Suchergebnisse

Suchergebnisse 781-800 von insgesamt 1.000. Es gibt noch weitere Suchergebnisse, bitte verfeinern Sie Ihre Suche.

  • Anstatt auf die Frage nach dem Rauchen zu antworten, fischte Santiago sein Feuerzeug aus seinen Jogginghosen, flickte es auf und schnickte es an. "Rauch ruhig. Ich hab eine ganze Fensterfront, die ich aufreißen kann, sobald meine Magie mich lässt." Er hielt Lewis die Flamme hin, damit dieser sich seinen Joint anzünden konnte. "Ich hab dir doch gestern schon gesagt, dass du so lange bleiben kannst, wie du willst. Du musst nur mit meinen Seltsamkeiten klarkommen, das ist alles. Viel Sonnenlicht wi…

  • "Soll ich dir Bilder von dem zeigen, was da alles schiefgehen kann?" gab Santi zurück, gab es aber auf. Wenn sich Lewis der Sache nicht stellen wollte, dann konnte er da leider nicht viel machen. Immerhin kannte er die Symptome gut genug, um ihn im Notfall lange genug am Leben zu erhalten, um ihn doch zu einem Arzt zu schleifen. Wenn sie beide Glück hatten, dann war es wirklich nichts. Santi konnte nur hoffen. Während Lewis telefonierte, machte er Lewis den Kaffee und fuhr die Läden wieder runte…

  • "Ich würde nicht nur von Welpen träumen. Ich würde die gleiche Angst empfinden wie die Person, der ich diese Angst abgenommen habe. Mir selbst macht eigentlich gar nicht so viel Angst - vielleicht, weil ich schon so viel gesehen habe. Aber wann immer ich meine Magie benutze, um jemand anderem Angst einzujagen, nehme ich deren Angst an. Für den Traum zumindest. Es ist kompliziert." Lewis schien es langsam zu verstehen. Es war genauso kompliziert, wie Santiago es genannt hatte, aber Lewis schien d…

  • Und da war es. Das Mitleid, das Santiago so hasste. Wenn die Menschen Angst vor ihm hatten, konnte er damit umgehen. Wenn die Menschen ihn hassten, weil er Magie hatte, konnte er damit umgehen. Aber Mitleid? Seine Magie machte sein Leben anstrengend, ja, aber er kannte es nicht anders und ändern konnte er es auch nicht. Was brachte ihm das Mitleid anderer Menschen da? Sie würden sich trotzdem immer vor ihm fürchten, sie würde ihm trotzdem nicht helfen können, selbst wenn sie sich in die offenen …

  • "Harte Eier also," grinste Santiago. Es war seltsam, hier oben mit jemand anderem zu sitzen und ein entspanntes Frühstück zu genießen. Nicht auf die schlechte Art seltsam, sondern auf eine gute. So gut, dass sich Santiago beinahe daran gewöhnen könnte. In einem anderen Leben vielleicht. In einem, dass nicht von imaginären Einsatzkommandos gestört wurde. "Sag mal, ist alles cool? Du wirkst so, als würdest du gleich einen wichtigen Termin verpassen oder sowas." "Hm? Oh äh... nein, alles gut. Ich b…

  • Santiago schüttelte lachend den Kopf. "Bei meinem Lebenswandel kann ich von Glück reden, wenn mich der Herzinfarkt vor allen anderen erwischt," gab er zurück. "Das Risiko von einem übereifrigen und zu wenig ausgebildeten Wachmann aus Versehen erschossen zu werden ist sehr viel höher. Außerdem schlafe ich sehr wohl. Du hast es nur noch nie gesehen." Er zuckte mit den Schultern und nippte betont an seinem Kaffee. Dass Lewis sich mit seinen Drogen auch ein frühes Grab schaufelte, erwähnte er jetzt …

  • Die Dachterrasse. Santiago schluckte. Dann stand er auf und machte sich ohne Worte daran, alles für das Frühstück auf ein Tablett zu stellen, um nicht hundertmal rein und wieder raus rennen zu müssen - das Risiko es irgendwann nicht mehr über die Türschwelle zu schaffen, war zu groß. Sich einmal dazu zu überreden war schon anstrengend. Was wenn Lewis mit voller Absicht die Terrasse gewählt hatte? Was wenn er doch mit den Cops zusammenarbeitete und Santiago nach draußen bringen musste, damit sie …

  • "Okay." Santiago ging um das Bett herum und rutsche auf der freien Seite unter die Decke. Er machte es sich einigermaßen bequem, dann bot er Lewis an sich an ihn zu kuscheln - was der Streuner auch prompt machte. Er wartete, bis Lewis eine Position gefunden hatte, die er mochte, dann legte er ihm einen Arm um die Schultern. Mit der einen Hand strich er ihm sanft über den Rücken, mit der anderen über den Unterarm, den der Streuner über seinen Bauch gelegt hatte. Santiago achtete darauf, dass kein…

  • Er würde Bryce in Fetzen reißen. Ihm die Haut in Streifen abziehen. Ihm jeden der 206 Knochen in seinem traurigen Körper brechen. Er würde ihn wochenlang mit Alpträumen bombardieren, ihm keine einzige Minute Frieden gönnen. Er würde ihm die Eier abschneiden und sie ihm in den Rachen stopfen. Aber all das konnte warten. All das stand unter einem anderen Punkt auf seiner To-Do-Liste. Santi schlang seine Arme erneut um Lewis, als dieser nun endgültig die Fassung verlor. Er hielt ihn fest, er rieb i…

  • Bevor er sich davon abhalten konnte, knurrte Santiago. Er knurrte und seine Magie begehrte auf. Doch jetzt wollte sie nichts mehr von Lewis' Angst wissen. Sie wollte ihre Fänge in den Kerl schlagen, der ihm wehgetan hatte und ihn leiden lassen. Oh, die Alpträume, die er diesem Kerl schenken würde... Er unterbrach seine Streicheleinheit und schlang seine Arme fest um Lewis. Er drückte seine Nase in Lewis Haare, küsste seinen Scheitel. Die Ehrlichkeit, die Verletzlichkeit... das Vertrauen, das Lew…

  • Santiago lächelte in sich hinein, als er sah, wie seine Kochkünste ein weiteres Opfer forderten. Der Tag, an dem er jemanden fand, den er nicht bekochen konnte, sollte erst noch kommen. Nicht, dass er oft für andere Leute kochte. Meistens half er seiner Mutter mit dem Essen für seine Eltern und sich selbst und das war's dann. Hin und wieder hatte er die Gelegenheit gehabt, eines der peinlichen Frühstücke in der Küche seiner Partner selbst zu machen, aber das war sehr selten vorgekommen. Er räumt…

  • Klamotten für Lewis zu finden, stellte sich als schwerer als erwartet raus. An dem Streuner war einfach nicht genug dran, als dass er Santis Klamotten ausfüllen könnte. Also fischte er nach ein paar Minuten des Kopfzerbrechens einfach ein T-Shirt und ein paar Jogginghosen aus seinem offenen Schrank und legte sie zusammen auf das Bett. Mit einem Gummizug konnte man hoffentlich nichts falsch machen. Er tigerte eine Weile ziellos durch seine Wohnung. Er fühlte sich beobachtet. Er fühlte sich sonst …

  • Santiago kehrte schon bald zu seiner üblichen Routine zurück. Er trieb zwischen Alpträumen anderer Menschen und seinen eigenen, paranoiden Wahnvorstellungen hin und her und ließ sich von seinem Lebenswandel mitreißen. Er kümmerte sich hauptsächlich darum, seinen neu erworbenen Reichtum zu handhaben. Er brauchte ein Endlager für die vielen Goldbarren, er brauchte eine Möglichkeit, problemlos darauf zuzugreifen, er brauchte eine Möglichkeit, sie unauffällig in tatsächliches Geld zu verwandeln. Als…

  • Santiago lächelte in seinen Kaffee hinein. "Glashaus und Steine, callejero. Glashaus und Steine," erwiderte er. Dann wurde auch schon sein Frühstück serviert. War es die gesündeste Entscheidung? Nein. Aber zwischen den Eiern und dem Bacon versteckten sich bestimmt ein paar Proteine. Das wichtigste war, dass er seinen Hunger bekämpfte und genug Energie aus seinem Essen ziehen konnte, um durch das bald einsetzende Tief zu kommen. Sobald er das hinter sich hatte, wäre er für den Rest des Tages wied…

  • Mit einem Lächeln hielt Santiago sein Smartphone hoch. "Ich lese viel," antwortete er kryptisch. Als sich Lewis dazu aufrappelte, sich anzuziehen, griff auch Santiago nach der Plastikverpackung mit seinem neuen, billigen T-Shirt. Er hatte sicherheitshalber eine Größe größer gekauft (er hatte sowas schon öfter getan und seine Lektion gelernt), trotzdem war das T-Shirt sehr knackig geschnitten. Noch eine größer hätte sicher nicht geschadet, aber mit der Jacke drüber würde es schon gehen. Er wollte…

  • Santi lächelte und stand auf. Er ging um das Bett herum, griff sich Lewis' Wasserglas und füllte es auf. Sich selbst schenkte er auch ein Glas ein. Mit dem Glas bewaffnet machte er den halben Schritt zur Balkontür rüber und warf einen Blick nach draußen. Natürlich war da immer noch niemand, der darauf wartete, in ihr Zimmer einzubrechen und sie beide umzubringen. "Ich habe nicht geschlafen," stellte er noch einmal klar. "Das tue ich relativ selten. Das hat nichts mit dem Bett zu tun und auch nic…

  • Wie es Santiago erwartet hatte, schlief Lewis ein paar Minuten später ein. Ihm brach dabei kein Zacken aus der Krone, er nahm das sogar als ein kleines Kompliment. Menschen waren zu vorsichtig, zu ängstlich, um einfach so neben einem praktisch Fremden einzuschlafen. Sicher, Lewis war komplett fertig, aber die Art, wie er da einfach entspannt auf ihm lag, verriet Santi, dass er gut schlief. Der Mann fühlte sich sicher in seinen Armen. Irgendwann in der Nacht schob er Lewis von sich hinunter und e…

  • "Soweit ich mich erinnere, habe ich dir ziemlich erfolgreich das Hirn rausgevögelt, ohne dich permanent danach zu fragen, ob es auch okay ist," gab Santiago unbeeindruckt zurück. Er würde Lewis nicht vorschreiben, wie er sein Leben zu leben hatte oder wie gesund beziehungsweise ungesund seine Beziehungen waren. Der Mann war erwachsen und konnte machen, was er wollte. Aber wenn er was mit Santi machen wollte, dann musste er eben auch akzeptieren, dass Santi ihn mit mehr Respekt behandeln würde al…

  • Kalte Duschen und ein bisschen Hingabe konnten so einiges ausrichten, das wusste Santiago. Er behielt sein "Ich hab's dir ja gesagt" für sich, weil er hier keinen Punkt hatte klarstellen wollen. Es war ihm wirklich nur darum gegangen, dass Lewis wieder zu einer Person wurde und nicht weiterhin wie vergammelter Pudding durch die Gegend wankte. "Sehr zuvorkommend vor dir," erwiderte er. Und als Lewis dann danach fragte, ob sie sich einfach zusammen hinlegen könnten, da Lächelte Santiago. Er half L…

  • Das eisige Wasser der Dusche war geradezu Balsam nach der stickigen Hitze des Clubs. Santiago genoss es so, wie andere eine heiße Dusche nach einem langen Tag genießen würden. Er stand einen langen Moment einfach nur da und ließ das Wasser über seinen verschwitzten Körper laufen. Dann begann er, die Farbe von seinen Tattoos zu schrubben. Santiago erwartete nichts. Er kannte Lewis nicht gut genug, um einschätzen zu können, wie der Streuner reagieren würde. Er hatte alle Erwartungen aus dem Fenste…