The Echo Beyond Eternity [Watermoon & Arktos]

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    • The Echo Beyond Eternity [Watermoon & Arktos]

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      Poseidon:
      Der Sturz aus Valhalla fühlt sich nicht an wie Fallen sondern fühlte sich an wie Erinnern. Poseidon riss durch Schichten aus Licht, Wolken und Zeit, während um ihn herum das Meer erwachte. Stimmen vergangener Ozeane flüstern seinen Namen, Strömungen beugen sich, lange bevor er die Erde erreicht. Für einen Moment könnte er alles überfluten, Küsten verschlingen, Städte ertränken. Doch der Auftrag hallt nach. Unter den Sterblichen wandeln. Beobachten und Finden. Mit einem donnernden Zischen trifft er auf Wasser. Kein göttlicher Aufprall, kein Weltbruch nur ein kontrolliertes Eintauchen, als würde das Meer ihn verschlucken wie einen verlorenen Sohn. Als er wieder auftaucht, ist er kein Gott mehr, zumindest nicht äußerlich. Ein Mann steht im seichten Wasser. Groß und Breitschultrig. Salziges Haar, das die Sonne bereits gebleicht hat. Seine Augen waren tief, kalt, wie eine See kurz vor dem Sturm. Die Macht ist gedämpft, gebunden, aber sie schläft nicht. Sie lauert. Die Küste lebt. Surfer tragen Bretter, lachen, rufen einander zu. Musik weht aus einer Strandbar herüber. Niemand ahnt, dass der Herrscher der Meere gerade zwischen ihnen steht. Poseidon verzieht leicht den Mund.
      „Primitive Rituale“, murmelt er. Doch seine Füße sinken genüsslich in den Sand....

      Tage später...

      „Also… du bist wirklich gut.“ Der Besitzer der Surfschule kratzt sich am Bart und beobachtet, wie Poseidon, jetzt unter dem Namen Leon, mit einem Schüler aus dem Wasser kommt. Ruhig und Kontrolliert. Jeder Handgriff sitzt. Die Wellen gehorchen ihm nicht offen, aber sie respektieren ihn. „Die Leute hören auf dich“, fährt der Mann fort. „Und irgendwie… passieren weniger Unfälle, wenn du draußen bist.“ Poseidon sagt nichts. Er braucht kein Lob von Sterblichen. Doch der Ozean hinter ihm kräuselt sich zufrieden.„Du kannst morgen anfangen“, entscheidet der Besitzer schließlich. „Surf­lehrer. Bezahlung ist okay. Unterkunft auch.“ Poseidon nickt knapp. Ein Gott, der einst Kontinente versenkte, unterrichtet nun Menschen darin, nicht von den Wellen getötet zu werden.

      Später als die Sonne unterging und das Wasser blutig orange färbte, saß Poseidon auf seinem Brett draußen jenseits der Brandung, wo kaum jemand hinschwimmt. Hier ist es still. Er schloss die Augen und spürte eine Flackern. Eine fremde Energie, weit entfernt, aber sehr mächtig. Nicht göttlich, sondern menschlicher naiver Natur, unbewusst. Das muss einer der beiden sein. „Du bist hier“, sagt er leise zum Meer. Die Wellen antworten nicht in Worten, sondern zeigten ihm die Richtung . Ein Zug, kaum wahrnehmbar, als würde die Strömung selbst ihm den Weg zeigen wollen. Poseidon öffnet die Augen. „Bald“, murmelt er. „Sehr bald.“ Hinter ihm bricht eine perfekte Welle. Er paddelt an, steht auf und für einen Augenblick, nur einen, sieht es so aus, als würde das Meer ihn tragen wie einen König. Niemand ahnte was noch in der Menschenwelt erwacht war...

      Hermes
      Der Abstieg aus Valhalla ist für Hermes kein Sturz, sondern eher wie ein Tanz. Er glitt durch die Schleier zwischen den Welten, ddrehte ich, lachte leise, während die Realität unter ihm Form annimmt. Städte wachsen ihm entgegen, Lichter flackern, Stimmen prallen aufeinander. Nachrichten, Geheimnisse, Lügen er hört sie alle, noch bevor er landet. Mit einem leichten Klack berühren seine Schuhe Asphalt. Er stand n einer schmalen Gasse zwischen zwei Straßenlaternen. Schlank, beweglich, ein Gesicht, das man sich merkt, aber nie richtig beschreiben kann. Seine Augen funkeln hellrot, wach, immer einen Gedanken voraus. Die göttlichen Flügel sind verschwunden, doch die Geschwindigkeit ist geblieben. Gedämpft und Gezähmt, Ungeduldig.
      Hermes zieht seine Jacke zurecht. „Menschenwelt“, murmelt er. „Immer noch chaotisch. Herrlich.“

      Dann einige Tage später....

      „Du hast den Job.“ Die Chefin des kleinen Kurier- und Expressdienstes schaut auf ihr Tablet, dann auf ihn. Hermes, jetzt bekannt Eli, saß locker auf einem Stuhl, ein Bein über der Lehne, als hätte er es eilig, selbst hier. „Du bist zu schnell für die Tests“, fährt sie fort. „Kein Navi gebraucht und…“ sie zögert, „…du hast jedes Paket exakt da abgeliefert, wo es sein sollte. Manche Kunden meinten sogar, du hättest Dinge gewusst, die sie nie gesagt haben.“ Hermes lächelt schief.
      „Gutes Gehör.“ Sie schnaubt. „Du fängst sofort an.“ Ein Götterbote, degradiert zum Kurier. Oder perfekter getarnt als je zuvor. Auf der Straße. Hermes bewegte sich durch die Stadt. Er hört Gespräche im Vorbeigehen, Lippen in spiegelnden Fenstern, spürt Spannungen in der Luft. Menschen erzählen ihm mehr, als sie sollten, ein Talent, das nichts mit Magie und alles mit Aufmerksamkeit zu tun hat.Doch dann, Ein Paket, Klein und Unspektakulär. Aber es summte nicht hörbar... Hermes bleibt stehen. „Ah“, flüstert er. „Da bist du ja.“ Ein Name will sich in seinen Kopf drängen. Kein Gott und auch kein Dämon, sondern ein Mensch. Ein Wunderkind. Er weiß nicht, wer, nur, dass diese Lieferung kein Zufall ist. Der Absender existiert offiziell nicht. Die Adresse führt zu einem alten Musikclub nahe dem Hafen.

      @Watermoon
    • Elias

      Es gab nur wenige Dinge auf der Welt, die ihn begeisterten.
      Eines davon war das Meer. Er liebte die Welle, wenn sie am Ufer brachen. Er liebte den Geruch nach Salz, das Kreischen der Möwen.
      Eigentlich alles!
      Immer, wenn ihn seine Vergangenheit einholte oder der Stress der Uni seine innere Ruhe ins Wanken brachte, zog er sich hierher zurück.
      So auch an einem Samstag. Der Tag war einer jener gewesen, die er am liebsten in den Müll geworfen hätte- nicht, dass dies möglich gewesen wäre natürlich. Fasziniert blickte Elias in die Ferne, sah dem Schauspiel von Sonne und Meer begeistert zu.
      Seine Zehen wurden von den Wellen gekitzelt, Sand sammelte sich in den Zwischenräumen. Der junge Student atmete tief durch. Seine Augen schlossen sich entspannt und ein friedliches Lächeln legte sich auf seine Lippen.
      Solche Momente sollte es öfter geben! Heute schien zudem einer seiner Glückstage zu sein- es waren kaum Menschen zu sehen.

      Kirian

      ~I lie awake in Bed every night.
      The same game every day. Wake up, laugh, smile.
      But…what’s inside me?
      How much longer should I suffer, how long should I hide my pain?
      I hate this farcade, my life is just a show, a farce.
      Yes, I live in a game in which life means, having to be strong.
      No tears, no noise to indicate how hurt you are.
      No whimpering, no pleading…
      loneliness, sadness, hatred…~

      Schon mit der ersten Strophe war für Kirian klar: Das würde ein neuer Hit werden. Seine Bandkollegen wussten nicht, dass es seine "echten" Gefühle waren. Für sie war der Text nur einer von vielen.
      Nie wären sie auf den Gedanken gekommen, dass ihr Sänger all seine Emotionen hier hineinsteckte.

      ~Fears runs through me every day.
      The fear of being disappointed, the fear of new wounds, new torments…
      caused by the ones I love.
      Do they love me too?
      My friends…are they real? Can I trust them?
      My life consists of so many contradictions, so many worries…
      It’s the old song…
      The song of love and pain…~

      Nach dem Refrain verstummte die Band. Sie hatten lange über den möglichen Stil nachgedacht und vieles getestet.
      "Soo...ich denke, wir machen morgen weiter!" entschied Kirian mit fester Stimme. Er wollte seinen Freunden danken, als er die Klingel vernahm.
      Da er die anderen ohnehin nach draußen bringen wollte, konnte er genauso gut auch die Tür öffnen.
      Gesagt, getan. Er schloss die Eingangstür auf- und blickte in ein vollkommen fremdes Gesicht.
      ~Nur die Kämpfer werden siegen.~