Der Preis der Freiheit [Feuermaid & ÉToile]

    • Der Preis der Freiheit [Feuermaid & ÉToile]

      Der Preis der Freiheit
      Dystopie | Boys Love | Slow Burn | Drama | Forbidden Love | Gesellschaftskritik


      Die Idee
      Einheit schafft Ordnung. Ordnung schafft Zukunft.

      So lautet das Motto der Union Of the Great Lakes (UGL). Nach einer Zeit politischer und wirtschaftlicher Krisen verspricht die herrschende Partei, die Unity Party (kurz: UP) ihren Bürgern Sicherheit, Stabilität und Wohlstand. Dafür verlangt sie Gehorsam. Der Staat kontrolliert nahezu alle Lebensbereiche: Bildung, Arbeit, medizinische Versorgung, Wohnraum und sogar die Bewegungsfreiheit seiner Bürger. Unabhängige Medien und politische Opposition existieren offiziell nicht mehr. Wer sich nicht anpasst, wird zum Problem erklärt. Der Spielort dieser Handlung ist die Hauptstadt Unity City, das umbenannte Chicago, das direkt an den großen Seen liegt, die dem neuen Überwachungsstaat ihrem Namen geben.

      Jeder Bürger besitzt in der UGL einen individuellen Punktestand zwischen 0 und 100, der seine gesellschaftliche Zuverlässigkeit und seinen Wert für die Gemeinschaft widerspiegeln soll. Politische Loyalität, berufliche Leistung, familiäre Herkunft und soziales Verhalten fließen in die Bewertung ein. Der Punktestand entscheidet darüber, welche Schulen jemand besuchen darf, welche Berufe offenstehen und wie gut die medizinische Versorgung ausfällt. Wer tief genug sinkt, verliert seine Rechte und landet schlimmstenfalls in einem Umerziehungslager. Doch das System ist nicht für alle gleich. Wer aus einer einflussreichen Parteifamilie stammt, kann sich Dinge erlauben, für die andere Menschen ihre Zukunft verlieren würden.

      Zwei Welten, die nicht zusammengehören
      Charakter A – der privilegierte Rebell
      Als Sohn einer einflussreichen Parteifamilie steht ihm die Zukunft eigentlich offen. Während sein älterer Bruder bereits als Nachfolger der Familie aufgebaut wird, hat A wenig Interesse daran, sich in die vorgezeichnete Rolle zu fügen. Er besucht eine Eliteakademie, bewegt sich in privilegierten Kreisen und genießt Freiheiten, von denen andere nur träumen können.
      Illegale Clubs, verbotene Vergnügungen und kleine Regelverstöße sind für ihn ein Weg, sich gegen die Erwartungen seiner Familie aufzulehnen. Er provoziert, riskiert etwas und genießt den Nervenkitzel. Dabei übersieht er gerne, dass seine Herkunft ihn schützt. Was für ihn ein harmloser Regelbruch ist, kann für andere Menschen existenzbedrohende Folgen haben.
      A ist kein überzeugter Revolutionär. Er will das System zunächst nicht stürzen – er möchte lediglich selbst bestimmen, wie er lebt. Dass er dabei von genau den Privilegien profitiert, gegen die er sich auflehnt, ist ein Widerspruch, mit dem er sich bisher kaum auseinandergesetzt hat.

      Charakter B – der Mann, der nichts riskieren darf
      B stammt aus einer ehemals angesehenen Ärztefamilie. Seine Eltern waren renommierte Mediziner, bis sein Vater die Tochter eines hochrangigen Parteikaders behandelte, nachdem diese brutal bestraft worden war. Die Partei wertete die Rettung des Mädchens als Untergrabung ihrer Autorität und machte die Familie zum Exempel.
      Die Eltern verloren ihre Positionen und wurden in einen heruntergekommenen Bezirk versetzt. B arbeitet dort als Sanitäter an ihrer Seite und versorgt Menschen, die im System kaum noch zählen: verletzte Arbeiter, unterernährte Kinder und Opfer staatlicher Gewalt.
      Doch seine größte Sorge gilt seiner jüngeren Schwester, die in ein Umerziehungslager gebracht wurde. Heimlich versucht B, sie mit Medikamenten und anderen dringend benötigten Dingen zu versorgen. Jede Unachtsamkeit könnte nicht nur ihn, sondern seine gesamte Familie gefährden.
      Nach außen ist B angepasst, unauffällig und vorsichtig. Er weiß, dass er sich keine Fehler leisten kann. Das bedeutet allerdings nicht, dass er das System unterstützt. Er hat lediglich gelernt, dass offener Widerstand einen Preis fordert, den er nicht zu zahlen bereit ist.

      Wenn zwei Welten aufeinanderprallen
      Ihre erste Begegnung soll alles andere als romantisch sein. Nach einem Besuch in einem illegalen Club wird A bei einer Auseinandersetzung verletzt. Da er keine offizielle Klinik aufsuchen möchte, ohne dass seine Familie davon erfährt, lässt er sich in den ärmeren Bezirk bringen. Dort begegnet er B, der seine Wunde versorgt. B zeigt sich wenig beeindruckt von seinem Namen, seinem Auftreten oder seinem Geld. Für ihn ist A zunächst nur ein weiterer privilegierter junger Mann, der glaubt, sich alles erlauben zu können. A wiederum ist es nicht gewohnt, dass jemand sich weder von ihm einschüchtern noch durch ihn beeindrucken lässt.

      Eigentlich sollte es bei dieser einen Begegnung bleiben. Doch A kehrt zurück – zunächst mit fadenscheinigen Vorwänden, später aus Gründen, die er sich selbst nicht eingestehen möchte. Aus anfänglicher Abneigung und Misstrauen entwickelt sich langsam eine Verbindung, die in ihrer Gesellschaft keinen Platz hat. A beginnt, hinter die Fassade des Systems zu blicken, während B feststellen muss, dass nicht jeder Mensch aus der privilegierten Schicht automatisch ein Feind ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass Vertrauen einfach entsteht.

      Denn ihre Unterschiede verschwinden nicht, nur weil sie einander näherkommen. A kann sich Fehler leisten, die B alles kosten würden. Und sobald A versucht, zu helfen, ohne die Konsequenzen wirklich zu verstehen, könnte er genau das gefährden, was B am wichtigsten ist.

      Wie soll sich das RPG entwickeln?
      Ich wünsche mir eine langsame, glaubwürdige Entwicklung, bei der die Liebesgeschichte eng mit der dystopischen Welt verknüpft ist. Es soll nicht allein darum gehen, dass zwei Männer aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten zueinanderfinden. Es geht auch darum, wie ihre Herkunft, ihre Ängste und ihre bisherigen Überzeugungen ihre Beziehung beeinflussen.

      Besetzung
    • Dr. Rafael („Rafa“) Santiago-Reyes

      Alter: 28 Jahre
      Größe: 1,85 Meter
      Geburtsort: Chicago (heute Unity City)
      Herkunft: Filipino-Afro-Puerto Ricaner
      Beruf: Arzt im medizinischen Versorgungsdienst eines unterprivilegierten Bezirks tätig

      Aussehen:
      Rafael ist ein auffälliger Mann, der sich nur schwer in das propagierte Schönheitsideal der Vereinigten Republik einfügt. Er ist etwa 1,85 m groß, athletisch gebaut und besitzt eine ausgeprägte Muskulatur, die weniger aus gezieltem Training als vielmehr aus körperlicher Arbeit und einem aktiven Lebensstil resultiert. Seine Haut hat einen warmen, goldbraunen Ton. Dazu kommen markante, eher weiche Gesichtszüge, dunkle Augen und volle Lippen, die seinem Gesicht einen beinahe herausfordernden Ausdruck verleihen können.

      Sein wohl auffälligstes Merkmal sind seine dunkelroten Dreadlocks, die er meist offen oder locker zurückgebunden trägt. Die Seiten sind kurz rasiert. Kleine Metallringe und Schmuckelemente setzen zusätzliche Akzente. Auch seine zahlreichen Piercings und Tätowierungen stehen in deutlichem Gegensatz zu den staatlichen Vorstellungen eines gepflegten, angepassten Bürgers. Besonders auffällig ist das großflächige Rosentattoo an seinem Oberarm, eine Erinnerung an seine Schwester Rosalia (kurz: Rose).

      Herkunft und Familie:

      Rafael stammt aus einer Familie, die einst zu den angesehenen medizinischen Kreisen der Stadt gehörte. Sein Vater hat philippinische Wurzeln, seine Mutter afro-puerto-ricanische. Beide Familien kamen lange vor der heutigen Staatsordnung in die Vereinigten Staaten. Medizin, Bildung und gegenseitige Verantwortung hatten in beiden Familien einen hohen Stellenwert.

      Seine Eltern waren renommierte Ärzte und genossen ein hohes gesellschaftliches Ansehen. Rafael wuchs entsprechend privilegiert auf, erhielt eine gute Ausbildung und hatte zunächst alle Möglichkeiten, selbst eine erfolgreiche medizinische Laufbahn einzuschlagen.

      Das änderte sich, als sein Vater die Tochter eines hochrangigen Parteikaders behandelte. Das Mädchen war zuvor schwer bestraft worden. Obwohl die medizinische Versorgung eine selbstverständliche Pflicht seines Vaters war, wertete die Partei seine Entscheidung als Untergrabung ihrer Autorität. Die Familie wurde öffentlich diskreditiert, verlor ihre gesellschaftliche Stellung und wurde in einen heruntergekommenen Bezirk versetzt.
      Noch schwerer traf Rafael der Verlust seiner jüngeren Schwester. Sie wurde im Zuge der politischen Maßnahmen gegen die Familie abgeholt und in ein Umerziehungslager gebracht. Seitdem versucht er, Kontakt zu ihr zu halten und sie heimlich mit Medikamenten und anderen dringend benötigten Dingen zu versorgen.


      Rafael hat Medizin studiert und seine Ausbildung abgeschlossen. Durch den politischen Fall seiner Familie verlor er jedoch seine ursprüngliche Position und die Aussicht auf eine Karriere in einer renommierten Klinik. Heute arbeitet er im medizinischen Versorgungsdienst eines der ärmeren Bezirke. Gemeinsam mit seinen Eltern kümmert er sich dort um Menschen, die im staatlichen Gesundheitssystem kaum Beachtung finden.
      Er behandelt verletzte Arbeiter, versorgt unterernährte Kinder und kümmert sich um Menschen, die Opfer staatlicher Gewalt geworden sind. Nicht immer stehen ihm dafür die notwendigen Medikamente oder Materialien zur Verfügung. Deshalb muss er improvisieren, Prioritäten setzen und gelegentlich auch Regeln umgehen.

      Ein Teil der medizinischen Versorgung, die eigentlich für den Bezirk vorgesehen ist, verschwindet regelmäßig auf unerklärliche Weise. Rafael sorgt dafür, dass Verbandsmaterial, Schmerzmittel und andere Medikamente bei seiner Schwester im Lager ankommen. Er weiß, dass er damit nicht nur seinen eigenen Punktestand, sondern das Leben seiner gesamten Familie aufs Spiel setzt.

      Sonstiges:

      Seine Familie ist sein größter Schwachpunkt. Besonders seine Schwester, Rosalia, lässt ihn Entscheidungen treffen, die er unter anderen Umständen niemals in Betracht ziehen würde. Er trägt eine große Schuld mit sich herum, weil er sie nicht aus dem Lager holen konnte, und macht sich selbst dafür verantwortlich, dass es seiner Familie heute so schlecht geht.

      Rafael hasst das System, aber er weiß, dass offener Widerstand ihn und seine Familie endgültig vernichten könnte. Er versucht, innerhalb der Grenzen zu überleben und dort zu helfen, wo er kann. Seine Tätowierungen, Piercings und seine auffällige Frisur sind dabei kleine Überbleibsel seiner Selbstbestimmung – Dinge, die er sich trotz aller Einschränkungen nicht nehmen lassen möchte.
      Er ist kein politischer Aktivist, hat aber längst aufgehört, an die Versprechen der Partei zu glauben. Für ihn zählt nicht, was auf den Propagandaplakaten steht, sondern was er jeden Tag in seiner Arbeit erlebt.

      Sein größter Wunsch:

      Seine Schwester aus dem Umerziehungslager zu holen und seiner Familie irgendwann wieder ein Leben in Würde zu ermöglichen.

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    • Severin "Sev" Sterling

      Alter: 26 Jahre
      Größe: 1,78m
      Geburtsort: Chicago (heute Unity City)
      Beruf: Business Development Associate im Unternehmen seines Vaters


      Aussehen:
      Sev ist mit etwa 1,78m recht groß und hat einen sportlichen, athletischen Körperbau. Er ist weder übermäßig muskulös noch besonders massig, bringt aber durchaus breite Schultern, kräftige Arme und eine schmale Taille mit. Seine Statur lässt vermuten, dass er regelmäßig Sport treibt und auf seine körperliche Fitness achtet, ohne damit jedoch eine besondere Leidenschaft zu bedienen. Es dient lediglich dem Aufrechterhalt der Erwartungen an sein äußeres Erscheinungsbild.

      Er hat helle Haut, ein eher kantiges Gesicht mit ausgeprägtem Kiefer und markanten Wangenknochen sowie eine gerade, schmale Nase. Dazu kommen hellblonde, leicht wellige Haare, die ihm locker und etwas zerzaust in die Stirn fallen und unter denen seine blaugrauen Augen schelmisch hervor blitzen. Seine Haare sind oben etwas länger getragen und an den Seiten kürzer, wirken aber auch ohne aufwendiges Styling stets gepflegt. Allgemein ist sein Äußeres stets aufgeräumt und unauffällig.

      Sein Kleidungsstil ist hochwertig, eher zurückhaltend und auf eine gute Passform ausgelegt. Er trägt bevorzugt gut geschnittene Anzüge, Hemden und schlichte Oberteile aus hochwertigen Materialien. Auf auffällige Markenlogos oder übertriebene Accessoires verzichtet er meistens, die Qualität seiner Kleidung spricht ohnehin für sich. Auch in seiner Freizeit ist er selten nachlässig gekleidet. Selbst wenn er es etwas legerer angehen lässt, wirkt sein Erscheinungsbild eher lässig als ungepflegt.

      Sein Auftreten wird häufig von einem selbstgefälligen Grinsen begleitet, das ihm einen selbstsicheren, oft auch überheblichen Ausdruck verleiht. Er hat eine entspannte Körperhaltung, bewegt sich selbstverständlich und scheint sich in seiner Haut ausgesprochen wohlzufühlen. Insgesamt macht Sev einen gepflegten, souveränen und ziemlich unaufgeregten Eindruck. Kurz gesagt: Sev ist ungefähr der generischste White Guy, den man sich vorstellen kann.


      Herkunft und Familie:
      Sev stammt aus der wohlhabenden und einflussreichen Familie Sterling. Sein Vater ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, dessen Unternehmen enge wirtschaftliche Verbindungen zur Unity Party und zu verschiedenen staatlichen Institutionen unterhält. Er selbst bekleidet kein politisches Amt, verfügt durch sein Vermögen, seine Kontakte und seinen gesellschaftlichen Einfluss jedoch über beträchtliche Macht.

      Nach außen präsentiert sich die Familie Sterling als Bilderbuchfamilie: erfolgreich, kultiviert, gesellschaftlich engagiert und vollkommen loyal gegenüber der Unity Party. Innerhalb der eigenen vier Wände sieht die Realität allerdings anders aus.
      Sevs Vater ist ein kontrollierender, einschüchternder und manipulativer Mann, dem der Ruf und die gesellschaftliche Stellung seiner Familie wichtiger sind als das Wohlergehen seiner Angehörigen. Er betrachtet seine Kinder vor allem als Repräsentanten des Familiennamens und erwartet, dass sie sich entsprechend verhalten. Widerspruch und eigenständige Entscheidungen duldet er nur, solange sie seinen Interessen nicht entgegenstehen. Seine Zuneigung ist bestenfalls an Bedingungen geknüpft, gegenüber Sev zeigt er nur wenig echtes persönliches Interesse.

      Sev ist bei seinem Vater angestellt, allerdings weniger aus Vertrauen in seine Fähigkeiten oder in der Absicht, ihn auf eine spätere Unternehmensnachfolge vorzubereiten. Vielmehr geht es seinem Vater darum, den Anschein einer erfolgreichen, gut situierten Familie aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die Kontrolle über seinen Sohn zu behalten. Ein arbeitsloser Sohn oder eine Beschäftigung außerhalb des Familienunternehmens würden schließlich nicht in das gewünschte Familienbild passen. Durch seine Anstellung weiß sein Vater außerdem stets, womit Sev seine Zeit verbringt, und kann darauf achten, dass dieser nichts unternimmt, was dem Familiennamen schaden könnte. Denkt er zumindest.

      Seine Mutter ist ihrem Mann gegenüber ausgesprochen angepasst. Sie hat sich in ihrer Rolle eingerichtet und genießt den Wohlstand und die gesellschaftlichen Vorteile, die ihre Ehe ihr verschafft. Obwohl sie selbst unter dem kontrollierenden Verhalten ihres Mannes leidet, hat sie ihre Kinder nie wirklich vor ihm geschützt. Sev empfindet ihr gegenüber deshalb nicht nur Enttäuschung, sondern auch Verbitterung.

      Seine ältere Schwester Josephiné war während ihrer Kindheit sein engster Bezugspunkt. Sie war diejenige, die ihm zuhörte, ihn gelegentlich vor ihrem Vater abschirmte und ihm das Gefühl gab, mit seinen Problemen nicht allein zu sein. Mit zunehmendem Alter allerdings wurde sie jedoch immer stärker in die Erwartungen der Familie eingebunden. Der Druck der Erwartungen an sie wuchs und sie beugte sich, entwickelte sich zur perfekten Tochter: diszipliniert, erfolgreich, eloquent und gesellschaftlich tadellos. Dass sie infolgedessen emotional immer unerreichbarer wurde, tat dabei nichts zu Sache. Der einzige, der sich tatsächlich daran störte, war Sev.
      Heute stehen die beiden Geschwister zwar noch immer in einem freundlichem Verhältnis, doch die frühere Vertrautheit ist weitgehend verloren gegangen. Stattdessen liegt zwischen ihnen nun eine unbeholfene Distanz, die keiner von beiden zu hinterfragen wagt.


      Charakter:
      Sev ist selbstbewusst, charmant, provokant und bisweilen ausgesprochen anstrengend. Er ist daran gewöhnt, dass Menschen ihm entgegenkommen, dass sein Name Gewicht hat und dass sich unangenehme Situationen mit Geld oder den richtigen Kontakten lösen lassen. Er kann ausgesprochen umgänglich sein, wenn er möchte, hat aber wenig Geduld für Menschen, die ihm Grenzen setzen.
      Er ist impulsiv, sucht gerne den Nervenkitzel und genießt einen ausschweifenden Lebensstil. Illegale Clubs, Partys, Alkohol und gelegentlicher Drogenkonsum gehören zu den Dingen, mit denen er sich die Zeit vertreibt. Er ist neugierig und experimentierfreudig. Zu gern nutzt er den Reiz der unterprivilegierten Bezirke als heimlichen Ausgleich zu seinem sonst so glatt polierten Leben. Dabei geht es ihm allerdings nicht um politische Statements oder bewusste Rebellion. Er tut diese Dinge schlicht, weil er Lust darauf hat.

      Sev ist nicht grundsätzlich empathielos. Er kann durchaus Mitgefühl empfinden und sich an Ungerechtigkeiten stören, allerdings vor allem dann, wenn sie ihn selbst oder Menschen betreffen, zu denen er eine persönliche Beziehung hat. Das Leid der Bevölkerung außerhalb seiner eigenen gesellschaftlichen Blase nimmt er zwar am Rande wahr, hat sich bislang aber kaum ernsthaft damit auseinandergesetzt, schlichtweg, weil er es bisher nie musste.

      Er ist mit den Privilegien der Oberschicht aufgewachsen und hat nie wirklich infrage gestellt, warum seine Familie Zugang zu Dingen hat, die anderen Menschen verwehrt bleiben. Die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse sind für ihn schlicht Normalität. Dass andere Menschen unter demselben System leiden, von dem er profitiert, ist ihm bislang kaum bewusst.
      Hinter seiner großspurigen und manchmal unbekümmerten Art steckt vermutlich mehr Frustration und Überkompensation, als er sich selbst eingestehen würde. Allerdings sind nicht alle seine schlechten Eigenschaften eine direkte Folge seiner familiären Umstände. Manche seiner Verhaltensweisen hat er nur deshalb entwickelt, weil er es sich leisten konnte, sich wenig Gedanken über andere oder mögliche Konsequenzen zu machen.


      Sonstiges:
      Sev verbringt seine Freizeit bevorzugt außerhalb der eigenen vier Wände. Er geht gerne feiern, besucht regelmäßig Clubs und bewegt sich in einem Freundes- und Bekanntenkreis, der ähnlich privilegiert ist wie er selbst. Gelegentlich lässt er sich dabei auch auf Dinge ein, die nicht unbedingt legal oder besonders vernünftig sind. Er ist kein Mensch, der lange über mögliche Konsequenzen nachdenkt, solange der Abend gerade gut läuft.

      Er genießt die Annehmlichkeiten seines Lebensstils und hat eine gewisse Schwäche für hochwertige Dinge, gutes Essen und alles, was ihm das Leben angenehmer macht. Mit Geld geht er entsprechend unbeschwert um. Dass andere Menschen deutlich weniger Möglichkeiten haben, ist ihm zwar nicht völlig unbekannt, spielt in seinem Alltag aber kaum eine Rolle.

      Trotz seiner gelegentlich ausschweifenden Freizeitgestaltung legt er Wert darauf, dass nichts davon auf sein berufliches oder familiäres Umfeld zurückfällt. Sein Privatleben und seine Stellung als Sterling hält er nach Möglichkeit sauber voneinander getrennt. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn sein Vater Wind von all seinen Exzessen bekäme. So unbeschwert und lässig Sev seinen Alltag auch präsentieren mag, die kalte Angst, die sein Vater in ihm auslöst, ist wohl gleichzeitig sein größter Motivator und härteste Einschränkung.

      "Dreck an den Schuh'n und Freiheit im Haar -
      Dir eil'n Gerüchte voraus, Flüche dir nach."
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