[2er RPG] Amnesia

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    • Beinahe hatte der Greif schon wieder mit einer ähnlichen Abfuhr gerechnet, doch diese blieb nun aus. Zum Glück. Denn sonst hätte er wirklich nicht mehr gewusst, was in dem Kopf seines Freundes vor sich ging. Nun schien er wenigstens wieder derselbe zu sein, auch wenn das nicht gerade die beste Methode war, ihn eventuell wieder in den alten Zustand zu kriegen. Gut, alter Zustand konnte man das auch nicht nennen, immerhin war er im Grunde die gesamte Zeit über ein und der selbe, aber. . er wusste trotzdem nicht, wieso er sich vorher so plötzlich von ihm abwenden musste. Nun wollte er sogar die verletzte Hand des Größeren verbinden. "Eh. . Xav, ist das nicht etwas blöd für dich?", fragte er noch, doch da war der Blonde schon im Bad verschwunden.
      Als er zurück kam, sah Vannon still dabei zu, wie der Blonde seine Sache machte. Er musste zugeben, dass es etwas eklig aussah, was er da mit seiner Hand gemacht hatte. Hoffentlich würde das Blut wieder aus dem Tuch gewaschen werden können. Und hier auf dem Boden war ja auch schon einiges. Die murmelnden Worte ließen ihn wieder aufhorchen und er murrte leise und verlegen. "Ja also. . das war irgendwie das einzige, was mir einfiel.", versuchte er zu erklären, doch im Grunde dachte er überhaupt nicht, dass es dem Vampir darum ging. Dann saugte der Kleinere etwas an seiner Hand, was den Greif erneut den Blick abwenden ließ. Jetzt musste sein Freund wieder wegen ihm sicherlich durch einiges an Selbstbeherrschung gehen. Es war immerhin nicht wenig Blut, was dort floss. Kurz darauf war seine Band auch schon verbunden und er sah wieder hinab zu dem Blonden.
      Er wusste nicht, ob er durch diese Worte lächeln sollte, oder am liebsten weinen würde. Allerdings vor einer Art von Mitgefühl und Freude. So dachte er jedenfalls. Richtig zuordnen konnte er es aber nicht. Wie so vieles im Moment. . Tief atmete er durch und strich nun mit der verbundenen Hand durch das weiche Haar des anderen. "Du solltest dich auf gar keinen Fall entschuldigen. Ich bin der tollpatschige und irgendwie unerfahrenere von uns. Außerdem bin ich auch nicht besonders schlau und mach zu viel aus irgendeiner Intuition heraus. Und jetzt hast du schon wieder wegen mir geweint, das möchte ich nicht. Deswegen tut es mir wirklich aufrichtig leid." Nun legte sich doch ein Lächeln auf meine Lippen und ich zuckte etwas die Schultern. "du brauchst jetzt nicht denken, dass ich mich als dein unterwürfiges Haustier sehe oder so und zu wenig Selbstbewusstsein habe. Ich möchte nur nichts falsch machen. Ich weiß, dass du mich als Greif und Freund siehst und das ist alles, was es braucht, damit ich zufrieden bin. Du bist der einzige, den ich habe, Xavier. Deswegen ging mir das gerade wohl so nahe. Aber du brauchst dir wirklich keine Sorgen zu machen." Nun holte er tief Luft und musste dann etwas lachen. Er hatte viel zu lange geredet und wahrscheinlich kam er wie immer einfach unkoordiniert und verplant vor. Doch genauer konnte er seine Gedanken gerade nicht ordnen. Er war einfach froh darüber, dass der Vampir ihm nicht komplette Abweisung entgegen brachte, was das Horror-Szenario schlecht hin für ihn gewesen wäre.
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Die Aktion seines besten Freundes empfand er selber mehr als dumm, obendrein hätte er sich auch wichtige Innereien zerstören können damit. Xavier konnte vieles, doch das heilen von Menschen oder anderen Wesen war ihm leider nicht auferlegt. Recht still und wortlos verband er einfach die Hand und ließ diese danach herab sinken. Auf seine Frage warum er das tat wollte er eigentlich gar keine Antwort hören. Er wusste schließlich das viel Intuition und Instinkt bei dem Greifen eine Rolle spielte was man bei Vampiren nicht behaupten konnte, natürlich hatten Vampire ebenfalls natürliche Instinkte doch leider zählte so etwas nicht dazu, den das denken stand bei einer so hochentwickelten Rasse immer noch an oberster Stelle. Wenn man bedachte das einer der intelligentesten Wesen auf Erden der berühmte Vlad Tepes oder auch der Graf von Dracula war, ebenfalls ein Vampir ließ dies bereits drauf schließen das Vampire mehr taten als nur auf ihren Instinkt oder Überlebenswillen zu hören.
      Immer noch war der Blonde Vampir peinlich Berührt von der eben entstandenen Szenerie im Wohnzimmer. So etwas taten Freunde nicht und sollten sie auch nie. Obendrein waren die nicht nur beste Freunde sondern auch beides junge Männer die davon Abstand halten sollten so gierig nach dem anderen zu sein, auch wenn diese Gier in den Blauen Augen des kleineren doch größer schien als bei seinem Gegenüber, doch darüber konnte er schlecht urteilen. Trotz das er sich Sorgen um die Verletzung machte suchte er sofort wieder Abstand und trat einige Schritt nach hinten. Er wollte gar nicht erst in ein langes Gespräch verwickelt werden, anscheint war die Sache von eben von dem Greif sowieso unter den Tisch gekehrt worden was nur Zweifel aufkommen ließ. Den für Xavier war das eben weitaus mehr als sich der Greif vorstellen konnte auch wenn das unterdrückende Verhalten dennoch präsent war. Er war der einzige den er hatte...dieses Gefühl von Einsamkeit kannte er genug, auch wenn er Familie hatte, fühlte er sich dennoch allein. Er hatte nie daran Gedacht das Vannon so etwas wie ein Haustier war, lediglich der Gedanke das er es bei jemand anders wäre. Vor allem als der Greif ihn darüber aufklärte was das überhaupt passieren könne ließ ihn nur wegen des reinen Denkens die Adern gefrieren.
      "P-pass einfach auf ja? Ich mach mir trotzdem Sorgen darum, den genau weil du so tollpatschig bist und immer danach handelst wie es dein Körper verlangt und nicht weiter darüber nachdenkst passieren solche Dinge, du hast die Möglichkeit solch ein Gleichgewicht zu finden...im Gegensatz zu mir...", er biss im selbigen Moment auf die Unterlippe und rieb sich eines seiner Augen mit dem Handrücken. "Aber, ich will dich nicht schon wieder bejammern oder sonstiges, ich geh mir mal kurz die Beine vertreten", ohne auf eine Antwort zu warten oder hoffen drehte er sich um und ging aus der Küche, verließ gar die Wohnung und rannte dabei regelrecht an Claudia und stieß diese beiseite. Sie hatte das Gespräch mitbekommen, hatte sich derweile im Schlafzimmer angezogen und sah zu der Wohnungstür die ins Schloss fiel ehe sie sich zu dem Aschblonden in die Küche gesellte. Sie lehnte sich demonstrativ mit ihrem kurvigen Körper an den Türrahmen und nahm den letzten Schluck Bier ersichtlich aus der Flasche ehe sie skeptisch zu dem jungen Mann vor ihr sah. "Da scheint ja ganz schön was schiefgelaufen zu sein bei euch beiden...und das mit deiner Hand ist keine Gute Lösung auf die Dauer glaub mir mal, ich kenn das", meinte sie wobei sie ihr wallendes, lockiges Haar nach hinten streifte und ihre Mundwinkel leicht nach oben zuckten. "Ihr scheint euch sehr zu mögen kann das sein? Habt ihr darüber schon mal geredet, den ich habe das Gefühl da steht was zwischen euch...ich will mich nicht einmischen aber, wie sieht den eure Beziehung wirklich aus?", sie wollte den jüngeren keinesfalls aushorchen oder ähnliches, doch Neugierig war sie alle mal und dies ließ sie sich nicht nehmen. Abgesehen davon das sich der Greif selbst verletzte kann die Brünette Frau mehr als Gut und könne vielleicht sogar helfen sein Problem zu lösen wenn es das war, was sie vermutete.
    • Mal wieder verstand er nicht alles. was der Vampir äußerte und ärgerte sich noch mehr als sonst darüber. Denn ganz offensichtlich war doch nicht alles wieder okay. Da war noch ein ganz massives Problem und Vannon wusste nicht, wie er es lösen konnte. Und was sollte überhaupt heißen im Gegensatz zu mir? "Xavier warte bitte.", sagte er noch, aber leider war der Vampir schon auf und davon. Enttäuscht seufzte der Greif und fragte sich, ob er nicht lieber hinterher sollte. Es war viel zu gefährlich, wenn sich Xavier dort draußen alleine herum trieb! Aber in der jetzigen Lage würde er womöglich noch vor dem Größeren weg laufen. Mal ganz davon abgesehen stellte sich die Werwolf-Dame mit ihrem kurvigen Körper direkt in die Tür und versperrte so den Weg. Vannon fuhr sich durchs Haar und schloss einen Moment die Augen. Er verstand einfach nicht, warum das so weh tat. Seine Hand war nichts im Vergleich zu dem, was da in seinem Körper vor sich ging. Wenigstens hatte er sich jetzt halbwegs unter Kontrolle. Doch die Worte vom Vampir zuvor verunsicherten ihn erst recht. Er hatte sich so vorwurfsvoll angehört, nicht so verstehend und liebevoll wie sonst.
      Nur langsam öffnete er die Augen und sah zu Claudia. Er wusste nicht, wie er ihr am besten antworten konnte. Schon dafür keimte erneut Selbsthass in ihm auf. Langsam zweifelte er tatsächlich an sich. Aber sie könnte ihm helfen. Es war einen versuch wert, ihr alles so genau wie möglich zu erklären, auch wenn er selbst keinen Überblick über das hatte, was mit den beiden passierte. "Also. . ja, da ist anscheinend wirklich einiges schief gelaufen. Und das mit meiner Hand ist halb so schlimm. Ist das erste Mal, dass ich überhaupt zu so einer Lösung greifen muss.", gestand er ihr und atmete nochmal tief durch. Es war anstrengender mit einer außenstehenden Person darüber zu reden, als erwartet. "Ich mag ihn sehr, ja. Aber ich wüsste nicht, warum wir darüber reden sollten. Ich meine. . gut, das eben. Ja, um ehrlich zu sein ist das wohl wirklich nicht normal unter Freunden. Aber es ist viel passiert und eigentlich ist das nicht so. Also doch, ich hab vor kurzem schon einmal daran gedacht, wie ich ihn küsse und das alles. Aber eigentlich dachte ich, dass ist nur so ein komisches Ding. Pubertät, Körper spielt verrückt, es ist gerade alles etwas verrückt, dann kommt sowas." Er hielt inne und sah mit großen Augen zu der Frau vor ihm. Wieso merkte er eigentlich immer erst viel zu spät, wann er zu viel redete? Hoffentlich war sie ihm jetzt nicht böse. "Im Grunde weiß ich nicht, wie unsere Beziehung aussieht. Offiziell sind wir einfach nur beste Freunde. Aber er ist alles für mich. Ich würde mein Leben für ihn geben. Es tut weh, dass er jetzt diesen Abstand zu mir sucht. Und ich glaube, ich könnte es nicht aushalten, wenn ich jemals von ihm getrennt werden würde. Und alles in mir dreht einfach durch! . . . Kannst du mir helfen, Claudia?"

      Der alte Greif war sich sicher, diesen blonden Vampir wieder zuerkennen, welcher durch die Straßen rannte. Aber wo war sein Begleiter? Der energiegeladene Jüngling war dem erfahrenen, in die Jahre gekommenen Tier nicht mehr aus dem Sinn gegangen. Und eigentlich auch nicht, wie die beiden miteinander umgegangen waren. So ein vertrautes Verhältnis hatte er lange nicht mehr zwischen einem Greifen und einer anderen Person gesehen. Doch nun war der Vampir alleine unterwegs. Vielleicht hatte er seinen Freund verloren. Langsam stieg der etwas gräuliche Greif in die Lüfte, um den Vampir zu überholen und schließlich vor ihm zu landen. Er sah mit sanften Augen zu ihm und senkte etwas den Kopf. Vielleicht würde er sich erinnern, dass sie sich bereits einmal in der Stadt gesehen hatten. Vor dem Café, vor welchem sein eigener Meister in zurück gelassen hatte. "Hast du dich verlaufen, junger Herr?", fragte der Greif in einem leicht unterwürfigen Ton und neigte den Kopf noch ein wenig tiefer, bevor er sich wieder aufrichtete. "Ich habe das Gefühl, Sie könnten bei irgendetwas Hilfe gebrauchen, was sie bedrückt."
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Umso mehr Claudia ihrem Gegenüber Gehör schenkte, umso mehr hörte sie heraus das da doch etwas wahrhaft anderes dahinter steckte. Die Brünette kannte diese Gefühlsregung mehr als genug, dies lag vielleicht daran das beide Gestaltwandler waren. Sie redete sich gar nicht ein so zu sein wie er, einfach aus dem Grund weil sie eine Frau war und er nicht, doch dieses Freie denken kam ihm mehr als Bekannt vor. Schon als sie die beiden das erste mal sah kam ihm die Beziehung zwischen den beiden ganz anders rüber als es sollte. Sie wusste ja nun das die beiden nicht Meister und Sklave waren sondern einfach nur Freunde, Freunde mit gewissen Vorzügen in den Augen der Werwolfdame traf das ganze wohl doch eher. Im Gegensatz zu Werwölfen kamen Greifen ziemlich spät in diese Lebensphase der Pubertät, darüber musste sich die Wölfin nie Gedanken machen da es bei ihrer Rasse viel zu früh losging. Doch das was sie so halbherzig mitbekam war zum einen wahrscheinlich wirklich dieser Drang des Körper, doch auf der anderen Seite glaubte sie nicht daran das es ein reines Hirngespinst war. Wieder zuckten ihre Mundwinkel leicht nach oben und sie verschränkte die Arme vor der Brust. "Du scheinst ja über dich doch schon gut bescheid zu wissen, sollte ja auch so sein! Aber ich sag dir jetzt mal was, du kannst das ja so sehen und zum Teil kann das wirklich an der Pubertät liegen, aber Vampire haben diese Lebensphase nicht wenn du verstehst. Ich weiß nicht ob der kleine dir das schon mal erzählt hat, aber Vampire haben lediglich den Übergang zwischen Sterblich, Halbsterblich und Unsterblich. Wenn sie geboren werden...so hat mir Tony das erklärt kann man sie wohl noch töten und das bis so etwa drei bis vier Jahre lang und bis zur Volljährigkeit sind Vampire Halbsterblich, das heißt sie entwickeln sich körperlich weiter und sind anfällig für einige Dinge aber der Hormonhaushalt spielt nicht verrückt", auch wenn es vielleicht eine Art Illusion im Auge des Aschblonden war musste Claudia ihm diese Seifenblase kaputt machen.
      Sie stieß sich vom Türrahmen ab und ging einige Schritte näher auf Vannon zu bevor sie ihm zaghaft auf die Nase tippte, die Flasche hatte sie zuvor auf dem Küchentisch abgestellt und bekam wohl trotz duschen diese leichte Hundenote nicht von sich. "Weißt du, ich habe früher einmal mit einer Greifin zusammengearbeitet, und es verwundert mich ernsthaft was für einen Willen du hast. Ich kenne mich mit deiner Rasse nicht sonderlich aus, doch meist verhalten sie sich bei ihren Meistern wirklich eingeschüchtert doch das zwischen dir und dem kleinen ist das ganz anders, und ich habe eher das Gefühl du bist in ihn verliebt", meinte sie recht hemmungslos und lächelte. "Bei mir und Antony war das ähnlich, Wir lernten uns kennen und lieben obwohl ich sehr eigen bin und er auch. Wir sind aufeinander eingegangen und obwohl wir schwere Zeiten hatten, hat es geklappt. Auch ich hatte immer das Bedürfnis ihn zu beschützten obwohl es im Geheimen doch immer Tony war der mich Beschützt hat"

      Schnurgerade lief Xavier die eiserne Treppe vor dem Apartment herunter. Draußen hatte es bereits angefangen zu dämmern. Was für ein schreckliches Erlebnis er und sein Freund am Nachmittag hatten verdrängte er im ersten Moment, er wollte lediglich allein sein und nachdenken. Vannon wollte sich entschuldigen, hat sich Entschuldigt. Doch er verdrängte die Nähe...er wollte sie jetzt nicht, und wenn es sein musste...auch nie mehr. Als dieser Gedanke ihm durch den Kopf schoss zog sich sein fast lebloses Herz noch mehr zusammen und versetzte ihm einen unangenehmen Stich. Ohne das Xavier bemerkte wo er überhaupt hin lief stand er auf einer Recht großen Allee nichts ahnend. Wenige Menschen waren auf der Straße, vermutlich wegen dem Bombenvorfall. Umso mehr zuckte er zusammen als ein starker Windhauch sich um seine Schultern schloss und etwas goldenes, fast schon graues vor ihm landete. Er wich zurück, blieb stehen und zitterte leicht was eigentlich ebenfalls eher abnormal für Vampire war. Doch als er seine Augen wieder öffnete erblickte er eine wunderschöne Gestalt, groß und anmutig, die ihm sehr bekannt vorkam. Er erinnerte ihn an Vannon. Der riesige Greif neigte den Kopf zu Boden und schien fast schon Sklavenhaftes Verhalten zu zeigen. "Eh-eh...", im ersten Moment kam nichts aus seiner wehmütigen Kehle bis er sich versuchte zu Erinnern und tatsächlich die Erinnerung des Cafés hervor drang. "S-sie sind doch der Greif auf dem Café...heute Nachmittag", murmelte Xavier etwas leise und senkte den Blick zu Boden. "Ich hab mich nicht verlaufen...aber, wo ist den ihr Herr, wenn ich fragen dürfte", nun erinnerte doch eher sein Verhalten an das eines unterwürfigen und hielt sich dennoch bedeckt. Ob er Hilfe bräuchte, im Anbetracht der Situation schon, doch mit einem Fremden darüber zu reden war schon ziemlich unpassend in seinen Augen. "H-hilfe? Eh-m...nein ich denke nicht", ungewollt drangen ihm wieder die Tränen aus den Augen und fanden ihren Weg an seinen Wangen hinab, den Blick auf das große Getier zu werfen traute sich der Vampir dennoch nicht und rieb sich die Augen.
    • Machte er wirklich den Eindruck, als würde er sich gut kenne? Für ihn war das eher nicht der Fall. Aber wenn die Werwölfin das von ihm sagte, wollte er auf keinen Fall protestieren. Aber das Xavier nicht durch irgendeine Pubertät gehen musste, war für ihn neu. Wie wenig er doch über ihn wusste. Und sowas wie er nannte sich bester Freund. Er hätte wenigstens im Unterricht mal aufpassen können, als sie über die anderen Rassen gesprochen hatten. Da wurde so etwas wichtiges sicher erwähnt. Aber wenn seine Hormone alle beisammen waren. . was hat den Blonden und sonst so Gefassten denn dazu gebracht, dass sie in solch einer Situation gelandet waren. Natürlich gehörten dazu immer zwei, doch Vannon war sich selbst soweit halbwegs im Klaren darüber, warum das passiert war. Jedenfalls bis jetzt. Denn nun schien Claudia ihm die paar Gewissheiten auch noch über den Haufen zu werfen.
      Er zuckte etwas zusammen, als sie mit ihrem gebräunten Finger auf seine Nase tippte und für einen Moment, schielte er auch noch. Als er sich wieder fasste, sah er ihr direkt in die leuchtenden Augen, was ihn etwas einschüchterte. Doch das verging schnell, sie hatte sich ja bereits als Freundin heraus gestellt, wenn man das so sagen konnte. Er war kurz etwas abgelenkt von seinen Gedankengängen, doch ihre Vermutungen rissen in sofort wieder in das hier und jetzt. "V-v-v-v-v-v-v-verliebt?!", fragte er, als sie ihre Erzählungen beendet hatte und sah sie ziemlich verblüfft an. War das ihr ernst? Fühlte es sich so an, wenn man verliebt war?! Er dachte eine Weile über diese Vermutung nach. Ja, es war mittlerweile so gut wie normal, dass Leute vom selben Geschlecht sich in einander verliebten, doch er dachte immer, das würde auf seine Rasse nicht zutreffen. Immerhin war es mehr als untypisch und wahrscheinlich auch auf der ganzen Welt nicht bekannt, dass ein Greif sich mit einem anderen Wesen paarte. Oder in diesem Falle halt nur liebte. Aber seine Gefühle erschienen so stark. . die Brünette könnte durchaus recht haben.
      Das brachte ihm aber keinen Deut mehr Sicherheit. Im Gegenteil war er sogar jetzt noch etwas unruhiger und trat von einem auf den anderen Fuß. "Aber wenn das wirklich so ist, meinst du Xavier hat das dann heraus gefunden? Und will jetzt nicht mehr so nah bei mir sein? Ich meine. . wenn er das nicht wollen würde, könnte ich damit leben. Doch was, wenn er sich nun von mir abwendet?", fragte er und die Unsicherheit war deutlich heraus zu hören. Er wusste nicht, was dieser Frau die Meinung gab, dass er einen starken Willen oder sonst was hatte. Er fühlte sich immer noch lausig und es schien immer schlimmer zu werden. Nun hatte er auch noch Angst darum, den einzigen zu verlieren, dem er sich je in seinem ganzen langen Leben verschreiben wollte. Das konnte doch nicht sein!

      Ganz langsam Schritt er näher auf den zierlichen Jungen zu und stellte sich leicht gewunden vor ihn, sodass die wenigen Passanten nicht sehen könnten, wie Xavier weinte. "Was bringt einen so edlen Vampir dazu, sich derart aufgelöst in der Öffentlichkeit zu zeigen?" Sein Tonfall war so viel sanfter, als der des jüngeren Greifen. Er schaffte es, das mächtige Organ dieses Körpers etwas runter zuschrauben. Zwar lag dafür die ganze Zeit über ein leichtes Brummen in seiner Stimme, doch im Gegenzug fehlte das Krächzen, welches an einen Raubvogel erinnerte. Er ließ sich nieder sinken, sodass er nun vor dem Vampir lag. Trotzdem befand sich sein Rücken immer noch auf Höhe des schmalen Kinn des Vampirs und das ganze sah eher danach aus, dass sich der Blonde an seinen Begleiter anlehnte. "Mein Meister hat mich zurück in der Stadt gelassen, während er gegangen ist. Solange ich mich weiter hier aufhalte, wird mir keine Strafe erteilt. Mein Name ist Luurax, bitte Siezen sie mich nicht, junger Herr." Kurz verstummte er, sprach dann jedoch weiter, als es um sie herum wieder menschenleer wurde. "Wenn ich Ihnen nun nicht helfen darf, gibt es dann wenigstens etwas, dass Ihre Tränen zum Versiegen bringen kann? Sie scheinen mir ein gutherziger Herr zu sein. Es ist nicht schön, solch einen starken Schmerz von Ihnen zu vernehmen."
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    • Die Wolfsdame richtete sich auf und lächelte danach. Da hatte sie wohl wirklich einen Wunden Punkt getroffen, schon allein die hysterische Reaktion des Jungen ließ ihre Befürchtungen und heimlichen Vermutungen wahr werden. Sie kannte die beiden so gut wie gar nicht, aber wenn man jung war, war es recht einfach die Körpersprache zu lesen. Alles was sie äußerte behagte lediglich auf Vermutungen und war auch nichts handfestes oder sprach einfach aus eigener Erfahrung. Sie musste zugeben bei ihr und Antony war das alles sehr kompliziert und sie hatten schwere Zeiten gemeinsam woraus beide lernten. Seine Familie hegte einen großen Groll von Anfang an gegen sie, was natürlich auch verständlich war. Natürlich war es dann auch ungemein selten das sich Greifen ihrem Schicksal entgegen stellten und das taten was sie wollten, geschweige den nicht der Paarungsaufforderung frühzeitig nachkamen.
      "Nun, solch Gestik kann wirklich aus der Laune heraus entstehen, doch wenn man sich wirklich liebt geht man auf keinen Fall so sanft miteinander um, glaube mir", doch freute sie sich dennoch darüber richtig gelegen zu haben. Claudia war definitiv nicht die schlauste oder gar weiseste, doch Kenntnisse hatte sie genug um richtige Spekulationen ins richtige Licht zu rücken. Doch auch sie sah das sich der Vampir recht unwohl fühlte, allerdings erst nachdem die Brünette ins Zimmer kam. Wäre dies nicht geschehen wären die beiden vermutlich wirklich noch einige Schritte weitergegangen. "So wie mir das aber aussah kam das definitiv nicht nur von dir, er hat sich dir ja regelrecht um den Hals geworfen. Verliebt sein ist schwer, verdammt schwer. Wenn er wirklich Abstand möchte von dir, lass ihn einfach, vielleicht muss er selber über solch unbekannte Gefühle nachdenken, vielleicht sind auch sie ihm Fremd. Es ist eher untypisch für Vampire ihre Blutlinie zu missachten oder gar auf das selbe Geschlecht aus zu sein und viele Gestaltwandler werden ja sowieso nie gefragt also daher, wenn wir wirklich dein Freund ist, lass ihm einfach Zeit", die Sorgen des Aschblonden waren völlig legitim, sie verstand es vollkommen. Doch der Blonde Vampir machte auf sie einen sehr Verletzten Eindruck, sein Leben geprägt von Angst, vielleicht hatte er auch einfach Angst eine Bindung einzugehen, wenn sie ehrlich war hatte sie auch noch nie einen Vampir kennenlernen dürfen der Männlich war und solch ein aussehen hatte. "War den sonst noch etwas zwischen euch vorgefallen was vielleicht ebenfalls in diese Richtung geht...hat er dich vielleicht in den Hals gebissen oder so? Kann auch sein das er zu wenig Blut in sich hat und deshalb so reagiert, aber das glaube ich eher nicht", sie lief an Vannon vorbei und erblickte in der Spüle das Küchenmesser an dem das Blut des Greifen noch klebte. Sie stieß ein leises seufzen aus und drehte warmes Wasser auf um das Messer davon zu befreien.

      Egal wie sehr Xavier anstrengte, er wusste keine Antwort? Er weinte in letzter Zeit einfach zu viel, zu viel für seinen Geschmack. Immer hatte er alles runter geschluckt doch warum kamen diese Tränen der Trauer und der Angst nun zum Vorschein? Ängstlich wich der Vampir ein Stück zurück als sich der ältere Schützend und wohlwollend um ihn herum legte um die Blicke fernzuhalten. Er schien schon recht Alt zu sein und auch recht Weise. Sein Meister hatte ihn also zurückgelassen? Sollte man das...war das vielleicht sogar mit Absicht? Er konnte sich nicht vorstellen wie man seinen Begleiter zurücklassen konnte. Nachdem sich der kleinere mit seinen Tränen inne halten konnte sich er auf in das Gesicht des Greifen und sah etwas beschämt wieder herab. "Ich? Ein Herr? Nein, das müssen sie falsch verstanden haben, ich bin kein Meister oder was auch immer, den Jungen den sie vorhin gesehen haben ist mein Freund...wissen sie ich bin nicht in der Lage ihn zu adoptieren a-also, ich bin nicht alt genug...", er sprach sie um Kopf und Kragen dies passte gar nicht zu dem Jungen. Er schien Verzweifelt und atmete schwer ein und aus. Ein starker Schmerz, ja den hatte er, tief in seiner Brust vergraben. Das er den älteren nicht mehr Siezen sollte konnte er ebenfalls nicht annehmen dafür hatte er einfach zu viel Manie. "Ich glaube nicht das irgendetwas meine Tränen beruhigen könnte...es ist kompliziert wissen sie", murmelte er weiter und wusste einfach nicht weiter.
    • Mit jedem weiteren Wort, dass die Brünette sprach, kam es ihm wirklich so vor, als hätte sie recht haben können. Doch so richtig wollte er das noch nicht glauben. Als sie von ihm wich, stieß er sich von der Arbeitsfläche ab und ging hinüber zum Küchentisch, um sich auf diesen zu setzen, was das Holz unter ihm bedrohlich knarren ließ. "Eigentlich hatte ich immer gedacht, es wäre ganz normal, dass man so sanft miteinander umgeht, wenn man sich mag. Ich meine. . auch wenn man sich 'bloß' mag." Er zuckte die Schultern. Mal wieder war es erschreckend wie wenig er selbst über die normalsten Gefühle wusste. Aber das musste jeder im Leben kennen lernen und wahrscheinlich war er nicht der einzige, in dessen Kopf sich ein vollkommenes Gefühlschaos abspielte. Aber wenn er nun schon so empfand, wollte er nicht wissen, wie schlecht es wohl den Greifen ging, die gegen ihren Willen in irgendwelche Paarungsprogramme geworden wurden und vielleicht irgendwo dort draußen jemanden hatten, den sie eigentlich liebten. Er schüttelte den Kopf, um die Gedanken an die versklavten Wesen seiner Rasse los zu werden und sah wieder zu Claudia. "Ich würde ihm gerne Zeit lassen, aber. . er läuft jetzt dort draußen rum und es gibt wirklich bösartige, kranke Leute dort, die nicht einmal einen Grund bräuchten, um ihm sonst etwas anzutun. So kann ich doch nicht in Ruhe hier sitzen und Däumchen drehen!" Unzufrieden knurrte er darüber und hoffte, dass die Frau ihm das nicht übel nehmen würde. Immerhin wollte er rein gar nichts gegen ihren Vorschlag sagen, um Himmels Willen! Sie hatte weitaus mehr Erfahrung und er würde sich wohl in nächster Zeit des häufigeren nach ihren Vorschlägen richten, denn so erhoffte er sich, irgendwie richtig zu handeln und vielleicht sogar mehr über sich zu erfahren.
      Gerade hatte er sich wieder etwas beruhigt, doch dann sagte sie das mit dem Blut. "Er hat momentan wirklich nicht viel getrunken. Nur vor kurzem ein wenig von mir. . aber das nimmt er auch immer nur aus meinem Arm, weil er meint, es würde am Hals zu sehr weh tun. Was ich eher weniger glaube, aber wie auch immer. Meinst du, es ist gefährlich, wenn er zu wenig trinkt? Ich meine, ich weiß nicht, wie viel ein Vampir zu sich nehmen sollte und er meint immer, es ist okay so. ." Wenn ihn die Frau nicht genug aufklären könnte, müsste er wohl oder übel noch einmal Antony fragen. Und sollte das auch nichts bringen, würde sich Vannon dann doch einmal der Literatur über die Rasse seines Freundes widmen. Er glaubte zwar nicht, dass er es durchhalten würde, sich durch irgendwelche Wälzer zu quälen, doch es ging auch nicht mehr so weiter. Es war einfach mehr als unvorteilhaft und irgendwie auch unangemessen, dass er so wenig von seinem besten Freund wusste, obwohl er einer der edelsten Rassen überhaupt angehörte. "Wie war das denn zwischen dir und Antony, wenn ich fragen darf? Zwischen euch herrschten ja alleine von den Rassen her auch nicht die besten Voraussetzungen . .", setzte er vorsichtig an und ließ seine Beine so gut es ging baumeln. "Und das mit dem Messer. . tut mir leid. Wie hältst du dich denn von einer Verwandlung ab? Für dich ist es doch noch schwerer, vor allem bei Vollmond, oder nicht?"

      Wissend nickte der gräuliche Greif langsam. "Es hatte mich schon gewundert, einen solch jungen Greif in Begleitung eines Meisters zu sehen. Und dann auch noch ein Vampir. Doch es soll ja immer noch Wunder geben." Das große Tier atmete tief durch, wobei der kühle Atem sanft durch die blonden Haare des Vampirs fuhr, als er ausatmete. "Ich hoffe, Sie bekommen noch die Chance dazu, ihn bei sich zu behalten. Es kommt mir so vor, als würde er sein volles Potenzial nur durch Sie nutzen können." Langsam neigte er den gewaltigen Kopf in Richtung des zierlichen Körpers von Xavier. Er berührte ihn nur ganz leicht, doch das reichte aus, um eine Welle von Schmerz von dem Vampir in sich selbst aufzunehmen. Eine Gabe, die nicht viele Greifen erlernen konnten und die eigentlich eher Feen vorbehalten waren. Doch auch die einst heiligen Tiere vermochten darüber, die Gefühle anderer Wesen zu beeinflussen. Allerdings nur die negativen. Sie konnten durch Berührung Schmerz und Trauer nehmen, aber genauso auch verstärken. Allerdings wurde dies kaum genutzt.
      Er hatte natürlich bemerkt, dass der junge Vampir etwas eingeschüchtert war, weshalb er wieder Abstand zwischen sich und den Jungen brachte. "Es sind Ihre Gefühle zu dem jungen Greif, die Sie nun so aufwühlen, habe ich recht junger Herr?"
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    • Das naive reden des jungen Greifen ließ der Werwolfdame immer wieder ein leichtes schmunzeln übers Gesicht huschen. Sie konnte es nachvollziehen wie viel Sorge in seinen Worten lag und sein trauriger Blick ließ ebenfalls hinweisen. Nachdem sie das Messer vom Blut befreit hatte und das lauwarme Wasser zum stillstand brachte tat sie das besagte Küchenutensil in eine der Schubladen und lehnte sich gegen die Spüle.Das mit dem Blut war eine wahrhaftig seltsame Angelegenheit. So richtig schlau wurde sie da nicht mal aus ihrem Freund. "Neija, Antony meinte würde er zu lang kein Blut zu sich nehmen würde er irgendwann keine Kraft mehr haben. Vampire können soweit ich das weiß nicht genügend Nährstoffe aufnehmen oder so und im Blut ist irgendein Stoff enthalten der ihre eigene Blutversorgung und Produktion im Körper antreibt", die Brünette überlegte, doch viel mehr wusste sie zu diesem Thema leider auch nicht. So etwas war nie zwischen ihr und dem anderen zur Sprache gekommen. Doch die Neugier im Greifen zeigte ihr umso mehr wie verschwiegen der kleinere sein musste wenn er selber sich schon als beste Freunde betitelte und seinem "besten Freund" dann nicht einmal etwas über sich erzählt.
      "Tony hat sich auch lang geziert bis er aus meinem Hals getrunken hat, aber er sagte mein Blut wäre nicht gerade...schmackhaft? Also mir hat es die ersten male sehr starke Schmerzen bereitet", gab sie zu und stieß ein leises seufzen aus was fast schon einem knurren galt. Sie hatte kein Problem über ihr Privatleben zu sprechen, doch wenn sie ehrlich war hatte nie jemand nach dem warum gefragt, die beiden bekamen immer negatives oder gar Beleidigungen an den Hals. Doch Claudia interessierte solch Ketzerei schon lang nicht mehr. Sie fuhr sich mit der Hand durch die wallenden lockern und überlegte erneut. Wie genau war das den gewesen zwischen ihr Antony? Einfach so..."Wir haben uns eher durch einen Zufall kennengelernt, damals habe ich Vampire nicht sonderlich gemocht. Doch als ich noch Model war bin ich an ihn geraten durch einen Freund in der Werbebranche. Lange rede kurzer Sinn...wir haben uns ineinander verliebt, und wir beide mussten Abstriche machen weil wir halt so verschieden sind. Die meisten Leute aus seinem Umfeld hatten sich von ihm abgewandt und ich habe meine Modelkarriere an den Nagel gehängt und setzte mich lieber für Nachwuchstalente ein die wirklich eine Zukunft haben, deshalb sehen wir uns leider nicht so oft", sie begann in Erinnerungen zu schwelgen, es war wirklich eine lange Zeit vergangen seit sie und Tony sich kennengelernt hatten. Wenn sie so darüber nachdachte kannten sie sich bereits zehn Jahre lang. Das Problem mit dem Verwandeln war ebenfalls eines der Themen die Claudia nicht so gern hörte, geschweige den irgendetwas in dieser Richtung zu erzählen wusste, sie wusste nur, dass Messer in der Hand war keine Gute Lösung zum Rückhalt. "Bei Vollmond kann ich so gut wie gar nichts machen, entweder ich verbarrikadiere mich zuhause oder lasse einfach meinem Tier freien Lauf. Natürlich haben ich bei Vollmond auch enorme Kräfte vorzuweisen. Doch anfangs war das ja nicht nur bei Vollmond, sondern ähnlich wie bei dir. Anstatt dich zu Verletzten suche dir etwas was dich beruhigt, vielleicht Musik. Das muss aber nicht Zwangsläufig helfen, ich kenne Leute die werden da sogar ganz rollig wenn du verstehst was ich meine", erwähnte sie sehr amüsiert und schritt etwas näher zum Küchentisch bevor sie ihm die Hand auf die Schulter legte. "Es gibt dafür keine großartigen Tipps, du musst mit dir selber fertig werden"

      Fast etwas verängstigt wich Xavier zur Seite. Er wusste selber das eine solche Freundschaft zwischen den unterschiedlichsten Schichten nicht alle Tage vorkam. Als der Ältere ihn sanft berührte zuckte er erneut kurz zusammen. Was sollte das eben? Doch die Tränen die bis vor einigen Augenblicken ungehemmt an den Wangen hinab liefen verstummten plötzlich und hielten inne. Ein recht wohliges Gefühl, fast schon geborgen breitete sich in seiner tauben Brust aus und ließ ihn vom Boden aufsehen ins das prachtvolle Gesicht des Greifen. Auch die Worte des Erfahrenen Riesens bestätigten ihm das Vannon sehr glücklich schien in seiner Gegenwart, doch diese Schuld, diese unbewusste Schuld ließ nicht ab. Natürlich ging es rein um die Gefühle die der Blonde für seinen besten Freund hegte, diese zerfraßen ihn regelrecht und ließen ihn Verzweifeln. Ein zaghaftes nicken kam zur Bestätigung eher er mit seinen Lippen wieder Worte formen konnte die nicht von Tränen unterbrochen wurden. "J-ja, es wühlt mich auf, sehr sogar. Ich habe es nicht verdient ein solch wunderschönes Geschöpf wie ihr es seit mein eigen zu nennen. Ich gehöre zu einen der edelsten Rasse die es je gegeben hat, ich kann mir nicht eingestehen das diese Zuneigung zu ihm nicht nur Freundschaft ist, ich will ihn nicht adoptieren oder sonstiges...ich will mit ihm mein Leben teilen, doch das geht nicht, die Ketten meiner Zweifel, meiner Vergangenheit und meiner Zukunft lassen dies nicht zu"
    • Wieso mussten die Vampire bloß so ein unglaubliches Geheimnis aus ihrem Essverhalten machen?! Das war doch nicht mehr normal. Konnten die sich nicht denken, wie sich ihre Partner fühlen mussten? . . . Obwohl es wahrscheinlich auch nicht allzu viele Vampire gab, die wie Antony und Xavier waren. Gut, für den Moment verwarf der Greif seine etwas anschuldigen Gedanken. Trotzdem würde er sich vornehmen, den Blonden noch einmal darüber zu befragen. Denn auch wenn selbst die Werwolf-Dame schmerzhafte Erinnerungen an den Biss in den Hals zu haben schien, würde er ihn erneut darum bitten, auch von ihm auf diesen Weg zu trinken. Und generell regelmäßiger. So müsste er sich vielleicht weniger Sorgen um den schwach wirkenden Vampir zu machen. Außerdem hatte sie ja eben gesagt, dass es die ersten Male starke Schmerzen waren. Wenn Vannon dies erst einmal hinter sich gebracht haben würde, sollte es auch nicht mehr so schlimm sein. Nicht, dass er darauf bestand, dass der Blonde aus seinem Hals trank, aber ihm kam diese Stelle natürlicher vor. Und außerdem floss dort das Blut auch stärker. Sicher würde er dadurch mehr aufnehmen können.
      Die Erzählungen über ihre Vergangenheit erschreckten ihn. Nicht im negativen Sinne, es war einfach eine Überraschung für ihn. Er konnte nicht einmal richtig antworten, sondern gaffte nur mit leicht geöffnetem Mund. Als sie ihm die Hand an die Schulter legte, fiel er sogar zurück, wodurch sein Kopf mit einem Krachen auf dem Stuhl aufkam und er vom Tisch rutschte. Nun lag er dort, Kopfüber und sah zu Claudia hoch. Er hatte nicht einmal den Kopf dafür, sich wieder aufzurichten. "D-d-du warst einmal Model?! Oh mein Gott, das ist ja total krass! Nicht, dass du nicht danach aussehen würdest, du bist wirklich sehr hübsch, aber dann bist du ja richtig Prominent! Oder warst . . . oder bist. . . wie auch immer. Das ist richtig abgefahren!" Nun kam seine Körperkraft doch zurück und er wollte sich aufrichten, stieß dabei jedoch erst einmal mit dem Kopf gegen die Tischplatte, wodurch der ganze Tisch kurz nach oben flog. Die herunterfallende Bierflasche fing er gerade noch so im Flug auf und kroch dann unter dem Tisch hervor. Mit einem entschuldigendem Lächeln kam er wieder auf die Beine und stellte sie wieder ab. "Upps. . da ist es mal wieder mit mir durchgegangen.", stellte er lachend fest, wurde aber ziemlich schnell wieder ernster. "Nun . . ich hatte befürchtet, dass du mir bezüglich der Verwandlung nicht weiterhelfen könntest, aber ich danke dir trotzdem. Immerhin weiß ich jetzt, dass ich so etwas wie einen Anker finden muss, der mich vor dem Tier in mir bewahrt. Verstanden. Ich hoffe ich finde diesen als bald. Nochmal möchte ich die Kontrolle über meinen Körper nicht verlieren.", murmelte er und strich sich durchs Haar.
      Sein Blick fiel auf die tickende Küchenuhr. Es kam ihm wie eine Ewigkeit vor, seitdem der Vampir die Wohnung verlassen hatte. Mit einem Seufzen ließ er sich wieder auf den Stuhl sinken und starrte weiter auf die Uhr, seinen Kopf abgestützt. "Wenn du mir dabei nicht so sehr helfen kannst, gibt es dann etwas anderes? Und selbst wenn es nicht in irgendeiner Form hilfreich ist, wenigstens etwas, dass die Zeit vertreiben kann. Ich werde noch verrückt, wenn wir einfach nur warten.", jammerte er und ließ den Kopf auf die Tischplatte sinken. Oder eher knallen. Wobei die Bierflasche wieder bedrohlich klirrte, jedoch nicht umfiel. "Tut mir leid.", murmelte Vannon trotz dessen leise.

      Äußerlich konnte man nicht sehen, inwiefern die Worte des Blonden den alten Greifen berührten. Ob sie ihn überhaupt in irgendeiner Form berührten. Doch innerlich taten sie dieses, sehr sogar. Er hatte den Schmerz des so jungen Vampirs gespürt und nun hörte er diese Worte. Schon Stunden zuvor hatte er sich bei dem Anblick der beiden gefragt, ob da vielleicht mehr zwischen ihnen war. Offensichtlich war es das, allerdings bisher nur auf reiner Gefühls-Ebene. Es schien noch nichts zwischen ihnen passiert zu sein. "Sie sollten sich nicht von Ihrem gesellschaftlichem Stand einschüchtern lassen. Immerhin haben Sie Ihr langes Leben noch vor sich. Was die Zukunft für Sie bereit hält, dass kann niemand sagen. Doch es muss nicht so kommen, wie Sie befürchten. Gefühle können so viel bewegen, wenn man nur zu ihnen steht." Er wand den Blick ab und schien nun in die Ferne zu blicken, ohne wirklich einen festen Punkt zu beobachten. "Ihr Begleiter, der junge Greif, er hat ebenfalls starke Gefühle für Sie. Sie sprudelten nur so aus ihm heraus, als ich euch beide heute sehen durfte." Nun sah er wieder zu dem Blonden und es war, als würde er sanft lächeln. Der Schnabel ließ davon nichts sehen, doch seine Augen leuchteten etwas. "Haben Sie geweint, weil Sie Angst haben, eine Bindung zu ihm einzugehen und ihn dann eventuell zu verlieren? Ich möchte Ihnen nichts versichern, was ich nicht vorher sehen kann, aber lassen Sie mich Ihnen eines mit auf den Weg geben: Lassen Sie sich niemals durch Angst davor abhalten, etwas zu tun, was Ihnen die schönsten Erinnerungen Ihres Lebens schenken könnten. Vielleicht werden Sie es in einigen Jahrzehnten bereuen."
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Ein Rums, ein Knall und das gleiche sofort nochmal. Die Brünette Werwölfin kniff ab und an einmal ein Auge zu und zuckte im selbigen Moment zusammen. Sie hatte ja bereits vermutet das der größere um einiges tolpatschiger war als andere, aber die regelrechte Rauferei mit Tisch, Stuhl und Küchenboden sowie ihrer leeren Bierflasche toppte ja im gleichnamigen Moment alle Register. Doch trotzdem konnte sie sich ein kleines schmunzeln, ja fast schon tiefes kichern nicht verkneifen. War es etwa wirklich so ungewöhnlich das sie vor gut fünf Jahren noch in der Modellbranche tätig war? Ihr war es ja selbst bewusst wie untypisch es war, es gab schließlich nicht viele ihrer Art, abgesehen davon hinderte viele weibliche Wölfe bereits der starke Haarwuchs am Körper freizügige Klamotten oder ähnliches zu tragen. Was dies anging, nervte es in der Tat, doch große Probleme hatte sie bereits im frühen Alter nicht gehabt und es wurde einfach zur Routine. "Was heißt schon Prominent? Ich habe lediglich das gemacht was ich wollte, mir ging es nie um den Ruhm oder ähnliches, durch meinen eher grimmigen und kräftigen Ausdruck fanden mich viele Designer als ein Muss für ihre Mode!", amüsiert erzählte Claudia über ihre Arbeitserfahrungen, damals hatte sie wirklich viel Spaß gehabt auch wenn die Branche ziemlich hart war, hat sie sich nie in Klischees oder ähnliches hineindrängen lassen, blieb immer sie selbst und vor allem sich selber treu.
      Ein zweites mal ging es auf einmal mit dem jungen Greifen durch und landete letztendlich auf dem befliesten Küchenboden. Sie stemmte die Hände auf die Hüften und sah mit Hochgezogener Augenbraue skeptisch zu ihm herab. "Du hast nicht gelogen mit Übermütig...Übermut kommt vor dem Fall nicht war? Bei dir ist es wohl umgekehrt", kurz darauf hatte ihre Bierflasche schon wieder ein eher eigenwürdiges Geräusch und Klirren von sich gegeben, so entschloss die Braunhaarige nun den besagten Gegenstand aus dem Weg zu räumen. Oft genug hatte sie Scherben irgendwo herumliegen, heute hatte sie definitiv keine Lust mehr irgendwas aufzuräumen. Sie nahm sie das besagte Teil vom Tisch und es landete in einem Beutel mit anderen Flaschen. "Ich würde dir wirklich gern mit diesem Problem helfen, nur leider muss da jeder selber durch. Aber hey, du bist noch so jung, du hast dein ganzes Leben noch vor dir, denk nicht daran was Morgen sein könnte, denke daran was jetzt und sofort passiert ansonsten verlierst du vielleicht das aus den Augen was wichtig ist", zugegeben diese Worte aus ihrem Mund klangen erneut ziemlich weise und befremdlich. Doch diese Worte eben, hatte sie nur zitiert. Ehemals sagte sie ihr geliebter Antony, als ihre Beziehung noch so frisch und zerbrechlich war das jeder kleine Streit sie auseinandergetrieben hätte. sie ließ sich neben dem Tisch auf einem der Holzstühle nieder die an der obersten Lehnenkante beachtliche Kratzspuren aufwiesen. "Und wenn du dich wirklich mal verwandeln musst, tu es einfach, es zurückzuhalten tut auf Dauer nicht gut", ein gähnen drang aus der Kehle der Wolfsdame und streckte sich mit einem unangenehm klingenden Knacken in die Höhe bevor ihre Arme zurück in den Schoss sanken und auf ihren nackten Oberschenkel ruhten. "Dir ist also langweilig habe ich das richtig verstanden...komm mal mit", ohne wenn und aber ging die Brünette einfach voran, nahm den Schlüssel aus dem Flur in die Hand und ging aus der Wohnung ohne nachzusehen ob der Greif ihr folgen würd. Sie lief die eiserne Treppe vor dem Haus hinab und lief einmal um das Freistehende, recht lange Haus herum bis sie in einem kleinen Hof am Hinterhaus stand.

      Die Worte des Älteren schenkten Xavier tatsächlich etwas Mut, doch leider änderte dies nichts an seiner Einstellung zu all dem was hier um ihn herum gerade geschah. Natürlich wusste er das er jung war, er war noch nicht einmal richtig ausgewachsen und dennoch dachte er bereits, vermutlich wie sein Vater der schon hunderte von Jahre auf dem Buckel hatte. Es war noch nicht viel zwischen ihm und Vannon passiert, doch selbst wenn der Alte Greif dies so sagte, dies umzusetzen wäre schwerer als Gedacht. Er musste darüber noch lange nachdenken, er wollte ihre gute Freundschaft nicht zerstören, geschweige den auf irgendeiner Art und Weise etwas falsch machen oder sich darin verrennen.
      "Man kann es so Formulieren, ich habe Angst etwas kaputt zu machen was so gut erhalten ist. Ich habe Angst das durch mich er zu Schaden kommt, vielleicht gar umgebracht wird. Das Blut was in seinen Adern fließt ist viel zu kostbar um es zu verschwenden, vor allem nicht wegen meiner Unachtsamkeit, ich möchte mich nicht Hals über Kopf in etwas hineinsteigern was nur aus Anbetracht der Situation entsteht", gab er ehrlicherweise zu. Schon länger war dem Blonden bewusst geworden das die Gefühle für seinen Freund weitaus mehr beinhalteten als nur Freundschaft. Nacht für Nacht sehnte er sich nach dessen wärme die seinen kalten Körper etwas mehr zum Leben verhalfen. "Es ist...mehr als kompliziert, ich Zweifele an meinen Entscheidungen und stehe nicht Mann wie ich es eigentlich sollte, ich bereue viel, und dennoch schien ich bis jetzt alles richtig gemacht zu haben"
    • Claudia gefiel dem Greif immer mehr. Sie war eine beeindruckende und willensstarke Frau und sie hatte etwas getan, was dem Ideal ihrer Rasse keines Falls entsprach. Und doch stand sie dazu. Sie war Model gewesen, zeigte der Öffentlichkeit, was sie hatte. Das war für Vannon einfach beeindruckend. Es gehört viel Kraft dazu, das wusste er. Auch wenn Werwölfe - soweit er wusste - kaum noch versklavt wurden, so waren sich doch nicht sehr angesehen. Das zwischen Antony und ihr war etwas so besonderes. Der Aschblonde empfand schon wahre Sympathie für sie.
      Ob sie wohl verheiratet waren? Wohl eher nicht. Und wenn nicht, dann könnte das ja noch werden! Das würde sicher eine tolle Fete sein! Gestaltenwandler sollten die Partylöwen schlecht hin sein! In seinem Kopf malte er sich bereits aus, wie das aussehen könnte. Auch wenn ihm mögliche Gäste fehlten. Wenn sich wirklich so viele von ihnen abwandten, dann hatten sie ja kaum Freunde. Ein komischer Gedanke. Hatten Xaviers Eltern ihren alten Freund auch nicht mehr besucht, weil nun eine Werwolf-Dame bei ihm zu Hause war? Das war ein wirklich bedauernswerter Gedanke.
      Er verdrängte das erst einmal wieder und nickte auf ihre Aussage hin, was die Verwandlungen anging. Mal wieder konnte er kein bisschen was mit solchen weisen Sprichwörtern anfangen, aber er wusste, was es bedeutete, wenn sie sagte, dass er sich besser verwandeln soll, wenn ihm danach ist.
      Kurz darauf ging es auch schon nach draußen. Vannon legte den Kopf schief und sah ihr kurz einfach nur hinterher, dann wollte er ihr nach. Dabei bemerkte er die Kratzspuren an den Stühlen noch aus dem Augenwinkel. Er betrachtete diese etwas genauer, wand sich dann jedoch ab und folgte ihr. Das waren sicher Spuren von möglichen Verwandlungen ihrerseits. Ob sie toben und wüten würde, wenn sie unkontrolliert in ihre wölfische Form überging? Ein beängstigender Gedanke, den er lieber nicht weiter verfolgen wollte.
      In dem recht kleinen Hof hinter dem Haus, sah er sich erst einmal um. Er wusste nicht, was sie hier wollte. Xavier suchten sie ja offensichtlich nicht, also musste es etwas anderes sein. Ihm fiel aber nur eines ein: Spielen. Herumtollen und dergleichen. Aber ob die Frau dazu aufgelegt war? Wie auch immer, sie könnten ja auch ein kleines Kampftraining daraus machen. Ohne ein Wort streckte sich der Körper des Aschblonden langsam zu dem mächtigen Greifen. Er stieß ein kurzes Krächze aus und betrachtete die nun kleinere Brünette vor sich. Dann sprang er wie ein Welpe von links nach rechts. Die Erde bebte leicht dabei unter seinem Gewicht. Er streckte das Hinterteil in die Höhe, wackelte kurz und preschte dann auf die Frau zu, sprang ab und warf sich auf sie. So hatte er als kleines Kind immer mit seinen Eltern gespielt. Er war neugierig darauf, wie wohl ein Werwolf spielen würde.

      Nun kam zum ersten Mal eine etwas heftigere Reaktion von dem Greif. Er schüttelte den Kopf, was einen starken Windstoß verursachte. "Junger Herr, wie können Taten richtig sein, die einen bereuen lassen? Ich weiß, dass sie nicht dumm sind. Das richtige Tun liegt im Auge des Betrachters. Man kann sich nicht sein Leben lang in die Fänge der eigenen Rasse gebe. Nicht, wenn man noch so jung ist und es selber in die Hand nehmen könnte." Als wolle er sich entschuldigen, neigte der Greif den Kopf tief, bis er bereits den Boden berührte. Er sprach nun etwas schärfer mit dem Blonden, um seinen Worten Nachdruck zu verleihen. Seine Geste sollte dennoch seine Unterwürfigkeit unterstreichen. "Was ich in Ihrem Begleiter gesehen habe, lässt keinen Grund offen, sich darum zu sorgen, etwas zerstören zu können. Wenn ich meine Meinung dazu äußern darf, bin ich sogar eher davon überzeugt, dass das Band zwischen Ihnen und dem jungen Greif nur stärker werden kann, wenn Ihr Euch ihm öffnet. Doch das ist nur ein Ratschlag eines alten, ergrauten Greifen. Sie brauchen keinen Gedanken daran zu verschwenden, diesem auch nachzukommen." Langsam hob er wieder den Blick und betrachtete den Blonden mit schief gelegtem Kopf. Er behielt seine Gedanken nun für sich und wartete bloß darauf, wie der Jüngling wohl für den Moment entscheiden würde.
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Nachdem Claudia das Gespräch ihrerseits so gut wie beendet hatte ging sie nun nach draußen in den sogar recht kleinen Hinterhof. Dort war eine kleine Grünfläche die man in Paris zuhauf noch sehen konnte. In anderen Metropolen oder Städten auf der Welt gab es kaum noch so viel Gründe wie wohl hier. Sie könnte sich gar nicht vorstellen irgendwo zu leben ohne ab und an den Blick auf etwas sattes grünes werfen zu können. Doch während des sehr langen Gesprächs mit dem Greifen war ihr von Anfang an aufgefallen wie unausgelastet er doch war. Dies rührte sie dazu ihn regelrecht nach draußen zu verführen und die ernsten Themen erst einmal beruhen zu lassen. Auf dem Weg zum besagten Platz der umschlossen war von einigen Bäumen bemerkte die Wolfsdame wie ihr Telefon einen kleinen Mucks von sich gab. Eine Nachricht zierte das Display. Sie strich über die Oberfläche des Displays und las die Nachricht ihres Freundes. Ihre Mundwinkel zuckten leicht nach oben als darin stand das er in einer geschätzten halben Stunde zuhause sei und kochen wolle. Dies kam der Dame nur recht, den die Vorliebe für Fleisch teilten alle beide und so mit würde Claudia heute Abend mit gut gefüllten Magen ins Bett stolzieren. Doch nun galt ihre Aufmerksamkeit erst einmal wieder dem Greifen.
      Sie drehte sich zu ihm um nachdem das Hand wieder in der hinteren Tasche ihrer kurzen Hotpants verschwunden war und sie sich wohl im rechten Moment dazu entschlossen hatte sich umzudrehen. Den da erstreckte sich ein riesiges und goldenes Getier vor ihr welches nur vor Anmut strahlte. Beeindruckt war sie schon ein wenig und wich dem übermütigen gehopse und dem Sprung zum Ende hin gekonnt aus. Ihre Intuition hatte der Brünetten schon vorhin gesagt das der junge ein klein wenig Ablenkung und Spiel gebrauchen konnte. Das spielen zwischen ihr und Antony verlief meist sowieso immer auf eine andere Art und Weise.
      "Wusste ich's doch das es dir gefällt", der Krach war hier draußen nicht allzu schlimm, die Anwohner kannte bereits den Lärm der ab und an verursacht wurde und außenstehende bekamen meist von solch Geräuschen nichts mit da diese durch die Wohnblöcke im Keim erstickt wurden. Nun wollte die junge Frau der bitte und Aufforderung des Greifen ebenfalls nachkommen und blieb für einen Moment auf ihrer Position stehen bevor sich ihr Körper ebenfalls langsam aber sich zu etwas anderen formte. Doch Claudia wies nicht nur eine Verwandlung auf sondern zwei, zum einen die vollkommen Tierähnliche und zum anderen die Menschenähnliche, doch im Anbetracht des Spiels wäre es nur fair als Tier dem Greif gegenüberzustehen statt als Ungetüm. Ehe man sich versah stand vor dem goldenen Getier ein ausgewachsener Wolf mit schimmernden, silbernen Fell, tief schwarzen Augen und glänzenden, fast schon bedrohlich wirkenden Zähnen die aus ihrem Maul herausragten. Ihre Größe unterschied sich arg von einem normalen Wolf, sie war um einiges größer und schient einen viel bedrohlicheren Eindruck zu machen obwohl sie im inneren auch nur ein Hund war. Sie kam auch sofort der Spielaufforderung nach und sprang dem Greif gegenüber und stieß ihn so leicht zur Seite. Trotz ihrer Wolfsform war sie immer noch nur etwa halb so groß wie Vannon, doch das störte im Moment noch niemanden so richtig. Sie rappelte sich auf und schüttelte einmal ihr Fell bevor sie in kreisen begann ein wenig zu laufen und leises jaulen von sich gab.

      Die Worte des Älteren Gehör zu schenken fiel dem Blonden Vampir von Minute zu Minute schwerer, er hatte ja Recht. Doch diesen Rat zu befolgen wäre schwerer als Erwartet, irgendwann...Xavier war sich sicher. Irgendwann würde er diesem Vorschlag nochmals Gehör schenken und ihn in jedem Zuge umsetzten egal was kommen würde. Er wusste auch nun keine Antwort mehr. Er musste allein mit sich selber fertig werden und wenn dies Geschehen ist würde er auf den Ratschlag des Weisen Greifen zurück kommen. Wieder wich er ein kleines Stück nach hinten und verbeugte sich vor dem großen Tier. "Vielen Dank...ich werde daran denken ganz bestimmt, ich muss mit mir selber fertig werden, doch im Moment ist es einfach eine Unwichtige Last, wenn der Zeitpunkt dafür gekommen ist werde ich daran denken", viel mehr kam nun auch nicht aus seinem Munde. Seine Blauen Augen waren nun deutlicher zu sehen als die rote Schwellung um diese zurückgegangen war. Doch eine Frage stellte sich der Vampir dennoch. Neugierig war nie gewesen, zumindest nicht offensichtlich. Doch im Anbetracht konnte er sich die Frage dennoch nicht verkneifen. Wer genau hatte ihn den zurückgelassen? Zögernd strich er sich über den Arm und sah etwas schüchtern mit den blauen kalten Augen ins Gesicht des Greifen. "Sagen sie, falls ich fragen dürfte...wer oder was genau ist den ihr Meister"
    • Das die Werwolf-Dame flink sein würde, hatte er sich schon gedacht. Aber nicht, dass sie ihm so schnell ausweichen könnte. Er hatte gehofft, sie wenigstens zum Teil zu erwischen. Doch sein Schnabel landete bloß im Dreck. Er richtete sich wieder auf und schüttelte sich die Erde vom Kopf. Ein leises vogelähnliches Kreischen kam von ihm und er neigte den Kopf, während er genau beobachtete wie sich die Frau bewegte.
      Bis auch sie endlich ihre Gestalt veränderte. Vannon war schon total aufgeregt und vor allem neugierig darauf, wie nun ein Werwolf in seiner anderen Form aussah. Immerhin hörter man von solchen und solchen. Diese zweibeinigen Ungeheuer hatten für ihn eigentlich auch etwas reizvolles, aber er hoffte inständig auf einen animalischen Spielpartner. Und den bekam er auch. Mal wieder beeindruckt, konnte er einen Moment nur ehrfürchtig dar stehen und sie angucken. Mal abgesehen davon, dass die Fehe vor ihm wirklich wunderschön war, war sie vor allem auch außergewöhnlich. So dachte er jedenfalls. Er hatte fest damit gerechnet, einen dunklen Wolf vor sich stehen zu haben und nicht so eine, schon silberne Schönheit. Ihre Fellfarbe ergänzte schon fast seine eigene, goldene perfekt. Doch er fand sie um einiges anmutiger und edler. Mal wieder verstand er nicht, wie solch schöne Geschöpfe ebenfalls einfach in der Gesellschaft unterdrückt werden konnten.
      Seine Gedanken ließen ihn abgelenkt bleiben und als sie ihn zur Seite schubste, fiel er einfach wie ein totes Reh um. Das rüttelte ihn wieder wach. Er richtete sich auf und antwortete auf das Jaulen nun mit seinen eher Raubkatzen würdigen Knurren, was er allerdings weiter im verspielten Ton hielt. Da Claudia als Wolf nun immer noch kleiner war, als er, wollte er versuchen, sich ein wenig zurück zuhalten. Allerdings sollte er ihre Kraft auch nicht unterschätzen, denn er war sich sicher, dass sie einiges auf dem Kasten hatte. Er begann ihr dieses im Kreis zu laufen nachzuahmen, und beobachtete sie so weiterhin aufmerksam. Bald schon hatte er davon allerdings genug und begann immer wieder animierend herumzuspringen, leises Knurren von sich zu geben oder sich um seine eigen Achse zu drehen. Mit jeder heftigeren Bewegung wackelte der Boden mehr. Und bald schon schüttelte er einfach den Kopf, wie ein wild gewordenes Pferd und preschte ohne wirkliche Taktik auf gut Glück auf die Fehe zu.

      Zwar schenkte der Greif dem Blonden keinerlei Verständnis, tat seine Entscheidung jedoch mit einem ehrwürdigen Nicken ab. Ihm war nun bewusst, dass dieser edle Vampir mit so viel mehr zu kämpfen hatte, als er sich trotz seiner Hunderten von Jahren auf dem Buckel vorstellen könnte. Es würde ihm immer verwehrt bleiben, die Lasten einer solch adeligen Rasse nachvollziehen zu können und vielleicht wäre dies auch besser so.
      Er betrachtete den Blonden nun genauer. Ein wirklich hübscher Junge, wie er es schon zuvor in der Stadt hatte feststellen dürfen. Er sah nicht nach den typischen starken Männern der Vampirrasse aus, was wohl nur noch mehr Probleme mit sich brachte. Was ein armer Junge. So viel Leid und seelischer Stress in solch jungen Jahren, fuhr es dem Alten durch den Kopf. Sein höfliches Verhalten brachte ihm schon fast etwas Schamgefühl ein. Es sollte nicht der Blonde sein, der sich vor dem mächtigen geflügelten Tier verneigte. Sanft erwiderte er den Blick in die blauen Augen des Vampirs und legte den Kopf etwas zur Seite. "Keine Scheu zu fragen, junger Herr. Es ist kein Geheimnis, wem wir gehören. Wir werden bei Adoption ein Brandmal, welches man gut erkennen kann, wenn man das Fell auf unserer Brust weg streicht. Außerdem. .", er schüttelte sich leicht, wobei ein schellen zu hören war, "wird uns ein Halsband angelegt mit unserer Seriennummer und allen wichtigen Daten zu unserem Meister. Aber das war nicht die Antwort auf Ihre Frage, bitte verzeihen Sie." Er machte eine kurze Pause, als würde er überlegen, ob und wie er dem Jungen erklären sollte, wer sein Meister war. "Ich gehöre zu einem der mächtigsten Magier dieses Landes. Er ist im Stadtrat vertreten und hat sich der Sicherheit unserer wunderschönen Hauptstadt verschrieben. Da diese nun sichtlich ins Schwanken geraten ist, möchte er die Angelegenheit klären. Er ist bereits mein zweiter Meister. Mein erster ist im Alter verunglückt. Ich habe die große Ehre nun diesem Mann zu dienen. Allerdings ist er zu gutherzig. Ich wäre lieber mit ihm gekommen und an seiner Seite in einem Kampf gestorben, als in Ungewissheit zu warten. Sollte er nicht zurückkommen, wird mich der Zirkel nicht noch einmal an jemand anderen geben. Ich warte nur noch auf meine Hinrichtung. Für ihre Experimente an der Unsterblichkeit bin ich zu alt." Der Ausdruck seiner Augen wurde kurz trüb, ehe sie wieder aufblitzten und er entschuldigend den Kopf vor dem jungen Vampir neigte. "Aber ich bin abgeschweift, bitte entschuldigen Sie mein Geschwafel."
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Kaum waren die beiden Gestaltwandler fünf Minuten daran sich zu Vergnügen schon hatte die Wolfsdame das Gefühl den jüngeren jetzt schon auf andere Gedanken gebracht zu haben. Er war eindeutig nicht ausgelastet was in einem noch so jungen Alter sehr wichtig war. Als sie sehr klein war, war sie fast nur ausschließlich als Wolf unterwegs. Doch sie entschied sich mit dem Kindesalter mehr und mehr dafür wie ein normaler Mensch in der Gesellschaft zu leben und nicht den Wald zu bevölkern. Diese Wahl steht immer noch jedem Werwolf zu, und dennoch ist es ausgeglichen und es leben genauso viele Wölfe in den Städten wie in den Wäldern. Der Anblick des glücklichen Greifs ließ auch sie ein wenig innerlich schmunzeln. Ihr jaulen wurde leiser und machte sich eher daran wendig den Stoßattacken des größeren auszuweichen um nicht selber zu Boden gerissen zu werden. Sie war kleiner und flinker somit hatte der jüngere eindeutig mehr Arbeit sie zu fangen.
      Die Vibrationen die sich durch ihre Pfoten spürte nahm sie eher als Erschütterung war und blieb auf ihrer Position plötzlich stehen. Sie ließ sich auf ihrem Hinterteil nieder und legte die Pfoten gerade ins Gras als würde sie sich hinlegen. Sie wusste zwar noch wie man spielte, doch so wirklich Lust hatte sie im nächsten Moment nicht mehr und legte auch den Kopf sanft ins Gras. Sie fletschte die Zähne und hechelte etwas vor sich her. "Du scheinst ja ganz schön viel Energie zu haben", meinte sie mit brummenden Unterton. Die Worte kamen eher gebrochen aus ihr heraus, man konnte auch nicht wirklich sehen das sich ihr Mund bewegte oder ähnliches. In dieser Form musste sie eindeutig anders kommunizieren, anstatt mit der üblichen Weise zu reden die ihr als Hund nicht gegeben war.
      Nach einigen Minuten rappelte sich Claudia zurück auf ihre Pfoten und leckte sich über die linke bevor sie den Sprüngen des Greifens entgegen kam und recht vorsichtig auf ihn zu rannte um ihn leicht mit dem Kopf zu rammen. Da sie allerdings viel kleiner war berührte ihr Kopf gerade mal die Unterseite des Bauches.

      Ein schock durchzog den zierlichen und bleichen Körper des Vampirs. Er riss etwas die blauen Augen auf und sah entsetzt den Greifen vor sich an. Das wusste er nicht...dieses Schicksal klang grauenhaft, genauso grauenhaft wie Vannon nur mutmaßte wie es werden könnte. Ein Brandmahl...und eigentlich wartete diese wunderbare Gestalt nur darauf getötet zu werden. Was war nur aus dieser Welt geworden? Wie als wären seine eigenen Probleme für einen Moment ausgeblendet hielt der Blonde inne und sah bedrückt herab auf die Klauen des Alten Geschöpfes. Sein Blut begann langsam aber sicher wieder in Wallung zu kommen. Endete sein Freund vielleicht auch einmal so? Genauso wie der Ältere vor ihm. Das konnte nicht die Realität sein, obwohl es kaltherziger weise in Wirklichkeit so war. "Das klingt ja...fürchterlich", meinte Xavier vorsichtig und traute sich nun seine kalte Hand sanft auf dem Schnabel des Tiers nieder zu lassen. Also würde es im Endeffekt nichts bringen seinen Freund zu adoptieren. Der Staat hätte sowieso seine Hände auf ihn. Man würde ihm ebenfalls eines dieser Brandzeichen verpassen und seinen wunderhübschen Körper besudeln, ein Halsband anlegen was eigentlich nur die Ketten demonstrierte an denen er hing.
      "Sie müssen sich nicht entschuldigen, es ist keinesfalls geschwafel. Aber sagen sie, selbst wenn ich mich irgendwann dazu bereit erklären würde meinen Freund aufzunehmen würde ihm doch sicher das selbe Drohen oder nicht? Er würde dazu missbraucht werden irgendwelche Nachkommen zu zeugen mit einem Armen Mädchen was vielleicht nicht einmal solch Absichten hatte, ein Brandmahl bekommen welches ihn immer wieder an die Grausamkeit erinnern würde, und der Staat würde nie seine Hände von ihm lassen...oder?", fragte er doch recht unsicher und hob wieder leicht den Kopf, hatte immer noch die Hand auf dem Schnabel ruhen und strich sanft darüber. Im selbigen Moment viel Xavier allerdings ein, was er seinem Freund am Nachmittag für eine Frage gestellt hatte...er fühlte sich schlecht deswegen. Es war eine Frage die Unwürdig war, er hatte verlangt das der größere sich entscheiden müsse ob er lieber Mensch oder Tier sei, was völlig Absurd war, was nun auch der Vampir erkannte.
    • Ihm machte das Spiel große Freude. Vor allem, weil es gefühlt Ewigkeiten her ist, seitdem er sich das letzte Mal so austoben konnte. Zwar spielte er hin und wieder auf eine Art mit dem Blonden, doch das klappte nie so recht. Jedenfalls nicht, wenn er in seiner Bestiengestalt war. Das war so umständlich, weil der Vampir viel kleiner und zierlicher war. Doch nun hatte er sich gegenüber eine angemessene Spielpartnerin. Allerdings schien diese schnell die Lust zu verlieren. Vielleicht war sie auch einfach müde. Er konnte es nicht einschätzen, doch das Hecheln ließ ihn schon fast auf Erschöpfung schließen.
      Für einige Zeit pausierte er und tippelte bloß ungeduldig auf der Stelle, ehe sie wieder auf die Beine zu kommen schien. So rannte er wieder auf sie los. Allerdings wich die Fehe dieses Mal nicht aus, sondern versuchte ihn sogar leicht zu rammen. Er verlangsamte sofort sein Tempo und blieb stehen, als der Wolfskopf seinen Bauch berührte. Verwirrt sah er zu ihr nach hinten und legte den Kopf schief. Kurz darauf ließ er sich zu Seite fallen und legte sich auf den Rücken. Er wälzte sich kurz hin und her, ehe er wieder aufsprang und sich schüttelte. "Danke, dass du dich mir angenommen hast, Ich denke, du musst dich nicht mehr allzu oft mit anderen Jungspunden deiner Art herum schlagen und jetzt tauche ich auf. Ich weiß das sehr zu schätzen." Ihm war vor allem aufgefallen, dass es ihm wohl viel leichter viel zu sprechen, als der Frau in ihrer animalischen Gestalt. Bloß das er immer diesen ekelhaften krächzenden Unterton mit drin hatte. Woran das lag, wusste er allerdings auch nicht.
      Langsam wich der Greif wieder dem aschblonden Jungen. Grinsend verschränkte er die Arme hinterm Kopf und tanzte von links nach rechts. "Wow, das hat sich echt gut angefühlt! Aber jetzt hab ich einen mordsmäßigen Kohldampf. Wann gibt es Essen? Und viel wichtiger: Wie lange wird Xavier noch brauchen, um seinen Kopf frei zu bekommen. Ich will nicht ohne ihn essen.", murrte er nun etwas unzufrieden und sah durch die Gasse zur Straße. Sein Magen knurrte wirklich schon hörbar, doch er war sich sicher, dass sein Freund noch nicht zurück war. Bestimmt hätte er bei dem Lärm nachgeguckt, was los ist und wäre hierher gekommen. Obwohl sich Vannon momentan bei einigen Sachen gar nicht mehr so sicher sein mochte.

      Mit etwas geweiteten Augen vor Überraschung betrachtete der Greif den Vampir. Fürchterlich? Ja, für einen so jungen Mann musste sich ein Schicksal dieses gleichen sicher schrecklich anhören. Doch heute fühlte es sich für den alten Greif nicht mehr so an. "Sie müssen mich keines Falls bemitleiden. Ich hatte die Gnade, hervorragende Meister zu haben, auch wenn Sie mich nie als einen Freund gesehen haben, so haben sie mich wenigstens nicht wie einen Sklaven behandelt. Ich durfte essen und trinken, wie ich hungrig war und an diesen Paarungsprogrammen musste ich auch nicht teilnehmen."
      Er bemerkte nun, dass es vielleicht nicht gut war, nur von seinem Schicksal zu erzählen. Denn nur weil man ein Greif war, musste es längst nicht heißen, dass alles fest vorgeschrieben war. Er bewegte sich etwas, achtete aber darauf, die kühle Hand des Vampirs nicht von sich zu drängen. An einem schattigerem Platz, ließ er sich wieder nieder. "Lassen Sie es mich so formulieren: Ihrem Begleiter würde nichts passieren, was sie nicht wollen, wenn sie das vollständige Recht über ihn erlangen. Es sieht nur danach aus, dass das Schicksal meiner Rasse nicht umwindbar ist, weil wir beinahe vollkommen in die Hände der Magier gefallen sind. Die meisten Rassen schätzen uns kaum noch, haben kein Interesse für uns. So bestehen die meisten Besucher auf den Auktionen um die jungen Greifen nur aus Magiern. Wird ein Magier als Meister des Greifes eingetragen, sind Brandzeichen und Halsband vorher bestimmt. Wir werden als Eigentums ihres Zirkels betrachtet und bis zum 200. Lebensjahr immer weiter versteigert, sollten wir unseren Meister verlieren. Ich kann Ihnen nicht sagen, welche Vorschriften genau für einen anderen Ersteigerer gelten. Allerdings weiß ich, dass über nichts von alledem, was ich eben aufgezählt habe, jemand anderer bestimmen dürfte, außer Sie selbst. Und auch der gezwungenen Paarung müsste Ihr Begleiter nicht nachgehen. Inwiefern der Staat seine Hände im Spiel behält und wie schwer es sein wird, sich überhaupt unter den Konkurrenten durchzusetzen, das kann ich Ihnen leider nicht beantworten." Ein Geräusch wie bei einem Husten kam von dem großen Tier und sein ganzer Körper bebte. "Entschuldigen Sie, ich habe lange nicht mehr so viel gesprochen. ."
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Nach einiger Zeit schien nun auch der Greif vollkommen ausgelaugt zu wirken. Langsam hatte sich Claudia wieder neben ihm auf die Wiese niedergelassen und den Kopf herabgesenkt. Ihr Blick ging etwas verwundert schwelgen als er sich doch wieder in seine menschliche Form zurückverwandelte. Sie allerdings hatte dafür im Moment noch kein Bedarf, es war lang her gewesen seit sie so herumgelaufen ist und geschweige den ihre Kraft so genutzt hatte. Ab und an bewegte sie ihren Schwanz nach links und rechts und streifte regelrecht im Takt ihres Pulses mit diesem über die Grüne Wiese unter sich. Ein leises brummen konnte man aus nächster Nähe vernehmen auch sie quälte langsam dieses leichte Gefühl von Hunger. Hoffentlich käme ihr Freund bald um das essen zuzubereiten, sie würde sich hüten heute sich an den Herd zu stellen. Sie war weder die beste Köchin noch konnte sie irgendetwas zusammenstellen aus den übrigen Zutaten aus ihrer Küche, den um ehrlich zu sein war so gut wie nichts mehr im Kühlschrank auffindbar.
      Doch kaum hatten die beiden sich mal richtig ausgetobt kam dem Greif schon wieder sein Freund in den Sinn woraufhin sie nur scharf durch die großen Fangzähne ausatmete und leicht den Kopf schüttelte und versuchte dies zu ignorieren. Ihr Blick war auf ihren Wohnblock gerichtet bis ein vertrautes Geräusch ihr in den Sinn kam. Ihre Ohren bewegten sich zart von links nach rechts und flott war sie wieder auf den Beinen und ging einige Schritte voran. Nur wage konnte Claudia die Silhouette in der ferne erkennen, war sich letztendlich aber doch sicher und lief der Person entgegen. "Was macht ihr den hier schönes? Bin ich zu spät?", fragte Antony erfreut und ging in die Hocke als seine Freundin ihm entgegen lief und sich an seine Beine schmiegte wobei ein leises lachen von seinen Lippen ging. "Geht es allen gut? Nach dem Bombenmalör heute Nachmittag ist ziemlich viel Trubel entstanden und ganz Frankreich dreht am Rad", sanft fuhr er mit seiner bleichen Hand über den Kopf des Wolfes zu seinen Füßen, doch eher er sich versah ruhte seine Hand nicht mehr auf Fell sondern auf den Brünetten Locken der Wolfsdame diese sich gerade aufrichtete. "Nein, alles in Ordnung", ein unbekümmertes lächeln fuhr über ihre Lippen und drückten Tony einen Kuss auf die ebenfalls bleichen Lippen. Skeptisch zog der Schwarzhaarige seine Augenbraue in die Höhe und sah an seiner Freundin vorbei zu Vannon. "Was hast du mit ihr gemacht, so anschmiegsam war sie ja seit Wochen nicht, aber du hast sicher auch Hunger lasst uns reingehen bevor noch irgendwas passiert", ein leises knurren war dann leider doch wieder von Claudia zu hören und nahm den Vampir bei der Hand und lief zurück zum Apartment wo sich Antony sofort ihr die Küche Gesellte um das Abendessen zu kochen. Doch von Xavier fehlte immer noch jegliche Spur.

      Sein so trauriger und entsetzter Blick wich regelrecht Erleichterung als der Alte Greif ihm seine Angst leicht genommen zu haben schien. Es war fürchterlich so zu denken, doch leider war diese Denkweise Präsent in jeglicher Art und Weise. Obwohl er zugeben musste das ihn am meisten in diesem Programm das Thema der Partnerschaft quälte und nicht so recht verstehen wollte warum man sowas tat, schließlich steckte in jedem von ihnen ein Teil Mensch, Mensch der aller Grundlagen war für das hier und jetzt. Diese eine Wurzel hatten so viele Rassen Gemeinsam und trotzdem gab es solch Diskriminierung. Magier waren auch nie etwas anderes gewesen und hielten sich Lebewesen wie Tiere, Gott wie Xavier dies verabscheute. Er folgte mit dem Blick seinem Vordermann und folgte ihm gezielt. "Nein, nein...ich habe zu Entschuldigen. Meine Neugier ist alles andere als angebracht doch ich glaube sie können meine Sorge nachvollziehen, ich will doch nur sein bestes auch wenn ich dafür wahrscheinlich der falsche Partner bin", gab er offen zu und zog die Luft scharf ein. Die Sonne war bereits völlig vom Horizont verschwunden und der Himmel tauchte sich in klares dunkelblau. "Aber...verzeihen sie mir, erlauben sie mir eine letzte Frage, wünschen sie es sich nicht Frei zu sein? Nach all der langen Zeit als "Gefangener" bzw. als "Haustier", würden sie da nicht als Unsterblicher in die Freiheit übergehen, ich meine...wünscht sich das nicht jeder heutzutage, unbeschwert zu Leben und Frei zu sein. Natürlich ist mir bewusst das die meisten nur die Wahl haben zwischen und Tod und Freiheit und trotzdem ist beides irgendwo eins, aber...wie sehen sie das, ich bin noch so jung und naiv, meine Seele ist geschändet seit dem Tag an dem ich Geboren wurde ich habe kein Recht über so etwas zu Urteilen was mir seit Geburt auf erliegt"
    • Eigentlich hatte Vannon schon fast damit gerechnet, keine Antwort zu bekommen und doch störte es ihn. Er machte sich wirklich Sorgen um seinen zierlichen Freund. Der Gedanke daran, dass er irgendwo alleine durch die Straßen dieser Großstadt lief, machte ihn irre. Dabei wusste er doch genau, dass Xavier einen ausgezeichneten Sinn für Orientierung hatte und weder dumm noch sonderlich schwach war. Und dennoch plagte ihn schnell wieder das Gefühl, dass er seine Pflicht vernachlässigte, auf ihn Acht zu geben. Er hatte versprochen, immer an seiner Seite zu sein und nun? Nun hatte er unbekümmert mit einem Werwolf im Hinterhof herumgetollt, während seinem besten Freund alles mögliche hätte passieren können. Ein schrecklich schlechtes Gewissen plagte ihn.
      Dies wurde auch nicht gerade besser, als er sah, dass Antony zurück war. Wie sollte er ihm erklären, dass Xavier einfach weg war? Und Claudia schien das alles gar nicht zu stören. Bei dem Anblick, wie sie ihm einen Kuss gab, wendete der Aschblonde schnell seinen Blick ab und zuckte bloß die Schultern auf Antonys Worte. Er hatte gar nichts mit ihr gemacht, sie waren nur ein wenig im Kreis gelaufen und hatten sich unterhalten. Das würde bestimmt nicht zu einer 180° Drehung bei der Brünetten führen.
      Nun stand er alleine im Hinterhof und seufzte leise. Er strich sich durch das Haar und sah sich um. Nur langsam ging er nun auch wieder Richtung Straße, wo er erneut stehen blieb und auch hier seinen Blick schweifen ließ. Auch nichts. Es war zum verzweifeln für den jungen Greif. Niemals könnte er jetzt einfach in dieses Apartment gehen und friedlich mit den anderen zu Abend essen! Das war einfach nicht richtig. Unzufriedenes Knurren drang aus seiner Kehle und schnell schüttelte er den Kopf. Bloß nicht wieder den Verstand verlieren. Er sah die Straße hinab und dann wieder zu der Treppe, welche ihn zu den anderen beiden führen würde. Wenn man es nüchtern betrachtete, würde es rein gar nichts bringen, wenn Vannon nun durch die Straßen jagte und Ausschau nach dem Blonden hielt. Eher würde er sich verlaufen, oder von irgendwelchen Leuten in Beschlag genommen werden, als dass er Erfolg haben würde. So unwohl ihm der Gedanke auch war, Claudia schien Recht zu behalten. Er müsste einfach warten. Also schleppte er sich mit schweren Schritten die Treppe hinauf und ließ sich in der Wohnung auf das Sofa fallen. Sein Blick schweifte zu dem Paar und er dachte kurz daran, ob Xavier und er auch mal so sein könnten. Auch dies verdrängte er schnell wieder. Es bracht auch nichts, hier herumzuhängen und Trübsal zu blasen. "Kann ich irgendwie behilflich sein?", fragte er deswegen so munter wie er konnte, auch wenn es sich schon für ihn ganz und gar nicht richtig anhörte. Aber vielleicht würde er die beiden täuschen können, die ihn immerhin kaum kannten.

      Mal wieder war der erfahren Greif überrascht, wie viel ein Vampir bereits in so jungen Jahren mit sich brachte. Diese Intelligenz und auch sein Sinn für Benehmen waren beeindruckend, doch irgendwo auch sehr traurig. Er hätte seine jungen Jahre genießen sollen, anstatt jetzt schon von so vielen Sorgen geplagt zu sein. Ein jedes Wesen hatte doch schon genug mit dem Erwachsen werden an sich zu kämpfen. Bevor er antwortete, atmete er noch einmal tief durch. "Aber sicher kann ich es nachvollziehen, dass Sie sich um ihren Freund sorgen. Zwischen Ihnen und dem jungen Greif herrscht ein starkes Band. Ich bin mir sicher in solch einer Lage möchte jeder für den anderen nur das Beste. Und genau darin liegt der Fehler Ihrer Aussage, wenn ich das so sagen darf. Es gibt höchstwahrscheinlich keinen besser geeigneten Partner mehr für den Jungen, außer Ihnen." Erneut kam leises Husten von dem Tier und allmählich ließ er von seiner strengen, angespannten Haltung ab. Er schien sogar etwas in sich zusammen zufallen und legte seinen Kopf auf dem kühlen Boden ab. "Wissen Sie, junger Herr. . ich wage zu behaupten, dass ich der falsche Ansprechpartner für Ihre Frage bin. Oder vielleicht genau der richtige? Wie auch immer: Ich habe mich schnell mit meinem Schicksal abfinden können. Jedenfalls nachdem ich meinem zweiten Meister zugeteilt worden bin. Ich bin zwar nicht mehr als ein Diener, dass bekomme ich auch so zu spüren, doch ich bin auch kein Sklave. Und damit habe ich schon ein Privileg, was den meisten nicht vergönnt ist. In meinem langen Leben durfte ich vieles sehen und mir ging es selten schlecht. Ich schäme mich nicht, diese Ketten um meinen Hals zu tragen, ihr Gewicht ist mir längst vertraut. Und frei sein. . das wollte ich lange, da haben Sie recht. Doch in gewisser Weise ist das Leben unter meinem Meister auch ein Vorteil gewesen. Irgendwie . . bequem. Was ist ein freier Greif in der heutigen Gesellschaft schon? Mein Leben ist. . mehr oder weniger erfüllt gewesen. Ich habe keine Angst vor dem Tod, weil es nichts gibt, dass ich bereue nie getan zu haben." Sein kühler Atem strich durch die blonden Haare des Vampirs, als der Greif den Kopf wieder erhob und in den aufkommenden Nachthimmel blickte. "Es wird sehr spät. Darf ich Sie zu Ihrem Wohnort eskortieren, junger Herr?"
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Als das ungleiche Paar wieder die Wohnung betrat, ging der große Vampir auf direktem Weg in die Küche. Dort standen noch die vollgepackten Einkaufstüten herum die bis obenhin mit Zutaten gefüllt waren. Was der erfahrene Hobbykoch ihnen heute Abend vorsetzten würde, wäre wohl in erster Hinsicht ein Geheimnis doch sofort begann er damit Töpfe und Pfannen, sowie Schüsseln vorzubereiten. Im Gegensatz zu Claudia die so etwas wie Kochverbot erteilt bekommen hat von ihrem Freund nahm sich lediglich aus dem Kühlschrank eine weitere Flasche Bier was sowieso eines ihrer Grundnahrungsmittel war. Doch als sie ihren Blick nach hinten schweifen ließ, fiel ihr schnell etwas ins Auge, wohl eher gesagt nicht ins Auge, jegliche Spur fehlte von dem Greifen. Die Wohnungstür stand noch offen so stellte sie sich in den Türrahmen und blickte am Eisengeländer herab. Sie konnte ihn nachvollziehen, Xavier war wirklich noch nicht zurückgekehrt und die Sorge schien in dem jüngeren immer noch stark vorhanden zu sein. Ein seufzen stieß Claudia aus, stieß sich vom Türrahmen ab bevor sie zurück in die Küche verschwand und sich auf einem der Küchenstühle niederließ. Nach einigen Minuten kam der junge Greif doch nach oben und fragte wie immer ob es Arbeit für ihn gäbe. Doch sofort winkte Tony dafür ab, Kochen war schließlich sein Hobby früher gewesen, hatte nur jetzt sehr wenig Zeit dafür und übernahm bei diesem eher selber die Hand.

      Die Worte des Älteren hatte dem Blonden Jüngling mehr als nur ein bisschen geholfen, er verstand ein bisschen mehr als vorher. Ihm war klar das er sich um all die Isolation um seinen Freund sich selber vergaß. Doch die Situation der Zukunft stand sowieso auf Messers Scheide und musste abgewartet werden bis diese sich zu einem Ergebnis begnadigte. Doch als er sagte er hätte keine Angst vor dem Tot und hatte so gut wie das Interesse verloren daran Frei zu sein senkten sich seine blaue Augen wieder herab. Freiheit war doch so etwas wie ein Grundrecht, aus welchem Grund war es dann solch einem prachtvollen Geschöpf untersagt? Er verstand es nicht, würde noch lange daran Zweifeln. Ein Zaghaftes nicken kam von ihm, als der große ihm anbot, ihn nachhause zu begleiten. Es wäre wirklich besser, natürlich war er schnell und konnte im Dunkeln sehen, doch andere Wesen konnte dies leider auch. Nach dem Gefährlichen Erlebnis in der Kirche mal ganz zu schweigen. "Ja, dieses Angebot würde ich wirklich sehr gern annehmen, ich danke ihnen vielmals", meinte er höflich und atmete dabei hörbar erleichtert aus.
    • War ja klar, dass es für ihn wieder nichts zu tun gab. Man wollte ihn einfach nicht arbeiten lassen. Das war sicherlich eine nett gemeinte Geste, doch er fühlte sich wirklich schlecht, nichts tun zu können. Und noch dazu wollt er einfach wieder den Kopf frei bekommen. Mit einem tiefen Seufzen ließ er sich zur Seite fallen. Es dauerte nicht lange, da kam auch schon ein Murren von ihm und er wälzte sich etwas hin und her. Es war langweilig, immer mehr Fantasien, was Xavier zustoßen könnte, machten sich in seinem Kopf breit und er fühlte sich nutzlos. Bald schon sprang er auf und streckte sich mit einem unzufriedenen Laut. Irgendwas müsste es doch für ihn zu tun geben! Er betrat die Küche und sah dem Schwarzhaarigen dabei zu, wie er irgendwas zu werkeln schien. Anscheinend wusste er genau, was er zu tun hatte. Vannon traute ihm zu, dass er ein guter Koch war. Die Werwolf-Dame enthielt sich dafür und hatte schon das nächste Bier am Wickel. interessiert musterte er diese nun und ließ sich auf einen anderen Stuhl am Küchentisch nieder. Er schnupperte etwas. "Darf ich sowas auch mal probieren? Schmeckt das?" Er wusste, das andere in seinem Alter längst feiern gingen und Alkohol in Massen zu sich nahmen. Aber er wusste von seiner Rasse und auch von einigen anderen der Gestaltenwandler, dass sie kaum auf Alkohol anfällig waren. Deswegen war die Interesse sowieso nie dagewesen, sich mal zu betrinken. Nun war er allerdings alleine wegen dem Geschmack neugierig. Immerhin trank die Brünette ja eine Flasche nach der anderen so weg.

      Langsam und anmutig erhob sich das große Getier wieder und streckte sich, wobei man deutlich die Gelenke knacken hörte. Auch sein Körper wurde nicht jünger. Er sah mit seinen sanften Augen auf den Blonden hinab und neigte seinen Kopf etwas. Dann ging er langsam auf den Vorderbeinen in die Knie, sodass es dem Vampir leichter fallen würde, auf seinen Rücken aufzusteigen. "Ich weiß, es brennen in Ihnen sicher noch einige Fragen. Doch ich möchte auch nicht, dass Sie Ihre ganze Erfahrung an einem Abend sammeln. Sie müssen selbst sehen und dadurch verstehen, so schwer das auch manchmal fällt. Wenn ich Sie nun bitten dürfte, aufzusteigen? Das ist so üblich, wenn man mit einem Greif unterwegs ist. Nur, dass wir nicht sonderlich auffallen. Ich fliege Sie auch gerne. Alles, was Sie wünschen, junger Herr.", sprach er ruhig, den Blick gesenkt.
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Das bedrückte abtreten des Jünglings bemerkte der größere gar nicht und schnipselte einfach weiter am essen herum. Seine Handgriffe waren wirklich äußerst Geschickt und jeder schien zu sitzen da hätte eine Helfende Hand wohl mehr Schaden gemacht als geholfen. Er verfluchte die Zeit als Claudia ihre Phase des Kochens hatte und immer wieder die Küche Brand setzte. Ein leichtes lächeln zog sich über seine Lippen während er aus dem Schrank die Glasform kramte und diese auf die Arbeitsplatte stellte. Auch er hatte sich gefragt wo der Blonde Sohn seines ehemaligen Freundes abgeblieben war. Doch so wie er die beiden Kinder einschätze konnte er sich nicht recht vorstellen das der Blonde ohne seinen Freund losgezogen war.
      Claudia sah etwas desinteressiert ihrem Freund beim Kochen zu und ließ dabei ab und an ihre Flasche an die Lippen wandern. Eine drückende Stille, die nur vom leisen klimpern und zischen des Herdes ab und an unterbrochen wurde machte sich breit. Auch der junge Greif schien nicht wirklich Lust zu haben auf das essen zu warten, doch seine folgende Frage verwunderte die Brünette nur umso mehr, blickte zwischen ihrer Flasche hin und her bevor sie diese dem jüngeren hinhielt. "Ehm...ich denke schon" Sie hatte das ganze mit den Gesetzen oder gar Jugendschutzregelungen in Frankreich nie wirklich ernst genommen. Sie konnte nicht wirklich Einschätzen wie alt der Greif nun war, aber jeder musste halt Erfahrungen sammeln so mit war daran nichts verkehrt und vielleicht hatte Alkohol genau so wenige Wirkung wie auf sie selber. „Du hast noch nie Alkohol getrunken, nicht mal Sekt oder Wein?“, dies verwunderte sie wirklich, sie wusste schließlich wie gern ihr Antony Wein zu sich nahm, und schloss daraus das andere Vampire dies ebenfalls gern taten, doch der jüngere schien wirklich ein unbeschriebenes Blatt zu sein.

      "Bitte nicht Fliegen...", murmelte der Blonde leise und versuchte diesen Gedanken schnell wieder zu verwerfen. Der Flug bis nach Paris war alles andere als toll, nur gut das er die ganze Zeit über geschlafen hatte, doch die Magenschmerzen blieben dennoch sehr lange danach beisammen. Vorsichtig nahm er die Einladung an, stieg auf den Rücken des eigentlich Fremden Greifs und hoffte unbeschadet zurück zu seiner Unterkunft zu kommen. Natürlich brannten ihn noch so viele Fragen unter den Nägeln, doch vielleicht wäre es auch einfach besser einzelne Frage davon seinem Freund direkt zu stellen und nicht Antworten zu suchen die vielleicht gar nicht der Wahrheit entsprachen. "Ich bin Untergekommen in der westlichen Wohnsiedlung, ich hoffe das sagt ihnen etwas", meinte Xavier und griff vorsichtig in das weiche, fast schon gräuliche Fell und verfing seine Finger leicht darin. Das Laufen war bereits genug und würde seinem gereizten Magen schon genug Beschwerden bereiten da war Fliegen eindeutig nicht das beste!