The Art of Survival [Codren feat. Pumi]

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    • Isaac machte ein interessiertes hmm. So abwegig klang das ganze gar nicht. Einen Rucksack packen, einen Flug buchen und sich nicht weiter um irgendwas kümmern. Sicher, er würde sich das Geld irgendwie zusammensparen müssen, aber wenn es nicht in der Saison war, könnte es bezahlbar sein. Und außerdem bräuchte er kein Hotel - nur den Flug. Das klang schon irgendwie spannend. Dabei war es völlig nebensächlich, dass Isaac darüber nachdachte, mit Kai zu seiner Familie zu fliegen. Zu seiner Familie, wie zwei… nein, wie Freunde. Ja, wie zwei Freunde. Man brauchte keine besondere Gelegenheit, um die Familie des Freundes zu besuchen. Und Kais Familie hörte sich richtig lustig an.
      "Sag mir doch Bescheid, wenn du das nächste mal fliegst. Dann können wir mal schauen. Würde mich freuen."
      Isaac lächelte. Es würde ihn wirklich freuen.
      "Was ist eigentlich mit dir?" fragte Kai. "Ich weiß, dass deinem Onkel das Gebäude gehört, da hört's aber auch schon auf."
      "Meine Familie ist längst nicht so groß wie deine. Oder so vielfältig", sagte Isaac mit einem leisen Kichern. "Ich habe eine kleine Schwester, wobei sie mittlerweile auch schon 26 ist. Meine Eltern wohnen in Detroit. Es gibt ein riesiges Familiendrama, weil mein Onkel zu Beginn seiner Karriere wohl überall schmarotzt hat und dann den Kontakt abgebrochen hat, sobald es aufwärts gegangen ist. Aber auch nur, weil meine Großeltern ihn nicht unterstützt haben - irgendwie sowas. Ganz habe ich es selbst nie verstanden und mein Vater vermeidet das Thema. Deswegen... Ich meine nur, deswegen wirst du meinen Eltern hier wohl nicht über den Weg laufen. - Oh, uhm, ich habe auch ein Bild, denke ich. Irgendwo."
      Er fischte sein Handy hervor, wischte schnell ein paar Dutzend Nachrichten weg und suchte nach einem passenden Bild. Er fand eins, das ihn selbst zum Lächeln brachte und gerade mal sechs Jahre alt war. Er zeigte es Kai.
      "Das war an meinem Abschluss, bevor ich in die Army gegangen bin. Meine Schwester heißt Rachel und ist ein Teufel."
      Das Bild war eine Momentaufnahme auf einer Abschlussparty. Zwischen all den Leuten war Isaac mit seiner Größe leicht zu erkennen, trotz der Wurfpose, die er gerade eingenommen hatte. Das Wurfgeschoss in seiner Hand sah aus wie klebriger Kuchen und ähnelte verdächtig dem Batzen, der auf seiner Brust klebte. Er grinste; alle seine Zähne waren zu sehen und seine Augen warfen Lachtfalten. Sein Ziel war ein Mädchen, das den Mund in einem Schrei oder einem Lachen aufgerissen hatte, der Körper zur Seite gedreht, mitten in der Flucht. Die Menge teilte sich vor ihr. Sie hatte dieselben blonden Haare wie auch Isaac, nur flogen sie ihr gerade ums Gesicht. Isaacs Haare waren dafür kurz gehalten, noch nicht abrasiert.
      "Ihr würdet euch bestimmt gut verstehen. Sie kann ziemlich... abgedreht sein."