Sarina Hargraves:
Die Galaxis war niemals still. Selbst hier, tief unter der Oberfläche von Eira Prime, dem Planeten, den Sarina verwaltete, vibrierte die Luft vor Energie. Geräusche von Maschinen, das ferne Summen der planetaren Schilde, das kaum wahrnehmbare Knistern von Magie, die durch unterirdische Leitungen floss und all das bildete eine konstante Kulisse, an die man sich irgendwann gewöhnte oder zumindest vorgab, es zu tun. Inmitten dieses kontrollierten Chaos stand Sarina, hochgewachsen, makellos gekleidet, jede Bewegung präzise, als wäre sie selbst Teil des Systems, das sie regierte. Das Büro, in dem sie sich befand, war kein klassischer Konzernraum. Keine Glaswände mit Aussicht auf die Sterne. Keine Projektionen, die den Himmel simulierten. Stattdessen: schwere Strukturen aus kaltem Metall, durchzogen von schwebenden Datenbahnen und pulsierenden Energieknoten, die wie leuchtende Adern durch die dunklen Wände zogen. Es war ein Raum, der nicht beeindrucken sollte. Er sollte kontrollieren und es sollte ihr Raum sein. Sie stand mit verschränkten Armen vor einem holo-projizierten Modell des Planeten. Es zeigte, was niemand außerhalb der höchsten Konzernkreise sehen durfte...das pulsierende Herz des Planeten. Eine Struktur, die weder vollständig Maschine, noch vollständig Magie war. Ein System, lebendig und doch unendlich alt. Etwas, das die Galaxis stabilisierte oder zerreißen konnte. Etwas, das nicht stabil war „Statusbericht.“ Ihre Stimme war ruhig, nicht kalt und nicht laut, aber sie ließ keinen Widerspruch zu. Der leitende Technomagier schluckte sichtbar, bevor er antwortete. „Fluktuationen in Sektor drei nehmen zu. Die Energieausbrüche sind… stärker geworden. Wir konnten sie dieses Mal eindämmen aber nur, weil wir die Subsysteme überlastet haben. Wenn wir das erneut tun, riskieren wir.....“„Ich weiß, was wir riskieren.“ Sarina drehte sich langsam zu ihm um. Ihre eisblauen Augen fixierten ihn. Er senkte den Blick. „Verzeihung, Lady Hargrave.“ „Entschuldigen Sie sich nicht.“ Sie trat näher an die Projektion heran. Mit einer eleganten, aber scharf kontrollierten Handbewegung veränderte sie die Ansicht. Das Pulsieren wurde deutlicher. Die Linien wirkten wie Adern, die Gift statt Leben transportierten. „Sagen Sie mir stattdessen, wie lange wir noch haben.“ Der Magier sah sie an. „Wir können keine garantierte Zeitangabe geben.“ Sie atmete aus. Nicht hektisch oder frustriert, nur kontrolliert langsamer als zuvor. „Also…“ Ihre Stimme wurde sanft. Und genau deswegen spannte sich der gesamte Raum an. „… sind wir bereits in der Phase, in der jeder Tag Glück ist.“ Der Magier nickte. „Ja.“ Ein anderer Mitarbeiter meldete sich. „Wir könnten zusätzliche Stabilisationsmodule aus dem Zentralrat anfordern aber das würde Aufmerksamkeit erregen. Politische Fraktionen würden Fragen stellen. Und…" Er stockte kurz. "und Piraten würden es als Schwäche riechen. Konkurrenten würden Flotten bewegen. Militärische Fraktionen würden vorbereiten.“
Sarina schloss kurz die Augen. Für einen Moment sah sie müde aus. Dann war es wieder weg.Perfektion, präzise Kontrolle und Stärke. Sie richtete sich auf. „Nein...Keine offiziellen Anfragen. Keine Bewegungen, die nach Verzweiflung riechen. Wir halten die Illusion der Stabilität aufrecht. Solange es geht.“ Sie wandte sich zum Gehen, stoppte jedoch. „Und noch etwas.“ Ihre Stimme wurde leiser und persönlich Gefährlicher.„Jedes Dokument. Jeder interne Bericht über den Zustand des Kerns wird verschlüsselt. Höchste Klassifizierung. Wer versucht, Daten zu kopieren, verändert oder leakt auch nur ein Bit....“ Sie blickte über die Schulter. "wird nicht entlassen, Er wird neutralisiert.“ Niemand widersprach und Sie verließ den Raum. Ihre Schritte hallten auf dem glänzenden Boden, jeder Schritt rhythmisch und sicher. Begleitende Sicherheitsdrohnen schwebten diskret in ihrer Umgebung, kaum sichtbar, und nicht weil sie es brauchte, sondern weil die Galaxis sehen musste, dass sie keine Schwäche kannte. Doch hinter dieser perfekten Oberfläche arbeiteten ihre Gedanken ununterbrochen. Energiefluktuationen.
Instabilität. Zunehmende Bedrohung von außen und was persönliches. Sie hielt an, als die Tür zu ihrem privaten Kommzimmer sich automatisch öffnete. Kein prunkvoller Raum, er war funktional und Minimalistisch. Nur ein Tisch, eine holografische Kommunikationsfläche und ein einzelnes, schlichtes Artefakt auf einem Sockel, ein altes Schmuckstück. Das Schmuckstück ihrer Mutter. Ihr Blick blieb einen Augenblick zu lange daran hängen. Dann zwang sie sich weiter. Sie aktivierte die Konsole. Kein Konzernlogo erschien. Keine Identifikation. Nur eine offene Eingabeleiste für Koordinaten und eine Transmissionsfrequenz, die offiziell gar nicht existieren sollte. Ihre Finger bewegten sich ruhig. Jede Eingabe war präzise, keine Unsicherheit. Als die Frequenz stand, verharrte sie einen Moment und lächelte. Es war kein kaltes, kein berechnetes Lächeln, es war Traurig. Wärmer, als sie jemals in der Öffentlichkeit wirken würde. „Es ist Zeit.“ Sie sendete die Nachricht. Keine Unterschrift und kein Siegel. Nur Koordinaten und ein einziger Satz. „Wenn du diesen Job annimmst, wird nichts mehr so sein wie vorher.“ Als die Übertragung verschickt war, blieb sie stehen und zum ersten Mal seit langer Zeit war die perfekte CEO nicht alleinige Herrscherin über ihre Gedanken. Sie war auch Stiefschwester. Sie war Tochter. Sie war auch jemand, der wusste, dass Ordnung manchmal nur eine fragile Lüge war. Sie hatte die einzige Person gerufen, die frei genug war, Nein zu sagen, Oder stark genug, sie selbst aufzuhalten, wenn es nötig wurde. Sie atmete tief ein. Die Galaxis bewegte sich weiter....
@Karuh
Zur Vorstellung: Sisters of broken Gravity [Karuh & Arktos]
Die Galaxis war niemals still. Selbst hier, tief unter der Oberfläche von Eira Prime, dem Planeten, den Sarina verwaltete, vibrierte die Luft vor Energie. Geräusche von Maschinen, das ferne Summen der planetaren Schilde, das kaum wahrnehmbare Knistern von Magie, die durch unterirdische Leitungen floss und all das bildete eine konstante Kulisse, an die man sich irgendwann gewöhnte oder zumindest vorgab, es zu tun. Inmitten dieses kontrollierten Chaos stand Sarina, hochgewachsen, makellos gekleidet, jede Bewegung präzise, als wäre sie selbst Teil des Systems, das sie regierte. Das Büro, in dem sie sich befand, war kein klassischer Konzernraum. Keine Glaswände mit Aussicht auf die Sterne. Keine Projektionen, die den Himmel simulierten. Stattdessen: schwere Strukturen aus kaltem Metall, durchzogen von schwebenden Datenbahnen und pulsierenden Energieknoten, die wie leuchtende Adern durch die dunklen Wände zogen. Es war ein Raum, der nicht beeindrucken sollte. Er sollte kontrollieren und es sollte ihr Raum sein. Sie stand mit verschränkten Armen vor einem holo-projizierten Modell des Planeten. Es zeigte, was niemand außerhalb der höchsten Konzernkreise sehen durfte...das pulsierende Herz des Planeten. Eine Struktur, die weder vollständig Maschine, noch vollständig Magie war. Ein System, lebendig und doch unendlich alt. Etwas, das die Galaxis stabilisierte oder zerreißen konnte. Etwas, das nicht stabil war „Statusbericht.“ Ihre Stimme war ruhig, nicht kalt und nicht laut, aber sie ließ keinen Widerspruch zu. Der leitende Technomagier schluckte sichtbar, bevor er antwortete. „Fluktuationen in Sektor drei nehmen zu. Die Energieausbrüche sind… stärker geworden. Wir konnten sie dieses Mal eindämmen aber nur, weil wir die Subsysteme überlastet haben. Wenn wir das erneut tun, riskieren wir.....“„Ich weiß, was wir riskieren.“ Sarina drehte sich langsam zu ihm um. Ihre eisblauen Augen fixierten ihn. Er senkte den Blick. „Verzeihung, Lady Hargrave.“ „Entschuldigen Sie sich nicht.“ Sie trat näher an die Projektion heran. Mit einer eleganten, aber scharf kontrollierten Handbewegung veränderte sie die Ansicht. Das Pulsieren wurde deutlicher. Die Linien wirkten wie Adern, die Gift statt Leben transportierten. „Sagen Sie mir stattdessen, wie lange wir noch haben.“ Der Magier sah sie an. „Wir können keine garantierte Zeitangabe geben.“ Sie atmete aus. Nicht hektisch oder frustriert, nur kontrolliert langsamer als zuvor. „Also…“ Ihre Stimme wurde sanft. Und genau deswegen spannte sich der gesamte Raum an. „… sind wir bereits in der Phase, in der jeder Tag Glück ist.“ Der Magier nickte. „Ja.“ Ein anderer Mitarbeiter meldete sich. „Wir könnten zusätzliche Stabilisationsmodule aus dem Zentralrat anfordern aber das würde Aufmerksamkeit erregen. Politische Fraktionen würden Fragen stellen. Und…" Er stockte kurz. "und Piraten würden es als Schwäche riechen. Konkurrenten würden Flotten bewegen. Militärische Fraktionen würden vorbereiten.“
Sarina schloss kurz die Augen. Für einen Moment sah sie müde aus. Dann war es wieder weg.Perfektion, präzise Kontrolle und Stärke. Sie richtete sich auf. „Nein...Keine offiziellen Anfragen. Keine Bewegungen, die nach Verzweiflung riechen. Wir halten die Illusion der Stabilität aufrecht. Solange es geht.“ Sie wandte sich zum Gehen, stoppte jedoch. „Und noch etwas.“ Ihre Stimme wurde leiser und persönlich Gefährlicher.„Jedes Dokument. Jeder interne Bericht über den Zustand des Kerns wird verschlüsselt. Höchste Klassifizierung. Wer versucht, Daten zu kopieren, verändert oder leakt auch nur ein Bit....“ Sie blickte über die Schulter. "wird nicht entlassen, Er wird neutralisiert.“ Niemand widersprach und Sie verließ den Raum. Ihre Schritte hallten auf dem glänzenden Boden, jeder Schritt rhythmisch und sicher. Begleitende Sicherheitsdrohnen schwebten diskret in ihrer Umgebung, kaum sichtbar, und nicht weil sie es brauchte, sondern weil die Galaxis sehen musste, dass sie keine Schwäche kannte. Doch hinter dieser perfekten Oberfläche arbeiteten ihre Gedanken ununterbrochen. Energiefluktuationen.
Instabilität. Zunehmende Bedrohung von außen und was persönliches. Sie hielt an, als die Tür zu ihrem privaten Kommzimmer sich automatisch öffnete. Kein prunkvoller Raum, er war funktional und Minimalistisch. Nur ein Tisch, eine holografische Kommunikationsfläche und ein einzelnes, schlichtes Artefakt auf einem Sockel, ein altes Schmuckstück. Das Schmuckstück ihrer Mutter. Ihr Blick blieb einen Augenblick zu lange daran hängen. Dann zwang sie sich weiter. Sie aktivierte die Konsole. Kein Konzernlogo erschien. Keine Identifikation. Nur eine offene Eingabeleiste für Koordinaten und eine Transmissionsfrequenz, die offiziell gar nicht existieren sollte. Ihre Finger bewegten sich ruhig. Jede Eingabe war präzise, keine Unsicherheit. Als die Frequenz stand, verharrte sie einen Moment und lächelte. Es war kein kaltes, kein berechnetes Lächeln, es war Traurig. Wärmer, als sie jemals in der Öffentlichkeit wirken würde. „Es ist Zeit.“ Sie sendete die Nachricht. Keine Unterschrift und kein Siegel. Nur Koordinaten und ein einziger Satz. „Wenn du diesen Job annimmst, wird nichts mehr so sein wie vorher.“ Als die Übertragung verschickt war, blieb sie stehen und zum ersten Mal seit langer Zeit war die perfekte CEO nicht alleinige Herrscherin über ihre Gedanken. Sie war auch Stiefschwester. Sie war Tochter. Sie war auch jemand, der wusste, dass Ordnung manchmal nur eine fragile Lüge war. Sie hatte die einzige Person gerufen, die frei genug war, Nein zu sagen, Oder stark genug, sie selbst aufzuhalten, wenn es nötig wurde. Sie atmete tief ein. Die Galaxis bewegte sich weiter....
@Karuh
Zur Vorstellung: Sisters of broken Gravity [Karuh & Arktos]

