Scarlett Velvet Wedding Nightking&Sakura10

    • Nate hatte sich aus seinem Wagen ein Cap und etwas Bargeld geholt, nahm eine Taschenlampe und machte sich auf den Weg zu dem Dorf, das sich ganz in der Nähe befand.
      Nach gut einer Stunde Fußmarsch kam er schließlich bei einem Drugstore an, der rund um die Uhr geöffnet hatte. Dort kaufte er ein paar Lebensmittel und etwas zu trinken. Und nach langer Zeit gönnte er sich etwas, das er schon ewig nicht mehr getan hatte: ein Genussmittel, das auch sie hin und wieder mochte.
      Er bezahlte bar und ließ seinen Blick noch einmal durch das kleine Dorf schweifen. Es war abgelegen und unscheinbar. Genau der richtige Ort. Hier könnte sie eine Weile untertauchen.
      Nach seinem kurzen Aufenthalt im Dorf machte Nate sich wieder auf den Rückweg zu der abgelegenen Hütte im Wald. Die Taschen waren schwerer als zuvor, gefüllt mit den Lebensmitteln und Getränken, die er besorgt hatte. Die Taschenlampe in seiner Hand warf einen schmalen Lichtkegel auf den unebenen Waldweg, während um ihn herum nur das leise Rascheln der Blätter und gelegentliche Geräusche aus der Dunkelheit zu hören waren.
      Der Rückweg kam ihm länger vor als der Hinweg. Immer wieder warf Nate einen Blick über seine Schulter, um sicherzugehen, dass ihm niemand folgte. Doch außer den Schatten der Bäume war weit und breit nichts zu sehen.
      Nach einer Weile erkannte er zwischen den Bäumen schließlich das schwache Umriss der Hütte. Er atmete erleichtert auf. Endlich war er wieder da.
      Mit den Taschen in der Hand ging er die letzten Schritte zur Tür. Noch bevor er eintrat, blieb er kurz stehen und lauschte. Alles war still.
      Dann öffnete er die Tür und kehrte zu Bella zurück.
    • Bella hörte die Tür „mmfffffff!“ Sie sah Nate an. „Mffffffffff!“ Machte sie. Und zerrte an den Fesseln. /Wehe du tust das nochmal/ Dachte sie sich. Und als sie frei war. „Sag mal was sollte das bitte? Bist du noch da im Kopf als ob ich abhauen würde. Könnte wir uns einigen das du es das Nächste mal lassen könntest.“ Fragte sie und Strich sich durch die Haare und nahm ihm die Tuten ab und parkte aus. „Trotzdem danke für den Küss.“ Meinte sie.
    • Nate war etwas irritiert über ihre Reaktion. Gleichzeitig spürte er ein wohliges Gefühl in seiner Brust, doch er ließ sich vor ihr nichts davon anmerken.
      Schweigend räumte er die Lebensmittel und Getränke in den Kühlschrank, der inzwischen wieder lief, seit der Strom zurück war.
      Als Nächstes drehte er den Wasserhahn auf. Wie erwartet, kam zunächst eine bräunliche Brühe heraus, die sich jedoch schon nach wenigen Augenblicken klärte, bis schließlich klares Wasser aus dem Hahn floss.
      Nate deutete in Richtung Badezimmer.

      „Lass vorsichtshalber auch im Bad das Wasser mal ordentlich durchlaufen. Sowohl aus dem Wasserhahn als auch aus dem Duschkopf. Und die Toilette würde ich auch ein paar Mal durchspülen.“ Er drehte den Wasserhahn weiter auf und fügte hinzu.

      „Am besten lassen wir außerdem fünf Minuten heißes Wasser laufen und danach noch fünf Minuten kaltes. Sicher ist sicher.“

      Nachdem sie das Wasser eine Weile hatte laufen lassen, machte Nate sich schnell daran, etwas zu kochen. Er entschied sich für Linguine mit Garnelen, Aglio e Olio.
      Während das Wasser für die Pasta aufkochte, briet er die Garnelen mit Knoblauch und etwas Chili in Olivenöl an. Schon bald erfüllte der Duft von Knoblauch und gebratenen Garnelen die Küche.
    • Bella lässt im Badezimmer Wasser laufen und macht dann später das Wasser wieder zu. Und geh dann in die Küche. „Du kannst also immer noch gut Kochen zumindest das hast du immer gemacht als wir noch zusammen waren.“ Meinte Bella und probiert eine Gabel. „mh lecker.“ Meinte sie und plötzlich donnerte es. Bella zuckte zusammen. Und Krallte sich unbewusst in Nates Hemd.


      „Eine Sache hat sich auch bei mir nicht verändert. Dass ich Angst vor Gewittern habe.“ Meinte Bella.


      Und zuckte erneut zusammen.
    • Nate bemerkte sofort, wie Bella sich bei dem nächsten Donnergrollen erneut erschreckte. Als er spürte, wie sich ihre Finger unbewusst in sein Hemd krallten, hielt er für einen kurzen Moment inne.
      Dann legte er vorsichtig eine Hand auf ihren Rücken und strich sanft darüber.

      „Hey, ganz ruhig, Bella.“ Seine Stimme war leise und warm. Er warf einen Blick aus dem Küchenfenster, hinter dem dunkle Wolken den Himmel bedeckten und der Regen gegen die Scheiben prasselte. Ein weiterer Blitz erhellte für einen Augenblick den Raum, dicht gefolgt von einem lauten Donnerschlag.
      Nate spürte, wie sie sich an ihn klammerte, und zog sie behutsam ein wenig näher zu sich.

      „Ich erinnere mich noch daran“, murmelte er mit einem schwachen Lächeln.

      „Früher hast du bei jedem Gewitter versucht, dir nichts anmerken zu lassen. Und sobald es gedonnert hat, hast du dich trotzdem an mich geklammert.“ Sein Lächeln wurde für einen Moment wehmütig.

      „Ich hab dich dann immer festgehalten, bis es vorbei war.“ Er sah zu ihr hinunter, wobei sein Blick unwillkürlich an ihrem Gesicht hängen blieb. So vieles hatte sich zwischen ihnen verändert. Sie waren nicht mehr dieselben Menschen wie damals. Und doch fühlte sich dieser Augenblick erschreckend vertraut an.
      Nate hob vorsichtig eine Hand und strich ihr eine Haarsträhne hinters Ohr.

      „Wenn du möchtest, bleib einfach bei mir, Bella.“ Seine Stimme wurde noch sanfter.
    • Bella spürt diese alte Vertrautheit in diesem einen Moment. Wo er ihr Strähnen hinter ihr Ohr strich. //Fuck wieso, fühlst es sich gut an. Wieso ist da diese Vertrautheit nur so stark?/ Dachte sie.

      „Vielleicht hast du recht Nate. Ich würde gerne für immer bei dir bleiben.“ Meinte Bella

      Sie drückte sich gegen ihn und schloss für ein Moment die Augen. Genießt den Augenblick. Mit Nate.

      „Denkst Du, es gibt noch eine zweite Chance für uns?“ fragte Bella sanft und doch schwang eine Hoffnung in ihre Stimme. Bella sah Nate an starrte auf seine Lippen. Wie gerne würde sie ihn Küssen. Wie sie ihm zeigen würde wie sehr, seine Nähe vermisst hat. Wie sehr sie wieder ihn spüren will. Doch etwas hält sie davon ab. Angst zu haben, dass er sie abweisen könnte. Wäre das schlimmste für sie.
    • Nate spürte, wie sich sein Herz zusammenzog, als Bella ihm diese Frage stellte. Eine zweite Chance. Wie oft hatte er sich genau das gewünscht, ohne jemals daran zu glauben, dass es wirklich passieren könnte?
      Sanft strich er mit seinem Daumen über ihre Wange und suchte ihren Blick. Als er bemerkte, wie ihre Augen kurz zu seinen Lippen wanderten, musste er sich beherrschen, sie nicht einfach zu küssen.

      „Bella … ich habe dich nie wirklich vergessen“ murmelte er leise.

      „Und wenn du mich fragst, ob ich uns eine zweite Chance geben würde, dann ist meine Antwort ja. Immer wieder.“ Er lehnte seine Stirn vorsichtig gegen ihre und schloss für einen Moment die Augen. Ihre Nähe fühlte sich so vertraut an, als hätte er nie gelernt, ohne sie zu leben.

      „Ich will dich nicht noch einmal verlieren, aber ich will, dass du bei mir bleibst, weil du es wirklich willst.“ flüsterte er und sah ihr wieder in die Augen. Sein Blick glitt kurz zu ihren Lippen, bevor er sich wieder fing.
      Verdammt, wie sehr wollte er sie küssen. Doch diesmal wollte er nichts überstürzen. Nicht, wenn es um sie ging.