Saintess? More Like Saint!

"A voice like an angel, a heart of gold… and the truth of a man."
⊹˚₊‧───────────‧₊˚⊹
Genre: Fantasie, Abenteuer, Romanze
Rollen:
X - @Yumia
Y - @RoyalMilkTea
Vorstellung
⊹˚₊‧───────────‧₊˚⊹
Die Welt steht kurz vor dem Untergang.
Dämonenanhänger bereiten die Rückkehr ihres Königs vor, während wilde Bestien immer zahlreicher werden. Nur eine legendäre Heilige kann das Gleichgewicht wiederherstellen, so waren die letzten Worte des hohen Priestes.
Mit seiner letzten Kraft führt der Hohe Priester, mit seiner Magie in ein Amulett verschlossen, ein uraltes Ritual durch. Die Beschwörung gelingt… und doch ging etwas schief.
Anstelle der ersehnten Heiligen erscheint X, ein junger Mann und nicht wie in der Prophezeihung ernannte Frau.
Ein zweites Ritual ist unmöglich, und die Wahrheit würde das Reich ins Chaos stürzen. Also bleibt nur eine Lösung: X muss die Rolle der Heiligen übernehmen, egal um welchen Preis.
Gemeinsam mit einem Ritter (Y) macht er sich auf, die Splitter eines mächtigen Artefakts zu finden, das den Dämonenkönig erneut versiegeln kann. Auf ihrer Reise durch das Königreich treffen sie auf Verbündete, Feinde, und ein Geheimnis, das alles verändern könnte.
Doch wie lange kann man eine Lüge aufrechterhalten, wenn das Schicksal der Welt davon abhängt?

"A voice like an angel, a heart of gold… and the truth of a man."
⊹˚₊‧───────────‧₊˚⊹
Genre: Fantasie, Abenteuer, Romanze
Rollen:
X - @Yumia
Y - @RoyalMilkTea
Vorstellung
⊹˚₊‧───────────‧₊˚⊹
Die Welt steht kurz vor dem Untergang.
Dämonenanhänger bereiten die Rückkehr ihres Königs vor, während wilde Bestien immer zahlreicher werden. Nur eine legendäre Heilige kann das Gleichgewicht wiederherstellen, so waren die letzten Worte des hohen Priestes.
Mit seiner letzten Kraft führt der Hohe Priester, mit seiner Magie in ein Amulett verschlossen, ein uraltes Ritual durch. Die Beschwörung gelingt… und doch ging etwas schief.
Anstelle der ersehnten Heiligen erscheint X, ein junger Mann und nicht wie in der Prophezeihung ernannte Frau.
Ein zweites Ritual ist unmöglich, und die Wahrheit würde das Reich ins Chaos stürzen. Also bleibt nur eine Lösung: X muss die Rolle der Heiligen übernehmen, egal um welchen Preis.
Gemeinsam mit einem Ritter (Y) macht er sich auf, die Splitter eines mächtigen Artefakts zu finden, das den Dämonenkönig erneut versiegeln kann. Auf ihrer Reise durch das Königreich treffen sie auf Verbündete, Feinde, und ein Geheimnis, das alles verändern könnte.
Doch wie lange kann man eine Lüge aufrechterhalten, wenn das Schicksal der Welt davon abhängt?
CIEL
Ciel hatte den Ellbogen auf der Tischkante abgestützt, den Löffel seines Eiskaffees gedankenverloren im Glas kreisen lassen. Die Eiswürfel klimperten leise, während draußen vor dem großen Fenster das Leben vorbeizog. Menschen, die lachend durch die Straße eilten, Kinder, die an den Händen ihrer Eltern hingen, und eine ältere Dame, die sich unter dem Gewicht ihrer Einkaufstaschen leicht vorbeugte.Am Tisch neben ihm erzählte jemand aus seiner Clique gerade eine besonders absurde Geschichte, und das Lachen der anderen schwappte wie eine kleine Welle zu ihm herüber. Er lächelte flüchtig, ohne den Blick von der Straße zu lösen. Es war einer dieser unaufgeregten Nachmittage, an denen die Zeit keine Eile zu haben schien. Doch dann kam es, schleichend, fast unmerklich.
Erst nur ein leises Pochen hinter den Schläfen, dann ein Schwindel, so sanft, dass er ihn zunächst ignorierte. Doch die Schwere in seinen Lidern wurde stärker. Die Stimmen seiner Freunde wurden dumpfer, als würden sie hinter einer dicken Wand sprechen. Das Lachen verklang, entfernte sich, bis nur noch ein leises Rauschen blieb. Ciel runzelte die Stirn, setzte an, den Kopf zu heben, doch seine Muskeln gehorchten ihm träge, als würden sie in Honig schwimmen. Wärme kroch in seinen Kopf, verwandelte seine Gedanken in Watte.
Was… passiert hier…?
Irgendwo, weit weg, drang eine Stimme zu ihm durch. Weiblich. Ruhig. Die Worte schwammen wie durch Wasser zu ihm, verschwommen, ungreifbar. Er versuchte, sie zu fassen, doch je mehr er sich anstrengte, desto mehr glitten sie ihm davon. Dann, plötzlich, riss etwas in ihm. Die Watte wich, ein frischer Atemzug durchströmte seine Lungen. Die Müdigkeit fiel von ihm ab, als hätte jemand sie einfach ausgeknipst.
Er öffnete die Augen.
Kühle, harte Fläche unter seinem Rücken. Über ihm spannte sich eine Decke, so hoch, dass er kaum erkennen konnte, wo sie endete. Gewaltige Säulen stiegen in die Höhe, jede einzelne mit goldenen Mustern verziert, die im Licht funkelten. Zur rechten Seite leuchtete ein Mosaik aus farbigen Steinen, so detailliert, dass es wirkte, als könnte es gleich lebendig werden. Er blinzelte, setzte sich langsam auf. Vor ihm plätscherte ein Brunnen, das Wasser funkelte wie flüssiges Glas. Der Klang war sanft, beruhigend, doch sein Herzschlag war alles andere als ruhig.
Das war nicht das Café. Das war ganz woanders.
Ciel legte die Hand an seine Stirn. Kein Schmerz, keine Übelkeit, nur Verwirrung, dicht wie Nebel. Als er den Blick hob, sah er die Männer. Sie standen in regelmäßigen Abständen im Kreis um ihn, alle in makellos weißen Roben, das Gesicht ernst, unbewegt. Die Luft roch nach Räucherwerk und altem Stein.
„Was…?“ Das Wort kam kaum hörbar über seine Lippen.
„Das kann nicht sein.“
Die Stimme gehörte einem älteren Mann, der durch einen goldenen Kragen hervorstach. Seine Augen musterten Ciel prüfend, beinahe feindselig. „Es sollte sich um eine Heilige handeln. Kein Mann.“
Die letzten Worte waren scharf, fast wie ein Vorwurf.
Ciel richtete sich ganz auf, ein Anflug von Gereiztheit blitzte in seinen Augen auf. „Wie bitte?“ fragte er, die Stimme etwas fester als er beabsichtigt hatte. Einer der Männer löste sich aus dem Kreis, eilte zu dem Sprecher und beugte sich zu ihm. Leise, kaum hörbar, sprach er ihm etwas ins Ohr. Ciel verstand die Worte nicht und doch… formten sie in seinem Kopf eine Bedeutung, als hätte er sie immer gekannt. Der Alte räusperte sich, trat auf ihn zu.
„Entschuldigt bitte die Unhöflichkeit.“
Ciel sagte nichts. Er wusste nicht einmal, wo er anfangen sollte.
„Ich kann mir vorstellen, wie befremdlich dies für Euch ist“, fuhr der Mann fort, „doch wir werden Euch alles erklären.“
Mit einer knappen Handbewegung forderte er Ciel auf, ihm zu folgen. Ciel warf einen letzten Blick auf die tuschelnden Männer, bevor er sich in Bewegung setzte. Seine Schritte hallten leise auf dem Steinboden, und das Echo klang wie ein ferner Herzschlag. Durch eine hohe Doppeltür traten sie in einen breiten Gang, geflutet vom Sonnenlicht. Die Wände waren strahlend weiß, durchzogen von blassblauen Mustern, als wären sie direkt aus dem Himmel gemalt. Ciel konnte nicht anders, als den Blick schweifen zu lassen, so fremd, so prachtvoll… und doch hatte er das Gefühl, hier nicht willkommen zu sein. Sie stiegen eine breite Treppe hinauf, passierten einen weiteren Gang, bis der Alte schließlich eine Tür öffnete. Dahinter lag ein schlichtes Zimmer, voller Bücher und mit Licht durchströmt.
„Hier haben wir unsere Privatsphäre. Bitte, setzt Euch.“
Ciel ließ sich langsam auf das Sofa sinken, der Stoff fühlte sich ungewohnt rau an. Der Mann nahm gegenüber Platz.
„Ihr habt sicherlich viele Fragen“, begann er mit ruhiger Stimme. „Doch lasst mich Euch zuerst über den Grund Eures Erscheinens unterrichten.“
Ciel verschränkte unmerklich die Finger, hielt den Blick auf den Fremden gerichtet. Und ich habe das Gefühl, dass mir diese Erklärung nicht gefallen wird.