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"Einen Verdacht?", flüsterte Viola und unterbrach die zarten Berührungen. Fassungslos starrte die Heilerin auf die unversehrte Haut über der ihre Fingerspitzen schwebten und beobachtete das gleichmäßige Heben und Senken unter jedem Atemzug. Die natürliche Bewegung schenkte ihren galloppiernden Gedanken ein wenig Ruhe und dennoch schlug die anfängliche Faszination in Verärgerung um. Ein ungläubiger und missmutiger Laut erklang von der jungen Frau. Der Blick löste sich von der vernarbten Brust und…
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Viola senkte den Blick auf die verschlungenen Hände und lächelte. Unter den Fingerspitzen fühlte die Heilerin die hauchfeinen, weißlichen Narben auf den erhabenen Knöcheln, die selbst in gutem Licht kaum zu erkennen waren. Spuren einer gründlichen und harten Ausbildung im Kampf und der Unterweisung sein magisches Erbe zu kontrollieren. Das erste Mal waren ihr die Narben in dem verträumten Haus am See aufgefallen. Die Linien waren ihren eigenen so ähnlich, obwohl diese von dornigen und widerspens…
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Für ungeübte Ohren bewegte sich der Elf völlig lautlos durch das von Flammenschein beleuchtete Zimmer. Obwohl Viola die katzengleichen Schritte auf den spröden Holzdielen nicht hören konnte, spürte sie jedoch instinktiv seine Nähe. Bevor die Lippen ihre Haut zart berührten und sich die vertrauten Konturen seines Körpers sich sachte in ihren Rücken schmiegten, durchströmte Viola eine wohlige Wärme. Ein Lächeln blieb hinter einem Vorhang aus rebellischen, roten Strähnen verborgen da sie den Kopf l…
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Verstohlen blickte Viola über die Schulter in den gut besuchten Schankraum. Tilda, die alle Hände voll zu tun hatte, um die durstige und hungrige Kundschaft zu versorgen, eilte zwischen den überfüllten Tischen geschäftig hin und her. Den überraschenden und erneuten Wintereinbruch, mit dem keiner gerechnet hatte, nahmen die bunt durcheinander gewürfelten Bewohner der Handelsstadt wohl zum Anlass für gemütliche Geselligkeit. Einen Abend die drohende Gefahr in die Kälte zu verbannen, konnte keinen …
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Möglicherweise hätte sich der gesüßte Tee über die knarzenden Holzdielen verteilt, hätte Viola nicht instinktiv die Finger fester um den warmen Tonbecher geschlossen. Vor Schreck wäre ihr das Gefäß fast aus der Hand geglitten. Mit einer Mischung aus Überraschung und Belustigung schielte sie aus dem Augenwinkel zu Andvari, während die Dampfende Flüssigkeit noch bedrohlich im Becher hin und her schwappte. Die Vorstellung Andvari mit einem solchen Mundwerk unter feingekleideten Edelleuten zu sehen,…
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Hinter dem Elfenprinzen erklang ein belustigtes Kichern. Viola verbarg das schelmische Grinsen mit wenig ernsthafter Mühe hinter ihren Fingern und beobachtete amüsiert den Austausch zwischen Andvari und Tilda. Die Schankdame musste den Kopf weit in den Nacken legen, um überhaupt in sein Gesicht sehen zu können. Das aufgebrachte Zucken um ihre Augenwinkel und der mahnend erhobene Zeigefinger, erinnerten Viola nur noch mehr an ihre eigene Mutter. Andvari brachte es sogar fertig beschämt auszusehen…
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Mit Dankbarkeit nickte Viola und nahm das zum Fladen geformte Brot entgegen. Erst in diesem Augenblick bemerkte die junge Frau, wie hungrig sie eigentlich war und folgte Andvari in die eisige Winternacht hinaus. Das verschrobene, modrige Haus und die darin bedrückende Aura ließ sie zurück. Verwaiste Spure und Mahnmale des Krieges ließen sie stets mit einem betrübten Gefühl zurück. Im Grunde war die Hütte nicht anders zu betrachten, als das Elternhaus der Heilerin. Ein lebloses Gerippe mit seiner…
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Ein Ungleichgewicht im magischen Gefüge der Welt klang in den Ohren der Heilerin mehr als beunruhigend. Die Vorstellung, dass Faolan oder Lysanthir viel schneller eintrafen als vermutet, jagte einen eiskalten Schauer über den Rücken. Violas eigene Aura war nicht sensibel genug um derlei Veränderungen zu spüren. Das musste sie auch nicht. Es reichte vollkommen aus, dass eine solche Machtverschiebung Andvari und seinen langjährigen Schwertbruder in Besorgnis versetzte. Trotzdem verlor die Heilerin…
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Hinter dem getrübten Fensterglas erstreckte sich nichts als nächtliche Dunkelheit. Es mochten wenige Stunden vergangen sein und als sich Violas Augen flatternd wie die zerbrechlichen Schwingen eines Falters öffneten, war die Nacht noch immer präsent. Das Erwachen kündigte sich schleichend an durch ein sanftes Stocken des Atems uns dem unwillkürlichen Zucken des Körpers nah an Andvaris Brust. Der Boden unter ihnen war kühl uns staubig, doch das Feuer warm und der vertraute Körper des Elfen an ihr…
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[2er RPG] Vessels [Asuna & Winterhauch]
Winterhauch - - RPGs
BeitragTatsächlich zeigte sich kaum eine nennenswerte Regung im Gesicht des Seekers. Die Mimik wirkte beinahe wie in Stein gemeißelt, während das Grinsen auf seinen Lippen langsam verblasste und sich ein nachdenklicher Gesichtsausdruck heraus kristallisierte. Ein grübelndes Brummen erklang tief in seiner Kehle, als sich Cain mit dem Zeigefinger an die Unterlippe tippte. Anifuris beschrieb die Gegend mit erstaunlicher Präzision, dass sich das Bild einer malerischen Berglandschaft vor seinem inneren Auge…
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Zu oft in den vergangenen Tagen hatte Viola geglaubt, beim mysteriösen Klang der geflüsterten Stimmen den Verstand verloren zu haben. Fremde Stimmen zu hören, die niemand anderes wahrnahm, war ein beunruhigendes Zeichen. Mit der Zeit empfand die Heilerin das Flüstern beinahe als tröstlich und weniger gefährlich. Keine Silbe, ob glasklar formuliert oder untergegangen wie im sanften Rascheln der Baumwipfel, fühlte sich wie eine Bedrohung an. "In Telerin konnte ich das Flüstern zum ersten Mal hören…
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"Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht, Lhoris.", antwortete Viola seufzend. "Die Linien sind das allererste Mal in Erscheinung getreten, als Andvari mir Dandelost anvertraut hat. In gewisser Weise standen wir mit einem Fuß bereits im Kerker und musste vor Faolan und seinen Häschern fliehen. Damals hatte ich keine Zeit mir darüber Gedanken zu machen." Erschöpft sank das schwere Haupt an die Schulter ihres Gefährten und Viola schloss grübelnd die Augen. Es war ein schwieriger Kampf nicht augenblickli…
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Vielleicht dauerte der gleißende Schmerz lediglich Minuten an. Vielleicht waren es auch Stunden. Jegliches Zeitgefühl glitt Viola durch die verkrampften Finger wie der fallende Sand in einem Stundenglas. Was schließlich blieb, war das dumpfe, schmerzhafte Pochen direkt hinter der Stirn, als das letzte bisschen brennende Aura die glühenden Ley-Linien verließ. Die kunstvollen, rankenartigen Windungen auf der Haut der Heilerin verloren das blendende Licht und ließen nichts als gereizte, rötliche Li…
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Der betäubende Nebelschleier trübte die Sinne. Träge neigte Viola das Kinn und versuchte den Blick auf Lhoris zu fokussieren. Die elfischen Silben erstarben bevor sie überhaupt ein sinnvolles Wort bilden konnte. Die Heilerin war sich der Umgebung bewusst, dennoch schien die Zeit zäher zufließen. Ein bestätigendes, aber langsames Nicken war alles, was sie fertig brachte. Die kräftigen, warmen Finger um ihre Eigenen formten sich zu einem fühlbaren und Halt spendenden Ankerpunkt. Sanft drückte sie …
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Entschuldigend blickte Viola zu ihren elfischen Begleitern. Das ruppige Verhalten der Kräuterfrau bereitete ihr sichtliches Unbehagen. Eigentlich verwunderte es nicht, dass nicht jeder Mensch im kargen Niemandsland den elfischen Flüchtlingen gutmütig gesinnt war. Der Krieg hatte vielen Alles genommen. Und vor einer langen Zeit waren Violas Gefühle von derselben Natur gewesen. Ein mildes Lächeln ruhte auf ihren Lippen und als sie an Andvari vorbei ging, um ebenfalls den schweren Wintermantel über…
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[2er RPG] Vessels [Asuna & Winterhauch]
Winterhauch - - RPGs
BeitragMit ersichtlichem Misstrauen folgten goldschimmernde Augen Anifuris. Die alte Seele wirkte beschwingt und eindeutig viel zu gut gelaunt für seinen Geschmack. Der Eindruck einen wahren Kuhhandel abgeschlossen zu haben, bohrte sich unnachgiebig in sein Bewusstsein. Es sah Anifuris nicht ähnlich ohne Verhandlung oder weitere Forderungen einfach auf Cains Angebot einzugehen. Eigentlich hatte der Seeker damit gerechnet sich mehr winden zu müssen, um Anifuris überzeugen zu müssen. Aber am Ende bekam s…
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Tatsächlich zeigte Tilda wenig Begeisterungsstürme, als die Gefährten vor der rustikalen Taverne auftauchten. Der prüfende Blick glitt zuerst über die Elfen und schließlich zu Viola, die geschwächt von den Männern flankiert wurde. Seufzend lehnte sie den Reisigbesen, der bereits bessere Tage gesehen hatte und einiges an Borsten eingebüßt hatte, gegen die rissige Hauswand. Mit Tadel auf dem vom Alter gezeichneten Gesicht stemmte sie die Hände in die Hüften, unter deren Nägeln Staub und Dreck hart…
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Zaghaft trommelten die Fingerspitzen auf dem Tonbecher, dessen süßen und wärmenden Inhalt sie beinahe vollständig geleert hatte. Obwohl die Situation nach einer gewissen Ernsthaftigkeit verlangte, kräuselte sich ein schmales Grinsen auf ihren Lippen während sie Lhoris Erklärung lauschte. Mit dem erhobenen Zeigefinger erinnerte der Schwertkämpfer ein wenig an Sylvar, der versuchte ihr eine wichtige Lektion nahe zu bringen. Und Viola bezweifelte, dass der Zauberer ihr Vorhaben abgesegnet hätte. Be…
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Eine begabte Lügnerin war Viola nie gewesen. Weshalb sich während die Elfen die Chancen erläuterten ein aberwitziges Auf und Ab von Gefühlen auf ihrem Gesicht abspielte. Trotz und Entschlossenheit gingen Hand in Hand mit der aufkeimenden Furcht vor einer magischen Prozedur, deren Erfolg nicht einmal gewiss war. Der beruhigte Rhythmus beschleunigte sich erneut, wobei sich Viola dieses Mal keine Sorgen darum machte. An Nervosität war noch niemand gestorben, zumindest nicht nach ihrem Wissensstand.…
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Für ein kurze Sekunde drehte sich die frostige Winterlandschaft vor ihren Augen. Ein Sog aus glitzerndem Weiß, kargen Feldern und dem strahlenden Eisblau des Himmels. Viola verlor den festen Boden unter den Füßen und befürchtete einen Augenblick lang ins Leere zu fallen. Jedoch erwartete die Heilerin kein schmerzhafter Fall, sondern starke Arme, die sie stattdessen mit Mühelosigkeit empor hoben. Viola stieß den zitternden Atem aus, der vor ihrem bleichen Gesicht in flüchtigen Wölkchen zerstob. D…