The Seaborn [Royal&Yumi]

    • Nereis wimmerte in dem Fischernetz. Noch immer unfähig sich zu befreien oder sonst irgendwas zu tun.
      Das Brandmal pochte unaufhörlich hinter seinem rechten Ohr und er versuchte gar nicht mehr sich zu wehren. Zu groß war die Angst, dass ihm das Monster noch einmal solche Schmerzen zufügen würde.

      Isaac entschloss sich dazu Richard für den Moment zu ignorieren und legte seine volle Konzentration auf die kleine Sirene in seinem Griff.
      Doch als er die leise Antwort hörte, zog er leicht eine Augenbraue hoch. "Zu klein?", wiederholte er und legte leicht seinen Kopf schief.
      Ein amüsiertes Lächeln zog sich über seine Lippen, als er sich vorbeugte und dann mit einem drohenden Unterton flüsterte:
      "Bist du dir sicher? Oder muss dich der böse Mann auch gleich nochmal bitten deine menschliche Form anzunehmen, hmm?"
    • Naeris zuckte zusammen und gab ein Wimmer von sich, als es ihm drohte und lehnte sich weg, als müsste er Angst davor haben jeden Moment gebissen zu werden.
      Er blickte zu seinem wimmernden Bruder, den er nur hinter dem Rücken des anderen Monsters erahnen konnte und dann hinunter zu seiner Schwanzflosse, die hilflos in der Luft hing. Er wollte es gar nicht erst versuchte. Er wollte nicht noch mehr wie dieses Monster aussehen.
      ... würde man ihm auch solche Schmerzen zuführen, wenn er es nicht tat? Oder noch schlimmer: was wenn man seinem Bruder wieder weh tun würde?
      Also schluckte er tapfer die Tränen herunter und schloss die Augen, um sich zu konzentrieren. Zunächst geschah für eine lange Zeit nichts und Naeris wollte schon aufgeben, doch als er die Augen öffnete und in das Gesicht des Monsters blickte, schloss er sofort wieder die Augen und es dauerte nicht lange, bis seine Schwanzflosse zu leuchten begann.
      Sich in zwei teilte. Sich zu Beinen formte.
      Ungläubig starrte der Junge an sich selber hinab. Wackelte mit den Zehen, trat in die Luft... er hatte Beine. Echte Beine. Doch die Situation minderte seine Freude gewaltig. Was... was wollte das Monster überhaupt von ihm?

      Währenddessen gab Richard einen anerkennenden Laut von sich.
      "Sowas können Sirenen also auch, praktisch.", legte er die Hand ans Kind und betrachtete den Jungen und machte sich bereits Gedanken, wie er die Jungen bewerben könnte.
      "Hey, kannst du das auch?", schüttelte er das Netz in dem der andere Junge lag.
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    • Ein langsames Grinsen breitete sich auf Isaacs Lippen aus, als sich die Schwanzflosse der Sirene und zwei Beine verwandelte.
      So war das doch viel angenehmer, oder? Immerhin wollte der Pirat nicht, dass die beiden kostbaren Sirenen noch vertrockneten, bevor sie sie verkaufen konnten.
      "Good boy.", lobte er, strich der Sirene kurz ein Strähne aus dem Gesicht und warf Richard dann einen missbilligen Blick zu.
      "Du hättest das selbst gewusst, wenn du mal einen Blick in eins meiner Bücher geworfen hättest.", sagte er und schüttelte seinen Kopf, wissend, dass er Richard niemals an seine Bücher lassen würde.

      In einer weiteren Bewegung, griff Isaac um die Mitte der Sirene und hob sie hoch, sodass er sie nun wie einen Sack Kartoffeln unter dem Arm trug, um sie unter Deck zu bringen.

      Nereis, trotz seiner Schmerzen, starrte seinen Zwillingsbruder mit weit aufgerissenen Augen an, als aus seiner Schwanzflosse plötzlich zwei... komische Dinger wurden.
      "N-naeris... w-wie hast du?", fragte er durch ihre Verbindung und quietschte dann leise, als das Netz in dem er gefangen war, geschüttelt wurde. "I-ich versuch- i-ich versuch!", wimmerte er.
    • Naeris zuckte zusammen, als die Hand des Monsters seinem Kopf viel zu nahe kamen und erstarrte, bis er gepackt und hochgehoben wurde.
      Er gab einen protestierenden Laut von sich, wedelte mit den Händen und Beinen, bis er den Blick des Monsters spürte und sich mit einem wimmern wie eine toter Fisch hängen ließ.
      Es machte ihm Angst, nichts um sich zu haben. Kein Boden unter den Füßen, kein Wasser um ihn herum, dass ihn hielt. Einfach... Luft. Und die Hand eines Monsters.
      "... ah! Warten! Nicht weh tun!", streckte er dann doch die Hand in die Richtung seines Bruders, als dieser durchgeschüttelt wurde.
      Hab... hab ans weg rennen gedacht. Schau wie diese Monster sich bewegen... wenn wir das auch können..., teilte er seinem Bruder mit und blickte ihn hoffnungsvoll an.

      "... ja. Deine Bücher. Kann man diese zerfledderten Dinger überhaupt anfassen, ohne, dass sie auseinander fallen?", schnaubte Richard genervt und legte eine Hand an die Hüfte. Eigentlich war er nur beleidigt, dass er diese Bücher gar nicht erst anfassen durfte. Manche davon wirkten, als wären sie einiges an Gold wert.
      "... mh?", hob er eine Augenbraue, als die Sirene in Isaacs Arm mit ihm sprach und hörte auf das Netz zu schütteln. Stumm blickte er auf die Sirene in seinem Netz.
      "... Du hast eine Minute."
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    • Isaac lachte leise, als sich die kleine Sirene in seinem Griff, wie ein toter Fisch hängen ließ. Er wusste nicht warum genau ihn das amüsierte, aber nun gut... das machte alles natürlich noch ein wenig einfacher.
      Er schüttelte seinen Kopf und richtete seine Aufmerksamkeit wieder auch Richard. Das amüsierte Lächeln war bereits wieder von seinen Lippen verschwunden, als er den anderen Piraten betrachtete.
      "Fass meine Bücher an und ich werfe dich über Bord, verstanden? Dann darfst du ein bisschen mit den Haien spielen gehen.", drohte er mit einem gefährlichen Glitzern in den Augen.
      Einem Glitzern, dass unmissverständlich klar machte, dass Isaac es ernst machte. Bei seinen Büchern verstand der Pirat keinen Spaß. Ebenso wenig, wie bei Pabu... wo steckte der rote Fellball überhaupt?

      Er bewegte sich zur Tür, die unter Deck führte, als sich die kleine Sirene ein weiteres Mal zu Wort meldete. Er zog seine Augenbraue hoch und beobachtete, wie der Junge seine Arme nach seinen Bruder ausstreckte.
      Der Kleine war definitiv schlauer, als er es erwartet hatte...
      "Hast du es gehört? Hört auf seinem Bruder weh zu tun, Richi."

      Nereis schniefte und versuchte auf die Worte seines Bruders zu hören. Doch die Worte des Monsters ließen ihn wieder zusammenzucken und er sah verwirrt zu ihm auf. "M-minute?", fragte er leise, da er dieses Konzept doch natürlich nicht verstand.
      Er sah auf seine leeren Hände. Was meinte das Monster nur damit, dass er "eine Minute hatte"? Er hatte doch gar nichts in den Händen?
    • Neu

      „... wer würde diese dreckigen Bücher schon anfassen?“, murmelte Richard zu sich selbst und gab einen beleidigten Laut von sich, während er den Blick von ihm abwendete. Niemand bemerkte, wie der Pirat bei der Drohung des Anderen kaum merklich zusammen zuckte. Höchstens die Sirene über seiner Schulter hätte es merken können.
      Und Pabu? Nun... vielleicht hatte er versehentlichdie Tür hinter sich geschlossen, als der nervige Fellball noch unter Deck war. Wie hätte er das winzige Ding auch bemerken sollen?
      „... eine Minute. Was ist daran nicht zu verstehen? Beeil dich.“, seufzte Richard daraufhin nur genervt und schüttelte den Kleinen ein weiteres Mal kurz durch, als würde das seine Verwandlung verschnellern.
      „Ja, ja, ja, schon klar.“, gab er Isaac genervt zurück und schüttelte die junge Sirene ein kleines bisschen mehr.

      Als Naeris merkte, dass sie sich von seinem Bruder entfernten, spürte er wieder die Panik in sich aufsteigen. Das durften sie nicht. Egal was auch immer mit ihnen passieren würde, sie dürften die beiden auf gar keinen Fall trennen.
      „Nein! Nicht weg!“, wimmerte der Junge, versuchte sich doch noch aus dem Griff des Monsters zu befreien und streckte die Hand nach seinem Bruder aus, als könne er ihn dadurch erreichen. Oder das Monster davon abbringen ihn weg zu bringen.
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