[2er RPG] I Hate You - I Love You

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    • Alais

      Für einen Moment schloss ich die Augen, als Luciel mir einen Kuss auf die Stirn gab und ich kurz durchatmen konnte, doch recht schnell wurde ich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück gebracht. Die Musik dröhnte mir in den Ohren und ich bekam die Angst, ich könnte vielleicht zusammen mit meinem Freund fallen, wenn er mich am Oberarm fest hielt und ich schwank. Er war betrunken, ich habe es gerade geschafft gehabt ein Bier runter zu kriegen, immerhin gab es hier zu viele Leute, mit denen ich reden sollte da kam man nicht zum trinken, jetzt dankte ich aber dafür.
      Luciel sprach davon, dass er mich fahren würde, meine Alarmglocken schalteten sich sofort ein und meine Panik, die beinahe ausgebrochen war fuhr zurück. "Luciel auf keinen Fall!". Er durfte jetzt sicherlich kein Fahrzeug fahren, dann musste ich selbst fahren oder mir ein Taxi rufen. "Vergiss es einfach.. Ich nehme mir ein Taxi, ja?". Mit einer Hand griff ich zu seinem Kinn, um sein Gesicht wieder zu mir zu drehen und ihm in die Augen zu sehen. In solchen Momenten konnte ich für den Augenblick entscheiden, was wichtig und was wichtiger war, es war nun das Wichtigste den Mann vor mir davon abzuhalten nach seinen Schlüsseln zu suchen. "Du bleibst bei den Gästen hier.. Und passt auf, dass dir keiner irgendetwas kaputt macht, ja? Ich gehe nach deiner Mom sehen und..meinem Dad und ich ruf dich an.. Oder ich komme wieder, okay?". Meine Panik kam so langsam wieder, aber sie bezog sich auf Luciel, weniger auf meinen Vater. Ich stellte mich auf die Zehspitzen, um Luciel noch einen kurzen Kuss zu geben, dann war ich bereit zu gehen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Man konnte mir ja viel vorwerfen, aber nicht das ich meine Freundin in so einem Augenblick im Stich lies. Natürlich war die Aussage nicht besonders glaubhaft, wenn man auf der Suche nach seinen Autoschlüsseln schon frontal gegen den Wohnzimmertisch donnert und sich daraufhin das schmerzende Schienbein hielt, aber das sei mal dahin gestellt. Als meine Freundin mein Gesicht zu mir drehte, war zwar mein Kopf klar und ich verstand was sie sagte, aber irgendwie war mein Körper immer noch am Schwanken. Es hinderte mich aber nicht daran verlauten zu lassen, dass mir die Idee nicht gefiel. Ich wollte Alais nicht allein lassen, schon gar nicht wenn es ihr so ging, es unsere Familien betraf und nachdem wir endlich alle Streitereien aus der Welt geschafft hatten. "Ich will aber nicht ...",nuschelte ich daher kindlich und griff nach ihrer Hand als sie gehen wollte. "Ich will nicht ...", ja klang natürlich total reif im Augenblick, aber mein Mund wollte irgendwie nicht die schönen Sätze von sich geben, welche mein Hirn zusammen getextet hatte. So etwas wie ´Ich will dich nicht alleine lassen, sondern für dich da sein´ oder anderes kitschiges Zeug. Nun stattdessen kam eben das dabei raus, zum verzweifeln. "Ist alles okay?", erkundigte sich Rachel besorgt. "Alais, hast du geweint? Oh Gott...kann ich etwas tun?", die Schwarzhaarige blickte uns verzweifelt an. "Sie will nicht das ich fahre...", murmelte ich geknickt. "Natürlich nicht! Du bist betrunken!",daraufhin sah Rachel zu meiner Freundin. "Brauchst du jemanden der dich fährt? Ich rufe meinen Bruder an, das kriegen wir hin. Kann ich irgendetwas für dich tun?"


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    • Alais

      Ich verstand es, dass Luciel mir helfen wollte, ich nahm es gut wahr und speicherte es ab, natürlich würde ich es ihm nicht vorwerfen können, dass er nicht für mich da war, aber er war mir in diesem Zustand einfach nicht nützlich. Am Besten war es, wenn er zuhause blieb und dort die Stellung hielt, aber es war nicht einfach ihn davon zu überzeugen. Ich beschloss, ihm einfach die Schlüssel wegzunehmen, wenn ich an seiner Jacke vorbeigehen würde, dann könnte er sich nicht ins Auto setzen, noch einen Unfall diesen Abend würde ich nicht ertragen.
      Zum Glück tauchte Rachel auf, die sofort merkte, dass etwas nicht stimmte. Luciel erklärte ihr zwar, dass ich ihn nicht fahren ließ, aber ich war skeptisch, inwiefern sie wirklich noch nüchtern war und wie viel sie getrunken hatte. "Ich muss ins Krankenhaus, Luciel soll hier bleiben.. Er wird sich in kein Auto setzen und er wird auch nicht fahren.. Kannst du drauf aufpassen, dass er brav hier bleibt?". Mein Blick glitt von Luciel zu Rachel und ich sah sie ein wenig verzweifelt an. "Ich fahre kurz rüber und bin wieder zurück..". Mein Blick glitt wieder zu Luciel, dessen Gesicht ich zu mir drehte, damit er mich ansah. "Du bleibst brav bei Rachel und wartest hier.. Amüsiere dich mit deinen Gästen". Bei den Worten hörte ich irgendetwas zu Boden gehen. Es schepperte, einer musste was kaputt gemacht haben. "Du wirst hier gebraucht". Ich lächelte leicht, beugte mich noch vor, um Luciel die Wange zu küssen und wollte dann los, in der Hoffnung, Rachel würde auf meinen Freund aufpassen. Sie wirkte so nüchtern, vielleicht war es ihre Art betrunken zu sein? Sie war jedenfalls noch klar genug im Kopf, um zu verstehen, dass er nicht fahren sollte, dann wird sie sicherlich auf ihn acht geben.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Ich konnte gar nicht so viel Trinken um die Situation gut zu finden. Die Situation war scheiße um es mal ganz salopp auszudrücken. Ich konnte Alais in solch einem Moment nicht alleine lassen und ich verfluchte mich gerade selbst, dass ich getrunken hatte. Okay, ich konnte ja nicht wissen das so etwas mit ihrem Vater passieren würde, aber dennoch. Wir hatten es gerade erst geschafft, dass unsere Beziehung wieder gut lief und ich konnte nicht an ihrer Seite sein, wenn sie sich so fühlte. Fluchend fuhr ich mir durch das dunkle Haar, während Rachel versuchte die Situation irgendwie zu schlichten. Ich fragte mich zwar warum sie sich jetzt einmischen musste, aber das war typisch für sie. Die Schwarzhaarige hatte schon immer einen Helferkomplex und offenbar hatte sie meine Freundin bereits ins Herz geschlossen. Das sie geweint hatte, war jemanden mit solchen Adleraugen wie Rachel nicht entgangen. "Ich passe auf, versprochen.", antwortete Rachel meiner Freundin und sah sie besorgt an. "Aber bist du sicher, dass du alleine los kannst?" Daraufhin ging irgendetwas im Hintergrund zu Bruch, was Alais nutzte um mir zu verdeutlichen, dass ich eindeutig hier bleiben musste, wenn ich wollte das meine Wohnung in einem Stück blieb. "Ist doch zum kotzen.", fluchte ich genervt und blickte mich nach dem Schuldigen um, ehe mein Blick wieder zu Alais wanderte, welche die Tür ansteuerte. "Prinzessin...", wenn auch etwas schwankend hatte ich meinen Weg zu ihr gefunden. "Schreib mir okay? Ich will wissen das es dir gut geht." Wenn auch sehr widerwillig hatte ich meine Freundin gehen lassen. Ich fühlte mich schrecklich ...


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    • Alais

      Es fiel mir schwer, Luciel in diesem Moment alleine zu lassen, vor allem da er so anhänglich wurde, aber was sollte ich anderes tun? Ich musste ins Krankenhaus und ich musste seine Mutter trösten, ich konnte sie da doch nicht alleine lassen, mal gut, dass ich bisher nicht zum Trinken kam. Wenigstens war Rachel da, die sich um Luciel kümmern würde, ich nickte ihr zu, als sie sich noch einmal vergewisserte, ob ich auch wirklich fahren kann. "Ja, ich kriege das hin", bestätigte ich ihr noch einmal, wobei ich es selbst gut als Bestätigung brauchte.
      Ich wollte dann los, aber mein Freund hielt mich noch einmal auf. Als ich seine Stimme hörte, die mich wieder einmal Prinzessin nannte, zog sich alles in mir zusammen und eine Gänsehaut bildete sich auf meinem kompletten Körper. Er konnte wirklich süß sein und es waren die kleinen Momente, in denen er mir zeigte, dass er mich liebte und die ich wirklich wertschätzte. Ein sanftes Lächeln bildete sich auf meinen Lippen und ich nickte ihm zu. "Ich schreibe dir sobald ich angekommen bin". Bevor ich aber wirklich nicht vom Fleck kommen würde griff ich zu meiner Jacke und zu der Türklinke, ein letztes Mal sah ich zu Luciel. Drei gewisse Worte lagen mir auf der Zunge, aber bei der Menge an Zuhörern um uns herum wollte ich es Luciel nicht antun, auch wenn ich das Gefühl bekam, es sagen zu müssen. "Trink Ja nicht zu viel!", entgegnete ich ihm stattdessend grinsend und verschwand aus der Tür, er hatte ja schon bisher getrunken, es war ja ironisch gemeint, als wirklich ernst.

      Auf dem Weg runter und zum Auto zog ich mir meine Jacke an, ich suchte die Autoschlüssel raus und versuchte mit zittrigen Händen das Auto aufzuschließen. Meine Gedanken waren wieder wild durcheinander, ich hatte Sorge um meinen Vater.. Ich hatte Sorge um Luciel und ich hatte Sorge um mich, dass ich es vielleicht nicht hinbekommen würde, dort anzukommen. Aber letztendlich parkte ich vor dem Krankenhaus, schrieb Luciel eine Nachricht, dass ich angekommen bin und ihn vermisse, bevor ich mich dazu auf machte, nach meinem Vater und Luciels Mutter zu suchen..
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    • Luciel

      Kaum war Alais aus der Tür verschwunden war der Abend für mich gelaufen. Ich fühlte mich schrecklich sie jetzt allein gehen zu lassen. Was war ich bitte für ein scheiß Freund? Klar wusste ich das ich ein echtes Arschloch sein konnte, aber das gerade war doch eine Nummer zu heftig, selbst für mich. Ich wusste das es im Moment klüger war, wenn ich nicht mit ihr ging. Ich war betrunken und würde wahrscheinlich den nächsten Unfall veranstalten und neben ihrem Alten im Krankenbett liegen, aber dennoch wurmte es mich. Ich saß wie auf Kohlen auf meinem Sofa während die Party weiter ging. Die Stimmung war weiterhin ausgelassen, wenn nicht sogar perfekt. "Na komm schon, trink was mit uns. Du ziehst ein Gesicht wie der Sensenmann persönlich.", grinste Simon und reichte mir eine Bierflasche, welche ich missmutig annahm und die dunkle Flasche in meiner Hand betrachtete. Nun was sollte ich jetzt auch anderes tun oder? Ich konnte nur darauf warten, dass Alais zurück kam und hoffentlich alles gut war. Ob ich einfach ein Taxi nehmen sollte?
      "Ciel, es geht ihr gut und sicherlich ist alles nur halb so schlimm. Denken wir positiv und hoffen einfach das Beste okay?", versuchte Rachel mit aufzumuntern und stieß mit ihrem Glas, irgendeine blaue Flüssigkeit von der ich besser nicht wissen wollte was es genau war, mit meiner Bierflasche an. Seufzend gab ich nach, grinste leicht und stieß mit ihr an.


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    • Alais

      Es war ein wenig kompliziert Luciels Mutter oder meinen Vater zu finden, das Krankenhaus war ein regelrechtes Labyrinth, in welchem ich mich sogar zwei Mal verlaufen konnte. Immer wieder blickte ich zu meinem Handy, ob Luciel meine Nachricht gelesen und mir vielleicht geantwortet hat, dass bei ihm auch alles in Ordnung war, aber bevor ich mir darüber sorgen machte dachte ich an Rachel, die sich um meinen Freund kümmern wollte. Sie war selbst nicht nüchtern gewesen, was mir relativ klar war, aber sie wirkte kompetent und was sollte bitte auch schon Luciel passieren? Es war sicherlich nicht die erste Party, die er veranstaltete, er kam bisher auch gut lebend raus.
      Ich erblickte Luciels Mutter in einem Gang der Notaufnahme, sie hob ihren Kopf an und erhob sich auch komplett, nachdem sie mich erkannte. Ihre Augen waren rot, sie hatte auch schon am Telefon geweint gehabt, aber kaum sah sie mich wieder schon ging es wieder von vorne los. Ich nahm sie in den Arm, sie erzählte mir, was passiert war, dass die beiden sich gestritten hatten war mir schon klar, bevor ich zu Luciel gefahren bin, aber mein Vater war tatsächlich betrunken aufs Fahrrad gestiegen und wollte zu ihr fahren, ans andere Ende der Stadt, um sich zu entschuldigen. Luciel Mutter war zu einer Freundin gefahren, was mir auch bewusst war, aber ich hätte nie gedacht, dass mein Vater so...romantisch sein kann. Er war gestürzt, kam mit einem Auto zusammen, aber das Auto war nicht sonderlich schnell gewesen, weshalb er nur ein paar kleinere Verletzungen hatte und einen Bruch im Oberarm. Ich seufzte, das hatte sich am Telefon um einiges schlimmer angehört, als es jetzt wirklich war.. Luciels Mutter hatte übertrieben, ganz einfach, aber sie war scheinbar auch nicht ganz nüchtern, ich roch den Wein, den sie getrunken hatte. Gott, warum musste meine Familie so...verkorkst sein!?
      Ich beruhigte die Frau, setzte sich mit ihr hin und griff zu meinem Handy, um meinem Freund noch einmal zu schreiben:
      Fehlalarm.. sie sind beide betrunken, deine Mom hat übertrieben, meinem Dad geht es gut.. jedenfalls ist er nicht lebensbedrohlich verletzt.. Ich könnte kotzen, aber ich bleibe jetzt bei ihr, damit sie hier nicht alleine ist.. Wenn ich die beiden nach Hause gebracht habe komme ich vorbei..mit einem Katerfrühstück :*

      //Im meinem nächsten Post kommt Alais dann am morgen in die Wohnung :D //
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    • Luciel

      Rachel war ein Mensch der oft Recht hatte, etwas das ich teilweise verdammt unheimlich fand. Jedenfalls war es auch dieses Mal wieder der Fall, denn kaum hatte sie versucht mich zu beruhigen, flog schon die Nachricht meiner Freundin ein, dass alles halb so wild war. Seufzend lehnte ich mich an der kuscheligen Lehne meines Sofas zurück und fuhr mir durch das dunkle Haar. "Echt jetzt?", stöhnte ich genervt. Meine Güte Drama hatten unsere Alten fast besser drauf als wir! "Alles in Ordnung?", hakte die Schwarzhaarige mit den wunderschönen großen Augen nach und sah mich besorgt an. "Falscher Alarm.", murrte ich genervt, keine Lust weiteres zu erklären und nahm einen kräftigen Schluck von meinem Bier. Ich tippte direkt eine Nachricht an Alais, damit diese ich sich keine Sorgen machen musste. So nüchtern war ich jedenfalls noch und nach unserem Gespräch heute, wollte ich den Fortschritt unserer Beziehung nicht riskieren.


      ´Hey Prinzessin. Ganz toll ... die Alten machen mich fertig. Naja, jedenfalls ist es so besser bevor es wirklich etwas Ernstes ist. Komm schnell wieder´


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    • Alais

      Ich habe die komplette Nacht im Krankenhaus verbracht und passte darauf auf, dass Luciels Mutter klar kam und nicht schon wieder zusammenbrach, außerdem musste ich ihr helfen nüchtern zu werden, während mein Vater untersucht wurde, um dann verarztet zu werden. Die beiden hatten sich versöhnt, es war schon niedlich zuzusehen, wie sie wieder zueinander fanden, aber dennoch musste ich Ewigkeiten auf den Arztbrief warten, um sie dann mit nach Hause zu nehmen. Mein Vater hatte sich den Knöchel verstaucht, außerdem gab es eine ziemliche Beule am Kopf und viele Schürfwunden, nichts großes und vor allem nichts dramatisches. Das viel schlimmere war die beiden ins Haus zu bekommen, während mein Vater auf dumme Ideen kommen und Luciels Mutter mich ankotzen wollte, aber ich schaffte es - wie auch immer - ins Schlafzimmer zu bringen. Ich gab beiden was gegen den möglichen Kater in den nächsten Stunden, etwas Schmerzmittel, als sie dann friedlich schliefen war es schon acht Uhr morgens und ich habe die ganze Nacht nichts anderes gemacht, als auf sie aufzupassen.
      Prüfend sah ich aufs Handy, aber Luciel schien nicht mehr geschrieben zu haben, was letztendlich auch in Ordnung war, er hatte eine Party und um die musste er sich kümmern, es war ja schon süß genug, dass er es versucht hatte mitzukommen, aber es war auch besser, dass er nicht mit da war. Ich konnte mir einfach vorstellen, dass es Streit geben würde und so amüsierte sich wenigstens einer von uns beiden. Ich hielt beim Bäcker an, um tatsächlich Brötchen für alle mitzubringen, oder jedenfalls für einige von denen, die da waren, ich konnte nämlich nicht einschätzen, wie viele tatsächlich dort geblieben sind. Es gab außerdem einiges für die Brötchen und selbst an Orangensaft habe ich gedacht, mein Lieblingsmittel gegen Kater.. Eine Stunde später war ich letztendlich da und schrieb Luciel auch, aber er schien zu schlafen. Wecken wollte ich ihn ungern, aber ich war schon über vierundzwanzig Stunden ohne Schlaf und wollte die restliche Zeit nicht im Auto verbringen. Durch einen Zufall kam ich unten rein, ein Pärchen kam aus der Tür raus, da schlich ich mich rein, wenigstens konnte ich im Treppenhaus warten, aber zu meinem weiteren Glück war die Tür zu Luciels Wohnung nur angelehnt und so kam ich auch dort rein.
      Alkoholleichen lagen auf dem Boden im Flur, sie schliefen alle fest und ich konnte über sie drüber steigen, um mich nach Luciel umzusehen. Auch im Wohnzimmer war alles voll, aber scheinbar war die Party gut gewesen. Ich schmunzelte, hielt ausschau nach meinem Freund, den ich im Schlafzimmer fand.. Im Bett.. Eng an Rachel gekuschelt.. Er hielt sie genauso fest, wie er mich fest hielt.. Mein Herz rutschte mir in die Hose und ich ließ den Einkauf fallen, während ich scharf die Luft einzog. Ich hielt mir die Hände vor dem Mund, um keine Geräusche von mir zu geben, aber es funktionierte nicht und auch Tränen stiegen in meine Augen. Es tat weh so etwas zu sehen, es tat mehr als der Streit weh, den ich mit Luciel hatte.
      Ich sah mir das für einen Moment an, bevor meine Beine mich aus der Wohnung brachten. Den ein oder anderen weckte ich damit, aber sie lagen doch alle nur in meinem Fluchtweg.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Meine Sorge um meine Freundin hatte für einen noch reichhaltigeren Alkoholkonsum gesorgt, als ich eigentlich geplant hatte. Ja, sehr erwachsen eine Sorge im Alkohol zu ertränken. Meine Strafe werde ich mit einem fetten Kater schon noch erhalten. Ich wusste ja auch nicht so genau, warum ich mir das eigentlich antat. Hätte ich nicht getrunken, hätte ich Alais begleiten können und säße im Krankenhaus um den beiden eine Moralpredigt zu halten, weil sie meine Party sabotiert hatten, nachdem ich aber vor Erleichterung das es ihnen gut ging in irgendeinen hässlichen Wartezimmerstuhl gefallen wäre. Hoffentlich hatte Alais all das überstanden. Jedenfalls war meine Sorge nach einigen Bechern deutlich besser zu ertragen und da es sowohl meiner Freundin als auch meiner Mutter gut ging, war die Erleichterung groß genug, dass ich meine Party genießen konnte. Es wäre schöner gewesen die Kleine bei mir zu haben, aber das würde nicht die letzte Party sein und so machte ich mich mit lauter Musik bei den Nachbarn unbeliebt und endete am nächsten Morgen als verkatertes Häufchen Elend in meinem Bett.
      Irgendjemand weiches lag neben mir, worüber ich nicht so genau nachdachte. "Alais..", nuschelte ich leise, während ich mir mehr als die Wärmequelle geschmiegt hatte. Ich wollte nicht aufstauen, dass würde bedeuten das ich mich mit einem fetten Kater auseinander setzen musste und vor allem mit einer komplett verwüsteten Wohnung. Wenn mir die Idioten irgendetwas zerstört haben, erschlage ich sie. Während ich also gedanklich betete das meine Einrichtung es halbwegs überstanden hatte, weckte mich ein lautes Geräusch dann doch. Einen Moment hatte ich keine Ahnung was los war, glaubte irgendwer hätte nun doch etwas kaputt gemacht. Vielleicht war mein Wohnzimmertisch nun in zwei Hälften? Allein bei dem Gedanken daran - ich liebe diesen scheiß Tisch- riss ich panisch die Augen auf. Was ich aber unter höllischen Kopfschmerzen erkennen konnte, war meine Freundin die mich geschockt anstarrte, eine Tüte voller Brötchen und eine Flasche Orangensaft die ihren Weg über meinen Fußboden fand und eine perplexe Rachel an meiner Seite, die mindestens genauso verwirrt drein schaute wie ich. Wir waren angezogen, sahen nur etwas zerstört aus, es war nichts passiert und dennoch schreckte die Schwarzhaarige panisch von mir. "Alais! Es ist nichts passiert, das schwöre ich dir...!", rief meine Exfreundin panisch, während ich langsam gar nichts mehr kapierte und mir nur den schmerzenden Kopf hielt, während die Schwarzhaarige nur mit einem riesigen Shirt, offenbar irgendeines aus meinem Kleiderschrank und einer Boxershort, welche sie als kurze Hose benutzte meiner Freundin hinterher stolperte. "Alais warte...es ist wirklich nichts passiert!", rief sie ihr nach.
      Passiert? Häh...was zur Hölle war eigentlich gerade passiert?


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    • Alais

      Ich stolperte und fiel fast schon zu Boden, aber bevor noch mein Kopf das überhaupt realisieren konnte hatte sich mein Körper schon irgendwie auf den Beinen gehalten und war weiter gelaufen. Mir wurde es übel, vielleicht lag es daran, dass ich schon länger nichts gegessen habe, vielleicht an dem Bild, welches ich vor meinen Augen hatte.. Ich wollte etwas anderes sehen, die Tür zum Beispiel, aber mein Kopf musste sich nach hinten zu Rachel drehen, die mir nach lief. Sie trug sein Shirt, wessen denn sonst.. Meine Wut wurde noch größer, aber ich erreichte die Tür und knallte sie hinter mir zu, um in Gedanken irgendwie das wegzuschließen, was ich gerade gehen hatte. Es war nicht möglich. Ich sah ihn deutlich vor mir, mit Rachel, in seinem Bett.. Und er.. Gott daran durfte ich nicht denken, wenn ich irgendwie unten ankommen wollte. Ich tat es auch, irgendwie, ich fand auch meinen Wagen auf Anhieb, aber mein Schreck saß tief. Es war nicht schlau jetzt Auto zu fahren, es war vermutlich die dümmste Idee überhaupt.. Noch dümmer als die Idee, hier her zu kommen.. Hätte ich mich einfach nur schlafen gelegt, hätte ich jetzt nicht das Bild vor meinen Augen, welches nicht verschwinden wollte. Vielleicht hatte Rachel recht und es war nichts passiert, aber es tat weh, das war der Punkt daran.
      Die Schlüssel fielen mir aus den Händen, aber ich hob sie irgendwie in dieser Kälte auf und schaffte es sogar den Wagen aufzuschließen. Ich stieg ein, fuhr raus ohne großartig darauf zu achten, was sich um mich herum befand, aber ich stand alleine, neben mir zu meiner rechten und linken war alles frei und ich übersah auch nichts, es war dennoch nicht ganz schlau. Mein Weg führte mich weg, es war mir egal, wohin ich fuhr, ich wollte einfach nur weg von all dem. Von meinem Dad, meinem Zuhause, von Luciel.. Und am liebsten auch weg von meinen Gedanken an das, was ich gerade gesehen habe.
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    • Luciel

      Mein armer verkaterter Kopf brauchte erst einen Moment bis er realisierte was hier eigentlich los war. Seufzend hielt ich mir den pochenden Schädel und seufzte. Erst Mal eine Schmerztablette und Wasser, danach konnte ich mich mit der Welt um mich herum befassen. Gesagt getan stand ich auf und wollte gerade aus meinem Zimmer gehen, als Rachel bereits vor mir stand. "Ciel du musst das klären! Deine Freundin glaubt, du hättest sie betrogen!", platzte es aus der hübschen Schwarzhaarigen heraus. Es war fast wie früher, meine Oberteile waren ihr viel zu groß und rutschten an ihrer Schulter herunter, während meine Shorts irgendwie verdammt gut an ihr aussahen. Ihr Make Up war zwar komplett verschmiert, weil sie sich unter all dem Alkohol vergessen hatte abzuschminken, aber dennoch war sie immer noch wunderschön. Zwischen uns würde nichts mehr sein, aber es änderte nichts an der Tatsache das ich diese Frau wirklich geliebt hatte. Jetzt gehörte mein Herz jemand anderen, jemanden weit aus komplizierten. Ich musste mich ja in ein solch schwieriges Mädchen verlieben, aber vielleicht machte gerade das den Reiz von Alais aus. Aber gerade verstand ich den Grund der Panik nicht so ganz. "Es ist doch überhaupt nichts passiert. Wir sind angezogen, du lagst nur in meinem Bett. Wo liegt das Problem? Gut vielleicht nicht so cool, dass du neben mir lagst, aber ich hab doch nichts angestellt.", antwortete ich ihr gelassen. Mir dem Ausmaß dieses Dramas nicht bewusst. Rachel seufzte gequält und stemmte die Hände in die Hüften. "Gott Ciel, du hast wirklich keine Ahnung von Frauen. Wir machen auch aus so etwas ein Drama!". Nun seufzte ich und fuhr mir genervt durch das volle Haar. "Das sind solche Momente, in denen ich mir wünschte schwul zu sein.", brummte ich und suchte nach meinem Handy, damit ich meine Freundin anrufen konnte um ihr zu verdeutlichen, dass nichts passiert war. "Jetzt ist nicht der Zeitpunkt für dumme Sprüche. Du musst das gerade biegen!", ermahnte sie mich. "Ja doch!", fauchte ich zurück und wählte die Nummer meiner Freundin.


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    • Alais

      Ich konnte froh sein, dass um diese Uhrzeit an einem Sonntag nicht viel los war, denn ich konnte nicht garantieren inwiefern ich richtig mit meinen Gedanken beim Autofahren war. Es störte mich wahnsinnig, was ich gerade gesehen habe, weil ich dieses Bild nicht aus den Augen bekam. Es lag vielleicht auch daran, dass ich Rachel wirklich hübsch fand, ich würde auch sie wählen, wenn ich die Wahl zwischen mir und ihr hätte, aber ich traute ihr nicht zu, etwas mit Luciel angefangen zu haben, jedenfalls nach dem, wie ich sie kennengelernt habe. Mein Problem war: Er hatte sie fest in seinen Armen gehalten, als wäre er glücklich damit, dass sie an seiner Seite war. Vielleicht schrieb er mir deshalb nicht mehr in der Nacht? Gott, meine Gedanken sollten endlich aufhören!
      Ich weiß gar nicht, wohin ich überhaupt fuhr, was ich in dieser Richtung überhaupt suchte, aber mein Kopf entschied sich den Highway zu nehmen. Mein Handy klingelte, ein Wunder, dass der Akku noch vorhanden war, aber ein Blick darauf verriet mir schon die rote Batterie in der rechten Ecke des Displays, viel hatte ich nicht mehr. Ein Blick verriet mir auch, dass es Luciel war, der mich anrief, aber es war nicht gut, wenn ich jetzt mit ihm reden würde. Es würde alles kaputt machen, wenn nicht schon alles kaputt war.. Ich konnte nicht aufhören daran zu denken, was ich gesehen habe.. Sie waren angezogen.. Ja.. Rachel trug seine Klamotten.. Okay.. Damit konnte ich mich auch noch anfreunden.. Aber.. Das trieb er, während ich nicht da war. Was hätte dieses Arschloch wohl angestellt, wenn ich gar nicht zur Party aufgetaucht wäre?!
      Mir stiegen wieder Tränen in die Augen, ich musste aufpassen, denn es war schwer die Spur zu halten während ich so aufgebracht war. An einen Halt war nicht zu denken, ich musste einfach nur diese verdammten Gedanken wieder aus dem Kopf bekommen!
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    • Luciel

      Und natürlich ging Alais nicht an ihr verdammtes Handy. Mal ehrlich, es ist doch verdammt nochmal nichts passiert! Man muss doch nicht gleich so eine Szene machen. Rachel wiederum schien total auf der Seite meiner Freundin zu sein und tigerte kaum war sie wieder in mein Zimmer zurück gekehrt dort auf und ab. Das sie dabei nicht über irgendetwas stolperte war fast schon beeindrucken. Gott, ich wollte gar nicht wissen wie meine Wohnung aussah. Das wichtigste war jetzt erst einmal etwas gegen meine Kopfschmerzen zu unternehmen. Ich konnte weder über dieses Drama mit Alais nachdenken, noch darüber was ich heute als erstes erledigen muss. "Oh Gott, was habe ich mir nur dabei gedacht.", seufzte die Schwarzhaarige, woraufhin ich die Augen rollte. "Es ist fucking nochmal nichts passiert!" Jetzt wurde ich langsam aber sicher echt wütend. Warum kreidete mir bitte jede Person alles möglich an, bevor man nachfragt was eigentlich wirklich der Fall war. "Es sah aber für sie nicht danach aus und das kann ich vollkommen verstehen. Stell dir doch vor, du hättest Alais im Bett mit einem anderen Typen erwischt, auch wenn angeblich nichts passiert ist.", erklärte mir die schöne Frau in meinen Klamotten, während ich mich aus dem Bett quälte und fast über eine Flasche der Marke irgendwas gestolpert wäre. Wie zur Hölle kommt die überhaupt hier her? "Ich hätte ihn umgebracht und während ich das tue, hat sie Zeit es mir zu erklären.", antwortete ich. "Hahaha, sehr witzig.", kam es genervt von ihr und Rachel stampfte schlecht gelaunt aus dem Zimmer. Ich hörte sie von Weitem fluchen, sicherlich war sie über jemanden gestolpert und dem Schrei der danach folgte zu urteilen, war sie über Simon gestolpert. Mein Blick wanderte wieder zu meinem Handy in der Hand.
      Es hatte doch gerade alles so perfekt funktioniert zwischen uns. Nun doch mit etwas mulmigen Gefühlen versuchte ich es erneut, während ich mit dem Handy in der Hand in mein Badezimmer lief.


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    • Alais

      Ich ignorierte die Tatsache, dass Luciel versucht hatte mich anzurufen, konzentrierte mich lieber darauf, ordentlich und ohne größere Probleme dort hin anzukommen, wohin ich eigentlich fuhr. Keine Ahnung, was sich mein Gehirn dabei dachte, aber es fuhr einfach, ohne, dass ich mir große Gedanken darüber machen musste. Es klappte tatsächlich auch, dass ich mich langsam beruhigte und nicht wie eine Verrückte versuchte, gegen meine Tränen anzukämpfen, bis natürlich mein Handy ein zweites Mal klingelte. Es musste Luciel sein, oder vielleicht seine Mutter.. Vielleicht auch mein Vater, aber bevor ich es wieder ansehen konnte verstummte es und der Bildschirm wurde schwarz, der Akku verabschiedete sich scheinbar.. Ich hatte in der Nacht nicht die Gelegenheit gehabt mein Handy aufzuladen und da ich sowieso eigentlich nur zu Luciel wollte, war es mir egal gewesen, da brauchte ich an sich kein Handy.. Jetzt ist es natürlich ganz anders gelaufen, ich könnte keinerlei Hilfe holen, wenn etwas passieren würde und.. Um diese Uhrzeit war einfach nichts los hier.
      Mir war es übel, schrecklich übel, während ich mir mit darüber rang, ob ich nicht doch anhalten wollte.. Aber letztendlich könnte mit an einem solcher Halts etwas passieren und ich wäre komplett aufgeschmissen, weshalb ich es lieber sein ließ und weiter fuhr. Es dauerte zwar einen Augenblick, aber ich verstand irgendwann auch, was mein Gehirn eigentlich vor hatte.. Es fuhr mich zu meinen Großeltern, tatsächlich.. Vielleicht keine so schlechte Idee, vorerst. Dort würde ich mich jedenfalls beruhigen können, bevor ich dann entschied, ob ich überhaupt noch einmal zurückkommen würde.
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    • Luciel

      Mal ehrlich wie sollte ich die ganze Situation erklären, wenn das Mädchen nicht mal an ihr Handy ging? Vielleicht brauchte sie einfach einen Tag um sich zu beruhigen und würde mir dann die Chance geben dieses Missverständnis aufzuklären. Rachel jedenfalls schien sich mehr darüber den Kopf zu zerbrechen als ich. Mir blieb aber im Augenblick ja wohl kaum etwas anderes übrig. Würde ich sie jetzt überall suchen, wären die Gemüter zu erhitzt und wir würden uns streiten und Dinge an den Kopf werfen, die wir gar nicht so meinen. Gott, das war doch zum Kotzen. Gerade hatten wir angefangen uns zu vertragen und jetzt das. Sie hat mich ja nicht mal ansatzweise irgendetwas sagen lassen. Was sollte denn bitte dieser dramatisch Abgang? Sie hätten mich ja wenigstens anschreien können, dann hätte ich Zeit gehabt meine Erklärung entgegen zu brüllen. Egal wie ich es drehte und wendete, ich musste abwarten.
      Heute würde ich mich wenigstens damit beschäftigen können die Bude aufzuräumen. Wollte ich wissen wie es dort jetzt aussah? Nach einem Blick ins Wohnzimmer hatte ich meine Antwort: Nein, ich wollte es wirklich nicht wissen ....


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    • Alais

      Ich brauchte noch drei Stunden und zwei Pausen, bis ich bei meinen Großeltern ankam und den Wagen vor ihrer Garage parkte, aber sie waren nicht da, vermutlich waren sie unterwegs, es war ein freier Tag.. Es war aber nicht schlimm, denn ich wusste, dass sie nicht allzu lange wegbleiben würden. Mein Handy beließ ich im Wagen, meine Großeltern hatten sowieso kein Ladegerät, jedenfalls bezweifelte ich es, ich könnte höchstens in der Umgebung fragen, aber.. Wollte ich mein Handy überhaupt laden? Dann müsste ich sehen, wie oft Luciel mich angerufen hatte.. Oder mit ihm reden und ich wollte nicht mit ihm reden.. Ich wollte lieber weiter in meinen Gedanken bleiben und darauf hoffen, dass es nur ein schlechter Scherz war.. Verdammt... Ich weiß, dass er nichts mit ihr hatte, er zog sich nach dem Sex nicht noch einmal an.. Aber verdammt nochmal! Er lag mit ihr in einem Bett und zog sie zu sich in den Arm, vielleicht war ich nicht die Auserwählte.. Vielleicht hatte er noch Gefühle für Rachel? Vielleicht.. War ich nur eine Ablenkung?
      Ich weinte schon wieder und wurde von den Menschen, die vorbei gingen komisch angesehen, aber es war mir egal. Ich musste alles rauslassen..

      Ein Auto parkte hinter dem meines Vaters, ich musste nicht aufsehen, um zu erkennen, dass es meine Großeltern waren. Meine Großmutter stieg aus dem Auto raus und eilte auf mich zu. "Alais!", rief sie mir zu, da erhob ich mich und wurde in den Arm genommen. "Was ist passiert? Geht's dir gut?". Sie dachte sofort, dass etwas schlimmes passiert war, nun.. Es war das auch, aber das war für sie ja nicht so schlimm. "Mir geht es gut.. Grandma.. Wirklich.. Ich.. Ich brauche nur eine Auszeit von dem Ganzen..". "Das ist eine gute Entscheidung, dass du hergekommen bist! Komm.. Dein Großvater und ich waren einkaufen.. Ich mache dir einen heißen Kakao und wir reden dann". Ich lächelte sanft.. Vielleicht würde mir das mein armes krankes Herz heilen..
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    • ++ 2 Tage später ++

      Luciel

      Ich hatte immer noch nichts von Alais gehört und absolut niemand wollte mir auch nur ansatzweise sagen wo sie steckte. Mal ganz ehrlich, dass wurde jetzt echt albern. Sie ist doch kein kleines Kind mehr, dass gleich abhauen musste. Wir sind doch keine 12 mehr. Ich hab sie zwei Tage nicht erreicht und ganz ehrlich? Ich hatte keine Lust auf das kindische Verhalten. Ja, die Situation war scheiße und das hätte nicht passieren sollen, auch wenn nichts passiert ist. Aber sie gibt mir ja nicht einmal die Chance mit ihr zu reden und mich zu entschuldigen. Sorry, aber jetzt bin ich eindeutig in der Position um sauer zu sein und verdammte scheiße ich bin sauer. Rachel gibt sich nach wie vor die Schuld an all dem und wollte sich auch entschuldigen, aber wie wenn Alais sich wie ein kleines Kind verhält und einfach abhaut. Glücklicherweise hatte ich meine eigene Wohnung und konnte mich dort verschanzen, immerhin lagen mir meine Mutter und ihr Vater konstant in den Ohren. Gott, es kotzt mich an. Ich hatte nach ewig langen versuchen auch aufgegeben ihr zu schreiben oder sie anzurufen. Wenn sie meint sich feige verstecken zu müssen, als mit mir zu sprechen - bitte. Ich hatte die Tage ohnehin genug zu tun, meine Wohnung fertig einzuräumen und das Chaos nach der Party zu beseitigen. Glücklicherweise sind keine bleibenden Schäden, außer einer kaputten Lampe welcher ich zwar noch ein wenig nachtrauere, aber sei es drum.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Alais

      Es war ja nicht so, dass ich mich versteckte, weil ich feige war, es war eher so, dass ich ein wenig Zeit zum Nachdenken brauchte und dafür eignete sich diese Auszeit wunderbar, aber nach zwei Tagen kam ich auch wieder Zuhause an, in dem ich schon erwartet wurde. "Kannst du mir erklären..", mein Vater war schon aufgebracht, aber ich marschierte an ihm vorbei, um in mein Zimmer zu gehen und die Tür hinter mir zu knallen. Es war mir egal, was er wollte, ich wollte es mir nicht anhören, stattdessen lud ich mein Handy auf und wartete, bis es wieder an ging. Ich hatte viel nachgedacht in den zwei Tagen und war bereit mich einem Gespräch zu stellen, welches notwendig war.
      Es gab einige Anrufe und Nachrichten, die ich bekommen hatte, als ich bei meinen Großeltern war, aber es war mir fast alles davon egal. Ich wollte lieber die Nummer von Luciel wählen und ihm eine SMS schicken, nichts wildes, etwas kurzes:
      Entschuldige, ich habe Zeit zum Beruhigen und Nachdenken gebraucht. Bin wieder da, falls du noch reden möchtest.
      Es war sachlich und nicht allzu böse, ich wollte alles auf mich zukommen lassen und abwarten, was daraus werden würde. Zumal ich mir vor allem nicht dessen sicher war, ob ich die Sache einfach so vergessen wollte. Es klopfte an meiner Tür und dieses Mal war es nicht mein Vater, sondern Luciels Mom, die deutlich ruhiger war. Sie sah zu mir, fragte, ob alles in Ordnung war und ich schüttelte ehrlich den Kopf. "Dein Vater.. Er macht sich nur Sorgen". Ich seufzte. "Ich bin inzwischen volljährig.. Es.. Ist alles okay und ich kann wegbleiben, wenn ich es möchte.. Grandma hat bescheid gegeben.. Also verstehe ich nicht, was sein Problem ist". Sie seufzte, bot mir an, dass ich mit ihr reden konnte, wenn ich es wollte.. Aber.. Ich wollte es um ehrlich zu sein nicht.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Es hatte mich tatsächlich eine ganze Weile Arbeit gekostet bis meine Wohnung so aussah, wie ich sie vor meiner Hausparty besessen hatte. Meine Freunde hatten sich ordentlich ausgetobt und ich hatte zwischenzeitlich jede Menge Nachrichten bekommen, was für eine geniale Party es gewesen war. Ehrlich gesagt hatte ich den tollen Abend aufgrund des ganzen Dramas fast vergessen, mir aber vorgenommen es mir nicht mehr vermiesen zu lassen. Ich habe mir nichts zu Schulden kommen und lassen und auch wenn ich verstehe, dass es im ersten Moment nicht danach ausgesehen hatte, hatte ich mir doch ein wenig mehr Vertrauen erhofft. Ich hatte nicht einmal die Chance bekommen mich zu erklären. Ein Streit wäre mir lieber gewesen als pure Ignoranz, denn das ist grausam und schmerzhaft. Bei aller Liebe, ich war verdammt sauer. Auch wenn Rachel auf der Seite von Alais war, hatte ich wenigstens die Jungs auf meiner Seite. Als mein Handy demnach klingelte und ich eine Textnachricht meiner Freundin vorfand, war ich mir nicht sicher ob ich darauf antworten sollte. Würde ich es tun, würde ich sicherlich ausfallend werden. Darum entschied ich mich genauso kindisch zu reagieren wie es Alais getan hatte, ich ignorierte es erst einmal. Ich würde heute Abend antworten und mir den Tag nun nicht verderben lassen, immerhin hatte ich Pläne. Der neue Kinofilm eines Horrorstreifens von dem Simon und ich große Fans waren, würde heute seine Premiere haben und demnach wollten wir uns diesen ansehen. Ich konnte es jedenfalls kaum erwarten und so lies ich die Nachricht zunächst unbeantwortet und packte das Handy weg, ehe ich auf die Uhr linste und mich entschied mich langsam mal fürs Kino fertig zu machen.
      Mein erster Weg war in die Dusche, auch wenn ich fast ein wenig verräterisch zu meinem weg gepackten Handy blickte, dass ich lieblos in meine Jackentasche gestopft hatte. Nein, ich musste jetzt auch konsequent bleiben.


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