Azaria fiel ein Stein vom Herzen, als sie den Hausherren sagen hörte, dass es ihm gefallen hatte. Tatsächlich hatten sich ihre Mundwinkel ein wenig gehoben. Es war also die richtige Entscheidung gewesen, dachte sie erleichtert. Einer der seltenen Momente, in denen sie instinktiv das Richtige getan hatte. Insgeheim hatte sie befürchtet, dass er seine Stimme wegen ihrer Eigenmächtigkeit erheben würde.
Sie machte sich eine mentale Notiz, das würde sie sich merken.
Ein eigenartiges Gefühl regte sich in ihrer Brust, als er dann sagte, dass sie sich in Zukunft öfter um das Bad kümmern könne. War es Stolz? Zufriedenheit? Sie konnte es nicht genau benennen, doch es bedeutete ihr mehr, als er je erahnen würde. Azaria erwiderte seinen Gute-Nacht-Gruß leise und entspannte sich erst, als er das Zimmer verlassen hatte. Der Austausch mit ihm war besser verlaufen, als sie erwartet hatte.
Erleichtert ließ sie sich auf das Bett fallen. Die Anspannung war gewichen, und einen Moment lang schien ihr Körper ihr schlicht die Kraft zu entziehen. In der Stille starrte sie an die Decke, ehe sie sich aufraffte, sich notdürftig wusch und sich schließlich schlafen legte. Ein leises Knurren ihres Magens drang an ihr Ohr, doch sie ignorierte es. Es war ein guter Tag gewesen.
Der neue Morgen brach an. Noch vor dem ersten Sonnenstrahl öffnete Azaria die Augen. Es war still. Kein Laut war aus den angrenzenden Räumen zu hören, sie schliefen noch. Wie auch in ihrem früheren Zuhause, schienen die Besitzer des Anwesens am Wochenende länger zu ruhen. Doch diese Freiheit galt nicht für die Bediensteten. Besonders nicht für sie.
Sie musste früh aufstehen, früher als die anderen, um alles vorzubereiten. Auch heute war sie bereits fertig angezogen, ihr Haar ordentlich gebunden, der Blick klar. Sie nutzte die Ruhe des Morgens, um sich erneut die Aufgabenliste anzusehen, die Hana ihr am Vortag übergeben hatte.
Ein leises Geräusch ließ sie aufhorchen. Schritte. Jemand war wach geworden, vermutlich Hana. Sie verließ ihr Zimmer und fand Hana bereits in der Küche. Ohne ein Wort gesellte sie sich zu ihr und begann zu helfen, das Frühstück vorzubereiten. Die Bewegungen der beiden Frauen waren ruhig, eingespielt, beinahe lautlos.
Als Hana schließlich das Tablett zum Esszimmer brachte, blieb Azaria zurück. Sie aß eine kleine Portion, gerade genug, um bei Kräften zu bleiben, ohne von dem Essen des Hausherrn etwas wegzunehmen.
Nachdem Kyren mit dem Frühstück fertig war, brachte Hana das Geschirr zurück in die Küche. Azaria unterstützte sie beim Abwasch, so gut es ging. Sie verlagerte ihr Gewicht auf das gesunde Bein, obwohl es anstrengend und unangenehm war. Die Rückenschmerzen waren nur ein weiteres Hindernis unter vielen, doch sie ließ sich nichts anmerken.
Als sie schließlich fertig waren, trat Azaria vorsichtig aus der Küche und sah, wie der Hausherr mit einem Buch in der Hand in den Garten ging.
Sie hatte den Garten am Vortag nur flüchtig gesehen, als sie an ihm vorbeigeführt worden war. Ein Ort voller Stille und grüner Harmonie, ein traditioneller japanischer Garten, gepflegt bis ins kleinste Detail. Azaria zögerte kurz. Dann folgte sie ihm, mit genügend Abstand, dass ihre Anwesenheit ihn nicht störte, aber nahe genug, dass er sie hören konnte, sollte er sie brauchen.
Ein sanfter Wind wehte durch die Bäume. Azaria blieb stehen, den Blick auf den Garten gerichtet. Der feine Kies knirschte unter ihren Schritten, als sie sich schließlich auf eine Bank am Rand des Weges setzte. Ihre Augen wanderten über das sorgfältig gestutzte Grün, das Spiel aus Schatten und Licht auf dem Moos. Ein seltsamer Frieden lag in der Luft, und für einen Moment wagte sie es, ihn zuzulassen. Sie hoffte, dass ihr einziges aaltes Kleidungsstück, welches Hana ihr geholfen hatte etwas zu reparieren, die Szenerie nicht besudelte.
Sie machte sich eine mentale Notiz, das würde sie sich merken.
Ein eigenartiges Gefühl regte sich in ihrer Brust, als er dann sagte, dass sie sich in Zukunft öfter um das Bad kümmern könne. War es Stolz? Zufriedenheit? Sie konnte es nicht genau benennen, doch es bedeutete ihr mehr, als er je erahnen würde. Azaria erwiderte seinen Gute-Nacht-Gruß leise und entspannte sich erst, als er das Zimmer verlassen hatte. Der Austausch mit ihm war besser verlaufen, als sie erwartet hatte.
Erleichtert ließ sie sich auf das Bett fallen. Die Anspannung war gewichen, und einen Moment lang schien ihr Körper ihr schlicht die Kraft zu entziehen. In der Stille starrte sie an die Decke, ehe sie sich aufraffte, sich notdürftig wusch und sich schließlich schlafen legte. Ein leises Knurren ihres Magens drang an ihr Ohr, doch sie ignorierte es. Es war ein guter Tag gewesen.
Der neue Morgen brach an. Noch vor dem ersten Sonnenstrahl öffnete Azaria die Augen. Es war still. Kein Laut war aus den angrenzenden Räumen zu hören, sie schliefen noch. Wie auch in ihrem früheren Zuhause, schienen die Besitzer des Anwesens am Wochenende länger zu ruhen. Doch diese Freiheit galt nicht für die Bediensteten. Besonders nicht für sie.
Sie musste früh aufstehen, früher als die anderen, um alles vorzubereiten. Auch heute war sie bereits fertig angezogen, ihr Haar ordentlich gebunden, der Blick klar. Sie nutzte die Ruhe des Morgens, um sich erneut die Aufgabenliste anzusehen, die Hana ihr am Vortag übergeben hatte.
Ein leises Geräusch ließ sie aufhorchen. Schritte. Jemand war wach geworden, vermutlich Hana. Sie verließ ihr Zimmer und fand Hana bereits in der Küche. Ohne ein Wort gesellte sie sich zu ihr und begann zu helfen, das Frühstück vorzubereiten. Die Bewegungen der beiden Frauen waren ruhig, eingespielt, beinahe lautlos.
Als Hana schließlich das Tablett zum Esszimmer brachte, blieb Azaria zurück. Sie aß eine kleine Portion, gerade genug, um bei Kräften zu bleiben, ohne von dem Essen des Hausherrn etwas wegzunehmen.
Nachdem Kyren mit dem Frühstück fertig war, brachte Hana das Geschirr zurück in die Küche. Azaria unterstützte sie beim Abwasch, so gut es ging. Sie verlagerte ihr Gewicht auf das gesunde Bein, obwohl es anstrengend und unangenehm war. Die Rückenschmerzen waren nur ein weiteres Hindernis unter vielen, doch sie ließ sich nichts anmerken.
Als sie schließlich fertig waren, trat Azaria vorsichtig aus der Küche und sah, wie der Hausherr mit einem Buch in der Hand in den Garten ging.
Sie hatte den Garten am Vortag nur flüchtig gesehen, als sie an ihm vorbeigeführt worden war. Ein Ort voller Stille und grüner Harmonie, ein traditioneller japanischer Garten, gepflegt bis ins kleinste Detail. Azaria zögerte kurz. Dann folgte sie ihm, mit genügend Abstand, dass ihre Anwesenheit ihn nicht störte, aber nahe genug, dass er sie hören konnte, sollte er sie brauchen.
Ein sanfter Wind wehte durch die Bäume. Azaria blieb stehen, den Blick auf den Garten gerichtet. Der feine Kies knirschte unter ihren Schritten, als sie sich schließlich auf eine Bank am Rand des Weges setzte. Ihre Augen wanderten über das sorgfältig gestutzte Grün, das Spiel aus Schatten und Licht auf dem Moos. Ein seltsamer Frieden lag in der Luft, und für einen Moment wagte sie es, ihn zuzulassen. Sie hoffte, dass ihr einziges aaltes Kleidungsstück, welches Hana ihr geholfen hatte etwas zu reparieren, die Szenerie nicht besudelte.