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Caleb Der Flug war furchtbar. Auf rationaler Ebene wusste Caleb, dass er aktuell nichts tun konnte. Er war auf dem Weg, er hatte keine Kontakte in Russland, die irgendwas ausrichten konnten, er hätte wahrscheinlich Niamh anrufen sollen, aber dafür war es jetzt eh zu spät. Er tat momentan alles, was er tun konnte. Und trotzdem wollte eine irrationale Stimme in seinem Kopf nicht aufhören ihm zu sagen, dass er irgendwas tun musste, um das Flugzeug schneller zu bewegen. Der Fakt, dass er sich darübe…
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Niamh Die armen Kinder. Hoffentlich waren die Ärzte und Assistenten wenigstens nett genug, um sich um sie zu kümmern, wenn Andrew und Ezra dazu offenbar nicht in der Lage waren. Die gedrückte Stimmung würde ihnen auf jeden Fall nicht helfen zu verarbeiten, was auch immer genau am Morgen passiert war. Ganz schlau wurde Niamh aus der ganzen Geschichte immer noch nicht, aber manchmal war es besser, erst zu handeln und dann Fragen zu stellen. Vor allem, wenn es um ihre Geschwister ging. "Schreib mir…
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Niamh Bildete sie es sich ein, oder klang er schon ein bisschen ruhiger? Die Taktik schien zumindest etwas aufzugehen. “Karma”, antwortete Niamh flach, während sie Pullover einpackte. “Wenn er mit jedem seiner dämlichen Stunts durchkommen würde, ohne sich zu verletzen, wäre er unerträglich.” Ezra kam sowieso schon mit weitaus mehr davon, als er sollte. Er hatte es geschafft, die komplette Familie hinter sich zu lassen, ohne jegliche Konsequenzen, was Niamh nach wie vor nicht gefiel. Wenn Caleb n…
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Niamh Die Anspannung in Andrews Stimme war spürbar. Niamh merkte, wie sie sich automatisch etwas gerader hinsetzen, bevor der Grund des Anrufes ihr ein unfreiwilliges Lachen entlockte. “Andrew, reiß dich zusammen. Ich habe ihn mehr als einmal von einem Dach fallen sehen, Knochenbrüche inklusive. Der kommt wieder auf die Beine”, begann sie, während sie aufstand, um zu ihrem Laptop rüber zu gehen. “Ich meine es ernst. Den Atomkrieg überleben nur Kakerlaken und Ezra. Er ist ein Chaot, aber ein abso…
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Niamh Wer auch immer ihr von den ‘Freuden des Mutterseins’ erzählt hatte, war ein verdammter Lügner. Niamh stieß ein frustriertes Seufzen aus, während sie versuchte, die Rundbürste aus Seans dunklen Haaren zu lösen. Wie auch immer der Junge es überhaupt geschafft hatte, sie in die Finger zu bekommen. Sie hatte ihre Wohnung schon weitestgehend kindersicher gestaltet, aber ihr Ältester schien immer wieder neue Wege zu finden, um trotzdem absolutes Chaos anzurichten. “Bist du sicher, dass ihm keine…
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Caleb Caleb blieb verblüfft zurück, zu überrascht von Richards Ansage, um sich zu bewegen, während seine Wangen langsam wieder einen leichten Rotton annahmen. Er hatte bisher immer nur ein ‘reiß dich zusammen’ zu hören bekommen, wenn er es nicht geschafft hatte, einen mentalen Tiefpunkt irgendwie zu unterdrücken. Niemand hatte ihm bisher je gesagt, dass es okay war. Richard hatte so viele nervige, schlechte Angewohnheiten und das war der Punkt, an dem er brillierte? Absurd. Caleb entwischte ein …
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Caleb Irgendwie wünschte sich Caleb, Richard hätte weiter vom Packen geredet. Vielleicht hätte ihn das irgendwie abgelenkt, bis er diese kleine Panikattacke komplett unterdrückt hätte. Die plötzliche Nähe zwischen ihnen machte das vollkommen unmöglich. Als Richard Caleb näher zog fühlte es sich an, als würde irgendwas in ihm zerbrechen. Er stieß ein Schluchzen aus, klammerte sich an Richard und ließ seinen Tränen freien Lauf. Er wusste nicht, wie viel Zeit verging, bis er sich wieder gefangen ha…
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Caleb Das Handy hatte ihn aufgeweckt, aber was ihn richtig wach gemacht hatte war der Fakt, dass Richard näher an ihm gelegt hatte, als Caleb gedacht hatte. Seit wann kuschelten sie? Und warum fühlte es sich so verdammt unfair an, als Richard aufstand und die ganze Wärme, die sich zwischen ihnen gebildet hatte, mit nahm? Caleb seufzte leise, während er die Decke etwas enger um sich zog und versuchte, wenigstens noch ein paar Minuten zu schlafen. Was sowieso nicht passieren würde. Er war immer sc…
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Steve Steve hatte furchtbar schlecht geschlafen. Teils, weil er immer schlecht schlief, wenn er Kollegen, die er mochte, im Ausland betreuen musste, teils, weil ihm immer noch diese absolut verfluchte Frage nach seinem Dirtytalk mit Thomas durch den Kopf geisterte, für die er Ezra am liebsten direkt in Russland lassen würde. Steve war nie verklemmt gewesen und ihm war bewusst, dass es sich hierbei um einen Scherz gehandelt hatte...halb bewusst, dass...er hoffte, dass es als Scherz gemeint gewese…
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Ezra Das Erdgeschoss brannte noch nicht, aber der Hitze im Inneren nach zu urteilen, würde es nicht mehr lange dauern, bis die Flammen sich auch hier ausbreiten würden. Ezra sah sich kurz um, bevor er schlicht die Tür aufriss, die ihm am nächsten war. Er sah aus dem Augenwinkel heraus, wie Andrew die Treppe hinaufging und zwang sich, ihn nicht zurückzuhalten. Andrew wusste, was er tat. Sie würden nur eine kleine Runde drehen und dann sofort wieder draußen sein. Er war in einer kleinen Küche gela…
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Ezra Wenn es nicht gerade darum gehen würde, sich einer psychopathischen Massenmörderin zu stellen, würde Ezra es wahrscheinlich absolut lieben, dass Andrew genau das aussprach, was er dachte. So fand er diesen süßen kleinen Fakt furchtbar und deprimierend. Es lag auf der Hand, was sie zu tun hatten. Sie konnten nicht hier stehen und Däumchen drehen, während Nadia Menschen verletzte oder tötete, egal, ob das Pflegepersonal, die Polizei, oder - und an diese Möglichkeit wollte er gar nicht denken …
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Ezra Okay, wenn er sich vorher keine Sorgen gemacht hätte, dann spätestens jetzt. Richard statt Mikhail? Er würde lieber nochmal ein nettes Lächeln sehen und draufgehen, als gerettet zu werden und sich das den Rest seines Lebens anhören zu dürfen. Sicher, auf einer tiefen Ebene seines Selbst verstand er, warum Andrew sich für Richard entscheiden würde, auf einer noch viel tieferen Ebene hasste er ihn aber einfach zu sehr, um dieser Entscheidung irgendwas gutes abgewinnen zu können. Aber das war …
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Ezra “Dann gratuliere ich lieber nicht. Ich hoffe, dass du dich trotzdem geliebt fühlst und weißt, dass du absolut umwerfend aussiehst”, erklärte Ezra mit gesenkter Stimme, damit Nachbartische das Gespräch nicht mitbekamen. Das Pärchen links von ihnen war über ein Handy gebäugt, während die junge Frau rechts von ihnen aussah, als würde sie gleich mit einem Brötchen in der Hand einschlafen, aber man wusste ja nie, wer so lauschte und heute konnten sie sich keinen zusätzlichen Stress erlauben. Daf…
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Ezra Die Nacht war schrecklich, was Ezra wenig überraschte. Er war mehrfach ein wenig desorientiert aus dem Schlaf hochgeschreckt, nur um sich an Andrew zu kuscheln und nach einer viel zu langen Zeit wieder einzuschlafen. Es war irgendwie erstaunlich, wie sehr er sich an Andrew neben ihn gewöhnt hatte. Wahrscheinlich musste er demnächst darauf bestehen, dass sie jede Mission zusammen machten - ohne Andrew neben sich würde er nicht mehr schlafen können. Als der Wecker klingelte, war er zwar nicht…
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Ezra "Wenn ich nur mit dir angebe, werden die anderen irgendwann denken, dass ich übertreibe und mir das alles nur ausdenke", merkte Ezra lächelnd an. "Oder schlimmer - sie kommen selbst auf die Idee, mit dir zu flirten und müssen dann neun Jahre damit leben, dass du denkst, sie würden nur scherzen. Das kann ich doch niemandem antun!" Jogginghose, Pullover, alberne Gespräche - mittlerweile hatte Ezra fast das selbe Ruhegefühl, dass er in ihrer eigenen Wohnung hatte. So, als würden sie sich jetzt…
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Ezra Entspannen war verdammt schwierig, wenn er das Gefühl hatte, dass sein kompletter Körper unter Strom stand. Ezra gab sich Mühe, seine eigene Hand an Andrews Erektion nicht aus dem Takt kommen zu lassen, während er das Gefühl hatte, dass sich alles in ihm zusammenzog, bevor kleine Sternchen vor seinen geschlossenen Augen auftauchten. Er hatte nicht mal bewusst mitbekommen, dass er die Augen überhaupt geschlossen hatte. Sein Atem ging stoßweise, während er sich Tränen aus den Augenwinkeln bli…
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Ezra Oh. Er würde morgen definitiv seine Knie spüren. Ezra versuchte, sich den leichten Schmerz nicht ansehen zu lassen, als er sich von Andrew in eine Sitzposition schieben ließ. Das Wasser schwappte um sie herum, während sie sich irgendwie sortierten und ehe er sich versah, küsste Andrew ihn wieder. Ezra konnte nicht anders, als zu lächeln. "Ich liebe es, wenn du mich nicht umbringen willst", murmelte er, während seine eigene Hand wieder zwischen Andrews Beine wanderte. Seine freie Hand legte …
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Ezra Das alles war unter Wasser irgendwie schwieriger, als in einem Bett. Zumindest musste Ezra im Bett nicht darauf achten, nicht wegzurutschen, wenn Andrew ihn küsste, was ihn tatsächlich ein wenig mehr ablenkte, als ihm lieb war. Was nicht hieß, dass es sich nicht fantastisch anfühlte, aber mit Andrew fühlte sich irgendwie alles gut an. "Ich hab angeboten, dass wir das Schlafzimmer etwas verkleinern und dafür das Bad ausbauen", erinnerte Ezra, bevor er kurz stockte. War das...Dirty Talk zwisc…
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Ezra Er hätte den Ton ausschalten sollen. Ezra wusste nicht mal, seit wann sein Handy wieder einen Ton von sich gab. Die letzten Jahre hatte er es auf stumm gelassen und einfach ignoriert, wenn ihn jemand anrufen wollte. Er war nie der Typ fürs Telefonieren gewesen. Oder fürs Schreiben. Oder Kommunikation über ein Handy generell. Aber es hatte auch nie viele wichtige Leute gegeben, die ihn irgendwie erreichen wollten. Wahrscheinlich war er auf dem Flug auf irgendeine blöde Funktion gekommen. Abe…
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Ezra “Wir müssen nicht, wenn du nicht willst”, erinnerte Ezra Andrew vorsichtig, als selbiger erklärte, dass er offensichtlich einen falschen Eindruck bekommen hatte. Upps. Es gehörten immerhin zwei Leute dazu und er wollte auf keinen Fall, dass Andrew sich zu irgendwas zwang, was er nicht wollte. Sex war nie schön, wenn nur eine Person ihren Spaß hatte. Sie hatten ihr ganzes restliches Leben zusammen - warum stressen? Obwohl sein Freund den Berührungen nach für alles offen zu sein schien. Und w…