[2er RPG] Amnesia

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    • Etwas verunsichert strich sich der Greif durchs Haar, als er dem Vampir in die Wohnung folgte und die Wohnungstür hinter ihm zuzog. Er atmete tief durch und folgte ihm dann in das Wohnzimmer. Es war nur ein blödes Gefühl, dass sich langsam in ihm bildete, doch leider musste sich dieses schließlich auch bestätigen, als der Blonde sprach.
      Hatte er sich doch gerade noch vorgenommen, ganz normal mit ihm zu reden, drängte in diesem Moment wieder etwas in ihm danach, das ganze ein wenig anders zu gestalten. Das erste, was er vorhatte, war, den jungen Vampir zur Rede zu stellen, warum er sich schon wieder so . . anders verhielt. Dieses Drängen schluckte er jedoch runter. Es ging jetzt um etwas ganz anderes. "Gut, aber was ist 'unnötige Gefahr'? Das heute, okay. Habe ich verstanden. Sollten wir die Möglichkeit haben, dem ganzen anders zu entrinnen, als durch eine Konfrontation, dann flüchten wir. Und ich werde nicht von deiner Seite weichen. Versprichst du mir dafür auch genau dasselbe?", fragte er nun. Im Gegensatz zu dem Kleineren, stand der Aschblonde gegenüber von ihm, die Hände in den Hosentaschen, um nicht nervös mit diesen an irgendwas herum zuspielen. Er hätte sich lieber neben den Blonden gesetzt, doch dieser schien wieder einmal nicht auf Nähe aus zu sein, was Vannon dieses Mal so gut wie möglich akzeptieren wollte. In seinen Worten lagen Emotionen, wenn auch nichts flehendes oder gar zwingendes. Er fand es einfach nur Angst einflößend, wie kalt sein Freund manchmal rüber kommen konnte. Da hatte er gedacht, er würde ihn über Jahre in und auswendig kennen und nun offenbarte sich diese Seite. Das hielt den Greif nicht davon ab, weiterhin seine Nähe zu wollen, doch er mochte das nicht mit ansehen. Es war noch viel schlimmer als dieses Gedanken verlorene, was er sonst immer an sich gehabt hatte.
      Seine innere Unruhe machte sich nun damit bemerkbar, dass er nicht mehr auf ein und derselben Stelle stehen konnte. Er ging auf und ab und sah dabei immer mal wieder zur Tür. Das versuchte er schon möglichst unauffällig zu machen, aus Rücksicht auf Xavier. Doch dieser hatte mit Sicherheit sowieso schon beim ersten Schritt des Aschblonden gewusst, dass dieser sich immer noch den Kopf zerbrach. Vor allem um den Schwarzhaarigen.
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Seine Bitte Klang fast schon etwas zu simpel, so verlangte der Blonde doch gar nicht so viel, lediglich das er bei ihm blieb und sich nicht unnötig in Gefahr begab. Doch war dem Blonden klar das diese Worte fragen aufwerfen würden. Ein leises seufzen stieß er aus seiner Kehle und nickte danach zur Bestätigung. "Natürlich bleibe ich bei dir, das zieht doch bereits meine bitte mit ein. Ich möchte das du bei mir bleibst und das selbe würde ich natürlich auch tun", wiederholte er sich und senkte den Blick dennoch weiter nach unten ab. "Unnötige Gefahr, ich will nicht das du Hals über Kopf dem Gegner in die Arme rennst. Antony wusste was er tut, er braucht niemanden an seiner Seite der von all dem keine Ahnung hat. Auch wenn es hart klingt aber er braucht keinen Ballast an seiner Seite, leider sind wir das alle beide", der kalte Blick ausgehend der blauen Augen stach regelrecht durch den Körper seines Freundes.
      Die Stille setzte ein, diese erdrückende Stille wo nicht ein Wort fiel. Doch auch Xavier würde diese Worte etwas falsch auffassen, doch leider wie sehr er auch versuchte die Fassade aufrecht zu erhalten, würde er diese auch sofort wegschmeißen würde er sich nur trauen. Schon seit einigen Tagen war ihm bewusst geworden wie sehr Vannon sich doch von dieser Seite an ihm distanzierte und es dem Anschein nach nicht mochte wie er war. Doch leider stand der Blonde sich in dieser Angelegenheit selber im Weg. Er löste den Blick von seinem Freund und schluckte schwer. Auch wenn diese Blockade seine Haut umgab erhob er sich von seinem Platz und trat einige Schritte voran bevor er vor ihm inne hielt und versuchte ein gequältes lächeln aufzusetzen und ihn anzublicken. Seine Augen schimmerten Sichtlich als ihm langsam die Tränen aufstiegen, er dennoch versuchte dies im Zaum zu halten doch wieder nicht schaffte diesen Blick aufrecht zu erhalten. So streckte der Jüngling einfach seine Arme aus und legte diese sanft um den kräftigen Oberkörper des Aschblonden. Er wusste einfach nicht was er weiter dazu sagen sollte, er wollte seinen Freund nicht verletzten, doch leider lag die Realität vor ihnen. Doch leider gab dieser Weg auch für Xavier keinen Sinn. Wie schwer es ihm auch fiel diese Fassade in seinem Umfeld abzulegen, sie waren allein und nur diese Tatsache musste ihm diese Entscheidung bereits abnehmen doch so fühlte es sich auf keinster weise an. So griff er nach dem Arm von ihm und zog ihn in einer gekonnten Umdrehung in Richtung Sofa, wo er ihn von sich stieß und direkt auf seinem Schoß platz nahm und mit schweren Herzen versuchte die Vertraute Nähe zwischen ihnen wieder herzustellen. Doch leider musste Xavier schnell bemerkten wie kaputt dies doch war.
    • Es stimmte ja, dass sie beide nicht gerade hilfreich waren. Aber genau das wollte Vannon doch ändern. Wie sollte er denn besser werden, wenn er immer nur weg laufen würde? Aber damit wollte er den jungen Vampir nun nicht auch noch belasten. Die Stimmung zwischen ihnen war sowieso schon wieder eigenartig genug, er wollte auf keinen Fall irgendein Risiko eingehen, eventuell wieder etwas ganz zu vermiesen.
      Die Angst vor genau dem kam nun erst recht wieder hoch, als der Blonde sich erhob und auf ihn zuging. Doch bald schon legte sich dieses Gefühl und wurde durch etwas anderes ersetzt. Verwirrung und auch Mitleid. Er wusste nicht, was er sagen sollte, als er kurz in die vor Tränen schimmernden Augen des anderen sehen durfte. Warum war er denn nun so traurig? Offensichtlich war wieder etwas nicht so gelaufen, wie der Greif es geplant hatte. Gerade, als sich die Arme des Kleineren um ihn gelegt hatten, wollte er etwas sagen, doch spürte er die kühlen Hände plötzlich an seinen Armen und im nächsten Moment fand er sich auch schon auf dem Sofa wieder. Die Verwirrung stieg nun umso mehr. Eigentlich saßen sie in genau derselben Position, wie es am Tag zuvor der Fall gewesen war. Doch das Gefühl war um längen anders.
      Diese Erkenntnis lag dem Aschblonden wie ein Stein im Magen. Es war wirklich mehr zwischen ihnen vorgefallen, wie er sich bisher eingestehen konnte. Nur leise schnurrte er und drückte den Blonden ein wenig von sich, nur um seine Stirn auf die des anderen zu legen. Seine Arme hatte er nun auch sanft um den zierlichen, kalten Körper gelegt. "Sei doch nicht so traurig, Xav. .", startete er einen schwachen Versuch, seinen Freund aufzuheitern. Seine eigene Stimme klang dabei selbst nicht so überzeugend, brach sogar kurz. Er merkte ebenfalls einen Kloß in seinem Hals. Den anderen am Rande eines Tränenausbruchs zu sehen, war noch viel schlimmer, als alles andere, was er bisher an negativen Gefühlen sammeln durfte. Jedenfalls kam es ihm in diesem Moment so vor.
      Er ertappte sich schon dabei, sich zu wünschen, dass entweder nun Antony oder Claudia hinein kommen würden und diese blöde Situation beendeten. Doch andererseits wollte er sich für diesen Gedanken auch selbst ohrfeigen. Immerhin wollte er doch in Zukunft mehr alleine schaffen, nicht wahr? Wenn er nicht einmal seinen besten Freund vom Weinen abhalten konnte, dann würde er ihn auch sonst nicht beschützen können. Sein Schnurren wurde nun etwas lauter und er versuchte so viel von den liebevollen Gefühlen in dieses hinein zu legen, wie er eben für den Blonden empfand. Dabei streichelte er auch wieder seinen Rücken sanft auf und ab und durch sein weiches Haar. Davon erhoffte sich, ihm wieder diese Spannung zu nehmen, wie es heute Morgen schon so ähnlich der Fall gewesen war. Und dieses Mal würde er nicht mit Worten dazwischen funken, damit sie ja nicht wieder so eigenartig auseinander gingen, oder von jemandem in solch einem Moment unterbrochen wurden.
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Ein weiteres mal kam diese Nähe zustande, doch nicht wie Erwartet, fühlte diese sich nicht einmal ansatzweise so an wie am Vortag. Eher Abstoßende Gefühle breiteten sich in dem Blonden aus, ausgelöst von Angst und Unsicherheit. Doch in Wirklichkeit wollte er doch genau das Gegenteil erreichen, er wollte wieder dieses wohlige Gefühl haben welches der Größere in ihm sonst auslöste, doch jedes mal wenn er versuchte diesen Draht wieder aufzubauen, zerstörte ihn der Aschblonde mit irgendetwas, doch jetzt im Moment schien es eher so als hätten sie die Rollen getauscht.
      Er bemerkte gar nicht wie ihm langsam die Tränen in die Augen stiegen und bereits begannen leicht zu flimmern, bis letztendlich gar eine Träne sich ihren Weg an seiner kalten Wange herab bahnte. Doch genau die Erkenntnis, das sowieso der Draht zwischen ihnen zu reißen begonnen hatte, ließ den Jüngling nur umso mehr Zweifeln. Doch recht schnell, im selbigen Moment wie die warme Stirn seines Gegenübers seine Berührte durchfuhr ihn ein eher ungutes Gefühl und zog sich seine Wirbelsäule herab bis zu seinen Lenden, woraufhin ein unangenehmes ziehen zu spüren war.
      "E-es...ich weißt nicht was mit mir los ist, tut mir Leid. Normalerweise bin ich gar nicht so, das weißt du ja", murmelte er eher und ignorierte in diesem Moment das schnurren seines Freundes, eher bekam er dies gar nicht erst mit als er versuchte hysterisch nach Worten zu suchen die in seinem Kopf wenigstens ein klein wenig Sinn ergaben. Er versuchte fast schon erzwungener maßen die Hände seines Freundes zu genießen, die sanft auf seiner Hüften ruhten. Doch wie sehr er es auch versuchte es gelang dem kleineren einfach nicht. Fast schon Wut keimte in ihm auf, auf sich selbst. Er verkrampfte, fast sein ganzer Körper, bis seine Hände die Form von Fäusten annahmen. Sanft begann er seinen Kopf von Vannon zu lösen und schüttelte den Kopf bis wieder diese Stille eintrat. Doch er hatte das Gefühl sein ganzer Körper würde zu beben beginnen, so konnte er nicht anders und stieg fast schon ruckartig von dem jungen Greifen ab und lief zielstrebig auf eine kleine Holzkommode im Wohnzimmer zu, öffnete die dunkle Holztür und nahm eine dunkelrote Flasche heraus diese mit Wein befüllt war. Er entfernte mit wenig Mühe den Korken mit einer seiner Fingernägel die sofort länger wurde und kurz danach wieder seine Ursprüngliche Länge annahm. Fast schon Trance setzte er die Flasche an und nahm einen tiefen Schluck des Weines. Fast die halbe Flasche war nun entleert und Xavier setzte etwas schwer atmend ab und atmete danach tief durch. Er versuchte sich zu Sammeln und zählte innerlich bis zehn. Er wollte nie das Vannon ihn so zu sehen bekam, doch leider war ihm klar das irgendwann sein Leben eine Wendung nehmen musste, den aus welchem Grund sollte ihm den ein normales Leben vergönnt sein?
    • Vannon merkte schon, dass sein Bemühen dieses Mal ohne Erfolg sein würde. Das machte ihm nur ein noch schlechteres Gefühl. Er konnte sich nicht erklären, aus welchem Grund sich der junge Vampir immer mehr verkrampfte. Eigentlich war doch alles wie immer. Na ja fast, wenn man den Krieg und die Geschehnisse der letzten Tage außer Acht ließ. Mit einem Seufzen ließ er es zu, dass der Blonde sich von ihm entfernte. Allmählich wusste er einfach nicht mehr, was zu tun war. Er verfluchte sich und seine unerfahrene, oft schon kindliche Art zu Denken. Sicher würde jemand mit mehr Lebenserfahrung wie Claudia oder bestenfalls Antony sofort einen Rat wissen. Aber jetzt war er mit Xavier alleine, was bald vielleicht schon Dauerzustand sein konnte. Dann musste er auch alleine zu einer Lösung kommen. Bisher war sein Kopf jedoch leer.
      Er saß einfach dort, während der Blonde wieder aufstand. Unentschlossen fuhr er sich durchs Haar, wollte gerade etwas sagen, da sah er mit an, wie der Kleinere scheinbar etwas vorhatte.
      "Xavier. .", murmelte er nach einer geschlagenen Minute, in welcher es einfach nur still gewesen ist. Eigentlich hatte er lieber etwas fragen wollen. Warum er das gemacht hat, was mit seinem Körper vor sich ging und sicher noch Millionen andere Sachen, die gerade bloß viel zu verworren in seinem Kopf herum flogen. Er stand auf und ging langsam auf den Vampir zu. Einiges versuchte er sich schon selbst zu erschließen. Vampire tranken häufig Wein, vielleicht war es so etwas wie ein minimaler Ersatz für Blut. Litt er etwa immer noch unter mangelnder Nahrungsaufnahme?
      Der Greif stand mittlerweile hinter ihm und griff vorsichtig und bedacht nach der Flasche, um sie dem Blonden aus der Hand zu nehmen. Als dies geschafft war, stellte er sie wieder auf der Kommode ab. Seine Arme legte er nun vorsichtig um den Körper des Kleineren. Die zwischenmenschlichen Aspekte mussten jetzt erst einmal vernachlässigt werden. Sicher hatte Xavier, welcher sonst so intelligent war und auf schier alles eine Antwort wusste, selbst mit der Lage überfordert. Es war viel zu viel in kürzester Zeit passiert. Das vorzeitige Ende der Schulzeit, die Leute im Haus seiner Eltern, dann der Aufbruch nach Paris. Nun waren sie hier, hatten bereits eine Nah-Tod-Erfahrung in einer Gruft machen dürfen und mussten einen guten Freund des Blonden zurück lassen, um ihn alleine gegen einen ungewiss starken Kontrahenten zurück zu lassen. Da würde selbst der stärkste Jung-Vampir den Verstand verlieren. "Hast du Schmerzen, oder ist dir schwindelig?", fragte er nun, um die ersten Beschwerden ganz einfach an dem Körper des anderen zu finden. Auf sein Blut würde er ihn nicht mehr ansprechen, das stand fest. Aber sollte sein jetziges Verhalten durch den Mangel des dickflüssigen Lebenssaftes nur gestärkt werden, musste er früher oder später akzeptieren, was er war. Sonst war das Leben mehr als zwecklos.
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Ein mulmiges Gefühl breitete sich in dem Vampir aus. Der Greif hatte ihm vorsichtig die nun halbleere Weinflasche aus der Hand genommen und weggestellt, vielleicht wirkte sein Verhalten ja gar etwas verstörend, doch um ehrlich zu sein war er einfach überfordert, doch leider sah die Zukunft keinerlei Besserung. Wieder spürte er sanft die warmen und kräftigen Arme seines Freundes die sich um ihn legten und versuchten ihn zaghaft zur Beruhigung und Besinnung zu bringen. Doch leider versuchte Vannon sein Verhalten nur auf das Körperliche zu Beschränken obwohl Schwindel oder ähnliches im Moment überhaupt nicht zu Debatte stand. Zaghaft schüttelte er den Kopf. "Mir tut nichts weh, es ist alles in Ordnung", wieder hatte er dem anderen Sorge bereitet. Sein Kopf sprach eine andere Sprache, er hatte das Gefühl es ging nichts vor und auch nichts zurück.
      Sanft bettete er seinen Blonden Schopf auf der Brust des größeren und atmete nochmals tief durch um sich zu beruhigen. Doch die nun geschaffene Ruhe blieb nicht lang erhalten als der Schlüssel hörbar im Schloss rastete. Die Wohnungstür wurde vorsichtig aufgeschoben und dahinter befand sich der besagte ältere Vampir. Sichtbar schien es Antony gut zu gehen und wies keinerlei Körperliche Schäden auf, ob dies den ganzen Heimweg über so war ist natürlich fraglich. Der Schwarzhaarige schloss die Tür hinter sich und erblickte die beiden eher etwas erfreut darüber und seine Mundwinkel zuckten. Doch sein Gesichtsausdruck änderte sich schlagartig als er seine Schuhe im Flur lies und auf direkten Weg ins Wohnzimmer lief und die Fernbedingung vom Tisch nahm und das besagte Gerät einzuschalten. Er ließ kein Wort über seine Lippen und Xavier machte auch keinerlei Anstalten den Körperkontakt zwischen ihm und den Aschblonden zu unterbrechen, sein Blick verweilte nun ebenfalls auf dem Nachrichtensender der nun zusehen war. Antony verschränkte die Arme vor der Brust und verfolgte die Nachrichten die natürlich über den Vorfall auf der Brücke berichteten, doch der Beitrag der folgte verschlug nicht nur Antony fast schon die Sprache auch Xavier weitete schlagartig die Augen als ein Foto von seinen Eltern zu sehen war unter der Nachricht das sein Vater festgenommen wurde und seine Mutter auf der Flucht ist. Schlagartig begann sein Körper zu zittern und verkrampfte erneut stark. Er konnte nicht glauben was in den Nachrichten zu sehen war.
    • Ob es ihn nun beruhigen sollte, dass es dem Blonden zumindest körperlich gut ging, darüber war sich Vannon nicht so sicher. Wenigstens schien es nicht an dem Blutmangel zu liegen. Diesen Schluss zog er aus der körperlichen Unversehrtheit seines Freundes. Allerdings fing er so wieder bei null an und hatte keinen blassen Schimmer, was ihn momentan zu diesem Verhalten trieb.
      Nun aber kam der Schwarzhaarige zurück, zum Glück ohne Verletzungen. Erleichtert seufzte der Aschblonde und begrüßte ihn mit einem Lächeln. Doch große Begrüßungen und Wiedersehensfreude gab es nicht. Sofort wurde der Fernseher angeschaltet und wortlos sah der Greif zu, was berichtet wurde. Dabei lagen seine Arme weiterhin um den zierlichen Körper des Vampirs gelegt. Er dachte, ihn könnte nichts mehr so schnell schocken. Aber wie schon so oft, wurde er eines besseren belehrt. Erschrocken, wie die anderen beiden auch, starrte er auf den Bildschirm. Für einen Moment hoffte er einfach, dass das alles nur ein schlechter Traum war. Doch ganz offensichtlich war es das nicht. Er schloss seine Arme fester um Xavier, als dessen Körper nun anfing zu zittern. Oft zeigte der Blonde nicht äußerlich, wie er sich fühlte. Das seine Eltern allerdings so politisch Verfolgten wurden und sein Vater sogar fest genommen wurde, wäre für jeden zu viel. Hilfesuchend sah der Greif zu Antony. Was sollten sie machen? So ungern er den Griesgram auch hatte, auf keinen Fall hatte er das verdient. Die liebevolle Mutter des Blonden schon gar nicht. Einen Gefangenen befreien, das konnten sie jedoch nicht. Und versuchen Juliet zu finden? Das würde den Verfolgern sicher nur so passen. Wenn sie heraus bekommen würden, wo Xavier sich aufhielt, würde er das perfekte Druckmittel abgeben. Unzufriedenes Knurren kam von Vannon, während er es nicht aufgab, seinen Freund durch sanftes Streicheln zu beruhigen.
      Der Bericht gab keine Auskunft darüber, wo sich die blonde Schönheit momentan aufhalten könnte. Das war zumindest ein Vorteil, aber Danke dem Bild, würde die halbe Nation sie nun erkennen. Als es weiter ging und bloß über das Wetter geredet wurde, hielt er es nicht mehr aus. Weiterhin ruhte sein Blick auf Antony. Er musste eine Idee haben! Am Liebsten hätte der Greif sich auf die Suche nach ihr gemacht, damit sie nicht mehr alleine durchs Land streifen musste, ständig auf der Flucht. Er wollte auf sich aufmerksam machen, um von Juliet abzulenken, oder irgendwas tun, was ihr helfen könnte. Aber er hatte ein Versprechen gegeben, welches besagte, sich nicht unnötig in Gefahr zu begeben. Und gerade in dieser heiklen Lage konnte ein falscher Schritt fatale Folgen haben. "Vielleicht setzt sie sich mit uns in Kontakt. Über ein unangemeldetes Prepaid-Handy oder dergleichen.", warf er in den Raum. Ein 'Sicherlich wird alles gut.' war schon lange nicht mehr angebracht. Sie konnten nur hoffen, dass sie doch noch alle aus dieser Sache herauskamen - Vladimir eingeschlossen. Selbst ein so grantiger Vampir wie er es nach außen hin immer war, verdiente nicht, für etwas bestraft zu werden, was nie seine Absicht war. Ob sein Unternehmen da nun mit drin steckte hin oder her. Vannon war stinksauer, frustriert und vor allem besorgt. Er fühlte sich, wie eine Löwin, der man die Kinder weg genommen hatte und sie nun zusehen ließ, wie man diese quälte. Und das schlimmste: Ihr liebstes Kind befand sich in ihrer unmittelbaren Umgebung und doch schien es unmöglich, dessen Leid zu beenden. Genauso fühlte er sich zu diesem Zeitpunkt mit Xavier.
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Sichtlich war auch der erfahrene Vampir mit der Situation überfordert und stand ohne weiteres Wort zu verlieren vor dem Fernseher bis die Nachrichten beendet waren und das Wetter folgte. Er drehte die Lautstärke des Fernsehers leiser und verweilte noch einen Moment stehen davor. Ein recht flüchtiger Blick auf die beiden hinter sich gerichtet, war Antony wirklich froh gewesen nun nicht allein mit dem Blonden Vampir zu sein. Natürlich kannten sie sich schon sehr lang und hatten ebenfalls eine innige Beziehung doch der Ruhepol in seinem Leben war er schon lang nicht mehr, vielmehr war es der junge Greif der schützender Weise seine Arme um den zierlichen und zitternde Körper gelegt behielt.
      Wie in einer Schockstarre blieb der Blonde Jüngling in den Armen seines Freundes und verweilte dort, fand es gar sehr gut das dieser die Haltende Position aufrecht erhielt. Innerlich machte sich in ihm eine Art Schwäche breit, als ob seine Beine in wenigen Momenten zusammenfallen würden. Als der Schwarzhaarige Vampir sich zu ihnen wandte und auch seine Gesichtszüge nichts gutes Verlauten ließen wurde dem Blonden nur noch mulmiger zumute. "Deiner Mutter geht es gut, sie ist hart im nehmen, ich glaube nur du weißt selber wie schlecht es um deinen Vater steht und sollte das passieren...ich weißt es ist nicht der richtige Zeitpunkt aber, du kannst gern bei mir und Claudia bleiben", er spielte auf etwas bestimmtes an. Auch Xavier war bewusst das wovon der ältere sprach der Schlimmste Fall beinhaltete doch genau diesen Halt brauchte er im Moment ungemein. Als er sich in der Lage fühlte selbständig zu stehen löste er sich aus den Armen seines Freundes und ließ sich auf dem Sofa nieder. Leider brachte er immer noch kein einziges Wort über die Lippen. "Ich werde jetzt lieber mal Claudia anrufen, falls ihr etwas braucht ich bin in der Küche", er legte Vannon kurz die Hand auf die Schulter und war ihm ein Hoffnungsvolles lächeln zu und verschwand danach auch schon im besagten Zimmer.
      Unbeholfen verweilte währenddessen der Blonde auf dem Sofa und sah auf den Boden. Er verstand nicht warum alles Zusammenfiel wie ein Kartenhaus. Natürlich war sein Leben nie perfekt, nicht einmal annähernd perfekt, aber es war zu ertragen gewesen, doch jetzt?
    • Insgeheim hatte sich der Greif mehr von Antony erhofft. Andererseits war er froh, ganz offensichtlich nicht der einzige zu sein, dem diese Situation unangenehm war. Und er war ebenfalls nicht der einzige, welcher keine rechten Worte darauf wusste.
      Als der Schwarzhaarige dann jedoch sprach, lief es Vannon kalt den Rücken hinab. Er wollte gar nicht daran denken, was es für den Vater des Blonden heißen könnte, festgenommen worden zu sein. Eigentlich gab es ja keine Todesstrafe in Frankreich. Aber galt für Vampire dasselbe? Gerade wenn man ihnen anhängen wollte, einen Krieg hervorgebracht zu haben? Immerhin brachte Freiheitsstrafe schmerzlich wenig bei diesen Wesen, außer, sie wäre tatsächlich für immer. Oder aber, man würde ihn in eine Gruft bringen, wie Xavier und er Aschblonde sie hier zu sehen bekommen haben. Nein, er wollte wirklich nicht daran denken, was alles auf den Griesgram zukommen könnte. Die arme Juliet. Der arme Xavier. .
      Ja, Xavier. Er war der einzige, dem der Greif in diesem Moment wirklich helfen und beistehen konnte. Und das sollte er nun auch. Er nickte Antony zu, brachte ebenfalls ein schwaches Lächeln zustande und setzte sich dann zu seinem Freund. Um Claudia machte er sich ebenfalls noch einen Kopf, aber sie war eine starke Frau, wie Juliet auch. Er müsste jetzt einfach daran glauben, dass bei den beiden alles gut war.
      Sanft legte er seinen Arm nun um den Blonden und streichelte über seine Schulter. "Wenn was kommt, dann kommt alles auf einmal, hmn?", fragte er, erwartete aber keinerlei Antwort. Wenn er selbst wirklich Eltern gehabt hätte, dann könnte er vielleicht nachvollziehen, wie sich der junge Vampir nun fühlen musste, aber so, fühlte er sich eher aufgeschmissen. Er rückte etwas näher zu ihm heran und legte seinen Kopf auf den blonden Schopf. "Aber ich bin hier und ich lasse dich auch nicht alleine. Das . . ist wahrscheinlich nicht der größte Trost, aber ich möchte, dass du weißt, dass du nicht alleine durch dieses Schlamassel durch musst. Ich werde dir immer zur Seite stehen, ganz egal, wo uns das alles noch hintreibt." Er war sich bewusst, dass dies dem Blonden bereits klar sein musste. Aber es war häufig was anderes, solche Worte in einer schweren Zeit zu hören. Irgendwo doch . . erwärmend, als hätte man einen Anker, welcher einen hält. Zumindest hoffte Vannon sehr, dass sein Freund es so aufnehmen würde. Jetzt komplett den Anschluss zu ihm zu verlieren, wäre fatal.
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Leise war Gemurmel aus der Küche zu hören. Dem Anschein nach hatte Antony die junge Werwolfdame ans Telefon bekommen und so heiter wie seine Stimme in den ersten Sekunden durch die Wohnung schallte, schien es ihr auch gut zu gehen. Eher abwesend starrte der Blonde stattdessen auf den Fußboden und ließ in seinem Kopf die letzten Stunden Revue passieren, so wie er es schon seit Tagen machte. Er hatte einfach Angst ein wichtiges Detail zu übersehen, ein wichtiges Wort zu überhören oder gar den Verstand zu verlieren was einige male bereits knapp vorbeigegangen war.
      Er spürte Wärme, die wärme nach der er sich schon so lang sehnte, doch wie groß die Spannung zwischen den beiden Jungen auch war. Sie wich, wenn auch nur für unbestimmte Zeit auf die sich der Vampir selber nicht festlegen wollte. Die Umarmung tat gut, auch die Wärme und die Worte die im selbigen Augenblick an sein Gehör drangen. Es war alles zu fiel und wie so oft, nein, wie immer eigentlich hatte der Aschblonde Recht mit dem was er da typischerweise wohl nur aus dem Bauch heraus sagte. Er war nicht allein, vielleicht war er Physisch nicht allein, doch die Einsamkeit in seinem Kopf war fast schon wie eine endlose Wüste in der nichts zu finden war. Weder ein vertrockneter Baum noch ein einiger Busch. Die leere und der Schmerz in seinem Kopf waren unerträglich. Die Worte, gezeugt von Liebe und Ehrlichkeit ließen zwar eine kleine Blume an diesem Trostlosen Ort erblühen, doch das kahle Innenleben würde auch diese baldig wieder zerstören und es würde wieder dürre Einzug halten.
      Er schwieg und fand keine Worte zu antworten und nickte deshalb anfangs nur zaghaft ehe er sich aus dieser Stille löste. " Ich schätzte es wirklich das du für mich da bist. Doch ich hoffe auch das du verstehst wie sehr mein Leben gerade in Scherben zerbricht", meinte er leise doch die Sorge seines Freundes verstand er.
      Eine Stunde verging bis auch endlich die Werwolfdame zur Wohnungstür hereinspazierte und Tony sie liebevoll umarmte, doch sie wusste ihrem Gesichtsausdruck zu urteilen nicht warum er sich solch Sorgen machte. Während Claudia unter die Dusche verschwunden war und sich Antony um das essen kümmerte wie auch sonst hatte Xavier auf dem Sofa im Wohnzimmer verkrochen und sah fern, hoffte inständig nicht schlimmeres über seinen Vater oder gar Mutter zu sehen. Er wusste es war nicht die beste Ablenkung, doch wenigstens konnte er sicher sein das nichts schlimmer wurde im Anbetracht der Situation.
    • Was hätte er da schon sagen können? Es stimmte leider Gottes. Wenn es so etwas wie einen Gott wirklich gab. Wie auch immer, er brachte nicht mehr zustande, als ein einfaches Nicken, welches der Blonde mehr spürte, als sehen konnte. Gerade weil er sich bewusst war, wie schlimm es momentan in dem Leben seines besten Freundes aussah, machte er sich besonders Sorgen. Wie viel konnte jemand schon aushalten? In Xaviers Leben schien schon immer etwas nicht ganz richtig gewesen zu sein. Gerade das ließ Vannon darum bangen, den jungen Vampir wie er ihn kannte vollkommen zu verlieren. Doch diese Nähe zu ihm war nicht ganz verloren, das zeigte ja der jetzige Moment. Es war bloß schade drum, was passieren musste, damit sie sich wieder so fühlen konnten.
      Fernsehen war für den Greif auch nicht das non plus ultra, gerade was die Lage anbetraf, aber wenn Xavier danach war, dann würde er auch nichts dagegen sagen. Im Moment war er einfach dafür da, ihm Wärme und Nähe zu schenken und damit war er auch voll und ganz zufrieden. Als die Tür aufging, zuckte kurz ein Lächeln über seine Lippen. Er war vielleicht nicht ganz so erfreut wie Antony, die schöne Werwolfs-Dame zu sehen, aber immerhin doch sehr. Sie schien von dem ganzen Trubel nicht einmal was mitbekommen zu haben, so gelassen wirkte sie.
      Als die beiden wieder alleine im Wohnzimmer waren, wurden erneut Nachrichten gesendet. Es wurde wieder über die bereits Berichteten Ereignisse gesprochen. Im Gegensatz zu vorher, war nun nicht nur Juliet als Gesuchte aufgeführt. Der Liste hatten sich einige angeschlossen, darunter auch das ein oder andere bekannte Gesicht. Vannon kam es so vor, als würde die reine Hetzjagd im Land entstehen, in welcher man die Bürger auf meist Unschuldige los ließ, um die aufschäumende Abneigung gegen die Regierung zu unterdrücken. Und wer hätte es gedacht: Abgesehen von den ein oder anderen adeligen Rassen, waren doch auch viele Gestaltenwandler darunter. "Die Welt bewegt sich in eine ganz abartige Richtung.", grummelte der Greif nun an den Schopf des Kleineren. Immerhin hatten sich die Nachrichten über seine Eltern bisher nicht verschlechtert. Plötzlich zischte es und das Signal des Fernsehers war verschwunden. Einige Male blinzelte der Aschblonde, bis er sich aufrichtete und zur Fernbedienung griff. Er zappte durch die Kanäle, doch nirgends empfing man etwas. Er sah erst zu dem Blonden und dann in Richtung Küche. "Uhm . . Antony?", fragte er und stand auf, um zu schauen, ob vielleicht eines der Kabel locker war.
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Als in den Nachrichten eine lange Liste aufgezählt wurde mit Namen und Bildern drehte sich gefühlt der Magen des Vampirs zweimal um. Es war seltsam, es waren gar Leute dabei die Xavier oftmals bei sich zuhause sehen durfte. Alle wurden sie Gesucht, aus welchem Grund und vor allem wie hatten sie es geschafft seinen Vater festzunehmen? Er war der stärkste Vampir den er kannte, nicht einmal Antony konnte jemals mit ihm mithalten wie seltsam dies auch klang. Er weitete die Augen...das Fernsehprogramm war verschwunden. Er sah zu wie sich Vannon dem Problem annehmen wollte doch an einem Kabel schien es nicht zu liegen. Antony wich kurz dem Kochtopf und lehnte sich gegen den Türrahmen. Er zuckte daraufhin ahnungslos mit den Schultern. "Ich habe keine Ahnung, Stromausfall oder so ist es nicht, wer weiß, vielleicht haben die den Privathaushalten den Funk und Fernseher abgestellt", mit diesen Worten gesellte er sich wieder an den Herd um sich weiter ums essen zu kümmern. "Vielleicht ist es auch besser wenn wir nicht weiter schauen", meinte der Blonde recht leise im Verhältnis und fuhr sich durch die weichen Blonden Haare.
      Der Fernseher blieb auch den restlichen Abend über Stumm, es hatte angefangen zu regnen und nach dem gemeinsamen essen zog sich Xavier ins Schlafzimmer zurück, er wollte nichts mehr als schlafen, den dabei konnte sein verhasster Kopf, sein Verstand endlich einmal eine Pause einlegen.
      Doch wie sehr sich nicht nur Xavier Ruhe wünschte, so ging es dem jungen Greifen sicherlich ähnlich. Der Regen nahm am nächsten Morgen nicht ab, er stürzte fast schon auf dem Bett, nicht wie sonst wo er noch lang mit Vannon im Bett verbrachte und sich innig an ihn schmiegte. Der Ältere Vampir und die Werwolfdame waren anscheint zusammen im Badezimmer verschwunden, doch die einzige Interesse die der Blonde so früh hegte war die Zeitung um herauszufinden ob etwas passiert war. Er schnappte sich das besagte Papier und kroch zurück unter die Bettdecke im Schlafzimmer zu seinem Freund. Der Regen war stark zu hören als dieser an die Fensterscheibe tropfte. Da es im Zimmer dunkel war durch die zugezogener Vorhänge, so schaltete er die Nachttischlampe an und begann fast schon betend die Zeitung zu überfliegen. Die erste Seite, die Schlagzeile zeigte etwas eher uninteressantes was sein Herz fast schon wieder beruhigte, doch die folgende Meldung nur minimal kleiner als die Schlagzeile ließ den Jüngling schwer schlucken, er begann wieder kräftig zu zittern und ließ nach einigen Momenten die Zeitung auf die Bettdecke nieder. Seine Augen füllten sich mit Tränen. In der Zeitung stand ernsthaft das sein Vater durch ein schnelles Gerichtsverfahren das eilte einstimmig zum Tode Verurteilt wurde. Im Zusammenhang mit dem Fernsehausfall was das ganze Land betraf wurde Offiziell bekannt gegeben das der Bombenanschlag die Kriegseröffnung Gegenüber Russland und Amerika war.
    • Schon lange war ein Abend nicht mehr so trostlos verlaufen, wie der gestrige. Seit der Fernseher einfach das Signal verloren hatte, war die Stille um sie herum bedrückend geworden. Der Regen, der sich nun als Hintergrundgeräusch eingespielt hatte, machte es nicht besser. Auch wenn am Tisch das ein oder andere Gespräch zwischen Claudia und Antony stattfand, mochte der Greif sich gar nicht einmischen. Er war ebenso still, wie sein Freund, nur nicht so neben sich. Aber dem Blonden konnte man das beim besten Willen nicht verübeln. Auch nicht, dass er bald darauf schon das Schlafzimmer aufsuchte. Auch Vannon hatte sich daraufhin erhoben und war dem Kleineren gefolgt, nachdem er sich für das gute Essen bedankt hatte, von welchem er kaum gegessen hatte und eine gute Nacht gewünscht hatte.
      Selten plagte den Greif die Schlaflosigkeit, doch diese Nacht war eine von denen, in welchen dieser seltene Fall auftauchte. Selbst als er die Augen geschlossen hatte, hörte er den unablässigen Regen, wie Trommelschläge an der Scheibe. Er hatte die Bilder im Kopf, von Juliet, Vladimir und den ganzen anderen Gesichtern, welche er noch im Fernseher hatte begutachten dürfen. Sie hatten sich förmlich in seinen Kopf eingebrannt. Die ekelhaftesten Bilder nahmen nun in seinem Kopf Gestalt an. Was diese Leute wohl erwarten würde. Gäbe es überhaupt noch eine Chance für die, die gefangen wurden? Er stellte sich den großen Schwarzhaarigen vor, mit seinem Angst einflößenden Auftreten und der unglaublichen Präsenz, welcher er ausstrahlte, sobald er auch nur den Raum betrat. Dieses Bild wurde ersetzt, durch einen ausgelaugten Mann, schwach, wie Xavier es in der Gruft gewesen war. Nur noch kriechend, bis man ihm brutal den Kopf abschlug, einen Pfahl durchs Herz rammte, oder bei lebendigem Leib verbrannte.
      Hatte er es geschafft, diese schrecklichen Fantasien zu verdrängen, kam ihm Juliet wieder ins Gedächtnis. Diese wunderschöne Blondine, mit ihrem zierlichen Körper und ihrer Anmut. Nun jedoch mit verfilzten Haaren, welche von Dreck und Ästen durchsäumt waren. Die Kleider schmutzig und ihr Körper mager. Inständig hoffte der Greif darauf, dass ihm sein Kopf nur einen bösen Streich spielte.
      Der nächste Morgen kam früh. Der Aschblonde spürte, wie Xavier ruckartig das Bett verließ. Er konnte sich schon denken, was den Blonden aus den Federn trieb. Doch er selbst wollte gar nicht wissen, welche Nachrichten auf sie warteten. Die Reaktion, welche er von dem jungen Vampir spürte, ließ ihn nun jedoch die Augen öffnen und sich leicht aufrichten. Er las nun ebenfalls die Zeitung und auch er musste schwer schlucken. Das hatte er so schnell nicht kommen sehen. Schnell setzte er sich vollends auf und zog den Blonden sanft in seine Arme. Trotz des Schlafmangels fühlte er sich hellwach. Musste eine Form von Adrenalin sein. Er strich mit den Finger durch das weiche Haar des anderen. Sanft gab er ihm einen Kuss auf diesen. Worte hatte er für all das nicht. Nur wieder die Hilflosigkeit, die sich in ihm ausbreitete. Was sollte er machen? Es war unmöglich für eine einzelne Person zu vermeiden, was womöglich schon zu spät war. Nun spürte selbst er einen Kloß in seinem Hals und ein lästiges Brennen in seinen Augen. Sei es wegen diesem jämmerlichen Schicksals eines Familienvaters oder aber das Mitleid für Xavier, dessen Leben von Tag zu Tag zusehends weiter zerfiel. Sie waren nun offiziell in einem Krieg. Und mit der Nachricht des Todesurteils über seinen Vater, war es so, als würde der Krieg ein ganz dunkles Kapitel im Leben des jungen Vampirs einleiten.
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Was tat ihm nur sein Leben an? Als wäre der namenlose Spiegel zerbrochen und würden nun die kleinen Scherben mit dickflüssigen Blut getränkt werden. Sein Kopf tat weh, seine Glieder waren verkrampft und sein Gesicht ließ keinerlei Freude mehr ablesen. Sein Körper war nur noch ein Schatten seiner selbst, eine Hülle ohne Inhalt, ein Kind dessen Tränen bereits vergossen wurden. Wie sehr der Blonde sich auch anstrengen vermochte, doch seine Blauen Augen hatten ihren Glanz verloren. Seine Gedanken nachdem seine Augen den Zeitungsartikel überflogen hatten schweiften vollkommen ab. Er dachte an seine Mutter, wie sehr sie doch leiden musste. Schließlich wusste er genau, seine Mutter liebte ihren Mann über alles und würde ihn nie von Erden gehen lassen ohne sie. So wie er seinen Vater kannte, würde er dennoch versuchen Juliet davor zu bewahren eine Dummheit zu tun. Er würde sein Schicksal hinnehmen, würde vielleicht gar versuchen zu entkommen, doch so wie die Situation stand sah es danach aus als ob selbst der Griesgram und Strecke keinen Ausweg mehr fand und sich stellte.
      Fast schon ungefragt und ohne auch nun eine reine Andeutung zu machen sprach sein Körper Bände, die Nähe die sein Körper verlangte wurde sofort von seinem Freund befriedigt. Die starken und Schützende Arme legten sich erneut um den zierlichen Körper der von oben bis unten zitterte. Sein Herz schlug schnell, seine Stirn war untypischerweise ziemlich heiß für seine Verhältnisse und seine Augen waren rot und aus ihnen quollen Tränen hervor die langsam seine kalten Wangen ebenfalls erwärmten. Zögernd umklammerte er nun ebenfalls den Oberkörper des Greifen und ließ seinen Tränen ihren Weg nach unten finden. Leises schluchzen verließ seine Kehle und letztlich gar seine Lippen als er sein Gesicht bei seinem Freund vergrub. Er hatte so gehofft das seine Mutter Recht hatte und alles in Ordnung kommen würde, doch wie so oft hatte sie ihn nur versucht zu beruhigen. Dieses ungute Gefühl in seiner Magengegend war nicht nur eingebildet...
      Was würde jetzt passieren? Diese Ungewissheit. Würde Antony vielleicht gar vorschlagen von hier wegzugehen? Würden die Anschläge sich so sehr verschlimmern das Paris bald in Schutt und Asche läge? Es gab keine Antworten auf diese Fragen, man müsse warten und dieses warten verunsicherte Xavier nur umso mehr, brachte ihn fast um den Verstand. Sein Leben war nie das beste in mancher Hinsicht sogar unschön, doch es war alle mal auszuhalten. Ihm ging es besser nachdem er auf das Internat wechselte und Vannon kennenlernte, alles schien ein Stück besser zu werden doch nun zerbrach alles in kleine Teile, verbrannte zu Asche und ließ und eine Leiche ohne Kern übrig. Auch wenn die Verbindung zu seinen Eltern nicht das beste war, trotz dessen waren es seine Eltern und allein die beiden getrennt zu wissen löste ein ungewollt trauriges Gefühl in dem Jüngling aus, ein unwohles Gefühl, eine Ahnung...die Angst ihm könne diese Trennung ebenfalls passieren mit der Person in dessen Arme er nun lag. Er hatte satt andauernd zu jammern und sein Leid auszusprechen oder das ihn plagte, er belastete damit nicht nur sich selbst sondern auch alle um sich herum und am meisten belastete er damit den Menschen der nun für ihn da war und versuchte seine eigene Angst zu unterdrücken so wie er selber es Jahre lang getan hat. Eine gefühlte Ewigkeit verbrachte der Blonde in dieser Position und ließ seinen Tränen ihren Lauf. bis er vor Erschöpfung in einen Schlaf verfiel.
      Leise klopfte es im selbigen Moment als das schluchzen verstummte an der Schlafzimmertür und wie bereits erwartet stand nun im Türrahmen Antony. Er hatte bemerkt das die Zeitung aus der Küche verschwunden war und konnte sich bei dem Bild das sich ihm zeigte vorstellen was in Xavier nun vorging. "Ist alles in Ordnung? Hat er sich beruhigt", fragte er leise um den Vampir nicht wieder zu wecken.
    • Noch nie zuvor hatte der Greif einen derartigen Gefühlsausbruch von seinem besten Freund gesehen. In Anbetracht der Situation konnte es ihn nicht freuen und irgendwo war es selbstverständlich, dass alle Dämme brachen. Trotzdem hatte Vannon für einen Moment Angst gehabt, der Blonde könnte wieder versuchen, all das in sich hinein zu fressen. Das hätte ihn mit Sicherheit um den Verstand gebracht. Schon jetzt konnte er nicht sagen, wie sehr in dieser Schmerz wohl zerfressen würde, doch wenigsten ließ er es zu, dass der Aschblonde ihm ein wenig Trost schenken konnte. Sei es auch nur als Schulter zum Weinen und Arme, in welchen er Schutz finden konnte. Alleine das konnte manchmal schon helfen. Den Schmerz vollends zu nehmen, wäre allerdings unmöglich.
      Selbst jetzt hatte der Greif noch Angst, Xavier könne womöglich hyperventilieren, auch wenn er nicht sicher war, ob das für einen Vampir überhaupt möglich war. Sanft streichelte er ihn und versuchte ihn so gut es ging alleine durch seine Körpersprache zu beruhigen. Ob es an ihm lag, oder einfach die Erschöpfung den Blonden langsam in den Schlaf trieb, darüber war er sich nicht ganz sicher. Jedenfalls war er sich sicher, dass der Kleinere nun schlief. Sein Atem ging nun ruhig, die sonst so bleichen Wangen waren gerötet und die Augen ebenfalls rötlich und geschwollen. Wie er so da lag, sah er so gar nicht nach dem anmutigen Vampir aus, den Vannon in der Schule kennengelernt hatte. Eher nach einem Haufen Elend ohne einen rechten Platz oder einen Grund zu existieren. Schon wegen seiner Rasse war es dem Aschblonden möglich, Gefühlsregungen anderer besser zu lesen, auch wenn er sich darüber selbst nicht bewusst war. Die Schmerzen, Trauer und Angst, welche ihm so offen gezeigt wurden, hatten ihm selbst die Kehle zu geschnürt. Seine Muskeln fühlten sich eigenartig erschöpft an, als die Anspannung ihn nun verließ, da der Blonde endlich ein wenig verdiente Ruhe gefunden hatte.
      Als hätte der Schwarzhaarige die gesamte Zeit über gelauscht, kam er nun genau passend im Türrahmen zum Vorschein. Die erste Frage fasste der Greif als einen schlechten Scherz auf und brachte sogar ein bitteres Lächeln zustande. Er war merkwürdig reizbar, wie ihm in diesem Moment auffiel. Zum Glück bevor er eine spitze Bemerkung von sich gab. Das war so gar nicht seine Art und er wusste auch, dass Antony es nur gut meinte. Er zuckte mit den Schultern und antwortete mit rauer und leiser Stimme: "Er schläft nun. Wahrscheinlich weil er einfach fertig ist. ." Sein Blick blieb dabei auf seinem geliebten besten Freund ruhen. Ihn so zu sehen war einfach schrecklich. Die Hilflosigkeit machte es nicht wirklich besser. Nun hob auch er den Blick. Wie froh er war, nicht alleine dieser Situation gegenüber zu stehen. "Hast du irgendwas, womit seine Schmerzen. . wenigstens ein wenig besser werden?", fragte er und erhoffte sich von einem erfahrenen Vampir, dass er einen Rat hatte, der Xavier helfen würde.
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Tony war mehr als bewusst das jetzt nicht der richtige Zeitpunkt für Scherze war. Doch seine Art und Weise ließ es nicht anders zu als die Situation mit einem falsch platzierten Kommentar aufzulockern der eher das Gegenteil bei seinem Gesprächspartner auslöste. Er raufte sich die Haare und stieß dabei ein verhältnismäßig leises seufzen aus. Ihm war bewusst wie viel Sorge in dem jungen Greif lag, doch für Xavier sah er leider so gut wie keine Hoffnung, er war schon immer ein sehr ruhiger Junge gewesen und war psychisch immer sehr labil. Es war schwer an ihn heranzukommen und obwohl Vannon diese Hürde anscheint überwunden hatte war der Blonde dennoch nicht ehrlich, weder zu sich selber noch zu seinem besten Freund für den er anscheint mehr als Freundschaft fühlte.
      "Ich muss dich enttäuschen, aber, ich glaube selbst du müsstest wissen das es kein Medikament der Welt gibt was seelischen Schmerz lindern kann", er trat aus dem Türrahmen heraus und stand nun neben dem Bett um Xavier über die Stirn und letztendlich auch durchs Haar zu fahren. Auch seine Hand war ungewöhnlich kalt und bleich, nicht so bleich wie die des Blonden aber fast schon annähernd. Er hielt es für richtig mit Vannon über die Dinge zu reden die Xavier so belasteten. Er bemerkte wie hoch doch der Druck in beiden war und doch der Blauäugige diese Spannung nicht lösen wollte. Natürlich würde er nichts erzählen was zuwider wäre, aber ohne ein gewisses Grundwissen könne der Aschblonde nie die Mauer zwischen ihnen überwinden.
      Der Schwarzhaarige zog seine Hand zurück und ließ sich auf der Bettkante nieder. "Ich weiß das ist vielleicht nicht der richtige Weg dir das zu erzählen, aber ich weiß auch das er dir so gut wie nichts erzählt hat. Ich kenne Vladimir und Juliet nun schon fast mein ganzes Leben lang und natürlich hasst Xavier seinen Vater, was ich auch verstehen kann und auch Juliet ist kein Unschuldslamm, nur weiß ich, wenn Vladimir wirklich hingerichtet werden sollte wird sich Juliet ebenfalls das Leben nehmen", setzte er an und ließ den Blick auf dem Gesicht des schlafenden ruhen. "Er hat nie viel geredet, hat immer alles in sich hineingefressen. Sein Leben war nie toll, er hatte Dinge gesehen die kein Kind sehen sollte, es interessierte nie jemanden wie er fühlte noch wie seine Meinung lautete, er war lediglich das Vorzeigekind was leider nicht den Wünschen seines Vaters entsprechen", Antony verstummte für einen Moment und hielt mit seinen Worten inne.
      "Vladimir und Juliet haben sich schon lang ein Kind gewünscht, doch fast fünfzig Jahre hat es gedauert bis es endlich geklappt hat. Er war überglücklich als er erfuhr das es ein Junge wird, doch als er ihn das erste mal sah, sah er fast in das Gesicht seiner Frau, erst war er enttäuscht doch irgendwann wich das der Liebe zu seinem Kind..."
    • Diese Antwort hatte er natürlich erwartet. Doch ein wenig - wenn auch nur wirklich ein kleines bisschen - hatte er gehofft, dass es dennoch eine Lösung gibt, von der er bloß noch nicht gehört hatte. Mit einem Seufzen und einem fast unmerklichem Nicken nahm er die Antwort so hin und sah wieder auf den zierlichen Körper in seinen Armen. Wüsste er nicht, dass Xavier tatsächlich noch am Leben war, hätte man genauso gut denken können, er hielt eine leblose Hülle in seinen Armen. Doch darüber wollte er nicht weiter nachdenken. Bereits jetzt begannen seine Augen wieder zu brennen und er musste mehrmals Schlucken, um diesen Kloß weg zubekommen.
      Wie schon erwähnt, war Vannon im Grunde froh darüber, den Schwarzhaarigen bei sich und dem Blonden zu wissen. Er war sehr schlau und kannte die Familie seines besten Freundes schon so lange, da war er immer für einen guten Rat zu gebrauchen. Noch dazu war er sehr freundlich . . der Aschblonde mochte ihn wirklich. Doch in diesem Moment fühlte es sich für ihn so an, als würde er sich zwischen sie drängen. Nicht, dass es wirklich so war, aber dennoch hätte sich Vannon am liebsten einfach mit Xavier in seinen Armen von dem älteren Vampir weg gedreht. Stattdessen aber beherrschte er sich und sah nur still zu, wie er dem Blonden durchs Haar fuhr und langsam begann zu sprechen.
      Als er dann scheinbar fertig war, verstand der Greif im Großteil nur Bahnhof. "Also . . ich kann verstehen, dass man Vladimir nicht unbedingt mögen muss. Er kann ein . . ganz schöner Kotzbrocken sein, wenn ich das so sagen darf.", murmelte Vannon so leise wie möglich, damit er seinen Freund nicht weckte, Er wusste wirklich nicht viel und er kam sich so dumm vor, da er nichts von alldem verstand. Antony schien ihm zwar etwas erzählen zu wollen, jedoch auch nur die Hälfte vom Ganzen. "Wenn ich das von meinem Standpunkt aus bewerten sollte, würde ich sagen, dass von Vaterliebe nicht gerade viel zu sehen war. Eher war es Juliet, die ihren Sohn bemuttern wollte, wo sie nur konnte. Xavier schien von beidem nicht gerade begeistert, aber ich . . ich weiß nicht." Er hielt den Blick weiter gesenkt und streichelte sanft den zierlichen Körper, welchen er in seinen Armen hielt. Wenn so Vaterliebe auszusehen hatte, dann wollte der Greif nie ein Kind haben. Er hatte sowieso schon genug Angst davor, vielleicht einmal genauso zu werden, wie dieser Griesgram. Und Xavier dann das Ebenbild von Juliet. .
      Er schmiegte sich etwas mehr an den Kleineren und schloss die Augen. So sollte es nicht kommen. Er wollte so bleiben, wie jetzt und er wollte immer noch, dass Xavier lächeln konnte. Sein Lächeln und die funkelnden blauen Augen waren so wunderschön. Das alles schien nun in weite Ferne gerückt worden zu sein. "Warum erzählst du mir das?", fragte er nun und schielte doch kurz zu Antony herüber, um nicht total unfreundlich zu sein. Er war sich sicher, dass ihm das alles helfen sollte. Wie, darüber war sich der Aschblonde bloß noch nicht bewusst.
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Die Körpersprache des jungen Greifen konnte leider den Erfahrenen Vampir nicht anlügen. Auch in ihm sah der Schwarzhaarige große Angst, Sorge und alles was dazugehörte. Doch wie sehr sich Tony anstrengen würde, er könne leider auch das Leiden der beiden nicht mildern. Er verstand auch das Vannon nicht ganz verstehen konnte was er da redete, Xavier war ein Buch mit sieben Siegeln, wäre Antony nicht so gut mit seiner Mutter befreundet gewesen und hätte der Blonde nicht über ein Jahr bei ihm gewohnt, wüsste er um Längen nicht so viel über den zierlichen Vampir.
      Er ließ mit seiner Hand von dem Haar des kleineren ab und ließ seine Hände auf dem Schoß ruhen und ließ seinen Blick auf dem Greifen nieder. "Warum ich dir das erzähle? Ich würde dir gern noch so viel mehr erzählen, aber leider...wäre es wirklich besser das Xavier dir alles erklärt, aber lass ihm Zeit dafür, er ist verletzlich", erneut verließ ein seufzen seine Kehle. Er wusste nicht genau wie er die Worte beschreiben sollte die er in Wirklichkeit versuchte zu finden.
      "Was ich damit sagen will, er hat viel durchgemacht in seinem Leben. Er würde nie darüber jammern oder gar ein Wort darüber verlieren aber er braucht unbedingt jemanden der an seiner Seite bleibt und auf ihn hört. Er weiß was gut, selbst wenn er von sich selber behauptet das es nicht so seie", wieder atmete der größere kräftig aus und erhob sich von der Bettkante. Er sah auf den Aschblonden nochmals herab bevor er sich langsam zur Tür begab. "Lass ihn schlafen, wenn Vampire krank sind schlafen sie", meinte er und verschwand danach endgültig aus dem Zimmer, die Tür fiel ins Schloss und ruhe kehrte wieder in dem kleinen Schlafzimmer ein.
      So als würde der Blonde schlecht träumen verzog er das Gesicht und stieß ein leises knurren aus bevor er mit seiner Hand langsam begann nach etwas zu suchen und letztendlich doch recht fest für seine Verhältnisse nach der Hand des Greifen tastete um diese mit seinen zierlichen Fingern zu umschließen. Seine Mimik lockerte sich etwas und atmete fast schon erleichtert wirkend aus. So als hätte er Gedacht Vannon wäre eben aus dem Zimmer verschwunden obwohl es Antony war.
    • Jetzt verstand Vannon, wenn auch nur zum Teil. Antony wollte einfach nur das Beste für den Blonden. Sicherlich war er sogar ein wenig so etwas wie ein Neffe, wenn nicht sogar ein Ersatz für einen Sohn. Nur leider fand der Greif in seinen Worten nicht die Antwort, die er sich gewünscht hatte. Ihm wurde nur immer bewusster, wie schwarz die Vergangenheit Xaviers sein musste.
      Er dachte noch über die Worte nach, welche der Schwarzhaarige erwähnt hatte, als dieser das Zimmer verließ. Als Antwort brachte er nicht mehr als ein Nicken zustande. Viel zu beschäftigt war er noch damit, weiter darüber nachzudenken. Natürlich würde er den jungen Vampir nicht alleine lassen. Jetzt erst recht nicht, nachdem auch noch die Sache mit seinen Eltern vorgefallen war. Er würde es gar nicht übers Herz bringen, da ihm bewusst war, dass der Kleinere daran sicherlich zerbrechen würde. Und sollte der Staat ihn abziehen wollen, sollten die nur kommen. Da müssten sie ihm schon all seine Kraft nehmen, wenn sie ihn einfach so mitnehmen wollten. Und was diese Geheimnisse anging, welche Xavier vor ihm hatte. . selbst damit würde er weiterhin klar kommen. Sollte sich der richtig Zeitpunkt ergeben, würde der junge Vampir sicherlich darüber reden. Und bis dahin könnte Vannon warten. Drängeln war nun wirklich keine gute Lösung.
      Als sich der Blonde in seinen Armen regte, erschrak er zuerst, doch dann verstand er. Sanft lächelte er nun und gab ihm noch einen Kuss auf den Schopf. Jetzt, wo es wieder still in dem Zimmer geworden war, machte sich seine eigene schlaflose Nacht bemerkbar. Doch er würde wach bleiben, um Xavier weiter die Sicherheit geben zu können, dass er da war. Und so begann er einfach, mit seinem Freund zu reden. Oder besser gesagt, ihm von ihren Erlebnissen zu erzählen. "Hey Xav, weißt du noch, wie wir uns kennen gelernt haben?", begann das alles und artete letzten Endes in stundenlange Geschichten aus. Er wusste nicht, wie spät es mittlerweile war, doch immerhin hatte der Regen aufgehört und dem Aschblonden waren tatsächlich die Themen ausgegangen. "Ach ja. . du kannst dir nicht vorstellen, wie unglaublich froh ich bin, an deiner Seite sein zu dürfen.", schloss er das ganze ab und sah schon fast verträumt auf den Vampir hinab.
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Während Vannon begann ihre ganzen Erlebnisse und ihr Leben an der Schule aufs neue aufzurollen und gefühlte Stunden zu erzählen begann, schlief der Blonde Vampir seelenruhig weiter mit dem Kopf auf seinem Schoß gebetet und hielt weiterhin zaghaft seine Hand, wobei sich allerdings sein Griff gelockert hatte. Er träumte...schlief recht ruhig für seine dunklen Gedanken. Sein Träumen war alles andere als schön, er träumte davon wie er zusammen mit seiner Mutter spazieren ging doch nirgends war sein Vater zu sehen. Ohne zu reden, ohne sich zu berühren liefen Mutter und Sohn nebeneinander schnurgeradeaus. Doch irgendwann nach einer gefühlten Ewigkeit standen sie vor einer großen Holztür die sich öffnete, dahinter war ein roter Teppich, Holzbänke die allerdings alle leer waren und am ende des Teppichs stand ein Mann mit schwarzen langen Haaren, roten Augen und Anzug...wage konnte der Blonde Jüngling nur erahnen das sein Vater dort stand. Zaghaft ließ er seinen Blick zu seiner Mutter schweifen die plötzlich wie aus dem nichts in ein Hochzeitskleid gehüllt war und ohne ihn den roten Teppich entlang lief. Doch ab dem Zeitpunkt konnte er sich in seinem Traum nicht mehr bewegen. Er sah wie beide ihre Hände hielten und sich letztendlich küssten doch danach tauchte sich alles in tiefes rot, als würde sein Vater zu einem Dämon werden, er stürzte auf ihn zu und schien ihn aufzufressen, auszusaugen...oder was auch immer...der Rest verschwamm vor seinen Augen.
      Nach einer gefühlten Ewigkeit in seinem Traum bemerkte er schon gar nicht mehr das er nicht mehr träumte und eben zaghaft seine Augen einen Spalt geöffnet hatte. Sein Kopf war immer noch sehr warm, ungewöhnlich warm gewesen und leise drangen die Worte des Greifen an sein Gehör die er kaum wahrnahm und ebenfalls als Hirngespinst seines Kopfes sah. Felsenfest der Meinung zu träumen sah er nach oben in das Gesicht des Aschblonden und versuchte mehr zu erkennen, doch es gelang ihm nicht. "...wie froh ich bin, an deiner Seite sein zu dürfen", war das letzte was der Blonde wahrnahm und seine Mundwinkel leicht zucken ließ. Doch sein Glaube, immer noch zu schlafen, sein Gefühlsreichtum war wie betäubt durch sein Fieber was er wohl bekommen hatte und die zaghaften Worte des Greifen die nur gedämpft ihren Weg fanden. Er bemerkte wie er vorsichtig die Arme bewegen konnte und diese vorsichtig nach oben hob um sie um den Nacken des größeren zu legen. Als diese dort fast schon schwach platziert waren zog er ihn fast schon schnell zu sich herab und drückte seine Lippen gegen die seines Freundes...immer noch im Glauben zu träumen, das betäubte Gefühl bei all dem unterstützte diese Illusion nur noch mehr.