „Sieben von euch laufen und durchforsten den Osten.. sieben von euch den Westen.. der Rest kommt mit uns drei mit, wir laufen über den Süden hoch zu der Hütte und werden sie stürmen, falls dort nichts zu finden sei, laufen wir nach Norden weiter..“,erklärte sie. „Wer mit wem läuft ist mir total egal.. ich will aber das Jackson und McCain jeweils eine Gruppe leiten.. Ihr habt beide Jagderfahrung und wir wissen alle, was für Tiere im Wald lauern..“. Sie wählte bewusst zwei der stärkeren aus, sie kannte zwar nicht wirklich alle, aber die Frau und der dunkelhäutige Mann waren ihr schon bekannt und hatten sich gar nicht so schlecht angestellt. Naira sah sich für einen Moment um und entdeckte mehrere Wooki Tookies, sie waren effizienter als Handys. Sie ergriff sich mehrere und verteilte sie, eines bekam die Frau, die die Ost-Gruppe leitete, eines der dunkelhäutige Mann. Auch ihrem Partner steckte sie eines zu,sicher ist sicher, das letzte nahm sie für sich. „Eine bitte habe ich noch.. der Mann ist unberechenbar, teilt euch nach Möglichkeit bitte nicht auf.. läuft nicht alleine.. er hat den großen Vorteil, dass er vor uns dort war und das Gelände womöglich gut kennt.. falls etwas sein sollte, meldet euch sofort“.
      Sie blickte zu ihrem Partner noch kurz und wartete auf sein ok, vielleicht hatte er noch etwas hinzuzufügen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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