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  • Caleb Okay. An der Einstellung würden sie wahrscheinlich noch ein wenig arbeiten müssen. Sean und Emmett waren zu oft bei ihm und er wollte sich ungerne noch zwischen seinen Neffen und seinem Freund entscheiden müssen. Aber zum Glück würde es ja reichen, wenn er sich mit kurzen Babysitter-Tagen abfinden könnte. Falls er das überhaupt je musste. Immerhin wohnten sie nicht zusammen. Richard musste ja nicht bei ihm sein, wenn er auf seine Neffen aufpasste. Was für ein seltsamer Gedanke. Jetzt sucht…

  • Caleb Richards Entsetzen war fast unterhaltsam. Caleb selbst war ja auch irritiert gewesen, als Ezra es ihm erzählt hatte, was aber wohl mehr daran gelegen hatte, dass Ezra in seinem Kopf manchmal einfach immer noch 15 war und versuchte eine Rampe zu bauen, mit der er mit dem Fahrrad über den Pool springen konnte. Was nie funktioniert und zwei Fahrräder ruiniert hatte. Als Ezra gegangen war, war er wahrscheinlich zu jung gewesen, um sich überhaupt Gedanken um solche Sachen zu machen. Caleb selbs…

  • Caleb Das war einfacher gewesen, als er gedacht hatte. Caleb lächelte ein wenig in seine Pasta hinein, als Richard davon sprach, direkt mit ihm umzuziehen, falls er seinen Job los war. Das wäre wohl das nächste Problem in ihrer Beziehung. Die Entfernung. Es funktionierte aktuell, aber Caleb wusste nicht wirklich, wie sie das Thema langfristig lösen sollten. Aber es war sinnlos, sich jetzt den Kopf darüber zu zerbrechen. Eine Krise nach der anderen. "Ich weiß, dass du ihn nicht leiden kannst, abe…

  • Caleb “Oh Gott. Sorry.” Essen. Da war ja was. Caleb hatte es fast schon wieder vergessen, setzte sich aber sofort wieder auf, als Richard es ansprach. Er hatte recht. Caleb hatte ihn nicht dazu genötigt zu kochen, nur um es dann stehen zu lassen. Der Teller war zumindest noch lauwarm, als er ihn wieder an sich nahm. Also hatte sein kleiner emotionaler Ausbruch eben wohl doch nicht so lange gedauert. Seltsamerweise fühlte er sich gerade irgendwie tatsächlich besser. “Falls Andrew nicht durchhält …

  • Caleb Er war hier. Noch. Nein. Für den Rest der Woche. Das war es, woran er festhalten musste. Caleb wusste nicht, wie lange er so dasaß, an Richard gekuschelt, heulend, während er ihm über den Kopf strich. Es konnten fünf Minuten gewesen sein, oder eine halbe Stunde. Er blieb an Richard gelehnt sitzen, als die Tränen nachließen. “Ich werde ohnmächtig, wenn ich in einen unserer Läden gehe.” Caleb vermied es, Richard anzusehen, während er sprach. Er hielt seinen Blick stur geradeaus. “Die Steine,…

  • Caleb “Oh.” Caleb stellte seinen Teller zur Seite und legte seine Arme stattdessen erneut um Richard. “Ich war mir nicht sicher, ob- Ich wusste nicht-” Er stockte, während sich erneut Tränen in seinen Augen bildeten. Erleichterung, Überforderung. Er wollte nicht vor Richard heulen. Nicht nochmal. Er wollte ihm keinen Grund geben doch zu beschließen, dass Caleb ihm zu viel Arbeit war. Aber es war so verdammt schwer. Es war der Kuss, der ihn brach. Caleb schnappte kurz verzweifelt nach Luft, bevor…

  • Caleb “Citalopram. Täglich 20 mg. Zwei, wenn es ganz schlimm wird. Eigentlich nehme ich sie immer morgens”, erklärte Caleb, während er Richard die kleine Packung entgegen schob. “Niamh schreibt mir morgens immer eine kurze SMS um mich dran zu erinnern.” Oh fuck. Er musste sein Handy noch aufladen, bevor Niamh in seiner Wohnung stehen würde. Andererseits musste er sich keine Sorgen mehr um seine Depressionen machen, wenn Niamh ihn erwürgen würde. Er wusste gar nicht, warum ihr überhaupt so viel d…

  • Caleb Das war definitiv zu viel. Richard musste sich seinetwegen nicht so viel Mühe machen. Aber er ließ ihn wieder nicht zu Wort kommen, also blieb Caleb nicht viel mehr über als im Bad zu stehen, ihn etwas überfordert anzustarren und kurz zu nicken. “Okay.” Er stand wieder kurz davor zu heulen. Die seltsame Mischung aus Erleichterung und Überforderung tat ihm nicht gut. Er zwang sich zu atmen, während Richard ging. Die Situation kam ihm irgendwie unwirklich vor. Das Bad war ein furchtbarer Feh…

  • Caleb "Ich brauche keine Hilfe." Die Antwort kam zu schnell und zu panisch. Caleb hatte sie über Jahre hinweg so gut eingeübt, dass sie zum Reflex geworden war. Er glaubte sich fast selbst. Er brauchte keine Hilfe. Er war ein selbstständiger Erwachsener und kein Kind. Er war nicht so nutzlos, wie alle offenbar dachten. Er konnte sich durchaus um sich selbst kümmern. Er brauchte kein Mitleid. Er konnte sein Leben selbst in den Griff bekommen. Er stand in seinem Hausflur in Kleidung, die er seit z…

  • Caleb Sein Herz schlug zu schnell. Caleb konnte wieder Panik in sich aufsteigen fühlen. Er hatte wahrscheinlich nur diesen einen Versuch, um sich irgendwie bei Richard zu entschuldigen und er bekam es nicht mal hin, einen vernünftigen Satz zu formulieren. Richard war ohne ihn wahrscheinlich besser dran. Er hatte irgendjemanden verdient, der psychisch stabil war. Jemand, der- Die Zeit schien kurz stehen zu bleiben, als Richard sich an ihm vorbei in die Wohnung schob und die Schuhe auszog. Caleb l…

  • Caleb Mittlerweile konnte er seine Zimmerdecke sehen, wenn er seine Augen schloss. Caleb hatte sich, abgesehen von gelegentlichen Trips ins Bad, immer noch nicht bewegt. Pure Logik sagte ihm, dass das wohl das Schlimmste war, was er sich gerade selbst antun konnte. Er musste seine Kleidung wechseln, was essen, wenigstens endlich daran denken, das Kabel für sein Handy mitzubringen, aber er schaffte einfach nichts davon. Das Kabel lag nicht auf dem Weg zum Bad. Seine Kleidung zu wechseln würde zu …

  • Caleb Caleb hatte jegliches Gefühl für Zeit und Raum verloren. Er wusste nicht, wie lange er schon im Bett lag, gefangen in einem widerlichen Kreislauf aus kurzer Ruhe und furchtbaren Heulkrämpfen. Immer wenn er dachte, dass er sich langsam mit allem abgefunden hatte und durchatmen konnte, präsentierte sein Kopf ihm einen wunderbaren neuen Grund, um einfach einschlafen und nie mehr aufwachen zu wollen. Das Handy hatte geholfen. Irgendwann hatte er begonnen, ziellos durch TikTok und Youtube zu sc…

  • Caleb Oh. Oh nein. Caleb fühlte, wie sich alles in ihm zusammenzog, als er realisierte, dass Richard das Ganze offenbar nicht annähernd so locker sah, wie er. Scheiße. “Richard-”, versuchte er, ihn zu unterbrechen, die Stimme nicht ganz so fest, wie er es sich gewünscht hatte. Das alles lief vollkommen falsch. Das war nicht das, was er gewollt hatte. “Nein- Bitte-” Richard hatte sich zu sehr in Rage gesprochen, um ihm noch zuzuhören. Er hob ein wenig nutzlos die Hand. Was wollte er tun? Richard …

  • Caleb “Oh. Ich glaube, Ezra hatte mal was in die Richtung erwähnt.” Oder war es Andrew selbst gewesen? Caleb wusste es nicht mehr ganz genau. Er hatte damals größere Probleme gehabt und sich nicht sonderlich für die Karriere seines Schwagers in Spe interessiert. Eigentlich war er irgendwie davon ausgegangen, dass Andrew den Posten schon längst übernommen hatte. Das Gespräch musste Monate her sein. Vielleicht hatten die Kinder das alles verschoben, oder so. MLO war ziemlich schnell in einer der h…

  • Caleb Es war seltsam. Irgendwie hatte Caleb damit gerechnet, dass sein gestriger Streit mit Ezra ihn mehr runterziehen würde, aber bisher hielt es sich in Grenzen. Vielleicht, weil er immer noch nicht richtig verstehen wollte, was passiert war. Irgendwie hatte er immer noch das Gefühl, jeden Moment eine Nachricht von ihm zu bekommen. Irgendetwas gewohnt sinnfreies. Ein Meme, oder eine dämliche Frage, oder sowas. Es war fast ein wenig die damals, als Ezra in einer Nacht- und Nebelaktion weggelauf…

  • Ezra Der Abend war immer schon Ezras liebste Zeit gewesen. Früher war die Dunkelheit perfekt für Einbrüche gewesen, heute war es die Zeit, in der das Haus ausnahmsweise still war und Andrew und er wenigstens regelmäßig einen kurzen Moment für sich hatten. Er ließ sich mit einem kleinen Seufzen ins Bett fallen, vollkommen bereit, sich an Andrew zu kuscheln und die Augen zu schließen, als Andrew ein Thema ansprach, das Ezra kurz blinzeln ließ. In dieser Hinsicht waren die Kinder immer seine Priori…

  • Ezra "Ruhiger, als gedacht", beantwortete Ada die Frage nach ihrem Tag mit den Kindern. "Niko und Liz powern sich problemlos gegenseitig aus und Max ist im Vergleich so ruhig, dass es fast gruselig ist. Elli ist die einzige, um die man sich kümmern muss und ich denke, dass Liz meine Toleranz bei Babys damals so weit gepushed hat, dass mich nichts mehr schockieren kann." Ada zuckte mit den Schultern, während sie zu den Kindern sah, die sich offenbar mittlerweile auf die Donuts geeinigt hatten. Ni…

  • Ezra Ezra drehte auf die Frage nach der Zeit hin den Kopf zu dem kleinen Wecker auf seinem Nachttisch und entschied sich spontan dafür, dass Andrew die Antwort nicht wissen wollte. "Wir haben noch locker 20 Minuten, denke ich", schätzte er großzügig. Ada hatte sicher alles im Griff. Sie musste wissen, dass sie mittlerweile wieder zuhause waren und wenn es einen Notfall geben würde, hätte sie sicher geklopft. Es war vielleicht nicht ideal, seine beste Freundin so auszunutzen, aber das eine mal wü…

  • Ezra Andrews Schock brachte Ezra ungewollt zum Lachen. Er hatte sich von ihm runtergerollt und lag neben ihm auf dem Rücken, bemüht, irgendwie mit dem Echo seines eigenen Orgasmus’ klarzukommen. Sein eigener Hals fühlte sich nach dem Stöhnen, als er gekommen war, ein bisschen rau an, sein Kopf war wie in Watte gepackt. Er war insgesamt seltsam entspannt, auch wenn sein Herz wie verrückt in seiner Brust schlug. Sobald das Adrenalin abnahm, würde er wahrscheinlich im Stehen einschlafen, aber gerad…

  • Ezra Andrew schien genau zu wissen, was er wollte. Ezra konnte nicht anders, als zu grinsen. Seinen Freund so vollkommen in seiner eigenen Lust gefangen zu sehen, war verdammt erotisch. Besser als das Strahlen das er hatte, wen er sich mit etwas beschäftigte, was ihn interessierte. Besser als ihn schlafend neben sich liegen zu haben. Ezra stöhnte auf, als Andrew, vielleicht etwas zu enthusiastisch, wieder nach seinen Haaren griff und daran zog. Er hatte nie wirklich darüber nachgedacht, aber es …