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Santiago grunzte. "Wenn ich mich in Drogen verlieren wollen würde, dann hätte ich genug Dealer mit nur einem Anruf an der Strippe, mach dir mal um meine Gesundheit keine Sorgen. Und so toll seine Ware auch sein mag, wenn er dir nicht mal einen gescheiten Blowjob geben kann, dann will ich mit dem gar nichts zu tun haben. Nichts für ungut, man." Er prostete Lewis spielerisch mit seinem überzuckerten Kaffee zu, bevor er einen Schluck nahm. Nein, der Zucker machte es nicht besser. Immerhin machte es…
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"Netzwerke laufen über Strom," steuerte Santiago mit all seiner Weisheit bei. Er hatte keine Ahnung von Technik. Er wusste gerade so, wie er sich in den weniger bekannten Teilen des Internets herumtreiben konnte, ohne aufzufallen - was wahrscheinlich schon mehr war, als die meisten Menschen konnten - aber da hörte es dann auch schon auf. Jericho schien das exakte Gegenteil zu sein, so wie dey mit Technik um sich geschmissen hatte. Santiago war sich ziemlich sicher, dass der Knirps nicht nur mit …
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Cool war nicht unbedingt das Wort, das Santiago benutzen würde, um seine Magie zu beschreiben. Sie konnte beeindruckend sein, auf beängstigende Weise, aber cool? Vielleicht für jemanden, der sich alles nur durch eine Kamera ansehen musste, anstatt auf einer der beiden Seiten zu stehen, wenn er seine Magie nutzte. Santiago beobachtete, wie sich Lewis umsah, als suche er nach etwas. Er fand es wohl recht schnell. Santi fragte sich, was es war. Gab er dem Undercover-Kellner ein Zeichen? Arbeitete e…
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"Ich kann dir versichern, dass du weniger Ahnung hast als du glaubst..." murmelte Santiago. Er biss die Zähne zusammen. Normalweise mochte er es nicht, den Zirkusaffen zu geben. Er wusste, dass es keine gute Idee war, seine Sonnenbrille abzunehmen und Lewis' Wunsch damit zu folgen. Er wusste ganz genau, wie er Streuner reagieren würde und auch wenn er diese Reaktionen schon sein Leben lang verursacht hatte, auch wenn er diese Reaktionen oft zu seinem Vorteil nutzte, es war trotzdem kein angenehm…
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Santiago zuckte mit den Schultern. Sein Tagesrhythmus war so wie so ein absoluter Autounfall, also machte es ihm nichts aus, mitten in der Nacht in einem Diner zu sitzen und etwas zu essen. Das war für ihn ja nichts neues. Er bestellte sich den größten Kaffee, den sie hier hatten, als der Kellner seinen halb-komatösen Hintern zu ihnen bewegte und ihre Bestellungen mit dem Elan eines Faultieres entgegen nahm. Der Service hier war hervorragend. Santiago lächelte, aber es war kein fröhliches. Ihm w…
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Santiago fuhr als erstes den Mietwagen zu dem Parkplatz, den er sich gestern dafür ausgesucht hatte. Er stellte ihn dort ab, schrieb dem Mietservice die Adresse, damit sie ihren Besitz wieder einsammeln konnten, und lief den Block, der ihn von seinem geliebten Motorrad trennte. Unterwegs überlegte er, womit er seinen Tag füllen sollte, um erfolgreich vor seiner Müdigkeit davonrennen zu können. Nach einem kurzen Stop bei seinem Apartment, um sich umzuziehen, ein neues Päckchen Kippen und seinen L…
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Für dieses verschlafene Grinsen würde Santiago töten. Er hatte keine Ahnung, wo dieser Gedanke herkam, und er sollte ihn wahrscheinlich gleich wieder vergessen, aber es war die Wahrheit. Schlafender Lewis, verschlafener Lewis, mitgeschlafener Lewis... er mochte sie alle. Gefährliche Gedanken. Lewis war nicht einfach irgendjemand. Apollo hatte durchaus Recht gehabt mit den Regeln, die er aufgestellt hatte und sie beide hatten gestern ordentlich dagegen verstoßen. Sie sollten jetzt ihrer beider We…
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Santiago brummte zufrieden hinter Lewis. Genau das hatte er hören wollen. Er drückte einen sanften Kuss in Lewis' Nacken. "Ich nehme das als Kompliment auf," raunte er mit einem Lächeln. Er ließ seine Hände weiterhin über Lewis' Körper wandern, zeichnete unbedeutende Muster auf seine bleiche Haut. Er spürte, wie der Mann sich immer weiter entspannte, während sein zentrales Nervensystem sich langsam wieder beruhigte. Es dauerte nicht lange, da war Lewis eingeschlafen. Santiago beneidete ihn ein w…
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Eine solch emotionale Reaktion auf das, was Santiago getan hatte, was weder selten, noch trat sie besonders häufig auf. Es passierte, es gehörte mit dazu. Aber irgendetwas verriet Santiago, dass es das erste Mal war, dass Lewis so etwas erlebte. Der Streuner mochte sich vielleicht für seine Tränen schämen, aber für Santiago waren sie der Beweis, dass er alles richtig gemacht hatte. Lewis testete sich aus, misstrauisch nach dem, was Santiago bisher so alles mit ihm angestellt hatte. Er konnte es …
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Santiago lachte leise und tief an Lewis' Ohr. Ein Meister der Worte war sein Streuner also nicht. Er redete und redete, aber er sagte einfach nichts. Er setzte sich wieder auf, strich mit fahrigen Bewegungen über Lewis' Beine, bewegte seine eigenen Hüften aber kein bisschen. Er unterband auch jeden Versuch seines Streuners, sich zu bewegen. Er betrachtete den Mann, das Chaos aus Lust und Frustration, ihrer beider Schweiß, die Spuren, die Santiago auf diesem schlanken Körper hinterlassen hatte. "…
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Santiago brummte, es war beinahe schon ein zufriedenes Summen, und lächelte. Wieder strich er mit den Knöcheln über Lewis' Wange. Der Junge hatte keine Ahnung, wie angenehm, wie ekstatisch ordentlicher Sex sein konnte. Ein kleiner Teil von ihm verfluchte jeden Partner, den Lewis in seinem bisherigen Leben hatte ertragen müssen. Seine Sicht war so verdreht, er erwartete den Schmerz. Die Verwirrung darüber, dass er ausblieb, stand ihm offen ins Gesicht geschrieben. Es war nicht so, dass Santiago k…
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Santiago war ein Mann der Gegensätze. Auftragskiller, der nicht tötete. Dieb, der keine Schlösser knacken konnte. Magier, der seine Magie verstecken musste. Angsthase, der andere zu Tode erschreckte. Diese Gegensetze erforderten alle die gleiche Sache, um weiterhin in perfekter Balance zu existieren: Kontrolle. Lewis keuchte und das war alles, was Santiago brauchte, um zu wissen, was er da tat. Er schüttelte den Kopf, ein missbilligendes "tsk tsk tsk" auf den Lippen. Er rutschte zwischen Lewis' …
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"Ich halte das schon aus." Santiago musterte den Streuner. Er glaubte diese Worte. Er glaubte sie wirklich. Aber zwischen den Worten eines Menschen und dessen Gefühlen gab es oft eine große Diskrepanz. Santiago war ein Meister darin, Menschen körperlich wie psychisch wehzutun, sie vollkommen zu entstellen, sie ruinieren. Doch selbst er hatte seine Grenzen, die er nicht überschreiten würde. Er musste sichergehen, dass Lewis die Worte, die er da sagte, auch mit jeder Faser seines Seins meinte. Er …
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Santiago stutzte. Wer sagte denn bitte Nein zu einem Blowjob? Er ließ sich die Sonnenbrille abnehmen - sie war sowieso eher für andere Gedacht als für ihn - und betrachtete Lewis. Er wirkte... überrascht. Nicht auf die Art, die von einer Überraschungsparty im Büro - peinlich berührt - oder von einem tollen Geschenk - offen erfreut - kam, sondern eher auf die Art, die mit dem Öffnung einer Vorladung zur Jury Duty einherging: ängstlich geschockt. Santiago konnte es sogar riechen, die Nervosität, d…
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Es war beinahe zu einfach. Aber Santiago war mittlerweile zu scharf auf den Streuner, um sich den Kopf darüber zu zerbrechen. So, wie Lewis da unten zwischen seinen Beinen hockte und sich offensichtlich mehr als wohl mit der Situation fühlte, konnte Santiago gar nicht anders, als das hier weiterzutreiben. Hatte er Angst, beobachtet zu werden? Nicht wirklich. Dieser Club hier machte viel zu sehr den Eindruck, dass ein Blowjob unter dem Tisch hier regelmäßig passierte, als dass er sich Gedanken da…
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Santi lachte leise. "Du bist doch derjenige, der scharf bei Gewalt wird," kommentierte er schlicht. "Und so ein kleines, wehrloses Spanferkel... damit kann man viel anfangen. Dich wie ein notgeiler Neandertaler über meine Schulter werfen und in meine Höhle entführen ist da nur eine Option." Er zuckte mit den Schultern. Lewis wäre ihm nicht entkommen. Selbst wenn er es aus der Tür geschafft hätte, Santiago hätte ihn binnen weniger Sekunden wieder eingefangen. Vielleicht hätte er ihm ja einen klei…
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Santiago ließ den Knirps gewährend ohne sich selbst zu bewegen. Er wollte wissen, wie weit Lewis allein gehen würde, jetzt wo er quasi die Einladung dazu ausgesprochen hatte. Als er ihm den Joint hinhielt, drehte er den Kopf leicht, um einen Zug zu nehmen. Er inhalierte nicht, behielt den Rauch bloß im Bund und blies ihn Lewis ins Gesicht. "Das kommt ganz drauf an, was du gemacht hättest," antwortete er. "Auf den ersten Blick stellst du keine Bedrohung dar. Also hätte ich deinen Kollegen zuerst …
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Nagel, Kopf. Topf, Deckel. Arsch, Eimer. Er würde sein Hemd jetzt nicht unbedingt als extravagant beschreiben - es war einfach nur ein ordentliches, einfarbiges Hemd, das nicht in Kambodscha gemacht worden war - aber er nahm das Kompliment trotzdem an. Er war nicht unbedingt ein Snob, wenn es um Klamotten ging, aber Santiago achtete schon darauf, gut auszusehen. Er wusste sehr wohl, wie er auf die meisten Menschen wirkte, wenn man einmal von der gruseligen Aura seiner Magie absah. Aber jetzt übe…
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Santiago schüttelte grinsend den Kopf. Der Junge hatte ja schon den ganzen Abend irgendwie mit ihm geflirtet, aber jetzt ließ er sämtliche Verschleierungen fallen. Er konnte eine solche Direktheit respektieren. Der Junge wollte seine Nummer? Sollte er sie sich doch verdienen. "Ich arbeite nur auf Empfehlung. Wenn du meine Nummer willst, musst du sie dir schon besorgen," gab er zurück. Würde er den Knirps ranlassen? Darüber hatte er noch gar nicht nachgedacht. Süß war er ja schon mit seinen zerza…
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Bryce war also eine Kakerlake, die sich als Geschäftsmann sah, so so. Und Lewis' Dealer war auch noch. Wie konnte dieser Streuner so ein cleveres Kerlchen sein und zeitgleich so wenig Pokerface haben? Die 1,5 Milliarden Dollar würden ihm hoffentlich nicht so weit zu Kopf steigen, dass er sich selbst damit verreit. Apollo hatte sichergestellt, dass niemand die anderen wirklich verraten konnte, aber Santiago mochte Lewis irgendwie. Es wäre schade, wenn er sich selbst in den Knast katapultierte. "K…