Suchergebnisse
Suchergebnisse 81-100 von insgesamt 151.
-
Das Knallen der Holztür, als sie hinaus in den Garten trat, hallte noch in meinen Ohren nach. Ich lag starr auf der Pritsche, den Kopf tief in das klamme Kissen gedrückt, und starrte an die holzverkleidete Decke, an der dichte Bündel aus getrocknetem Beifuß und Johanniskraut im schwachen Luftzug wiebelten. Ihre Worte hingen schwer im Raum. „Ich dulde es nicht, in meiner eigenen Hütte in Zweifel gezogen zu werden.“ Ich schloss für einen langen Augenblick die Augen und überließ meinen Körper der w…
-
Ihre Worte sickerten langsam in mein noch immer benebeltes Bewusstsein. „Habt keine Angst, ich bin ein Mensch.“ Eine bemerkenswert schnelle, fast schon zu glatte Rechtfertigung. Wer ungefragt betonte, ein Mensch zu sein, hatte meistens einen verdammt guten Grund, genau das verbergen zu wollen. Meine Jahre bei der Gilde hatten mich gelehrt, dass die gefährlichsten Bestien nicht diejenigen waren, die mit Fäulnis im Atem und bleichen Klauen aus den Schatten brachen. Die wahren Monstruositäten wusst…
-
Ein leises, geschocktes Lachen entwich meiner Brust, als ihre Antwort wie eine kalte Dusche über mich hineinbrach. Es war ein Lachen, das halb ungläubig, halb voller fassungsloser Zuneigung war. Ich hatte mir mein Herz aus dem Leib gerissen, hatte meine gesamte Rüstung vor ihren Füßen zertrümmert, war vor ihr rot angelaufen wie ein dummer Teenie beim ersten Schulfest und hatte ihr ein Geständnis gemacht, das mich absolut jede Beherrschung gekostet hatte. Und was war ihre allererste Sorge? Dass i…
-
Ein tiefes, warmes Ausatmen entwich meiner Brust, und dieses Mal lag kein unruhiges Beben mehr darin. Ich beobachtete sie vollkommen reglos. Ich sah, wie das sanfte Licht der Bibliothek über ihre Züge glitt, wie sie den Kopf leicht zur Seite neigte und mich mit einer Mischung aus Nachdenklichkeit und dieser unendlich ehrlichen Ruhe betrachtete. Ihre Worte – „Es ist schade, dass andere diese Seite von dir nicht sehen“ – hallten wie ein sanfter Nachklang in der kühlen Luft zwischen den hohen Büche…
-
Das erste, was sich mir einprägte, war nicht das Licht, sondern die klare, kühle Luft des Raumes und das smaragdgrüne Augenpaar, das mich schweigend musterte. Für einen Sekundenbruchteil verharrten meine Augen auf den ihren. Es war ein reflexartiges Einschätzen, das mir in Jahren der Gildenarbeit zur zweiten Natur geworden war: Keine Aggression. Kein verräterisches Zucken. Nur eine stille, beinahe ungläubige Neugier. Mein Kopf drehte sich langsam zur Seite, jede Bewegung begleitet vom dumpfen Po…
-
Der Wald schien in der aufziehenden Dämmerung nach verbranntem Harz und nasser Erde zu riechen. Ich schmeckte Blut auf meinen Lippen, warm und metallisch. Das Keuchen meiner eigenen Lunge klang in meinen Ohren wie das Mahlen von zwei Steinen. Es war kein gewöhnlicher Auftrag gewesen. Die Gerüchte im letzten Wirtshaus hatten von einer verirrten Wildsau gesprochen, vielleicht einem kranken Bären. Doch was aus dem dichten Farn hervorgebrochen war, besaß weder das sanfte Augenfunkeln eines Tieres no…
-
23c192877594297e54e7d075d5bbab53adf76781.png Name: Leonard „Leo“ Vance Erscheinungsbild: Dunkelblonde Haare | grau-blaue Augen | 2,10 m | athletisch | Narbe am rechten Unterarm Alter: 32 Charakter: ruhig | pragmatisch | beschützerisch | prinzipientreu | beobachtend Fähigkeiten: * Erfahrener Schwert- und Nahkämpfer * Umgang mit Armbrust und Wurfmessern * Wissen über Monster und Fährtenlesen * Überlebenskunst in der Wildnis Vorgeschichte: Gehört seit Jahren einer Monsterjäger-Gilde an und zog als …
-
Ein leises, tiefes Ausatmen entwich meiner Brust, als ihre Stimme verhallte. Ich saß vollkommen reglos da, während jedes einzelne ihrer Worte langsam in mich einsickerte. Das kühle Schmerzmittel hielt die Peitsche der Rippenschmerzen auf Abstand, sodass da nur dieses dumpfe Pochen blieb – aber viel lauter als der körperliche Schmerz war das stumme Verlangen in mir, ihre Worte Stück für Stück aufzusaugen und ihr all das zurückzugeben, was sie so verbittert über sich selbst dachte. Ich neigte den …
-
Ein leises, tiefes Schmunzeln stahl sich auf meine geplatzten Lippen, als ich beobachtete, wie sie ihren Blick hastig abwandte, die Hände in ihren Schoß gleiten ließ und völlig unauffällig versuchte, ihre feuchten Handflächen am Stoff ihres Kleides abzuwischen. Das kurze, verunsicherte Räuspern und die zwei Töne zu hohe Stimme, als sie nach der Wasserflasche griff, entgingen mir nicht. Es war fast schon unerschütterlich niedlich, wie sehr diese kleinen, ehrlichen Worte sie aus der Fassung bringe…
-
Ein leises, tiefes Lächeln stahl sich auf meine geplatzten Lippen, als ich das sanfte Stirnrunzeln und die aufrichtige Besorgnis in ihren Zügen sah. Ihr aufmunterndes Lächeln, so vorsichtig und zart es auch war, wirkte heller auf mich als das trübe Licht, das durch die Bibliotheksfenster fiel. „Hast du überhaupt geschlafen?“ Ihre Frage schwebte zwischen uns, durchtränkt von dieser stillen, unaufdringlichen Fürsorge. Und in diesem Moment, während das schwere Dröhnen der Schmerzmittel meinen Kopf …
-
Ein sanftes, erschöpftes Nicken war meine erste Reaktion auf ihre Worte. Ich ließ den Kopf langsam sinken, während ein schwerer, aber merklich entlasteter Atemzug aus meiner Brust entwich. „Du hast vollkommen recht“, sagte ich heiser und sah sie aus meinem unversehrten Auge mit einer ungeschützten Ehrlichkeit an. „Ich will nicht nach Hause. Jeder einzelne Meter, den ich mich diesem Haus nähern muss, fühlt sich an wie ein Gang zum Schafott. Ich schiebe jede Minute hinaus, die ich hier bei dir sit…
-
Ein dumpfer, tiefer Stein schien mir von der Brust zu fallen, als dieses winzige, schwache Lächeln auf ihren Lippen erschien und ihre leisen Worte durch die Stille der Bibliothek sickerten. Ich werde mein Bestes geben. Ich starrte sie an, vollkommen reglos, während die Tragweite dieser einfachen Zusage wie eine warme Welle durch mein Inneres flutete. Sie hatte nicht Nein gesagt. Sie hatte mich nicht weggestoßen, mich nicht verspottet und war nicht voller Entsetzen aufgesprungen. Aber als ich sah…
-
Ein kurzes, brüchiges Lachen entwich meiner Kehle. Es klang nicht fröhlich. Es klang rau, getränkt von einer tiefen, alten Verbitterung, und ließ meine gebrochenen Rippen sofort wieder stumme Protestsignale an mein Gehirn senden. Ich schüttelte langsam den Kopf, während ich ihren Blick unbarmherzig hielt – dieses unversehrte rechte Auge und das violett geschwollene linke Auge, die sie starr fixierten. Ich sah sie an. Ich sah, wie fest sie ihre Lippen aufeinandergepresst hatte, bis sie blass wurd…
-
Ein mattes, leises Nicken war meine erste Reaktion auf ihre vorsichtige Frage. Das kühle Schmerzmittel begann allmählich, die scharfkantigen Spitzen der Verletzungen in eine dumpfe, watteähnliche Schwerfälligkeit zu hüllen. Trotzdem schoss bei jedem tiefere Atemzug ein klares Stechen durch meine Rippen. „Ja... ich bin mir absolut sicher“, flüsterte ich und sah sie mit meinem unversehrten Auge fest an. „Ich will dich wiedersehen, Selene. Sehr sogar. Und du brauchst dir keine Sorgen zu machen, das…
-
Ein leises, tiefes Ausatmen entwich meiner Brust, als ihre sanfte Stimme den Raum erfüllte. Es war, als würde sich die drückende Last, die mir seit Tagen die Kehle zuschnürte, für ein paar kostbare Augenblicke ein wenig lockern. Ich nickte langsam, während ich meine Augen starr auf sie gerichtet hielt. Jedes einzelne ihrer Worte sickerte in mich ein wie kühlender Regen auf verbrannte Erde. „Ich beantworte dir alles“, sagte ich rauchig, und meine Stimme zitterte noch immer leicht vor Erschöpfung,…
-
Ich sah, wie sie sich leise räusperte und wie verlegen sie reagierte, während sie mir erklärte, dass sie nicht gewusst hatte, was ich mochte, und deshalb einfach etwas von allem gekauft hatte. Ich sah auch, wie sie hastig den Blick abwandte, als ihr wieder vollkommen bewusst wurde, dass ich keinen Pullover trug und mein halber Oberkörper frei lag. In ihrer Haltung lag so viel Zurückhaltung, so viel vorsichtige Rumpfspannung, als wolle sie bloß keinen falschen Schritt machen. Ein leises, bitterbr…
-
Ein mattes, fast ungläubiges Lächeln stahl sich auf meine Lippen. Jede einzelne Muskelfaser in meinem Gesicht protestierte gegen die Bewegung, die geplatzte Unterlippe brannte wie Feuer, aber in diesem einen Augenblick war der Schmerz vollkommen egal. Es tat einfach unsagbar gut. Sie zu sehen. Die sanften, ruhigen Konturen ihres Gesichts nicht mehr nur hinter dem kalten Glas eines Bildschirms zu vermuten, sondern sie wahrhaftig vor mir zu haben. Sie zu hören – diese leise, angenehme Stimme, die …
-
Das feuchte Holz der Lorbeerhecke knackte leise, als ich mich langsam aufrichtete. Jeder einzelne Muskel in meinem Torso schrie auf, und ein messerscharfer Schmerz schoss durch meine gebrochenen Rippen, als ich mich zwingend langsam aus dem Dickicht schob. Ein kurzes, verlegenes Lachen entwich meiner kehligen Brust – gedämpft durch das Plastik der Kitsune-Maske. Es klang hohl, fast ein wenig verzweifelt, aber es war das Einzige, was ich gegen das donnernde Rasen meines Herzens ausrichten konnte.…
-
Die drei Tage im dunklen, feuchten Keller vergingen wie ein einziger, unendlicher Fiebertraum. Ich lag auf dem durchgelegenen Schlafsofa, umgeben von der Stille des Raumes und dem stetigen, leisen Summen des Mini-Kühlschranks. Der Schmerz war mein einziger ständiger Begleiter. Jedes Mal, wenn ich mich drehte, fuhr ein glühender Schnitt durch meine linke Körperhälfte – die gebrochenen Rippen forderten ihren Tribut. Das Schädel-Hirn-Trauma ließ meinen Kopf bei jedem Atemzug im Rhythmus meines Herz…
-
Das leise Plopp meiner gesendeten Nachricht lag noch spürbar in der Luft, als fast im selben Augenblick die Antwort von Moony auf meinem Display aufblinkte. Meine Finger, die eben noch von der Kälte des Betons und der Anspannung taub gewesen waren, verkrampften sich um das Gehäuse. Ich starrte auf die Wörter, als wären sie eine lebensrettende Binde, die man mir auf eine klaffende Wunde legte. „Du musst dich nicht entschuldigen, bitte tu das nicht... Es ist das Mindeste, was ich tun kann, dir zuz…