Wenn die Nacht erwacht
Genre: Urban Fantasy | Dark Fantasy | Mystery | Abenteuer | Romance
Setting: Moderne Großstadt, Gegenwart
Spieler: 2 Personen
Die WeltGenre: Urban Fantasy | Dark Fantasy | Mystery | Abenteuer | Romance
Setting: Moderne Großstadt, Gegenwart
Spieler: 2 Personen
Die Menschen leben in einer Welt, in der die meisten nichts von der Existenz übernatürlicher Wesen wissen. Vampire, Kobolde und andere Wesen haben gelernt, sich vor der menschlichen Gesellschaft zu verbergen. Doch nicht alle Menschen sind völlig ahnungslos.
[Y] gehört zu den wenigen, die bereits einen Blick hinter den Vorhang werfen konnten. Er ist neugierig, abenteuerlustig und fasziniert von Orten, die von der modernen Welt vergessen wurden. Bei seinen Erkundungen ist er bereits verschiedenen Wesen begegnet – unter anderem Kobolden. Diese sind allerdings nicht die freundlichen kleinen Wesen aus alten Märchen. Die Kobolde, die unter der Stadt leben, sind hinterhältige und durchaus gefährliche Kreaturen. Sie haben sich in einer alten Ruine unterhalb der Stadt eingenistet, die nur über längst vergessene Bereiche des U-Bahn- und Tunnelsystems erreichbar ist. Für die Menschen ist die Ruine längst vergessen. Für die Kobolde ist sie ihr Zuhause. Und für jemanden anderen ist sie ein Gefängnis.
Tief unter der Stadt wird [X] gefangen gehalten; ein Dämmerblut. Ein Dämmerblut ist eine äußerst seltene Existenz: Tagsüber ist es ein Mensch, doch mit dem Sonnenuntergang verändert sich sein Körper. Die vampirische Seite erwacht, die Sinne werden übernatürlich scharf und das Dämmerblut erhält die Fähigkeiten eines Vampirs. Doch es ist weder vollständig Mensch noch gewöhnlicher Vampir. Genau deshalb wird es von anderen Vampiren verfolgt. Die Kobolde haben die Ruine vor langer Zeit zu ihrem Nest gemacht. Irgendwann wurde ihnen das gefangene Dämmerblut überlassen – oder sie haben es selbst gefangen genommen. Warum genau, wissen nur sie. Sie halten es dort fest und sorgen gleichzeitig dafür, dass niemand die Ruine entdeckt.
Immer wieder gelangen Bauarbeiter, Techniker oder Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe in die Nähe des verborgenen Eingangs, wenn an den alten U-Bahn-Tunneln gearbeitet wird. Die Kobolde wissen, was passieren würde, wenn Menschen die Ruine entdecken. Also sorgen sie dafür, dass die Menschen den falschen Tunnel nehmen, vergessen, was sie gesehen haben, oder die Baustelle aus irgendeinem anderen Grund wieder verlassen. Bisher hat das funktioniert.
Bis [Y] auftaucht.
Die Begegnung
Der Entdecker folgt einem alten Tunnel, der auf keinem modernen U-Bahn-Plan mehr verzeichnet ist. Vielleicht sucht er nach einem bestimmten Artefakt. Vielleicht hat er von seltsamen Vorkommnissen in diesem Bereich gehört. Vielleicht entdeckt er lediglich einen Zugang, der eigentlich längst verschlossen sein sollte. Was auch immer ihn dorthin führt: Er findet die Ruine. Und er findet das Dämmerblut.
Zunächst hält er es für einen Menschen, der von den Kobolden gefangen genommen wurde. Doch schnell wird klar, dass die Geschichte komplizierter ist. Das Dämmerblut kann die Ruine nicht verlassen. Die Kobolde haben verschiedene magische Sicherungen angebracht und bewachen die Zugänge. Außerdem wissen sie, dass ihr Gefangener etwas besitzt, das sie nicht einfach freilassen können. Der Entdecker besitzt allerdings etwas, das ihnen fehlt: menschliche Magie.
Noch weiß er selbst nicht genau, wozu er fähig ist. Er kennt einige übernatürliche Wesen und hat vielleicht bereits kleinere magische Phänomene erlebt. Aber die eigentliche Blutmagie hat er noch nie bewusst eingesetzt. Das Dämmerblut erkennt jedoch, dass sein menschliches Blut für eine bestimmte Form alter Magie geeignet sein könnte. Denn Vampire können diese Magie nicht wirken. Ihr Körper regeneriert Verletzungen zu schnell. Blut, das ihren Körper verlässt, wird innerhalb kürzester Zeit wieder Teil ihrer regenerierten Existenz. Für die alte Blutmagie benötigt man jedoch menschliches Blut als Medium.
Der Entdecker könnte damit die magischen Siegel der Kobolde brechen. Doch dafür muss er lernen, seine eigene Magie zu kontrollieren. Und dafür braucht er das Dämmerblut.
Zwei Gefangene – zwei Schlüssel
Was zunächst wie eine einfache Rettungsaktion aussieht, entwickelt sich schnell zu etwas Größerem. Der Entdecker kennt die menschliche Welt. Er kennt Technik, Städte, U-Bahnen und die modernen Wege unter der Stadt. Er kann mit seinem Blut Magie wirken und besitzt durch seine bisherigen Begegnungen bereits ein gewisses Wissen über die verborgene Welt. Das Dämmerblut hingegen kennt die Welt der Vampire. Es kennt ihre Regeln, ihre Hierarchien und ihre Feinde. Es weiß, warum es gefangen genommen wurde – und möglicherweise auch, warum seine Verfolger so verzweifelt versuchen, es wiederzufinden.
Beide haben etwas, das der andere benötigt. Und beide haben gute Gründe, dem anderen zunächst nicht zu vertrauen. Gemeinsam müssen sie zunächst aus der Ruine entkommen. Doch draußen wartet eine Stadt, in der Vampire leben, die nichts von der Existenz des Entdeckers wissen dürfen. Und Kobolde, die ihre Beute zurückhaben wollen.
Von Misstrauen zu Nähe
Die Beziehung zwischen den beiden soll ein zentraler, langfristiger Bestandteil der Geschichte werden. Allerdings nicht als Liebe auf den ersten Blick. Zu Beginn sind sie zwei Fremde, die einander eigentlich nicht vertrauen können. Der Entdecker weiß nicht, ob er dem Dämmerblut glauben kann. Schließlich sieht er nachts mit eigenen Augen, wie aus dem scheinbar hilflosen Menschen ein Vampir wird. Das Dämmerblut wiederum hat allen Grund, Menschen zu misstrauen. Es wurde von Wesen gefangen gehalten, die es als Werkzeug oder Beute betrachten. Warum sollte ausgerechnet dieser Mensch anders sein?
Doch die gemeinsame Flucht verändert die Situation. Der Entdecker setzt sein eigenes Leben aufs Spiel, um das Dämmerblut zu befreien. Das Dämmerblut wiederum muss lernen, seine vampirische Seite unter Kontrolle zu halten, um den Menschen nicht zu verletzen – und beginnt gleichzeitig, ihn vor den Gefahren der verborgenen Welt zu schützen.
Aus Zweckgemeinschaft wird Vertrauen. Aus Vertrauen wird Freundschaft. Und irgendwann entwickelt sich daraus etwas, das beide vielleicht zunächst nicht wahrhaben wollen.
Besetzung
- Dämmerblut [X] = @Etoile.errante
- Erkunder [Y] = @Codren


