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Amartius hatte zu selten mit Demataya Kontakt gehabt, um wirklich bestimmen zu können, wie ihr Tagesablauf war. Er wusste ja nicht einmal, wo sich ihre Kammer befand. Woher sollte er dann wissen, ob sie die Essenzen jemals ablegte? Vermutlich tat sie es – immerhin konnte man schlecht ständig mit so viel Schmuck behangen herumlaufen. Genauso wenig wusste er, ob es nationale Schätze oder gar eine Schatzkammer gab. Das alles waren materielle Dinge, in denen kein Wert lag, wenn man nach seiner Meinu…
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Embers Blick blieb starr auf ihren Vorgesetzten gerichtet. Es gab ab diesem Zeitpunkt zwei Möglichkeiten. Entweder hatte Knight Ruairi erst beschatten lassen, nachdem diese Vorfälle geschehen waren und ein gewisses Misstrauen geweckt worden war oder er hatte es schon länger getan und niemanden etwas darüber verraten. Träfe Ersteres zu, widerspräche es direkt seinem Argument, eine potenzielle Gefahr von nationalem Level zu überwachen. Denn dann müsste er auch längst Siobhan beschatten lassen und …
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Auf den ersten Hörer hin konnte Ember keinen triftigen Grund nennen, dass es speziell ein Angehöriger der Cunninghams sein musste, der sein Leben zu lassen hatte. Eher ging sie mit der Theorie, dass es schlichtweg ein Opfer sein musste, das Verbindung zu hohen Tieren der Politik hatte. Ein Mahnmal. Ein Zeichen. So wie vielleicht auch Tallburn ein Zeichen hätte sein können. Ein weiteres Mal begutachtete Ember das Tatortbild und das Gesicht des Jungen. Dass der Horror auf dem Gesicht der Leiche no…
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Mit weniger geplagtem Blick folgte Ember Ruairis Bewegung, als sich dieser erhob und um den Tisch herum pirschte. Die Hand, die er ihr auf ihre Schulter legte, trug endlich wieder etwas mehr von der Nähe zwischen ihnen, die sie vorhin so rigoros unterbunden hatte. Sofort wurde ihre Mimik weich und deutlich wärmer als den gesamten Tag zuvor. „Tu mir den Gefallen und lass den Kerl ganz. Wenn er das wirklich war, dann will ich als Opfer meinem Peiniger wenigstens gegenüberstehen“, erwiderte sie mit…
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Die Aura an das Unterbewusstsein binden.... Ja. Das konnte dieses widerliche kalte Gefühl erklären, das Ember überkam kaum hatte sie den Brief gelesen. Diese Welle an Andersartigkeit, die sich in jede Pore zu saugen schien und sich nicht mehr abschütteln ließ. Kein Wunder, dass August Schwierigkeiten damit gehabt hatte, ihr zu helfen. Wie sollte er etwas auflösen, das praktisch mit ihr verschmolzen war? Diese Erkenntnis sorgte allerdings dafür, dass sie Jasper unter einem anderen Licht nun wahrn…
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Wie erwartet stattete Ruairi den Rogue mit dem vollkommen richtigen Namen aus. Die Kälte, die dabei seine Worte begleitete, war ihr selbstverständlich nicht entgangen und sie hätte vieles dafür gegeben zu wissen, was er sich dabei dachte. Warum er es als nötig erachtete, solch eine Betonung in seine Worte legen zu müssen. Sie hatte sich Hilfe suchen müssen und das sollte doch sogar er einsehen können. Natürlich machte er sich Vorwürfe. Er hatte ihr immerhin versichert, dass ihr in seiner Anwesen…
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Diverse Dinge spielten sich in diesem Büro zeitgleich ab. Zum einen bemerkte Ember, wie sollte es auch anders sein, das brandneue Smartphone, das winzig in Ruairis Händen wirkte. Womöglich hatte er seine alte Nummer nicht übernommen und das war der Grund gewesen, warum sie ihn gestern nicht hatte erreichen können. Dann fiel ihr auf, dass sie wirklich schon wieder mit der Tür ins Haus gefallen war und sich nicht einmal danach erkundigt hatte, wie es ihm ergangen war. Egal, wie hinfällig und klein…
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Eindringlich musterte Amartius seinen Vater. Selbstverständlich hatte er keine Vorstellung davon, wie Zoras früher ausgesehen haben mochte. Allerdings wusste er dafür sehr wohl, dass Aussehen allein nicht ausreichen würde, um einen Gott von seiner Spur abzubringen. „Telandir und Kassandra werden dich aus einiger Entfernung schon erahnen können. Wir sehen Lebenslichter und Auren, die einzigartig sind. Wenn du Telandir einmal gegenüber getreten bist, wird er sich an deine Aura erinnern“, merkte Am…
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Noch während sich August eigenmächtig etwas suchte, was er sich überwerfen konnte, spazierte Ember hinüber zu der Stelle, wo sie den Brief achtlos zu Boden hatte fallen lassen. Langsam beugte sie sich nach dem Papier, hob es mit zwei Fingern auf und betrachtete es einen kurzen Moment. Wie unwirklich es erschien, dass ein Stück Papier solche Macht ausüben konnte. Leicht kopfschüttelnd schloss sie die Finger noch fester um den Brief ehe sie sich wieder dem Rogue zuwandte, der offensichtlich fündig…
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„Ich bin total scharfsinnig. So scharfsinnig, dass ich kein echtes Feuer in einem Wald entfache. Das sind Geisterflammen. Die brennen nur, wenn ich das will“, nuschelte Amartius undeutlich an Zoras' Schulter, an der er noch immer sein Gesicht vergraben hatte. Er besaß wie seine Mutter die Verbundenheit zum Leben in seinem Umkreis. Zwar nicht in dem Ausmaß wie sie, die ständig alles Leben sah und hörte wenn sie es wünschte, aber er besaß ein ausreichendes Feingefühl. Und dies riet ihm davon ab, w…
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Wie fühlte es sich eigentlich an, wirklich verloren zu sein? Das war etwas, das Ember in ihrem doch recht jungen Leben noch nicht nachvollziehen konnte und im Angesicht des über hundert Jahre alten Rogues, der gar nicht danach aussah, erkannte sie, dass sie in ihren schlimmsten Momenten bisher nur im Nebel gewandert war. Doch Nebel war vergänglich und irgendwann würde sich zweifellos die Sonne durchsetzen können und ihren Weg erhellen. Doch August hatte man in ein dunkles Loch geworfen, aus dem …
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Im Nachhinein hatte sich Amartius dafür verflucht, die kleinen Flämmchen zu beschwören, die das Dunkel des Waldes sanft um sie herum erhellten. So konnte er genau sehen, wie sich der Ausdruck in Zoras' Gesicht änderte, von Unglaube hin zu purem Entsetzen. Und dieses Entsetzen war genau das gewesen, vor dem sich Amartius so fürchterlich gefürchtet. Entsetzen darüber, dass er kein vollwertiger Gott war. Entsetzen darüber, dass ein fremdes Kind einfach aus dem Nichts auftauchte und verkündete, blut…
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In seinem Augenwinkel fuhr Zoras in die Höhe und ließ Amartius zusammenzucken. Das war so ziemlich der Worst Case gewesen, den er sich bisher hatte ausmalen können. Bisher war doch alles so wunderbar gelaufen, wieso musste er sich ausgerechnet jetzt verplappern? War es das überhaupt, verplappern? Nichts läge ihm ferner als Zoras nicht zu erklären, dass sein Sohn gerade neben ihm saß. Er wollte wissen, wie es sich anfühlte, eine echte Vaterfigur zu besitzen. Jemanden, der einen neben der Mutter l…
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Eigentlich hatte Ember unlängst das Wort aus ihrem Sprachschatz gestrichen, das dazu geführt hätte, dass es aufhörte. Doch August hielt sich grausam genau an sein gegebenes Wort und interpretierte eine Umschreibung als genau dieses vermaledeite Wort. Am liebsten hätte sie ihre Worte revidiert, möglich war es nun leider nicht mehr. Und so musste sie mit ansehen, wie er sich von ihr löste, seine Hände kraftlos zur Seite fallen ließ und sie einfach nur betrachtete. In dem Moment war sie sich sicher…
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„Hä?“ Mehr als die Stirn runzeln bekam Amartius nicht zustande. Er verstand darüber hinaus noch weniger, warum Zoras so am herumdruchsen war. Erneut. Als wäre es etwas furchtbar Schlimmes, das er gerade versuchte zu erklären. So schlimm konnte es ja eigentlich nicht sein, immerhin hatte er das ja auch mit Kassandra gemacht. Zumindest glaubte Amartius das, da seine Mutter ihm damals erklärt hatte, dass sie einander geliebt hatten. Also musste das Gefühl der Liebe ein unmenschlich starkes Band fle…
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Nicht eine Sekunde lang nahm Amartius seinen Blick von Omnar, der schneller als gedacht seine Fassung zurückerlangte und direkt wieder eine dicke Lippe riskierte. Natürlich tat er das, was sollte ein schmächtiger Knabe auch schon groß anstellen können? Omnar konnte ja nicht wissen, dass Amartius ihn mit einem einzigen Faustschlag womöglich weiter fliegen lassen konnte, als er möglich sein dürfte. Er bekam nicht einmal richtig mit, wie Faia versuchte, seine Finger zu entspannen um an den in seine…
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Von Natur aus sollte Amartius nicht wissen, wie man jemanden einen feindseligen Blick zuwarf. Genau das tat er allerdings gerade bei Omnar, der Geräusche von sich gab, als würde er gerade ersticken. Der Gesichtsausdruck passte allerdings überhaupt nicht und dann dämmerte es ihm, dass sich der Rotschopf gerade amüsierte. Auf seine Kosten. Amartius setzte an, sich zu erklären und warum der Schnitt eine ganz fabulöse Idee gewesen war, da grätschte Omnar ihm wieder dazwischen und er schluckte seine …
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Amartius hätte beinahe mit den Zähnen geknirscht. Es gab nur einen einzigen Punkt, wo er sich seiner Herkunft und Fähigkeiten wirklich sicher war, und das war, dass er selbst nicht krank werden konnte. Das hatten sie nämlich überprüft und ihn als Säugling der Eiseskälte ausgesetzt, aus der er ohne Anzeichen einer Erkältung wieder zurückgekommen war. Ergo sollten sich seine Wunden auch nie entzünden dürfen oder er in einer vergleichsweise ähnlichen Situation landen können. Darüber hinaus hörte er…
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Von ihrer Position aus konnte Ember genauestens mitverfolgen, welche Zerstörung sie unter sich gerade anrichtete. Sie sah es an Augusts Blick, der mittlerweile so verklärt war, dass sie sich nicht mehr sicher war wie viel er eigentlich noch mitbekam. Seine Brust hob und senkte sich in einem aberwitzigen Tempo und an ihrer Hand bemerkte sie, wie seine eigene zu zittern begonnen hatte. Noch deutlicher wurde das Zittern seines Körpers zwischen ihren Beinen zu spüren, denn sein ganzer Leib schien fö…
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„Das war keine dumme Idee, das war eine richtig gute Idee“, brummelte Amartius nachdem Zoras ihm den Dolch abgenommen hatte und in einer seiner Reisetaschen zu wühlen begann. Teilweise fasziniert bemerkte der Junge den Anstieg seines eigenen Pulses. Wie das Blut in seinen Ohren rauschte und der gleißende Schmerz zu einem dumpfen Vertreter wurde, der bei jeder Bewegung wieder aufbrannte. Aufbrannte... Vielleicht konnte er seine Wunde ja kauterisieren und da er ja resistent gegenüber Feuer war so …