Der Fluch von Nebelhafen (Takei & Lady_Cookie)

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    • Edward lächelt sanft und schüttelt leicht den Kopf, während sie nebeneinander den felsigen Pfad hinabsteigen. Seine Stimme ist ruhig und warm, fast so, als wolle er die aufkommenden Zweifel in Rhiannons Innerem einfach wegwischen.
      „Ich glaube nicht, dass mit einer Person reinen Herzens eine Heilige gemeint ist. Jeder hat in seinem Leben mal irgendetwas getan, dessen er sich schuldig fühlt“, fängt er an und sieht sie dabei kurz von der Seite an. „Vermutlich ist hier einfach eine gute Person gemeint – jemand, der das Richtige tun will, selbst wenn es schwerfällt. Aber ich danke dir, dass du dennoch mitkommen möchtest. Wir schauen einfach, was passiert. Zusammen werden wir schon einen Weg finden.“

      Als Rhiannon von der uralten Magie erzählt, die sie in dem Kristall gespürt hat, wird Edwards Miene wieder etwas ernster. Er rückt seinen Rucksack zurecht, in dem der Obsidian sicher verstaut ist.
      „Uralte Magie also …“, wiederholt er nachdenklich. „Ich kenne jemanden in Tiefwasser, der uns vielleicht weiterhelfen könnte. Ein Gelehrter, der sich mit vergessenen Relikten auskennt. Aber Tiefwasser ist weit weg. Lass uns erst einmal schauen, was der alte Mann aus dem Leuchtturm sagt. Er hat das andere Stück und lebt schon ewig an dieser Küste – vielleicht weiß er mehr, als er bisher preisgegeben hat. Wenn wir Glück haben, finden wir ihn in der Taverne bei einem Becher warmem Met.“

      Sie erreichen den Fuß der Klippen, wo der Weg wieder breiter wird und die ersten Lichter des Dorfes wie kleine, orangefarbene Sterne durch den grauen Küstendunst schimmern. Der feste Boden unter ihren Stiefeln fühlt sich nach der Kletterpartie am Wrack gut an.
      „Komm“, sagt Edward und beschleunigt seinen Schritt ein wenig, während er sich den Umhang enger um die Schultern zieht. „Suchen wir den Leuchtturmwärter. Ich habe das Gefühl, dass dieser Kristall erst der Anfang einer weitaus größeren Geschichte ist.“
      Nyarlathotep… das kriechende Chaos… Ich bin der letzte…
      Ich werde es der lauschenden Leere verkünden…
    • Gemeinsam laufen die beiden Richtung Dorf.
      Edward merkt, dass Rhiannon sich mit der Sache des reinen Herzens noch nicht wirklich sicher ist. Aber ein Gespräch ergibt sich in dem Moment auch nicht.
      Als sie den Steinigen Weg Richtung Dorf endlich gemeistert haben, laufen die beiden Abenteurer relativ zielstrebig auf das Haus des alten Mannes zu.
      Rhiannon klopft kurz bevor sie eintritt.
      "Guten Tag" begrüßt sie ihr gegenüber freundlich.
      "Wir haben das zweite Stück des Obsidian gefunden."
      Und während sie ihm das erste Stück entgegen nimmt, redet sie weiter und versucht dabei, die beiden Teile passend ineinander zu stecken.

      "Wir hatten die Frage, ob sie, gnädiger Her, uns vielleicht weiter helfen können? Das ganze hat mit einem Uralten Zauber zu tun, und wenn wir wirklich helfen wollen, brauchen wir alles wissen was sie haben. Und damit meine ich alles"
      Gegen ende des Satzes wird Rhiannon so deutlich, wie Edward es nie erwartet hätte. Fast schon leicht Drohend, wie ihre Stimme sich wandelt.

      Aber tatsächlich Seufzt der Alte Mann.
      "na gut. Na gut."
      Er läuft langsam um seinen Tisch herum, in die Mitte des Bodens wo er eine alte Diele aus dem Boden zieht, und aus der entstandenen Lücke ein Buch hervor holt.

      "Meine Mutter war eine Talentierte Magierin. Sie kannte alte Rieten und Zauber.
      Wir haben nie viel darüber gesprochen. Aber all ihr wissen über diese Themen stehen hier drin. Sie sagte, irgendwann wird es wichtig. Aber ich darf dieses wissen nicht in die Falschen Hände geben. Aber da meine Tage bald gezählt sein werden ... soll es euch gehören"
      Und der alte Herr streckt Edward das Buch entgegen. Er umgeht Rhiannon ziemlich auffällig.
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    • Edward zieht überrascht die Augenbrauen hoch. Er hat Rhiannon schon in vielen Situationen erlebt, aber diese eisige Bestimmtheit in ihrer Stimme ist neu – und sie scheint Wirkung zu zeigen. Er spürt die plötzliche Spannung im Raum, die fast so dick ist wie der Staub auf den alten Möbeln des Mannes.

      Als der Alte die Diele hochhebt und das Buch zum Vorschein bringt, hält Edward unwillkürlich den Atem an. Doch was ihn am meisten verblüfft, ist die Art und Weise, wie der Mann Rhiannon umgeht. Er macht einen fast schon ängstlichen Bogen um die Druidin, als wäre sie aus demselben gefährlichen Stoff gewebt wie der Obsidian in ihren Händen.

      Edward streckt die Hände aus und nimmt das Buch behutsam entgegen. Es fühlt sich schwer an, geladen mit dem Wissen und der Verantwortung vergangener Jahrzehnte. „Ich danke Euch“, sagt er mit tiefer, ehrlicher Stimme und sieht dem alten Herrn dabei fest in die Augen. „Wir werden dieses Wissen mit dem nötigen Respekt behandeln. Eure Mutter wäre sicher froh, dass ihr Erbe dazu dient, das Land von diesem Fluch zu befreien.“

      Er wirft einen kurzen, prüfenden Blick zu Rhiannon hinüber. Er bemerkt die zusammengefügten Kristalle in ihren Händen und dann das Buch in seinen eigenen. Eine seltsame Aufteilung: Sie hält die Macht, er das Wissen dazu.

      „Komm“, sagt er dann zu Rhiannon, wobei sein Tonfall wieder weicher wird. „Lass uns einen ruhigen Platz suchen – vielleicht zurück bei Thora am Feuer –, um zu sehen, was diese Seiten uns offenbaren. Ich glaube, wir haben hier mehr als nur eine bloße Anleitung gefunden.“
      Nyarlathotep… das kriechende Chaos… Ich bin der letzte…
      Ich werde es der lauschenden Leere verkünden…
    • Beim hinausgehen bleibt Rhinannon bei dem alten Herren stehen.
      "Meine Direktheit tut mir von herzen leid. Wir wollen wirklich bloß helfen."
      Mit gesenktem Blick, ohne ihm noch einmal in die Augen zu schauen, verschwindet die Druidin und läuft mit eiligen Schritten Edward hinterher.

      Den bekannten Weg zu Thora gehen die beiden Gemeinsam. Rhiannon hält die Steine fest in den Händen.
      Sie sind kalt, schwer, und bereiten ihr Unwohlsein. Aber sie sagte nichts.

      Als sie bei thora ankommen, setzen sie sich an einen kleinen Tisch. Während Edward sich das Buch genauer anschaut, untersucht Rhi die Steine tiefer.
      Sie setzt die beiden Steine zusammen. Sah sie an. Untersuchte sie genauer.

      Edward war in der Mitte einer Seite, als Rhiannon den Zauber der zeit noch einmal nutzte.
      Die Steinteile setzten sich wieder zusammen. Und mit einem knallt, landet Rhi an einer Wand, und die Steine trennen sich wieder.
      Rhi schaut benommen auf
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    • Edward, der gerade noch in Gedanken über die Worte des alten Mannes und die Last des Buches versunken war, fährt herum. Das dumpfe Geräusch ihres Aufpralls lässt ihn das Buch fast fallen. Er ist mit zwei großen Schritten bei ihr, bevor der Staub, der von der Decke gerieselt ist, sich überhaupt legen kann.

      „Rhiannon! Bist du okay?“, stößt er hervor. Seine Stimme zittert leicht vor Schreck.
      Er legt eine Hand fest auf ihre Schulter, um sie zu stützen, während er mit der anderen sanft ihre Hand umschließt – diejenige, die eben noch den vibrierenden Kristall gehalten hat. Sein Blick bohrt sich besorgt in ihren, sein eisblaues Auge zuckt nervös. Er sucht nach Anzeichen einer Verletzung oder einer magischen Benommenheit.

      „Rede mit mir. Hat das Ding dich verbrannt?“, murmelt er, während er prüft, ob sie festen Stand hat. Er wirft dem Kristall auf dem Boden einen fast schon feindseligen Blick zu. „Magie ist mir echt zuwider, wenn sie anfängt, Leute gegen Wände zu schmeißen. Ein Hammer tut wenigstens nur das, was man ihm sagt.“

      Während drinnen die Luft noch vor magischer Entladung flirrt, scheint draußen die Welt fast schon unverschämt friedlich zu sein.
      In der Küche hantiert Thora mit Töpfen und Pfannen. Das rhythmische Hacken von Gemüse und der aufsteigende Duft eines deftigen Eintopfs bilden einen seltsamen Kontrast zu dem Beinahe-Unglück in der Stube. Die Sonne brennt hell vom wolkenlosen Himmel herab und hat den unheimlichen Nebel für den Augenblick in die Schatten der Klippen zurückgedrängt.

      Draußen im Stall hört man Alfreds tiefe, brummelige Stimme, während er beruhigend auf eines der Schafe einredet. Es ist eine Idylle auf Zeit, und Edward ist sich schmerzlich bewusst, dass sie diese Ruhe gerade mit dem Buch und dem Kristall gefährden.
      Er sieht Rhiannon immer noch fest an, wartet darauf, dass sie wieder zu Atem kommt.
      Nyarlathotep… das kriechende Chaos… Ich bin der letzte…
      Ich werde es der lauschenden Leere verkünden…
    • Nach einem kurzen Moment schaut Rhiannon zum Paladin auf.
      Ein kurzes nicken. Stille.
      Und dann ...
      Große aufgeregt Augen.

      Mit Hilfe von Edward steht die Druiden auf. "Ich weiß es." Erzählt sie aufgeregt.
      "ich weiß aus welchem Material dieser Stein ist!
      Du weist wie Diamanten entstehen? Aus Kohle, Hitze und Druck entsteht ein Stein.
      Das hier ist aber keine normale Kohle gewesen.
      Vor langer langer Zeit wurden urbäume gezüchtet. Heute meist bekannt als Eldertrees.
      Es sind wahrhaft magische Bäume.
      Wenn die Asche dieser Bäume zu einer Art diamant gepresst wurde, dann sind diese Steine entstanden.
      Und..."
      Rhiannon musste Durchatmen. Die Gedanken sprudelten gerade zu aus ihrem Kopf und sie musste sie sortieren.
      "okay. Diese Steine haben eine Art Eigenleben. Einen eigenen Willen.
      Und dieser Stein wollte das siegel eigentlich nie tragen.
      Deshalb ist es Zersprungen. Und deshalb bin ich gerade an der Wand gelandet.
      Es war nicht mehr als eine Reaktion.

      Ich denke... ich könnte mit dem Stein reden.
      Und ich vermute, es war die Mutter des alten Mannes die das siegel selbst erstellt hat. . .

      Es ist nur die Frage, wollen wir ein neues siegel? Oder wollen wir das Problem bei den Wurzeln packen?
      Das wäre nämlich der Fluch der drowned."

      Durch den ordentlich schlag, den rhiannon abbekommen hatte, merkt man ihr die leichte Verwirrtheit an. Aber ihre Aussage selbst gibt sinn.

      Durch den Aufprall hat sich ihre haarspange gelöst und die ersten Strähnen fallen ihr ein wenig wirr durchs Gesicht.
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    • Edward beobachtet Rhiannon mit einer Mischung aus Bewunderung und tiefer Verwirrung. Während sie von Eldertrees, gepresster Asche und dem Bewusstsein des Kristalls erzählt, bemerkt er, wie ihre Haare ihr wirr ins Gesicht fallen, da sich die Spange beim Aufprall gelöst hat. Er widersteht dem Drang, ihr die Strähnen aus der Stirn zu streichen, und konzentriert sich stattdessen darauf, ihre Worte zu sortieren.

      „Warte mal...“, hakt er nach und runzelt die Stirn. „Der Stein hat also ein Eigenleben? Du kannst mit ihm reden?“ Er schüttelt ungläubig den Kopf, ein kurzes, schiefes Grinsen huscht über seine Lippen. „Ich dachte immer, Steine wären die einzigen Dinge auf dieser Welt, die wenigstens mal die Klappe halten. Aber wenn er einen eigenen Willen hat, erklärt das wohl, warum er sich so heftig gegen seine Aufgabe gewehrt hat.“

      Er wird wieder ernst und tritt einen Schritt auf sie zu, um sicherzugehen, dass sie wirklich stabil steht. „Ich denke, ein neues Siegel für das Schiff macht keinen Sinn. Wir würden nur ein Pflaster auf eine klaffende Wunde kleben. Wir müssen das Portal finden, das Captain Harlow in seinem Logbuch erwähnt hat, und es endgültig schließen. Das Problem an der Wurzel packen, wie du sagst.“
      Nachdenklich blickt er auf die Bruchstücke des Obsidians auf dem Boden. „Wäre es möglich, mit einem anderen Stein das Portal direkt zu versiegeln? Du weißt, ich kenne mich mit diesem magischen Kram nicht aus, aber wenn diese Eldertree-Diamanten so mächtig sind... vielleicht brauchen wir einfach einen, der nicht 'nein' sagt.“

      Er macht eine vage Geste mit der Hand, als würde er eine Route auf einer unsichtbaren Karte zeichnen. „Wenn wir einen Stein besorgen könnten, der die Belastung aushält, versiegeln wir damit das Portal. Und danach bringen wir das Ding weg von hier. Vielleicht nach Tiefwasser? Ich kenne dort jemanden in der Magiergilde. Die könnten ihn schützen, damit kein Grabräuber oder Kultist ihn jemals wieder in die Finger bekommt.“

      Er sieht sie besorgt an und deutet dann auf ihre zerzausten Haare. „Aber erst einmal solltest du dich setzen. Du strotzt zwar vor Tatendrang, aber der Schlag gegen die Wand war nicht ohne. Trink was, sortier deine Gedanken... und dann schauen wir, ob das Buch uns verrät, wo wir so einen 'willigen' Stein finden.“
      Nyarlathotep… das kriechende Chaos… Ich bin der letzte…
      Ich werde es der lauschenden Leere verkünden…
    • Rhiannon stimmt Edward zu.
      Sie geht langsam in eine Ecke und atmet durch.
      So langsam kommt die Unruhe der letzten Zeit zur Ruhe und holt Rhiannon ein.
      Die Müdigkeit rennt sie nieder wie eine Horde Nashörner.
      Sie sinkt in der Ecke Tiefer in sich zusammen. Ihre Augen fallen nach mehrfachem Blinzeln einfach zu.
      Zumindest wirkt es nach aßen hin stark nach Müdigkeit und Erschöpfung.
      Und wäre auch nicht anders wahr zu nehmen.

      Dass es eigentlich ein Zauber oder gar Fluch von dem ganzen sein könnte, daran mag in diesem Moment noch gar niemand denken.
      Für den Moment schläft die Druidin einfach ruhig und seelig. Ist für einen Moment mal friedlich.
      Etwas das Edward bisher nicht wirklich von ihr gesehen hat.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lady_Cookie ()

    • Edward ist mit der Nase tief in dem alten Buch vergraben. Begeistert blättert er durch die vergilbten Seiten und erzählt munter vor sich hin, während er versucht, die komplexen Notizen der Magierin zu entschlüsseln. Er bemerkt erst gar nicht, dass die Stille auf der anderen Seite des Raumes tiefer geworden ist.

      Erst als er eine gezielte Frage stellt und abwartend zu Rhiannon blickt, hält er inne. Die Druidin ist nicht mehr bei ihm – zumindest nicht im Geiste. Sie ist bereits Untamo, dem Gott des Schlafes und der Träume, zum Opfer gefallen. Sie kauert in der Ecke, die Augen fest geschlossen, und atmet so ruhig, wie er es bei ihr noch nie erlebt hat.
      Edward schmunzelt unwillkürlich. Der Anblick der sonst so wachsamen Elfin, die nun völlig wehrlos dem Schlaf nachgegeben hat, rührt ihn mehr, als er zugeben möchte.

      In diesem Moment kommt Thora leise in die Stube. Sie sieht die schlafende Gestalt und tritt behutsam an den Paladin heran. „Ihr scheint ein paar harte Tage gehabt zu haben“, flüstert sie ihm zu, wobei ihre Augen mütterlich leuchten. „Bring sie doch zu uns ins Schlafzimmer. Geh einfach hinten durch die letzte Tür, da kann sie sich in aller Ruhe ausruhen.“
      Edward nickt dankbar. Er legt das Buch vorsichtig beiseite, steht lautlos auf und tritt zu Rhiannon. Mit einer Leichtigkeit, die man seiner schweren Rüstung nicht zutrauen würde, beugt er sich zu ihr hinunter und hebt sie behutsam auf seine Arme. Ihr Körper ist leicht, fast wie der eines Waldwesens, und sie rührt sich kaum.

      Vorsichtig trägt er sie durch den kleinen Flur in das Schlafzimmer von Thora und Alfred. Der Raum riecht nach getrocknetem Lavendel und frischem Heu. Er legt sie behutsam auf das weiche Bett und deckt sie bis zu den Schultern zu. Wie ein verletzliches Kind gräbt sich Rhiannon unbewusst tiefer in die Kissen, ein leises Seufzen entgleitet ihren Lippen.
      Edward bleibt einen Moment länger stehen als nötig. Er betrachtet ihr friedliches Gesicht und spürt erneut die Verantwortung, die auf seinen Schultern lastet. Mit einem sanften Lächeln schleicht er schließlich aus dem Zimmer, schließt die Tür fast lautlos und kehrt zurück in die Küche zu Thora.
      Nyarlathotep… das kriechende Chaos… Ich bin der letzte…
      Ich werde es der lauschenden Leere verkünden…
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      In der Küche angekommen beginnt ein entspannter Smalltalk mit Thora.
      Und auch der Paladin merkt, dass im der Frieden gut tut.
      Doch auch merkt er, dass seine Gedanken nicht hundert prozentig bei Thoras Worten sind.
      Immer wieder schweifen seine Gedanken zu Rhiannon.
      Seine Intuition sagt ihm, dass irgendwas nicht ganz passt. Aber die realität hat ihm eben noch gezeigt, dass die Druidin friedlich schläft.
      Und dann crasht Thora seine Gedanken.
      "Mir ist noch etwas eingefallen zu dem Problem. Etwas das helfen könnte." begann die Bäuerin.
      "Ich hab gehört, dass der Alte zu euch gesagt hatte, dass seine Mutter eine Talentierte Hexe war. Das stimmt zwar, aber es gibt Gründe wieso er nicht über sie spricht. Denn seine Mutter hat einem Schwarzdorn Zirkel angehört. Die sind nicht wirklich für ihre Herzensguten Taten bekannt.
      Das heißt, seid bitte vorsichtig, wenn ihr Zauber oder Magie von ihr begegnet. Man kann nie wissen, was sich dahinter verbirgt. . .
      . . . Und sagt bitte, wenn ich irgendwas helfen kann. Ich will dass dieser Alptraum ein ende nimmt, und mein Mann endlich wieder zu ruhe kommen kann"
      Thora seufzt tief.
      Sie liebt den Griesgram aus tiefem herzen, auch wenn er momentan ziemlich schwarz sehen mag.

      In der Zeit jagt der erste Alptraum über Rhiannon hinein. Ihre Hülle bleibt friedlich. Als würde sie Schlafen.
      Doch in ihrem Kopf kämpft sie. In ihrem Kopf lebt sie ihre schlimmsten Momente noch einmal.
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      Edward nippt mechanisch an seinem Becher, doch die Wärme des Getränks erreicht ihn nicht mehr. Thoras Worte wirken wie ein eisiger Luftzug, der durch die gemütliche Küche weht. Als sie den „Schwarzdorn-Zirkel“ erwähnt, erstarrt seine Hand mitten in der Bewegung.
      „Schwarzdorn...“, wiederholt er leise, und der Name schmeckt bitter auf seiner Zunge. Er kennt die Geschichten über solche Zirkel – Magie, die nicht aus dem Einklang mit der Welt schöpft, sondern aus deren Schmerz. Er blickt zur geschlossenen Schlafzimmertür am Ende des Flurs. Seine Intuition, die ihn den ganzen Nachmittag über wie ein lästiges Insekt umschwirrt hat, schlägt plötzlich Alarm.

      „Ich danke dir für deine Offenheit, Thora“, sagt er ernst und stellt den Becher mit einem harten Klacken auf den Holztisch. „Das erklärt, warum der alte Mann so... zögerlich war. Und warum Rhiannon so heftig auf die Kristalle reagiert hat. Wenn dieses Buch und das Siegel aus den Händen eines solchen Zirkels stammen, dann ist der Schutz, den sie bieten wollten, vielleicht selbst ein Gift.“
      Er fährt sich unruhig mit der Hand durch das Haar. Die Sorge um Rhiannon wächst mit jedem Herzschlag. „Du sagst, sie waren nicht für ihre Herzensgüte bekannt. Das bedeutet, ihre Zauber haben immer einen Preis. Ich fürchte, Rhiannon zahlt diesen Preis gerade, während wir hier reden.“

      Thoras Seufzen entgeht ihm nicht, und er legt ihr kurz die Hand auf den Unterarm. „Wir werden diesen Albtraum beenden, Thora. Für Alfred und für dieses Dorf. Aber ich muss nach ihr sehen. Irgendetwas fühlt sich... zu friedlich an. Elfen schlafen normalerweise nicht so tief, nicht nach so einem Vorfall.“

      Mit einem entschlossenen Nicken erhebt er sich. Sein Stuhl scharrt laut über den Dielenboden. Er lässt das Buch der Hexe auf dem Tisch liegen, als würde es plötzlich glühen, und geht mit schnellen, aber leisen Schritten zurück zum Schlafzimmer.
      An der Tür bleibt er kurz stehen. Sein eisblaues Auge pulsiert nun rhythmisch in einem kalten Licht. Er drückt die Klinke vorsichtig nach unten und späht hinein. Rhiannon liegt noch immer genauso da, wie er sie verlassen hat – vollkommen still. Doch für einen Paladin des Helm sieht dieser Frieden jetzt nicht mehr nach Erholung aus, sondern nach einer Falle.
      „Rhiannon?“, flüstert er in die Stille des Raumes.
      Nyarlathotep… das kriechende Chaos… Ich bin der letzte…
      Ich werde es der lauschenden Leere verkünden…
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      Rhiannon bleibt angesichts des Zaubers völlig ruhig liegen. Ihr Körper liegt dort. friedlich. still.
      Aber der Paladin bemerkt die Show die ihm geboten wird.

      Es hat nichts mit Ruhe zu tun.
      Denn hinter geschlossenen Liedern durchlebt Rhiannon die schlimmsten Momente ihres Lebens, 1000 mal schlimmer.

      Es war damals nicht nur das gehen das schmerzte. Es war nicht nur der schmerz, die ehre verloren zu haben. Nein

      Kurz bevor die Thieflingsdame ihren Zirkel besuchte, war Rhiannon mit dem Geschenk eines Kindes gesegnet. Aber als der Stress begann, und RHi wusste, dass sie ersetzt werden würde, verstand ihr Körper es ebenfalls und sie verlor das Kind.
      Und so musste sie sich von diesem ungeborenen Kind verabschieden.
      Rhiannon musste sich ebenfalls von ihren Eltern trennen. Ihrer kleinen Schwester.
      Sie wird sich nicht mehr and Rhi erinnern können, da sie erst 4 Jahre ist.
      Sie wird sie mit der Zeit vergessen, als hätte es ihre große Schwester nie gegeben.
      In Rhi bricht etwas. Die Realität so vor Augen geführt zu bekommen, bricht ihre sonst so gute Laune. In ihrem inneren bricht sie klein zusammen. Kauert sich am Boden zusammen in tränen.

      Sie steht neben all diesen dingen, als wäre sie eine dritte Person, eine außenstehende, ein geist.
      Hilflos. Machtlos

      Doch im außen war sie ruhig.
      Friedlich
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