[2er RPG] Burning Desire

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    • "Und habt du und Carson schon über Kinder nachgedacht?" Julia war gerade dabei die kleine Charlette wieder zurück in die Arme ihrer Mutter zu heben, hielt nun jedoch inne und warf Chloe einen irritierten Blick zu. "Natürlich nicht.", gab sie zurück, ausnahmsweise war es ihr egal, ob ihre Aussage unhöflich klang. Sie wollte auch keinen Fall, dass seltsame Gerüchte aufkamen. "Dazu ist es noch etwas zu früh, Chloe.", sagte Angelica, als müsste sie Julia verteidigen. Chloe zog die Augenbrauen zusammen. "War ja klar, dass du das sagst...", murrte sie, ließ das Thema dann jedoch fallen. "Nun gut, aber wenn ihr heiratet, lasst ihr mich das Brautkleid entwerfen.", fügte sie noch hinzu. Ausnahmsweise war Julia froh, dass Carson nicht anwesend war und diese Aussage nicht gehört hatte. Kurz sah sie in Richtung der Tür und atmete erleichtert aus, als sie den Geschäftsmann dort nicht sah. "Auch dafür ist es noch zu früh.", erklärte sie und sah Angelica nicken. Chloe seufzte. "Ihr beiden seid so langweilig."
    • Caraon kehrte zurück zu den Mädels zurück, als Charles zu seiner Mutter kam.
      "Na Ladies? Sämtlichen Gossip schon geteilt, oder soll ich nochmal gehen?", fragte er und schnappte sich gleich Charlette, sobald Ange sie ihm anbot.
      Die Kleine gluckste kurz, dann grinste sie ihren beinahe-Onkel an. Carson liebte sie, seit er sie das erste Mal gesehen hatte. Er konnte gut mit Kindern, nur waren relativ wenige Teil seines Lebens. Ein Büro hunderte Meter über dem Boden war eben nicht der aufregendste Ort.
      "Ich kann euch die kleine Prinzessin gern entführen und ihr macht einen Mädelstag."
      "Tschuldige, aber daraus wird nichts, werter Cousin. Ich hab Charity-Galas zu besuchen, im Gegensatz zu gewissen anderen Personen", sagte Chloe, streckte Carson die Zugänge raus und ging.
      "Ist sie neidisch auf meinen Urlaub?", fragte der Geschäftsmann, während er hin und her wackelte.
      "Nein, sie findet uns nur langweilig", erklärte Angelica lächelnd, ging aber nicht genauer daruaf ein.
      Carsonzog verwirrt eine Augenbraue in die Höhe, was ihm aber auch nicht mehr Information gab.
      "Aber von mir aus darfst du gern eine Weile mich Charlette verbringen. Mami braucht dringend mal wieder Zeit mit Daddy."
      Angelica küsste ihre Tochter auf die Stirn und dann verschwand auch sie.
      "Schätze, wir sind jetzt Babysitter. Oder willst du mich auch hier stehen lassen?"


    • Julia sah einen Moment lang zu Carson hinauf, bevor sie aufstand und neben ihn trat. "Natürlich lasse ich dich nicht allein.", antwortete sie, obwohl sie nicht glaubte, dass der Geschäftsmann ihre Hilfe beim Babysitten brauchen würde. Sie strich der kleinen Charlette über das Köpfen und lächelte sanft, als diese einen leisen Gurr-Laut von sich gab. "Du magst Kinder.", es war keine Frage, da es offensichtlich war, wie verzaubert Carson von dem Baby war. "Möchtest du selbst welche? Also, irgendwann?" Julia war nicht sicher, ob es eine gute Idee war über dieses Thema zu sprechen, da sie Carson keine falschen Hoffnungen machen wollte. Erst lehnte sie seinen Heiratsantrag ab und dann auch noch seinen Kinderwunsch? Sie war wirklich eine schreckliche Freundin.

      Julia ließ ihre Hand tiefer gleiten und strich mit einem Finger über die Handfläche von Charlette, was dazu führte, dass diese ihre kleine Hand um Julias Finger schloss. "Ich habe keine Ahnung von Babys.", murmelte die Blondine nachdenklich. Der Gedanke auf so ein zwartes, zerbrechliches Wesen aufzupassen, machte ihr ein wenig Angst. "Im Frauenhaus gibt es keine Kinder."
    • "Ich hab auch keine Ahnung von Babies. Aber sowas hat mich noch nie abgehalten."
      Er redete mehr mit Charlette als mit Julia. Die Kleine fühlte sich pudelwohl auf Carsons Arm und sie stopfte sich zufrieden Julias Finger in den Mund.
      "Ich mag Kinder, ja. Und ja, irgendwann will ich meine eigenen Munchkins haben. Ich hab dir doch von meinem kitschigen Traumleben erzählt. Haus am Rand einer Stadt, Garten, weißer Zaun, Hund - da lasse ich auch gern mit mir reden, zwei Katzen sind seine Option - zwei Kinder. Im Idealfall ein Junge und ein Mädchen. Aber ich plane nicht, das so bald anzugehen. Ich muss erstmal meinen dreißigsten überleben. Dein Onkel Carson wird bald aaaaaalt."
      Charlette kicherte, als Carson eine Grimasse zog.
      "Allerdings könnte es sein, dass du mir vielleicht bei der Flucht in ein Land ohne Auslieferungsabkommen helfen, wenn ich unsere kleine Prinzessin hier entführe."
      Er küsste die Kleine auf die Stirn.
      "Oder wir babysitten einfach nur permanent."


    • Es war faszinierend, wie gut Carson mit der Kleinen umgehen konnte. Beinahe sah es so aus, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Von dem strengen Geschäftsmann war in diesem Moment nichts mehr zu sehen und Julia konnte ein kleines Lächeln nicht unterdrücken. Es freute sie, eine neue Seite an ihrem Freund zu sehen. Außerdem fand sie es sehr niedlich, wie er mit dem Mädchen sprach, dass ihn mit ihren großen Augen begeistert ansah. Natürlich verstand sie ihn nicht, doch Carson traf genau die Tonlage, die die Aufmerksamkeit des Säuglings erweckte.
      Kurz dachte Julia über das Bild nach, dass Carson beschrieb und sie musste zugeben, dass die Vorstellung von einem kleinen Haus mit Garten, in dem sie zusammen mit dem Mann ihrer Träume und ihrer kleinen Familie lebte, sehr verlockend klang. Doch gleichzeitig machte es ihr ein wenig Angst, da sie nicht sicher war, ob sie Carson dieses ideale Leben schenken konnte.

      "Du wirst bestimmt ein toller Vater. Du hast eindeutig ein Händchen für Kinder.", sagte sie sanft und sah einen Moment lang zu Charlette. Die kleine machte einen unzufriedenen Laut, als Julia vorsichtig ihren Finger zurück zog, was dazu führte, dass sie sofort ein schlechtes Gewissen hatte und der Kleinen wieder ihre Hand entgegen hielt. Julia schüttelte den Kopf, als sie beobachtete, wie ihr Finger wieder von der kleinen Hand umschlossen wurde. "Ich hingegen lasse mich sogar von einem Säugling rumkommandieren, wie es scheint." Sie lachte leise. "Ich wäre ein furchtbarer Babysitter."

      Erneut schwieg sie einige Sekunden lang, in denen sie Carson betrachtete. "Bist du nervös wegen deinem Geburtstag? Du hast gesagt, dass es keine große Feier wird.", sagte sie schließlich. Bisher war sie noch nicht sicher, was sie Carson schenken würde und führte deshalb schon seit Wochen eine stumme Diskussion mit sich selbst, ob sie jemanden aus seiner Familie um Rat fragen sollte. Aber bisher hatte sie sich nicht dazu durchringen gekonnt. Was wäre sie auch für eine Freundin, wenn sie nicht einmal ein Geschenk für ihren Freund aussuchen könnte...
      "Aber erst einmal solltest du deinen Urlaub genießen.", fügte sie schließlich hinzu, um sich selbst von ihren trüben Gedanken abzulenken.
    • "Ich würde es nicht nervös nennen. Aber die große, böse 30 klingt so anders."
      Eine weitere Grimasse brachte Charlette zum Lachen. Mit seiner freien Hand, er griff Carson Julias Hand und ging mit ihr in den Salon, wo sie sich auf der Couch einrichten konnten, was wesentlich bequemer war, als im Esszimmer rumzustehen.

      Ein, vielleicht sogar zwei Stunden später kam Chase dazu und nahm seine Tochter wieder mit. Carson wollte sie gar nicht mehr hergeben. Aber er musste.
      Julia entführte er danach auf einen Spaziergang über das Grundstück, das in Herbstfarben schimmerte. Kälter wurde es hier in San Francisco nicht.
      Am Nachmittag hieß es Kofferpacken. Der Abschied voneinander fiel kurz aus - sie sahen sich morgen Abend ja alle wieder.

      Wieder im Penthouse schnappte sich Carson seine Traumfrau, kaum dass sie die Tür rein waren. Er küsste sie innig, kickte die Tür mit dem Fuß zu und hob Julia schließlich von den Füßen.
      "Fröhliche Weihnachten", schnurrte er und trug sie nach oben ins Schlafzimmer.


    • Während sie neben Carson auf dem bequemen Sofa saß, konnte Julia nicht verhindern, dass ihr Blick immer wieder zu ihrem Freund wanderte. Auch wenn die kleine Charlette so niedlich war, dass man kaum die Augen von ihr lassen konnte, so war Julia von Carsons Verhalten gefesselt. Es war beeindruckend, wie gut er mit dem Säugling umging und teilweise sogar alles um sich herum zu vergessen schien.
      Ein sanftes Lächeln legte sich auf Julias Lippen. Immer wenn sie glaubte, dass sie Carson nicht noch mehr lieben würde, tat er etwas, um sie vom Gegenteil überzeugen zu können.

      Auch wenn Julia den Besuch auf dem Davis-Anwesen genossen hatte, war sie froh, als sie endlich in das Appartement zurück kehrten und sie mit ihrem Geliebten alleine sein konnte. Nur zu gerne erwiderte sie seinen Kuss, musste dann jedoch lachen, als er sie mit Leichtigkeit hochhob. Es war nicht schwer zu erraten, wohin er sie bringen würde und Julia hatte keine Einwände.
      "Oh, Mr. Davis. Haben Sie vor nun auch endlich ihr letztes Geschenk auszupacken?", flüsterte sie ihm ins Ohr, bevor sie ihm sanft ins Ohrläppchen biss.
    • Carson schnurrte mit einem Lächeln auf den Lippen.
      "Ich kann es kaum erwarten."
      Er warf Julia auf's Bett und war im nächsten Augenblick wieder über ihr, Hände unter ihrem Shirt, Lippen an ihrem Hals. Sekunden später war das Shirt kein Problem mehr. Es lag irgendwo hinter ihm auf dem Boden, zusammen mit seinem eigenen. Es war beinahe so, als würde die verpasste Woche und die Sittlichkeit des vergangenen Feiertages aus ihm herausbrechen. Carson ließ sich selbst von der Leine.
      "Wir haben den ganzen Tag für uns", raunte er an Julias Ohr, "und ich habe nicht vor, dich aus dem Bett zu lassen", seine Hand fand seinen Weg ohne zu zögern zwischen Julias Beine, "Klamotten sind auch nicht erlaubt."

      Carson verwöhnte Julia. Er machte es schrittweise: erst mit der Hand, dann mit dem Mund, schließlich hielt er es selbst nicht mehr aus und nahm sie gleich dreimal. Und in der Dusche danach auch nochmal.
      Schlussendlich lagen sie gemeinsam im Bett. Carson lag auf der Seite, eine Hand unter dem Kopfkissen, die andere über Julias perfekten Körper streichelnd. Er war müde, seine Bewegungen träge. Er war überglücklich. Und wie immer, wenn er Julia im Arm halten konnte, nickte er in Rekordzeit ein, auch wenn es erst früher Nachmittag war. Die körperliche Ertüchtigung forderte dann doch ihren Tribut.


    • Julia fühlte sich, als würde sie auf einer Wolke liegen. Nicht nur war das Bett unglaublich weich, auch fühlte ihr Körper sich immer noch wohlig warm an. Gleichzeitig waren ihre Glieder so erschöpft, dass sie sicher war, dass sie gerade nicht die Kraft aufbringen konnte, um aufzustehen. Sie wusste nicht einmal, ob sie sprechen konnte. In Momenten wie diesen bewunderte sie Carson für seine Kondition.
      Sie kuschelte sich an den Mann neben ihr. Mehr brauchte sie im Moment nicht, um glücklich zu sein. Es gab einiges, was sie gerne zu ihm gesagt hätte - das meiste wäre furchtbar kitschig gewesen. Deshalb war es vielleicht gut, dass ihr Mund sich nicht mehr bewegen wollte. Es dauerte nicht lange, bis Julias Augen zufielen und sie einschlief.

      Als sie einige Stunden später wieder aufwachte, streckte sie als erstes ihre Hand aus und suchte unbewusst nach Carson. Beinahe war es so, als würde ihr Körper sich nach ihm sehnen, selbst wenn ihr Geist noch halb am schlafen war.
    • Carson schlief. Tief und fest und lange. Der Tag zog vorbei und alles, was er tat, war sich auf den Rücken zu rollen. Er schlief den Schlaf der Gerechten. Seit der Highschool hatte er keine acht Stunden mehr geschafft, jetzt kratzte er gerade an Stunde sechs und es gab kein Zeichen, dass sich das schnell ändern würde. Er hatte komplett abgeschaltet.



      Feiertage wie Weihnachten ekelten ihn an. All diese geheuchelten Emotionen nur um die materielle Gier zu rechtfertigen. Niemand nahm diesen Feiertag noch ernst! Aber er tat es. Und brach ihm das Herz, ihn nicht mit dem Menschen verbringen zu können, den er liebte. Und das war alles Carson Davis' Schuld! Aber bald schon würde er den gleichen Schmerz spüren. Das neue Jahr würde mit einem Knall beginnen! Allein beim Gedanken daran wurde ihm ganz heiß.


    • Müde öffnete Julia die Augen, als ihre Finger gegen die Wärmequelle in ihrem Bett stießen. Ein schmales Lächeln schlich sich auf ihre Lippen, während sie Carsons dunklen Haarschopf betrachtete, der neben ihr auf dem Kissen lag. "Ich liebe dich.", flüsterte sie. Sie wusste, dass Carson sie nicht hörte, trotzdem hatte sie das Bedürfnis diese Worte auszusprechen.
      Einige Minuten genoss Julia noch das bequeme Bett und die Nähe ihres Geliebten, bis der Ruf der Natur sie letztendlich doch dazu zwang das Bett zu verlassen. Im Bad angekommen spritzte sie sich etwas Wasser ins Gesicht und richtete ihre Haare. Ihre Beine fühlten sich noch immer etwas wackelig an, aber ihr Körper hatte sich von den Aktivitäten des Vormittages wieder weitestgehend erholt.

      Ein paar Minuten später Stand Julia in der Küche und sah der Kaffeemaschiene beim Arbeiten zu. Auch wenn es schon Nachmittag war, hatte sie beschlossen Carson ein zweites Frühstück zu machen. Sie hatten sich beide eindeutig eine Stärkung verdient.
      Und so kehrte sie einige Zeit später mit frisch gebackenen Pancakes - deren Rezept Carsons Koch ihr beigebracht hatte - , einer kleinen Schale Obstsalat und frischem Kaffee ins Schlafzimmer zurück.
    • Carson träumte. Es war kein schlechter Traum. Aber auch kein besonders guter. Einerseits sah er das Leben, dass er sich wünschte, mit Juliana zusammen. Leider war ihm das Haus nur allzu bekannt. Ihm lief ein Schauer über den Rücken, als ein dunkelhaariger Junge die Trepper runter gerannt kam, der ihm zum Verwechseln ähnlich sah. Und dann sah er die Bierflasche in seiner Hand.

      Der verlockende Duft von Kaffee zerrte sein Bewusstsein aus dieser halben Erinnerung. Träge öffnete er die Augen und sah in das wundervolle Gesicht seiner Geliebten. Und der Kaffeegeruch kam von ihr.
      "Hey", raunte er, leicht heiser vom Schlaf, und lächelte, "Du hast Kaffee gemacht."
      Er setzte sich auf und lehnte sich ans Kopfteil.
      "Und Pancakes!"
      Er beugte sich zu Julia rüber und küsste sie liebevoll. Es war das erste Mal, dass Julia für ihn gekocht hatte. Sein Stolz konnte das kaum verkraften, aber nur weil sein Herz gerade schmerzhaft angeschwollen war.


    • Julia stellte vorsichtig das Tablett auf dem Bett ab, bevor sie sich zu Carson hinab beugte und ihn küsste. "Hey, " antwortete sie sanft. Einen Moment lang betrachtete sie ihren Freund und legte den Kopf zur Seite. Sie glaubte etwas ernstes in seinem Blick zu erkennen, was sie nicht ganz zuordnen konnte.
      "Sie sind bestimmt nicht so gut wie deine. Aber als ich sie im Frauenhaus geübt habe, haben sie den Mädels geschmeckt.", sagte sie vorsichtig, um Carson auf die eventuelle Enttäuschung vorzubereiten. Denn auch wenn die Pancakes gut rochen, würde sie wohl niemals an die Kochkünste des Geschäftsmannes heranreichen. "Dafür sind sie mit Liebe gemacht." sie lächelte leicht und kletterte dann wieder zu Carson ins Bett. Da sie immer noch im Eva-Kostüm herum lief, wurde es langsam ein wenig kühl.

      "Hast du gut geschlafen?", fragte sie und hoffte, dass er die Sorge in ihrer Stimme nicht hörte.
    • "Ich denke schon. Wie spät ist es?"
      Carson streckte sich nach seiner Armbanduhr auf dem Nachttisch. Als er sah, dass es bereits nach sieben war, stutzte er.
      "Ich habe ganze sechs Stunden geschlafen! Das ist definitiv gut."
      Er legte die Uhr wieder weg, beugte sich in die andere Richtung, küsste Julia auf die Wange und kehrte mit einem Pancake in der Hand wieder in seine Ausgangsposition zurück.
      "Alles deine Schuld", sagte er mit vollem Mund.
      Die Pancakes waren gut. Dafür dass es ihr erster Versuch war, waren sie wirklich gelungen.
      "Und du?", fragte er in Pancake Nummer zwei beißend, "bei dir auch alles gut?"
      Im Gegensatz zu Julia war Carson praktisch egal, dass er hier splitterfasernackt rumsaß, die Decke nur bis zu den Knien reichend, jetzt wo er aufrecht saß.


    • Julia griff nach ihrem Kaffeebecher und hielt ihn zwischen beiden Händen. "Ich habe gut geschlafen.", beantwortete sie Carsons Frage. "Und das war deine Schuld." Sie kicherte leise. Man konnte ihr anhören, dass diese Aussage ganz und gar nicht als Vorwurf gemeint war.
      Während sie auf ihrem Pancake herum kaute, ließ Julia ihren Kopf auf Carsons Schulter sinken. "Deine sind trotzdem besser. Du musst mir dein Rezept verraten.", sie wusste, dass der Geschäftsmann sein Geheimnis vermutlich nicht mit ihr teilen würde und im Grunde hatte sie nicht einmal ein Problem damit. Denn es bedeutete, dass er noch öfter für sie kochen würde.

      Einige Minuten verbrachten sie schweigend, bis Julia schließlich ihre leere Tasse zurück auf das Tablett stellte. "Ist dir nicht kalt?", fragte sie und zog dabei ihre Hälfte der Decke ein wenig weiter nach oben. "Also nicht, dass ich was dagegen hätte, dass du hier so sitzt...", fügte sie lachend hinzu.
    • Carson schielte grinsend zwischen seine Beine.
      "Nö. Du bist zu heiß, als dass mir kalt sein könnte."
      Cheesy, ja, aber ihm war wirklich nicht kalt.
      "Und meine Pancake-Rezept ist ein Firmengeheimnis."
      Er küsste Julia auf den Scheitel und zog die Decke ein bisschen höher, damit sie mehr davon hatte. Ihm war vielleicht nicht kalt, aber er konnte nicht zulassen, dass Julia fror.
      "Ich hab jetzt schon zugenommen. Morgen dann das Bankett, das Silvester-Dinner, mein Geburtstag... ich werde mein Büro wohl runter ins Studio verlegen müssen, wenn das Jahr rum ist. Nur, weil ich alt werde, heißt das nicht, dass ich mich darauf ausruhen kann."
      Da war sie wieder, Carsons Eitelkeit. Er empfand sich nicht als fett, aber er hatte seinen Standart und über die Feiertage hinweg verlor er den. Und natürlich durfte Arbeit in seinen Überlegungen nicht fehlen. Aber als er Julias Gesichtsausdruck sah, lächelte er entschuldigend.
      "Keine Arbeit, sorry. Filmabend? Ich hab nicht den Drang, gleich wieder ins Land der Träume zu verschwinden und für morgen hab ich nur Abends Pläne."


    • Julia lachte leise, legte dann aber ihren Kopf wieder auf Carsons Schulter. "Ich glaube, wenn hier einer von uns beiden heiß ist, dann bist du das.", sagte sie und wusste genau, wie zweideutig diese Aussage war. Zwar wusste sie, wie eitel Carson sein konnte, aber in ihren Augen hatte er auch jeden Grund dazu, weshalb es sie nicht störte. "Und wenn mir zu kalt wird, kannst du mich ja wärmen." Sie ließ die Finger ihrer Hand über seine Brust streichen, sah dann jedoch zu ihm hinauf. "Ich habe bestimmt auch zugenommen, bei all dem leckeren essen. Denkst du ich sollte auch abnehmen?" Eigentlich fand sie nicht, dass Carson etwas an seinem Aussehen ändern musste, da er in ihren Augen perfekt war. Gerade deshalb hatte sie oft Angst seinen Ansprüchen nicht gerecht zu werden. Und ein so gut durchtrainierter Mann sollte wirklich keine pummelige Frau an seiner Seite haben...
      "Ich kann zwar nicht mit dir mithalten, aber ich denke, ich werde nächstes Jahr auch ein wenig öfter ins Fitnessstudio gehen.", beschloss sie.

      Carsons Frage sorgte dafür, dass Julia das Thema erst einmal wieder fallen ließ. "Wir hatten schon lange keinen Filmabend mehr. Das ist eine gute Idee.", stimmte sie zu. Auch sie war nicht mehr müde und der Gedanke, noch etwas länger mit Carson im Bett faulenzen zu können, gefiel ihr sehr gut.
    • "Das Fitnessstudio steht dir jederzeit offen. Wahlweise musst du nur fragen und ich werde dein Personal Trainer."
      Mit einem schalkhaften Glitzern in den Augen lehnte sich Caraon rüber, fast auf Julia drauf und zog eine Linie von Küssen über ihr Schlüsselbein.
      Julia hatte es nicht nötig, zu trainieren, aber Carson würde sie nicht davon abhalten. Es war ihr Körper und er liebte sie so wie sie war.

      Er stopfte sich den letzten Pancake in den Mund, dann sprang Carson auf und brachte alles mit dem Ausruf "Ich mach Popcorn!" in die Küche. Fünf Minuten später kam er mit einer großen Schüssel zurück. Mit der Magie der Fernbedinung tauchte dee Fernseher wieder auf und der Auswahl-Bildschirm für die Filme leuchtete auf.
      "Was wollen wir gucken? Es ist Weihnachten... Kevin allein - Marathon? Oder irgendwas nicht-festliches?"


    • "Ich bin mir nicht sicher, dass ich mit deinem Training mithalten könnte.", gab Julia zurück. Sie erinnerte sich nur noch zu gut, wie ihr letzter gemeinsamer Ausflug in das Fitnesstudio ausgefallen war. "Außerdem wäre ich vermutlich zu abgelenkt..." Sie kicherte leise und drückte Carson dann einen Kuss auf die Wange.

      Als Carson das Schlafzimmer verließ, zog Julia unbewusst die Bettdecke etwas weiter nach oben. Auf einmal kam ihr das Bett viel zu groß und kalt vor. Deshalb kuschelte sie sich auch sofort wieder an ihn, sobald er zurück gekommen war. Kurz überlegte sie, ob sie wohl zu anhänglich war. Aber dann beschloss sie, dass es einfach zu gemütlich war, um sich deshalb Sorgen zu machen.
      "Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal Kevin allein zu haus gesehen habe.", gab sie zu und zog dabei nachdenklich die Augenbrauen zusammen. "Ich habe nichts dagegen, aber sind die späteren Teile nicht alle grauenvoll?"
    • "Furchtbar!", stimmte Carson zu., "aber ich kenne keinen anderen Weihnachtsfilm."
      Hilflos zuckte Carson mit den Schultern. Er hatte wirklich keine Ahnung von solchen Filmen, da er für gewöhnlich über die Feiertage hinweg beschäftigt war. Da hatte er keine Zeit für Filme.
      "Da fällt mir ein..."
      Er drehte sich um und griff in seinen Nachttisch. Er reichte Julia eine flache, dunkelblaue Schachtel.
      "Ich konnte es nicht lassen, doch noch ein bisschen Geld auszugeben. Keine Sorge, es wird dir gefallen. Es hat das Leben eines anderen verbessert. Also mehr ein Weihnachtsgeschenk für jemand anderen."
      Grinsend wartete er darauf, dass Julia die Schachtel öffnete, in der sich eine Urkunde befand. Normalerweise machte Carson das auf seinen Namen, aber dieses Jahr war es Julias Name, der auf der Urkunde stand, die sie als Pate eines Sumatra-Tigers auswies.


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