Ghostification (Chris&YuYu)

    • Ghostification (Chris&YuYu)

      Die Kleinstadt Narrako im Südwesten Japans ist vor allem für eines bekannt: ihre Ruhe und ihre naturverbundene Atmosphäre. Zwar bietet sie alles, was man von einer modernen Stadt erwartet, doch die ländliche Idylle prägt auch das Leben im Zentrum und sorgt für ein außergewöhnlich friedliches Miteinander.
      Mitten in diesem harmonischen Städtchen lebte Takharu Hiyoshi, Gutachter und Immobilienmakler. Nachdem er allen Gefahren und dem unaufhörlichen Stress entkommen war, führte der junge Mann ein unscheinbares Leben – stets vergeblich bemüht, sich nicht anmerken zu lassen, dass er diese Normalität nicht schon immer gekannt hatte. Niemand sollte erfahren, dass er übernatürliche Wesen sehen und sogar berühren konnte. Noch weniger durfte jemand ahnen, dass er einst zu den gefürchtetsten Jägern eben dieser Geister gehört hatte.

      Geister existierten in dieser Welt – eine Tatsache, die längst kein Geheimnis mehr war. Zwar nahmen die meisten Menschen ihre übernatürliche Präsenz wahr, doch nur die wenigsten waren tatsächlich in der Lage, sie zu sehen oder gar zu berühren. Genau aus diesem Grund wurde die WGHU (World Ghosthunting Union) gegründet – eine Organisation aus hoch ausgebildeten Geisterjägern, ausgestattet mit modernster Jagdtechnik, die sich dem Schutz der Menschheit verschrieben hatte.
      Takharu war einst einer von ihnen. Nicht irgendeiner, sondern einer der Besten. Er konnte Geister nicht nur sehen, sondern auch berühren – eine Fähigkeit, die lediglich etwa 0,0001 % der Weltbevölkerung besaßen. Er war ohne Zweifel außergewöhnlich. Wären Geisterjäger so bekannt wie Profifußballer, wäre Takharu wohl der Lionel Messi unter ihnen. Doch da sie im Verborgenen arbeiteten, bemerkte außerhalb der WGHU kaum jemand, dass ihr eigener GOAT eines Tages mit seinem bisherigen Leben abgeschlossen hatte und spurlos verschwand.

      Seitdem arbeitete Takharu selbstständig als Gutachter und Immobilienmakler in Narrako. Obwohl die WGHU ihn nie aufgegeben hatte und mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln versuchte, ihn zurückzugewinnen, blieb er standhaft. Stattdessen konzentrierte er sich darauf, endlich einen Mitarbeiter für sein kleines Unternehmen zu finden.
      So begegnete Takharu schließlich X (Yuyu OC) – einer tollpatschigen, energiegeladenen jungen Frau, die ihn voller Tatendrang unterstützen wollte. Erst vor Kurzem hatte sie ihren Job als Kellnerin verloren, nachdem sie versehentlich dem Bürgermeister der Stadt einen heißen Kaffee übergegossen hatte. Entsprechend verzweifelt war sie auf der Suche nach einer neuen Arbeit.
      Gemeinsam machten sie sich auf den Weg zu einer alten Villa am Rande der Stadt, die Takharu begutachten sollte. Keiner von beiden ahnte, dass diese Besichtigung ihr Leben für immer verändern würde. Eine Gruppe ungewöhnlicher Geister lauerte bereits auf sie. Sie entrissen X ihren menschlichen Körper und ließen sie als Geist in der Welt der Lebenden zurück.

      Nun lag es an Takharu, einen Weg zu finden, ihr ihren Körper zurückzuholen.


      Chaos war vorprogrammiert...

    • Wenn man in der schönen ruhigen Kleinstadt Narrako auf die Idee kam ein Haus kaufen zu wollen, gab es direkt eine Person die ihn empfehlte. Sonderlich viel Auswahl hatte man immerhin nicht, genauer gesagt gar keine. Sobald es um Immobilien ging wurde direkt dieser verschrobene Kettenraucher empfohlen, der meist immer aussah als wüsste er nichtmal was überhaupt schlafen bedeutete. Fast schon graue Haut, einen toten Blick und Augenringe, die sich wie das Universum ausdehnten. Takharu Hiyoshi glänzte nicht mit seinem Auftreten, schon gar nicht mit seinem kommunikativen Skill.
      Interessenten wurden gewarnt, dass wenn sie dem Makler ihres vertrauens zu lange in die Augen sehen würden, sie eventuell in ein tiefes psychisches Loch fallen würden, aber sonst würde er sie astrein beraten. Ein Risiko welches eingegangen werden musste um das Traumhaus in Narrako zu finden. Das Risiko mit dem Blickkontakt war jedoch schwindend gering, da Takharu so gut wie niemandem lange in die Augen schauen konnte. Seine beliebtesten Ausflüchte waren der Boden oder Himmel, während er sich eine Zigarette ansteckte und langsam ruhig ausatmete.

      Sein Büro lag zentral in der Stadt, unmittelbar an einer befahrenen Straße in einem älteren charmanten Gebäude. Anders als seine Wohnung, war sein Büro nicht allzu groß, erreichbar direkt über einen schmalen Gang im Erdgeschoss. Die vier Wände waren mit Schränken voller Ordner oder losen Papieren zugestellt, in der Mitte frontal stand ein einzelner Schreibtisch, an dem er immer saß.
      So auch heute, mit einem nichtssagenden Ausdruck scrollte er am PC durch sein Postfach, während er mit der dreien Hand nach dem Brief griff, den er heute bekommen hatte.
      Zwar hatte Takharu ein Briefmesser auf seinem Schreibtisch liegen, aber der Finger war ihm irgendwie lieber. Zur Hälfte geöffnet drehte er den Brief und warf ihn dann in einem hohen Bogen über den Schreibtisch unmittelbar neben den Mülleimer.
      Er zischte genervt.
      "Können sie es nicht endlich aufgeben..." Mürrisch richtete er sich auf, warf den Brief in den Müll und flakte sich dann wieder lustlos auf seinen Schreibtischstuhl.

      Natürlich war der Brief von der WGHU, eine riesige weltweite Organisation, die gegen Geisterwesen kämpfte und die Menschheit beschützte. Sowas wie Helden, nur dass die Bevölkerung recht wenig davon mitbekam. Wer würde den Helden auch kennen, wenn er nur gegen etwas kämpfte, was ein Großteil der Menschheit nicht wahrnehmen konnte. Er blickte kurz auf verstaubte Kartons in der untersten Riege seines Schranks. Erinnerungen aus der alten Zeit, welcher er den Rücken gekehrt hatte.

      Die Sonne schien, draußen war es heiß. Takharu hatte später noch eine Besichtigung, bei diesem Wetter hilet sich die Vorfreude stark bedeckt. Er hatte überhaupt kein Bock bei diesem Wetter rauszugehen, solche tropischen Temperaturen waren sein Untergang. Naja, immerhin hatte er seine Ruhe hier im Büro...
    • Und genau in diesem Moment rüttelte es an der Tür des Büros. Dann ein weiteres Mal... und erneut.
      „Ziehen?... nein, drücken!... Aber warum funktioniert das nicht?“, murrte eine verärgerte Stimme von der anderen Seite, bevor sich die Tür plötzlich mit einem Mal und viel zu viel Schwung öffnete.

      Mit einem lauten Knall prallte die Tür gegen die Wand neben dem Türrahmen und gab den Blick auf eine junge Frau frei.
      Ayumis Augen wurden weit. Das ist definitiv zu doll gewesen. Verdammt.
      Einen Moment stand sie regungslos im Türrahmen, bevor sie ihr charmantestes Lächeln aufsetzte und sich räusperte:
      „Entschuldigung... die Tür hat geklemmt.“, sagte sie, trat ohne weitere Aufforderung in das Büro und schloss die Tür hinter sich.
      Da sah sie, dass die Türklinke ein ordentliches Loch in der Wand hinterlassen hatte. Oh, fuck.
      „Shit.“, fluchte sie leise, tat im nächsten Moment allerdings so, als wäre das Loch schon vorher da gewesen.

      „Und ich habe vergessen anzuklopfen!“, folgte der nächste Gedanke, den sie aber schnell wieder zur Seite schob.

      Seit sie versehentlich den heißen Kaffee über den Bürgermeister verschüttet hatte, schien niemand sie mehr einstellen zu wollen. Ganz egal, wo sie sich auch bewarb. Dabei war der ganze Vorfall nicht einmal ihre Schuld gewesen, aber sie konnte es nicht beweisen!
      Das hier... dieses Immobilienbüro war ihre letzte Hoffnung, möglichst schnell wieder irgendwo eingestellt zu werden.

      „Nun...“, begann sie schließlich wieder, zog halb zerknitterte Bewerbungspapiere aus ihrem Rucksack und ließ sich auf dem freien Stuhl nieder. „Ich bin hier, um mich für die freie Stelle zu bewerben. Ich habe Ihre Anzeige gesehen.“
      Ihr Blick wanderte für einen Moment über das Büro. „Hm, wie können Sie hier den Überblick behalten?“, fragte sie ungeniert und kam nicht einmal auf die Idee, sich erst einmal vorzustellen oder ihr Gegenüber zu Wort kommen zu lassen.
    • Das laute Knallen ließ Takharu aufschreckwn, ein Reflex alter Zeiten, dass er direkt mit der Hand nach seiner Waffe greifen wollte, aber diese natürlich nicht hatte. Jedoch war es kein lästiger Poltergeist, sondern eine junge Frau. Für einen kurzen Moment beruhigte er sich, aber dann wurde ihm klar, dass er den Poltergeist bevorzugt hätte.

      Ungeschickt war kein Ausdruck, es war deutlich schlimmer, wie dieses chaotische Wesen seine Ruhe und gleichzeitig sein Inventar zerstörte, sie machte keine halben Sachen. Takharu folgte dem Schwung der Türe und biss auf seine Zähne, als er den Schaden sah. Langsam richtete er sich auf und starrte die junge Frau fassungslos an.
      "H-hah.. Das.. Das stimmt, dass die Türe etwas klemmt, aber sich dagegen werfen.. ist etwas..."
      Er beschloss nicht weiter darauf einzugehen, stattdessen musste er sich wohl oder übel auf die Person konzentrieren, die dafür verantwortlich war.

      "Sie wollen sich bewerben?" Er hätte nicht erwartet, dass auf seine Announce wirklich jemand eingehen würde, immerhin war diese absolut nicht ansprechend und voller Unsicherheiten gespickt. Es musste schon jemand extrem stark verzweifelt sein um diesen Job wahrnehmen zu wollen, oder vielleicht verrückt. Beides passte zum ersten Eindruck. So sehr wie Takharu sich über die Bewerbung auch freute, desto genervter war er von ihr innerhalb weniger Sekunden. Sie hatte alles, ausnahmslos alles was er nicht ab konnte.
      Deswegen fiel die Entscheidung auch schwer.

      "Danke für die Bewerbung, aber ich lehne ab. Sayonara und die Türe bitte langsam schließen beim gehen!" sagte er mit halb geöffneten Augen und kehrte ihr dann den Rücken. Er erhoffte Schritte, die wieder sein Büro verließen, jedoch kamen diese nicht, sie bewegte sich keinen Millimeter, was ihn etwas unruhig machte.
    • "Oh, vielen Dank! Ich werd-...", begann Ayumi gerade noch freudestrahlend, bis sie schließlich bemerkte... das sie gerade gar keine Zusage bekommen hatte. Sondern eine eiskalte Abfuhr.
      Sie blinzelte und starrte den Mann an, der ihr bereits den Rücken zugedreht hatte. Ihre zerknitterten Bewerbungsunterlagen hielt sie dabei noch immer in den Händen.
      Für einen Moment schwieg sie, aber dann runzelte sie ihre Stirn. Die junge Frau ist noch nie jemand gewesen, die einfach so leicht aufgab. Und heute würde sie auch garantiert nicht damit anfangen.

      "Sie lehnen mich direkt ab? Aber Sie haben sich meine Bewerbungsunterlagen doch noch nicht einmal angeschaut!", protestierte sie laut los und wedelte demonstrativ mit ihrer Bewerbung.
      "Ich kann gut arbeiten, warum geben Sie mir nicht wenigstens eine Chance?", fuhr sie fort und legte die Bewerbungsunterlagen auf den Schreibtisch.
      "Und außerdem!-", sagte sie und deutete um sich. „Scheint Ihre Jobanzeige ja nicht gerade einen großen Ansturm ausgelöst zu haben.“
      Das unausgesprochene: „Sie scheinen nicht wirklich viel Auswahl zu haben.“, behielt sie jedoch lieber für sich.

      Sie verschränkte ihre Arme vor der Brust, doch dann wurde ihr Tonfall ein wenig kleinlauter. "Bitte... eine einzige Chance! Und wenn ich es vermassel, werde ich mich Ihrem Büro nie wieder nähern."
    • Mit der einen Aussage hatte sie einen Punkt getroffen. Er brauchte Unterstützung und bis auf dieser verrückte Wirbelwind war niemand gekommen. Er blieb stehen, kurz bevor er wieder seinen Schreibtisch umkurvte und er stützte sich mit ausgestreckten Fingern auf der Schreibtischecke.
      Das kurze zögern mündete jedoch damit, dass er hart blieb. Wenn es so schon anfing würde ihm diese Frau nur den allerletzten Nerv rauben, sonderlich viele hatte er ohnehin nicht mehr, da konnte er die verbleibenden nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.
      Außerdem war er sich sicher, dass er bereits graue Haare hatte, jedenfalls ein paar vereinzelte.

      Als Ayumi jedoch anfing zu flehen änderte sich Gemüt. Er konnte eine gewisse Verzweiflung aus ihren Worten hören, eine junge Frau die offensichtlich ziemlich am Ende war und seine Ausschreibung die letzte Hoffnung war, jedenfalls hatte er das Gefühl. Takharu seufzte aus, seine Gutmütigkeit würde ihn irgendwann noch umbringen, das wusste er schon immer, genau wegen solchen Situationen.

      "Na schön... Dann.." er kratzte sich nachdenklich am Kopf. Zwar war ihm klar, dass er Hilfe brauchte, aber was genau konnte er sie machen lassen. Das alles war deutlich komplizierter als er gedacht hatte.
      "Dann.. mein Büro... Du kannst damit anfangen mein Büro zu putzen.." sagte er dann mit nachdenklicher Mimik und drehte sich letztendlich vollständig zu ihr um.
      "Ich erstelle derweil den Vertrag..." Mit seinen toten Augen sah er sie an, keine Emotionen waren darin zu erkennen, er wirkte fast schon wie ein Zombie.
      Schließlich setzte er sich an seinen PC und arbeitete dann weiter. Erst nach einer Weile sah er dann zu ihr auf.
      "Oh.. und mein Name ist Takharu Hiyoshi, ich freu-... naja.. ich sehe unserer Zusammenarbeit entgegen.. oder so..."
    • Ayumis Augen begannen zu leuchten und ein breites Lächeln bildete sich auf ihren Lippen.
      "Oh, vielen Dank!", begann sie - vielleicht wieder ein bisschen zu laut, ohne es selbst zu merken.
      Ihr Blick wanderte umher. Sie hatte kein Problem damit erstmal nur putzen zu müssen. Immerhin hatte sie im Café oft genug einen Besen oder Lappen in der Hand gehabt, aber hier... würde sie wohl erstmal einen Moment brauchen, um sich einen Überblick verschaffen zu können.

      "Gut, vielleicht erstmal ein bisschen Ablage.", sprach sie diesmal eher zu sich selbst und begann damit zunächst die ganzen losen Papiere einzusammeln, die im ganzen Büro verteilt waren.
      Als sich nach einer Weile ihr neuer Boss bei ihr mit seinem Namen vorstellte, erstarrte sie für einen Moment.

      Das hatte sie vorhin völlig vergessen!

      In einer vielleicht etwas zu hastigen Bewegung drehte sie sich zu ihm und verbeugte sich. "Ayumi Yukishiro!", stellte sie sich dann ebenfalls vor. Auch wenn ihr Name in ihren Bewerbungsunterlagen stand.
      Was für einen perfekten Start sie doch hingelegt hatte... aber gut, wenigstens hatte sie den Job. Und wie schwer konnte es schon sein, die Assistentin eines Immobilienmaklers zu sein?

      Während sie weiter sortierte und aufräumte, konnte sie jedoch nicht anders, als ab und an in seine Richtung zu schielen.
      Nach einem Moment, sagte sie schließlich: "Ihr... solltet dringend mehr Essen und vielleicht auch mehr Wasser trinken... Sie sind schon ziemlich blass, Hiyoshi-san."
    • Wahrscheinlich hatte sie recht, neben ihm stand eine Glasflasche mit sanft perlendem Wasser, jedoch war sie nicht einmal zu einem Viertel getrunken, obwohl sie schon knapp einen halben Tag da stand. Er musterte die Flasche daraufhin und schielte dann zu Ayumi, die am umräumen war.
      "A-ah.. Ich habe nur selten Durst. Selbiges mit meinem Hungergefühl.. Lassen Sie sich davon nicht ablenken.." Dann schnellte sein Kopf wieder zurück zum Bildschirm und die Stille kehrte wieder ein. Diese angenehme und tolle Stille, es war schlichtweg herrlich seine Ruhe zu haben, herrlich niemanden um sich herum zu haben, einfach nur für sich selbst zu sein...

      KRAACH!

      In diesem Moment schreckte der junge Makler von seinem Sitz auf, sofort starrte er zu Ayumi, die inmitten einem Haufen alter Geräte seiner Geisterjägertätigkeit stand und dumm drein lächelte.
      "W-was ist.. was hast du..."
      Er rieb sich seine Schlefen, während er das neue Chaos betrachtete. Die verschiedensten Geräte lagen auf dem Boden, für Laien sahen sie aus wie die seltsamsten Science-Fiction Apparate. Takharu war natürlich sofort klar, dass seine neue nervige Mitarbeiterin ihn fragen würde, weswegen er schon direkt vor der Frage eine Antwort gab.
      "Das sind alte Spielzeuge.. Ein alter Freund bat mich darum sie zu verkaufen.."
      Er hätte wohl eine bessere Ausrede bringen sollen, da diese Apparate nach allem außer Spielzeuge aussahen.
      Einen würfelähnlichen Gegenstand hob er dann auf und tastete ihn vorsichtig an den Ecken ab, offenbar war er noch heile.
      "Robister als ich gedacht hatte..." er legte den Gegenstand auf seinem Schreibtisch ab, in diesem Moment schoss eine einzelne Schraube quer durch den Raum, prallte an den Schränken und Wänden ab, bis sie an der Decke stecken blieb und sich in den Putz bohrte.
      Takharu seufzte aus, wie konnte eine Person nur in so kurzer Zeit so viel Chaos verursachen, war das überhaupt noch menschlich oder war sie ein Yokai, ein Yokai des Unglücks, ein Binbougami?
      Er schüttelte den Kopf, stieg dann auf seinen Stuhl und von dort auf seinen Tisch.

      Dieser ächzte gefährlich beim direkten betreten, Takharu erinnerte sich daran, dass dieser selbst bei mehreren Ordern bereits nachgab, es war ein recht alter Tisch, sofort bereute er seine Tat, doch es war bereits zu spät. Die Beine gaben nach und rissen schließlich den Tisch mitsamt Makler darauf zurück auf den Boden, Takharu rollte sich sofort geschickt ab doch betrachtete dann das Chaos.
      "Eventuell bin ich der Unglücksgott.." murmelte er dann kaum hörbar und schob sich erstmal eine weitere Kippe in den Mund.
      "Kannst du helfen? Womöglich mit einer Räuberleiter... Die Schraube steckt tief, nicht dass es Risse gibt.." erklärte er sichtlich genervt von der gesamten Situation und bot sich für eine Räuberleiter an.