[2er RPG] I Hate You - I Love You

    • Alais

      Wir lagen noch immer beide zusammen auf der Liege und sahen uns den Sternenhimmel an, während wir über Gott und die Welt quatschten. Die Jungs hatten angefangen irgendein Tournier in irgendeinem komischen Spiel auf dem Handy zu spielen und brauchten uns scheinbar gar nicht so richtig. Ich fühlte mich frei und wohl, was vielleicht größtenteils am Alkohol lag, aber auch an Linns Hilfe. Es hat mir gefehlt jemanden zu haben, dem ich mich einfach öffnen konnte und der mit zuhörte, ohne mich irgendwie fertig zu machen. Alles wartete schön, bis ich das vibrieren meines Handys spürte. Ich hätte gar nicht geguckt wer angerief, wenn meine Laune nicht so gut wäre. Es änderte sich aber schlagartig als ich Luciels Namen auf dem Handy sah und sofort auf den Boden der Tatsachen zurück katapultiert wurde. Ich war besorgt, warum mich Luciel mitten in der Nacht anrief..
      „Ich gucke mal was die Jungs treiben..“,hörte ich von Linn und sah nur, wie sie durch die Tür nach drinnen verschwand. Ich dagegen holte tief Luft und nahm den Anruf entgegen.
      „Luciel?“,fragte ich ruhig. „Warum rufst du mich mitten in der Nacht an? Ist was.. passiert?“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Ich gebe dem Alkohol ganz klar die Schuld dafür, dass ich gar nicht bemerkt hatte, dass man für gewöhnlich Leute nicht mitten in der Nacht anruft, außer es handelt sich um einen Notfall. Allerdings war ich zu gut gelaunt und ehrlich gesagt, auch viel zu beschwipst um es anders zu empfinden. "Süßeee ~.", trällerte ich in das Handy, während Kyle neben mir lachte. "Uuuuh, klein Lucifer ist verliebt", lachte er laut. "Alais! Luciel steht voll auf dich!"
      "Halts Maul Kyle.", brummte ich und schubste ihn vom Sofa, ehe ich wackelig vom Sofa aufstand. "Sorry, die sind dicht.", das ich selbst nicht wirklich nüchtern klang, lassen wir einfach mal außer Acht. "Ich vermisse dich, weißt du? Und ich hab suuuuper Neuigkeiten.", kurz darauf war ich gegen den Tisch gelaufen, fluchte erst einmal und wurde von meinen Freunden im Hintergrund ausgelacht. "Wer hat den fucking Tisch dahin gestellt?", fluchte ich genervt. "Egal, ich ziehe um. Weißt du dein Alter kann mich mal, wenn ich meine eigene Wohnung habe und du ...du Prinzessin kommst mit."


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    • Alais

      Ich musste meine Augen schließen, als ich Luciel zugehört hatte. Es war ein komischer Cocktail der Gefühle, gemischt mit einer großen Menge Alkohol und irgendwie tat es mir nicht gut.
      Sofort hatte ich rausgehört, dass Luciel mindestens genauso voll war, wie seine Freunde, aber das Schmunzeln konnte ich nicht unterdrücken. Der einzige Luciel, der so gefühlvoll sein konnte, war der betrunkene Luciel, aber mein Herz machte Freudensprünge, als er mir sagte, dass er mich vermisste. Als er jedoch kurz darauf fluchte, musste ich mir das Handy schon vom Ohr halten, um nicht taub zu werden.
      „Du ziehst aus?“,fragte ich ein wenig verwirrt und ließ mir die jüngsten Ereignisse noch einmal durch den Kopf gehen. „Und du willst mich mit nehmen?“.
      Ich musste zugeben, ich wusste nicht, was ich wirklich denken sollte, aber mein Kopf war so sehr von Alkohol und von meinen Glücksgefühlen gefüllt, da waren meine Bedenken fast schon egal. Mir liefen Tränen die Augen herunter, ja ich war wirklich voll, aber Luciel hatte so eine spezielle Wirkung auf mich.. „Das klingt super.. wirklich.. ich freue mich für dich..“. Ich war fast schon am strahlen, scheinbar tat uns die Pause richtig gut, auch wenn ich noch immer nicht wusste, wie es mit uns wirklich aussah. „Wann gehts los?“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Genervt rieb ich mir das Schienbein, fluchte über einen Tisch der eigentlich seit dem Einzug von Simon dort stand und versuchte nebenher das Gleichgewicht zu halten. Warum tat ich mir das eigentlich an? Es war witzig, so unreif es auch klingen mag. Vielleicht weil mich die jüngsten Ereignisse, ob ich es nun zugab oder nicht, mehr aus der Bahn geworfen hatte, als ich dachte. Es störte mich, dass man Alais und mich so verurteilte. Es nervte mich, dass absolut jeder uns vorschreiben wollte, was wir zu tun und zu lassen hatte und es störte mich, dass mich dieser Sack vor die Türe geworfen hatte, halb nackt und mich daraufhin die Nachbarskinder ausgelacht haben! Natürlich habe ich ihnen daraufhin einen Schneeball ins Gesicht geworfen, aber der Frust steckte dennoch in den Knochen. Außerdem hatte ich seit dem Vorfall Schnupfen und eine laufende Nase ist alles andere als attraktiv. "Natürlich, nehme ich dich mit.", wiederholte ich meine Worte. "Du Romeo!", schrie Kyle mir entgegen. "Halts Maul Kyle.", schrie ich zurück. Meine Güte, welch Wortgewalt. Als ich plötzlich ein leises Schniefen hörte, musste ich stutzen. "Sag mal heulst du?"
      "Du hast deine Prinzessin zum weinen gebracht!", pampte mich Kyle in seinen Vollsuff an und riss mir das Handy aus der Hand, während er den Lautsprecher anstellte. "Nicht weinen Täubchen. Luciel ist ein Arsch, aber der ist so verknallt, das ist fast schon eklig. Hast du gewusst, dass er ein Bild von dir auf dem Handy als Hintergrund hat. Das hat er noch nie bei einem Mädchen gemacht.", grinste Kyle belustigt, woraufhin ich knallrot anlief. "Ich bring dich um!"
      Daraufhin donnerten sowohl Kyle als auch ich gegen den Tisch, als ich ihm mein Handy aus der Hand riss.
      "Lasst meinen Tisch in Ruhe!", schrie Simon aus der Küche, welcher neues Bier brachte. Grummelnd hielt ich mir wieder mein Handy ans Ohr.
      "Sobald ich wieder nüchtern bin und meinen Kater überstanden habe, der mir morgen blüht. Ich rede morgen mit meiner Mum und kläre den Umzug ab. Und du wirst bei mir bleiben und wenn ich dich entführen muss. So jetzt darfst du mich nicht mehr hassen."


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    • (OMG diese Mischung aus Romantik und South Park xDDDDD)

      Alais

      Ich wollte schon wieder etwas sagen, aber so einfach war es gar nicht, denn Luciel wurde das Handy aus der Hand gerissen. Irgendwie war mir sein Kumpel sympathisch, vielleicht weil er Luciel so aufregte, aber was er mir von meinem Freund Preis gab verschlug mir die Sprache. Mein Lächeln löste sich auf, die Tränen waren wie verschwunden, während die Wangen eine rote Farbe annahmen, wann zuletzt wurde ich rot? Ich hatte keine Erinerung an das letzte Mal.. Ich musste die Augen schließen, denn mein Herz beschleunigte deutlich seine Arbeit und ich glaubte, dass es mir gleich schlecht werden würde. Luciel hatte ein Bild von mir, als Hintergrund auf seinem Handy.. Und ich war die Erste, bei der er so etwas tat.. Ah du..
      Zugegeben, so etwas hätte ich Luciel nie im Leben zugetraut, ich wusste ja gar nicht, dass er etwas fühlen konnte, was ein komplettes Gegenteil von dem ist, was er mir sonst zeigt. Ich hätte ihm auch nie zugetraut so süß zu sein.. Vielleicht sollte ich ihn einfach ein wenig öfter abfüllen?
      Ich brauchte einen Augenblick, um mich wieder zu fassen, aber die Freude in mir wollte gar nicht verschwinden. "Ich hasse dich nicht, Luciel..",sagte ich letztendlich und biss mir auf die Lippe, um nicht weiter zu sprechen, aber der Alkohl in mir machte es nicht möglich still zu bleiben. "Ganz im Gegenteil..". Ich hatte mir noch fester auf die Lippe gebissen, weil ich nicht das aussprechen wollte, was womöglich diese Beziehung auf einen ganz anderes Level bringen würde, meine Angst war da zu groß, was Luciel zu sagen würde.
      "Nimm eine Aspirin bevor du schlafen gehst.. Dann wirst du ohne Kopfschmerzen aufwachen und kannst die nächste nehmen..Vielleicht wird es dir dadurch erspart..". Mein Lächeln auf den Lippen war breit und mein Herz schlug wie verrückt, hatte ich Luciel etwa in dem vorherigen Satz meine Gefühle gestanden..? Nie wieder Alkohol.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • (Verdammt, da hieß ja auch einer Kyle xD)

      Luciel

      Ich wäre am liebsten vor Scham im Boden versunken und mein Kumpel machte es tausend Mal schlimmer, in dem er mich auch noch aufzog. Richtig, das war einer der Gründe warum ich nicht trinken sollte, ich redete zu viel und wurde weich. Irgh, das war schrecklich! Ich hatte nach Kyle getreten, ihm das Handy aus der Hand gerissen, während wir beide erneut gegen den Tisch gelaufen waren und Simon uns dafür am liebsten vom Balkon geworfen hätte. Ich würde morgen früh zu meinem fetten Kater, garantiert hundert tausende blaue Flecke haben. Verdammt nochmal! Sicherlich grinste meine Freundin nach dieser Neuigkeit über beide Ohren und würde mir das noch ewig vor halten. "Vergiss einfach was dieser Idiot gesagt hat, er ist betrunken.", nuschelte ich ich rot im Gesicht, was ich einfach mal auf den Alkohol schob. "Aaaawww, Alais unser Luciel ist rot geworden!", kreischte Kyle von weitem, woraufhin ich ihm eine der DVD-Hüllen welche herum lag, irgendein schrecklich lausiger Horrorfilm, welchen wir zuvor gesehen hatten, in seine blöde Visage. "Das ist der Alkohol, Idiot!" fauchte ich genervt und seufzte leicht, während ich versuchte nicht in den Hörer zu lallen.
      "Sicher das du mich nicht hasst?", fragte ich leise. "Hatte in letzter Zeit so gewirkt. Ich weiß, dass ich ein echtes Arschloch sein kann ... das meine ich nicht so ... nicht immer."
      Oh Gott, ich sollte den Alkohol weg lassen. "Kyle hör auf so beschissen zu grinsen!", brummte ich sauer, horchte aber dann direkt auf, als Alais weiter sprach. "Ganz im Gegenteil,mh?" Ich schmunzelte leicht. "Wir reden darüber, sobald ich nüchtern bin. Ich rufe dich morgen an, Süße.", danach hatte ich mit einem leisen ´Gute Nacht´aufgelegt und mich an die Arbeit gemacht, Kyle dafür bezahlen zu lassen, dass er mich so blamiert hatte.
      Gott, ich liebe diese Arschloch-Freunde! Ich liebe sie wirklich und ich habe sie vermisst. Es ist gut, dass ich hier her gekommen bin.


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    • (XD)

      Alais

      „Wir werden darüber nicht sprechen,weil du dich nicht daran erinnern wirst, Luciel..“,sagte ich kurz, auch wenn mein Gesicht total rot angelaufen war. „Ich will deine Freunde mal kennenlernen..“,murmelte ich noch, bevor ich Luciel auch eine gute Nacht wünschte und seinem Atem lauschte, bevor er auflegte. Es waren sehr viele Informationen auf einmal gewesen, aber Luciel hatte es bisher noch nie geschafft mein Herz fast zum explodieren zu bringen. Zugegeben, es raste jedes Mal, wenn seine Lippen auf meinen waren, aber ich wusste vor dem Telefonat gar nicht, dass Luciel auch eine ganz andere Seite hatte. Gott, war ich verknallt!

      Ich hatte noch einen Moment gebraucht, bis ich wieder rein ging. Linn hatte die Jungs in mein Zimmer gescheucht und im Wohnzimmer aufgeräumt, Gott in sie war ich auch verknallt!
      „Das hättest du gar nicht machen müssen“,sagte ich, aber sie ließ nicht mit sich reden, sondern zog mich in mein Zimmer mit, wohin die Party verlagert wurde.
      Irgendwann früh am Morgen waren die Flaschen alle leer und wir schliefen zu viert auf meinem kleinen Bett. Ich kannte die Jungs seit klein an und hatte keine Probleme auch mit ihnen in dem Bett zusammen zu schlafen. Ich hatte gar nicht mitbekommen, wie sich Linn mein Handy geangelt hatte, um nach Luciels Nummer zu greifen. Sie hatte sich schon immer für mich eingesetzt gehabt, aber ich hätte ihr nie zugetraut, dass sie so aggressiv sein konnte. Das war wohl ihre neue Seite!

      ‚Hey Arschloch!
      Tue meiner Prinzessin weh und ich werde dir den Sch**** abreißen und in deinen Mund stopfen.. sie ist so verknallt in dich, das glaubst du gar nicht.. nimm dich in acht!
      Linn‘
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Am nächsten morgen hatte ich das Gefühl irgendjemand wäre über mich gerannt, oder ich wäre frontal gegen ein Auto gerannt. Ich hatte einen Schädel, welcher Dimensionen sprengte und ich wusste nicht, ob es helfen würde, meinen Kopf einfach gegen die Wand zu hauen. Glücklicherweise ging es nicht nur mir so, denn Kyle lag neben mir auf dem Sofa ... mehr auf mir, als neben mir und stöhnte, dass er nie wieder Trinken würde, Alkohol hasste und wir alle daran Schuld waren. Das war auch so ein Ritual, jedes Mal dasselbe. Ich hatte ich ein wenig unsanft von mir geschoben und mir den Kopf haltend, einen Weg gefunden mich aufzurichten und in das Badezimmer zu laufen. Ich sah aus, als hätte ich nicht alle Game of Thrones Staffeln gesehen sondern miterlebt. Seufzend wusch ich mir das Gesicht mit kaltem Wasser und stampfte in das Schlafzimmer von Simon, den ich leicht schüttelte. "Ey, Kopfschmerztabletten.", brummte ich, woraufhin er ziemlich leblos schweigend mit dem Zeigefinger auf seinen Nachttisch deutete. Ich öffnete die Schublade und entdeckte neben einer Kondom- und Kippenpackung eine Schachtel mit Tabletten. Zufrieden nahm ich diese zusammen mit einer Zigarette an mich und lief in die Küche um nicht nur mir, sondern auch Kyle eine Tablete aufzulösen. Simon würde vor Mittag sowieso nicht aus dem Bett kriechen. Nachdem ich mir die Tablette eingeworfen hatte, schnappte ich mir mein Handy und ging zum Rauchen auf dem Balkon. Simons Spannernachbarin, gaffte wie immer aus dem Fenster, offenbar hatte sich das in den Jahren nicht geändert und schien mir aus nur erfreut einen weiteren jungen Mann auf dem Balkon zu entdecken, der trotz des kalten Wetters nur mit Shirt herum stand. Mich interessierte das nicht sonderlich, weil ich mehr schlecht als Recht auf mein Handy blickte und eine Nachricht las.
      Was zur Hölle ist eine Linn? Belustigt lachte ich leicht, hielt mir aber direkt den Kopf und tippte eine Nachricht ein.


      ´Hey Süße. Richte was auch immer eine Linn ist, meine Grüße aus. Sie ist mir direkt sympathisch. Ich möchte allerdings meine Eier gerne da behalten wo sie sind, sonst wärst du im Bett wohl genauso unglücklich wie ich. PS: Du bist meine Prinzessin, nur damit das klar gestellt ist.´


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    • Alais

      Ich hatte bis Mittags geschlafen und war die erste von allen, die aufgewacht war. Meine Großeltern waren scheinbar noch nicht zuhause, denn als ich nach ihnen lauschte war nichts zu hören. Ich fühlte mich elendig, es war schon ein wenig zu viel Alkohol gewesen, aber gleichzeitig war ich so glücklich wie noch nie, denn ich hatte das Telefonat mit meinem Freund nicht vergessen. Ich erinnerte mich an jedes Wort und das auch wirklich deutlich, damit würde ich ihn irgendwann sicherlich aufziehen, wenn er mal wieder blöd zu mir sein würde.
      Damit ich die anderen nicht wecken würde bewegte ich mich vorsichtig aus dem Bett und betrat das Badezimmer, um unter die Dusche zu gehen. Ich genoss das warme Wasser, welches auf meinen Körper fiel und genoss auch die Ruhe, was sich aber schlagartig änderte, als jemand die Dusche betrat. „Du lässt mich echt nicht alleine duschen?“,fragte ich gespielt genervt, während ich mir die Haare einseifte. Linn umarmte mich kurz von hinten, um nach dem Schampoo zu greifen. „Ich wollte fertig sein, bevor die Jungs wach sind“,murmelte sie noch halb verschlafen und wusch sich genauso die Haare, wie ich es tat.
      Nach der Dusche hatte ich auf mein Handy gesehen, um die Nachrichten zu überprüfen, wunderte mich aber darüber, was Luciel mir schrieb. Ich konnte mich nicht daran erinnern, ihm in der Nacht noch etwas geschrieben zu haben, aber ich wusste, wer ihm schreiben konnte.
      Eine halbe Stunde später hatte ich Linn durch das halbe Haus gejagt, um ihr den Kopf abzureißen. Als Entschuldigung flochte sie mir die Haare und versprach, das Mittagessen zu machen. Währenddessen überlegte ich mir, was ich Luciel schreiben würde.

      ‚Linn ist meine gleichgeschlechtliche Aphäre, die ich gestern Abend abgeschleppt habe.. hoffe es stört dich nicht zu sehr, sie wäre auch bereit dich dabei zu haben.. Aber sie richtet Grüße zurück, hat aber kein Problem damit, wenn du mich im Bett nicht mehr glücklich machst, sie übernimmt es dann.
      P.S. Seit wann steht dein Name auf meiner Stirn? :* :P‘
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Eine Zigarette und eine zweite Kopfschmerztablette später, hatte ich mich zusammen mit den Jungs auf das Sofa geworfen und es geschafft für uns alle etwas zu Essen zu bestellen. Wir hatten ohnehin den halben Tag verschlafen und könnten direkt Mittagessen, demnach kam uns der Pizzaservice ziemlich gelegen. Kyle und Simon sahen aus, als wären sie die Hauptdarsteller irgendeines Zombie-Apokalypse. Ich wiederum wollte erst gar nicht in den Spiegel sehen. Der Typ vom Pizzaservice war so einen Anblick glücklicherweise gewohnt, so blieben uns also fragende Blicke erspart und wir konnten das Zeug in uns hinein stopfen. Ich hatte Recht behalten, dass ich von diesem verfluchten Tisch blaue Flecke am Bein hatte, weswegen ich eher grummelnd auf dem Pizzarand herum kaute und auf mein Handy linste.

      ´Wenn sie heiß ist, überlege ich mir das tatsächlich. Allerdings müssen wir ihr Ego etwas runter schreiben :D Sie ist ja schlimmer als ich. Und natürlich steht das auf deiner Stirn, hast du etwas anderes erwartet? Hey, ich nüchter mich noch etwas aus und melde mich später bei dir. Simon zeigt mir doch erst Morgen die Wohnung, da wir gerade aussehen wie die Darsteller eines Horrorstreifens.´


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    • Alais

      Ich hatte die letzte SMS noch gelesen, aber nicht mehr geantwortet, damit Luciel seine Zeit zum ausnüchtern hatte. Sicherlich wollte ich nicht die Art von Freundin sein, die ihren Freund furchtbar einschränkte und ihm keinen Freiraum zum atmen ließ. Ich will die Art von Freundin sein, über die man gerne quatscht und von der man gerne schwärmt, auch wenn Luciel so etwas sicherlich nie machen würde.
      Das Mittagessen war wirklich gut gewesen, ich hatte gar nicht gewusst, dass Linn so gut kochen konnte.. Es schmeckte, als hätten wir es einfach aus einem Restaurant mitgehen lassen, aber wie es schien wollte Linn genau in diese Richtung gehen. Die Jungs waren ziemlich kaputt von der vielen Trinkerei, aber ich dagegen musste sagen, dass ich fitter war, als ich vielleicht sollte. Es lag sicherlich an den Gefühlen, die sich in meiner Brust und meinem Bauch immer weiter verbreiteten seit der heutigen Nacht. Es war der Wahnsinn, was Luciel alles mit meinen Gefühlen machen konnte, aber ich war mir dennoch nicht so ganz sicher, was ich tun sollte. Ich wollte auf die Musikschule und da war es keine Option, in der Stadt zu bleiben.. Sehr schwerig.
      Am Nachmittag waren alle wieder verschwunden, nachdem meine Großmutter uns noch alle aufgehalten hatte und der Rest hat sich sicherlich genauso aufs Bett geschmissen, wie ich es tat. Morgen würde ich zurück fahren, auch wenn es keiner erwarten würde, aber Luciels Geschenk lag mir sehr am Herzen und aus diesem Grund musste ich auch rechtzeitig da sein. Ich war aufgeregt und mir zitterten die Hände, als ich im Bett lag weil mein Kopf gegen ein Nickerchen war. Es war so viel Stress in letzter Zeit gewesen, dass ich mich gar nicht so richtig drauf vorbereitet hatte..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Ich war mehr schlecht als recht ausgenüchtert und als ich am Abend meiner Mutter die in meinen Augen guten Neugikeit überrachte, wusste sie offenbar nicht, ob sie nun weinen oder fluchen sollte. In ihren Augen war mein Auszug eine Flucht vor dem, was passiert war. Das ich aber sowieso ausziehen wollte, wie ich es zuvor getan hatte, dass war offenbar ein Aspekt welchen sie gekonnt ignorierte. Mit meiner Mutter zu diskutieren, war oft so sinnvoll, wie mit einer Wand zu argumentieren und um ehrlich zu sein, waren meine Kopfschmerzen viel zu gewaltig, als das ich den Nerv für weitere Gespräche hatte. Mein Entschluss stand fest. Ich war immerhin nur hier her zurückgekommen um meiner Mutter über ihre Beziehungskrise hinweg zu helfen, jetzt hatte ich meine eigene, die ich irgendwie wieder ausbügeln musste. Ich denke das ein Umzug da ein sehr guter Anfang ist. Das zwischen Alais und mir ist nach wie vor eine sehr merkwürdige und seltsame Bindung, allerdings auf eine gute Weise und ich werde mir das Mädchen garantiert nicht wegnehmen lassen. Allerdings würde mir Alais Vater noch einige Striche durch die Rechnung machen, denn ich hatte erfahren, dass er seit meinem laut ihr ´Ausrutscher´er nicht mehr mit meiner Mutter gesprochen hatte und man sah ihr an, dass es ihr förmlich das Herz brach. Ich würde Hilfe brauchen. Ohne Alais würde nicht nur unsere Beziehung, sondern auch diese den Bach hinunter gehen.
      Also hatte ich mich neben meine Katze auf mein Bett gelegt und Alais eine Nachricht geschickt.

      ´Süße wir müssen reden. Ich brauche deine Hilfe, ich glaube nicht, dass ich das alleine gerade biegen kann. Ruf an, sobald du kannst.´


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    • Alais

      Ich saß im Garten, als Luciel mir die Nachricht schrieb und hatte mich auf einen der Liegestühle gesetzt, um aus den gesammelten Blumen ein kleines Kopfkrönchen zu flechten. Meine Großmutter bereitete in der Küche etwas vor, wir wollten den Abend zusammen auf der Couch verbringen,denn morgen früh würde ich wieder abreisen. Weihnachten wäre morgen endgültig vorbei und nach der Überraschung für Luciel würde ich auch wieder nach Hause kommen, um alles zu klären, aber noch hatte ich etwas Zeit, auch wenn ich mir nicht vorstellen könnte, wofür Luciel meine Hilfe bräuchte. Dennoch wählte ich seine Nummer und ließ es durchklingeln. „So, so.. du brauchst also meine Hilfe? Ich glaube, es ist das erste mal, dass ich diesen Satz von dir lese“,sprach ich direkt, ohne einer großartigen Begrüßung, diese war in meinen Augen unnötig. „Aber wie geht es dir eigentlich? Bist du den Kater los?“.
      Während ich mit ihm sprach flochte ich die Blumen zusammen, was mir sogar besser gelang als ich dachte. Scheinbar war ich in so etwas doch ein wenig begabter, als gedacht.
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    • Luciel

      Ich war dankbar, dass Alais mich direkt zurück rief. Hätte es jetzt irgendwelche kindischen Reaktionen gegeben, wäre ich sicherlich an die Decke gegangen. Glücklicherweise sind wir ja halbwegs erwachsene Leute ... mal mehr und mal weniger. Ich rollte leicht mit den Augen, als meine Freundin eher neckend ihre Frage bzw. ihre nicht vorhandene Begrüßung äußerte. "Mein Kater ist gerade relativ.", antwortete ich knapp und drehte die Zigarette zwischen meinen Fingern, ehe ich sie mir ansteckte. Das Feuerzeug wollte im Moment auch nicht wie ich wollte, aber das war ja inzwischen fast nichts Neues mehr. Im Moment hatte ich ohnehin das Gefühl, dass mich alles und jeder ärgern wollte, selbst mein Feuerzeug. Meine Katze blickte mich ziemlich vorwurfsvoll an, ehe ich schmunzelte und sie kraulte. "Entschuldige Victoria, ich gehe ja schon ans Fenster.", flüsterte ich ihr zärtlich zu, stand auf und rauchte aus dem geöffneten Fenster meine Kippe. "Dein Vater hat sich entschlossen nicht mehr mit meiner Mutter zu reden.", berichtete ich Alais dann kurz und knapp. "Offenbar bin ich der Ursprung allen Übels und das lässt er jetzt an ihr aus, obwohl sie rein gar nichts dafür kann, dass ich seine geliebte Prinzessin vögle. Ich kann ihm nicht ins Gewissen reden, erstens weil er mich hasst und zweitens, weil ich höchstwahrscheinlich dazu neige ihn zu schlagen und Querstreifen im Knast stehen mir nicht sonderlich. Ich wäre dankbar, wenn du mit ihm sprichst. Meine Mutter kann nichts für das was passiert ist und ich werde garantiert nicht mit dir Schluss machen, nur weil dein Alter irgendwo im letzten Jahrhundert lebt.", erklärte ich meiner Freundin und zog an meiner Zigarette. Victoria maunzte im Hintergrund, woraufhin ich die Zigarette doch lieber aus machte. "Entschuldige Vic, du hasst Zigaretten.", entgegnete ich meiner Katze.


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    • Alais

      Ich war schon ein wenig neidisch, wie Luciel mit seiner Katze umging. Er war so lieb und nett zu ihr, ganz anders als zu mir. Nun, er konnte auch nett und lieb zu mir sein, aber das war eher Seltenheit. Dennoch, ich genoss jeden Augenblick, in dem er besonders zu mir war.
      Ich stoppte kurz meine Arbeit, als Luciel mir von meinem Vater und seiner Mutter berichtete. Es war eine Schweinerei, was dort passierte und das nur, weil ich mit Luciel zusammen war, ich dürfte doch einfach nur glücklich sein, oder nicht? Warum hatte mein Vater ein Problem damit?!
      „Das kann doch nicht sein..“,murmelte ich und seufzte laut. „Der kann sich auf etwas gefasst machen.. er kann von mir aus auf mich sauer sein, aber deine Mutter hat ihm nichts getan! Ganz im Gegenteil, sie ist das beste, was ihm je passiert ist!“. Ich war schon ein wenig wütend auf meinen Vater, aber bis ich mit ihm sprechen würde, würde die Wut noch deutlich ausgeprägter sein. Er würde es schon sehen,was er davon hat..
      „Aber ich finde es ganz süß, dass du nicht mit mir Schluss machen möchtest.. also ist es doch etwas ernsteres..“. Vielleicht hätte ich nicht laut meine Gedanken aussprechen sollen.. „Aber ich spreche mit ihm.. wenn ich wieder zurück bin.. muss jetzt auch wieder rein, ich werde erwartet.. vergiss deine Überraschung morgen nicht.. dafür habe ich mir etwas ganz besonderes Einfallen lassen!“.
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    • Luciel

      Liebevoll streichelte ich meiner schneeweißen Katzendame durch das weiche Fell, woraufhin sie mich mit einem samtigen Schnurren belohnte. Sie klang ein wenig wie ein kleiner flauschiger Porsche. Natürlich ist sie die Luxuskatze unter den Katzen! Ich brauchte Victoria auch gerade an meiner Seite, weil ich ansonsten wahrscheinlich ins Nachbarhaus gelaufen wäre um Alais Vater zu verprügeln. Verdient hätte er es alle mal! Erst warf er mich praktisch in Unterwäsche aus dem Haus und nun machte er meine Mutter für das was zwischen Alais und mir vorging verantwortlich? Das war doch ein schlechter Witz. Ich seufzte leicht, kraulte weiter meine Katze und schmiegte mein Gesicht in ihr weiches Fell. Ich konnte mich nicht daran erinnern, jemals in so einem Liebesdrama verwickelt worden zu sein, welches auch noch mich betraf! Normalerweise war meine Mutter die Dramaserien-Queen und jetzt fühlte ich mich wie in einem schlechten Abklatsch von Desperate Housewives. Ob ich wohl Gabrielle sein durfte? Oh Gott, das lag am Restalkohol eindeutig.
      Glücklicherweise schien meine Freundin auf meiner Seite zu sein und auf ihre Worte hin nickte ich, bis mir einfiel, dass sie das durch das Handy ja schlecht sehen konnte. "Ich bitte darum. Wenn ich mit ihm rede, ende ich hinter Gittern.", murmelte ich dann und lief direkt rot an, als Alais offenbar ihre Gedanken laut aussprach. "Uhm ... also ...", stammelte ich und fuhr mir durch das schwarze Haar. "Rede doch nicht immer sowas! Ich lege jetzt auch auf ... und wehe das Geschenk bist nicht du mit Schleife um den Körper!", mit einem knappen Tschüss hatte ich dann aufgelegt und mein Handy weggelegt. Victoria blickte mich fast schon vorwurfsvoll an. "Ich verstehe euch Frauen nicht Vic."


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    • //Diese Signatur <3 *-* //

      Alais

      Da hatte ich also den wunden Punkt von Luciel gefunden: Er konnte mit dem ganzen Liebesgedönst nicht viel anzufangen und wie es klang, war es ihm auch ein wenig peinlich. Mein Grinsen war breit, als Luciel aufgelegt hatte, ich wusste nun ganz genau, wie ich ihn dazu bringen konnte, rot zu werden. Das würde ein Spaß werden! Natürlich würde ich auch mit meinem Vater reden, ich wusste auch schon, was ich ihm sagen würde, aber zunächst war etwas anderes dran und ich musste mich auf Luciels Geschenk konzentrieren. Das würde schon sicherlich laufen..

      Am nächsten Tag war ich früh wach gewesen, um den Bus zurück in die Stadt zu nehmen. Weihnachten war endlich offiziell vorbei und ich musste zugeben, irgendwie hatte ich keinen Spaß mehr dran. Scheinbar passte ich mich Luciel mehr an, als es mir lieb war..
      Meine Großeltern wollten mich unbedingt wieder zurück fahren, aber ich konnte sie zu Glück dazu überreden, mich mit dem Bus fahren zu lassen. Ich wollte die beiden nur ungerne in die verschneite Landschaft bringen, immerhin waren beide nicht mehr die jüngsten. Meine Sorge wäre zu groß gewesen und meine Angst noch viel größer.
      Mein Plan war perfekt, ich hatte mir sehr viele Gedanken dazu gemacht und war auch schon aufgeregt. Während ich aus dem Fenster in die Landschaft sah, die unter einer dicken Schicht Schnee lag, ging ich im Kopf immer wieder alles durch. Leider musste ich mich da auf andere verlassen, aber noch war ich guter Dinge.

      "Guten Morgen.. (ich muss mir noch einen Kosennamen für dich ausdenken :D).. Ich hoffe, du bist nachher pünktlich.. Ich werde zwar keine Schleife um meinen Körper tragen, da wir uns wahrscheinlich noch nicht sehen werden, aber es wird dir gefallen.. Da bin ich mir sicher!

      Ich vermiss dich schon.. "
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • ( *-* Ich liebe die beiden!)

      Luciel

      Ich hatte die Nacht zwar Zuhause verbracht, aber das eigentlich nur meiner Katze zu liebe. Im Grunde fühlte ich mich hier einfach nur fehl am Platz. Es kostete mich etliche Nerven, dass ich Alais Vater Vincent nicht direkt an die Kehle ging. Meine Mutter litt still schweigend vor sich hin und falls Alais nicht einen grandiosen Einfall hatte, würde ich ihren Vater sicherlich ins Grab befördern. Alles in allem war die Stimmung angespannt und kompliziert. Mein Auszug erschien mir plötzlich noch logischer als ohnehin schon, auch wenn meine Mutter mich immer wieder zu überreden versuchte, dass ich bleiben sollte. Natürlich gab es eine ewig lange Unterhaltung darüber, dass ich ja nichts konnte, in wen ich mich verliebe und das sie hätte mehr Verständnis zeigen müssen. Ich hatte dieses Gespräch still schweigend über mich ergehen lassen, was blieb mir auch anderes übrig? Meine Mutter war zwar die Beziehung von Alais und mir nicht ganz Geheuer, da sie uns schon irgendwie als Stiefgeschwister sah, obwohl die Beziehung von Vincent und ihr nicht einmal auf diesem Stadium angekommen ist, aber sie wollte es wenigstens tolerieren und verstehen. Vincent hingegen wollte mich wahrscheinlich nur mit irgendetwas möglichst schwerem erschlagen. Ich durfte ja noch nicht einmal mit Dorian sprechen, weil ich ja weiß der Teufel was tun könnte. Was glaubte er denn? Das sein Sohn wegen mir jetzt auch noch schwul wurde? Für was war ich bei diesem Mann eigentlich nicht verantwortlich?
      Ich seufzte schwer und rollte mich wenig motiviert in meinem Bett herum, ehe mein Handy vibrierte und ich verschlafen auf den Bildschirm blickte.
      Zugegeben hob sich meine Laune, als ich den Absender der Nachricht erkannte. Aber das würde ich natürlich niemals zugeben!

      "Kein Spitzname ... ich bin damit bei meinen Freunden schon gestraft genug -.- Ich werde da sein, keine Sorge! "


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    • Alais

      Drei Stunden brauchte ich zurück, aber es lohnte sich, denn mein Plan ging auf. Mein bester Freund wartete an der Bushaltestelle und nahm mich sofort in den Arm, als ich auf ihn zugelaufen kam.
      „Ich habe dich total vermisst!“,sagte ich voller Freude und ließ mich ein Mal durch die Luft drehen.
      „Und ich dich erst.. ich habe dir so viel zu erzählen.. hab da jemanden kennengelernt, aber wir kümmern uns zunächst um was anderes!“.
      Zum Glück war er mit dem Auto da, damit musste ich nicht allzu weit in die Stadt laufen. Meine Aufregung stieg mit jedem Meter, den wir fuhren und der Weg war schon ein wenig länger. Durch den Schnee waren einige Straßen kaum zu befahren, der Streudienst kam einfach nicht hinterher. „Erzähl mal, was hast du nun genau vor?“,fragte Liam und ich lehnte mich auf dem Beifahrersitz noch weiter zurück. „Ich habe meine Kontakte ein wenig spielen lassen.. ich habe das alte Gebäude, welches manchmal als Kino mit älteren Filmen fungiert gemietet.. die wenigsten wissen, dass es früher ein Theater war und es gibt hinten noch ein Saal, aus welchem kein Kino gemacht wurde. Die Lichter funktionieren noch und sie haben ein Klavier dort.. ich habe jemanden engagiert, der Luciel finden und in den Saal führen wird.. er bekommt Popcorn und Cola in die Hand gedrückt, aber hinter dem Vorhang wird kein Film angespielt, sondern Musik“. Ich lächelte schon breit bei der Vorstellung. „Du überlegst dir Sachen, ich werde schon echt neidisch auf den Kerl..“.

      Eine halbe Stunde später wurde ich vor dem alten Kino erwartet, welches heute Nachmittag sogar einen Film laufen lassen sollte. Damit würde die Tarnung noch besser funktionieren und Luciel würde kein Verdacht schöpfen. Ich verabschiedete mich von Liam, wir hatten uns für wann anders verabredet, und schnappte mir eine Schürze um das Theater ein wenig auf Vordermann zu bringen. Ich wollte die Bühnen ein wenig leeren und das Klavier richtig positionieren, bevor ich es dann auch ausprobieren würde. Für Luciel gab es schon einen bestimmten Platz, der vorbereitet war und meine Hände zitterten wie verrückt, während sich mein Magen zusammenzog. Ich war noch nie so aufgeregt..

      (Ich habe ja mehr oder weniger verraten, was sie vor hat, du kannst dich gerne davon leiten lassen.. also er wird angesprochen in der Menge, die dort wartet und mitgenommen.. und so weiter! Kannst es ja ein wenig so gestaöten, wie es dir gefällt.. wir verstehen uns ja gut! <3 )
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • (yay <3)

      Luciel

      Ich hatte keine Ahnung was meine Freundin genau vor hatte und ich wusste nicht so Recht ob mir das nun Angst machen sollte, oder nicht. In dem kreativen Kopf von Alais spielten sich Dinge ab, die wahrscheinlich kein normaler Mensch auch nur ansatzweise nachvollziehen konnte. Vielleicht war es auch das, dass mich an ihr so interessierte und gereizt hatte. Irgendeinen Grund musste es ja gehabt haben, dass gerade sie von allen Frauen mich dazu gebracht hat, eine vernünftige Beziehung einzugehen und das lag nicht an ihren atemberaubenden Aussehen ... was natürlich auch ein sehr wichtiger Faktor ist.
      Wie auch immer, warum unser Treffpunkt ausgerechnet ein altes Kino sein sollte, war mir nicht so ganz klar. Das Gebäude war schon seit Jahren verlassen und falls sie nicht gerade vor hatte, mich dort umbringen zu lassen, konnte ich mir nicht erklären was ich hier sollte. Ob das Gebäude hier überhaupt noch für irgendetwas benutzt wurde? Seufzend stieg ich aus meinem Wagen aus, lehnte mich ein wenig an diesen und zündete mir eine Zigarette an, ehe ich auf mein Handy blickte.

      ´Also ich bin hier, falls du nicht gerade vor hast mich umzubringen, bin ich ein wenig irritiert von deiner Treffpunktwahl.´

      Kaum hatte ich die Nachricht abgeschickt, stand vor mir ein großer Typ mit Sonnenbrille, Lederjacke und von der Statur ungefähr so breit wie hoch. Okay, vielleicht wollte mich Alais ja tatsächlich umbringen lassen. Hey, ich weiß ja das ich kompliziert bin, aber geht das nicht ein wenig zu weit?
      "Du bist Luciel?",hakte der Kerl mit so passend klischeehafter dunkler Stimme nach, das ich fast gelacht hätte. Ich fühle mich echt wie in einem falschen Krimifilm. "Ja?", antwortete ich perplex, woraufhin er in Richtung des Kinos deutete. "Folge mir."
      Daraufhin war er ohne meine Antwort abzuwarten vor gelaufen und lies mich mehr als nur irritiert zurück. Ernsthaft? Glaubt der Kerl, dass ich ihm jetzt echt folge und in mein offensichtliches Verderben laufe? Der Typ schien das echt zu glauben, er drehte sich weder um noch sagte er weiteres. Ich zog nochmal an meiner Zigarette, überlegte ob ich nicht einfach wieder gehen sollte, stöhnte dann genervt auf und rannte dem Kerl nach, der schon weiter entfernt war.
      "Was soll das hier? Wo ist Alais?", fragte ich den Typen, der es nicht nötig hielt, mich irgendwie aufzuklären. Ich hätte damit gerechnet eine Knarre an den Kopf gehalten zu bekommen, aber stattdessen drückte er mir Popcorn und Cola in die Hand, kaum hatten wir das Kino erreicht und schubste mich in einen Raum.
      "Erste Reihe, dritter Platz." war alles was er zu sagen und hatte schloss die Tür. WTF? Wollt ihr mich alle verarschen? Irritiert und verwirrt blickte ich zuerst auf die Tür, dann auf das Zeug was er mir in die Hand gedrückt hatte. Wollte er mich vergiften? Das war echt unkreativ und da wäre mir eine Knarre deutlich lieber gewesen. Seufzend lief ich also zu meinem Platz und warf mich dort in einen dunkel roten Sessel. Nun wenigstens trat ich offenbar nicht hungrig oder durstig ab.


      ღ For my lovely Warlock ღ
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