[2er RPG] Amnesia

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    • Dem gewöhnlichen Familienleben fehlte hier wohl einiges, das hatte man ja schon am ersten Tag sehen können. Doch die liebevolle Mutter so zu sehen, brach schon fast das Herz des Greifen. Was eine Mutter wohl durchmachen müsste, ihr Kind am anderen Ende des Landes zu wissen. In einer Zeit, in der sie nicht sagen könnten, ob es überhaupt noch einmal zu einem Wiedersehen kommen wird.
      Geduldig wartete er darauf, dass sich Xavier bereit zeigte. Das tat er zwar, aber das unwohle Gefühl war deutlich zu vernehmen. Das würde keine schöne Reise für den jungen Vampir werden. Vorsichtig richtete sich das große Raubtier auf und drehte sich von dem Anwesen der Immorteles weg. Einige Sprünge, dann war er mit kräftigen Schlägen hinauf in die Lüfte gestiegen. Als er auf einer bestimmten Höhe war, konnte er das Meer erkennen und flog eine große Kurve, um Richtung Paris zu kommen. Unter ihnen waren die beiden Vampire nur noch Punkte. Bis sie außer Sichtweite waren, blieb Vannon noch langsam, auch wenn er nicht glaubte, dass der Vampir einen Blick nach unten wagte. Dann, als er sie nicht mehr erkennen konnte, beschleunigte er ein wenig. Es wehte kaum Wind, was den Flug umso ruhiger machte, aber das würde nichts am Befinden von Xavier ändern. "Wenn du möchtest kann ich auf den unbefahrenen Autobahnen landen und soweit es geht laufen. Oder immer zwischen durch, wenn du eine Pause brauchst.", schlug er seinem Freund vor. Die Sonne ging zu ihrer linken unter und zog lange Schatten über das Land. Es war etwas gruselig. Vor allem weil zwischen durch immer große Löcher der Zerstörung zu sehen waren. Die Folgen der Bombenangriffe. Hoffentlich würden sie nicht auf Bomber treffen. Das würde unweigerlich zu so ziemlich richtig großen Problemen führen.
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Die Sorge um seine Flugangst konnte getrost im jetzigen Augenblick vergessen werden. Er wollte keinerlei Blick zurück werfen und hatte leicht seine Finger im Fell des großen Tieres vergraben. Er wollte einen klaren Kopf bekommen und die Schäden des "Vorkrieges" zu sehen hätte wohl nur noch mehr Bauchschmerzen ausgelöst. Die Frage seines Freundes ob er zwischendurch landen sollte veranlasste Xavier ein wenig zu lächeln. "Nein, nein...nur wegen mir musst du das nicht, ich will so schnell wie möglich die Strecke hinter mich bringen", meinte er recht ruhig und beugte sich nach vorn um seinen Kopf ebenfalls auf dem Rücken des Greifen zu platzieren. Durch das weinen war er ziemlich erschöpft gewesen, seien Augen taten weh und dieser Schmerz in Bauch und Brustgegend sowie im Kopf machte den Flug nur noch unbehaglicher. Doch ehe sich der Blonde auch nur versehen konnte lockerte sich der Griff im Fell und er hatte die Augen geschlossen und war sogar recht schnell fast wie von Zauberhand eingeschlafen. Selbst den Meerblick hatte er nicht einmal wahrgenommen, lediglich zu schlafen begann er auf einmal obwohl gerade die Nacht einbrach.
      Träumen tat der junge Vampir so gut wie nichts. Erlebte lediglich den Tag erneut, sein Kopf versuchte die Gespräche zu verarbeiten und versuchte mit aller Kraft schlau aus all dem zu werden, sich klar zu werden was da eben alles passiert war. Recht ruhig blieb er einfach schlafend auf dem Rücken des Greifen und dies den ganzen Flug über.
    • Etwas Erleichterung tat sich in Vannon auf, als er bemerkte, dass sein bester Freund eingeschlafen war und vollkommen ruhig auf seinem Rücken lag. Es war das beste, was dem Vampir hätte passieren können. Immerhin musste er unbedingt schlafen, da es nicht zu erwarten war, dass die nächste Zeit viel entspannender werden würde. Und da er sowieso immer zu wenig Schlaf bekam, war dieser lange Flug wie gemacht zur Erholung.
      Da er so still da lag, musste sich der Greif nicht einmal großartig ausbalancieren und konnte sogar in seinem gewohnten Tempo fliegen. Ab und an kam ein leichter Wind auf, doch meistens zu ihrem Vorteil, sodass sich der Große immer wieder im Rückenwind entspannen konnte. Der Eiffelturm war klar und deutlich zu sehen, als der Mond hoch über ihnen stand. Wie lange waren sie geflogen? Vielleicht vier Stunden? Er wusste es nicht genau, aber allzu erschöpft fühlte er sich nicht. Komischerweise war die Stadt beinahe unberührt von Bombenangriffen geblieben. Viele Sehenswürdigkeiten erkannte er sogar wieder und hätte am liebsten direkt stolz davon berichtet, doch er entschloss sich dazu, seinen Freund schlafen zu lassen.
      Auf dem Platz vor Notre Dame landete der Greif sicher und sah sich um. Es waren einige Menschen zu sehen, das war für eine Metropole auch anzunehmen. Selbst die Lichter am Wahrzeichen der Stadt leuchteten so hell, dass man meinen konnte, man wollte die potentielle Gefahr auf sich lenken. Ruhig stapfte das große Fabelwesen über den Platz. Er musste zugeben, dass es sich nun doch ganz angenehm anfühlte, auch wieder die Füße zu gebrauchen und die strapazierten Flügel ruhen zu lassen. Von hier aus wusste Vannon allerdings nicht mehr wohin. Er war völlig überfordert mit der Größe dieser Stadt und hatte nicht einen Ansatz zu Antonys derzeitigem Aufenthaltsort. Deswegen entschied er sich nun wohl oder übel doch dazu, den schlafenden Vampir zu wecken. "Xav? Wir sind in Paris angekommen. Weißt du, wo wir Antony finden können?", fragte er mit sanfter Stimme, die sich in dieser Gestalt allerdings nicht allzu sanft anhörte.
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Selbst als Vannon die Füße mit dem Boden wieder in Berührung brachte bemerkte der junge Vampir reichlich wenig davon. Es war mitten in der Nacht und das Treiben in der Stadt war um einiges größer als man meinen mag. Niemand störte sich an dem Greifen der mitten in der Stadt landete im Gegenteil, vereinzelt waren auch andere zu sehen die wohl viel Freude daran hatten in ihrer Tiergestalt bei Nacht herumzulaufen. Nur ein kleines ruckeln brachte den müde Vampir dazu sich langsam aufzurichten und müde sich die Augen zu reiben während er verwundert einen Blick nach links und rechts wagte. Es war sehr lang her als er das letzte mal in Paris war. Xavier verstand nie warum sein Vater nicht in dieser Metropole Frankreichs sein Anwesen hat niedergelassen, er zog es anscheint auch lieber vor auf dem Land zu leben fern ab von all der Aufmerksamkeit. Das war auch als Chef einer so einflussreichen Firma denkbar. Er wusste das seine Mutter in jungen Jahren als Model bei einem bekannten Franzosen unter Modellvertrag stand und somit Karriere gemacht hat, doch dies müsste schon Jahrzehnte her sein.
      Nur wage drang die Frage um Antonys Wohnort an sein Gehör. Er versuchte sich zu erinnern, seine Mutter hatte nichts gesagt also ging auch Xavier davon aus das ihr alter Freund immer noch dort Wohnhaft war wie vor einigen Jahren. Er prüfte kurz ob das Gepäck noch an ihm war und das war es auch. Einen Augenblick überlegte er bevor es ihm wieder einfiel. "Im Westviertel...in diesen komischen Wohnsiedlungen...Antony lebt sehr bescheiden", meinte er doch recht müde noch und gähnte herzhaft als er mit dem Finger in eine bestimmte Richtung deutete und mit Vannon auch schon recht schnell den Weg in die Wohnsiedlung Frankreichs fand. Die Wohnungen hier glichen einem ziemlichen großen Wohntrakt. Zumindest am Rande des Westviertels zierten sich eine Reihe von Wohnblöcken mit etlichen Fenstern, und Türen die jeweils durch Metalltreppen zu erreichen waren. Der Blonde Jüngling erinnerte sich langsam aber sicher wieder an diesen Ort. Ich glaube er wohnt dort oben, Nr. 179, glaube ich", sagte er etwas unsicher und stieg etwas wackelig von dem jungen Greifen ab und stieg bereits einige Treppen hinauf. Diese gaben klirrende Geräusche von sich bis die beiden letztendlich vor der weißen Tür mit der Nr. 179 standen. "Antony Le Bel, ja hier ist es", etwas erfreut darüber das er sich erinnerte klopfte er gegen die Tür. Ein lauter Knall war aus der Wohnung war zu erst zu hören und grimmiges Fluchen auf Deutsch folgte. Etwas genervt riss er die Tür auf und erblickte zu erst den großen Aschblonden der ihm so gut wie kein Begriff war, doch als der besagte Blick herab sank und bei Xavier hängen blieb schien es bei dem jungen Mann ebenfalls Klick gemacht zu haben. Vor den beiden Jungen stand ein Mann von der Größe Vannons. Er hatte Schwarzes Haar welches ihm etwa bis zur Hüfte reichte, rote Augen die aber eher der Farbe Karmesinrot zuzuordnen waren und ebenfalls sehr bleiche Haut. So konnte man davon ausgehen das auch er ein Vampir war. "Da seit ihr ja! Xavier du bist ja gewachsen...du siehst genau aus wie deine Mutter, lass dich drücken", meinte er doch recht gut gelaunt und tat seiner Ankündigung kund und drückte den Blonden Vampir kurz an sich. "Kommt erst mal rein", er ging voran in seine Wohnung die wirklich wie angekündigt sehr bescheiden war. Ein Wohnzimmer mit Standard Ausstattung, recht kleine Küche und alles was man eben zum Leben brauchte, nichts wirklich ausgefallenes. „Setzt euch ruhig...“, so ließ er sich ebenfalls auf dem Sofa nieder und Xavier ebenfalls nachdem er das Gepäck im Flur abgestellt hatte.
    • Ein Glück, dass der Vampir ein derart gutes Gedächtnis und dazu noch einen unglaublichen Orientierungssinn aufwies. Der Greif hatte Paris nur durch den großen Turm finden können. Ansonsten wäre er zu einhundert Prozent daran vorbei geflogen. Je länger sie durch die Stadt gingen, desto beeindruckter war er von dem Treiben dieser Metropole. So viele verschiedenen Rassen, es war in manchen Gassen fast so hell wie am Tag und an schlafen schien diese Stadt kaum zu denken. Erst in den Wohnvierteln wurde es etwas ruhiger und man konnte wieder das Tapsen des großen Tieres durch die Straßen hallen hören. Nachdem der Blonde abgestiegen war, verwandelte sich Vannon zurück in seine menschliche Form und streckte sich ausgiebig. Es war etwas beengend, sich nach doch recht langer Zeit nun wieder in dem kleinen Körper zu befinden, aber das sollte schon in Ordnung gehen. Er nahm seine Tasche und folgte seinem Freund die Treppe hinauf, die unter ihm viel dunkler klang, als bei den Schritten zuvor von seinem Freund.
      Das Fluchen des Mannes war es nicht, was ihn verschreckte. Eher das Aussehen. Das schwarze, lange Haar erinnerte ihn sofort an den Griesgram. Doch dieser Mann war wirklich um einiges freundlicher und er hatte auch kein russisch gesprochen. Was es allerdings für eine andere Sprache war, wusste der Aschblonde auch nicht zu zuordnen. Wenigstens strahlte er keinerlei Bedrohung aus. Nun, jedenfalls nicht für wahrscheinlich jeden normalen Menschen. Der Greif allerdings hatte im ersten Moment noch Zweifel, als er bemerkte, dass auch dieser Mann ein Vampir war. Er stellte seine Tasche neben die von Xavier und schloss die Tür hinter sich. Als er sich in der Wohnung umsah, musste er ein Seufzen unterdrücken. Seine eigene Wohnung war ja auch nicht viel größer gewesen, aber nachdem Luxus bei den Immorteles war das nun wieder wirklich klein. Um nicht unhöflich zu sein, nahm er neben Xavier Platz.
      Für einen Moment war es still, aber das hielt der Greif natürlich nicht aus. "Vielen Dank, dass sie Xavier und sogar mich aufnehmen. Wenn ich das in irgendeiner Form wieder gut machen kann, lassen Sie es mich bitte wissen." Ihn durch schoss nach seinen eigenen Worten der unschöne Gedanke, diesem Mann vielleicht mit Blut danken zu müssen. Das wurde aber gaaaaanz schnell wieder beiseite geschoben. Viel zu unwahrscheinlich. 1. War er eine niedere Rasse und dadurch nicht für den Verzehr geeignet und 2. Schien dieser Mann viel zu nett zu sein. "Wo.. werden wir denn schlafen?", versuchte er von dem vorherigen Thema abzulenken. Außerdem wollte er jetzt nicht nur für seinen Freund einen schönen Schlafplatz haben, sondern auch für sich selbst. Denn nun wo er saß schien sein Körper förmlich nach erholsamen Schlaf zu schreien.
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Die Stimmung zwischen den drein war um einiges besser als zuvor bei seiner Familie. Xavier kannte Antony von früher. Sein Vater und der besagte Gastgeber der Wohnung waren früher zusammen zur Schule gegangen, zumindest hatte das seine Mutter ihm freudig erzählt als er noch jünger war. Im Gegensatz zu seinem Vater strahlte er aber schon um weiten nicht eine solch dunkle Aura aus. Warum der Kontakt zwischen ihnen abgebrochen war oder still wurde wusste der Blonde nur noch so wage. "Ich habe mich ja noch gar nicht vorgestellt", meinte Antony richtete den roten Blick zu dem jungen Greifen von dem er bereits von Xaviers Mutter vorgewarnt wurde. Dieser schien auch die Hauptkonversation zu führen. Der Sohn des Vampirpaars war noch nie der Gesprächigste war immer recht ruhig und hatte nie das Bedürfnis irgendwas von allein zu erfragen oder ähnliches. Vielleicht war dies nun anders, doch das würde Tony schon noch bemerken. "Ich bin Antony Le Bel, ich habe früher mit Xaviers Vater zusammen gearbeitet, lebe aber heute hier in Paris und führe eine große Firma im visuellen Marketing, also etwas vollkommen andres als früher", meinte er um auch etwas die traurige Atmosphäre zu nehmen die der immer noch sehr müde Vampir da ausstrahlte.
      Die Frage nach dem Schlafplatz war mehr als berechtigt, die Wohnung war recht klein also gab es eher wenig Möglichkeiten. "Also meine Freundin lebt normalerweise noch mit hier, die ist aber im Moment Geschäftlich unterwegs, ich würde euch anbieten in meinem Schlafzimmer zu übernachten fürs erste falls es euch keine Umstände macht, ich mach es mir hier auf dem Sofa bequem", ihm machte es nichts aus sein Hab und Gut zu teilen. Obwohl auch Antony ein Reinblut war, unterschied er sich um Längen von Vladimir, nicht nur vom auftreten sondern auch von allem anderen. Natürlich sahen sich manche ziemlich ähnlich, vor allem der schlanke Körperbau, die Haare oder aber auch die Augen und die bleiche Haut ließen einiges drauf schließen. Abgesehen davon war er schon der zweite Mann der vom aussehen her eher klassisch-männlich Vampir war. Xavier schien da vollkommen aus der Rolle zu tanzen mit dem aussehen eines klassischen Weiblichen Vampirs.
    • Der Mann schien äußerst gesprächig zu sein, was zwar zuerst verwirrte, aber dem Aschblonden dann doch positiv auffiel. Die leichte Anspannung verflog gänzlich und er lächelte leicht. "Das ging wohl auch an mir vorbei. Ich bin Vannon, aber wahrscheinlich hat man Ihnen schon von mir erzählt." Trotz der freundlichen Ausstrahlung des Mannes, vermied es der Greif in dessen rote Augen zu gucken. Das war ihm doch noch etwas suspekt. Er mochte die blauen seines Freundes und dessen Mutter fiel lieber.
      Auf den Schlafplatz hin runzelte Vannon kurz die Stirn und sah sich das Sofa an. Es bot nicht genug Platz um zwei Personen einen gemütlichen Schlafplatz zu bieten, allerdings konnte er doch nicht den Gastgeber auf dem Sofa schlafen lassen. Allerdings wollte er auch nicht, dass sich Xavier mit ihm hier mehr oder weniger hinquetschen müsste. "Nun.. ich würde Ihr Angebot gerne für die erste Nacht annehmen. Bitte zeigen Sie uns das Schlafzimmer. Aber in Zukunft.. ich muss nicht unbedingt ein Bett zum Schlafen haben, wissen Sie.." Auch wenn der blonde Vampir ihn es nie hat spüren lassen, wusste der Greif ganz genau, dass er nicht in die selbe Klasse gehörte, wie die Vampire. Sie waren angesehener und hatten um einiges mehr Macht und es würde nichts bringen, sich mit ihnen auf eine Ebene zu stellen, wenn er vielleicht doch irgendwann abgegeben werden müsste. Dann würde ihn so ein Verhalten wahrscheinlich das Leben kosten. Deswegen versuchte er sich nicht daran zu gewöhnen, das freundliche Verhalten als selbstverständlich zu empfinden. Bei seinem besten Freund ließ sich das nun kaum noch ändern, das wollte er auch nicht. Aber bei Fremden musste er lernen disziplinierter zu sein.
      Die Disziplin ließ allerdings schon wieder zu wünschen übrig, als ein langes Gähnen von dem Aschblonden kam, welches er nicht einmal versuchte hinter einer Hand zu verstecken. Er lehnte seinen Kopf an den des Blonden. Ein Bett wäre zwar schöner, aber gerade könnte er eindeutig überall schlafen. Um seinen besten Freund jedoch noch sicher und bequem in dem Bett zu wissen, zwang sich Vannon dazu, die Augen offen zu behalten und beobachtete müde den Gastgeber.
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Leichte röte stieg in die Wangen des Blonden als in öffentlichen Beisein von Tony der junge Greif sich gegen ihn lehnte. Er selber bemerkte das gar nicht so. Im Gegensatz dazu fiel Antony etwas ganz anderes auf. Der Aschblonde Genierte sich ganz schön in seiner Gegenwart obwohl es überhaupt keinen Grund dazu gab. Er hatte schon längst den hohen Stand der Vampire den Rücken gekehrt, seine Freundin war ebenfalls etwas sehr spezielles was wohl den Stand der Dinge erklären würde. Jedenfalls bemerkte er rasch das der Aschblonde eindeutig genug Disziplin hatte und sich sehr anstrengte einen Guten und höflichen Ton an den Tag zu legen der eigentlich gar nicht nötig war. "Nein, nein ich bestehe darauf das ihr beide im Schlafzimmer übernachtet, es macht mir nichts aus", meinte er mit einem eher fröhlichen lächeln. So erhoben sich die drei und Tony zeigte ihnen das angrenzende Zimmer.
      Das Zimmer war ebenfalls nichts besonderes, inmitten des Raumes stand ein Doppelbett und ein Paar Schränke zierten die Wände. "Ich bemerke wie ihnen die Situation etwas unangenehm ist, ich weiß Vampire sind immer als Adelig abgestempelt oder ähnliches. Ich kann mir vorstellen nach dem Kennen von Vladimir wird dein Einschätzungsvermögen etwas getrübt sein, aber glaub mir du brauchst dir keine Sorgen machen, so bin ich nicht", meinte er doch recht offen, legte dabei eine Hand auf die Schulter von Vannon und lächelte. Xavier bekam das nur eher halbherzig mit, hatte die Vorhänge in der Zeit zugezogen und kramte aus seiner aus dem Flur mitgenommenen Tasche seine Schlafsachen. "Falls du mir nicht glauben magst, meine Freundin ist ein Werwolf...und jetzt wünsche ich euch beiden eine Gute Nacht", das letztere sagte er etwas lauter sodass auch der Blonde Jüngling es vernehmen konnte. So verließ Tony den Raum und machte sich daran am Computer zu arbeiten.  "Ist alles in Ordnung?", fragte Xavier recht kühl zu seinem Freund als er sich vor ihm umzog und unter die Bettdecke kroch.
    • Wenn der Mann darauf bestand, brachte es auch nichts, großartig gegen an zu gehen. Das wäre ja schon wieder unhöflich gewesen. Also holten die beiden Jungs ihre Taschen vom Flur und folgten ihrem Gastgeber ins Schlafzimmer. Es war gemütlich .. Langsam begann der Greif, sich wohl zufühlen, auch wenn alles noch etwas neu und klein war. Er legte seine Tasche ab und sah Xavier dabei zu, wie er gewohnter Weise die Vorhänge schloss. Dabei bemühte er sich wirklich, den Worten des älteren Vampirs Gehör zu schenken, auch wenn er innerlich schon mit seinem Freund im Arm im Bett lag und friedlich schlief. Als er jedoch die kalte Hand auf seiner Schulter spürte, bemerkte er wieder wo er stand und sah seinen Gesprächspartner schnell an. So richtig bekam er allerdings nur noch die letzten Worte mit. "Ja.. gute Nacht..", murmelte er schnell bevor er alleine mit dem Blonden im Raum stand. Er hatte einen Werwolf zur Freundin? Waren Vampire und Werwölfe nicht der absolute Gegensatz zu einander?! Das erklärte wirklich, warum er dem Greif gegenüber viel freundlicher war. Als Gestaltenwandler waren auch Werwolf allgemein nicht vom höchsten Ansehen, obwohl sie immer noch in einer Art von Mittelschicht standen. Das hatte wohl mit ihrer großen Anzahl zu tun und der Tatsache, dass sie zusammen mit Vampiren schon seit Jahrhunderten die bekanntesten und gefürchtetsten von den Übernatürlichen waren.
      Als Xaviers Worte ihren Weg zu ihm fanden, sah er etwas verpeilt zu ihm. "Mhn.. ja, ich denke, es ist alles okay.", antwortete er und fuhr sich durch sein wüstes Haar. Als er bemerkte, dass sein Freund sich direkt vor ihm umzog, zierte ein leichtes Lächeln seine Lippen. Wie müde musste der schüchterne Vampir denn sein, dass ihm das nichts auszumachen schien? Es war gut möglich, dass noch die vorherige Nacht an ihm nagte, in der er ebenfalls alles andere als erholsamen und ausreichenden Schlaf bekommen hatte. Auch Vannon holte sich nun seine Schlafhose, zog diese an und krabbelte danach ebenfalls unter die Decke. Er spürte den kühlen und zierlichen Körper des Vampirs dicht neben sich und legte den Arm um ihn. Ein wohliges, tiefes Schnurren kam von ihm und er schloss entspannt die Augen. "Schlaf gut, Xav..", murmelte er und war auch schon wenige Augenblicke später eingeschlafen.
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Normalerweise genierte sich der Blonde Vampir davor sich vor dem Greifen umzuziehen. Schon das auftreten in Badesachen forderte schon jegliche Beherrschung in dem Blonden. Ohne sich wie immer vor hochrotem Kopf von den Armen des größeren fernzuhalten, brauchte er dies am heutigen Abend mehr als deutlich. Als der Aschblonde sagte es seie alles in Ordnung und sich zu ihm legte, zögerte er diesmal kein bisschen sich direkt an ihn zu kuscheln und seinen Kopf auf seiner Schulter zu betten. Obwohl er ziemlich lang geschlafen hatte, dachte er noch eine weile über den Tag nach bevor er ebenfalls die Augen zufallen ließ und einschlief.
      Etwa gegen zehn Uhr wurde der Vampir allerdings wach, dies war eindeutig die längste Zeit das der junge Vampir am Stück geschlafen hatte, wenn man den Schlaf auf dem Flug hierher bedachte. Langsam bemerkte er das er immer noch im Arm des jungen Greifen schlief. Er hob etwas seinen Kopf und blickte in das schlafende Gesicht seines Freundes. Sie waren an einem fremden Ort, in einer recht fremden Stadt, in einer fremden Wohnung. Eine noch merkwürdigere Situation gab es wohl kaum. Doch sein Hirn schien leicht benebelt zu sein. Langsam richtete er sich aus seiner Liegeposition auf, blickte weiterhin in das liebliche schlafende Gesicht seines besten Freundes und bemerkte nicht einmal wie ein leichtes lächeln seine Lippen verließ. Er hatte so viel getan um ihn aufzumuntern, stand ihm immer bei, und was hatte er jemals als Gegenleistung getan? Nicht das der Greif jemals nach einer Entschädigung interessiert war fühlte sich der Vampir dennoch schlecht. In der Wohnung schien es Recht ruhig zu sein, Antony schien entweder ebenfalls zu schlafen oder auf Arbeit verschwunden zu sein, so sicher war sich der Blonde dabei nicht, doch gestört werden würden die beiden jetzt ohnehin nicht. Die Wärme von seinem Nebenmann ausgehend löste in ihm wieder dieses wunderschöne Glücksgefühl seiner Nähe aus. 
      Ein kleiner Gedanke schlich sich in ihm ein, doch verwerfen tat er dies schnell. Ihn zu wecken wäre trotzdem eine Gute Variante. Statt ihn wie üblich einfach sanft wachzurütteln bewegte er sich vorsichtig von seiner Position weg. Langsam erhob er sich, und ließ sich langsam auf dem Bauch des größeren nieder. Er war leicht, daher ging er nicht davon aus das der größere irgendwelche Schmerzen oder ähnliches davon haben würde. Sanft fuhren seine Finger über seine Wange wobei wieder ein lächeln über seine Lippen kam. "Hey, Vannon...aufwachen", flüsterte er und begann den Greifen sanft durchs Haar zu fahren.
    • Die Nacht verlief für den jungen Greifen komplett traumfrei. Sein Schlaf war ruhig und erholsam, bis sein Unterbewusstsein ein sanftes Kribbeln Kribbeln auf seiner Wange vernahmen. Kurz darauf, spürte er, wie seine Haare ihn kitzelten und vernahm die sanfte Stimme des Vampirs. Leise murrend öffnete er die Augen, etwas eingeschnappt über die Ruhestörung, auch wenn er eindeutig genug Schlaf bekommen hatte. Als er jedoch in die blauen Augen sah und die Position seines Freundes realisierte, musste er verschlafenen Lächeln. "Immer diese Frühaufsteher..", brummte er und streckte vorsichtig die Hand aus, um ihm ebenfalls einmal über die Wange zu streicheln. Er konnte sich nicht erklären warum, aber in diesem Moment verspürte der Greif einfach nur pures Glück. Es war selten, dass sein Freund dem Größeren von sich aus so nahe kam. Jedenfalls in der menschlichen Form. Zwar waren sie sich gerade erst am gestrigen Tag am See sehr nahe gekommen, doch das jetzt war anders. Vannon war im Grunde nichts anderes als ein zu groß geratener, verschmuster Kater. Er liebte es über alles, dem Blonden so nahe wie möglich zu sein. Nur hatte dieser manchmal irgendwie das ein oder andere Problem damit. Ganz langsam richtete er sich ein Stück auf und stützte sich mit dem freien Unterarm ab. Wahrscheinlich sah er aus, wie ein aufgeplatztes Sofakissen und hatte dazu noch Schlaf in den Augen. Xavier hingegen sah selbst kurz nach dem Aufwachen perfekt aus. Seine leicht verwuschelten Haare hingen ihm leicht ins Gesicht und seine Augen hatten so einen fast träumerischen Ausdruck, dass das Lächeln des Aschblonden gleich etwas breiter wurde. Vielleicht war er ja noch gar nicht wach. Vielleicht schlief er noch und träumte jetzt. Oder sein bester Freund hatte es über Nacht geschafft noch eine Millionen Mal faszinierender auszusehen, als zuvor.
      "Hast du gut geschlafen?", fragte er etwas abgelenkt, während seine Finger langsam über die weichen Konturen vom Gesicht des Vampirs fuhren. Dabei verfolgte er mit den Augen jede Bewegung und hielt immer nur kurz inne, um nochmals den Blick des Vampirs zu suchen, welcher sein Lächeln jedes Mal aufs Neue erhellen ließ.
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Im Gegensatz zu dem Greifen war der junge Vampir wirklich ziemlich verlegen und vieles war ihm einfach unangenehm. Obwohl ohne zu Zweifeln am See des gestrigen Tages der größere den nahen Kontakt plötzlich unterbrach und wie gewohnt freudig versuchte ein anderes Thema anzustimmen. Der Anblick des Aschblonden löste auch in dem Vampir ein wohliges Gefühl aus. Als dessen warme Hand auch am Rande seines Gesichts entlang fuhr stellte sich bei ihm regelrecht die Nackenhaare auf. Das wohlige Gefühl welches ausgelöst wurde durch solch eine sanfte Berührung stimmte den Blonden sofort um seine Gedanken wie so oft an etwas schlechtes zu verschwenden.
      So wie es dem Greifen ging war es natürlich auch umgekehrt. Vampire hatten nun einmal die Eigenschaft so gut wie immer auszusehen wie eine Porzellanpuppe, er konnte sich auch nie daran erinnern das seine Mutter mit Make-Up oder ähnlichen ihrem aussehen nachgeholfen hatte bis auf ein paar unwichtige Kleinigkeiten. Doch im Gegensatz zu sich selber empfand er seinen Freund um einiges hübscher und schöner als er je eine Person gefunden hatte. Dies fing bei seinen wunderbaren, goldenen Augen an und Endete bei seinem wundervollen Charakter. Er würde sich nichts sehnlicher wünschen als das der Aschblonde für Ewig an seiner Seite bliebe, auch wenn er genau wusste das dies wohl nie funktionieren würde, vor allem nicht auf solch einem Stand wie er es sich seit langem wünschte. Er wollte nicht so distanziert zu Vannon sein, doch seine Verlegenheit und Unsicherheit ließ das ganze einfach nicht zu. Der Blonde dachte das immer noch sehr kindliche denken bei seinem Freund ließ die ganzen Geste seinerseits als nicht ernst abstempeln.
      Das Zimmer war immer noch abgedunkelt durch die zugezogenen Vorhänge und auf die Frage nickte er nur bestätigend. "Wenn du da bist habe ich doch gar keinen Grund schlecht zu schlafen, oder?", seine kalte Hand schmiegte sich an die des größeren und seine blauen Augen trafen wieder auf die goldenen seines Gegenübers und träumte ein wenig vor sich her.
    • Zufriedenes und zustimmendes Schnurren kam von dem Greifen. "Das stimmt, so sollte es auf jeden Fall sein. Ich bin ja auch dafür da, dass du dich wohl fühlst. .", raunte er in ungewohnt verführerischem Ton. Ihm fiel dieser andere Tonfall zwar auf, doch er empfand ihn eher als sehr merkwürdig. Dies damit abgestempelt, dass er einfach noch nicht lange wach war, konzentrierte er sich wieder auf seinen Gegenüber. Die blaue Farbe seiner Augen war mehr als faszinierend für den Aschblonden. Er achtete zwar nie genau auf die Augen von anderen, außer die des jungen Vampirs, aber er war sich sicher, dass es sowas kein zweites Mal gab. Auch wenn man bei genauerem hingucken sicherlich Ähnlichkeiten zu denen seiner Mutter finden könnte. Doch Xaviers waren so tief und in jedem Moment anders. Mal sahen sie richtig dunkel aus, wie der Ozean aufgewühlt von einem Sturm, manchmal aber auch wie die ruhige Oberfläche eines Sees, der von der Sonne angestrahlt wird. Ohne es zu merken, kam Vannons Gesicht dem des Blonden immer näher, bis . . die Nasen der beiden Jungs aufeinander trafen und ein leichtes Zucken von Seiten des Größeren kam. Sofort wurde der Abstand - wenn auch nur minimaler - wieder größer und überrascht lachte der Aschblonde. "Jetzt hätte ich dir fast eine Kopfnuss gegeben, tut mir leid." Der Gedanke an einen Kuss schlich sich im selben Augenblick ein, doch dieses Mal konnte er ihn halbwegs verwerfen. Trotzdem beschleunigte sich der Herzschlag des Greifen ein wenig. Es gefiel ihm, wie die Hand seines Freundes auf der seinen lag, deswegen ließ er seine auch genau dort liegen. Den anderen Arm, der ihm bis eben als Stütze galt, schlang er nun um den zierlichen Körper des Blonden und ließ sich wieder auf den Rücken sinken. Durch die Umarmung wurde der schüchterne 'Gefangene' dem Oberkörper des Greifen nun sehr nahe gebracht. "Du bist so leicht, ich könnte dich mit einer Hand locker hoch heben.", gluckste er belustigt und streichelte den Rücken des Vampirs liebevoll auf und ab. "Aber Flugzeug spielen ist wahrscheinlich nicht so deins."
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • So richtig realisierte der Blonde das Geschehen nicht, im Gegenteil, ungewollt und halb verheimlichend färbten sich seine Wangen wieder leicht rot. Hatte Vannon etwa irgendwas gemerkt? Doch dieser Gedanke war so schnell wieder verflogen wie er gekommen war als sich ihre beiden Nasen berührten und beide ein Stück zurückschreckten. Anscheint dachte der Greif immer noch etwas in die falsche Richtung. Manchmal belastete diesen Gedanken Xavier, doch in mancher Hinsicht konnte er doch auch ganz froh darüber sein, doch richtig einig war er sich da noch nicht geworden.
      Jedes mal wieder in solch einer Situation hatte er das Gefühl sein so schwaches Blut in den Ohren rauschen zu hören. Natürlich empfand er es mehr als schön das die Nähe diesmal nicht einfach so gelöst wurde, doch das tief in die Augen sehen empfand er doch noch ein wenig schöner. Der starke Arm des größeren schloss sich um seine Taille und zog ihn zu sich sodass er nun wieder auf dem Aschblonden lag. Etwas skeptisch über die Aussage hob er eine Augenbraue in die Höhe und wollte Vannon nur ungern die Illusion nehmen das er zwar leicht war, aber andererseits er ihn auch ohne Probleme heben konnte, was er natürlich so gut wie nie tun würde. Xavier war von jeder Hinsicht her ein sehr zartes Wesen aber stark war er dennoch auch wenn er nie wirklich Lust dazu hatte. Für einen weiteren endlosen Augenblick schmiegte sich der Vampir an die warme Brust des Greifen und schloss die Augen. Die Strapazen der letzten Tage waren eindeutig zu viel für sein Gemüt. Er war ständig müde und sein Kreislauf schien nicht hundert prozentig zu funktionieren. An Mangelnden Blut konnte das schlecht liegen.
      Nach einigen Minuten allerdings richtete der Vampir sich wieder sanft aus der Umarmung auf und stützte sich mit den Unterarmen jeweils links und rechts von seinem Freund ab sodass ihre beider Gesichter wieder eng aneinander waren. Ihm fuhr ein leichtes lächeln über die Lippen. "Lass uns Antony nachher fragen ob wir ihm etwas helfen können, ich will hier nicht so unsinnig herumsitzen und nichts tun", schlug er vor, ein kurzer Blick wandte sich auf den Wecker des Nachttischschrankes bevor sich sein Blick wieder in dem des Greifens versank. Bevor er Vannon damit belästigte sich aus dem Bett zu bewegen erhob er seine Hände ein Stück, strich dem größeren das Blonde Haar von der Stirn und platzierte dort aus der Laune heraus einen kleinen Kuss. Das hatte seine Mutter früher oft gemacht, ja sogar heute noch. Eine Weile blieben seine kalten Lippen an der Stirn des größeren Hängen bevor sie sich sanft lösten. "So aber jetzt sollten wir aber uns langsam mal ein wenig bewegen", die Verlegenheit seiner seits war groß, sein Herz hatte angefangen noch schneller zu schlagen, doch der Drang die warme Haut des Greifens noch mehr zu spüren als ohnehin schon übermannte den Blonden einfach.
    • Als die beiden einfach nur dort lagen, wäre der Greif beinahe wieder eingeschlafen. Wie viel Stress die letzten Tage über sie hergerollt ist, schien ihn körperlich immer noch etwas mitzunehmen. Und doch, auch wenn er es nie ganz vergessen könnte, im jetzigen Augenblick verschwendete er keinen einzigen bösen Gedanken daran. Er genoss einfach nur die Nähe zu seinem so geliebten Freund und versank komplett ins Träumen.
      Mal wieder war es die sanfte Stimme des Vampirs, die ihn etwas wach rüttelte. Trotzdem tat er erst einmal nichts anderes, als bloß die Augen zu öffnen und ihn anzusehen. Auf die Aussage hin nickte er, allerdings kaum merklich. Er war auch dafür, in irgendeiner Form helfen zu müssen. Das war das Mindeste, was sie für den etwas außergewöhnlichen Vampir tun konnten. Zwar kamen ihm jetzt schon erste Zweifel, da er selbst ja gerne den Tölpel abgab, aber es ließen sich sicherlich geeignete Aufgaben für ihn finden.
      Die Gedanken darüber fanden genau so abrupt ein Ende, wie seine Träumerei zuvor. Und wieder war der Vampir daran Schuld. Beinahe verlor sich der Greif bei dem Blick in dessen Augen erneut, doch er wusste genau, was jetzt kommen würde. Begeistert war er darüber nicht, denn er wollte noch nicht aufstehen. Es sollte jedoch anders kommen. Ehe er begreifen konnte, was gerade geschah, spürte er die kühlen Lippen auf des Blonden auf seiner Stirn. Er stellte fest, dass sie etwas wärmer waren, als seine eigentliche Haut und fragte sich, ob das vielleicht einfach nur von seinem Kopf kommen könnte, welcher sich genauso heiß anfühlte. Mit leicht vor Schock geweiteten Augen sah er den Jungen über sich an, als dieser sich löste und fröhlich vom Aufstehen sprach. Aus Schock wurde ein Hauch von Empörung und innerhalb von Millisekunden hatte der Greif das Blatt gewendet. Nun lag der kleinere unten und Vannon über ihm, genauso mit den Händen links und rechts abgestützt wie zuvor. "Was sollte das?", grummelte er sichtlich beleidigt. Sanft fuhr er mit seiner Hand über Xaviers Stirn. "Das sollte ich bei dir machen und nicht du bei mir. Ich habe mal gehört, dass ein Kuss auf die Stirn bedeutet, dass man verspricht auf diese Person aufzupassen. Ich bin dein Beschützer und nicht du meiner." Man hätte schon fast meinen können, dass sich der junge Greif wie ein quackiges Kleinkind anhörte. Er ahmte seinen Freund nun nach, indem er ihm ebenfalls die Haare zurück strich und ihm einen sanften Kuss auf die Stirn gab. Nachdem er sich von ihm gelöst hatte, hörte man noch ein leises "Dummkopf" von seiner Seite, ehe er das Bett verließ und zu seiner Tasche ging, um sich neue Klamotten heraus zu suchen. "Und wohin möchtest du dich bewegen?", fragte er, als wäre er selbst sonst nicht derjenige, der darauf brannte sich auszutoben und die Gegend unsicher zu machen, in dem er als geflügeltes Raubtier durch die Gassen schoss. Dieses eine einzige Mal hatte er wirklich das starke Bedürfnis, einfach nur zusammen mit Xavier liegen zu bleiben.
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Als Xavier unbedachter-weise seine Lippen auf die Stirn des Blonden drückte und danach wieder einen Blick in seine Augen warf. Doch hätte er gewusst was jetzt folgte hätte er wirklich mal wieder an dem Greifen gezweifelt. Vom einen zum anderen Augenblick wurde er herumgedreht und fand sich in einer eher sehr unangenehmen Position wieder. Er fragte ihn ernsthaft was das sollte? Es war lediglich eine Laune und mehr nicht, in Frankreich war es normalerweise Gang und gebe sich Gegenseitig zur Begrüßung auf die Wange zu küssen, mit diesen Sitten müsste der Greif nun endlich mal vertraut sein. Klar der junge Vampir hatte stets auf sowas verzichtet da es ihm einfach zu unangenehm war, doch diese Situation schien passend.
      Die Begründung klang ebenfalls ähnlich Absurd, aber so war der Aschblonde nun einmal, er wollte um jeden Preis ihn beschützten, gut jetzt machte die Geste von seiner Mutter natürlich auch Sinn. An so etwas wie "Beschützen" hatte der Vampir nie gedacht. Für einen kurzen Augenblick blieb gefühlt sein Herz stehen. Er hatte schon befürchtet etwas falsches gemacht zu haben, doch nun spürte er ebenfalls die Lippen des anderen auf seiner Haut worauf sich ein angenehmer Schauer auf seinem Rücken ausbreitete. Doch wie schön sich diese Geste auch anfühlte, so war sie auch recht schnell wieder vorbei und Vannon sprang regelrecht von der Bettkante auf um sich an seiner Tasche zu schaffen zu machen. Ein klein wenig Trauer machte sich in dem Blonden breit was aber eher unterschwellig war. Auch er erhob sich eher langsam von seiner Position und suchte in seiner Tasche ein Paar frische Sachen heraus. "Ich weiß nicht ob Tony auf Arbeit ist, oder noch schläft...er wird uns schon irgendwas erzählen was wir erledigen könnten, er war eigentlich schon immer ein ziemlich fauler Typ soweit ich mich erinnern kann", so viele Gedanken machte sich Xavier darüber nicht. Mit ein Paar frischen Sachen auf dem Arm fuhr er dem Aschblonden nochmal kurz durch die Haare bevor er die Zimmertür öffnete und in der Wohnung vergebens nach dem besagten Wohnungsbesitzer suchte. "Anscheint ist er wirklich nicht da", stellte er fest und fand auch das Badezimmer recht schnell. Gerade wollte er sich daran machen seine Zähne zu putzen als er im Spiegel seine Eckzähne begutachtete und feststellte das diese ziemlich unappetitlich wirkten. Das Zahnfleisch hatte leicht begonnen zu bluten und die Zähne schienen ein Stück größer geworden zu sein. Wie es Xavier hasste in dieser Zwischenphase zu sein. Nach seinen Teenager Jahren wäre er unsterblich doch bis dahin musste alles andere natürlich auch diesem Standard entsprechen.
    • Sollte dieser Mann tatsächlich von der eher faulen Sorte sein, würde es ja immerhin genug Möglichkeiten geben, sich zu revanchieren. Darüber konnte Vannon nun schon einmal beruhigt sein. Endlich hatte er auch alle seine Sachen zusammen, hielt jedoch kurz inne, als der Vampir das Zimmer verließ. Obwohl er diesen Antony mittlerweile als freundlich und unvoreingenommen kennen gelernt hatte, hatte er immer noch seine Hemmungen damit, ihm eventuell dann über den Weg zu laufen, wenn dieser es am wenigstens gebrauchen konnte. Vielleicht war er ja ein totaler Morgenmuffel und würde ihn anfauchen, wenn Vannon ihm zu nahe kam, oder .. na ja, sonst irgendwas vampirähnliches. Die Entwarnung kam aber schnell, er war nicht da.
      Das zweite Problem, welches sich nun vor ihm auftat: Sollte er seinem Freund ins Bad folgen, oder wie sonst immer auf ihn warten? Gestern hatte er sich auch einfach vor ihm umgezogen. Dass der Vampir heute Morgen ins Bad ging musste nicht bedeuten, dass er sich wieder stärker genierte. Er müsste ja sowieso ins Bad um sich zu waschen, etc. Kurzer Hand war der Entschluss also gefasst und der Greif folgte ihm Dabei sah er, wie der Vampir seine Zähne beäugte und legte etwas verwirrt den Kopf schief. "Xav, was machst du da?", fragte er, während er sich schon für die Dusche auszog, die er gerade erspäht hatte. Neben ihm blieb er stehen und schaute eine halbe Ewigkeit auf den Spiegel, bis er erkannte, um was es dem Blonden ging. "Dein Zahn sieht aber gar nicht gut aus, ist das normal?", kam sogleich die Frage vom Greif und unfreiwillig wurde der kleine Vampir zu ihm umgedreht. Der Greif machte sich etwas kleiner, um genauer zu betrachten, was mit dem Zahn los war. "Hast du mich gebissen?", fragte er und fuhr mit dem Finger über den Zahn, um etwas von dem Blut aufzunehmen, bemerkte allerdings nicht, dass er sich dabei auch etwas schnitt. Neugierig probierte er das Blut, kam dann aber ernüchternd zu dem Schluss, dass er keine Ahnung hatte, ob das sein eigenes oder das des Vampirs war. Immerhin wusste er nicht, inwiefern er dies unterscheiden sollte. Achselzuckend schüttelte er seine Schlafhose nun komplett ab und stieg in die Dusche. Xavier schien sich keine Sorgen darüber zu machen, also war es wohl auch nur halb so schlimm, wie der Greif dachte. So war es ja meistens. Er ließ bereits das kühlende Wasser auf sich niederprasseln, während die Kabinentür immer noch offen war und er abwartend und mit schief gelegtem Kopf zu dem Blonden sah. Ein Grinsen umspielte seine Lippen. "Du bist eine ganz schöne Trödeltasche. Vor mir ins Bad, aber nach mir in die Dusche. Jetzt komm."
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Seine spitzen Eckzähne sahen ziemlich schmerzhaft aus obwohl dies nicht so war. Er fuhr leicht zusammen als der Aschblonde plötzlich durch die leicht geöffnete Badezimmertür spazierte und sich hinter ihm entkleidete, Das er vor hatte Duschen zu gehen war ihm nicht bewusst da er ebenfalls im ersten Moment ziemlich gebannt war von seinen etwas abwegig wirkenden Zähnen. Das er Vannon gebissen haben solle konnte er zu hundert Prozent ausschließen, daran würde er sich sicherlich erinnern, abgesehen davon kam das Blut was an den Eckzähnen klebte definitiv von ihm und nicht von seinem Freund. Seine Mutter hatte ihm schon oft erzählt das solche Änderungen auftreten könnten doch das sich das ganze so äußern würde war ihm nicht klar.
      Das der Greif ohne Hemmungen auf eigenen Faust nachsah was ihm fehlte ließ den Blonden nur etwas verdutzt drein blicken. Wenn er doch so Recht daran dachte das die Zähne seiner Eltern und auch von Tony um einiges größer waren als seine musste das wohl wieder einer dieser Wachstumsschübe sein. Als er von seinem Gesicht abließ und auch noch den Rest seiner Sachen auszog trieb es sofort die Schamröte zurück ins Gesicht von Xavier. Im See Baden zu gehen oder sonstiges war ja vielleicht noch auf irgendeiner Art und Weise in Ordnung oder normal und er konnte immerhin seine Shorts anbehalten doch unter der Dusche ging das ganz und gar nicht. Doch wusste er auch das Vannon sowieso nicht locker lassen würde und ihn am Ende noch samt Klamotten unter die Dusche zerren würde. Ihm blieb also keine Wahl, er wusste doch wie der größere war. "Glaubst du wirklich das es nicht ein wenig eng ist für uns beide?", fragte er deshalb während er sich die Zähne flott putze und nach ein Paar Minuten schon ausspülte um vom eigentlichen Thema abzulenken. Eher langsam entledigte er sich seines Oberteils und zupfte ein wenig an seiner Hose herum. Nicht das er nicht gewollt hatte...aber unangenehm wäre es trotzdem so eng mit dem größeren unter der Dusche zu stehen, vor allem vollkommen nackt.
    • Musternd sah sich der Greif um. Die Dusche war zwar klein, aber er empfand diese nicht als zu eng. Jedenfalls dachte er, dass es kein Problem wäre ihn und seinen Freund darunter zu bringen. "Hier ist doch relativ viel Platz.", meinte er und sah hinab auf die Hose des Vampirs. Ihm schien es doch noch immer sehr unangenehm zu sein, sich komplett vor ihm zu entblößen. Dabei hatten sie doch beide das gleiche da unten rum baumeln, wo lag das Problem? Aber das ganze Zeit schinden war Beweis genug. Während der Vampir sich die blutenden Zähne putzte, shampoonierte der Greif schon seine Haare. Als beide fertig waren, stand Xavier immer noch unentschlossen da und zupfte an seiner Hose herum. Ohne das Wasser auszustellen, stieg der Aschblonde aus der Dusche, ging auf den Kleineren zu und zog ihm seine Hose runter, welche nun unter den Kniekehlen hing. Mit Leichtigkeit hob er ihn hoch, wobei sich die Hose dann ganz verabschiedete und der Greif ihn ohne Bedenken unter das niederprasselnde Wasser stellen konnte. "Jetzt beeil dich schon, lahme Schnecke.", murrte er und wuschelte durch das nun feuchte Haar des Vampirs. Er selbst band sich ein Handtuch um die Hüfte und nahm sich seine eigene Zahnbürste zur Hand nahm. Mit dieser im Mund drehte er sich um, um sich an das Waschbecken zu lehnen. Obwohl es schon normal für ihn war, dass der Blonde selbst ihm gegenüber noch so zugeknöpft war, verspürte er leichte Enttäuschung. Aber auch daran war er gewöhnt, denn er wollte ja nur so oft wie möglich so nah wie möglich in seiner Nähe sein und das war auch für jeden besten Freund irgendwann etwas zu viel des Guten.
      "Weißt du, wo Antony arbeitet? Wir könnten ihn aufsuchen, vielleicht hat er schon irgendwas an Arbeit für uns. Einkaufen zum Beispiel.", nuschelte er zwischen dem ganzen Schaum der Zahnpasta hindurch. Nebenbei versuchte er schon in seine Hosen hinein zu springen, was sich auf dem nassen Boden als reinste Schlidderpartie heraus stellte. Bevor die beiden irgendwo hingehen könnten, müssten sie erst einmal alles wieder trocken wischen. Wie sich der Greif gedacht hatte: Bisher stellte er mehr Chaos an, als dem netten Vampir irgendwie zu helfen.
      Unendlich vielen Dank, Saki <3
    • Als sich Xavier anders beschäftigte hatte sich Vannon bereits soweit unter der Dusche ausgetobt. Unangenehm fühlte sich die Situation alle mal an, er hatte ja indirekt seinen Freund abgewiesen. Etwas bedrückt richtete er seinen Blick herab, doch als die Tür zu Dusche aufging sah er etwas verdutzt in das Gesicht des Greifen der eben aus der besagten Dusche gestiegen war. "Was machst...", doch ehe er sich versah hatte man ihm auch schon regelrecht die Hose gestohlen und nahm ihn auch noch hoch. Er hatte das Gefühl sein Gesicht glich einer Tomate auch wenn es nicht so war, waren seine Wangen ordentlich rot. "Hey, ich kann das auch allein...", meckerte er weiter und wurde auch schon unter das laufende Wasser gestellt was seinem empfinden gerade richtig war. Auch wenn er lieber kaltes Wasser auf der Haut spürte war es völlig in Ordnung, doch die Tatsache das Vannon doch jetzt mehr gesehen hatte als er sollte ließ in seinem Gesicht die Spuren nicht so leicht vergessen.
      "Ehm...er müsste in einer Marketingfirma im Zentrum arbeiten, wo genau weiß ich nicht, vielleicht finden wir irgendwo eine Visitenkarte oder so", genau wusste der Blonde nicht wo der Bekannte seines Vaters arbeitete, lediglich als was. Als auch er fertig war mit Haare waschen und duschen öffnete er zögernd die Duschkabine, er stieg hinaus und wandte sich mit dem Rücken zu seinem Freund, doch das einzige Handtuch im gesamten Badezimmer hatte wohl der Aschblonde gerade um die Hüften gebunden. "Sag mal, hast du noch irgendwo ein Handtuch gesehen?", doch wie sehr sich der Hellblonde auch anstrengte, es schien hier kein weiteres zu geben.