tempest of the blue [Arktos & Domino]

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    • tempest of the blue [Arktos & Domino]


      Nach den Ereignissen auf Enies Lobby und der Niederlage gegen die Strohhüte, wurden die ehemaligen Agenten der Cipherpol Nummer 9 für alles verantwortlich gemacht, um letztlich dafür von der Weltregierung gejagt zu werden. Fortan lautete ihr Ziel zu überleben, der Marine zu entkommen und vielleicht doch noch einen Weg finden, wieder zurück zu Cipherpol zu kommen. Waffen ohne Zweck hatten letztlich nun einmal eben keine Daseinsberechtigung. Während ihrer Flucht gelang es ihnen, eine Verschwörung, die Spandine, der ehemalige Oberbefehlshaber der CP9, gegen die Regierung angezettelt hatte, zu vereiteln, sodass Lucci einen Deal mit der Regierung aushandeln konnte und ihnen in Aussicht gestellt wurde, zur Cipherpol zurückkehren zu können. Die einzige Bedingung lautete allerdings, dass sie zuvor ihre Nützlichkeit unter Beweis stellten. Aus diesem Grund wurde Kalifa schließlich zur Marine geschickt, um dort für die nächsten Monate zu dienen.

      "Fear of death is worse than the death itself"
      by Shuichi Akai

      "Lächle. Du kannst sie nicht alle töten."

    • Name: Valeria “Crimson Duchess” Ravencroft
      Rang: Vizeadmirälin
      Alter: ca. 29 Jahre
      Herkunft: West Blue, adlige Familie
      Größe: 1,78 m
      Aktueller Status: Mitglied der Marine mit dem Rang Vizeadmirälin


      Aussehen

      Valeria trägt lange, tiefrote Haare, einen weißen Anzug, häufig ergänzt durch einen weißen Mantel der Marine. Ihre Ausstrahlung ist kühl, selbstbewusst und verführerisch gefährlich. Eine dezente Schmuckkette und ein einzelner Ohrring sind ihr Markenzeichen, Symbole ihres alten Familienstandes.


      Persönlichkeit

      Charmant & manipulativ Sie weiß genau, wie sie Menschen lenken kann, mit Lächeln oder Drohung.
      Kalt & professionell Im Dienst strikt und unnachgiebig.
      Zuvorkommend & loyal Respektiert diejenigen, die ihr Herz gewonnen haben.
      Touchy, Kommt anderen manchmal körperlich näher, um Dominanz zu zeigen oder zu beruhigen.
      Gewissenhaft Sie hält sich an das, was für sie „Gerechtigkeit“ bedeutet, selbst wenn es gegen Befehle geht.
      Stark & unnahbar Emotionen sind für sie Schwäche… zumindest äußerlich.
      Weicher Kern Unter ihrer Rüstung befindet sich ein gebrochenes Herz voller Mitgefühl, das sie versteckt.


      Sie lebt nach ihrem eigenen Moralcode:
      „Gerechtigkeit braucht Fingerspitzengefühl und manchmal eine eiserne Faust.“

      Hobbys und Sonstiges:
      Lesen, Tanzen, Ist eine besonders gute Masseurin (Druckpunkte, Akupunktur etc), mag guten Wein, Schmuck, Ordnung und Sauberkeit,Tiere, hasst dafür Egoisten, Unordnung und zu scharfes Essen... mehr folgt

      Hintergrundgeschichte

      Valeria entstammt einem adligen Haus im West Blue, das von Piraten ausgelöscht wurde. Sie selbst überlebte nur, weil ein Marineoffizier sie rettete. Die Schatten dieser Nacht prägen sie bis heute. Ihr Wunsch nach Gerechtigkeit brachte sie zur Marine, aber sie lernte schnell, dass wahre Macht nicht in Befehlen liegt, sondern in Entscheidungen.

      Sie infiltrierte jahrelang Piratencrews, zerstörte sie von innen heraus und erwarb so ihren Titel in der SWORD-Einheit (welche sie nun führt). Trotz ihrer Loyalität zur Marine misstraut sie der Weltregierung… und bewahrt Geheimnisse, die sie eines Tages nutzen könnte.

      Manche behaupten, sie sehe die Marine nur als Werkzeug, um ihre eigene, „reine“ Gerechtigkeit zu vollstrecken.


      Kampf- und Haki-Fähigkeiten

      Haki:

      Kenbunshoku Haki (Meisterstufe)
      Kann Präsenz, Emotionen und sogar bevorstehende Bewegungen spüren ideal für Attentaktiken.

      Busoshoku Haki (Fortgeschritten)
      Verstärkt ihre Angriffe und ihren Körper. Besonders präzise Anwendung auf ihre Hände und Beine.

      Haoshoku Haki (verstecktes Potential)
      Bricht gelegentlich aus, wenn sie emotional instabil wird oder absolute Dominanz zeigen muss.


      Ihr Kampfstil ist...

      Eine Mischung aus:

      Eleganz und tödlicher Nahkampftechnik
      Druckpunkt- und Dolchangriffen
      Verführungstaktik, um Gegner zu verwirren


      Waffen:
      Zwillingsdolche „Rosethorn“ & „Nightgale“ dünn, schnell und mit Haki perfekt leitbar.

      Fäuste, mit und ohne Haki starke Nutzerin


      Stärken & Schwächen

      Stärken

      Kaltes taktisches Denken, Überragende Spionage- und Infiltrationstechniken, Einschüchternde Ausstrahlung, Eiserne Loyalität gegenüber ihrer gewählten Sache


      Schwächen

      Angst vor emotionaler Nähe, Neigt zu rücksichtsloser Selbstaufopferung, Vertraut kaum jemandem, Ihr moralischer Zwiespalt könnte sie zu Verrat oder Revolte führen


      Beziehungen

      Respektiert Helden der Marine, die für echte Gerechtigkeit stehen

      Verabscheut korrupte Weltregierungsbeamte

      Kompliziertes Verhältnis zu Piraten, manchmal bewundert sie ihre Freiheit

      Geheimer Kontakt zu einem mysteriösen ehemaligen Shichibukai


      Ziel / Traum

      Eine Welt, in der Gerechtigkeit nicht von Politikern, sondern von der Wahrheit bestimmt wird. Wenn nötig, wird sie dafür die Marine von innen heraus verändern… oder zerstören.

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    • Kalifa | 25 Jahre alt | ehemalige CP9-Agentin | Flotillenadmiralin

      Fähigkeiten
      Kalifa ist als voll ausgebildete Cipherpol-Agentin selbstverständlich eine Meisterin des Rokushiki, ebenso wie die Rüstungs- und Observationshaki beherrcht, da beides Teil ihrer AUsbildung war. Nachdem sie aus Water Seven zurückkehrten, bekam sie von Spandam als Belohung für die erfolgreiche Mission, eine Teufelsfrucht überreicht - das war so ziemlich das einzig gute, was der Vollidiot jemals getan hatte - und kann seitdem auf die Kräfte der Awa Awa no Mi zugreifen, auch wenn sie das gefühl hat, dass sie ihre Teufelskräfte noch immer nicht ansatzweise so gut beherrscht wie sie müsste, trotz allen Trainings mit Lucci während ihrer Flucht.

      Charakter
      Früher war ich ein aufgewecktes, neugieriges, lebensfrohes kleines Mädchen, doch dieses Mädchen hatte nie die Chance ein anderes Leben zu führen als das, was für mich vorherbestimmt war. Daher weiß ich nicht, wie ich mich entwickelt hätte, wenn ich anders aufgewachsen wäre, doch ich beschäftige mich wenig mit dem, was hätte sein können. Die Realität ist das was zählt und die Realität ist, dass dieses kleine Mädchen auf Guanhao starb um einer anderen Kalifa Platz zu machen, der Kalifa die als Agentin gebraucht wurde. In meinem Leben ist weder Platz für Skrupel noch für Zweifel, nur für Stärke und Entschlossenheit. Ich bin sehr stolz darauf ein Teil der CP9 zu sein und als verlängerter Arm der Gerechtigkeit zu dienen, egal wie dunkel sie auch sein mag. Es gibt mir einen Sinn in meinem Leben, für all das wurde ich ausgebildet und einen anderen Beruf auszuüben kann ich mir kaum vorstellen. Dementsprechend ist es mir egal, wie weit ich gehen muss, um die Ziele zu erreichen, die mir gestellt werden – die Mission hat immer oberste Priorität, alles was sie gefährden könnte, wird gnadenlos ausgemerzt. Selbst wenn andere Menschen dabei zu Schaden kommen oder sterben. Sollen sie sich doch einfach nicht in meinen Weg stellen. Zum Schutz der Weltbevölkerung bedeuten die Leben Einzelner vergleichsweise gar nichts.
      Im Großen und Ganzen ist es mir egal wer mir meine Befehle gibt, ich werde sie auf jeden Fall ausführen, doch natürlich ist es ein Unterschied jemanden als Boss zu haben, der fähig ist und weiß was er tut oder ob es sich um einen Volltrottel handelt. Ehrlich gesagt halte ich den aktuellen Boss der CP9, Direktor Spandam, für einen unfähigen Idioten – Schwäche verabscheue ich ja sowieso – und kann ihn kaum ernst nehmen. Meine direkte Art ist dem auch kam sonderlich zuträglich, weil ich dazu neige das auszusprechen was ich denke ohne groß auf die Konsequenzen zu achten. Meinen Mund kann ich tatsächlich nur dann halten, wenn es den Erfolg der Mission beeinträchtigen würde, denn die Mission ist letztlich allem anderen übergeordnet. Dennoch gebe ich mir faktisch wenig Mühe auch nur ansatzweise Höchstleistungen zu erbringen, weil Spandam nicht dazu in der Lage ist mich dazu zu motivieren. Ich befolge das, was er mir aufträgt, mehr aber eben nicht. Der ganz krasse Gegensatz dazu war Eisberg – auch wenn er vermutlich das Zielobjekt unseres Auftrags war, so hat er mich dennoch dazu gebracht ernsthaft für ihn zu arbeiten, nicht nur zum Schein, nicht nur um nicht aufzufliegen. Ich habe meinen Scheinjob als Sekretärin wirklich zu schätzen gelernt, auch wenn ich das kaum bereits wäre zuzugeben, immerhin habe ich mein Leben bereits der CP9 verschrieben und ich bin absolut loyal.
      Stärke ist das, was im Leben am meisten zählt und ich bin mir der Tatsache, dass ich zwar stark, aber noch nicht so stark bin wie ich gerne wäre, nur zu bewusst, auch wenn ich meine Zweifel in der Regel unter meinem Selbstbewusstsein verstecke. Dennoch ist es manchmal wirklich schwierig danebenzustehen und zu wissen, dass ich nicht so stark bin wie meine Kollegen. Dennoch gebe ich nicht auf – selbst in den dunkelsten Stunden meines Lebens habe ich nicht aufgegeben und ich werde auch nicht damit anfangen, dazu bin ich letztlich wohl auch zu willensstark. Allerdings sollte man mich nicht reizen oder mich ignorieren, denn wenn ich wütend bin, kann ich auch recht schnell handgreiflich werden, um meinen Zorn auszudrücken.
      Wirkliche Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen fällt mir schwer, was wohl durch die jahrelange Isolation kommt, die ich hinter mir habe, weil wir während der Ausbildung die Insel nicht verließen und keinen Kontakt zu anderen Menschen hatten, die eben nicht der CP9 angehörten. Deswegen vertraue ich anderen kaum und lass sie noch weniger die wahre Kalifa sehen. Andererseits, was gibt es da auch anderes zu sehen als Dunkelheit und Tod? Aufgrund meiner verschlossenen Art werde ich oftmals für arrogant gehalten – und ehrlich, wenn man derartige Fähigkeiten besitzt wie ich und dazu entsprechend indoktriniert wurde sich für besser als normale Menschen zu halten, dann tut man das wohl auch. Die Meinung anderer juckt mich wenig und doch kann ich mich nur wirklich entspannen, wenn ich mich im Kreise meiner Kollegen befinde. Trotz aller Zankereien – wir haben alle das gleiche durchgemacht, wir haben das gleiche erlebt und das schafft eine Verbundenheit untereinander die Außenstehende schwer nachvollziehen können. Vielleicht könnte man mir in diesem Zusammenhang auch noch meine Eitelkeit vorwerfen, aber ich weiß, dass ich gut aussehe und ich lege sehr viel Wert darauf. Manchmal braucht man keine Gewalt, keine Schliche, keine Intrigen um an das zu kommen was man will – manchmal muss man einfach nur gut aussehen.

      Lebenslauf
      Ich wurde am 23. April 1497 in St. Popura geboren und verbrachte dort meine ersten Lebensjahre in rückblickend erschreckend langweiliger Normalität wie eine ganz gewöhnliche Bürgerin, wie ein ganz gewöhnliches Kind. Vielleicht etwas ungewöhnlich deswegen, weil wir keine komplette Familie aus Mutter, Vater und mir waren, sondern meine Mutter mich die allermeiste Zeit alleine aufzog und ich Vater nur selten sah. Aufgrund seiner Arbeit für die Weltregierung war er nun einmal viel unterwegs, auch wenn ich nie wirklich eine Antwort auf die Frage erhielt, was genau er überhaupt arbeitete. Dennoch bemerkte ich selbst als kleines Kind, dass die Ehe meiner Eltern nicht gänzlich rosig war, nicht so wie die anderen Kinder immer erzählten, die mit zwei Elternteilen aufwuchsen. Kälte und Distanz waren nichts, was ich übersehen konnte, auch wenn zumindest Mutter versuchte es mich eben nicht mitbekommen zu lassen. Doch abgesehen von den familiären Schwierigkeiten lebte ich das Leben eines ganz normalen Kindes, das dazu neigte seine Nase überall hineinzustecken, egal was es war, auch wenn das öfters Konsequenzen nach sich zog als mir lieb war. Doch jede Tat hatte letztlich ihre Konsequenzen, vor allem wenn man ein ganz gewöhnlicher Mensch war, der einfach nur so sein Leben lebte.
      Meine angenehme beschauliche Kindheit sollte wenige Tage nach meinem sechsten Geburtstag schlagartig und unvorhergesehen enden, als Vater zu Besuch kam. Doch er kam nicht nur zu Besuch, sondern wegen etwas ganz anderem. Ich bekam den Streit am Abend unweigerlich mit und es war der heftigste, an den ich mich erinnern konnte. Am nächsten Morgen saß Mutter mit rotgeweinten Augen am Frühstückstisch und Vater eröffnete mir, dass er mich mitnehmen würde. Ein Teil von mir hatte immer zu ihm aufgesehen, hatte sich gewünscht, dass ich ihn stolz machen würde, wie man sich das als Kind nun einmal so wünschte, also wehrte ich mich nicht sehr dagegen. Immerhin war es ja auch aufregend, ich hatte St. Popura ja noch nie verlassen. Andererseits unterschätzte ich in der ersten Aufregung das Heimweh, das mich allzu bald ereilen würde. Zunächst aber legten wir mit dem Schiff in Richtung Guanhao ab, dort wo sich das Hauptquartier der CP9 befand und unsere Ausbildung stattfinden würde.<br>
      Die Fahrt dauerte etwa zwei Wochen, zwei Wochen in denen Vater mir das wichtigste erklärte, was ich wissen musste – was mir rückblickend betrachtet einen gewissen Vorsprung vor den anderen bescherte – aber ich konnte mir nur wenig darunter vorstellen. Auch nicht, als Vater mir einige seiner Fähigkeiten der Formel 6 demonstrierte, die ich später ebenfalls beherrschen würde. Irgendwann. Wenn ich die Ausbildung meisterte. Die beiden Wochen waren vermutlich die längste Zeit, die ich mit meinem Vater bisher in meinem Leben verbracht hatte, es hätte also sein können, dass wir zumindest im Ansatz eine Beziehung zueinander hätten aufbauen können, doch das wurde nach unserer Ankunft auf Guanhao unmöglich. Der Abschied war kurz und schmerzvoll – zumindest von meiner Seite aus – ehe ich in die Obhut meiner Ausbilder gegeben wurde, noch immer nicht ganz wissend wie mir geschah. Sie steckten mich in eine Gruppe zusammen mit acht anderen Kindern im Alter von sechs bis neun Jahren, die fortan meine Kameraden und Kameradinnen sein sollten, während die Ausbildung selbst von erfahrenen CP9-Agenten übernommen wurde. Die ersten Wochen waren besonders schwer, weil ich wirklich sehr heftiges Heimweh hatte und dabei nicht einmal auf Verständnis stieß. Die anderen Kinder waren nämlich allesamt Waisen, die keine Familie, keine Eltern kannten und für die die Ausbildung zumindest eine gesicherte Zukunft bedeutete, anders als das Leben im Waisenhaus. Es dauerte, bis ich das verstand, dich im Laufe unseres gnadenlosen Trainings verblassten die Erinnerungen an meine Mutter, wurden immer unwichtiger und irgendwann hatte ich anderes zu tun, als einer Vergangenheit hinterzutrauern, die ich sowieso nicht zurückbekommen würde.
      Sie formten unsere Körper zu übermenschlichen Waffen und unsere Geister zu willigen Soldaten im Dienste der Weltregierung. Das war unsere Pflicht: Gehorchen und für die Gerechtigkeit das zu tun, was notwendig war. Skrupel wurden gnadenlos ausgetrieben. Skrupel brauchten wir nicht. Wir waren Waffen, nichts weiter, also funktionierten wir. Nicht jeder hielt das harte Pensum durch, in den ersten beiden Jahren meines Aufenthalts auf Guanhao verloren wir drei Stück, die irgendwann aufgaben und weggebracht wurden – was mit ihnen geschah wussten wir nicht. Als Ersatz kam dann irgendwann Ecki zu uns, den ich unter meine Fittiche nahm. Schon damals war ich schrecklich neidisch auf Luccis Stärke und wollte genauso stark sein wie er, auch wenn er mir immer mindestens fünf Schritte voraus war. Neben dem Kampftrainung, dem Erlernen der Fähigkeiten der Formel 6 und Training unseres Haki, standen natürlich auch noch Allgemeinbildung und verschiedene andere Fächer auf dem Lehrplan, immerhin würden wir zukünftig eben nicht nur kämpfen müssen, sondern auch Infiltrationen und dergleichen durchführen.
      Neun Jahre nachdem ich zum ersten Mal einen Fuß auf Guanhao gesetzt und die Insel auch nicht mehr verlassen hatte, konnte ich meine Ausbildung als beendet ansehen, nachdem ich ein halbes Jahr unter Vizeadmiral Borsalino, bei der Marine gedient hatte, um meine Fähigkeiten noch einmal zu verfeinern. Ich war fünfzehn Jahre alt, beherrschte jegliche Technik der Formel 6 und hatte alle anderen überlebt, hatte nicht versagt. Während Lucci bereits seit fünf Jahren richtig für die CP9 arbeitete, musste Ecki noch etwas ausharren, bis er uns folgen konnte. Mein erster richtiger Auftrag führte mich in den Palast eines Königreiches, das der Weltregierung angehörte, dem allerdings nachgesagt wurde, dass einige hochrangige Persönlichkeiten aus der Königsfamilie aktiv die Rebellion unterstützen. Ich benötigte ein halbes Jahr, um die entsprechenden Beweise zu sammeln, die letztlich zur stillschweigenden Exekution der entsprechenden Personen führten. Ein unglückliches Attentat nichts weiter, ein Attentat völlig ohne Beweise und ohne Spuren, denen man nachgehen konnte.
      Siegreich kehrte ich also noch Enies Lobby zurück. Es war ein gutes Gefühl sich beweisen zu haben – auch mir selbst gegenüber, dass sich die harte Ausbildung gelohnt hatte, dass ich etwas leisten und meiner Aufgabe gerecht werden konnte. In den folgenden Jahren fügte ich mich gut in die Truppe meiner Kollegen ein, auch wenn sie oftmals dazu neigten mich in den Wahnsinn zu treiben. Natürlich kam man nicht mir jedem gleich gut klar, wir versammelten einige schwierige Charaktere in der CP9, doch letztlich würde ich wohl selbst für jemanden wie Eule – und Eule zehrt wirklich an meinem Geduldsfaden egal was er tut oder sagt – durchs Feuer gehen. Trotzdem sind sie mittlerweile das geworden, was einer Familie am nächsten kommt und ich bin diejenige, die sämtliche Streitereien schlichten muss, bevor sie sich gegenseitig zerfetzen. Zu meiner richtigen Familie habe ich keinerlei Kontakt mehr. Vor einigen Jahren erreichte mich ein Brief von Vater, in dem er mir zu meiner Aufnahme als vollwertige Agentin bei der CP9 gratulierte und nebenbei erwähnte, dass er und Mutter sich bereits vor Jahren hatten scheiden lassen. Der erwartete Stich im Herzen, die erwartete Gefühlsregung, irgendetwas was mir sagen sollte, dass mich das traurig stimmte oder sonstwas, blieb aus. Vermutlich hatte ich mich einfach viel zu sehr von meinen Eltern entfremdet. Letztlich war es vermutlich besser so. Vor sechs Jahren wurde Spandam zu unserem Direktor ernannt und nun ja, er schoss den Vogel an Dummheit ab? Es war sozusagen Verachtung auf den ersten Blick, die ich mich auch wenig scheute auszudrücken. Er war nicht nur ein Großmaul sondern auch schwach, weswegen wie auch immer sagen, dass er lediglich die Formel 0 beherrscht. Wir sind Agenten mit übermenschlichen Fähigkeiten und er, der gar nichts davon kann ist derjenige, der die Befehle gibt. Letzteres ist allerdings der springende Punkt – er gibt die Befehle, also werde ich seinen Befehlen gehorchen, dafür bin ich Agentin, doch ehrlich gesagt weigere ich mich unter der Führung eines solchen Schwachkopfs mehr zu tun als unbedingt nötig.
      Vor fünf Jahren wurde ich zusammen mit Lucci, Ecki und Bruno nach Water Seven geschickt, weil wir die Baupläne des antiken Kriegsschiffs Pluton sichern sollten, die sich vermutlich im Besitz des Eigentümers der Galleera-Company, Eisberg, befanden. Also wurden wir in das Unternehmen eingeschleust – Lucci und Ecki als Schiffsbauer, ich als Eisbergs persönliche Sekretärin, während Bruno eine Anstellung in einer Bar in der Stadt annahm, um Augen und Ohren offenzuhalten. Es war ein arbeitsreicher Auftrag und der bis dato längste in meiner Zeit bei der CP9. Es war schwierig an Informationen zu kommen, da die Quellen darüber rar gesät waren und es dauerte bis wir zumindest eine Bestätigung darüber erhielten, dass Eisberg wirklich der Lehrling von Tom, dem legendären Schiffsbauer gewesen war. Zudem fiel in diese Zeit auch Eisbergs Wahl zum Bürgermeister, die vor allem mir Arbeit bescherte, doch damit war ich auch sehr viel näher an ihm dran als alle anderen. Es war immerhin eine Erleichterung, dass wir eine wirklich gute und vernünftige Gruppe waren, als wenn noch einer der anderen Agenten mitgekommen wäre. Jabura und Lucci an einem Auftrag arbeiten zu lassen wäre richtig anstrengend geworden. Also blieben wir geduldig und trugen ein Puzzlestück nach dem anderen zusammen, hatten allerdings noch keine richtig handfesten Ergebnisse, die uns weitergebracht hätten, bis wir von Spandam einen zusätzlichen Befehl bekamen: Nico Robin zu fangen, die mit ihrer Crew auf Water Seven zusteuerte.
      Mit diesem Befehl kam Bewegung in die ganze Sache und wir waren zum Handeln gezwungen. Nico Robin von den anderen zu isolieren und sie für unsere Zwecke einzusetzen, stellte sich als relativ einfach heraus. Auch der Rest der Mission, deren Dauer sich drastisch auf zwei Tage verkürzte, verlief letztlich so, wie wir es planten. Wir stachelten die Bevölkerung planmäßig gegen die Strohhüte auf, sodass sie die ganze Galleera zum Feind hatten, zwangen Eisberg zum Handeln, um dann in der folgenden Nacht an die Baupläne für die Pluton zu gelangen. Trotz Eisbergs Versuche uns in die Irre zu führen, fuhren wir planmäßig mit Nico Robin und Cutty Fram im Seezug nach Enies Lobby. Selbst die Bemühungen der Strohhutbande, uns aufzuhalten, scheiterten. Bis wir ins Ebies Lobby waren und die Lage letztlich ernst wurde. Ich erinnere mich nicht gerne daran, ich hasse es zu versagen und das war so ziemlich die demütigendste Situation, in der ich mich jemals wiedergefunden hatte. Sagen wir also einfach, dass wir versagt haben und Spandam – der Vollidiot – uns die Marine auf den Hals hetzte, weil das ja alles unsere Schuld war und nicht die seiner nicht vorhandenen Führungsqualitäten.
      Dank Brunos Teufelskräften gelang es uns zu fliehen, sodass wir uns in die nächste Stadt begaben, weil Lucci wirklich dringend in ein Krankenhaus musste und wir fanden uns in meiner einstigen Heimat St. Popura wieder. Zumindest bestand die Gefahr nicht, dass ich meiner Mutter begegnete, die lebte schließlich mittlerweile in Water Seven. Letztlich waren wir auch nach Luccis Genesung weiterhin auf der Flucht, versteckten uns sogar auf Guanhao, bis die Marine uns aufspürte. Dennoch gelang es uns nach den Ereignissen auf Marinefort und dem Massenausbruch aus Impel Down, eine Intrige Spandines aufzudecken, der sich gegen die Weltregierung auflehnen wollte. Was für ein Trottel – natürlich hatte dieser zusammengewürfelte Haufen uns nichts entgegenzusetzen. Das war also die ideale Grundlage, dass Lucci einen Deal mit der Weltregierung aushandeln konnte – unter der Bedingung, dass wir zuvor unsere Nützlichkeit unter Beweis stellten. Aus diesem Grund steckte man mich also nun zur Marine und ich habe absolut keine Ahnung, was mit den anderen geschieht.

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      "Fear of death is worse than the death itself"
      by Shuichi Akai

      "Lächle. Du kannst sie nicht alle töten."