Cursed Love [Runa vs. Akuma]

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    • Himeko

      Himeko stand in der Küche, den Zopf schlampig gebunden, die Augen noch schwer vom Schlaf. Die Morgensonne fiel blass durch das Fenster, warf ein fahles Licht auf ihre blasse Haut und die Schatten unter ihren Augen. Sie wirkte abwesend, obwohl sie da war – körperlich zumindest. Ihre Finger spielten nervös an der Kante der Küchenzeile, während ihr Blick irgendwo im Raum hängen blieb, ohne etwas wirklich anzusehen.
      Yuji hatte irgendwas von Schokolade gesagt. Normaler Schokolade. Irgendetwas Warmes klang in seiner Stimme, vertraut… aber ihre Gedanken rissen immer wieder weg, rutschten in die Dunkelheit der Nacht zurück. In die Träume, die keine waren. In Erinnerungen, die sie nicht eingeladen hatte.

      Wieder diese Hand. Die der Mutter.
      Wieder diese Stimme – scharf wie zerbrochenes Glas, schrill vor Wut.
      „Warum musst du nur aussehen wie sie? Wie diese verfluchte Hexe?!“
      Und dann der Schlag. Die heiße Wange. Das Gefühl, wie die Tränen wollten, aber nicht durften. Nicht konnten. Nicht sollten.
      Himeko blinzelte. Ihr Herz pochte schneller, obwohl sie doch nur dasaß.

      Sie presste die Lippen aufeinander, zwang sich zurück in den Raum. In die Gegenwart. In die Küche.
      „Ich…“, begann sie leise, als hätte sie vergessen, wie man redet. Dann räusperte sie sich kaum hörbar.
      „Die normale reicht. Schokolade. Ist egal.“
      Sie richtete ihren Blick auf Yuji, aber er wirkte ein wenig verschwommen – nicht, weil er weit weg stand, sondern weil ihre Gedanken noch nicht ganz bei ihm waren.
      Nur langsam trat sie einen Schritt näher. Ihre Stirn lehnte sie sacht gegen seinen Oberarm. Kein Gewicht. Nur Nähe. „Sorry… ich hab nicht gut geschlafen.“ Mehr sagte sie nicht. Sie wollte nicht sagen warum. Nicht von kalten Böden, nicht von eisenbeschlagenen Türen, nicht von der Stimme ihrer Mutter, die lauter war als alles, was man ihr je ins Gesicht geschrien hatte. Nicht von dem brennenden Wunsch, jemand anders zu sein… oder wenigstens nicht sie. Sie atmete leise ein. Der Geruch nach Tee und warmem Licht half, den Nebel zu vertreiben.„Wenn du was findest… bring mir bitte einfach ein Stück“, murmelte sie schließlich.
      „Nicht, weil ich zu faul bin. Ich will nur… gerade nicht allein an den Schrank." Es war das Einzige, was sie zuließ. Ein kleines Eingeständnis zwischen Müdigkeit, Schmerz und Vertrauen. Nur an ihn gerichtet.

      Satoru

      Gojo ließ das kleine Päckchen in seiner Hand kreisen, als hätte sie ihm gerade eine streng geheime Mission anvertraut. Sein Grinsen wurde breiter, schelmischer – ganz der Satoru, der nie so ganz ernst blieb, aber trotzdem irgendwie alles meinte, was er sagte.
      „Vertrau dir?“ Er zog gespielt eine Augenbraue hoch. „Sarana, ich hab mal ohne mit der Wimper zu zucken Matcha-Pralinen von einem uralten Tempelpriester gegessen, weil ich dachte, das wär ein Willkommensgeschenk. Spoiler: Es war ein Reinigungsritual. Ich hab’s überlebt.“
      Er hob das kleine Bündel an, betrachtete es mit einem fast ehrfürchtigen Blick. „Und jetzt kommst du hier an, gibst mir Kümmel-Kekse mit der Miene einer Meisterbäckerin, die weiß, dass sie entweder Geschichte schreibt oder jemanden umbringt. Ich bin beeindruckt.“
      Dann sah er sie wieder an, ein Funkeln in seinen Augen, während er die Sonnenbrille etwas nach unten schob.
      „Und was das mit dem Matcha angeht…“ Er lachte leise. „Du hast wohl vergessen, mit wem du redest. Geld spielt keine Rolle. Wenn du fünf Kilo Matcha brauchst, dann bestell ich dir zehn – frisch gemahlen, handverlesen, und von einem Mönch gesegnet, wenn’s sein muss.“
      Er beugte sich ein Stück zu ihr vor, sein Ton jetzt leiser, weicher – aber noch immer mit dieser verspielten Note.
      „Wenn du willst, dass ich alles esse, was du mir vorsetzt, ohne zu meckern – dann musst du dich wohl mit mir anfreunden. Vielleicht sogar mehr als das.“
      Ein Zwinkern. Dann schloss er die Finger langsam um das Päckchen in seiner Hand, als würde er etwas Wertvolles darin festhalten.
      „Aber sag nicht, ich hätte dich nicht gewarnt. Ich hab einen verdammt gefährlichen Geschmackssinn… und ein noch gefährlicheres Herz, wenn’s um Leute wie dich geht.“
    • Yuji / Sukuna
      Yuji kannte diesen Blick. Diese Leere gepaart mit Erinnerungen die keine Erinnerungen sein sollten. Ein Gefängnis der eigenen Vorstellung. Der eigenen Erlebnisse. Sie sah aus, als wäre sie nicht hier sondern dort, irgendwo im Tsunami ihres Gedächtnisses. Sukuna spürte es auch. Nicht die Leere, aber die instinktive Wut darüber, das jemand es wagte zu brechen was seins zu brechen war.
      "Hey hey." Yujis Stimme war sanft, fast schon ein wenig vorsichtig, als er ihre Stirn an seinem Arm spürte. Wie sie sich dort abstützte als wäre er die einzige Konstante in ihrem Leben. Dabei hauste er immer noch die Quelle all ihren Leids in seinem Körper.
      Jene Quelle schien aber seltsam still für das Brodeln in seinem Inneren. Wie als dachte er über etwas nach, was selbst für Yujis Augen nicht gemeint war.
      "Kein Ding." Er fragte nicht nach woran sie sich erinnerte. Wo sie gerade war und wovor sie flüchtete. Stattdessen empfing er sie so, wie nur er es konnte. Mit unkonditioneller Freundlichkeit. Mit einem Lächeln, dass weder gespielt noch gezwungen war.
      "Setz dich einfach hier hin." Kurz vergewisserte er sich, dass das junge Mädchen auch ohne ihn stehen konnte, bevor er einen Stuhl vom Tisch zur Seite zog und ihn direkt hinter ihr platzierte. Damit war sie immer noch in seinem Umfeld, konnte sich aber zumindest ausruhen.
      Yuji beeilte sich regelrecht den Süßigkeitenschrank von Gojo zu plündern und die Pancakes zu backen.
      Dabei sagte er nichts. Zwischendurch drehte er sich zu ihr um, doch er war sich bewusst, dass es manchmal einfach reichte da zu sein. Das Worte nicht halfen, dort wo sie nicht hin kamen.
      "Hier. Spezialangebot. Da kloppen sich die Anderen drum." grinste er, fast wieder ein bisschen schelmisch, als er ihr zwei perfekt gebackene Pancakes gefüllt mit Schokolade auf den Schoß legte. Inklusive Gabel verstand sich. "Iss einfach. Mit vollem Magen sieht die Welt schon wieder ein bisschen anders aus."

      Sarana
      "Das hört sich weniger nach Vertrauen an sondern als wärest du Lebensmüde." Sie rollte nur mit den Augen, als er da Dinge andeutete, die über normales Bantering hinaus ging. Flirtender Bastard. Und dann noch der Flex?
      "Schatzi, du vergisst, dass wir uns erst zwei Tage kennen. Woher soll ich denn bitte wissen, dass du eine schwarze American Express in deiner Arschtasche versteckst?" Mit einer Drehung zur Kaffeemaschine zwinkerte sie ihm zu. "Kaffee? Süß so wie du?" Sie wartete gar nicht auf seine Antwort sondern begann direkt damit einen Kaffee zu brühen.
      "Aber wenn du mir meine Matcha Back-Spree sponsoren willst, dann kannst du das gerne tun. Vielleicht geb ich dir ja sogar ein Croissant ab."


      ♪♫•*¨*•.¸¸사랑햡니다¸¸.•*¨*•♫♪

    • Himeko

      Himeko starrte einen Moment auf die Pancakes in ihrem Schoß, als wären sie nicht real. Wie gemalt. Wie etwas aus einer anderen Zeit. Einem anderen Leben. Einem besseren Leben. Ihre Finger zitterten leicht, nicht vor Kälte, sondern weil sie ihre Grenzen nicht greifen konnte. Nicht den Anfang, nicht das Ende. Alles war eine verschwommene Linie geworden zwischen dem Damals und dem Jetzt.
      Sie blinzelte. Zweimal. Dann sah sie langsam zu Yuji auf.
      „Du bist dumm…“, murmelte sie – aber es klang nicht wie eine Beleidigung. Es war ein Versuch. Ein Anker. Ein Stück Normalität, das sie ausspucken konnte, weil es weniger wehtat als Danke.
      Sie senkte den Blick wieder. Ihre Schultern hoben und senkten sich sacht. Ihre Stirn lag nicht mehr an seinem Arm, aber das Gefühl seiner Wärme schien noch dort. Ein Rest von Nähe, den sie nicht verscheuchen wollte.
      „Du solltest mich hassen… weißt du?“ Ihre Stimme war leise, fast so, als hätte sie Angst, dass Sukuna sie hören könnte – und gleichzeitig hoffte sie es. „Wegen allem. Wegen dem, was ich gesagt hab. Getan hab.“
      Sie hob die Gabel langsam an und stach in den Pancake. Die Schokolade floss heraus, warm und duftend – wie ein Herz, das endlich aufhörte, sich zu verstecken.
      „Aber du bringst mir verdammte Pancakes… und jetzt weiß ich nicht, ob ich lachen oder heulen soll.“
      Ein schwaches, krummes Lächeln erschien auf ihren Lippen. Es war kein echtes. Aber es war ein Anfang.
      „Ich… bleib noch ein bisschen hier. Wenn’s okay ist.“
      Die letzte Silbe klang so klein. So ehrlich. Fast wie ein Flüstern gegen das, was in ihr tobte. Und in diesem Moment war das mehr, als sie sich selbst zugetraut hatte.

      Satoru

      Gojo lehnte lässig im Türrahmen, die Sonnenbrille halb nach unten geschoben, gerade so, dass seine Augen über den Rand lugen konnten – dieses verdammte Grinsen bereits auf den Lippen, das immer dann auftauchte, wenn er wusste, dass er sich gleich über Grenzen hinwegsetzen würde.
      „Du redest, als wär das mit der Amex das Ungewöhnlichste an mir.“ Seine Stimme war wie immer unverschämt selbstsicher, fast süß – wenn sie nicht so gefährlich charmant wäre. „Sarana-chan, wir haben uns zwar erst seit zwei Tagen gegenseitig das Leben schwer gemacht… aber ich hab in weniger Zeit schon ganze Nationen verführt.“ Eine kurze Pause. „Also theoretisch.“
      Er trat ein paar Schritte näher, der Duft von ihrem frisch gebrühten Kaffee stieg ihm in die Nase. „Kaffee, süß wie ich?“ Er zog eine Braue hoch, tat dann aber, als denke er wirklich kurz darüber nach. „Hm. Und was, wenn ich lieber etwas Bitterkeit im Leben brauch, um mich wieder menschlich zu fühlen? So wie deine sarkastische Zunge zum Beispiel.“
      Er nahm sich frech eine ihrer Tassen vom Regal, ohne zu fragen, und drehte sie in der Hand.
      „Matcha-Back-Spree also. Weißt du was?“ Er beugte sich ein klein wenig zu ihr herunter, als würde er ihr ein Geheimnis verraten. „Ich finanziere dir deinen Matcha-Vorrat für ein ganzes Jahr… wenn ich dafür zusehen darf, wie du versuchst, Croissants mit Charakter zu backen.“
      Seine Stimme war leiser geworden, fast neckend. Dann ein Zwinkern.
      „Deal, Sarana? Oder brauchst du noch eine schriftliche Vereinbarung mit Glitzerstempel und Kuschelsiegel?“
    • Yuji/Sukuna

      "Hm, also ich wüsste jetzt nicht, warum ich dich gleich hassen sollte." Yuji hob fast abwehrend die Hände, grinste aber gleichzeitig mit diesem warmen Lächeln, das nur er an den Tag legen konnte. Noch während Himeko ihre Pancakes anstarrte war er dabei gleich einen weiteren Batzen an wunderschön fluffigen Teigfladen zu braten. Er konnte sich nämlich schon ausrechnen, dass Megumi gerne welche essen würde (auch wenn der Schwarzhaarige sich das nie anmerken lassen würde) und dass Nobara ihm sonst die Hölle heiß machen würde, wenn er nicht zumindest zwei Pancakes für sie zur Seite stellte. Schließlich waren Yujis Kochkünste bei allen heiß begehrt.
      "Vielleicht könnte ich mich ein bisschen angegriffen fühlen, aber ich weiß ja auch nicht was bei dir so vorgefallen ist. Ich versuche immer nicht vorschnell zu urteilen. Man weiß ja nie genau, was dahinter steckt, weißt du?" Er sagte das nicht als Verteidigung, mehr als wolle er ihr seinen Gedankengang ein bisschen erklären und ihr damit erleichtern zu akzeptieren, dass er sie so mochte wie sie war.
      "Bleib solang du willst. Das hier ist jetzt dein Zuhause wie meins. Wenn du wen zum reden brauchst oder so steht meine Tür immer offen."

      Sarana
      "Tut mir leid, dass ich als Normalsterbliche die Wege der Superreichen weder verstehe noch unterstütze." Der Kommentar kam aus ihr geschossen, noch bevor Gojo seinen Satz beendet hatte. Dabei grinste sie allerdings leicht und zeigte damit, dass sie sich keinen Falls angegriffen fühlte. Stattdessen begann sie mit geübten Handgriffen die komplizierte Kaffeemaschine zu betätigen und einen frisch gepressten für beide herzustellen.
      "Dann kannst du gerne die Kakaonibs da essen." Mit einer wischenden Handgeste hatte sie auf das Glas auf der Theke verwiesen. In ihm befanden sich kleine Kakaobohnen, welche gefährlich nach natürlichen Bohnen aussahen und nicht nach einer gemachten Süßigkeit.
      "Keine Sorge, die bringen dich nicht um. Ich hab Kakao und Kaffee zusammen gemischt und dann wieder geformt. Ist aber ordentlich bitter." Fast schon stolz präsentierte sie ihm nun einen Kaffee mit Sahnehaube und einem gefährlichem Geruch von Vanille und Karamell.
      "Vielleicht lass ich dich ja sogar bei mir ins Haus wenn du mir wirklich 10 Kilo Matcha besorgst."


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