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Diego stand auf und Lewis sah den beiden neugierig zu. Die Dynamik zwischen ihnen war definitiv anders als bei Lewis und Santiago, viel... mächtiger. Ja, mächtiger war das Wort, denn hier wurden auf Nuancen eingegangen, die für Lewis nicht sehr deutlich waren, etwa der Zug an Diegos Haaren oder wie Santiago ihn auf eine bestimmte Weise auszog. Sie waren ein eingespieltes Team, so wie auch Lewis und Santiago, sie verhielten sich nur anders. Und mit jeder weiteren Offenbarung, die er darüber erhie…
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Tessa nahm die Sache gelassen, oder zumindest so gelassen, wie es ihr möglich war. Chester fiel dennoch auf, wie sie sich verspannte und wie sie genau in dem Moment zu ihrer Tasse gegriffen hatte, als ihre Mundwinkel gezuckt hatten. Natürlich fiel es ihm auf, denn es war genau das, womit er gerechnet hatte. Doch trotz dieses offensichtlichen Rückschlags nahm sie es gelassen. "Denkst Du wirklich, ich weiß, was ich tue? Ich war noch nie verliebt. Nicht so richtig. Hm, ich habe schon mal jemanden g…
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Nach Tessas Zustimmung ließ sich die Aufführung leichter leiten, wie Chester fand. Es wäre wohl schlimm gewesen, wenn Tessa abgesagt und ihm damit insgeheim gesagt hätte, dass er seine Chance verpasst und sie gekränkt hätte. Das wäre sogar furchtbar gewesen, denn Chester hatte doch schließlich keine Ahnung, was er mit seinen Gefühlen anfangen sollte. Er leitete den Abend, der in einem großen Erfolg und tosenden Applaus endete, und schlüpfte dann nach draußen, um neue Bekanntschaften hinter sich …
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„Ach, mein Junge. Es gibt Tage, an denen möchte ich dich so lange schütteln bis alles in deinem Kopf wieder an der richtigen Stelle ist.“ Chester lächelte ein bisschen ob der Vorstellung, dass die winzige Ella ihre kleinen Hände zu ihm hochstreckte und ihn zu schütteln versuchte. Natürlich war Ella lange nicht mehr klein und ihre Hände waren auch größer geworden, aber manchmal hatte er sie eben noch als das kleine, lachende Kind in Erinnerung, das ihm so viel Freude bereitet hatte. Seine gute, l…
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Santiago folgte Lewis' Aufforderung auf die bestmögliche Weise. Seine Lippen verschlangen ihn regelrecht, als er sich zu ihm beugte, und Lewis spürte die gewohnte Hitze in ihm aufsteigen, die sich gleich darauf in seinem Unterleib sammelte. Er grinste, freute sich, wie wenig Santiago sich zurückhielt, und lehnte sich ihm entgegen. Sollte Diego ganz genau zusehen, wie Lewis es mochte. Sein Süßer konnte er sich immernoch in den Arsch schieben. "So?", fragte Santiago und löste sich, nur um kurz dar…
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Santiago bestätigte ihm, das alles gut war, und so rutschte Lewis heran, um sich an seine Seite zu lehnen. Sofort fanden Santiagos Finger zu seiner Kopfhaut und er brummte wohlig. Das liebte er, gekrault zu werden. "Ich weiß, dass das, was ich heute von ihm kriegen werde, verdammt gut wird. Das ist Entschädigung genug für die wirren Gedanken. Solange bei dir alles okay ist, bleibe ich und mach mit." "Ich find's super. Ich hatte noch nie einen Dreier und sieh ihn dir doch an." Sie beide sahen übe…
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"Ich bin nicht berühmt für meine guten Ideen, sonst wäre ich nicht hier", antwortete Tessa in einer erstaunlich leichten Art. Chester hatte sich ihre Reaktion anders vorgestellt, er musste unweigerlich an die Tessa denken, die ganz rot geworden war, als er sie geküsst hatte. Es war schon erstaunlich, wie schnell sich der Mensch ändern konnte. "Aber ich bin hier", fügte sie hinzu und Chester schluckte. Er wollte es. Er... wusste nicht, was er wollte, aber das war sicher etwas, was er wollen sollt…
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"Alptraum für den Großen, Kettenreaktion für den Süßen. Ist notiert." Lewis rollte mit den Augen. Scheißkerl. Diego nannte auch seine Limits, die zumindest etwas vorhersehbar waren - bis Lewis von der Magie hörte. Er fand es merkwürdig, dass Diego sie extra nannte; sollte es nicht selbstverständlich sein, dass Santiago seine Magie nicht nutzte? Oder... sollte er sie nutzen? Bei dem Gedanken starrte Lewis Santiago gleich viel aufmerksamer an, auch wenn er nicht ernsthaft mit dem Gedanken spielte,…
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Tessa atmete wackelig aus und in diesem Moment bekam Chester es mit der Angst zu tun. Denn was würde denn geschehen, wenn Tessa ihn mochte? Wenn sie ihn mochte? Und wenn sie herausfinden würde, dass er ihr niemals das geben könnte, was sie von einem richtigen Mann brauchte? "Hab niemals damit aufgehört", flüsterte sie ihm zu, fast wie ein Geheimnis, und Chester bekam eine Gänsehaut davon. Sie war zum Teil gut und zum Teil schlecht und er suchte in Tessas Gesicht unaufhörlich nach einem Anzeichen…
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Lewis sah zuerst Santiago an. Der Mann sollte den Anfang machen, nicht zuletzt, weil er Diego schon kannte. Lewis wollte seine Limits auch erfahren, denn bis jetzt war es unter ihnen noch nie zur Sprache gekommen; wobei er sich einige wohl schon denken konnte, wenn er an das eine Mal dachte, das völlig schief gelaufen war. "Hard Limits: Kein Blut oder bleibende Narben. Kein Verbrennen oder Brandmarken. Keine Nadeln. Kein Feuer. Kein Foto- und Videomaterial." Verblüfft sah Lewis ihn an; damit hät…
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Tessa trat neben ihn und betrachtete mit Chester seine Vitrine. Es war eine eigentlich eine ziemlich hübsche Vitrine, eine nette Sammlung. Manchmal konnte Chester auch durchaus stolz darauf sein. "Bis ich Dich getroffen habe, wusste ich nicht einmal dass es Magie überhaupt gibt." "Und das ist sogar die wahre Magie dahinter", sagte Chester und grinste spitzbübisch. Immerhin war der Zirkus Magica zwar als Zirkus Magica bekannt, aber dass dahinter wahre Magie steckte, das war ein wohl gehütetes Geh…
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"Na dann ist ja alles geklärt", sagte Diego, fast schon fröhlich, wie Lewis fand, und schob den Stuhl zurück. So einfach ging das? Lewis machte sich auch daran aufzustehen, bis - "Setzen." Bei Santiagos Stimme fühlte Lewis sich gleich anders, aber er brauchte einen Moment länger als Diego, bis er sich wieder normal hinsetzte. Der andere Mann schien gegenüber Santiago schon eine gewisse Empfindlichkeit entwickelt zu haben. Lewis konnte nicht einschätzen, was Santiago dachte, und das sah weder ihm…
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Es war schön zu sehen, dass Tessa sich mindestens genauso sehr über diese Aussicht freute wie Chester. Wer weiß, vielleicht konnte er in ein paar... Wintern wirklich wieder ein Mondpärchen in die Manege bringen. Das hatte er immer sehr gern getan. "Klingt gut...und das nächste Mal klopf ich an." Stimmt ja - nur mit dem Klopfen dürfte das beim Zelt schwierig werden. Chester öffnete schon den Mund, um sie zu korrigieren, da sagte Tessa selbst: "Oh, Moment. Dafür müsste das Zelt eine Tür haben." Wi…
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Im einen Moment war Santiago noch ganz auf Diego fixiert, im nächsten ging er völlig zu Lewis über. Lewis gaffte ein bisschen, als der Mann aus dem Nichts seine Hand ergriff und sie küsste. Selbst für Santiago war das eine ungewohnte Geste und von der Zärtlichkeit wusste Lewis nicht, was er fühlen sollte. Er mochte es eigentlich nicht, so behandelt zu werden wie ein... keine Ahnung, wie sowas eben, aber zur gleichen Zeit hatte er von Santiago schon viel zu mögen gelernt, was er vorher abgestritt…
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Die Reaktion der anderen beiden Männer war... nun, eigentlich reagierten sie überhaupt nicht. Santiago konzentrierte sich auf sein Essen und Diego sah hin und wieder auf, sagte aber nichts. Für eine geraume Zeit waren lediglich Lewis' Essgeräusche zu hören, die für die auslaufende Küche viel zu laut waren. Er hatte furchtbare Essmanieren, wie ihm erst auffiel, als er einen flüchtigen Blick auf Diego warf und die Art, wie er sein Besteck führte. Das gehörte dann wohl zu der langen Liste an Dingen…
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"Das war wunderschön, Chester", sagte Tessa als ihr endgültiges Urteil und Chester explodierte förmlich vor Freude. Sein ganzes Gesicht hellte sich auf und von der vielen Wärme spürte er gar nicht mehr sein eigenes Keuchen. Er mochte es, wenn seine Vorstellungen anderen Leuten gefielen. Er mochte es so sehr. "Ich wünschte, ich könnte ihn dir richtig zeigen. Ich wünschte es." Was natürlich nicht möglich war, denn Chester hatte derzeit kein Mondpärchen. Und in die Vergangenheit reisen konnten sie …
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Einen Moment lang umarmten sie sich einfach nur und Chester war glücklich darüber. Er war es sogar sehr, denn Tessa war von sich aus zu ihm gekommen, sie umarmte ihn freiwillig und er hatte nichts dazu beigetragen, dass sie jetzt hier war. Oder? Hatte er doch nicht. Nein, hatte er nicht, und trotzdem war Tessa jetzt hier und umarmte ihn. Das war eines der schönsten Gefühle, die Chester sich vorstellen konnte. Das hatte nichts mit seiner Manipulation zu tun, nichts mit dem Zweck, die Uhr zu befri…
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Zu Lewis' allergrößter Befriedigung bückte Diego sich tatsächlich nach der Akte und legte sie ordentlich hin. Damit stand es 3:0 für Lewis. Ziemlich guter Abend eigentlich. Nur schade, dass Diego so schnell den Schwanz einzog, denn ganz offensichtlich ließ er sich auf die Provokation nicht ein. Plötzlich war er wieder ganz Herr Geschäftsmann und konzentrierte sich auf ihren Deal. Lewis warf die Nudeln in das Wasser und wandte sich dann ab. Wenn er keine Chance bekam Diego zu ärgern, dann war er …
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Lewis horchte interessiert auf. Dann wollte auch Diego etwas von der Sammlung haben? Vielleicht sogar das eine, das richtige? Hatte der Mann ihnen damit unterschwellig mitgeteilt, dass er genau wusste, wonach sie suchten? Lewis starrte ihn an. Er konnte ihn schwer einschätzen, was vermutlich ganz Diegos Ziel war. Natürlich war es auch möglich, dass es gar nichts mit Apollos Gegenstand zu tun hatte, aber ausschließen würde Lewis es nicht. Nicht bei Diego. "Ach na gut! Lewis, Süßer, wärst du so ne…
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Diego starrte einen Moment lang zurück, scharfe, eisblaue Augen, die sich in Lewis' Gehirn bohrten. Seine Miene zeigte Gelassenheit wo Lewis sich beinahe sicher gewesen war, ihn treffen zu können - beinahe. Aber Diegos Selbstkontrolle war steinhart und als er kurz auflachte, wusste Lewis, dass das alles war, was er von dem Mann bekommen würde. Schade eigentlich. Er hätte zu gerne gewusst, was er wirklich darüber dachte, dass Lewis in Santiagos Wohnung durfte. "15 pro Person also." Diego wandte s…