Northern lights [Schaefchen & Nomiki]

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    • Das verhalten der jungen Frau irritierte Liam immernoch. Irgendetwas war ungewöhnlich, aber man musste zugeben, dass die Situation auch nicht gerade normal war. Vielleicht hatte sie so etwas wie einen Schock? Fragte er sich während er den Schnee zur Seite schauffelte und sie nur zuguckte als würde sie über all solchen Dingen stehen.

      "Ich verstehe ja nicht wirklich was mit den Hunden ist.", sagte er dann und warf einen Blick zu dem Mädchen. "Ich dachte eigentlich ihr würdet euch so gut verstehen. Habt ihr nicht bei der letzten Rast noch so ausgiebig getollt?"
      Dabei schaufelte er weiter und sie konnte sehen, wie seine Muskulatur und seine breiten Schultern arbeiteten. Nicht zuletzt war er schließlich ein Krieger und dementsprechend gebaut. Ihre stimme irritierte ihn etwas, aber so etwas wie 'Verführung' war nicht gerade das worin er fiel Erfahrung besaß zumal das gleiche für sie galt. Es wirkte dadurch etwas ungewöhnlich und unpassend, ja vielleicht eher wie ein ausversehen oder eine Fehleinschätzung.

      Nachdem der Schlitten wieder einigermaßen frei war band Liam die Hunde an und überpüfte das Gespan, aber es schien als wäre alles noch fahr bereit. Wo sie nur zu zweit waren könnte man vielleicht sogar auf dem Schlitten sitzen.
    • Ruhig beobachtete ich wie er sich mit dem Schnee abquälte. Meine Schulter- und Rückenmuskulatur wurde besonders beansprucht. Leider sah man unter den ganzen Schichten von Stoffen nicht all zu viel. Meine Aufmerksamkeit bekam er trotzdem, solange bis ich mich dann zu einer Antwort treiben konnte.

      "Hm...wer weiß, wer weiß..." ich schwankte meinen Kopf sanft hin und her und tat so als wenn ich über den Grund dieser seltsamen Reaktion seitens der Tiere nachdachte. "Vielleicht lag es ja daran, dass der Geruch des Walds stärker an mir klebt als an dir? Immerhin habe ich die Bäume berührt und saß auf den Boden. Ich kann verstehen, dass sie deshalb skeptisch mir gegenüber sind. Aber der Geruch müsste bald ja wieder verfliegen und dann ist das ein anderer Umgang.", sagte ich fest entschlossen.

      Langsam ging ich auf den Schlitten zu, während Liam die Hunde an den Schlitten spannte. Ich wusste es nicht, aber ich hatte den selben Gedanken wie er, dass wir uns eventuell sogar in den Schlitten setzen konnten. Kurz schielte ich zu Liam rüber und hob die Augenbrauen.
      Schnell wendete ich mich aber wieder dem Schlitten zu und klopfte widerwillig den Schnee von der Fläche, auf die ich mich anschließend drauf setzte. Ich war leicht, mich müsste sogar nur die Hälfte der Tiere stundenlang ziehen können. Und mit Liam wäre das ebenfalls kein Problem.
    • Nachdem Liam die Tiere an den Schlitten gebunden hatte kraulte er dem Leitwolf noch etwas die Ohren und versuchte den Tieren gut zuzureden. Allgemein wirkten sie irgendwie nervös und unruhig. Er war etwas überrascht, das die Tiere sich von einem Unwetter so aus der Ruhe bringen ließen - oder war es das Fehlen der anderen Männer?

      Während er aufstand und die Tiere weiter beäugte überlegte er sich, dass sie vielleicht einfach seine eigene Unruhe und die von Irina spürten. Das wäre zumindest die logischte Erklärung.

      Ein Blick zum Schlitten verriet ihm, dass seine Begleitung die selbe Idee gehabt hatte wie er. Liam sah zu wie Irina fast etwas unwillig den Schnee vom Schlitten fegte um sich darauf zu seten. Mit einigen Schritten hatte auch er den Schlitten erreicht und fegte etwas Schnee herunter ehe er sich auf den Schlitten zog. "Das dürfte noch eine lange Reise werden...aber so ist es zumindest etwas einfacher."
    • Ich rückte einige Zentimeter zur Seite als er sich neben mich setzte. Es war nun ganz schön eng auf dem Schlitten, zu zweit, wenn man nebeneinander saß. Aber ich hatte nicht wirklich dagegen etwas einzuwenden. Mein Körper war schlank und recht zierlich, das glich seinen breiten, trainierten Körper gut aus.

      Leicht schmunzelnd und mit hoch gezogenen Augenbrauen musterte ich ihn. Dann legte ich eine Hand auf seinen Oberarm und drückte sanft zu. Ich lehnte mich sanft mit der Brust gegen seinen Oberarm, was bei dieser Nähe auch nicht vermeidbar wäre, selbst wenn ich es nicht wollen würde. Leise flüsterte ich ihn zu "Bilde dir nichts ein, klar? Bei der Körpernähe..."
      So lies ich es stehen, ohne ihn weitere Informationen zu meiner Aussage zu geben. Und das würde ich auch nicht tun. Ich weiß, dass er sich vermutlich nicht viel dabei denken würde. Denn er sieht mich wahrscheinlich noch als kleines Mädchen, dass freudig durch das Dorf rennt. Ohne weibliche Ausstrahlung. Flach. Kindlich. Aber das werde ich ganz bald ändern, seine Einstellung werde ich mir nicht gefallen lassen...
      Meine Hand lies ich wieder sinken und schaute nach vorn, um den Hunden das Signal zu vermitteln, los zu laufen.
    • Liam war etwas in Gedanken und beachtete Irina erst gar nicht wirklich. Er setzte sich neben sie wie er es bei jedem anderen seiner Männer machen würde. Zugegeben - bei den meisten Männern wäre es ihm unangenehm gewesen wie eng es wäre. Nun war zumindest etwas mehr platz. Besonders, da Irinas schlanke Taille sich fast perfekt an ihn schmiegen konnte... er dachte sich dabei nichts.

      Zumindest nicht bis Irina es gesondert erwähnte. Als sie davon sprach, dass er sich nichts denken solle bei ihrer 'Körpernähe' musste er sich natürlich irgendwie etwas denken und thematisierte die Körpernähe in seinem Kopf mehr als er beabsichtigt hatte...aber er schon die Gedanken schnell beiseite. Auch wenn ihre Worte etwas seltsam klangen, war die Aussage ja richtig.

      Sie waren beide Jäger, Kollegen, eine Jägerin und ihr Leiter auf einer Mission. Sie hatten wichtige und professionelle Ziele - zumal Irina schon immer eher einem Kind glich. Liam wusste zwar, dass er es manchmal übertrieb, wenn er sie behütete...aber er kannte sie auch seit ihrer Wiegezeit. Sie war schlicht keine Frau die solche Dinge mit Hintergedanken sagen würde, das wäre nicht Irina.

      Mit einem schnellen Schlag der Zügel setzte sich der Schlitten in Bewegung. Währenddessen beruhige Liam seinen Puls und vertrieb die letzten ungebetenen Gedanken, während sich die Härchen seins Arms wieder senkten. Sie hatten sich bei der Berührung der jungen Frau fast wie erschrocken mit einer leichten Gänsehaut und einem Kribbeln aufgestellt. Insbesondere die Brust des Mädchens ließ Liam aber geschickt ganz in seiner Zielstrebigkeit und dem Weg vorraus untergehen.
    • Während der kompletten Fahrt war ich an ihm gelehnt und ich merkte deutlich, wie ihn das schon aus den Konzept brachte, er sich aber anscheinend bemühte sich das nicht anmerken zu lassen.
      Ich weiß nicht wie viel Zeit verging, aber zwischendurch wurde ich ziemlich müde und war immer kurz davor einzunicken. Dabei senkte sich mein Kopf langsam in Richtung seiner Schulter. Doch glücklicherweise war der Boden unter dem Schnee wohl ziemlich steinig und es kam vor, dass die Kuven des Schlittens immer wieder über größere Steine schlitterten. Schnell rappelte ich mich dann wieder auf und blickte erst zu ihm, dann nach vorn. Der Grund für die vielen Steine lag wohl daran, dass wir einen Berg erreicht hatten und schon eine Weile neben ihn her fuhren. Wo ein Berg ist, gibt es sicherlich auch ein paar Einbuchtungen, wo man Rast machen konnte. Und wenn nicht, gab es sicherlich hier Tiere, die man gut jagen konnte. Welche, die ebenfalls hier Schutz suchten oder den Berg gar schon zu ihrer Heimat gemacht haben.
      "Wir sollten bald Rast machen...es wird dunkel..", murmelte ich, aber noch deutlich genug das er es hören konnte.
      Ich griff nach den Zügeln des Schlittens und zog sie Liam aus der Hand, um die Hunde anzuhalten. Dabei rief ich ihnen zusätzlich noch das Kommando zu und wenige Sekunden später hielt der Schlitten.
      Als ich ausstieg und in den Himmel blickte, war die Sonne gerade dabei unter zu gehen.
      Ich sah rüber zu Liam und neigte den Kopf zur Seite. "Wie viel müssen wir jagen, um zurück fahren zu können?"
    • Die Fahrt war relativ ruhig und ich fragte mich ob die anderen Männer überhaupt eine Chance hatten durch den Schnee zu wandern. Immerhin stürmte es nicht mehr. Wenn sie aus dem Wald kommen würden sie sich vermutlich besser auf den Heimweg machen. Die Reise zurück würde zumindest nicht so lange dauern, wie wenn sie versuchen würden ihnen zu folgen.

      Allerdings würde den Männern auch klar sein, dass sie Daheim vermutlich der Hungertod erwartet, wenn die Jagd erfolglos sein sollte. In Gedanken fuhr Liam immer weiter und bemerkte nur unterbewusst wie das junge Mädchen neben ihm sich immer wieder an ihn lehnte, es schien als würde sie fast einschlafen. Wer konnte ihr das verübeln nach so einer Reise? Doch vorerst mussten sie weiter, sie hatten keine Zeit und sie hatten einen Auftrag. Während Liam so in Gedanken versunken war wurden ihm plötzlich die Zügel aus der Hand gerissen.

      "Hey? was...was wird denn das?!", fragte er überrascht, sie hatte zwar vorher irgendetwas gemurmelt von Rast machen, aber Liam war es dennoch gewohnt, dass er die Zügel in der Hand hielt und nicht sie. Aber vielleicht wollte sie ihm damit auch zeigen, dass sie kein kleines Mädchen sei? Egal - er schüttelte etwas den Kopf und sah sich um als sie hielten. Ein trostloser Rastplatz, aber was sollte man erwarten?

      "Mindestens? Nunja...es sollten 26 Leute über den Winter kommen können. Also für rund 3 Monate. Ich würde sagen so 10 Tiere...also Rehe oder vergleichbares."