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spellbound. (earinor & akira)
Beitrag"Außer wir finden einen Wunderheiler, aber seien wir uns ehrlich, dann wäre all das hier ein Ammenmärchen und nicht die Realität in der wir leben." Es war weder so, dass sie beide einander vertrauen mussten, noch wollte Khojin es wagen, Rain falsche Hoffnungen zu machen. Anfangs dachte sie wirklich noch, dass er jemand war, der sich lieber wie die Made im Speckmantel fühlte, sich für jemanden ausgab, der er nicht war, damit jemand wie Nayantai an ihm haften blieb, wie eine Klette die alles richt…
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spellbound. (earinor & akira)
BeitragUnterschied man wahr und falsch wie schwarz von weiß, wusste man erst, dass es in diesem Leben nicht mehr gab, als im Nächsten - Khojin glaubte nicht, dass sie passende Worte für Rain fand, der so offensichtlich lieber seine Flügel entfaltete als stillzusitzen und innezuhalten, die Arbeit die er nicht schaffte den Anderen zu überlassen und gleichzeitig wusste sie nicht, ob sie ihn nicht schon wieder falsch einschätzte. Alles, das sie über Rain zu wissen schien, wurde immer und immer auf den Kopf…
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spellbound. (earinor & akira)
Beitrag"Dann kennst du deine Grenzen sowieso. Ich will dir keine falsche Hoffnung geben, oder dich dazu motivieren, dass es irgendwann besser wird - du weiß selbst wahrscheinlich gut genug, dass du mehr oder minder bald an das Ende deiner Kräfte kommst." Während Nayantai sich gerne selbst seinen eigenen Optimismus vorgaukelte, so schien Khojin diejenige zu sein, die den blanken Tatsachen einfach ins Gesicht blickte und entschied, dass es nicht mehr besser wurde. Diese Entscheidung konnte sie Rain zwar …
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spellbound. (earinor & akira)
Beitrag"Und nichts hilft?", wollte sie sich erkundigen. Khojin wusste nicht, ob sie Rain eine bessere Lösung darbieten konnte, als es ein Heiler oder ihr Bruder tat, der den Wonnepropen besser kannte, als sie es jemals würde. Ihre Auffassung ergab zumindest, dass Rain keine Made war, die sich freute, von jemandem wie Nayantai einfach mitgerissen zu werden und sich an ihm zu nähren, seine Lorbeeren mit zu ernten, sondern dass er viel lieber eine eigenständige Person war, die sich um sich selbst kümmern …
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spellbound. (earinor & akira)
BeitragRain erklärte Khojin schlussendlich ein wenig zu viel - war es das denn? - nur, damit sie sich schließlich selbst fragen musste ob sie das wohl alles so recht verstanden hatte. Gestört hätte es sie nie, hätte sie weiter mit der Einbildung gelebt, Rain wäre eine von ihnen, aber das war ihr wohl nicht vergönnt. “Hilft es denn nicht, wenn du zumindest ein wenig draußen gewesen wärst oder glaubst du, das hätte dich nur noch kränklicher gemacht?” Khojin kannte keinen Thrianer, dem es auch nur annäher…
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spellbound. (earinor & akira)
Beitrag“Nah siehst du?” Khojin unterließ es, Rain den Ellbogen in die Rippen zu drücken und dann darüber zu lachen, als wären sie alte Freunde. Manchmal war es einfach besser, sich nicht auf sie eigenen Dummheiten einzulassen, auch, wenn ihr gerade ein wenig danach war. Wer nicht gleich mit der Sprache herausrücken konnte, brauchte es gar nicht erst zu versuchen - Khojin ließ Rain damit in Ruhe, wusste, dass es keinen Sinn ergab sich einfach in alles einzumischen und auf zwei Hochzeiten gleichzeitig zu…
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spellbound. (earinor & akira)
Beitrag“Wieso sollte ich dich hassen? Du bist ungefähr so gefährlich wie ein Grashalm, zumindest wenn es darum gehen würde, dich mit mir in einem Kampf zu messen. Ich bin nur weder gut darin, jemanden wie meine Heulsuse von Bruder aufzumuntern, noch muss ich sagen, dass ich wirklich Lust auf euch hatte. Wir dachten, er wäre tot und dann taucht er mit einem Schaf auf.”, erklärte sie Rain ihr Verhalten, das damit nicht begründet war, aber vielleicht war es einfacher, sie zu verstehen. Dabei hingen noch g…
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spellbound. (earinor & akira)
BeitragKaum schlug Rain vor, sie wäre nur wegen Mei hier, musste sie ein krampfhaftes Lachen unterdrücken. Was für blühende Fantasien das doch waren, ungemein etwas, das sie nun bei weitem nicht vermisst hatte. “Nein.” Mehr brauchte Rain gar nicht erst zu wissen, das schickte sich nicht. Mit offenen Karten spielten die Wenigsten, dennoch war Khojin keine, die ausgerechnet daran interessiert war, mit jemandem zu feilschen, geschweige denn den Kürzeren zu ziehen. Leider legte Rain noch einmal nach und si…
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spellbound. (earinor & akira)
Beitrag"Dann überleg dir was.", forderte sie Rain auf, als hätte sie ein Recht auf diese Konversation. Früher oder später würde sie sich das ohnehin nehmen, die Wahrheit aus den Fingern eines Anderen saugen und dann behaupten, es wäre ihre eigene. Das konnte ihre Familie ziemlich gut - die letzten Splitter, die davon zumindest noch übrig waren. Rain war schon verblödet genug, das Land, das Khojin alles genommen hatte, aus dem das Schaf selbst stamme, unverfroren zu erwähnen. "Pah, wir sind hier nicht i…
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spellbound. (earinor & akira)
BeitragHatte es diesem elendigen Schaf nun auch noch die Sprache verschluckt? Hatte die Dummheit des alten Mannes und ihres belämmerten Bruders endlich auf dieses Ding abgefärbt? Khojin wollte sich gar nicht ausmalen, was das bedeutete - nein, sie musste diesen Dingen Einhalt gebieten, bevor es wirklich zu spät war. "Du? Raus mit der Sprache.", verlangte sie gleich vorweg, als würde ihr Gast es sonst nicht auf die Reihe bekommen, den Mund weit genug aufzureißen. Mit hochgezogener Augenbraue stand sie n…
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spellbound. (earinor & akira)
BeitragEs reichte ein Satz um sie durch den Zelteingang stoßen zu lassen, als wohne sie noch immer hier - Khojin wollte mit ihrem alten Mann, seinem idiotischen Sohn und dessen Geliebten keinen einzigen Ort teilen, aber Rain tat ihr, trotz Nayantais Abwesenheit, irgendwo leid. Wer wollte auch schon mit den zwei nervigsten Männer in diesem Land alleine gelassen werden? Eher hätte sie über ihren Schatten springen müssen und einsehen sollen, dass sie sich mit Rain gegen die beiden verbinden könnte, aber d…
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spellbound. (earinor & akira)
BeitragNayantai war davongezogen und von ihm blieb, abermals, nicht mehr als ein Wort zurück, das Khojin nie zu teil werden sollte - sie hatte sich damit abgefunden, dass ihr Bruder einen Kopf hatte, der mit dummen Ideen durchwachsen war und in dem sie wohl wieder einmal mehr keinerlei Platz fand. Oft interessierte es sie ohnehin nicht, seinen perfiden Worten zu lauschen, oder zu hinterfragen, wieso er nun einmal so geworden war, wie er nun war - all diese Fragen brachten ihr keine Antworten ein und al…
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spellbound. (earinor & akira)
BeitragWürde es das werden? Nayantai hoffte inständig, dass er sich selbst soweit zusammenreißen konnte, damit seine verworrenen Gedanken sich unter Dach und Fach bringen ließen - in Wahrheit war es immerhin nicht so als wäre ihm alles gleichgültig, es war lediglich ein Schutzmechanismus geworden, ein neuer Mantel in den er sich hüllte und schlussendlich auch versteckte. “Das sagst du auch nur, weil du all meine Geschenke gut findest.”, belächelte er heiter. Rain ließ sich zu oft auf ihn und seine Dumm…
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spellbound. (earinor & akira)
Beitrag“Ich weiß gar nicht, ob ich die Kälte noch gewohnt bin. Aber das finde ich noch heraus.” Fhaergus war beinahe sommerlich für ihn gewesen, ein wenig zu warm wäre es ihm allerspätestens dann geworden, wenn der Hochsommer über das unbekannte Land hing, aber so weit hatte er es wohl doch nicht geschafft. Nayantai glaubte aber auch nicht, dass Fhaergus Thria so unähnlich war - vielleicht reichte es auch, wenn sie einfach ein Stück davon eroberten und Rain zu einem ihrer eigenen Leute machten? Seiner …
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spellbound. (earinor & akira)
BeitragEs war fast lächerlich zu glauben, dass er sich von alledem hier nicht lossagen konnte. Idiotisch auch. Rain brauchte ihn, so sehr wie er Rain brauchte, aber manchmal waren die Bahnen des Lebens ungleich und man musste das akzeptieren, das auf einen zukam. Sich jetzt zu verteufeln brachte keiner Seele etwas. Gleich wenig, wie es ihm etwas brachte, sich von seinen eigenen Gefühlen aufhalten und bändigen zu lassen. Was für ein Idiot er doch war. "Kräuter? Das sollte leicht sein, da unten gibt es n…
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spellbound. (earinor & akira)
BeitragRain hatte nicht Unrecht, das hatte er wohl nie. Wie lange man ihn wohl mit seinen Gefühlen, seinen Bürden und Geheimnissen alleine gelassen hatte, bis sie fast aus ihm herausbrachen wie das Wasser eines Sees, der hinter einem Staudamm lag? Nayantai fühlte sich nicht so, als könnte er ihrer beiden Leben jemals vergleichen, oder als besäße er das Recht, sich seines Liebhabers Geschichte anzueignen, als wäre sie die seinige. "Weil es mit mir nicht immer leicht ist.", gestand er, als wüsste Rain da…
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spellbound. (earinor & akira)
Beitrag"Was sich für mich richtig anfühlt?", hinterfragte er verwundert. Wann ging es das letzte Mal um solche trivialen Dinge? Richtig und falsch waren längst durchgestrichene Worte auf vergilbten Seiten, denen sich seit Jahren keiner mehr angenommen hatte. Die Wahrheit war wohl wirklich, dass es nicht weiter wichtig gewesen war, als er kaum noch über sich selbst oder die Welt um ihn herum, die Geschehnisse in dieser, nachdenken konnte. Stattdessen sehnte er sich nach Freiheit die er nicht bekam, nach…
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bloodbound. (earinor & akira)
Beitrag"It was about the eyes to begin with.", he blurted out, like he was piecing together some fucked up puzzle only he could see. That sounded about right in hindsight, but Richards remark made him laugh under his breath all the same. "That's the first time I've heard I resemble him in a long time, you know." Not that Yujin terribly cared about something like that. Why? Denying he was his fathers seemed implausible and impossible, likewise, he had no interest in hiding who he was, now that he unders…
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spellbound. (earinor & akira)
BeitragIm Tod war die Einsamkeit mitunter das Einzige, das ihn begleiten würde - Thrianer glaubten weder an die Hölle, noch zweifelten sie an, dass nach dem Ende der Zeit jeder das bekam, was er verdiente. Nayantai glaubte nicht, dass auf ihn ein Thron, Reichtum oder gar offene Arme warten würden, aber an den Tod, das ewige Leben, oder das vorherrschende Nichts zu denken, das stand ihm nicht, auch dann nicht, wenn er sich selbst so fühlte, als wäre er unlängst einem unschönen Ende geweiht. Die Hoffnung…
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spellbound. (earinor & akira)
BeitragSeine eigenen Gefühle brodelten in ihm als wäre Rain schlussendlich die Lunte im Feuer gewesen, die er gebraucht hatte, um sich von alledem loszusagen, das ihn noch an seiner Vergangenheit festhielt. Wie hoch war die Wahrscheinlichkeit auch, dass er sich selbst im Spiegel jemals wiedererkannte? Rain kannte eine einzige Seite von ihm, diejenige, die er kennen und lieben lernte, die aufmüpfiger und idiotischer schien, als er es jemals gewesen war. Nayantai hatte sich selbst nicht für aufgeweckt ge…