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Santi hantierte mit einer halb vollen Pfanne herum, in der er gerade Hackfleisch schwenkte. Mit einer Hand bewegte er die Pfanne, mit der anderen warf er Gewürze hinein, als sich plötzlich Hände um ihn legten. Santi ging auf Nummer sicher, dass sich der Streuner nicht aus Versehen an der Pfanne verbrannte, indem er sie weit zur Seite hielt. Er kicherte leise, als er den Klaps auf seinem Hintern spürte. "¡Ojo, callejero! Nur, weil du dich hier blind zurecht findest, heißt das noch lange nicht, da…
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"Ich hab nur gute Argumente," entgegnete Santi mit einem Lächeln, das Lewis nicht sehen konnte. Santi machte weiter mit seiner Massage, bis es nichts mehr zu massieren gab. Lewis hatte jetzt den lockersten Nacken in ganz New York. Ein Wunder, dass er den Kopf überhaupt noch heben konnte, ohne dass ihm die dicke Murmel von den Schultern kullerte. Er kraulte seinen Streuner trotzdem weiter, strich ihm durch die Haare, wickelte sich eine Strähne um die Finger und fing dann wieder von vorne an. Irge…
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"Ich verwöhn dich eben gern, was soll ich sagen?" schmunzelte Santi. Santi kämmte dem Streuner kurz durch die Haare, bevor er die Stellen fand, die am meisten Liebe brauchten. Er arbeitete sich von Lewis' Nacken langsam nach oben bis zu dessen Schläfen und dann wieder zurück, wandte sich auch kurz den Muskeln zwischen Lewis' Schulterblättern zu, bevor er wieder zu den Muskeln hinter Lewis' Ohren zurückkehrte. Er lockerte die angespannten Muskeln mit geübten Fingern, während sich Lewis auf seinem…
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"Ich sag nur Kontaktgifte auf dem Verband und Kampfhelikopter über meiner Terrasse," entgegnete Santi. Wie sollte er Lewis denn für seine Macken auslachen, wenn er selbst sehr ähnliche hatte? Immerhin beruhten Lewis' Tagträumereien auf der Realität und konnten tatsächlich real werden. Santi verputzte seinen Salat in Stille, während Lewis wegen seinem Burger Töne von sich gab, die Santi glatt eifersüchtig werden ließen. Danach räumte er auf, während Lewis vor sich hin starrte. Er holte den Streun…
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Santi beeilte sich an der Tankstelle. Jetzt, wo sein Hirn sich wieder ordentlich auf die Realität konzentrieren konnte, fiel ihm das sehr viel leichter. Dennoch behielt er ein Auge auf ihre Umgebung, sollte sich doch wieder jemand an ihre Fersen heften. Das war aber auch schon alles, was Santi auf dem Weg zur Tanke, zum Burgerhaus, nach Hause machte. Er fuhr keine Umwege, er machte keine Extratouren. Er gab Lewis sogar die Schlüssel für die Schlösser an der Haustür, damit der schonmal vorgehen k…
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Wenn du ihn so weitermachen lässt, wirst du ihn verlieren. Santi stockte, während sich Lewis gegen ihn lehnte und versuchte, in die Gegenwart zurückzukehren. Für einen Moment war er derjenige, der abwesend war. Das war das erste Mal, dass seine Paranoia sich um jemand anderen sorgte. "Gute Idee. Auf geht's." Lewis war schneller verschwunden, als er gucken konnte. Und natürlich war sein erster Instinkt, in die entgegengesetzte Richtung zu schauen, um die Gefahr zu sehen, vor der Lewis gerade nich…
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Santi brummte. "Burger zum Mitnehmen. Da bekoche ich dich ordentlich und du willst immer noch Zeug, das in Fett ertränkt wird?" Mit einem leisen Lachen hob er den Kopf wieder, schüttelte ihn kurz. "Wir können dir einen Burger besorgen," gab er dann ohne große Gegenwehr nach. "Aber irgendwann mach ich dir mal einen. Einen guten, mit selbstgemachten Patties und Buns. Dazu Süßkartoffel-Fritten. Du wirst Fast Food nicht mal mehr angucken können, wenn ich mit dir fertig bin." Er stahl sich noch einen…
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"Ich hoffe doch mal nicht. Ein Motorrad ist Kollateralschaden, zwei eine Beleidigung. Erst recht, wenn ich es gerade erst gekauft habe." Natürlich war das immer ein Risiko. Das letzte Mal hatten diese Typen sie ja auch gefunden und hatten die nötigen Fähigkeiten gehabt, um sich nicht abhängen zu lassen. Jetzt wussten sie, was Santi drauf hatte, also würden sie vorsichtiger sein, besser vorbereitet. Vielleicht würden sie ihn in Stille verfolgen und dann hier erledigen? Oder sie würden ihn in voll…
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Einen Tag, vielleicht zwei. Ihre Magie schien einen ähnlichen Zeitplan zu haben, stellte Santi fest. Was er mit der Information anfangen sollte, wusste er nicht. Es fiel ihm einfach nur auf. Wäre er klarer im Kopf gewesen, hätte er sich vielleicht gefragt, ob es jedem Magier auf der Welt so erging. Dass sie alle in Segmenten von drei bis fünf Tagen lebten. "Wie lange hältst du noch aus? Wird es nicht langsam wieder Zeit für einen Alptraum?" Santi ließ sich mit einem Seufzen wieder auf einen der …
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Santi sah auf, als er ein Geräusch zu seiner Linken wahrnahm. Ein Angreifer? Hatte der es auf Lewis oder auf ihn abgesehen? Auf sie beide? Sein Blick heftete sich auf Lewis, als der in sein Sichtfeld trat. Santi hatte durchaus bemerkt, wie sich Lewis verändert hatte in den letzten Tagen. Nicht nur, weil seine Magie seinen Preis forderte, sondern auch weil Santis Magie um Bezahlung bettelte. Sie beide hatten ihr Päckchen zu tragen, aber sie schafften es irgendwie, einander zu helfen. Santi duscht…
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Santi ließ sich mit fast seinem vollen Gewicht auf Lewis nieder, als dieser die Arme um ihn schlang. Er stützte sich bloß mit seinen Ellenbogen ab, damit der Lewis ansehen konnte. "Ich hab dir einen vollen Schlafzyklus erlaubt, damit du nicht groggy bist. Das sind nur neunzig Minuten. Du hast also noch genug Zeit bis zu den Nachrichten, keine Sorge." Sie hatten sich nach dem Frühstück darauf geeinigt, dass Lewis nach jedem Essen eine Stunde Nachrichten gucken würde - und Santi hatte vor, sich an…
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Santi grunzte leise. "Sie würde dich liebend gern ihren Schwiegersohn nennen, aber sag das nicht, wenn du dieses Versprechen nicht auch einhalten willst, callejero. Andernfalls kriegst du ihre Wut zu spüren und glaube mir: ich bin nichts gegen den Hurricane, der dich dann erwartet." Er erwiderte den Kuss, den Lewis ihm schenkte, liebend gern, hing ihm sogar einen Moment noch nach, bis Lewis sich erhob, um sich auf seinen Schoß zu setzen. Sofort schob er die Hände in Lewis' Haare, kraulte ihn, bi…
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Lewis warf ihn doch tatsächlich aus seiner eigenen Küche. Die Nerven, die dieser Streuner an den Tag legte! Santi gab sich schließlich damit zufrieden, die beiden Tassen von letzter Nacht aus dem Schlafzimmer zu holen. Er blieb an der Kücheninsel sitzen, bis sich Lewis dazu durchrang, die Nachrichten gucken zu gehen. "Hey," meinte Santi und fing seine Hand ein. "Dreimal," sagte er. "Morgens, Mittags, und Abends. Bevor du was sagst: Ich hab ein paar Kontakte angehauen, die uns auch auf dem Laufen…
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"Ich soll nicht zu viel erwarten? Lew, mir hat noch nie jemand Frühstück gemacht. Ich bin der, der Frühstück macht. Schon immer." Santi schüttelte den Kopf erneut. Er konnte es noch immer nicht recht fassen. Er saß hier, ausgeschlafen, und frühstückte etwas, was jemand anderes für ihn gemacht hatte. Es war so surreal und zeitgleich so aufregend. "Ich glaube, ich will gar keinen Kaffee," sinnierte er. Er fühlte sich wach, wacher als jemals zuvor. Er war ausgeruht, seine Muskeln entspannt. Das kan…
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Santi drückte sein Gesicht tiefer in sein eigenes Kopfkissen und rollte die Schultern. Schmerz schoss durch seinen verletzten Arm, aber damit konnte er umgehen. Er fühlte sich seltsam ausgeruht. "Hey, Schlafmütze. Willst du noch den ganzen Tag verschlafen? Ich hab uns Frühstück gemacht." Er wandte Lewis den Kopf zu, blinzelte gegen das Tageslicht an. "Was?" nuschelte er. Den Tag verschlafen? Was redete Lewis denn da? Und warum war er schon wach? Santi rollte sich auf die Seite und ließ den Blick…
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"Du musst wegen mir nicht wachbleiben, Lewis. Du hattest einen anstrengenden Tag und morgen hast du auch einen." Lewis unterbrach ihn mit einem Kuss. Und Santi gab klein bei, hörte auf zu argumentieren. Lewis würde zusammen mit ihm wach bleiben und daran konnte er nicht rütteln, ob er wollte oder nicht. Er gab sich geschlagen. "Ich will keinen Film gucken. Können wir einfach... ich weiß nicht. Hier liegen bleiben?" Es war so bequem. Nicht nur körperlich - sicher, sein Bett war unendlich bequem, …
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Eine neue Form der Wärme explodierte in Santis Burst, als er Lewis' Worte hörte. "Nicht dafür. Niemals dafür." Vier kleine Worte und doch rüttelten sie an etwas tief in Santis Inneren. Es brachte ihn fast wieder zum Weinen. Noch nicht ein einziges Mal in seinem Leben hatte jemand seine ganzen Macken einfach so akzeptiert. Niemand brach gern auf eine solche Weise zusammen, besonders nicht vor jemand anderem, aber Lewis... Lewis nahm es nicht einfach nur hin und wollte, dass es schnell vorbei war,…
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"Atmen, Baby. Hey, tief durchatmen. Alles wird gut. Atme für mich, okay? Santi." Santi kniff die Augen zu, versuchte, einen tiefen Atemzug zu nehmen. Er kämpfte gegen seine eigenen, in Flammen stehenden Lungen an. Er konnte nicht. Er konnte nicht atmen. Er schlug die Augen wieder auf und versuchte, sich auf Lewis' Gesicht zu konzentrieren. Seine starkes Kinn. Seine vollen Lippen. Seine dunklen Augen. Santi schob eine zittrige Hand in Lewis' Haare. Sie waren so weich, so angenehm weich. Langsam, …
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In der Sekunde, in der Santi die Stimme von Lewis hörte, in der er die Bewegung neben sich spürte, da zerbrach seine fragile Selbstkontrolle. Er rollte sich zur Seite und schlang seine Arme fest um den Streuner, als sei er der Rettungsring, der ihn vor dem Ertrinken retten würde. Er presste sich gegen den schlanken Körper, vergrub sein Gesicht an Lewis' Brust. Die Tränen konnte er nicht mehr zurückhalten; sie rannen ihm frei über die Wangen. Seine Schultern bebten. Aber er schluchzte nicht. Er w…
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Lächelnd schüttelte Santi den Kopf und wandte sich wieder seiner Recherche zu. Kurz darauf hob er einen Arm, um Lewis Platz zu machen, der einen frühen Feierabend hingelegt hatte und sich jetzt an ihn kuschelte. "Weiß dein Boss, dass du früher Schluss gemacht hast?" fragte er. Er drehte den Laptop ein bisschen, damit Lewis auch was sehen konnte. Natürlich hatte der Streuner Meinungen zu den Helmen und bevor er es sich versah, war er schon auf einer Website, die ausschließlich Helme mit fragwürdi…