[2er RPG] Burning Desire

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    • Carson konnte sich denken, wer da das ruhige Wochenende störte und er nippte einfach stumm an seinem Kaffee. Während er das halbe Gespräch zwischen Julia und ihrem Chef verfolgte, shclich sich allerdings ein breites Grinsen in sein Gesicht. Er überschlug die Beine - was seltsam vornehm für ein College T-Shirt und eine Flanellschlafanzuhose wirkte - und frühstückte in aller Ruhe weiter.
      "So, so, Mr. Davis. Ich werde also in der kommenden Woche für Sie arbeiten? Haben Sie sich das gut überlegt?"
      "Gott, ist das heiß, wenn du mich beim Nachnahmen nennst."
      Nein, ihm war es nicht peinlich dass er das gerade laut ausgesprochen hatte. Mittlerweile sollte Julia ja auch eigentlich daran gewöhnt sein, dass er sich in seiner Sexualität nicht zurückhielt.
      "Technisch gesehen arbeitest du doch schon für mich. Immerhin bin ich Hauptsponsor und Vorstandsvorsitzender von Safe Haven. Ist also nur fair, dass ich dir für eine Woche einen neuen Arbeitsplatz zuweise, findest du nicht?"
      Er liebte es, seine Machtposition nutzen zu können, um das zu bekommen, was er wollte. Er hatte auch hier keinerlei Hemmungen, das einzusetzen, was er hatte. Er schadete in diesem Fall ja auch niemandem.


    • "Gott, ist das heiß, wenn du mich beim Nachnahmen nennst." Julia kicherte. Sie konnte sich nicht entscheiden, ob der Mann, der im Jogginganzug an ihrem Küchentisch saß und sich dabei trotzdem wie ein eleganter Geschäftsmann benahm, sexy oder niedlich war. Es freute sie, dass sie eine der wenigen Personen war, die Carson so sehen durften. "Stimmt, ich vergesse manchmal, dass du wirklich mein Chef bist.", murmelte sie. Es war ein seltsames Gefühl sich einzugestehen, dass sie quasi eine Affäre mit ihrem Vorgesetzten hatte. Was würde wohl Andrew dazu sagen, wenn er davon wüsste? Würde er Julia trotzdem so bereitwillig freigeben?

      Aber ein Blick in Carsons zufriedenes Gesicht genügte, damit Julia ihre Zweifel wieder verwarf. Sie ging zurück zum Tisch und setzte sich auf ihrem Stuhl. "Also, Mr. Davis.", begann sie und schlug ebenfalls die Beine übereinander. Sie faltete ihre Hände auf dem Schoß zusammen und versuchte den Mann wie eine aufmerksame Sekretärin anzusehen. "Haben Sie sich das gut überlegt? Ich weiß ja nicht, welche Aufgaben Sie für mich vorgesehen haben, aber werde ich eine Einweisung erhalten? Werden Sie das persönlich übernehmen?"
    • Carson biss auf den Rand seiner Kaffeetasse, sein Blick verdunkelte sich. Das machte sie doch mit voller Absicht!
      In aller Ruhe trank er einen Schluck der schwarzen Brühe, ehe er die Tasse auf dem Tisch abstellte. Das charmante Lächeln in seinem Gesicht wich nicht für eine Sekunde. Als er den Blick hob, lag darin nichts Geschäftliches, sondern reines Verlangen.
      "Ich könnte Ihnen gleich hier und jetzt eine detaillierte Einweisung in alles geben, was Sie wissen müssen, Ms. Kinnley", schnurrte er.
      Er hielt sich dabei zurück, um nicht über den ganzen Tisch zu springen und Julia die Kleider vom Leib zu reißen. Nach außen hin fiel das natürlich nicht auf, er wusste sich zu kontrollieren. Er saß einfach da, wie in seinen Verhandlungen - abgesehen vom Schreibtisch - und bohrte seinen Blick in Julia. Sie hatte das über sich selbst gebracht, sie hatte dieses Spiel gestartet. Aber Carson war niemand, der gern verlor, also würde er alles daran setzen, zu gewinnen.


    • Ein leiser 'Oh'-Ton entwich Julias Lippen, während sie beobachtete, dass Carson seine Körperhaltung veränderte und ihr langsam bewusst wurde, dass sie mit ihrem Scherz ein wenig zu weit gegangen war.
      Der vernünftige Teil von ihr wollte das Gespräch auf ein anderes Thema lenken, bevor sie etwas sagte, was sie später bereuen könnte. Aber der andere Teil von ihr fand diese Situation neu und aufregend. Es war für Julia immer wieder überwältigend, mit welchem Verlangen Carson sie manchmal ansah. Dass sie so etwas bei einem Menschen auslösen konnte, war bis heute unbegreiflich für sie.

      "Ich weiß ja nicht...", sagte sie und biss sich auf die Unterlippe. "Ich habe gehört, dass das Training bei Ihnen sehr.... intensiv sein soll. Sind Sie sicher, dass ich das durchhalte?" Im Gegensatz zu Carson fiel es ihr schwerer ein ernstes Gesicht aufrecht zu halten. "Und was soll ich tun, wenn ich nicht alles verstehe? Würden Sie es mir dann noch einmal zeigen?"
    • Diese Frau! Unglaublich!
      Carson gab seine entspannte, zurückgelehnte Haltung auf und lehnte sich etwas nach vorn, stützte die Ellenbogen auf den Tisch und verschränkte die Finger ineinander. Sein Blick wich nicht eine Sekunde von Julia.
      "Ich zeige Ihnen alles was sie wollen, so oft Sie es wollen", sagte er mit einer gefährlichen Ruhe in der Stimme, von der er selbst nicht genau wusste, woher er sie nahm.
      Im nächsten Augenblick war er aber schon aufgestanden und um den Tisch herum gekommen. Seine Hand schoss in Julianas Nacken und er küsste sie überschwänglich.
      "Was machst du bloß mit mir?", hauchte er, küsste sie erneut und zog sie auf die Füße, "Nur zwei Sätze und alles, woran ich denken kann bist du, nackt, neben mir", ein weiterer Kuss folgte, diesmal auf den Hals, "Ich will jeden Zentimeter von dir spüren..."
      Er biss sanft in die weiche, empfindliche Haut in Julianas Halsbeuge. Er brauchte diese Frau!


    • Ein Schauer lief Julias Rücken hinunter, als sie Carsons ruhige Stimme hörte und in seine dunklen Augen sah. Der Mann hatte etwas gefährliches, doch gleichzeitig wusste Julia, dass er ihr nichts tun würde. Es war ein ungewohntes und auch aufregendes Gefühl.
      "Ich weiß auch nicht, was du mit mir machst.", gab sie zu, ihr Satz wurde aber unterbrochen, da sie erschrocken die Luft einzog, als Carsons Zähne sich in ihre Haut gruben. Sie hob ihre Hände, um ihm durch das weiche Haar zu fahren. "Normalerweise mache ich sowas gar nicht, ich weiß nicht woher das kommt... ich bin nur bei dir so." Mit einem leichten Ziehen an seinen Haaren sorgte sie dafür, dass Carson lang genug zu ihr aufsah, damit sie ihn wieder küssen konnte. Ihn zu küssen war sowieso besser, als zu sprechen.
    • Carson lachte tief in seiner Brust.
      "Ich bin ein schlechter Einfluss...", schnurrte er und im nächsten Augenblick lagen sie beide auf Julias Couch.
      Carsons Hände waren überall, er küsste Julia auf jedem freiliegenden Stückchen Haut.

      Eine Stunde später lagen seine Flanellhosen über der Rückenlehne, sein Shirt auf dem Frühstückstisch und Julias Unterwäsche vor dem Fernseher. Carson lag zufrieden auf der Couch, Julia in seinen Armen.
      "Wieso enden wir eigentlich jedesmal nackt auf einem Polstermöbel, wenn wir zusammen Essen?", fragte er scherzhaft und strich Julia eine verirrte Strähne aus dem Gesicht, ehe er sie auf die Stirn küsste.
      Seine freie Hand zeichnete ihr Muster auf ihren unteren Rücken, genau über der Wölbung ihres perfekten Hinterns.
      "Nicht, dass ich etwas dagegen hätte, natürlich", setzte er noch hinzu und kicherte leise.


    • Julia kicherte leise, während sie ihr Gesicht etwas enger an Carsons Brust lehnte und seinem Herzschlag lauschte, der langsam wieder ruhiger wurde. "Ja, das ist schon seltsam...", stimmte sie grinsend zu. "Und dabei hast du dir so viel Mühe gegeben und Frühstück gemacht.", ein wenig wehmütig dachte sie an das leckere Rührei, das nun kalt und unter Carsons T-Shirt begraben war. Lediglich der Gedanke, dass sie bestimmt noch sehr oft gemeinsam frühstücken würden, tröstete sie etwas. "Wir sollten uns das abgewöhnen, bevor uns sowas mal in einem Restaurant passiert, oder so."
      Einen Moment lang schwieg sie und genoss die Wärme, die von dem anderen Körper ausging. "Wie hast du dir das nächste Woche vorgestellt?", fragte sie schließlich. Sie hatte ihren Vorschlag gemacht, ohne groß darüber nachzudenken, aber da Carson sie bereits bei ihrem Chef abgemeldet hatte, schien er einen Plan zu haben. "Werde ich einfach in deinem Appartment meinen Papierkram erledigen, oder willst du mich wirklich mit zu einem Geschäftsessen nehmen? Und kannst du es ertragen, wenn ich den ganzen Abend lang Mr. Davis zu dir sage?"
    • Abgewöhnen? Carson glaubte nicht, dass er das konnte. Oder wollte.
      "Du bekommst ein Büro und freien Zugang zu meinem. Dann kannst du in Ruhe arbeiten und mich zu jeder Zeit ablenken. Was Geschäftsessen angeht..."
      Er musste unbedingt welche arrangieren. Die Aussicht darauf, einen ganzen Abend lang Julia zu hören, wie sie ihn professionell ansprach und sich selbst dazu zu zwingen, das Gleiche zu tun... Das wollte er sich nicht entgehen lassen.
      "Ich habe eine wundervolle Sammlung an Polstermöbeln in meinem Penthouse. Und auch in meinem Büro."
      Er lachte vorfreudig. Die nächste Woche würde super werden!


    • Diesmal schaffte Julia es, sich auf die Arme zu stützen, damit sie zu Carson hinunter sehen konnte. "Ich brauche kein eigenes Büro. So wichtig sind meine Aufgaben nicht.", warf sie ein, obwohl sie wusste, dass der Geschäftsmann nicht von seinem Plan abbringen lassen würde. Und wenn sie ehrlich war, hatte der Gedanke, direkt neben ihrem Liebsten zu arbeiten und etwas von seinem Alltag zu sehen, etwas sehr reizvolles.
      Ihr Lächeln wurde etwas breiter, als Carson weiter sprach. "Ich hoffe sehr, dass ich die einzige bin, die auf den Polstermögeln in deinem Büro eine deiner besonderen Einweisungen erhält." Auch wenn sie scherzhaft klang, machte der Gedanke, was Carson bereits mit anderen Frauen gemacht hatte, sie immer noch ein wenig eifersüchtig und wehmütig zugleich. "Aber ich verspreche, dass ich dich nicht ablenke. Außer, wenn du es mit dem Arbeiten übertreibst."
    • Carson legte seine Hände an Julias Wangen und lächelte.
      "Die Einzige, versprochen", flüsterte er und küsste Julia sanft, ehe er sie wieder in seine Arme schloss.
      Aus logistischen Gründen würde Julia leider drei Stockwerke mit dem Aufzug zurücklegen müssen, um tatsächlich in seinem Büro aufschlagen zu können, allerdings hatte sie ja jetzt Zugang zu Carsons privatem Aufzug und der konnte sie überall hinbringen.

      Eine Weile lagen sie so da, nichts tuend, nackt, dem herzschlag und der Atmung des jeweils anderen lauschend. Carson zeichnete abwesend das Unendlichkeitszeichen auf Julianas Hand und hing seinen eigenen Gedanken hinterher, die sich zum Glück einmal nicht um die Arbeit drehten. Sehr entspannend, sich darum keinen Kopf machen zu müssen. Natürlich war ihm klar, dass es dadurch nicht einfach verschwand, aber das Problem in den Hintergrund schieben zu können, half ungemein.



      Er beobachtete sie. Das war, was tat. Was er gut konnte. Beobachten...
      Sie untersuchten immer noch das abgebrannte Lagerhaus, aber sie würden nichts finden. Nichts ungewöhnliches. Natürlich war da Brandbeschleuniger, aber er wusste, wie man das versteckte. Er hatte Erfahrung damit. Sie würden als natürlichen Brand einstufen. Kaputte Leitung oder sowas. Das hatten sie bisher immer getan.
      Er hatte sich ein bisschen geehrt gefühlt, als der große Carson Davis persönlich vorbei gekommen war, um sich anzusehen, was passiert war. Er war in Freizeitklamotten gekommen und war sich auch nicht zu fein gewesen, sie dreckig zu machen. Dieser Mann war unglaublich. Nicht nur war er steinreich und warf mit seinem Geld durch die Gegend, er engagierte sich auch intensiv für wohltätige Zwecke und packte beim Bau mit an. Früher hatte er gedacht, Carson Davis machte das für die PR-Abteilung, die seinen Ruf schön polierte und die Firma gut dastehen ließ. Dann hatte er ihn kennengelernt und verstanden, dass es wirklich eine Herzensangelegenheit für den Mann war. Er wollte wirklich helfen.
      Gut so, hatte er sich damals gedacht, dann hat er wenigstens ein schlechtes Gewissen wegen dem, was er getan hat.
      Aber das war nicht Bezahlung genug. Er wollte Carson Davis bluten sehen...


    • Den Nachmittag verbrachte Julia damit, die Dinge zusammen zu suchen, die sie mitnehmen wollte. Da sie diesmal nicht nur für ein Wochenende dort sein und sogar arbeiten würde, fiel ihr das schwerer als gewöhnlich. Sie wollte auf keinen Fall unpassend angezogen sein, wenn sie im Büro auftauchte und Carson dadurch blamieren. "Mit welcher Begründung habe ich eigentlich ein Büro in deinem Gebäude?", fragte sie den Mann und sah dabei kurz von ihrem Koffer auf. "Du kannst ihnen ja schlecht sagen, dass du deine Freundin dort arbeiten lässt. Wer bin ich also, wenn ich dort anfange?" Inzwischen hatte Julia sich damit abgefunden, dass ihre Beziehung zu dem Geschäftsmann erst einmal geheim bleiben musste. Sie wollte nicht, dass er wegen ihr noch zusätzlich von den Medien zerrissen wurde. Und so lange er ihr zeigte, wie viel sie ihm bedeutete, reichte ihr das vollkommen aus.
    • "Dafür brauchst du einen Grund? Hast du gesehen, wie groß das Gebäude ist, in dem ich lebe und arbeite? Wenn ich sage, dass du ein Büro bekommst, dann bekommst du eins. Niemand wird dich irgendwas fragen."
      Carson machte sich absolut keine Gedanken um diese Woche. Er würde Julia in seiner Nähe haben! Das überschattete alles.
      "Sollte doch jemand fragen, dann sagst du einfach die Wahrheit. Du hast das Büro, weil du Papierkram für Save Haven erledigen sollst, während du von einem Geschäftstermin zum nächsten pendelst, um reiche Säcke auszuquetschen und deren Geld für gute Zwecke zu verwenden."
      Er zuckte mit den Schultern. Von seinen Haaren tropfte immer noch Wasser. Vielleicht hätte er sie besser abtrocknen sollen, als er aus der Dusche gekommen war?
      Er beobachtete Julia schon seit sie mit dem Packen angefangen hatte. Zwischendrin war er zwar schnell duschen gegangen, aber danach war er gleich zu seiner Lieblingsbeschäftigung übergegangen. Immer mal wieder hatte er einfließen lassen, dass sie sich nicht o viele Gedanken ums Packen machen musste, wenn sie einfach alles bei ihm hatte. Sie würde schon noch bei ihm einziehen.


    • Julia lächelte etwas. Dass Carson die Situation dermaßen gelassen sah, beruhigte auch ihre Nerven ein wenig. Vielleicht machte sie sich wirklich zu viele Gedanken.
      Einige Minuten packte sie still weiter und versuchte sich dabei nicht von Carsons aufmerksamen Augen oder seinen Bemerkungen ablenken zu lassen. Aber irgendwann drehte sie dann doch den Kopf wieder in seine Richtung. "Du klingst so, als müsste ich aufpassen, damit du nicht die Sachen aus meiner Wohnung klaust und heimlich zu dir bringen lässt, damit ich keine Wahl habe." Sie kicherte leise und faltete dann vorsichtig eine Bluse zusammen, die sie oben auf einen Kleiderstapel legte. "Vielleicht stellen wir ja auch in dieser Woche fest, dass es sehr unvorteilhaft für deine Arbeit ist, wenn du mich in deiner Nähe hast. Mr. Davis.", fügte sie scherzhaft hinzu, bevor sie den Deckel von ihrem Koffer schloss.
    • Carson stieß sich vom Türrahmen ab und ging zu Julia. Er legte ihr von hinten die Arme um den Körper und drückte sie an seine nackte Brust.
      "Du hättest mit mir unter die Dusche kommen sollen", raunte er und küsste ihren Hals.
      Er küsste sich einen Weg nach oben, knabberte an ihrem Kiefer, dann an ihrem Ohrläppchen. Seine Hände strichen an ihren Flanken hinauf, er legte ihre Arme um seinen Hals und drehte sie dann herum.
      "Sie werden ihren Chef wohl hoffentlich nicht wegen sexueller Belästigung anklagen, oder?", fragte er lächelnd und küsste sie kurz auf die Lippen, "Ansonsten wird es wirklich hart", er drückte seine Hüften gegen Julias, "diese Woche durchzustehen..."


    • Erneut musste Julia kichern, während sie sich wie von allein in Carsons Umarmung schmiegte. Es fühlte sich an, als wäre sie komplett, sobald er sie in seine Arme schloss und sie liebte dieses Gefühl. Aber so sehr sie seine Nähe auch genoss, belustigte es sie, dass ihm ihr kleines Rollenspiel so sehr zu gefallen schien. Sie fühlte sich ein wenig wie eine Schauspielerin in einer schlechten Seifenoper, als sie seine Worte hörte und konnte nur mühsam ein Lachen unterdrücken. "Nein, das würde mir nie einfallen, Mr. Davis.", gab sie so ernst wie möglich zurück. Ein kurzer Seufzer entfuhr ihr, als seine Lippen ihre Ohrmuschel streiften. "Ich hoffe doch, dass wir in dieser Woche eng zusammen arbeiten können.", fuhr sie in einem möglichst unschuldigen Tonfall fort, musste sich jedoch auf die Zunge beißen, um nicht loszulachen.

      Kurz hielt sie inne, um sich etwas zu fangen. Dann griff sie nach einer von Carsons Händen und führte sie an ihre Lippen. "Ich liebe dich.", sagte sie leise, während sie den Handrücken küsste. "Und ich werde versuchen dich in dieser Woche nicht in Schwierigkeiten zu bringen. Aber sollte doch etwas sein, musst du mir das sofort sagen. Okay?"
    • "Okay."
      Er legte ihr die Hand, die sie eben noch geküsst hatte, an den Hinterkopf und vergrub sie in ihren wundervollen, weichen Haaren.
      "Ich liebe dich auch", sagte er und küsste sie liebevoll auf die Stirn.
      Dann hob er ihr Kinn an, um sie richtig küssen zu können.
      Wenn er so darüber nachdachte, dann hatte er sich in seinem gesamten Leben noch nie so glücklich gefühlt. Julia war wie das fehlende Puzzleteil in seinem Leben. Er überarbeitete sich, sie hielt ihn davon ab. Er konnte nicht schlafen, sie beruhigte ihn. Er hatte Angst, die Kontrolle zu verlieren, sie gab sie ihm. Liebe auf den ersten Blick gab es also doch, genauso wie es den einen richtigen Menschen gab, den man nur finden musste. Carson hatte so das Gefühl, dass er das getan hatte, damals in seiner Hotelbar.


    • Der Kuss fühlte sich anders an als die, die sie heute bisher geteilt hatten. Er war sanfter, liebevoller. Nachdem sie sich wieder von ihm gelöst hatte, sah Julia einen Moment lang zu Carson hinauf. In seinen Augen lagen so viele Gefühle, dass die junge Frau das Gefühl hatte, in ihnen zu ertrinken. Fast hätte sie ihm noch einmal ihre Liebe gestanden, aber ihr fiel noch rechtzeitig ein, dass sie diese Worte gerade erst ausgesprochen hatte. Und doch war das alles, woran sie im Moment denken konnte.
      Sie liebte diesen Mann. Sie liebte ihn so sehr, dass sie ihm alles glaubte und ihm blind vertraute. Sie hätte niemals gedacht, dass sie in der Lage wäre jemals so etwas für jemanden zu empfinden. Sie hatte geglaubt, dass sie diese Fähigkeit vor Jahren verloren hatte. Und doch war Carson hier und hatte sie hinter der hohen Mauer hervor gelockt, hinter der sie sich versteckt hatte.

      Vorsichtig hob Julia die Hand und legte sie auf Carsons Wange. "Du machst einen besseren Menschen aus mir." Eigentlich war es eine Erkenntnis, die sie sich selbst eingestand. "Danke, dass du so geduldig mit mir bist." Sie lächelte ihn sanft an und lehnte sich dann nach oben, um ihn noch einmal kurz zu küssen. "Möchtest du noch etwas unternehmen, oder willst du mir lieber weiter beim Packen zusehen und mich dann mit zu dir nach hause nehmen?"
    • Er? Machte aus ihr einen besseren Menschen?
      "Du machst mich komplett. Vielleicht liegt es daran?", erwiderte er sanft.
      Es war wirklich schwer zu beschreiben, wie er sich gerade fühlte. Es war eine Mischung aus Tiefenentspanntheit, Komplettheit und... Glück. Er konnte einfahc kein anderes Wort dafür finden. Es war wirklich Glück.
      "Pack du nur in aller Ruhe fertig", sagte er, "Ich ziehe mir mal was an und kümmere mich um das feuchte Vogelnest auf meinem Kopf."
      Er küsste sie sanft auf die Nasenspitze und verschwand dann im Badezimmer, wo er sich in ein paar Hosen und ein schlichtes, enganliegendes T-Shirt warf. Dann trocknete er endlich seine Haare richtig ab und richtete sie, sodass er wieder wie ein mensch aussah.


    • So ungern Julia Carson auch gehen ließ, hatte dies doch den Vorteil, dass sie ungestört ihre letzten Sachen packen konnte, ohne sich anhören zu dürfen, dass ihr Leben viel einfacher wäre, wenn sie im Davis-Tower leben würde. Ein Teil von ihr stimmte dem sogar zu, doch gleichzeitig war Julia froh, dass die das Zusammenleben mit Carson erst einmal für eine Woche ausprobieren konnte. Vielleicht stellten sie ja in der Zeit fest, dass es nicht funktionierte. Und auch wenn Julia große Angst davor hatte, wollte sie diese Gewissheit lieber jetzt haben, bevor sie sich noch weiter an Carson band und anfing von Dingen zu träumen, die niemals wahr werden würden.

      Eine Viertelstunde später gesellte Julia sich wieder zu ihrem Geliebten. "Ich bin fertig... ich muss nur noch meine Waschsachen packen. Das ging bisher nicht, weil ein sehr gut aussehender Mann mein Badezimmer blockiert hat." Sie grinste ihn an, bevor sie sich an ihm vorbei schob und in das Badezimmer ging, um die letzten Sachen zusammen zu suchen.
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