Unholy Affection [Sakura10 feat. Pumi]

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    • Unholy Affection [Sakura10 feat. Pumi]

      Vorstellung --> Unholy Affection [Sakura10 feat. Pumi] - Vorstellung - ღAnime-Rpg-Cityღ || @Sakura10










      Das Studio-Apartment lag im dritten Stock eines alten Lagerhauses aus rotem Backstein, dessen Vergangenheit sich nicht leugnen ließ: Die massiven Stahlträger zogen sich noch immer offen unter der dunklen Decke entlang, teils mit Flecken, die selbst nach Jahrzehnten des Putzens nicht ganz hatten weichen wollen, und der abgewetzte Holzboden knarzte bei jedem Schritt, als würde er sich an frühere Lasten erinnern. In manchen Ecken waren Spuren früherer Nutzung sichtbar geblieben - ein verblichener Schriftzug an der Wand, eine versiegelte Tür mit rostigem Griff, die ins Nichts führte. Doch genau dieses rohe, beinahe unvollendete Flair verlieh dem Apartment seinen seltsamen Reiz.
      Der Grundriss war offen, weiträumig, fast wie eine Halle, unterbrochen nur von ein paar neuen Wänden, die eingezogen worden waren, als das Lagerhaus offiziell zum Wohngebäude umfunktioniert worden war. Zwei Schlafzimmer gehörten jetzt zur Wohnung - eines davon war verschlossen, da lebte Axel. Das andere lag halb geöffnet, durch den Spalt sickerte ein gedämpftes, warmes Licht, das vorsichtig über den Boden kroch, fast als traue es sich nicht, die Schwelle ganz zu überschreiten.
      In der Mitte des Raumes, unter einer einzigen hängenden Glühbirne mit emailliertem Schirm, saß Julian am langen Esstisch, der aus rohem Holz bestand und eher wie eine Werkbank wirkte. Die Nacht war schon weit fortgeschritten; draußen war nur das entfernte, gleichmäßige Grollen der Stadt zu hören, gedämpft durch dicke Fensterscheiben mit Metallrahmen, die sich nur unter Protest ganz schließen ließen. Julian hatte seine Kopfhörer auf, kleine, schwarze Knöpfe in seinen Ohren. Er wusste nicht, ob Axel zu Hause war; das zweite Schlafzimmer blieb still. Aber er wollte kein Risiko eingehen. Die Chance, dass sein Mitbewohner zu Hause war, lag bei 50% und wenn er schlief, dann wollte Julian nicht stören. Es reichte, wenn einer von ihnen nicht schlafen konnte.
      Julian wippte kaum merklich im Takt der Musik, die nur er hören konnte, während seine Augen ruhig über die vielen großformatigen Ausdrucke wanderten, die er über den ganzen Tisch verteilt hatte. Die Fotos stammten von der letzten Demonstration in der Innenstadt - es waren Momentaufnahmen voller Energie, aber auch voller Stillstand, eingefrorene Fragmente von etwas Lebendigem. Auf einem Bild war eine junge Frau zu sehen, ihr Gesicht halb verborgen von einer Stoffmaske, während ihr Blick—stolz, herausfordernd, beinahe wütend - direkt in die Linse ging. Um sie herum verschwammen andere Gesichter, halb verwischt vom Regen, der während der Demo gefallen war.
      Ein anderes Bild zeigte einen Polizisten, wie er gerade einen Schirm mit beiden Händen zerdrückte; seine Zähne gebleckt, das Visier beschlagen, die Konturen seines Körpers durch den aufblitzenden Blitz beinahe unnatürlich verzerrt.
      Ein drittes Bild war ruhiger - ein Paar, Arm in Arm, die Stirn an Stirn gelehnt, während hinter ihnen die Menge lärmte. Nur ein dünner Rauchfaden, der sich von einer nahen Rauchgranate nach oben wand, gab dem Bild eine seltsame, fast surreale Tiefe, wie ein Riss im Moment.
      Julian sortierte die Ausdrucke beinahe zärtlich, seine Finger berührten das glänzende Fotopapier mit der Sorgfalt eines Uhrmachers.
      Er beugte sich über ein weiteres Foto, das fast vollständig schwarz war, mit Ausnahme eines Gesichts, das nur zur Hälfte vom Licht einer Straßensperre getroffen wurde. Irgendetwas an dem Ausdruck ließ ihn frösteln, obwohl es im Raum nicht kalt war.
      Er nahm es hoch, hielt es näher an die Lampe. Vielleicht war es ein Lichtreflex, vielleicht auch nur die Müdigkeit.
      Julian legte das dunkle Foto behutsam zurück auf den Tisch, wo es sich zwischen den anderen wie ein Schatten einnistete. Dann beugte er sich wieder über die verstreuten Ausdrucke, versuchte weiterzuarbeiten, als wäre nichts gewesen. Die Musik in seinen Kopfhörern lief ungebrochen weiter - instrumental, tiefe Bässe, ein langsamer, rhythmischer Takt, der eigentlich beruhigend hätte wirken sollen.
      Er fuhr sich mit der Hand durch das zerzauste Haar, rückte einen der Bilderstapel zurecht, griff nach einem Kugelschreiber, kritzelte eine Notiz an den Rand eines Prints. Doch seine Gedanken begannen abzuschweifen. Erst waren es nur kleine Irritationen: Er las dieselbe Zeile in seiner Liste von Agenturen mehrfach, ohne dass sie hängen blieb. Der Fokus kam und ging wie ein schwaches Radiosignal.
      Dann, ganz plötzlich, hielt er inne.
      Es war da.
      Ein Flüstern - leise, brüchig, kaum mehr als ein Atemzug - direkt an seinem rechten Ohr. Ein Laut, der eigentlich nicht existieren konnte, denn die Musik dröhnte noch immer durch die Kopfhörer.
      Julian riss sie sich aus den Ohren, als hätte er sich verbrannt. Der Raum war still. Keine Stimmen, keine Schritte. Nur das vertraute Brummen des alten Kühlschranks drüben in der Küche, das er erst jetzt wieder wahrnahm.
      Er sah sich um. Nichts hatte sich verändert. Die große Wohnfläche lag in warmem Zwielicht, die Schatten weich, die Umrisse der Möbel vertraut. Axels verschlossenes Schlafzimmer war noch immer stumm, die Tür zu seinem eigenen immer noch nur einen Spalt geöffnet, das Licht darin unverändert.
      Er atmete tief durch, zwang sich zu einem schiefen Lächeln. Wahrscheinlich hatte der Song irgendein Echo oder einen Vocalschnipsel drin gehabt, den er überhört hatte. So was passierte. Das Hirn war ein Filter, der manchmal nicht sauber arbeitete.
      Aber kaum fünf Minuten später begann die Glühbirne über dem Tisch zu flackern. Nur ein Mal, dann noch ein zweites Mal. Jedes Mal für einen Sekundenbruchteil, in dem alles um ihn herum kurz schwarz wurde.
      Julian schüttelte den Kopf, schob die Bilder beiseite, als wäre die Bewegung ein Abwehrzauber.
      "Nicht jetzt," murmelte er in die Stille, die plötzlich dichter wirkte.
      Er zwang sich zur Normalität. Arbeit. Fokus. Rationalität. Die Bilder. Die Agenturen. Der nächste Upload. Ganz einfach...
      Der Schmerz überraschte ihn.
      Mitten zwischen den Augen, als ob jemand eine dünne, glühende Nadel genommen hätte und sie langsam, mit kalkulierter Präzision durch seine Schädeldecke trieb.
      Julian sog scharf die Luft ein, presste die Hand gegen die Stirn. Der Schmerz war stechend, heiß, zentriert, fast unnatürlich gezielt. Er kniff die Augen zusammen, wartete, atmete. Er kannte das. Es war keine Migräne, keine Panikattacke, keine neurologische Störung. Zumindest keine, die sich so einfach erklären ließ.
      Er dachte an die letzten Tage, versuchte, einen Grund zu finden. Er lag im Zeitplan für die neuen Fotos, sogar voraus. Die Demo war ein voller Erfolg gewesen. Einige der Bilder - vor allem das mit dem wütenden Polizisten - würden sich gut verkaufen lassen. Er hatte keine Schulden, keine Streits, kein Schlafmangel, den er nicht kannte. Es gab keinen Grund. Keinen greifbaren.
      Und doch fühlte es sich an, als habe sich etwas in seinem Kopf eingenistet, schwer und wach, und bewege sich langsam, als wolle es sich ausbreiten. Was es wahrscheinlich auch tat.
      Julian versuchte, sich zu beruhigen.
      "Nur ein Zähnefletschen, nichts weiter," sagte er halblaut, aber die Worte klangen hohl, fremd. "Dir geht's gut. Kein Grund zur Panik."


    • Axel war zuhause in seinem Zimmer, in seinem Bett. Er schlief bis seine Handy, Klingelte genervt öffnete er die Augen und nahm ab. „Axel Notfall ein Vampir. Standort sende ich dir.“ brüllte sein Chef. „Ist das dein Ernst?“ Knurrt Axel Laut stark ins Telefon. Doch die Antwort von seine Chef lässt keinen Zweifeln, zu. „Ja verdammt also bewegt dich.“ Meinte der Chef und legte auf. Seufzend erhob sich Axel aus den Bett. Er machte Licht anbinden zog sich wie immer an und öffnete seine Schrank Tür, und Nahm seine Waffen aus seinem Versteck raus. Und hängt es sich um seine Körper. Und zog sich seine Schwarze Mantel an.

      Fertig angezogen und bewaffnet unter dem Mantel schloss er auf und geht raus aus den Zimmer. „Fuck mein Handy.“ knurrt er zu sich selbst. Und schloss nochmals auf und geht rein und steckte sich in die Hose Taschen und machte sich in sein Rechtes Ohr ein Kopfhörer, rein.

      Axel geht dann wieder raus, und schloss die Zimmer wieder ab. Er drehte sich um, und sah das in Julian Zimmer licht Brenntet. Er geht auf das, Zimmer zu und öffnet es leicht. „Alles gut? Ich muss jetzt zu arbeit. Soll ich dir später wieder ein Kaffee Mitbringen? Wenn ja eine kurze Nachricht auf mein Handy. Bis Später dann.“ Sagte Axel und drehte sich um und geht raus aus der Wohnung und die Treppe runter und meinte. „Jäger Axel 05 meldet sich zum Dienst.“ Sprach er.


      Und sein Handy piepte. Er holt es raus und ein Standort war angezeigt. /Nicht weit von ihr gut/ Dachte er sich und geht los und als er dort ankommt. Hatte seine Leute den Vampir eingefangen. „Na du Blutsauger. Zeit zu Sterben.“ Sagte Axel Hass erfüllt. Doch plötzlich tauchte noch 2 Vampire auf. Doch Axel sprang in der Luft dreht sich und werft seine Messer. Und Töte die Drei. Die zuerst ein Messer traft und dann Feuer fängt und die sich zu Staub verwandeln. Axel landet wieder auf seine Fuße. Und sammelt seine Waffe ein. „Vorsicht. Über dir!“ Schrie eine Stimme. In sein Ohr. Axel wich zu Seite aus und parkte sich den Angreifer und druckte ihn gegen die Wand. „Was soll das denn werden Kind?“ Fragte er.


      Das Kind Knurrt nur. „Was wohl Rache! Rache. Rache.“ Knurrt das Kind.

      Axel zuckte kurz zusammen. Eine Erinnerung an Damals kommt Hoch. Es war wie ein Zeitreise zu dem einen Tag in seine Leben die er Nix aber auch Nix tun konnte.

      /„Bitte, lässt sie leben. Bitte nimm mich dafür. Nein Mama und Papa bitte lässt mich nicht alleine!/

      Zurück in der Wirklichkeit. Knurrte Der Vampire Kind ihn immer noch an. Axel druckt ihn nach oben auf seine Augenhöhe. „Vergebung ist eine Währung die ich nicht mehr kann. Ihr Monster habt meine Eltern Umgebracht. Und dafür werdet ihr in die Hölle Kommen. Jeden einzelnen. Von euch werde ich mit Freude Umbringen!“ Hauchte er zu ihm. Und tötet ihn mit seinem Messer. Und geht dann zum Hauptstandort der Firma. Dort angekommen geht er zu seinem Boss ins Büro. „Sehr gut Axel hier dein Geld.“ Meinte Tim sein Chef „Okay Danke.“ Meinte Axel. Und sah auf sein Handy keine Neue Nachricht.


      /Hey Julian, bin jetzt Fertig. Lüst auf eine Imbiss? Xox Axel/ Sendet es und geht dann raus aus der Firma und Richtung Imbiss Bude.
    • Die einzige Warnung, die Julian bekam, war der Lärm, den Axel veranstaltete. Der Mann konnte einfach nicht leise sein, wenn es darum ging, seine Hosen zu finden. Immerhin verriet ihm das, dass sein Mitbewohner zu Hause war. Zumindest noch. Wenn Axel so spät - oder früh? Wie spät war es eigentlich? - aus dem Bett fiel, dann war das für gewöhnlich einer seiner komischen Jobs. Julian hatte nie wirklich verstanden, was der Mann eigentlich beruflich machte, aber er war ständig in Bereitschaft und musste zu allen möglichen Zeiten auf dem Sprung sein können. Axel wich seinen Fragen meistens aus, also hatte Julian sich einfach damit abgefunden und aufgehört zu fragen, nachdem ihm sein Freund versichert hatte, dass es nichts Illegales war.
      Julian atmete tief durch und versuchte, seine Kopfschmerzen zu verdrängen. Im nächsten Augenblick riss Axel seine Tür auf und stolperte heraus. Nur um gleich wieder rein zu rennen, weil er sein Handy hatte liegen lassen.
      Julian beobachtete, wie sein Mitbewohner zielstrebig auf sein Schlafzimmer zuhielt und den Kopf hinein streckte.
      "Alles gut? Ich muss jetzt zur Arbeit. Soll ich dir später wieder einen Kaffee mitbringen?"
      "Ich bin hier drüben, Batman," scherzte Julian. "Und ja, ich schreib dir, wenn ich Kaffee will."
      "Bis später dann."
      Und damit war Axel auch schon weg. Was auch immer ihn zu jeder Tages- und Nachtzeit aus dem Apartment jagte, es war jedes Mal dringend.
      Julian lauschte darauf, wie sein Mitbewohner die Treppen hinunterpolterte, dann wie die Haustür zuschlug. Er zählte innerlich bis zehn, dann erst erlaubte er es sich, die Maske wieder abzusetzen.
      Julian starrte auf das letzte unsortierte Foto vor sich, aber die Linien begannen schon zu verschwimmen. Er konnte sich nicht mehr konzentrieren. Buchstaben und Gesichter flossen ineinander wie Öl in Wasser. Seine Finger bewegten sich mechanisch, griffen Ausdrucke, schoben sie zu ordentlichen Stapeln zusammen, versuchten, etwas wie Ordnung in das Chaos zu bringen - doch sein Kopf war längst nicht mehr Teil dieser Bewegung.
      Der Schmerz in seinem Kopf wurde schlimmer.
      Er tastete nach dem Rand des Tisches, klammerte sich daran, als könnte er das Zittern seiner Knie damit unterdrücken. Der Druck zwischen seinen Augen war mittlerweile so stark, dass er glaubte, sein Schädel müsse nachgeben - als würden sich zwei gewaltige Platten unter seiner Stirn zusammenschieben und seine Gedanken dazwischen zerreiben.
      Ein Schwall Übelkeit stieg in ihm auf, und er ließ die letzten Fotos einfach fallen. Das Rascheln des Papiers auf Holz klang zu laut, zu nah, als würde der Raum selbst den Laut nicht mehr richtig verarbeiten.
      Mit einem erstickten Laut sackte er langsam zu Boden, glitt seitlich an der Tischkante entlang, bis er sich auf dem kühlen Holzboden zusammenrollte, die Stirn gegen den Unterarm gedrückt. Er presste die Augen zusammen, atmete keuchend durch die Nase, sein ganzer Körper angespannt. Er fühlte sich, als hätte er sich in einen viel zu engen Raum zurückgezogen, der nur aus Schmerz bestand.
      Die Glühbirne über ihm flackerte wieder. Diesmal rhythmisch. Ein Zittern im Licht, das sich mit dem Puls seines Schmerzes zu synchronisieren schien. Dann ein Knistern, wie statische Aufladung, und schließlich-
      KNACK!
      Die Birne platzte. Splitter regneten auf den Tisch, auf die Fotos, klirrten auf dem Boden, ganz nah an seinem Kopf. Gleichzeitig begann das Licht im Schlafzimmer zu flackern, als würde es mit dem eben erloschenen um die Aufmerksamkeit des Schattens kämpfen, der sich langsam über den Raum zu legen schien.
      Noch ein blitzendes Aufbäumen, ein scharfes Summen - KNACK! - dann Dunkelheit. Vollständig.
      Ein Moment völliger Stille folgte, dicht und drückend. Der Schmerz in Julians Kopf war auf einen Schlag verschwunden, als hätte ihn jemand mit einem Messer herausgelöst.
      Er lag ruhig da, wagte es kaum zu atmen. Irgendetwas stimmte nicht. Nicht der Schmerz war das Schlimme—sondern dessen plötzliche Abwesenheit.
      Denn mit ihr kam dieses Gefühl. Das Gefühl, nicht allein zu sein. Nicht mehr.
      Es war nicht bloß eine Eingebung oder ein nervöses Hirngespinst, wie man es manchmal hat, wenn man spät allein ist. Nein. Es war zu real, zu eindeutig. Es lag auf ihm wie ein Gewicht, wie eine Präsenz, die sich in den Raum geschoben hatte, sobald das Licht erloschen war.
      Sein Atem wurde flacher.
      Er spürte es.
      Direkt vor sich.
      Etwas lag da.
      Auf dem Boden.
      Ihm gegenüber.
      Still.
      Und es starrte ihn an.
      Nicht wie ein Tier. Nicht wie ein Mensch. Es war kein Blick, den er greifen konnte, keine Augen, die er sah. Aber er fühlte ihn, so intensiv, als würde jemand die Oberfläche seiner Gedanken abtasten, auf der Suche nach einem Eingang.
      Julian bewegte sich nicht. Kein Muskel. Kein Laut. Er hörte nur sein Herz, das langsam aus dem Takt zu geraten schien, und das leise Knacken des alten Lagerhausbodens—als würde jemand, etwas, ganz nah bei ihm die Position verändern.
      Langsam.
      Lautlos.
      Julian schloss die Augen. Er zwang seine Muskeln zur Ruhe, zwang die Luft tief in seine Lungen, hielt sie dort, zählte still bis vier, ließ sie langsam wieder entweichen. Noch einmal. Noch zweimal. Wieder und wieder, bis die erste Welle von Panik verflog, so wie er es unzählige Male geübt hatte.
      Das hier war nichts Neues. Nicht wirklich.
      Er kannte dieses Gefühl. Diesen Punkt in sich, diesen Riss, aus dem manchmal etwas zu drängen versuchte, das nicht ganz zu ihm gehörte - und doch ein Teil von ihm war. Der Teil, den er am meisten fürchtete. Den Teil, den er gelernt hatte, in Schach zu halten, mit Routinen, Disziplin, Kontrolle.
      Er wusste, was passieren konnte, wenn er es nicht tat.
      Doch es war niemand mehr hier, den er verletzen konnte. Kein Gesicht, in das sich der andere Teil verbeißen würde. Nur er, der Raum, das Flüstern in seinem Kopf.
      Er durfte es nicht füttern. Er durfte ihm keine Angriffsfläche geben. Also atmete er. Ruhig. Langsam. Mit geschlossenen Augen und der Stirn auf dem Boden. Die Dunkelheit war dicht, fast warm, aber sie ließ ihn atmen. Schließlich ebbte das Gefühl ab. Das Drängen. Das Kratzen.
      Langsam wich die Präsenz, kroch zurück an jenen Ort, wo sie schlief, solange er stark blieb.
      Er wartete noch einen Moment, dann setzte er sich auf. Seine Beine waren taub, der Nacken spannte, und in seinem Rücken pochte ein dumpfer Schmerz. Aber er war wieder er. Nur er.
      Er seufzte, tief und leise. Dann stand er auf. Er hatte zu tun.
      Julian begann, die Fotos aufzusammeln, eines nach dem anderen, prüfte jedes auf Schäden, bevor er sie sorgfältig aufstapelte. Der Boden knarzte unter seinen Schritten, als wollte er etwas sagen, doch Julian hörte nicht mehr hin. Anschließend holte er den Besen aus der Ecke. Fegte die Reste der Glühbirne auf, sortierte die Splitter penibel aus den Ritzen des Tisches, aus dem Spalt zwischen Boden und Wand. Dann ging er zur Werkzeugkiste, holte zwei neue Leuchtmittel hervor - er hatte immer Ersatz. Es war Teil der Routine.
      Julian wechselte die Birnen. Dann verstaute alles. Kein Chaos, keine Hinweise. Keine Fragen.
      Und als alles wieder war, wie es sein sollte - neutral, still, sauber - ließ er sich auf das Sofa fallen. Er schloss die Augen, nur für einen Moment, wie er sich selbst sagte. Doch kaum hatte sich sein Körper in die Polster gesenkt, zog ihn die Erschöpfung hinab.

      Stunden später wurde er von einem Piepen geweckt.
      Zuerst war er benommen, das Handy auf dem Couchtisch war ein ferner Stern in der Weite seines Blickfelds. Dann kam der zweite Ton, heller diesmal, aufdringlich. Er richtete sich langsam auf, rieb sich das Gesicht. Der Raum lag mittlerweile im sanften Licht des frühen Morgens. Die Sonne drückte sich träge durch die hohen Fenster, warf lange, blasse Schatten über das rohe Mauerwerk.
      Er griff nach dem Handy. Eine Nachricht von Axel.
      Hey Julian, bin jetzt fertig. Lust auf einen Imbiss? XOX Axel
      Julian starrte die Worte an, als seien sie in einer fremden Sprache geschrieben worden. Imbiss... Sein Magen meldete sich zur Wort und gab ihm die Antwort auf die Frage.
      Nur, wenn Imbiss Frühstück bedeutet und Kaffee beinhaltet.
      Julian stand auf und streckte sich ausgiebig. Von seinen Kopfschmerzen war nichts mehr übrig, was ein gutes Zeichen war. Mit diesem Wissen gönnte sich Julian eine schnelle Dusche, bevor er sich in ein paar Jeans, einen einfachen Hoodie und seine Sneaker warf. Er packte seine Kamera ein - er verließ das Haus selten ohne - und machte sich auf den Weg zu dem kleinen Imbiss, bei dem er und Axel sich regelmäßig trafen. Als er dort ankam, was Axel schon da; wie immer eigentlich, da die ominöse "Firma", für die er arbeitete, gleich in der Nähe lag.
      "Hey Ax," grüßte Julian und ließ sich neben seinem Freund und Mitbewohner auf einen der alten Stühle sinken.
      Eine Kellnerin kam sofort vorbei und er bestellte sich die Waffeln mit extra Erdbeeren und einen großen Kaffee. Er hate echt Hunger.
      "Und? Hast du die Welt erfolgreich vor dem Joker gerettet?" scherzte er.


    • Axel grinste als er Julian sah. „Na Ju.“ Grüßte er zurück. Und meinte. Als er sich Neben sich gesetzt hat, „bitte eine Große Kaffee. Und das gleich wie mein Freund. Und ich Zahl schön mal. Für beide.“ Sagte Axel und schob ihr zuerst Passend hin und dann noch 5 Euro nur für sie. „Hier für sie.“ Meinte Axel. „Und ja Ju habe ich was nicht immer leicht ist.“ Meinte Axel nur auf Ju Fragen. Die er, bezüglich mein Arbeiten gestellt hat.


      Das Essen kam und Axel strich sich durch Haar. Und meinte. „Guten Hunger. Julian.“ Meinte er. Und schob sich ein Stück Waffeln in den Mund. Und kaut es durch. Und Schluckte es runter. Aus den Augenwinkeln betrat 2 Männliche Typen den Laden. Axel beobachtet sie ein wenig. Weil etwas seltsam ist. Wie er findet. Er as auf. Und trank ein Großen Schlug Kaffee. Und beobachte die zwei Typen und er hatte ne Komische Gefühl. Das spürt er deutlich. Der Typ parkte sich Plötzlich die frau. Und meinte.

      Hey Süße. Wie schmeckte eigentlich dein Haut. .?“ Fragte der Typ 1. Axel stand auf geht auf den Typen zu noch bevor er was machte parkte Axel hin. Und werft hin aus den Laden. „Ich weiss ja nicht welchen Auftrag ihr gerade habt doch mach mich nicht wütend das kann unschön werden. Verschwinde lieber. Oder ihr wird mich kennen lernen. Und das Wollt ihr nicht!“ Meinte Axel Knurrend. Die Frau versteckte sich hinter Axel. Und die Typen knurrt laut.


      /Fuck Auch noch Werwolf. Die habe sich echt hier in den Laden verwirren lassen. Und ausgerechnet auch noch wo Julian hier ist. Aber im Notfall muss ich kämpfen um ihn zu Schützen./ Dachte sich Axel. Und blickte Kurz Julian an. „Hey Ju bleib weg. Und egal was passiert du Mischt dich nicht ein.“ Sagte Axel. Zur Julian.



      Oh wie süß Ihr zwei doch seid wie, willst du das Anstellen? Axel der Jäger ?“ Fragte der Typ 1.

      Axel Knurrt und geht ihn Kämpf Haltung. Bereit ihn zu Vernichten wenn es nicht anders Geht.
    • Den Kaffee bekam er zuerst, und das war wirklich nötig, da er zu Hause keinen gehabt hatte. Julian ging nicht gern ohne Koffein in seinem Blut aus dem Haus.
      Er hatte seinen Kaffee schon fast zur Hälfte getrunken, als ihm auffiel, wie leer sich sein Magen anfühlte. Das Knurren hatte also doch einen Grund gehabt, der nicht auf Verdauungsschwierigkeiten zurückzuführen war. Dankenderweise ließen seine Waffeln auch nicht lange auf sich warten. Und in dem Moment, in dem der Teller vor ihm landete, schlug der Hunger wie eine Welle über ihm zusammen.
      "Scheiße", murmelte er, mehr zu sich selbst als zu Axel, und griff sofort zum Besteck. "Ich glaub ich hab seit gestern Mittag nichts mehr gegessen. Ich war wohl zu sehr im Flow. Ups."
      Doch der Moment für Smalltalk wurde ihm genommen.
      Die Tür des Cafés schwang auf, hart genug, dass die Glocke darüber klirrte, und zwei Typen traten ein - groß, breit gebaut, Tattoos auf den Armen, deren Linien sich über schlecht sitzende Muskelshirts zogen. Ihre Stimmen waren zu laut für den Raum, ihr Lachen zu roh, und kaum hatten sie sich zur Theke begeben, begannen sie, die Kellnerin anzupöbeln.
      "Hey Süße... wie schmeckt eigentlich deine Haut?"
      Julian seufzte, schob seine Gabel beiseite und rollte mit den Augen.
      "Oh super. Männer, die denken, dass ein Latte Macchiato ihnen automatisch Respekt einbringt."
      Er hatte die Worte kaum ausgesprochen, da hörte er, wie der Stuhl gegenüber zurückgeschoben wurde. Axel stand auf.
      "Ich weiß ja nicht, welchen Auftrag ihr gerade habt, aber macht mich nicht wütend – das kann schnell unschön werden. Verschwindet lieber, sonst lernt ihr mich kennen. Und das wollt ihr nicht!"
      Seine Stimme schnitt plötzlich durch den Raum, laut, klar, nicht aggressiv, aber mit einem Ton, der sofort die Luft zum Stillstand brachte. Die beiden Männer drehten sich um, und für einen kurzen Moment war da diese gefährliche Spannung - der Moment, bevor ein Glas fällt.
      Die Kellnerin wankte einen Schritt zurück, dann schob sie sich hinter Axel, der jetzt zwischen ihr und den beiden Männern stand.
      Julian wurde nervös. So war Axel nicht oft. Nicht in der Öffentlichkeit. Nicht so klar konfrontativ.
      Er stand ebenfalls auf, aber statt sich seinem Mitbewohner anzuschließen, ging er zur Theke, schob sich an einem verdutzten Gast vorbei und verschwand hinter dem Tresen.
      "Der Manager?", fragte er die zweite Bedienung, die dort starr stand.
      "Hinten. Im Büro."
      Julian nickte, fand die Tür, klopfte nicht an.
      "Zwei Gäste belästigen das Personal. Mein Freund will sich gleich prügeln. Können Sie bitte etwas unternehmen?"
      Der Manager - austauschbar, müde, mit einem Namen auf dem Namensschild, den Julian nicht las - sah kurz erschrocken aus, dann stand er auf.
      Als Julian mit ihm zurück in den Gastraum kam, stand Axel schon mit angehobenen Armen da, bereit für den ersten Schlag. Die beiden Typen bauten sich vor ihm auf, einer hatte bereits die Faust halb gehoben.
      "Hey!", rief der Manager. "Genug! Ihr beide - raus hier. Hausverbot. Sofort."
      "Was? Wieso denn wir-"
      "RAUS."
      Der Tonfall ließ keinen Zweifel.
      Die Typen fluchten, spuckten noch ein "Was für 'ne Scheißbude" auf den Boden, dann zogen sie ab. Die Tür schlug hinter ihnen zu.
      Die Kellnerin atmete laut aus, der Manager wandte sich ihr zu.
      "Willst du für heute Schluss machen?"
      Sie schüttelte den Kopf.
      "Ist nicht das erste Mal. Und bestimmt nicht das letzte."
      Julian sagte nichts. Er stand noch immer, leicht abseits, den Blick aus dem Fenster gerichtet, wo die beiden Prolle die Straße hinuntergingen, langsam, mit geballten Fäusten, einer von ihnen spuckte auf den Boden.
      Er starrte ihnen hinterher.
      Seine Fingerspitzen brannten. Nicht heiß im Sinne von Schmerz, sondern elektrisch, aufgeladen, wie kurz vor einem Gewitter. Seine Haut kribbelte, als würde sie nicht mehr richtig passen.
      Er atmete flach, zu schnell. Etwas in ihm wollte ihnen folgen. Nur ein Schritt, dann noch einer. Vielleicht einmal berühren. Nur einmal.
      Doch er blieb stehen. Hielt die Hände still. Und sagte kein Wort.


    • Axel Atmet aus. Und drehte sich zu Julian um. Doch wird er von der Frau aufgehalten. „Danke sehr.“Meinte sie, Axel lächelt nur und meinte, „passt schön. Konnten sie unsere Reste einpacken?.“ Fragte Axel nach und strich sich, durch die Haare. Und sah Julian an und geht auf ihn zu. Und zog ihn an sich und schlang die Arme um ihn um sein Körper. „Ju Misch dich nicht wieder in sowas ein wenn dir was Passiert konnte ich mir das nicht verzeihen. Du bedeutest mir etwas. Etwas was mir fremd ist.“ Sagte Axel zu ihm und löste sich, von ihm. Und sein Arbeit Handy Piepte. Er seufzte. Holte es raus lass die Nachricht.


      /Auftrag: 2 Werwolf Töten. Standort. XXX Tunnel./

      Axel wählt die Nummer. Und sein Chef geht ran.
      Axel was ist jetzt dein Problem? Auftrag ist Auftrag.“ Mahnte der Chef.


      Ja weis ich doch ich habe Heute Frei und bin nicht der Einzige Der es kann.“ Antwortete Axel. Er schaute Julian an er wollte ihn nicht alleine lassen. Und legte auf. „Alles gut den Auftrag kann jemand anders Übernahmen.“ Er lächelte ihn kurz an.

      Und das eingeparkt Kam. „Also Ju was wollen wir heute unternehmen? Worauf hast du lüst?“. fragte er nach.

    • Starke Arme schlossen sich um ihn und drohten ihn zu zerdrücken - aber das war genau das, was Julian brauchte, um aus seinem Kopf herauszukommen. Endlich riss er den Blick von der Stelle, an der die beiden Schläger verschwunden waren, und sah stattdessen zu Axel, der sich an ihn klammerte, wie ein Ertrinkender.
      "Ju, misch dich nicht wieder in so etwas ein. Wenn dir etwas passiert, könnte ich mir das nicht verzeihen. Du bedeutest mir etwas... etwas, das mir fremd ist."
      Was war das denn jetzt?
      "Alter, du zerdrückst mich."
      Er schob Axel von sich und musterte seinen Freund.
      "Alles okay mit dir? Du bist irgendwie... anders drauf heute. Du warst derjenige, der bereit war, die Fäuste sprechen zu lassen. Ich glaub nicht, dass ich wirklich in Gefahr war. Jedenfalls nicht mehr als wenn ich in einer eskalierenden Demonstration stehe und meine Fotos mache."
      Lachend schüttelte Julian den Kopf. Heute war wohl einfach so ein Tag, sagte er sich.
      Während Axel einen Anruf entgegen nahm, nahm Julian ihre eingepackten Reste von der Kellnerin an. Er hatte nicht einmal mitbekommen, dass Axel beschlossen hatte, dass sie jetzt unbedingt gehen mussten. Die Gefahr war doch gebannt, warum konnten sie nicht einfach sitzen bleiben und entspannt frühstücken? Axel und seine schnellen Entscheidungen immer.
      "Arbeit?" fragte Julian, als sein Freund wieder auflegte.
      "Alles gut. Den Auftrag kann jemand anders übernehmen."
      "Dann ist ja gut."
      "Also, Ju – was wollen wir heute unternehmen? Worauf hast du Lust?"
      Was für eine Frage.
      "Worauf ich Lust habe? Ein ordentliches Nickerchen. Einen Pulitzer Preis vielleicht. Eine Canon EOS 5D Mark IV Full Frame Digital SLR mit einem ganzen Arsenal an passendem Equipment...."
      Er grinste, als Axel das Gesicht verzog. Natürlich war das nicht die Frage gewesen, die er da gestellt hatte.
      "Ich muss die Fotos, an denen ich gestern Nacht gearbeitet habe, noch ins Büro bringen und Katy meinte, sie hat vielleicht was für mich, also wird sie mir eine - oder mehrere Akten - an den Kopf schmeißen und mir eine Deadline für eine Entscheidung geben. Das Übliche eben."
      Er zuckte mit den Schultern.
      "Vielleicht krieg ich ja endlich die Chance, mal in den Congo zu gehen? Das wäre auch was, worauf ich Lust hätte."
      Julian hielt Axel die Tür auf und sie verließen das Café, auch wenn er gern noch ein bisschen länger geblieben wäre, um den (erneuten) Frieden darin zu genießen. Die Stadt war immer so... es war schwer zu beschreiben, aber es gab genug Dinge, die ihn ablenken und in ihren Bann ziehen konnten und an einem Tag wie heute, wollte er das eigentlich vermeiden.
      "Keine Ahnung. Wir könnten in den Park gehen. Da ist diese Woche ein Food Truck Festival. Gutes Essen geht doch immer?"


    • Axel schüttelt den kopf. „Wenn du nur wusstest was ich da eigentlich mache. Wurde du es Ehe nicht glaube.“ Meinte Axel nur Geheimnisvoll als er den Auftrag ablehnte. Ehe er erwiderte. „Und ja ich hab’s es dir schön mal erklärt. Ich beschütze Menschen. Egal ob Frauen oder Männer. Weil ich damals..“Axel seufzte. Axel Ballte leicht die Fauste.

      /Weil ich nix tun konnte um meine Eltern zu retten./ Dachte er.

      Das ist die Neue Karma? Die neulich in der Werbung. War? Weiß du ungefähr was die Kosten?“ Fragte er lachend.

      Du musst mehr schlafen. Wenn ich Arbeit gehen zu Unterschiedliche Zeiten. Bist du ständig wach. Daher die Frage geht es dir wirklich Gut?“ fragte er besorgt nach.

      Axel strich sich durch sein Rotes Haar kurz. Und sah nach Draußen. „Okay du hast mich überredet lass uns in Park gehen und essen. Es sei denn du musst sofort ins Büro gehen. Dann warte ich Draußen vor den Büro.?“ Fragte er nach.


      Und geht zu Tür. Und hält sie auf. Und geht schön mal raus. Axel Beobachtet die Leute. Und lächelte als er eine Familie sah.

      Heute Abend muss er noch zum Friedhof gehen. Das Grab von sein Eltern wieder schön machen.

      Axel schaut hoch zum Himmel.