[2er RPG] I Hate You - I Love You

    • Alais

      Ich sah zu Luciel und schüttelte innerlich den Kopf. Ich musste mir auf die Zunge beißen, um nicht zu viel zu sagen. Wie sollte ich es ihn fragen,wenn er mir seit der kuschelaktion aus dem Weg ging? ich konnte ja keine Gedanken lesen oder Gedanken aussenden,obwohl die wahrscheinlich ziemlich cool wäre.
      Ich seufzte kurz und nahm einen Schluck von meiner Cola. Meine dicke Winterjacke hielt mich warm, auch wenn meine Beine immer noch leicht zitterten. Während Luciel rumging sah ich mir immer noch die Sterne und den Mond an. Eine Beschäftigung die ich seit klein an gerne machte. Ich sah einfach gerne in das endlose Universum mit den ganzen Sternen und dem drum und dran. Einfach nur das endlose und ewige,das war das was mich reizte.
      Meine Mom kam mir kurz in den Sinn,aber ich schüttelte den Gedanken ab und seufzte kurz. Mein Bruder hatte wohl Spaß mit seinem Bier, vielleicht würde er sich auch gut mit Luciel verstehen können.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      "Nun straft Sie mich mit Schweigen. Bitte, kannst du haben."brummte ich fast schon ein wenig kindisch, da Alais nicht einmal den Anstand hatte mit mir zu reden. Wenn sie beleidigt wegen meiner Worte war, hätte sie mich wenigstens anschreien können. Alles ist besser als ignoriert zu werden. Das ich so patzig reagierte, lag am Alkohol. Alkohol hatte bei mir schon immer diese leicht merkwürdige Wirkung. Die einen wurden aggressiv, die anderen wurden anhänglich, ich wurde eben patzig. Da mit mir offenbar keiner der beiden mehr sprechen wollte, entschied ich mich auf dem Platz etwas spazieren zu gehen und meine Füße damit aufzuwärmen. Vielleicht würde es aber auch ein weiteres Bier tun, wer weiß. Mein Blick wanderte zum Himmel, da sich über uns eine wahre Sternenpracht erstreckte, was in kalten Winternächten ja nicht so unüblich war. Irgendwann hatte ich dann aber auch genug und lehnte mich wieder an meinen Wagen. Die Motorhaube war noch etwas warm.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Alais

      Ich grinste kurz bei den Worten sagte aber immer noch nichts. Er war ein süßes Kleinkind,während er angetrunken war.
      Nachdem Luciel mehrere runden gedreht hatte, ließ er sich neben der Motorhaube nieder,weshalb ich zu ihm stoß. Es war dort viel wärmer und meine Beine waren wirklich am abfrieren. "Ich wollte vorhin bloß nicht zu viel sagen.. deshalb schwieg ich lieber",entgegnete ich, während ich den Blick nicht von den Sternen ließ. "Aber wenn du es wissen möchtest, sage ich es dir".
      Ich hörte eine der Autotüren zu gehen. Scheinbar setzte sich mein Bruder hinten auf die Rücksitzbank, da es ihm kalt war. Oder es war ihm langweilig, das konnte natürlich auch sein. Aber nun, wie er es wollte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      "Ich mag es nicht, wenn Leute ihren Mund nicht aufbekommen."antwortete ich Alais nicht sonderlich beeindruckt von ihren Worten. "Und was heißt nicht zuviel sagen? Du hast gar nichts gesagt, dass ist total langweilig."brummte ich immernoch leicht kindlich vor mich hin, auch wenn die Worte nicht unbedingt gelogen waren. Im komplett nüchternen Zustand wäre es nur etwas cooler rüber gekommen. Ich war nicht betrunken, aber nach den paar Gläsern Wodka, inklusiver der zweiten Flasche Bier merkte auch ich langsam aber sicher den Alkohol. Nun ich wusste ja auch nicht was außer dem Wodka noch in dem Zeug gewesen war, vielleicht sollte ich mal etwas langsamer machen. Darum stellte ich das Bier auch wieder ab, ehe ich meine Autotür vernahm. Offenbar hatte der Knirps bereits die Schnauze voll. Ich musste aber gestehen, dass mich mein Bett langsam auch rief und ich müde wurde. "Lass uns gehen. Ich will schlafen."meinte ich dann und stieg in den Wagen.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Alais

      Ich seufzte bloß und sah Luciel nach. Mit Leuten auf Alkohol war es wie mit kleinen Kindern, diskutieren brachte nichts. Nie und nimmer, sie mussten immer alles besser wissen und recht haben.
      "Lass uns fahren.. ich bin müde",murmelte ich um Luciel nachzuaffen, nachdem er ins Auto stieg. "Du hast gar nichts gesagt, dass ist total langweilig",murmelte ich dann wieder mit einem übertriebenen Unterton und stieg ins Auto. Ich schnallte mich An und startete den Motor, um von dem Platz runter zu fahren und auf der Autobahn vollkommen zu beschleunigen. Es war sonst keiner da, es war auch nicht glatt und ich hatte alles unter Kontrolle. Nichts ging schief.
      So fuhr ich auch brav in der Stadt langsamer und passte auf, nirgendswo gegen zu knallen. Die Einfahrt von Luciel war auch nicht weit entfernt und so parkte ich den Wagen sicher vor seiner Garage. "Brauchst du Hilfe um nach oben zu kommen?",fragte i h Luciel,bevor ich ausstieg. Ich hatte keine Ahnung, wie viel er getrunken hatte und wie er drauf war. Vielleicht hätte er Probleme mit Treppen?
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Perplex starrte ich Alais an, als sie mich so nachäffte und hätte ich nicht noch halbwegs Anstand hätte ich sie für die Aktion knallhart hier auf dem Parkplatz stehen lassen und wäre von mir aus angetrunken nach Hause gefahren. "Bist du bescheuert? Wie alt bist du 12? " Ich hatte keine Lust mehr auf dieses Verhalten und setzte mich danach schweigend in den Wagen. Also mein Auto fährt die Göre definitiv nie wieder! Da würde ich ja eher den Knirps das nächste Mal in meinen Wagen setzen. Hielt sie mich etwa für so betrunken, dass ich mich an die scheiß Aktion gerade eben nicht mehr erinnern würde? Da hatte sie sich geschnitten. Klar, benahm ich mich aufgrund des Alkohols etwas albern und kindisch, aber das war kein Grund sich so zu verhalten. Da wäre es mir lieber gewesen, sie hätte mir ins Gesicht geschrien. Ihre Frage und überzogene Fürsorge ignorierte ich gekonnt und stieg aus meinem Wagen, ehe ich ihr die Schlüssel abnahm und das Auto abschloss. "Spar dir das. So betrunken bin ich nicht." murrte ich genervt und blickte zu ihrem Bruder. Dieser hatte mit der Sache nichts zu tun, also würde ich meine Laune auch nicht an ihm herauslassen. "Man sieht sich Kleiner." da ich aber nicht undankbar war, blickte ich noch einmal zu Alais. "Danke fürs Fahren."und stampfte in mein Haus zurück.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Alais

      "Zwölf? Du bist gerade der, der sich kindisch benimmt.. ich finde es bloß äußerst amüsant",entgegnete ich zu Luciel,als er in Richtung der Haustür stampfte. "Gibst mir Befehle.. redest mit mir so dermaßen scheiße.. ich wollte einfach nicht von dem kleinen sagen, wie süß du dich an ein Mädchen ankuscheln kannst.. wenn du es nötig hast..". Ich lehnte mich kurz gegen den Wagen an und schüttelte mit dem Kopf. "Zu mir sagst du, ich soll erwachsen werden.. du gehst mir Seit dem komplett aus dem Weg.. wie sollte ich dich dann fragen, was du in deiner Freizeit machst, du Genie?",fragte ich weiter laut und schüttelte den Kopf. "Ich glaube meine ausraster waren viel erwachsener als das,was du hier tust".
      Mein Bruder stand perplex da, und hatte Null Ahnung, was er sagen sollte. Ich schüttelte bloß den Kopf und machte mich auf den Weg nach drüben. Er war nicht besser als mein Vater, nur unter anderen Punkten. Er tat das gleiche wir er, nur auf eine andere Art und Weise. Er verletzte mich.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Belustigt drehte ich mich zu ihr um und war am überlegen ob ich ihr dafür nun applaudieren sollte. Ich konnte das ganze nicht wirklich ernst nehmen, weil sie sich in meinen Augen einfach albern verhielt. Ich war nicht derjenige der es nötig hatte anderen Leuten nachzuäffen und offenbar hatte sie eine wichtige Tatsache ganz vergessen. "Oho, was ist los? Plötzlich enttäuscht weil ich nicht permanent freundlich zu dir bin? Du vergisst da etwas Alais, ich bin nicht nett und ich habe auch nicht das Bedürfnis dir den Kopf zu tätscheln, nur weil wir ein paar nette Worte miteinander gewechselt haben. Hör auf irgendwelche beschissenen Erwartungen an mich zu haben, ich werde den Teufel tun und diese erfüllen. Ich bin nicht dafür da um mich so zu verhalten, wie du es gerne hättest." damit lies ich sie stehen und hörte mir ihr restliches Blabla nicht weiter an. Schlicht und ergreifend weil es mich nicht interessierte. Je früher die Kleine lernt, dass nicht alles nach ihrem Kopf gehen kann desto besser. Mir ist es egal ob sie mich leiden kann oder nicht. Ich hab sie nie darum gebeten mich zu mögen und sie sagte es doch selbst oft genug: Ich bin ein Arsch. Ich habe keine Lust plötzlich auf nett zu tun, das bin ich nicht und werde ich auch nie sein.

      [Blockierte Grafik: https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/600x315/6e/f2/2f/6ef22fd6bdffc2b4a066eccba7a059fe.jpg]


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • [Blockierte Grafik: https://media.giphy.com/media/l1IY5IvIKAw97E8Ew/giphy.gif]
      Alais

      Ich sagte nichts drauf, hörte ihm nur halb zu und verdrehte meine Augen. Er hatte es nicht nötig, mich nachzuäffen, aber er hatte es nötig mir Befehle zu erteilen. Er hatte es nötig, sich kindisch zu verhalten und er hatte es nötig zu übertreiben. Ich hatte mir einen Spaß erlaubt, wie er es immer tat. Und nun war er am übertreiben, wie so eine Frau. Wie eine schwangere Frau! Das war es.
      Ich griff zu meinem Handy und schüttelte den Kopf, als ich nach seiner Nummer suchte. "Du regst dich auf, wie eine schwangere Frau.. Habe ich vergessen zu erwähnen..", schrieb ich ihm und musste ein Lachen unterdrücken. "Wir benehmen uns kindisch..Tut mir Leid.", schrieb ich daraufhin noch und packte mein Handy weg.
      Jap, wir benahmen uns wie zwei Kinder, er auf seine Art ich auf meine Art. Aber nun, es war ziemlich lustig.
      Während ich die Haustür aufschloss und meinen Bruder rein ließ beschloss ich, meine Gedanken und meine Wut in Musik umzuwandeln, weshalb ich die Treppe hoch nahm und mein Zimmer abschloss, bevor ich mich an mein Klavier setzte, halb nackt. Mich störte das Kleid viel zu sehr, um jetzt noch am Klavier zu sitzen und damit zu spielen, es reichte auch ein Bademantel, den ich mir überwarf.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Ich entschied mich nicht auf diese kindische Nachrichten zu antworten, die sie mir auf mein Handy schickte. Moment mal, woher hatte die Göre eigentlich meine Handynummer? Sag mir nicht ich war so blöd und habe sie ihr tatsächlich gegeben? Würde ich mein Handy nicht so lieben, hätte ich es bestimtm schon aus dem Fenster geschmissen. Gute Lust hatte ich dazu, aber das würde ich mir spätestens in ein paar Stunden nicht verzeihen können. Seufzend lies ich mich auf mein Bett fallen, entschuldigte mich aber direkt bei meiner Katze die ich dabei erschreckt hatte. Die Entschuldigung die nachträglich von Alais kam, ignorierte ich gekonnt. Ich hatte keine Lust mehr mich heute mit dem Mädchen zu beschäftigen, ich wollte meine Ruhe bevor ich hinterher irgendetwas sagte, dass mir wirklich noch Leid tat. Ich konnte ihr Morgen immernoch auf die Nachricht antworten. Ich schnappte mir also lieber Victoria, die sich schnurrend auf meinem Bauch zusammen rollte und verbrachte den Rest der Nacht damit wahllos DVDs zu suchten und nachdem ich mich geduscht hatte, irgendwann einmal Schlaf zu finden. Ich war darin allerdings kläglich gescheitert. Ich würde Morgen wahrscheinlich sowieso die Schule schwänzen, wir machen momentan sowieso nichts produktives und auf dieses ganze scheiß Weihnachtsblabla was aktuelles Haupthema in den Schulstunden war hatte ich nun wirklich keine Lust.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Alais

      Ich spielte noch etwas, bis mein Bruder sich beschwerte. Er wollte schlafen gehen, hieß es von ihm. Wahrscheinlich war er etwas anderes am machen, was ich mir auch nicht vorstellen wollte. Eine echt dumme Vorstellung.
      Ich ging runter, um mir etwas zu trinken hoch zu bringen und bemerkte dabei die Post, die auf dem Boden vor der Tür lag. Mein Bruder hatte sie wohl nicht mitgenommen, ich hatte sie gar nicht bemerkt.
      Schulterzuckend hob ich sie auf und guckte sie durch, wobei mein Blick auf einen Brief fiel, der an mich adressiert war. Ich öffnete den, den Rest legte ich auf den Küchentisch und las ihn in ruhe durch. Meine Mom schrieb mir. Sie schrieb mir. Warum?
      Sie fragte mich,ob wir uns treffen wollen würden, nur sie und ich. Mehr las ich nicht. Meine Augen füllten sich mit Tränen und ich warf den Brief in den Müll,bevor i h hoch lief und mich auf das Bett legte. Ich wollte von der Frau nichts mehr wissen, gar nichts.
      Morgen würde ich wieder eine Probe haben und dann wäre alles gut. Dann würde mich weder meine Mom noch irgendetwas anderes interessieren.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Als der nächste Morgen angebrochen war, blieb ich im Bett liegen. Ich hatte es mir ja gestern schon angekündigt, ich würde heute nicht zur Schule gehen. Wozu auch? Wir machten so kurz vor Weihnachten keinen Unterricht mehr, sondern planten stattdessen eine vollkommen überzogene und schwachsinnige Weihnachtsparty. Ich werde mich davor drücken so gut es mir eben möglich war. Da ich wieder einmal kaum geschlafen hatte, hielt sich meine nicht vorhandene Motiviation sowieso in Grenzen. Ich hatte mir mein Handy geholt und blickte noch einmal gelangweilt auf die Nachricht von Alais, ehe ich ein. "Entschuldigung akzeptiert. Viel Spaß in der Schule" tippte und abschickte. Danach warf ich mein Handy zurück ins Bett und lies mich ebenfalls zurück in die Lacken fallen. So was fange ich jetzt mit meiner neu erworbenen Freizeit an? Ich könnte einfach einmal wirklich im Bett liegen bleiben - guter Plan. Victoria schien auch einverstanden, denn sie kuschelte sich bereits schnurrend an mich, woraufhin ich ihr lächelnd ins Fell küsste. Ja ein entspannter Tag würde mir gut tun. Sollten sie sich doch alle mit ihrem Winter-Weihnachts-Drama abquälen. Ohne mich.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Alais

      Am nächsten Morgen war ich hell wach, schon bevor mein Wecker klingelte. Eigentlich würde ich gar nicht so gut drauf sein,wie ich es war, doch für mich hieß es heute eigentlich nur: Klavier spielen und singen. Ich hatte schon lang nicht mehr gesungen, weil ich nach dem Stress mit meinen Eltern mich nicht mehr konzentrieren konnte. Nun,ihre Streitereien fingen schon viel früher an, als der eigentliche Auszug meiner Mutter. Sie zankten sich viel,schrien sich an, da konnte ich einfach nicht mehr konzentriert sein. Aber nun, ich sollte ein Lied mitsingen, da der Dramakurs sonst niemanden dafür hatte. Ein Duett sollte es sein, mit Josh, einem mir sehr bekannten Jungen, mit Klavier und mit einem Cajon, einem Instrument auf dem er spielen würde.
      Ich sah auf mein Handy,nachdem es zwei mal vibrierte und schüttelte bei Luciels Nachricht den Kopf. "Du bist ein Arsch",schrieb ich ihm, und schickte noch einen zwinkersmiley hinterher. Die andere Nachricht war von meinem Vater, der heute wieder zusammen essen wollte, zuhause. Wir sollten zu fünft den Einzug planen,da es gestern schwierig war.
      Schulterzucken machte ich mich fertig und fuhr zur schule, in der meine proben begangen. Meistens spielte ich mir Klavier, um die anderen zu begleiten. Allein das machte mir schon echt viel Spaß.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel
      Belustigt blickte ich auf die Nachricht die mir Alais geschickt hatte und tippte ein "Aber ein ziemlich geiler." als Antwort, ehe ich lachend mein Handy wieder zurück aufs Kissen schmiss. So was stelle ich nun mit meiner neugewonnen Freizeit an? Erstaunlicherweise besserer Laune stand ich auf und setzte mich an meinen Rechner. Richtig, da gab es ja noch etwas das ich programmieren wollte. Gesagt getan machte ich mich dann an die Arbeit, schrieb Zeug herunter das sowieso kaum ein Mensch verstand, während ich nebenher mit meiner Katze spielte. Es war ungewohnt ruhig, normalerweise hörte man wenigstens die Leute von drausen auf der Straße, aber trotz anrückender Weihnachtszeit war es echt verdächtig leise. Ich schob meine Tastatur zur Seite und öffnete das Fenster ehe ich hinaus blickte. Ernsthaft es schneit? Lauter weiße Schneekristalle bahnten sich ihren Weg im Himmel entlang und hüllten die Welt in eine helle Decke aus Eis und Schnee. Ein Anblick den ich eigentlich atemberaubend schön fand, wenn es nur nicht immer mit soviel Kälte verbunden wäre. Alais miemt jetzt sicherlich die brave Schülerin in der Schule und klimpert auf dem Klavier herum. Wäre mir viel zu ätzend, auf der Weihnachtsfeier einen Auftritt zu haben, aber jedem das seine. Ich hatte für diese Heuchelei nicht viel übrig. Da ich heute mein Zimmer noch nicht verlassen hatte, schlenderte ich hinunter in die Küche um etwas zu Essen, als mir ein kleiner Zettel ins Auge fiel. Dieser berichtete mir gut gelaunt mit einem Smiley darauf, dass wir heute alle zusammen erneut essen würden....Na ganz toll...


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Alais

      Ich hatte heute eine einfache schwarze Leggings und einen etwas längeren, oversize Strickpullover an, als ich nach unten ging. Wir müssten uns nicht mehr schick anziehen außerdem betonte die Leggings meine schönen langen Beine und der Pulli war sehr warm. Draußen hatte es geschneit, da kam das Gefühl des Winters noch mehr zur Geltung! Ich liebte den Schnee einfach!
      Der Tisch war schon gedeckt und mein Vater stand in der Küche. Ich hatte meine Hände in den Ärmeln des Pullis versteckt,da es schon etwas kälter als sonst war.
      "Kann ich dir helfen?",fragte ich meinen Vater, der gab mir ein Gefäß mit den Wasser mit, welches ich im Wohnzimmer auf den Tisch stellte. Mein Vater versuchte sich an Steaks, das konnte er gut! Hatte er jedenfalls schon drei mal super hingekriegt! jedes Mal bekam ich mein Steak als Medium, wie ich es wollte.
      Die Tür klingelte und ich ging die paar Schritte hin,um diese zu öffnen. Ob es schon die beiden waren?
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Und wieder dieses heulerische gemeinsame Gegesse. Meine Güte, musst eigentlich alles beim gemeinsamen Essen geklärt werden? Konnten wir zur Abwechslung nicht einmal etwas Trinken gehen oder irgendetwas anderes? Ich habe zwar einen extrem guten Stoffwechseln und nehme schwer zu, aber bei dem ständigen Fressgelage werd selbst ich noch fett. Seufzend stand ich also mit meiner Mutter vor der Tür und rauchte noch meine Zigarette auf. Ich trug lediglich eine schwarze Jeans und einen weißen langärmlichen Pullover, darüber eine schlichte Weste von Addidas aus meinem damaligen Sportverein an der Schule. Darum stand auf dem Rücken auch etwas von wegen Schulfußballverein. Ich hatte kein sonderliches Interesse daran mich jedesmal herauszu putzen. Meine Mutter tat das schon für uns beide, sie sah wieder richtig hübsch aus. Naja wäre ich verknallt, wäre ich sicherlich genauso drauf. Ich schnippte also meine Zigarette zur Seite in den Schnee und wartete darauf das uns die Tür geöffnet wurde, damit ich endlich ins Warme kam.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Alais

      Ich öffnete die Tür mit einem leichten Lächeln und hielt sie weit auf, damit die beiden rein konnten. Nach ihnen schloss ich die Tür und wartete kurz, bis sie die Jacken ausgezogen haben. Ich begleitete die beiden ins Wohnzimmer und machte mich auf den Weg in die Küche, um meinem Vater Bescheid zu geben. Er nickte freudig ich seufzte aber bloß und ging ins Wohnzimmer um die beiden zu fragen, wie sie ihre Steaks haben wollen.
      "Wollt ihr ein blutiges Steak, Medium oder doch ganz durch?",fragte ich Luciel und seine Mutter, während ich die beiden ansah. Dabei fiel mir der Pullover von Luciel an, der ihm echt gut stand. Ich lächelte darauf kurz und schoss wieder die Gedanken beiseite. Es ging jetzt um Steaks und nicht um das, wie Luciel aussah.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Ich behielt meine Sportweste an, da es sicherlich noch eine Weile dauern würde bis mir warm wurde. Bin ja selbst Schuld, dass ich nur mit der Sweatjacke raus gelaufen bin, weil ich zu faul war mir eine anständige Jacke anzuziehen. Wenn man Sport machte, mag das ja reichen aber nicht wenn man raus in den Schnee wanderte. Alais sah eigentlich niedlich wie immer aus und ich fragte mich ja echt, wie sie es anstellte immer so taufrisch auszusehen. Ich meine die Kleine wirkt nie müde oder dergleichen. Ihr Gesicht strahlt regelrecht, selbst wenn sie schlecht drauf war. Teilweise extrem beeindruckend und teilweise auch total gruselig, da ich mich fragte wie das funktionierte. Vielleicht war das aber auch eines dieser unlösbaren Frauengeheimnise, die ich niemals begreifen würde. Meine Mutter und ich schlenderten also Alais hinterher, die uns plötzlich über Steaks ausfragte. Meine Mutter schmunzelte leicht "Ich bin Vegetarierin." Oha, hatte sie das etwa nicht ihrem Liebsten erzählt? Das dürfte spaßig werden. Belustigt lief ich daher in die Küche, während ich Alais antwortete. "Wenn dann bitte komplett durch."


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Alais

      "Dad, sie ist Vegetarierin!",rief ich zu meinem Vater nach dem Satz von Luciels Mutter. Ich hörte von ihm ein: Oh scheiße! Und schmunzelte kurz.
      Ich machte mich auf den Weg in die Küche ,wobei Luciel mir folgte. "Du hast es vergessen, nicht wahr?",fragte ich meinen Vater und er sah mich komplett verzweifelt an. Ich seufzte bloß kopfschüttelnd und öffnete unsere Truhe währenddessen.
      "Alais du wolltest?",fragte mich mein Vater leicht überfordert in einem halben Satz. Ah der Mann vergaß so vieles. "Medium bitte.. wie sonst immer..",murmelte ich leicht in Gedanken und überlegte, was man der Frau anbieten konnte.
      "Isst deine Mutter Fisch,oder ist sie eher die Art der Vegetarier, die gar kein Fisch essen?",fragte ich Luciel immer noch mit der Nase in der Tiefkühltruhe und fand einen tollen Gemüseauflauf, den ich selber echt lecker fand.
      "Das könnte gut sein",entgegnete ich und warf meinem Vater das tiefgefrorene Gericht zu. Ich lächelte ihn leicht an und nahm mir mein Glas Cola, um einen Schluck zu trinken. Ich hatte eine verdammt gute Laune und nichts konnte sie zerstören.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Irgendwie erinnerte mich die ganze Situation an eine schlechte Sitcom, weshalb ich es eher belustigt beobachtete. Offenbar war der Kerl mehr als nur vergesslich und auch wenn meine Mutter gerade versuchte ihn zu beruhigen, dass es nicht schlimm war, schien es dennoch eine sehr große Sache zu sein. Mein Blick wanderte zu Alais, die ihren Kopf in der Kühltruhe hatte, interessanter Anblick. "Sie isst auch kein Fisch." antwortete ich ihr dann. Meine Mutter war eine sehr aktive Tierschützerin und Umweltschützerin, die viel an Kampagnen und Spendenaktionen teilnahm. Ich hatte als Kind auch kein Fleisch gegessen, irgendwann dann doch damit angefangen. Es zählte jetzt nicht zu meinen Lieblingsspeisen, aber ich hatte kein Problem damit. Meine Mutter tolerierte das, auch wenn sie es schade fand. "Wo ist der Knirps?" fragte ich Alais dann und suchte mit den Augen nach ihrem Bruder.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Benutzer online 23

      23 Besucher