Mystery Protectors
17.08.2022 - Japan Präfektur Toyama
Stadt Toyama
Die Welt des Unerklärlichen.
Übernatürliche und mysteriöse Dinge, die im Alltag fast gar nicht auffallen würden, denn sie sind bereits ein Teil von diesem. Eine edle Porzelantasse, die sich von selber mit Tee füllt, wenn man sie ausgetrunken hat, eine handelsübliche gestreifte Kravatte, die jeden erdrosselt, der sie anlegt, ein viktorianischer Sessel, der jeden der darin Platz nimmt, in wenigen Momenten altern und versterben lässt, ... ja genau, all jene seltsamen Dinge, die Niemand zu erklären vermag. Genau um diese Dinge muss sich jemand kümmern, der die Menschen davor bewahrt, mit diesen in Kontakt zu treten.
Eine Organisation, die mysteriöse Agenten - die Mystery Protectors ( kurz: MP`s bzw. Protectoren) - ausbildet und unterhält, ist weltweit vertreten, um nach diesen Dingen zu suchen, diese zu sichern oder notfalls auch unschädlich zu machen, indem sie zerstört werden.
So auch in Japan.
In der Präfektur Toyama in der gleichnamigen Stadt Toyama, gibt es einen Standort der MP Organisation. Verwaltet wird der Standort in der Regel nur durch einen erfahrenen MP. In Toyama ist die Protectorin Isa Nakada zuständig, welche seit etwa vier Jahren in der Organisation tätig ist. Ihre Aufgabe ist simpel. Auf passende Anfragen, oder bei Selbstentdeckungen, wird sie tätig. Sie sucht den Ort des Geschehens auf, und versucht das Problem zu lösen, in dem sie das besagte Objekt sicher stellt, dessen Funktion einstellt und ggf. sofern nötig dieses zerstört. Zu Forschungszwecken sollte die letzte Wahl der Zerstörung nach Möglichkeit vermieden werden.
Das Honorar ist groß, sofern es sich um einen Auftrag handelt. 25 Prozent behält der MP, der Rest geht an die Organisation, um diese zu finanzieren. Sichergestellte Objekte werden in der Regel Vorort aufbewahrt, oder ggf. sofern nötig abgeholt und an einen für dessen Sicherungsverwahrung geeigneten Ort gebracht.
Doch der heutige Tag brachte eine Überraschung für die Protectorin mit, denn ihr wurde eine Assistentin zugeteilt, die nicht nur Erfahrung sammeln soll, sondern auch wegen einer ungewöhnlich hohe MO Aktivität erforderlich wäre.
Isa Nakada
Ihr Morgen begann wie jeder Morgen. Mürrisch. Alleine schon, weil der Weg ins Badezimmer keine gute Laune versprech, denn sie hatte für die Dusche kein warmes Wasser. Sie durfte immer kalt duch. IMMER! Und sie hatte schon dreimal Arbeiter von den Waaserwerken hier, und Klempner, um das Problem zu lösen. Es sei alles Inordnung. Es kommt bloß kein warmes Wasser aus der Brause. Isa fürchtete, das der Grund dieses alte Haus sei. Aber ausgenommen von Dusche und Bad, gab es warmes Wasser. Und so begann ihre morgentliche Kaltwasserdusche mit einem Aufschrei, und endete dann frisch angezogen in der Küche, wo ihr zweites Problem lauerte. Der Teeschrank.
Seufzend stand sie vor ihm und öffnete die Tür. Erneut fand sie eine Box vor, die vom Teeschrank erstellt wurde, und eine geheimnisvolle Teemischung enthielt, auf die Isa sich schon freuen durfte. Natürlich hatte sie auch selbst gekauftes im Schrank. Es gab aber eben diese eine kleine Angelegenheit, die man täglich bei Anwesendheit auch nutzen sollte, um daraus keine Katastrophe werden zu lassen.
Der Wasserkocher blubberte und stellte sich ab, und Isa nahm ihre Tasse, füllte das mysteriöse Teepulver ein und goss auf. Sie schnupperte. "Hmmm, riecht nicht übel. Könnte heute sogar schmecken."
Während der Tee kurz zog und sein Aroma im Wasser verteilte, war auch schon ihr Toast fertig - halb verbrannt. Eines mit Butter, das andere mit Marmelade bestrichen, knabberte sie beide weg, und stöberte in einer Zeitung. Nichts auffälliges.
Dann griff sie beiläufig zur Teetasse und nahm einen Schluck. Sie verzog das Gesicht. "Wüüühhrr..., was zum Geier ist denn DAS?", nörgelte sie und ging zurück zum Schrank. Inzwischen dürfte er die Box beschriftet haben.
"Fenchel -Karibische Mango - Ziegenkäse. ZIEGENKÄSE? Haaaahhhh... was Besseres ist dir heute wohl nicht eingefallen, was? Blöder Schrank."
Sie knallte die Tür zu und trank die tägliche Pflichttasse auf, würgte und kippte ein Glass Mineralwasser nach. Immerhin hatte sie dann diesel Teil des Tages erledigt, und könnte zu ihren üblichen Aufgaben übergehen.
Nach dem Frühstück ging sie erstmal in den PC Raum. Sie schaltet die alte Kiste ein. Der hatte sogar noch einen dicken Monitor. Er scharrte und knatterte, piepte und surrte, und irgendwann tauchte dann der Desktop auf. Sie prüfte zunächst ihre Mailbox. Es gab eine Nachricht von der MPO, welche Isa sofort öffnete.
Guten Tag, Frau Nakada
Wir möchten ihnen heute mitteilen, das die Untersuchungen der letzten Auftragslage, eine erhöhre MO Aktivität festgestellt hat. Daher sehen wir uns gezwungen, dieser Bedrohung mit härteren Maßnahmen entgegenzuwirken. Sie erhalten in Kürze Besuch von einer Protectorin namens Ria Hoshi. Sie wurde vor kurzem ausgebildet und hat ihr Studium abgeschlossen als anerkannte Protectorin. Sie ist noch unerfahren im Außeneinsatz. Wir hoffen das sie ihr einiges beibringen und sie unterstützen können. Mit anderen Worten: Sie wird ihnen assistieren. Das ist eine Anodrnung der folge zu leisten ist! Dise Anordnung gilt temporär erstmal für ein Jahr. Wir gehen davon aus, keine Probleme zu erwarten.
Die MPO
"WAS? Eine Assistentin? Heute? Was soll denn der Scheiss? Und wieso ich? Damit hab ich ja überhaupt nicht gerechnet. Wieso bekomme ich so ne unerfahrene Plage an den Hals gebunden? Das darf ja wohl nicht wahr sein!", keifte Isa los, sprang wütend auf, stieß sich dabei das Knie am PC Tisch, hielt sich das Bein an den Bauch gepresst, während sie auf dem anderen Bein vor Schmerz im Kreis hüpfte und fluchend jammerte.
Mürrisch murmelnd marschierte sie durch das Haus und fluchte. Das brachte ihre ganze Tagesplanung durcheinander. Und es gab nicht mal Zeit für eine Vorbereitung. Wann die wohl eintreffen würde?
"Hmmpf, ich werde mich beschweren. Ich werde mehr Geld verlangen müssen. Ich bin doch keine Aufpasserin für Frischlinge. Jedenfalls nicht ohne Gegenwert."
Hoffentlich kommt die nicht zu früh. Isa wollte wenigstens noch ein wenig Vorbereitungszeit haben. Und Flyer musste sie auch noch drucken.
Sie fegte die Hütte einmal grob durch. Zumindestens die Flure und die Küche. Das hatte schon ein Wollmäuse Nest ausgehoben. Das müsste erstmal reichen.
Isa rechnete nur mit einem Arbeitsbesuch, nicht, das die hier noch einziehen würde. Und so wartete sie, und druckte erstmal 50 Flyer aus, um sie später in der Stadt zu verteilen.
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