Kyle
Los Angeles, am 14. April
Da lag ich wieder schweißgebadet in meinem Bett. Ich hatte wieder diese Alpträume, die, die mich seit meiner Kindheit verfolgten. Manchmal wünschte ich mir das das nie passiert wäre, aber es war nicht möglich. Ich sah diese leblosen Gesichter meiner Eltern vor mir. Das Auto war ein Totalschaden. Tom der mich aus dem Auto zerrte und ich der kleine Junge der einfach nur weinte und schrie und versuchte sich aus dem Griff von ihm zu lösen.
Es ging alles so schnell. Ich wusste nur das ich mich mit Tom über irgendetwas gestritten hatte. Mein Vater sahs am Steuer, meine Mutter versuchte zwischen uns zu schlichten und dann war es vorbei. Ich hatte zwischendurch einen Filmriss und wusste nicht wie der Unfall genau passiert ist. Doch ich gebe mir bis heute die Schuld daran.
Ich versuchte meine Atmung unter Kontrolle zu bringen und öffnete vorsichtig die Augen. Das Licht was durch mein Fenster schien, blendete mich und ich legte meinen Arm wieder über meine Augen. Der Duft von frischen Kaffee und Eiern und Speck lag in der Luft. Ich stöhnte auf und rappelte mich doch allmählich aus dem Bett auf.
Der erste Weg brachte mich ins Badezimmer, ich musste dringend unter die Dusche. Das warme Wasser hüllte mich ein und ich blieb ein paar Minuten länger darunter stehen.
Mein Blick in den Spiegel verriet wie schlecht ich geschlafen hatte. Ich versuchte das Beste aus dem Tag zu machen, denn heute Abend gab es wieder einen Gig in einer großen Konzerthalle. Und ich musste wieder bei der Sache sein und über tausenden von Menschen eine gute Zeit bescheren. Ich ging wieder zurück ins Schlafzimmer und zog mir bequeme Kleidung an. Ich ging die große Metalltreppe nach unten sah meinen Bruder wie er mit einem Kaffee in der Hand nach Draußen schaute. "Morgen", murmelte ich. Er drehte sich zu mir um und zog eine Augenbraue nach oben. "Guten Morgen. Du siehst aus als hättest du kein Auge zu getan." Ich ging in die offene Küche und goss mir Kaffee in die Tasse ein. "Heute ist ein großer Tag. Ich hab noch ein wenig über die Songs nachgedacht die wir heute spielen werden", log ich. Ich war mittlerweile perfekt darin zu lügen. Was natürlich nicht so berauschend war. Aber ich hatte keine andere Wahl. Ich wollte nicht das sich irgendjemand Sorgen um mich macht. Auch wenn mein Körper mittlerweile nach Hilfe schrie, mehr als mir lieb war. Tom lies es dabei bleiben und setzte sich an den Tisch. Ich legte mir eine Portion Eier und Speck auf den Teller und setzte mich zu ihm. "Also wann kommen die Anderen?" Tom sah auf sein Handy. "Vince und Phil kommen heute Nachmittag und der Rest des Teams sehen wir dann bei der Generalprobe." Ich aß von meinem Teller und nickte ihm zu. "Gut dann hab ich noch ein wenig Zeit mich auszuruhen." Tom nippte an seinem Kaffee. "Mach das was dir gut tut."
Das lies ich mir natürlich nicht zweimal sagen. Ich ruhte mich noch ein wenig aus, nachdem ich Tom in der Küche half Ordnung zu schaffen. Später am Nachmittag kamen die Jungs und wir machten uns ein wenig warm, quatschten und hatten eine gute Zeit.
Am Abend gegen 19 Uhr fuhren wir dann zur Konzerthalle. Überall stand unser Name bereits. Ob als Poster oder Plakat. In der Halle selbst herrschte auch reges Treiben. Wir Jungs machten uns mit der Bühne vertraut und besprachen noch ein paar wichtige Sachen mit dem Team. Wir probten unseren Auftritt und dann zogen wir uns Backstage zurück um uns fertig zu machen. Ich spürte wie mein Köper bereits rebellierte. Das Adrenalin ging durch meinen Körper durch. Ich war aufgeregt und ich spürte wie das Nasenbluten wieder zurück kam. Schnell ging ich zur Toilette und wischte mir das Blut weg. Ich nahm mir ein Handtuch und drängte es in kaltes Wasser. Ich legte es anschließend auf meinen Nacken und lies den Kopf nach unten gerichtet. Es dauerte ein paar Minuten eh es vorbei war. Ich ging zurück zu den Jungs und ich war froh das es keiner mitbekommen hat, das ich kurz weg war. Jetzt gab es kein zurück mehr. Wir konnten hinter Bühne schon die kreischenden und jubelnden Menschen hören. "Einen großen Applaus für Triple Distortion."
Wir liefen auf die Bühne und begrüßten die Leute. "Seit ihr gut drauf?" Die Masse schrie auf. "Dann kann es ja los gehen." Vince stimmte mit seiner Gitarre das erste Lied ein und ich begab mich ans Mikrofon. Ich begann die ersten Zeilen von "No limits" zu singen. Phil fing auch an am Schlagzeug zu spielen.
Überall waren Handys auf uns gerichtet und die Menschen sangen mit. Wir spielten einen Song nach den anderen.
Der Abend schien perfekt zu werden...
.. bis mir kurz schwarz vor Augen wurde. Ich fing mich kurz wieder und war froh das wir gerade beim letzten Song angekommen waren. Ich versuchte mich zusammen zu reißen. Nachdem unser Auftritt zu Ende war verließ ich eilig die Bühne. Ich brauchte frische Luft. Ich schritt durch die Gänge und lief auch an den verschiedenen Snackbars und Getränkebars vorbei. Ich wollte einfach nur raus.
Mein Weg führte mich hinter die Konzerthalle, in einer Gasse sackte ich schließlich zusammen.
Los Angeles, am 14. April
Da lag ich wieder schweißgebadet in meinem Bett. Ich hatte wieder diese Alpträume, die, die mich seit meiner Kindheit verfolgten. Manchmal wünschte ich mir das das nie passiert wäre, aber es war nicht möglich. Ich sah diese leblosen Gesichter meiner Eltern vor mir. Das Auto war ein Totalschaden. Tom der mich aus dem Auto zerrte und ich der kleine Junge der einfach nur weinte und schrie und versuchte sich aus dem Griff von ihm zu lösen.
Es ging alles so schnell. Ich wusste nur das ich mich mit Tom über irgendetwas gestritten hatte. Mein Vater sahs am Steuer, meine Mutter versuchte zwischen uns zu schlichten und dann war es vorbei. Ich hatte zwischendurch einen Filmriss und wusste nicht wie der Unfall genau passiert ist. Doch ich gebe mir bis heute die Schuld daran.
Ich versuchte meine Atmung unter Kontrolle zu bringen und öffnete vorsichtig die Augen. Das Licht was durch mein Fenster schien, blendete mich und ich legte meinen Arm wieder über meine Augen. Der Duft von frischen Kaffee und Eiern und Speck lag in der Luft. Ich stöhnte auf und rappelte mich doch allmählich aus dem Bett auf.
Der erste Weg brachte mich ins Badezimmer, ich musste dringend unter die Dusche. Das warme Wasser hüllte mich ein und ich blieb ein paar Minuten länger darunter stehen.
Mein Blick in den Spiegel verriet wie schlecht ich geschlafen hatte. Ich versuchte das Beste aus dem Tag zu machen, denn heute Abend gab es wieder einen Gig in einer großen Konzerthalle. Und ich musste wieder bei der Sache sein und über tausenden von Menschen eine gute Zeit bescheren. Ich ging wieder zurück ins Schlafzimmer und zog mir bequeme Kleidung an. Ich ging die große Metalltreppe nach unten sah meinen Bruder wie er mit einem Kaffee in der Hand nach Draußen schaute. "Morgen", murmelte ich. Er drehte sich zu mir um und zog eine Augenbraue nach oben. "Guten Morgen. Du siehst aus als hättest du kein Auge zu getan." Ich ging in die offene Küche und goss mir Kaffee in die Tasse ein. "Heute ist ein großer Tag. Ich hab noch ein wenig über die Songs nachgedacht die wir heute spielen werden", log ich. Ich war mittlerweile perfekt darin zu lügen. Was natürlich nicht so berauschend war. Aber ich hatte keine andere Wahl. Ich wollte nicht das sich irgendjemand Sorgen um mich macht. Auch wenn mein Körper mittlerweile nach Hilfe schrie, mehr als mir lieb war. Tom lies es dabei bleiben und setzte sich an den Tisch. Ich legte mir eine Portion Eier und Speck auf den Teller und setzte mich zu ihm. "Also wann kommen die Anderen?" Tom sah auf sein Handy. "Vince und Phil kommen heute Nachmittag und der Rest des Teams sehen wir dann bei der Generalprobe." Ich aß von meinem Teller und nickte ihm zu. "Gut dann hab ich noch ein wenig Zeit mich auszuruhen." Tom nippte an seinem Kaffee. "Mach das was dir gut tut."
Das lies ich mir natürlich nicht zweimal sagen. Ich ruhte mich noch ein wenig aus, nachdem ich Tom in der Küche half Ordnung zu schaffen. Später am Nachmittag kamen die Jungs und wir machten uns ein wenig warm, quatschten und hatten eine gute Zeit.
Am Abend gegen 19 Uhr fuhren wir dann zur Konzerthalle. Überall stand unser Name bereits. Ob als Poster oder Plakat. In der Halle selbst herrschte auch reges Treiben. Wir Jungs machten uns mit der Bühne vertraut und besprachen noch ein paar wichtige Sachen mit dem Team. Wir probten unseren Auftritt und dann zogen wir uns Backstage zurück um uns fertig zu machen. Ich spürte wie mein Köper bereits rebellierte. Das Adrenalin ging durch meinen Körper durch. Ich war aufgeregt und ich spürte wie das Nasenbluten wieder zurück kam. Schnell ging ich zur Toilette und wischte mir das Blut weg. Ich nahm mir ein Handtuch und drängte es in kaltes Wasser. Ich legte es anschließend auf meinen Nacken und lies den Kopf nach unten gerichtet. Es dauerte ein paar Minuten eh es vorbei war. Ich ging zurück zu den Jungs und ich war froh das es keiner mitbekommen hat, das ich kurz weg war. Jetzt gab es kein zurück mehr. Wir konnten hinter Bühne schon die kreischenden und jubelnden Menschen hören. "Einen großen Applaus für Triple Distortion."
Wir liefen auf die Bühne und begrüßten die Leute. "Seit ihr gut drauf?" Die Masse schrie auf. "Dann kann es ja los gehen." Vince stimmte mit seiner Gitarre das erste Lied ein und ich begab mich ans Mikrofon. Ich begann die ersten Zeilen von "No limits" zu singen. Phil fing auch an am Schlagzeug zu spielen.
Überall waren Handys auf uns gerichtet und die Menschen sangen mit. Wir spielten einen Song nach den anderen.
Der Abend schien perfekt zu werden...
.. bis mir kurz schwarz vor Augen wurde. Ich fing mich kurz wieder und war froh das wir gerade beim letzten Song angekommen waren. Ich versuchte mich zusammen zu reißen. Nachdem unser Auftritt zu Ende war verließ ich eilig die Bühne. Ich brauchte frische Luft. Ich schritt durch die Gänge und lief auch an den verschiedenen Snackbars und Getränkebars vorbei. Ich wollte einfach nur raus.
Mein Weg führte mich hinter die Konzerthalle, in einer Gasse sackte ich schließlich zusammen.

