[2er RPG] I Hate You - I Love You

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Alais

      Ich ergriff die Tasse in beide Hände und nahm gerne einen vorsichtigen Schluck der roten Flüssigkeit, um mir ja nicht die Zunge zu verbrennen. Glühwein war schon was wirklich tolles.. „Na, das einzig tolles nicht wirklich, aber Glühwein ist eine gute Erfindung,, vor allem du kannst saufen und es hält dich warm!“. Ich lächelte breit und nahm noch einen Schluck des warmen Alkohols, bevor ich zu Luciel sah. Er war also stolz auf mich..
      „ich muss mich doch an meinen Freund ein wenig anpassen, oder nicht?“. Aus meinem Lächeln wurde ein Grinsen und schließlich schüttelte ich den Kopf. „Ich denke, dass ich endlich aus mir heraus komme und mein wahres Gesicht zeige.. ich fühle mich einfach wohl bei dir“. Den Blick nahm ich wieder runter und ließ ihn wieder durch die Menge schweifen. Es war ein wenig peinlich, was ich gesagt hatte, aber Luciels Frage lenkte davon ein wenig ab.
      „Äh..“,murmelte ich und sah zu Luciel. „Ich bin von Natur her aschblond..ziemlich hässlich, deshalb verbesser ich mein Aussehen ein wenig!“, erklärte ich kurz. Ein weiterer Schluck des warmen Alkohols folgte und letztendlich legte ich meinen Kopf auf seine Schulter. Der Mann, den ich vorher beobachtet hatte machte sich an die erste Frau dran und ich schüttelte grinsend den Kopf. „Der versucht es ja tatsächlich!“,stellte ich fest. „Ich hoffe, du wirst es mir nie antun!“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      "Das Wort saufen sollte nicht im Wortschatz meiner Freundin enthalten sein, sonst klingst du noch wie ein Assi.", zog ich sie amüsiert auf und pikte ihr mit dem Zeigefinger gegen die kalte Wange, gerade als sie einen Schluck ihres Glühweins zu sich nahm. Das war etwas, dass ich nach all der Zeit mit Alais immer noch nicht lassen konnte, sie zu ärgern. Die Kleine war aber auch schrecklich niedlich, wenn sie sich ärgerte. Mein Blick wanderte weiter durch die Menge um uns herum. Inzwischen versammelten sich immer mehr Leute auf dem Platz und allerhand Gestalten zeigten sich in ihrer besten oder peinlichsten Pracht. Während an uns eine aufgetakelte Dame mit dem wohl schrecklichsten pinken Mantel überhaupt vorbei lief, torkelte in entgegen gesetzter Richtung ein kurpulenter Mann durch die Meute, während er sich kaum noch aufrecht halten konnte und alles und jedem auf dem Platz ´frohe Weihnachten ´entgegen brüllte. Ein amüsanter Anblick. Langsam würde ich mich an diese kleinen Ausflüge mit Alais gewöhnen, immerhin gab es reichlich Material sich über irgendetwas oder irgendjemanden lustig zu machen. Hab ich schon erwähnt, dass ich eben ein Arsch bin? Ich kann da nichts für. Als Alais meinte, dass sie sich mir eben anpassen musste, als sich sie lobte, musste ich leicht lachen und wuschelte ihr durch das weiche Haar. "Dein wahres Gesicht also? Ich will noch viel mehr sehen.", flüsterte ich ihr zu. "Zeig mir all die schlechten Seiten die du immer vor anderen versteckt hast.", schnurrend hauchte ich ihr einen Kuss auf die Wange und nahm eine ihrer Haarsträhnen vorsichtig zwischen meine Finger. "Aschblond,mh? Ich finde das hast du gar nicht nötig, all die Farbe." Daraufhin wanderte mein Blick zu der Szene welche Alais zuvor geschildert hatte. "Nun ... er ist eben tatkräftig."


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    • Alais

      Ich zog einen Schmollmund und sank den Kopf ein wenig, bevor ich doch ein wenig breit grinste. „Entschuldige Schatz.. ich wollte es nicht“, sprach ich und betonte den Kosennamen extra, um Luciel ein wenig zu ärgern. Es war immer wieder niedlich zuzusehen, wie er auf solche Sachen reagierte, wie im Theater heute..
      Es sammelten sich noch mehr Leute und ich rutschte noch näher zu Luciel, um mich wohler zu fühlen. In diesem Ort befanden sich viel zu viele betrunkene Personen, die ich wirklich nicht einschätzen konnte. Theoretisch konnten sie jeder Zeit aggressiv werden.. einige suchen scheinbar schon den Stress, aber sie standen noch weit von uns entfernt, wir waren scheinbar sicher von den Pöbeleien. Es gab aber dagegen auch sehr viele sehr gut gelaunte Menschen, das gefiel mir deutlich mehr.
      „Oh, je mehr wir zusammen abhängen werden, desto mehr werden sie rauskommen,, würde ich sagen.. also gedulde dich einfach ein wenig“, sprach ich grinsend und lehnte meinen Kopf gegen seinen Arm, bevor ich einen Schluck des lauwarmen Getränks nahm. „Mir hatte es nicht gefallen, meiner Mutter ähnlich auszusehen.. es hatte sie auch ziemlich aufgeregt, deshalb hatte ich es immer wieder gemacht. Und nun gefällt es mir wirklich gut, es gehört zu mir, findest du nicht?“. Ich sah mit einem Lächeln zu ihm hoch. „Stört es dich so sehr?“.
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    • Luciel

      Ich war noch nie der Typ für Kosenamen gewesen, außer mit normalen Spitznamen, konnte ich mich nie so wirklich damit arrangieren. Als Alais mir einen verpasste, wohl wissend wie ich darüber denken musste, rollte ich nur leicht mit den Augen und wuschelte ihr durchs Haar. Was sollte ich darauf schon groß sagen? Es war in Ordnung wie es ist und so etwas gehörte nun mal dazu. Der kleine Festplatz füllte sich langsam immer mehr und mehr mit Menschen. Die einen schwankten bereits und rempelten alles was nicht rechtzeitig ausweichen konnte über den Haufen, während andere lachend an den verschiedenen Ständen standen und sich mit Glühwein betranken. Nun es gab deutlich schlechtere Orte als diesen hier. Alais war näher an mich heran gerückt, woraufhin ich einen Arm um sie legte und sie so näher bei mir hatte. Als wir auf ihre Haare zu sprechen kamen, sprach sie ein ziemlich interessantes Thema an. Diese Abneigung gegen ihre Mutter war immens und offenbar nahm es größere Ausmaße an, je öfter sie diese Frau zu Gesicht bekam. Auf ihre Frage hin schüttelte ich mit dem Kopf. "Nein, es stört mich nicht. Es hat mich nur interessiert. " antwortete ich ihr schmunzelnd und drückte ihr einen Kuss auf die Nase. "Lass uns langsam verschwinden, hier wird es mir zu voll.", meinte ich dann und reichte ihr meine Hand als wir aufstanden. Das wir aus sicherer Entfernung von jemanden beobachtet wurden, dass konnte ich nicht ahnen ...


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    • Alais

      Es mochte schon sein, dass mein Hass gegen meine Mutter fast schon unbegründet für andere schien, aber Luciel konnte nicht wirklich verstehen, wie ich mich gefühlt hatte, er konnte deshalb wohl auch schlecht einschätzen, wie begründet es war. Aber er sprach nicht weiter über dieses Thema, da war ich ihm auch dankbar, trank stattdessen meine Tasse leer und sah zu ihm hoch. Neben ihm war es so schön warm, ich fühlte mich wirklich geborgen, aber da waren noch andere Gefühle im Spiel. "Wohin willst du mich denn entführen?",fragte ich belustigt und nahm Luciels Hand an, um aufzustehen. Ich ließ sie aber selbst dann nicht los, ich wollte seine kalten Finger ein wenig wärmen. "WIr könnten noch durch die Bars ziehen und uns so einen schönen Abend machen.. Oder wir gehen zu dir, du hast immerhin gerade eine freie Bude.. Ich hätte da auch die ein oder andere versaute Idee..". Mein Grinsen auf den Lippen war breit, ich war einfach angetrunken und das lebte ich auch vollkommen aus. "Also Luciel, worauf hast du denn Lust?".
      Ich bemerkte auf dem Weg wieder das Mädchen, welches sich vorhin neben mich gesetzt hatte, aber auch dieses Mal war sie sofort wieder verschwunden. Ich musste dringend mehr trinken, um meine Halluzinationen loszuwerden.
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    • Luciel

      ~ Zeitsprung ~

      Ein neues Jahr bedeutet meist ein neuer Anfang, eine neue Entwicklung und der Abschluss von etwas Altem. Ich muss gestehen das ich das vergangene Jahr mit gemischten Gefühlen beendet hatte. Es ist viel passiert und mein Leben hat sich eindeutig etwas zu sehr auf den Kopf gestellt. Ab und an denke ich aber, dass das in Ordnung so ist. Ich beginne das neue Jahr mit einer frischen Beziehung, einer etwas merkwürdigen neuen Familie und einem neuen Schuljahr.
      Letzteres habe ich nicht unbedingt vermisst ...
      Meine Begeisterung hielt sich demnach also stark in Grenzen als ich zu unserem Schulhaus blickte, welches offenbar einen neuen Anstrich erhalten hatte über die Ferienzeit. Die armen Schweine, die die Außenmauer bei den Temperaturen streichen mussten. Warum das Gebäude in einem sonnigen Gelb erstrahlt wird mir zwar ein Rätsel bleiben, aber ganz so lang bis zu unserem Abschluss ist es ja ohnehin nicht mehr. Ich hatte mir gerade eine Zigarette angezündet, bevor die Schule los gehen würde und schlenderte zusammen mit Alais über den immer noch verschneiten Pausenhof. Es hatte sich nichts außer dem Anstrich hier geändert. Es gab nach wie vor Idioten, welche die jüngeren Schüler mobbten. Die Lehren schrien irgendwelche Kinder an, die mit Schneebällen warfen und offenbar gab es gerade auf unserem Weg eine neue Schneeballschlacht, die nicht von den Lehrern vereitelt werden konnte. "Wenn mich einer der Dinger trifft, drücke ich eure Scheißgesichter in den Schnee, habt ihr das verstanden?!", fauchte ich die Kerle aus der Unterstufe an, die gerade noch einen Schneeball in der Hand hatten und diesen fallen ließen. Sie nickten hektisch und beendeten zwischenzeitlich ihren Krieg, damit Alais und ich weitergehen konnten.


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    • Alais

      Es fühlte sich wirklich gut an, wie das Jahr zu Ende ging. Meine Mom ließ sich zunächst nicht mehr blicken, mein Vater hatte es irgendwie geschafft, dass Luciels Mutter ihm verzeiht , auch wenn es noch immer ziemlich angespannt zwischen ihnen war und meine Beziehung mit Luciel existierte noch immer. Vor allem die Beziehung fühlte sich richtig gut an, es machte mit Spaß dem Herren durch die Haare zu fahren, was er nicht gerne hat, und einfach die Zeit zu genießen. Es fühlte sich alles richtig an, was ich tat und ich tat einfach das, was ich wollte. Er verurteilte mich nicht, ich verurteilte ihn nicht und alles war ziemlich locker.
      Wir liefen zusammen auf das Schulgebäude zu, ich hatte mich bei ihm eingehackt, um ein wenig seiner Körperwärme abzubekommen, die Temperaturen waren gar nicht gestiegen. Luciel maulte irgendwelche Kinder an, ich konnte darüber nur lachen. „Du bist echt ein arschloch.. ein böses Arschloch“,stellte ich fest und blickte zu ihm nach oben, bevor ich grinste. „Aber ich steh drauf“. Leicht stupste ich Luciel mit der Schulter an, bevor ich weiter nach vorne sah. „ich habe echt keine Lust auf den Unterricht..“.
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    • Luciel

      "Nun du könntest die Kinder natürlich auch darum bitten, dass sie dich mit Schneebällen bewerfen, wenn dir das lieber ist.", ärgerte ich meine Freundin amüsiert und piekte ihr mit dem Zeigefinger gegen die Wange. Ihr Gesicht war von der Kälte schon ganz kalt und auch ihre Nase wies einen leichten Rotton auf. Da es mir aber nicht viel anders erging, wäre es wohl das Beste endlich ins Warme zu kommen.Das unsere einzige Möglichkeit in diesem Augenblick das Schulgebäude war widerstrebte mir zwar, aber es war immer noch besser als jämmerlich im Schnee zu erfrieren. Bei meinem Glück bauen die Kinder aus Rache einen Schneemann aus mir, wenn ich hier zu Grunde gehe. "Lass uns reingehen.", murmelte ich trotz der Aussage, dass Alais keine Lust auf den Unterricht hatte. Glücklicherweise nimmt die Schule am ersten Schultag im Jahr weder die Schüler noch die Lehrer sonderlich ernst. Alle sind sie noch in Silvesterstimmung oder einfach nur noch scheinbetrunken. Was auch immer der genaue Grund war, ich würde mich über diesen Umstand garantiert nicht beschweren. Zusammen mit dem schönen Mädchen an meiner Seite schritt ich in das Schulgebäude. Einige vertraute Gesichter kamen uns bereits jetzt entgegen, die uns so entgeistert anstarrten, als hätten wir gerade den Direktor erschlagen oder so. Richtig, offiziell waren wir in der Schule ja nicht zusammen. Ich hoffte inständig das mir dumme Gespräche erspart blieben. "Ich muss jetzt aber keine Beziehungsstatements führen oder?", seufzte ich gequält und blickte zu meiner Freundin. "Ich überlasse das Gequatsche dir ... erzähl was du willst." Kaum waren wir in dem Schulflur angekommen, welcher zu unserem Klassenzimmer führte, hatten bereits die ersten Klassenkameraden erspäht, dass wir ziemlich nah beieinander liefen, was direkt für Aufmerksamkeit sorgte und in mir den Wunsch weckte, entweder die anderen oder mich selbst aus dem nächsten Fenster zu werfen.


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    • Alais

      Wir gingen in das Schulgebäude rein, es war deutlich besser, als in der Kälte stehen zu bleiben. Die meisten der anderen Schüler hatten sich in das Schuldgebäude verzogen, deshalb gab es auch genug Blicke, die uns zugeworfen wurden, weil ich mich bei Luciel eingehackt hatte. Sie sahen es alle, sie wussten es alle, aber es war mir egal, was sie dachten. Ja, wir waren uns sehr nah, aber nein, ich würde daran nichts ändern. Zum Glück fühlte es sich nicht nur für mich so merkwürdig an, scheinbar hatte auch mein Freund ein kleines Problemchen damit, wie uns die Leute ansahen.
      "Ich werde gar nichts erzählen..",sagte ich mit einem großen Hauch Selbstsicherheit. "Es hat die nicht zu interessieren und gut ist.. du vergisst, dass ich mit meinem alten Ich abgeschlossen habe". Ein sanftes Lächeln bildete sich auf meinen Lippen, ich sah für einen Moment nach oben, bevor ich den Kopf wieder runter nahm, weil wir dem Klassenraum näher kamen. Die drei Mädels, mit denen ich vorher immer abgehangen hatte sahen direkt auf uns beide, zwei von ihnen verzogen die Gesichter, ich musste nur schäbig grinsen. "Jap, ich erzähle gar nichts.. die sollen das letzte halbe Jahr denken, was sie wollen".
      Ich musste Luciel wieder los lassen, um die Tür aufzumachen, der Klassenraum war noch halb leer, aber auf meinem eigentlichen Platz saß ein anderes Mädchen.. eines mit rosa Haaren, sie kam mir doch sowas von bekannt vor. Für einen Augenblick war ich verwirrt, aber ich setzte mich einfach zu Luciel an den Tisch, wobei ich das Mädchen nicht aus den Augen lassen konnte. Sie sprach ein paar Mädels aus der Klasse, aber ihre Augen blicken immer wieder zu uns beiden. "Kommt sie dir nicht bekannt vor?",fragte ich meinen Freund und sah zu ihm rüber.
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    • Luciel

      Als ich mit Alais das Klassenzimmer betrat, fiel mein Blick auf ein neues Gesicht im Raum. Ein zierliches Mädchen mit großen blauen Augen und pinkgefärbten Haaren. Ihr Gesicht glich einer Porzellanpuppe und auch ihre Kleider waren niedlich angehaucht. Ein schwarzer Faltenrock mit schwarzen Kniestrümpfen, eine schneeweiße Bluse mit roter Schleife um den Hals. Sie erinnerte ein wenig an eine Animefigur, mit ihrem zarten Gesicht. Ich erkannte das Mädchen nicht, weshalb mich die Frage meiner Freundin nur noch mehr verwunderte. "Nö, sollte sie mir bekannt vorkommen?", antwortete ich verwundert und lief mit Alais weiter in das Klassenzimmer zu unseren Plätzen. Das fremde Mädchen, sicherlich eine neue Schülerin, auch wenn Anfang des Jahres zu wechseln alles andere als gewöhnlich war, blickte uns nach und lächelte zärtlich. Einige Mädchen näherten sich der Fremden und sie begannen ein Gespräch, aber ihre Blicke wanderten dennoch oft zu uns an den Tisch. Kannte ich sie vielleicht doch und erkannte sie nur nicht? Fragend strich ich mir durch das schwarze Haar, welches ich auch langsam mal wieder schneiden musste. Es ist recht lang geworden, wie ich empfand.
      Einige Zeit später trat auch endlich ein Lehrkörper auf die Bildfläche und stellte uns das fremde Mädchen als Alice Fray vor. Ursprünglich von einem hoch angesehenen Mädcheninternat der St. Julia, welches sogar mir ein Begriff war und auch somit ihr im Vergleich zu den anderen Mädchen noch weiblicheres Auftreten erklärte. Sie wirkte tatsächlich wie eine Puppe.


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    • Alais

      Ich war noch immer verwundert über das Gesicht und die Haare, ich hatte sie doch gesehen, aber wann? Luciel hatte schon einmal keine Ahnung, dann war es wohl so, aber mein Gedächtnis belügte mich normalerweise nicht wirklich.. schulterzuckend nahm ich meine Bücher raus und setzte mich auf meinen Platz neben Luciel, bevor ich mich zurücklehnte und auf mein Handy sah. Meine Mutter versuchte mich seit ein paar Tagen zu erreichen, aber das war mir egal.
      „Ist egal“, kommentierte ich einfach nur und blickte zu Luciel. „Ich hatte nur gedacht, dass sie mir bekannt vorkommt, aber vielleicht irre ich mich“. Ich strich nich kurz durch meine Haare, die ich beim Friseur tatsächlich wieder hab rosa färben lassen und steckte die Haare in einem Dutt hoch, auch wenn es Luciel nicht so gefiel, für den Unterricht war es deutlich besser und spätestens in der Pause würde ich sie wieder offen tragen. Daran hatte ich mich irgendwann gewöhnt..
      Ich lauschte ein wenig, als das Mädchen vorgestellt wurde, aber ich war ein wenig skeptisch. Warum wechselt man von so einer angesehen Schule, auf so eine stinknormale Schule? „Auf dem Mädcheninternat dürfen sie sich doch die Haare nicht färben..?“, murmelte ich verwirrt zu Luciel und hob meine Augenbraue, denn ich fand, dass das die einzig komische Sache an ihr war. Nichts gegen gefärbte Haare und die Haarfarbe, ich trug sie auch, nur nicht so knallig, aber dort ist so etwas strickt verboten, das wird denen auch sowas von in die Köpfe gesteckt.. warum also die plötzliche Veränderung die Haare? Denn ich glaubte nicht, dass sie es von Anfang an durfte.
      „Wollen wir die letzte vielleicht heute schwänzen und heim gehen? Wir hätten das ganze Haus nur für uns“. Ich flüsterte natürlich, aber das Grinsen auf meinen Lippen war trotzdem zu sehen. Zum Glück achtete der Lehrer jetzt nicht so sehr darauf, aber heute war ich echt lustlos.
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    • Luciel

      Gelangweilt hatte ich mich auf meinen Platz gesetzt, während alle die hier anwesenden abgesehen von meiner Freundin um die Neue herum tänzelten. Die arme Seele wurde direkt über alles ausgefragt was man sich nur vorstellen konnte, aber offenbar konnte sie damit ziemlich gut umgehen. Sie war freundlich zu jedem, hatte ein schönes Lächeln und eine klare Stimme. Ich konnte mir nicht helfen, aber ein wenig erinnerte sie mich an Alais, aber würde ich ihr das sagen wäre ich eindeutig einen Kopf kürzer. Alais schien das Mädchen aber zu beschäftigten, was ich nicht ganz nachvollziehen konnte, ständig redete sie von ihr und selbst auf ihre Haarfarbe war sie eingegangen. "Ist doch total egal. Vielleicht hat sie ihr Haar erst als sie hier hergezogen ist gefärbt. Wenn interessiert das denn?", antwortete ich leicht genervt. Das war so eine Sache die ich an Frauen nie verstehen würde, dieses ewige über andere Leute tratschen. Als hätte man nichts besseres zu tun ... Natürlich war ich mit meiner Antwort in meinen typischen Charakter gestürzt, denn ich für meine Freundin versuchte ein wenig abzumildern, mir aber auch nicht immer gelang. Als sie dann aber vom Schwänzen sprach schüttelte ich den Kopf. "Dein Alter hasst mich jetzt schon und es fällt auf, wenn wir am ersten Tag verschwinden. Ich hab keine Lust auf eine weitere Moralpredigt von dem Alten.", murmelte ich dann. "Es ist der erste Tag und geht nicht lang, du wirst es schon überleben." Mein Blick wanderte nach draußen aus dem Fenster, während sich dort versuchte die Sonne aus den Wolken zu kämpfen. Ich kann mir nicht helfen, aber ich habe ein verdammt ungutes Gefühl was dieses Tag anging.


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    • Alais

      Innerlich seufzte ich laut und verdrehte auch die Augen, hätte am liebsten meinen Kopf gegen den Tisch gehauen. Nun war Luciel also noch schlecht drauf, seit wann wurde er zu so einem mürrischen Spießer? Er tat sonst jeder Scheiße mit, egal wie krank oder lustig sie war, aber nun hatte ich den Faden wohl überspannt und das Beste, was ich tun konnte war zu schweigen. Ich war nicht die eingeschnappte Freundin, nein nein.. Ich hielt mich einfach nur zurück, um es mit Luciel nicht zu weit zu treiben, dass hatte ich irgendwann mal gelernt. Wenn wir verschiedene Meinungen hatten schwieg ich einfach, um dem Stress zu entkommen, es war deutlich einfacher. Ja, Luciel würde jetzt sicherlich sagen, dass ich es mir mal wieder viel zu einfach machte, aber er hatte auch keine Lust auf Diskussionen, weshalb mein Schweigen wiederrum richtig war.. Okay ich verwirrte mich langsam selbst.
      Die ganze Stunde lang spürte ich einen Blick, der immer wieder zu mir und Luciel rüber sah. Wenn ich es nicht besser wüsste würde ich ja sagen, dass es das neue Mädchen war, aber ich wollte ja nicht die eifersüchtige Freundin sein. Nun, das mit der Eifersucht war auch so eine Sache, Luciel gab mir bisher keine Gründe es zu sein, aber ich weiß auch nicht wirklich, wie er unsere Beziehung ansieht und wie leicht es ihm fallen würde sich von mir zu trennen.. Ja, ich erinnere mich natürlich an den Abend, als er komplett dicht war und ich einiges herausfand, es gab auch Momente in denen ich wirklich glücklich war, aber die restlichen Momente waren eher gefüllt mit Sex oder einfach nur Abhängen ohne wirklich was dabei. Doch loslassen kam nicht in Frage, mein kleines Herzchen würde es nicht mitmachen, denn ich hatte Gefühle für den Kerl, sehr starke sogar..

      Die Stunde war rum und ich seufzte zufrieden, denn endlich war Pause angesagt. Ich blickte zu meinem Freund, der scheinbar die Stunde über nicht interessiert aus dem Fenster geschaut hatte und seufzte wieder innerlich, aber ich hielt die Klappe, was das anging. "Hast du Hunger?",fragte ich kurz und tippte ihm auf den Oberarm. Mein Portemonnaie hielt ich schon in der Hand und war bereit, zum Cafe im Erdgeschoss zu gehen, denn ich hatte Hunger..
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    • Luciel

      Ich hatte wahrend des Unterrichts eigentlich nur aus dem Fenster gesehen, ließ meine Gedanken schweifen und beobachtete den Schnee wieder dieser seine kleinen Bahnen zog. Das meiste war bereits geschmolzen, aber vereinzelte Flocken fanden immer noch ihren Weg hinab auf die kalte Erde. Einzelne kleine Eiskristalle hatten sich auf dem Fensterglas verteilt, glitzerten wie Diamanten und wurden von der Wintersonne reflektiert. Ein zugegeben ziemlich schöner Anblick. Allerdings hatte ich konstant das Gefühl beobachtet zu werden. Wenn ich mich aber umsah, war niemand zu bemerken der mich ansah. Vielleicht war es auch nur der Lehrer welcher feststellte, dass ich mal wieder nicht aufpasste. Nur konnten die Lehrkörper nicht wirklich schimpfen, wenn ich dennoch richtige Antworten gab. Was niemand wusste war, dass ich privat lernte und weniger in der Schule. Ich gehörte tatsächlich zu den Leuten die sich Daheim auf den Arsch setzten und lernten, auch wenn ich nicht so wirkte. Ich wollte zwar meinen Spaß, aber nicht schlechte Noten die mir die Zukunft versauten - Nein Danke. Den kleine Streber in mir, musste aber nicht unbedingt jeder kennen. Ich blieb für alle eigentlich nur der vorlaute Kerl mit den verdammt geilen Haaren. Ja, die sind fantastisch!
      Erst die Stimme meiner Freundin lies mich von meinen Gedankengängen aufschrecken, woraufhin ich nickte. "Gute Idee. Ich hab Hunger.", antwortete ich ihr dann. Ich stand dann ebenfalls auf und wuschelte Alais durch das Haar. "Schmollmaus."


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    • Alais

      Ich musste hochsehen, als Luciel aufstand und einwilligte, mit mir zu gehen. Er war einen guten Kopf größer als ich, auch wenn ich selbst nicht die kleinste war, aber irgendwie machte es ihn nur noch attraktiver. Natürlich wuschelte er mir durch die Haare, aber ich konnte nur sanft lächeln und den Kopf leicht schütteln. "Ich schmolle nicht, dafür habe ich keinen Grund..",entgegnete ich und blickte noch einmal in seine Augen, ehe das Lächeln noch breiter wurde.
      "Komm,sonst verhungere ich noch". Ich deutete auf die Tür und setzte mich in Bewegung, um den Raum zu verlassen. In solchen Momenten konnte Luciel wirklich liebevoll sein, dabei vergaß ich all die anderen Momente, in denen er komplett anders war, als jetzt. Vielleicht war er schizophren und konnte deshalb nichts dafür? Kurz blickte ich ihn von der Seite an und schüttelte leicht den Kopf. Nein, mein Freund war definitiv nicht schizophren..
      "Wie sieht es eigentlich mit der Wohnung aus, über die du mir erzählt hattest? Wann willst du sie mir zeigen?",warf ich einfach in den Raum rein,. Wir haben seit dem Telefonat nicht mehr über dieses Thema richtig gesprochen, wir sprachen generell nicht über solche Sachen, aber vielleicht wurde es Zeit. Vielleicht wurde es für ihn aber auch Zeit mir endlich zu zeigen, dass es auch eine Beziehung ist, in der wir leben..? Seit dem Telefonat war nämlich kaum noch was gekommen..
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    • Luciel

      Als meine Freundin mich von der Seite ansah, wirkte es so als würde sie sich wieder irgendetwas in ihrem hübschen Köpfchen zusammen spinnen. Ich glaube nach und nach, bemerkt man das und Alais war nun wirklich niemand der seine Blicke versteckte. Ich mochte das, denn mit schüchternen Leuten hatte ich immense Schwierigkeiten. Ohnehin bin ich gerne mal ein Elefant im Porzellanladen und verletzte Menschen, selbst wenn ich das in dem Augenblick nicht einmal möchte. Schüchterne Menschen haben daher ein extrem schweres Leben mit mir. Ich bin demnach immer sehr dankbar, wenn man einfach ausspricht was man denkt. Zusammen mit ihr schlenderte ich also in Richtung der Cafeteria. Je näher wir dem Speisesaal kamen und der Duft des Essens in der Luft lag, desto mehr bemerkte ich eigentlich was für einen Hunger ich hatte. An und für sich war Schulessen nicht unbedingt das was ich gerne zu mir nahm, allerdings konnte man sich an unserer Schule über das Essen tatsächlich nicht beschweren. Es war überraschend frisch, schmeckte und war zahlbar. Während wir uns also in die leider Gottes viel zu lange Schlange am Essensausschank anstellten, erkundigte sich Alais nach meiner Wohnung. "Oh, richtig. Ich werde Ende des Monats den Vertrag unterschreiben. Ich werde auf jeden Fall ausziehen.", antwortete ich ihr dann und wollte gerade an der Tafel lesen, was heute angeboten wurde, da hatte ich plötzlich das Gefühl beobachtet zu werden. Als ich mich umdrehte blickte ich direkt in die blauen Augen der neuen Schülerin, welche mich ansah. War sie uns etwa gefolgt? "Ist was?", hakte ich dann. "Nein nein, uhm ... ist das Essen hier den gut?", fragte sie dann neugierig, da sie immerhin heute erst ihren ersten Schultag hier hatte. Offenbar hatten sie die anderen Mädchen her geführt, aber stehen lassen weil sie noch an den Getränkeautomaten wollten. Waren das nicht die ehemaligen Freundinnen von Alais? "Ja.", antwortete ich knapp.


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    • Alais

      Ich war interessiert daran,noch mehr über Luciels Pläne zu erfahren, zumal er über meine nichts wusste. Keiner wusste darüber, dass ich mich heimlich bei einer der Unis beworben hatte, ich wartete lieber selber auf die Einladung, denn wenn ich keine kriegen sollte wäre nur ich enttäuscht und nicht auch noch der Rest. Meinen Vater interessierte es zur Zeit auch wirklich wenig, er verbrachte lieber die Zeit mit Luciels Mutter, die mich zwar mal gefragt hatte, aber selbst ihr verriet ich es nicht, auch wenn ich sie wirklich lieb gewonnen habe..
      „Wolltest du mir die Wohnung nicht zeigen?“,fragte ich Luciel nach seiner Antwort und drehte mich zu ihm um, wobei ich die neue genau hinter uns vernahm. Innerlich verdrehte ich die Augen, die schüchterne Nummer zog nicht bei Luciel, was man ihm direkt ansehen konnte, aber solange das Mädchen an ihren Versuchen, ein wenig mit Luciel zu Quatschen scheiterte machte ich mir auch keine Sorgen. Wofür denn auch..? Nun gut, ein Teil, tief im Innern war besorgt, sie war um einiges hübscher als ich und sie hatte dieses etwas an sich, das hatte ich nicht.. aber eines hatte ich mir versprochen: ich würde nie die eifersüchtige Freundin spielen.
      „Ich würde dir empfehlen nur Hühnchen zu nehme , oder rein vegetarisch.. alles andere ist häufig nicht zu definieren“,mischte ich mich dann freundlich ein und lächelte ihr sogar zu, Schauspielern konnte ich nämlich ziemlich gut, musste man sagen. Außerdem hatte sie ihren ersten Tag, da musste man einfach was netter sein.

      Ich blickte dann aber zu Luciel hoch und betrachtete ihn. „Weiß du denn schon, was du willst?“.
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    • Luciel

      Richtig, die Wohnung wollte ich Alais tatsächlich einmal vorführen. Ich musste aber gestehen, dass ich das durch all das Drama was zwischenzeitlich gewesen war mehr als nur verdrängt hatte. Erst die Sache mit meiner Mutter, die Tatsache das mich ihr Vater nach wie vor hasst, dann dieses Gefühlschaos mit meiner eigenen Freundin. Dieses Weihnachten und all dem was dazu gehörte. Es war alles nicht sonderlich einfach gewesen, aber nun es gehörte zu unserem chaotischen Leben dazu, nicht wahr? "Werde ich.", antwortete ich ihr dann, wollte noch etwas hinzufügen da hatte schon eine andere Stimme unser beider Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Die Neue stand unsicher hinter uns, blickte zu mir mit ihren großen und strahlend blauen Augen hinauf, was zugegeben ganz süß war aber eine Schwäche für Schüchternheit hatte ich noch nie. Ehrlich gesagt habe ich schüchterne Mädchen noch nie leiden können. Glücklicherweise war meine Freundin deutlich sozialer als ich und beantwortete die Fragen der Neuen. Ich hatte fast schon ein schlechtes Gewissen, als sie uns beide so freundlich und sanft anlächelte nachdem ich sie kalt reagiert hatte. Eigentlich hatte mir das Mädchen ja nichts getan. "Oh, danke. Ich werde mir den Ratschlag zu Herzen nehmen.", antwortete sie sanft und lächelte Alais freundlich an. Ich wollte mir demnach auch einen Ruck geben und seufzte leicht, schnappte die Kleine an den Schultern und schob sie vor uns. "Geh vor. Der Typ in der Kantine ist unfreundlich, schrei ihm deine Bestellung also einfach entgegen oder ich übernehme das. Karlo neigt dazu am ersten Tag die neuen zu ignorieren und die haben dann kein Essen.", erklärte ich ihr, woraufhin sie mich verstört ansah. "...okaaay ....", stammelte sie perplex und stellte sich vorne an. Mein Blick wanderte zu Alais. "Keine Ahnung. Pommes oder so. Die Dinger sehen nicht so aus als würden sie mich fressen.", murmelte ich dann. "Er ignoriert mich tatsächlich.", meinte die Neue perplex, welche schon drei Mal versucht hatte ihre Bestellung aufzugeben. Komisch, selbst Karlo reagierte nicht so abweisend. Ich hatte mir diesbezüglich keine Gedanken gemacht, aber vielleicht hätte ich dies tun sollen ...
      "Ey, ist es Trend Frauen zu ignorieren. Gib dem Mädchen ihre fucking Bestellung.", brummte ich dem Typen zu, welcher meiner Bitte überraschend schnell nachkam. Verrückt.
      "Vielen Dank.", lächelte uns die Rosahaarige beide an, nahm ihre Bestellung und ging schnell zu den anderen Mädchen.


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    • Alais

      Ich machte große Augen, als ich Luciel mit dem kleinen Ding nun vor und sprechen sah. So wirklich kann ich mich nicht entsinnen, wann er zu mir so nett gewesen ist, aber der viel wichtigere Punkt war, ich habe ihn überhaupt nie zu jemanden so nett gesehen. Das war wirklich merkwürdig, vielleicht veränderte ich ihn..? Das wäre ja schön, aber ausgerechnet zu ihr sollte er nicht so nett sein.. sieh sich einer mal die großen Augen an.. sie starrte Luciel an, als würde er Gott gleich sein.. er war ja toll, aber er war immerhin auch mein Freund.
      Ich hob meine Augenbraue an und sah dem Mädchen an, bevor ich dann dran war und mir meinen Salat bestellte. Was anderes aß ich hier nur sehr selten, ich wollte nicht der Gefahr laufen, vielleicht krank zu werden.. vieles davon sah auch nicht essbar aus. Luciel bestellte ich die Pommes und blickte dann auch zu ihm. „Ich wusste ja gar nicht, dass es Luciel auch in nett gibt“.
      Mein Salat und auch die Pommes wurden vor mir hin gestellt. Ich nahm beides samt des Tabletts und steuerte auf einen der freien Tische in der Ecke des Raumes. Erst, als wir uns hingesetzt hatten sprach ich meine Gedanken aus: „Die kleine steht auf dich“. Ich sagte es eher beiläufig, nahm mir lieber das Besteck in die Hand und klaute eine der Pommes von Luciel. „Falls ich dich mal zu sehr nerve..“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Kleine hatte sich überraschend über meine Hilfe gefreut, mich mit leuchtenden Augen angesehen das mir selbst schon etwas mulmig wurde. Ich hatte nicht wirklich groß etwas gemacht, außer den Typen in der Kantine angeschrien. Ehrlich gesagt, war das nicht was ich nicht sonst auch immer tat. Warum sie mich also anstarrte, als wäre ich irgendein Held in einer strahlenden Rüstung war mir ein echtes Rätsel. Zumal ich eher der Kandidat für den Schurken war, die hatten bei weitem auch deutlich coolere Klamotten. Die Reaktion meiner Freundin wiederum, war allerdings noch erstaunlicher. Grinsend hob ich eine Augenbraue, als sie mit mir sprach "mhhh~." trällerte ich amüsiert und folgte meiner Freundin an den Tisch, an welchen sie sich gesetzt hatte. Glücklicherweise war unsere Schulkantine echt riesig und es gab genug freie Tische, an welche man sich setzen konnte ohne das direkte Gruppen entstanden. Vielleicht lag es aber auch daran, dass die meisten nicht hier aßen, sondern sich Pausenbrote mitnahmen. Fast schon niedlich, da fühlte man sich wie damals in der Grundstufe. Schöne Zeit.
      "Ich wusste ja gar nicht, dass du eifersüchtig bist.", schnurrte ich ihr ins Ohr, legte meinen Arm um ihre Hüfte und zog sie näher auf der Bank an mich heran. "Das ist ja süß.", säuselte ich und küsste sanft ihren Hals. Die Mädels am Nachbartisch starrten uns mit hochroten Köpfen an, was ich nur mit einem heißen Grinsen kommentierte. Als sie sich einer meiner Pommes klaute, beugte ich mich zu ihr und biss diese direkt an ihrem Mund ab. "Man klaut nicht das Essen seines Freundes, böses Mädchen."

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      ღ For my lovely Warlock ღ
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