[2er RPG] I Hate You - I Love You

    • Alais

      Gut zweihundert Kekse hatte ich gemacht -gefühlt natürlich- und bekam eine Nachricht. Wie erwartet Stamm sie von Luciel und es passte mehr als perfekt, denn ich war fertig und konnte mit dem Aufräumen anfangen. Mein Zeitplan lief super und ich freute mich wahrhaftig auf den Abend,auch wenn ich noch vieles vor mir hatte.
      Die Küche war sauber und aufgeräumt, da packte ich meine Stiefel um sie abzuziehen und nahm auch die dickere Jacke, denn die Nacht über hat es noch weiter geschneit. So weiße Weihnachten hatten wir schon lang nicht mehr gehabt, auch wenn es Schnee an sich jedes Jahr gab.
      Ich nahm für Luciel ein paar Kekse mit und wollte draußen warten, doch die Briefe die wir am Morgen bekommen hatten machten mich stutzig. Es waren meist Weihnachtskarten, aber dann gab es einen Absender, den ich nicht richtig erkennen konnte und ich öffnete den Brief. Mein Herz fing an zu rasen,als ich die Schrift erkannte und meine Laune war auch schon im Keller nach den ersten zwei Zeilen. Wütend packte ich die Karte in meine Jackentasche und marschierte nach draußen, vielleicht würde die Kälte meine Wut etwas beheben denn ich wusste nicht was meiner Mutter einfiel uns frohe Weihnachten zu wünschen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Nachdem ich geduscht hatte und eine gefühlte halbe Stunde vor dem Spiegel gestanden war, weil meine Haare irgendwie nicht wollten, wie ich wollte, war ich auf dem Weg zu Alais. Nun gut, ich war schon immer eitel was meine Haare anging, aber warum zur Hölle mache ich mir so einen Kopf, ob ich vor ihr gut aussehe? Richtig ... sie ist ja jetzt meine Freundin. Irgendwie ist das immer noch ein wenig merkwürdig. Seufzend schlüpfte ich in meine schwarzen Boots, schnappte mir meine schwarze Winterjacke mit diesem merkwürdigen Kunstfellkragen, der offenbar erneut in Mode gekommen war und schleppte mich nach draußen. Gerade als ich mir eine Zigarette angezündet hatte und die Treppen zu meiner Freundin hinauf lief, entdeckte ich sie vor der Türe.
      "Oha, was ist das für ein finsteres Gesicht? Sind die Kekse alle abgebrannt?", hakte ich amüsiert nach und beugte mich zu ihr nach vorne. "Was ist los?"


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    • Alais

      Da stand er, mit seinen perfekt gemachten Haaren und diesen Augen, die mich musterten und mir dieses warme Gefühl im Körper gaben. Ja, mein Herz setzte ein mal aus, bevor sich ein Lächeln auf meinen Lippen bildete. "Es ist kalt gewesen...und ich habe nicht gut geschlafen, weil die alten zu laut waren",erklärten ich und erwähnte die Karte meiner Mutter nicht. Währenddessen nahm ich den Beutel mit den Keksen aus meiner Tasche und hielt sie Luciel hin. "Ich habe dir Kekse mitgebracht", sagte ich lächelnd und beugte mich ein wenig nach vorne, um Luciel näher zu kommen. "Ich hoffe du magst Kekse..und da ist noch was für dich..". Ich holte einen Umschlag aus meiner Jackentasche in Blau mit Luciels Namen drauf. Das war mein Weihnachtsgeschenk für ihm,etwas was er sich gewünscht hatte. In dem Umschlag selbst befand sich nicht viel, eher nur ein Datum, eine Uhrzeit und eine Adresse. Das eigentliche Geschenk würde er in zwei Tagen bekommen, dafür hatte ich mir etwas großes überlegt. "Frohe Weihnachten",sagte ich kurz und lächelte sanft.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      "Mhh ~ ist das so?", murmelte ich dann und akzeptiere die Antwort einfach mal. Ich war nicht wirklich gut darin, die Gefühle von Leuten zu deuten. Empathie war echt nicht meine Stärke, weshalb ich immer sehr dankbar war, wenn mir die Leute einfach direkt ins Gesicht sagten, was mit Ihnen nicht stimmte. Ich hatte nämlich absolut keine Ahnung, wie meine Mitmenschen so fühlten, darum war ich auch ab und an unabsichtlich taktlos. Naja um ehrlich zu sein, interessierte es mich meistens auch nicht wirklich ob ich Leute verletzte. Allerdings gehörte Alais ja jetzt nicht mehr zu ´irgendwelchen Leuten´ sondern war meine Freundin, demnach interessierte es mich, ob es ihr gut ging. Als sie mir plötzlich die Kekse vor die Nase hielt, inklusive einem kleinen Gutschein, nahm ich die beiden Dinge verwundert an. Irgendwie ... war das extrem süß. "Danke." ich beugte mich zu ihr und gab ihr einen kleinen Kuss auf die Lippen.
      "Darf ich den Umschlag aufmachen?", fragte ich sie dann und lief zusammen mit ihr zu meinem Wagen. Auf der Rückbank lag ein länglicher eleganter,schwarzer Karton. Auf dem Deckel war eine kleine weiße Schleife angebracht. Ich war nicht unbedingt gut darin Dinge einzupacken und meistens zerstörte meine Katze sowieso sämtliches Geschenkpapier, was wir Daheim hatten, daher hatte ich es so belassen. Ich fuhr dieses Geschenk nun schon seit knapp einer Woche spazieren.
      Irgendwie war es ein wenig ungewohnt für mich, da ich bislang noch nie eine Freundin über die Weihnachtszeit hatte, abgesehen von Rachel. Das ist allerdings eine andere Geschichte und man kann das nicht wirklich miteinander vergleichen.
      Jedenfalls war ich mit Alais vor gut einer Woche einmal in der Stadt unterwegs gewesen und ich erinnere mich daran, wie sie vor einem Schaufenster stehen geblieben war und ein Kleid betrachtet hatte. Zugegeben war der Preis echt teuer gewesen, aber ich hatte das Leuchten in ihren Augen gesehen und mich einen Tag später mit hochroten Gesicht mit dem Kleid an die Kasse gestellt.
      Ich hatte noch nie für eine Frau ein Kleid gekauft.
      "Das ist im übrigen dein Geschenk auf der Rückbank."


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    • Alais

      Ich lächelte sanft, als Luciel nicht weiter nach fragte und das in Ruhe ließ. Sein Kuss auf meinen Lippen beruhigte mich vollkommen und die Agressionen ließen auch vollkommen nach. Luciel war einfach der Beste. Wir liefen langsam zum Auto und ich nickte hastig,als Luciel fragte,ob er den Umschlag aufmachen durfte. "Das eigentliche Geschenk gibt es an dem Tag", sagte ich kurz,nachdem Luciel den Umschlag aufgemacht hatte. "Aber wehe du kommst zu spät". Ich musste grinsen und wollte einsteigen, da sagte Luciel aber, dass es ein Geschenk für mich gab. "Ich habe doch schon etwas gekriegt",sagte ich und runzelte die Stirn, sah dann aber zu der Rückbank. Ich stieg ein und griff von dem Beifahrersitz nach dem Karton hinten, um ihn auf meinen Beinen abzulegen und zu Mustern. Ich war mir unsicher, ob ich ein Geschenk überhaupt wollte und verdient hatte. "Darf ich es jetzt schon aufmachen?",fragte ich Luciel sanft und sah ihn mit einem Lächeln an.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Als ich mit ihr in den Wagen gestiegen war, verriet sie mir, dass mein Geschenk dann später enträtselt wird. Okay, jetzt bin ich echt neugierig. Verwundert sah ich zu ihr und musterte das Kärtchen mit der Uhrzeit und dem Datum genauer. "Ich komme nicht zu spät, bin aber irritiert. Planst du einen Attentat?", hakte ich amüsiert nach und als ich mich angeschnallt hatte, verriet ich ihr nebenher, dass das längliche schwarze Päckchen auf der Rückbank für sie war. Als sie mich fragte, ob sie es schon aufpacken durfte, nickte ich. "Ich halte nicht so viel von an Weihnachten oder vor Weihnachten öffnen. Mach es auf wann du willst.", antwortete ich ihr und warf meine Zigarette aus dem Fenster, bevor ich den Wagen startete. Ach scheiße, jetzt hatte ich den ganzen Qualm doch im Auto. Leise fluchend fuhr ich dann los. "Also wohin zuerst?"


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    • Alais

      "So etwas ähnliches und ich möchte dich teilhaben lassen",antwortete ich und musste lachen. Ich mochte es, wenn Luciel irritiert und neugierig war,das war auch der Plan der ganzen Sache. Ich wollte ihm etwas besonderes geben! Er nickte auf meine Frage hin, ob ich es aufmachen durfte und ich wollte es eigentlich für später aufheben, aber mich machte es so wahnsinnig neugierig was da drinnen war. Ich machte es doch auf, ich hätte es nicht aushalten können. In dem Päckchen begrüßte mich ein wenig Papier, welches etwas wunderbares verborg. Ich war selten in meinem Leben sprachlos, aber jetzt wusste ich nicht, was ich sagen sollte. Ich, die Person die eigentlich immer etwas zu sagen hatte!
      Langsam nahm ich das Stück Stoff aus dem Karton und betrachtete das Kleid, welches Luciel für mich gekauft hatte. Seine Frage hatten ich mitbekommen, aber eigentlich war ich auf dieses wunderschöne rote Kleid fixiert,welches ich so gern haben wollte. "Dafür habe ich Geld zur Seite gelegt",sagte ich ruhig und sah dann langsam zu Luciel. "Danke sehr". Ich biss mir leicht auf die untere Lippe und lächelte dann breit. "Ich muss in einen Supermarkt.. nur eine Kleinigkeit für die Selbstbedienungskasse ".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      "Etwas ähnliches wie ein Attentat und du willst mich daran teilhaben lassen, muss ich mir jetzt Sorgen machen?", hakte ich belustigt nach, während ich den Wagen startete und mich mit Alais auf den Weg zum Supermarkt machte. Meine Freundin öffnete nebenher das schwarze Päckchen mit ihrem Geschenk, welches ich auf der Rückbank meines Wagen hatte und ihr schon erlaubt hatte zu öffnen. Ich schien mit der Überraschung gar nicht so falsch zu liegen und auch wenn ich es niemals zugeben würde, war ich extrem erleichtert, dass sie es nicht schon gekauft hatte und ich ihr nun doch eine Freude machen konnte. "Nun, ich hoffe es gefällt dir auch, wenn es von mir kommt.", murmelte ich und musste leicht lächeln. "Ich würde dich gerne darin sehen."
      Ich machte mich weiter auf den Weg zum Supermarkt, fuhr in eine kleine Seitenstraße, die ich gerne als Abkürzung benutzte und war mit Alais in kürzester Zeit auf dem Parkplatz des großen Einkaufhauses angekommen. "Was ist den eine Selbstbedienungskasse?", fragte ich sie dann perplex, als ich das Auto parkte.


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    • Alais

      "Es gefällt mir wahnsinnig gut",sagte ich mit einem breiten Lächeln und sah zu Luciel. "Ich könnte es heute Abend vielleicht anziehen". Es bedeutete mir sehr viel, dass Luciel mich darin sehen wollte, dieses ganze Beziehungsding mit Luciel machte mich noch ein wenig Unsicher, was ich denn denken und tun sollte. Ich versprach mir mich nicht zu verstellen, aber wie Luciel tickte wusste ich nicht.
      Das Kleid packte ich sorgfältig in den Karton und stellte diesen wieder hinten ab. Nachdem Luciel geparkt hatte schnallte ich mich ab und beugte mich zu ihm rüber um einen Kuss auf seine Wange zu geben. Dann drehte ich sein Gesicht zu mir und küsste ihn zart auf die Lippen. "Danke für das Geschenk",hauchte ich lächelnd. Dann beantwortete ich seine Frage zu der Selbstbedienungskasse: "das ist eine Kasse an der man die Sachen selber einscannt und sie dann bezahlt...diese werden vermutlich leerer sein, als die normalen Kassen und ich brauche nur zwei drei Sachen".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Offenbar schien ich mit meinem Geschenk wirklich alles richtig gemacht zu haben und so konnte ich mir ein kleines Lächeln nicht verkneifen. "Zieh es heute Abend an, ich möchte es sehen.", antwortete ich ihr dann. Das zwischen uns ist immer noch etwas merkwürdig, aber nicht unbedingt auf negative Art. Es macht Spaß mit Alais zusammen zu sein und mal sehen, wo das alles noch hinführt. Ich bin kein Mensch der in die Zukunft plant, also ist noch alles offen. Als ich dann auf dem Parkplatz Halt machte, erwiderte ich ihren kleinen Dankeskuss und nickte. "Gern." Als wir ausgestiegen waren, erkundigte ich mich bei meiner Freundin, was eine Selbstbedienungskasse sei und staunte bei ihrer Erklärung nicht schlecht. "Ich wusste nicht, dass es so etwas gibt.", antwortete ich ihr ehrlich und schlenderte mit ihr zum Supermarkt. "Ciel?" Ich kannte nur eine Person die mich so nannte und kaum hatte ich mir umgedreht, stand plötzlich Rachel hinter uns, die gerade ihre Einkäufe in den Kofferraum ihres Wagens legte. Sie blickte an mir vorbei und erkannte Alais, der sie freundlich zulächelte. "Rachel, machst du Weihnachtseinkäufe für euer großes Fressen?", hakte ich amüsiert nach, woraufhin sie Lachen musste. "Du kennst meinen Dad. Er ist nicht glücklich ohne einen vollen Tisch mit Essen."
      "Ja, ich erinnere mich. Mir war jedes Mal schlecht, weil ich nicht aus eurem Haus kam, ohne das er mich gezwungen hat Berge zu essen.", antwortete ich grinsend. "Begleitest du Sie? ich kann mir dich irgendwie nicht bei Weihnachtseinkäufen vorstellen." fragte sie mich dann. "Sie braucht Zutaten.", nickte ich um ihre Frage zu bejahen.
      "Dann solltet ihr euch beeilen. Da drin kaufen die Leute heute echt alles leer. Man könnte glatt meinen, die Welt geht unter. Ich hoffe du findest noch alles was du brauchst.", meinte Rachel dann und blickte freundlich zu Alais. "Ich muss dann wieder. Frohe Weihnachten euch beiden. Ciel, wir sehen uns." daraufhin verabschiedete sie sich von uns beiden.


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    • Alais

      Ich hatte es auch vor, es heute Abend anzuziehen, aber es freute mich wahnsinnig, dass Luciel mich darin sehen wollte. Ich wollte noch etwas sagen, aber Luciel wurde angesprochen und ich lächelte Rachel leicht an, sagte aber nichts großes weil ich nicht das Gefühl hatte, als würde mich dieses Gespräch irgendwie etwas angehen, nicht böse gemeint. Ich sah Rachel nicht als Konkurrenz an,schließlich hatte sich Luciel für mich entschieden und eines dieser eifersüchtigen Weiber war ich nicht. Ich wusste, wann ich Eifersucht haben konnte und wann es einfach total schwachsinnig war, zum Beispiel in diesem Moment.
      "Ich finde es total knuffig, wie sie dich nennt.. ",sagte ich schmunzelnd und sah kurz auf meine Liste. "Ich bräuchte eigentlich nur Eier und zwei Gewürze..meine Mom hat all die Jahre bestellt, dieses Mal will mein Vater echtes selbstgemachtes Essen und kocht",erklärte ich Luciel und sah zu ihm hoch, bevor ich in Richtung des Supermarktes deutete. "Begleitest du mich oder wartest du hier?",fragte ich ihn und lächelte sanft.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Als Rachel ihre Einkäufe eingeladen hatte, fuhr sie noch einmal kurz neben uns her, winkte uns freundlich und fuhr dann davon. Einen Moment sah ich ihrem Auto nach, ehe mein Blick zu Alais wanderte. "Du meinst Ciel? Mh, sie hat irgendwann damit angefangen, mich so zu nennen und irgendwie ist es geblieben.", antwortete ich meiner neuen Freundin nachdenklich und überlegte, wann Rachel damit angefangen hatte. War das vor oder in unserer Beziehung? Keine Ahnung, das war schon zu lange her.
      Alais erklärte mir, was sie noch einkaufen musste und ich lief zusammen mit ihr in Richtung des Eingangs vom Supermarkt. "Ich komme mit. Ich möchte diese Selbstbedienungskasse sehen.", meinte ich dann grinsend. Ernsthaft, ich hatte davon noch nie gehört und war zugegeben nun neugierig, was es damit auf sich hatte. Als ich mit ihr den Laden betrat, schien Rachel Recht zu haben. Im Laden war wirklich die Hölle los. Man könnte meinen, die Welt ging morgen unter. Aber das war wohl normal wenn Feiertage anstanden. Aus mir unerklärlichen Gründen, kaufen die Leute dann ein wie die verrückten, als würden die Läden ganze zwei Wochen zu haben.
      "Bringen wir es hinter uns und geh mir nicht in der Menge verloren."


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    • Alais

      Ich seufzte, nachdem wir den Laden betreten hatten und wusste nicht so recht, ob wir es nicht vielleicht lassen und dafür einfach abhauen sollten. Aber Luciel wollte die Selbstbedienungskasse sehen und so traute ich mich die ersten Meter zu gehen. Sanft nahm meine Hand seine Hand und ich verschränkte unsere Finger. "So gehe ich nicht verloren",erklärte ich grinsend und musste schon aufpassen nicht von einer Frau angerempelt zu werden. "Kommt mir vor wie ein Weltuntergang",murmelte ich, fand aber recht schnell noch ein Paket Eier und suchte dann in Ruhe nach den Gewürzen. Mal gut, dass noch etwas da war, denn ich hätte keine Lust dieses Chaos in einem anderen Läden zu erleben. Mein Lieblingseis war im Angebot und so schnappte ich es mir beim vorbeigehen,staunte aber nicht schlecht, wie lange die Schlangen an den Kassen waren. Zum Glück gab es für uns die Selbstbedienungskassen, die fast leer waren, weil man dort nur eine bestimmte Anzahl an Einkauf haben konnte. Ich stellte mich vor einen Monitor hin und scannte langsam die Einkäufe von uns. "Ist keine so große Sache..ist das gleiche, was die Damen da machen, nur du machst es selbst",erklärte ich und hielt Luciel das Eis hin. "Magst du versuchen? Wenn man den Dreh raus hat, mit dem wie schnell man scannen soll und so,dann geht es damit viel schneller". Ich benutzte die Kassen gerne für kleinere Einkäufe.
      Ich holte schon einmal die Karte meines Vaters und war bereit den Einkauf zu bezahlen, damit wir abhauen konnten.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Der Supermarkt wirkte mehr wie der Angriff der Postapokalypse und nicht wie ein Ort um Lebensmittel einzukaufen. Ich hatte noch nie verstanden, warum die Leute an Feiertagen alle so durchdrehen mussten. Als würde die Welt untergehen, nur weil die Läden mal ein paar Tage geschlossen hatten. Die meisten lebten im absoluten Überfluss, warum also die Panik? Die Leute die es wirklich nötig hätten, konnten es sich nicht einmal leisten hier einzukaufen. Ich seufzte leise, blickte dann aber auf Alais, welche meine Hand ergriff und grinste leicht. "Keine Sorge, ich werde dich immer finden. Ich bin ein verdammt guter Sucher.", antwortete ich ihr und lief dann zusammen mit ihr durch die engen Gänge. "Weltuntergang ist noch milde ausgedrückt.", entgegnete ich meiner Freundin und folgte ihr dann nachdem wir ihre Einkäufe erledigt hatten an diese Selbstbedienungskassen. Interessiert beobachtete ich sie dabei. "Aber was gibt den Leuten bitte die Gewissheit, dass man dort nichts klaut, wenn man es selbst einscannt. Ich meine an so vollen Tagen wie heute, achtete doch kein Schwein darauf, ob du das Zeug einscannst oder nicht.", fragte ich Alais dann und nahm ihr das Eis ab, um tatsächlich auszuprobieren wie es funktioniert. Nachdem wir alles erledigt und gezahlt hatten, suchten wir schnell das Weite und ich war mehr als nur froh, endlich aus dieser Menge herausgekommen zu sein. "Nach Hause?", fragte ich meine Begleitung dann, während wir meinen Wagen ansteuerten.


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    • Alais

      "Da vorne",sagte ich und zeigte auf die beiden Männer in schwarz die uns beobachteten. "Stehen die beiden Kerle..Sie beobachten und helfen,falls nötig..außerdem ist die Ware gesichert und es piepst wenn du raus gehst und diese nicht von einer Kasse richtig abgesichert ist..und das ist sie erst nach dem Bezahlen,mehr weiß ich selbst nicht". Ich lächelte und sah zu Luciel hoch. Wir verschwanden aus dem Laden und ich war echt froh da raus zu sein. Die Menschen waren verrückt! "Nein,wir sind noch nicht ganz fertig",antwortete ich und schnallte mich an, bevor ich Luciel ansah. "Wir müssen einen Tannenbaum holen",grinste ich. "Keinen allzu großen,aber einen Tannenbaum..das war der Wunsch deiner Mutter und meines Vaters gemeinsam..weiß du,wo wir einen kriegen oder soll ich dich navigieren?". Ich konnte mir vorstellen, dass Luciel davon so gut wie keine Ahnung haben konnte. Immerhin interessierte er sich sicherlich nicht für so etwas, war aber nicht wirklich schlimm.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • (Gibt es bei euch tatsächlich Selbstbedienungskassen? :D Ich hab davon noch nie gehört o.o)

      Luciel

      Überraschend aufmerksam hörte ich Alais bei ihrer Erklärung zu und blickte zu den beiden Kerlen im schwarzen Anzug. Sie überragten mich locker um zwei Köpfe und waren genauso breit wie hoch. Allein mit ihren grimmigen Gesichtern, sagten sie wohl mehr als nur genug. Klischeehafterweise hatten sie sogar eine Glatze, ich vermisste ein wenig die dunkle Sonnenbrille. "Die beiden erinnern mich eher an Hitman.", flüsterte ich Alais amüsiert ins Ohr. Nachdem wir die Einkäufe erledigt hatten, nahm ich ihr die Sachen ab und ging mit ihr zusammen zu meinem Wagen. Es tat gut endlich wieder an der frischen Luft zu sein. Das Kaufhaus ist nicht gerade klein, aber bei der Ansammlung an verrückt gewordenen Kaufwütigen, kam einen selbst der größte Ort viel zu klein vor. Ich erkundigte mich bei meiner Freundin, ob sie nun schon alles erledigt hatte oder ob sie noch wohin wollte. "Tannenbaum.", wiederholte ich dann und kam nicht umhin mir einen später übertrieben kitschigen Weihnachtsbaum vorzustellen. Wenn sie aber auch noch wollten, dass ich Weihnachtslieder sang, dann hört meine Toleranzgrenze aber eindeutig auf. "Navigiere mich."
      So stieg ich zusammen mit Alais in den Wagen und startete den Motor.


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    • (Ja :) in England und Polen, Amerika gibt es auch viele ..vereinfacht das Ganze)

      Alais

      Es war süß zu sehen, wie viel Verwunderung und Begeisterung Luciel für die Selbstbedienungskassen hatte. Eigentlich war es für mich ziemlich normal, auch wenn nicht jeder Laden so etwas besaß. Ich nickte, nachdem Luciel navigiert werden wollte und stieg in das Auto ein. "Meine Mom wollte jedes Jahr einen großen Baum haben",erzählte ich. "Aber wer will den schmücken? Dieses Jahr ist alles etwas schlichter und nicht alles für die Show... Mom musste ja ihren Freundinnen die Bilder zeigen um besser dazustehen als sie alle". Ja,meine Mom war schon merkwürdig und musste immer im Mittelpunkt stehen, kein Wunder, dass sie sich einen jüngeren gesucht hatte mit viel Zeit.
      Nachdem ich mich angeschnallt hatte konnte Luciel los fahren und ich erklärte ihm den recht kurzen und einfachen Weg. "Ich habe dir im Zimmer das Bett bezogen und ein wenig aufgeräumt",sagte ich kurz und sah zu Luciel während der Fahrt. Na das würde lustig werden, ich denke nicht, dass er lange bleiben würde.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • (Man lernt nie aus :D )

      Luciel

      Während wir zusammen durch die Straßen fuhren, erzählte mir Alais etwas mehr von ihrer Mutter. Das war wie immer ein sehr heikles Thema und da ich kein wirklich einfühlsamer Mensch bin, fällt es mir schwer darauf die richtigen Worte zu finden. Ich schwieg also im ersten Moment und hörte ihrer Erzählung bezüglich der Tannenbäume und der Prahlerei. "Habt ihr noch irgendwie Kontakt zueinander?", fragte ich sie dann und bog in eine der Straße ein, in die mich meine Freundin navigierte. "Welches Zimmer? Ich lege mich zu dir ins Bett.", antwortete ich ihr grinsend, als sie mir davon berichtete, dass sie mir ein Zimmer bezogen hatte. "Ich bin nach wie vor mit dem Umzug nicht einverstanden. Ich werde wahrscheinlich in die Nähe meiner alten Wohnung zurückziehen oder mal mit meiner Mum verhandeln, ob ich nicht in unserer Wohnung bleiben kann. Ich meine so wohne ich ja direkt neben an und du kannst jederzeit zu mir flüchten." Ich hielt an einen Platz an dem zahlreiche Tannenbäume verkauft wurden und parkte meinen Wagen an der Seite. Neben mir stand ein teurer Sportwagen in nachtblau. Sehr gut, der macht mir wenigstens keine Schrammen ins Auto. Zusammen mit Alais stieg ich dann aus. "Dann such dir mal dein perfektes Bäumchen aus, Kleines."


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    • Alais

      "Sie hatte sich bisher nicht gemeldet",sagte ich kurz und stopfte meine Hände in die Taschen meiner Jacke,bevor ich innerlich seufzte. Natürlich spürte ich das Papier in meiner Tasche und erinnerte mich an die Weihnachtskarte. "Sie schickte nur eine Weihnachtskarte",murmelte ich dann und sah aus dem Fenster raus. Luciels Kommentar ließ meine Laune aber wieder besser werden und ich grinste, als hätte ich es einfach vergessen,worüber wir gerade gesprochen hatten. "Ich wusste ja nicht, dass du so schnell bei mir einziehen willst.. Jetzt schon zusammenleben? Wann kommt die Hochzeit?",fragte ich neckend und sah zu Luciel. Er erklärte mir, wie er zu dem Umzug stand und ich seufzte leise. "Mir wäre es lieber du bleibst neben an,als irgendwo weiter hinzuziehen... Ich bin ja so faul",murmelte ich grinsend.
      Wir blieben stehen und ich sah aus dem Fenster. Viele kleine und große Bäumchen waren zu sehen und so langsam machte sich auch meine gute Wiehnachtslaune breit. Ich stieg aus, sah mich schon langsam um und fand eigentlich sofort das Bäumchen, welches ich haben wollte. "Das da..",sagte ich und deutete auf ein mittelgroßes Bäumchen vor uns. "Das sieht perfekt aus", grinste ich. Ich schloss die Tür hinter mir und trat zu den Bäumchen, um es mir anzusehen. "Kann ich helfen?",hörte ich hinter mir sagen und blickte nach hinten. Ein Herr, ein wenig älter als ich lächelte mich sanft an und deutete auf das Bäumchen vor mir. "Ich würde es gerne mitnehmen", sagte ich mit einem breiten Lächeln und machte ein Schritt zur Seite, damit der Herr durch konnte. Er griff das Bäumchen, welches in einem Topf stand und ich folgte ihm, um es in ein Netz einpacken zu lassen. "Kriegst du es denn alleine hin?",fragte er mich und ich lächelte sanft. Ich war ja nicht alleine.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      "Bis her?", hakte ich nach, ehe mir Alais genauer erklärte, was sie damit meinte. Eine Weihnachtskarte also? Ich seufzte leise. "Darum mag ich Weihnachten nicht. Man heuchelt an diesem einen Tag irgendetwas von Liebe, obwohl man sich das ganze Jahr über schief ansieht." Ich streckte meine Hand vorsichtig nach ihr und strich ihr sanft durch das weiche Haar. Wie konnte es eigentlich trotz all der Farbe so weich und gepflegt sein? Nachdem ich ihr eine Haarsträhne hinter das Ohr gestrichen hatte, sah ich ihr einen Moment lang schweigend in die Augen, bis ich erneut meine Stimme erhob. "Was schreibt Sie?", wollte ich wissen und ging zusammen mit ihr zu den Tannenbäumen. Meine Freundin brauchte nicht wirklich lange, bis sie den passenden Baum gefunden hatte. Er war nicht wirklich groß, aber auch nicht klein. Ein sattes Tannengrün und genug Zweige zum Behängen - scheint perfekt zu sein. Natürlich wurde Alais direkt von einem ziemlich jungen Verkäufer angequatscht, kaum älter als sie. Er zeigte zwar nicht mit seinen Worten zwingend, dass sie ihm gefiel, aber mit der Art wie er sie ansah. "Sie ist nicht alleine und wenn du sie weiter so anstarrst, steche ich dir die Augen aus.", brummte ich genervt. "Kassiere den doofen Baum ab, damit ich mit meiner Freundin wieder verschwinden kann."


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