Alex
Arkham, eine kleine Universitätsstadt in der Region New England im Bundesstaat Massachusetts, lag unter einer dichten Decke aus schweren grauen Regenwolken. Ein kalter Herbstregen fiel seit Stunden ununterbrochen auf die alten Straßen der Stadt, ließ das Kopfsteinpflaster glänzen und hüllte die Häuser in eine trübe, beinahe bedrückende Stimmung. Für diese Jahreszeit war solches Wetter nichts Ungewöhnliches, doch an diesem Tag wirkte alles noch ein wenig dunkler und stiller als sonst.
Im Gebäude der Polizeistation von Arkham, einem etwas in die Jahre gekommenen Backsteinbau am Rand der Innenstadt, saß der neue Polizeichef in seinem Büro. Das Zimmer war schlicht eingerichtet: ein großer hölzerner Schreibtisch, zwei Aktenschränke voller vergilbter Ordner, eine alte Stehlampe und ein Fenster, das hinaus auf die regennasse Straße blickte.
Leise knisternd lief auf einem kleinen Radio auf der Fensterbank die Wettermeldung des lokalen Senders. Die monotone Stimme des Sprechers berichtete von weiteren Regenfällen und starkem Wind, der in der Nacht über die Küste ziehen sollte.
Auf dem Schreibtisch vor ihm hatte sich ein ansehnlicher Stapel aus Meldungen und Berichten angesammelt. Alex war erst seit wenigen Wochen Polizeichef von Arkham und arbeitete sich noch immer durch die alltäglichen Vorfälle der Stadt. Doch vieles davon war harmlos und beinahe schon routinemäßig.
Ein paar Strafzettel wegen Falschparkens in der Nähe der Universität.
Eine Beschwerde von zwei Nachbarn, die sich darüber stritten, wessen Mülltonne im falschen Bereich der Straße stand.
Ein Bericht über Ruhestörung während der Mittagsruhe.
Und natürlich mehrere kurze Protokolle über kleine Schlägereien betrunkener Studenten aus den Bars rund um den Campus.
Nichts, was eine ruhige Kleinstadt nicht regelmäßig beschäftigte.
Alex, der Polizeichef von Arkham, lehnte sich langsam in seinem Stuhl zurück. Der alte Ledersessel knarrte leise unter seinem Gewicht. Einen Moment lang schloss er die Augen und hörte nur dem gleichmäßigen Trommeln des Regens zu, das gegen die Fensterscheiben prasselte.
Schließlich öffnete er die Augen wieder und blickte hinaus auf die Straße. Die wenigen Menschen, die noch unterwegs waren, huschten mit hochgezogenen Mänteln und Regenschirmen über den Gehweg. Die Regentropfen liefen in langen Bahnen über das Glas des Fensters und verzerrten die Lichter der Straßenlaternen zu verschwommenen gelblichen Flecken.
Für einen Augenblick lag eine seltsame Ruhe über der Stadt – eine Ruhe, die beinahe zu vollkommen wirkte.
Arkham, eine kleine Universitätsstadt in der Region New England im Bundesstaat Massachusetts, lag unter einer dichten Decke aus schweren grauen Regenwolken. Ein kalter Herbstregen fiel seit Stunden ununterbrochen auf die alten Straßen der Stadt, ließ das Kopfsteinpflaster glänzen und hüllte die Häuser in eine trübe, beinahe bedrückende Stimmung. Für diese Jahreszeit war solches Wetter nichts Ungewöhnliches, doch an diesem Tag wirkte alles noch ein wenig dunkler und stiller als sonst.
Im Gebäude der Polizeistation von Arkham, einem etwas in die Jahre gekommenen Backsteinbau am Rand der Innenstadt, saß der neue Polizeichef in seinem Büro. Das Zimmer war schlicht eingerichtet: ein großer hölzerner Schreibtisch, zwei Aktenschränke voller vergilbter Ordner, eine alte Stehlampe und ein Fenster, das hinaus auf die regennasse Straße blickte.
Leise knisternd lief auf einem kleinen Radio auf der Fensterbank die Wettermeldung des lokalen Senders. Die monotone Stimme des Sprechers berichtete von weiteren Regenfällen und starkem Wind, der in der Nacht über die Küste ziehen sollte.
Auf dem Schreibtisch vor ihm hatte sich ein ansehnlicher Stapel aus Meldungen und Berichten angesammelt. Alex war erst seit wenigen Wochen Polizeichef von Arkham und arbeitete sich noch immer durch die alltäglichen Vorfälle der Stadt. Doch vieles davon war harmlos und beinahe schon routinemäßig.
Ein paar Strafzettel wegen Falschparkens in der Nähe der Universität.
Eine Beschwerde von zwei Nachbarn, die sich darüber stritten, wessen Mülltonne im falschen Bereich der Straße stand.
Ein Bericht über Ruhestörung während der Mittagsruhe.
Und natürlich mehrere kurze Protokolle über kleine Schlägereien betrunkener Studenten aus den Bars rund um den Campus.
Nichts, was eine ruhige Kleinstadt nicht regelmäßig beschäftigte.
Alex, der Polizeichef von Arkham, lehnte sich langsam in seinem Stuhl zurück. Der alte Ledersessel knarrte leise unter seinem Gewicht. Einen Moment lang schloss er die Augen und hörte nur dem gleichmäßigen Trommeln des Regens zu, das gegen die Fensterscheiben prasselte.
Schließlich öffnete er die Augen wieder und blickte hinaus auf die Straße. Die wenigen Menschen, die noch unterwegs waren, huschten mit hochgezogenen Mänteln und Regenschirmen über den Gehweg. Die Regentropfen liefen in langen Bahnen über das Glas des Fensters und verzerrten die Lichter der Straßenlaternen zu verschwommenen gelblichen Flecken.
Für einen Augenblick lag eine seltsame Ruhe über der Stadt – eine Ruhe, die beinahe zu vollkommen wirkte.