I should hate you but I can't [yuyuumyn & Concorde]

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    • Diego konnte seinen Augen nicht trauen als er realisierte, dass tatsächlich Collin hierher gefahren war. Er konnte keine weitere Frage herausbringen, das er von der gesamten Situation immer noch oder wieder überfordert war. Erst dieser chaotische Start in den Tag und jetzt dieses Feuer in seiner Nachbarschaft. Er sah kurz über seine Schulter als ob er sich verreißen wollte, dass das alles gerade jetzt passierte. Da kam Collin schon aus dem Wagen und stellte sich auf die Zehenspitzen, um den großen Braunhaarigen zu umarmen. Verwundert blickte dieser auf seinen ehemaligen Schulfreund und legte zögerlich einen Arm um dessen Schulter. Collins warme Worte gingen in Diegos Ohren hinunter wie warme Töne eines schönen Lieds. Er schloss für einen Moment die Augen und seufzte tief. „Ist schon okay“, murmelte er und hielt inne. Kurz darauf spürte Collin aber auch Diego wie sonderbar diese Situation war und Collin löste sich flott von dem Braunhaarigen. Dabei stieg ihm jedoch eine leichte Röte ins Gesicht. Diego kratzte sich verlegen am Kopf, ehe er Collins entschuldigende Worte hörte. „Hey alles okay! Ist ne komische Situation.“, erklärte Diego beruhigend und mit einer lässigen Stimme als sei nichts vorgefallen. Doch es war so viel vorgefallen. Collin hatte sich zwischenzeitlich etwas von ihm entfernt und die Arme vor der Brust verschränkt. Er erwartete wohl eine genauere Erklärung als dass alles okay sei. Diego sah hinüber zum Feuer und spürte den fragenden Blick seines Gegenübers. „Nun ich habe zum Glück nicht viel in dieser Wohnung. Das meiste habe ich auf meinem Handy und Kleidung und sowas habe ich in meinem Büro im Fitnessstudio. Insofern ist das wirklich okay. Ich muss nur …“ Er stockte und sah kurz auf den Boden.

      Er fuhr sich mit der Hand durch die lockeren braunen Haare und seufzte erneut. „Ich muss nur eine bliebe für die nächsten Tage oder so finden. Ich habe keine Ahnung, wie lange sie die Straße und die Häuser hier sperren werden. Aber bei dem Ausmaß rechne ich nicht nur mit ein paar Tagen.“ Er verzog das Gesicht, da ihm nun w Angebot wieder einfiel. Er wollte gar nicht bei ihm wohnen oder nur kurz unterkommen. Sein Freund war total erfolgreich und er lebte hier unter fragwürdigen Umständen. Es wäre ein Eingeständnis seiner Schwächen und seines fehlenden Erfolgs. Er biss sich auf die Unterlippe und sah bereits wie Collin zum Antworten ausholte. „Ich weiß dass du ein schönes Apartment in Santa Monica hast, aber ich tue mich schwer damit. Weißt du? Ich habe keinen Bock auf diese Leute da. Diesen Schlag Mensch kenne ich nur zu gut.“ Erneut seufzte er und spürte die eigene Ausweglosigkeit. Diego hatte kaum Alternativen. Seine Eltern hatten den Kontakt seit dem Ende seiner Sportler-Karriere ab her Brocken und er kannte hier kaum noch Leute zu denen er gehen könnte. Collin war wohl so seine einzige Möglichkeit, wie es weitergehen könnte.
    • Noch immer war Collin ein wenig peinlich berührt von der Tatsache, dass er seinem ehemaligen besten Freund eben so um den Hals gefallen ist. Aber er konnte in dem Moment einfach nicht an sich halten und konnte auch nicht leugnen, dass es sich wirklich gut angefühlt hatte, Diego wieder so nah gewesen zu sein...

      Schweigend hörte er sich Diego's Antwort an und öffnete dann seinen Mund, um ihm ein weiteres Mal vorzuschlagen das Gästezimmer in seinem Apartment in Santa Monica zu beziehen, wurde aber bereits von Diego unterbrochen, bevor er auch nur ein Wort gesprochen hatte.
      Als er die nächsten Worte des ehemaligen NFL-Spielers hörte, verengte er leicht seine Augen und konnte spüren wie seine Augenbraue leicht zu zucken begann.

      Die Worte "Diesen Schlag Mensch" ignorierte er gekonnt, während er wieder einen Schritt auf Diego zu trat, langsam seine Hand anhob und Diego dann ohne Vorwarnung am Ohr packte und diesen zu sich herunter zog.
      "Jetzt hörst du mir Mal genau zu...", zischte Collin in einem gefährlich leisen Ton und starrte ihn direkt in die Augen.
      "Hör auf hier den Starken zu markieren und schluck deinen falschen Stolz herunter. Vielleicht kannst du anderen etwas vor machen, aber das funktioniert bei mir nicht, hörst du?", fuhr er fort und hielt eisern das Ohr des Braunhaarigen fest, bevor seine Stimme dann aber wieder ein wenig sanfter wurde:

      "Hör zu...es soll doch kein dauerhafter Zustand werden, sondern nur so lange bis du wieder vernünftig auf die Beine gekommen bist. Ich..", begann er zögernd und atmete dann einmal tief ein bevor er weiter sprach: "Ich ertrage den Gedanken nicht, nicht zu wissen was mit dir ist, wenn du dich in einer so offensichtlich Notlage befindest...es fühlt sich nicht richtig an dich mit all dem alleine zu lassen. Nicht nachdem wir früher so unzertrennlich gewesen sind...", gestand er leise, wobei seine Stimme kaum lauter als ein zartes Flüstern war.

      Er ließ sein Ohr wieder los, aber nicht ohne ihn vorher mit seiner freien Hand gegen die Stirn zu schnipsen. "Und jetzt halt deine Klappe und steig ins Auto, Idiot..."
    • Diego hatte gerade noch die Arme vor Collin verschränkt als dieser sich etwas zu ihm hochstreckte und ihm dann am Ohr packte. "Heeeyyyy", muckte der Große nur noch bis Collin ihm ins Ohr sprach. Er zischte dabei gefährlich und warf dem Braunhaarigen einen gefährlichen Blick zu. Diego grummelte sehr tief dabei und raunte unüberhörbar. Er grummelte immer weiter wie ein Kind das man maßregelte und wenn man ehrlich war, war es genauso. Ablehnend verschränkte Diego wieder die Arme, da ihm das überhaupt nicht gefiel und erst bei Collins letztem Satz löste er diese ablehnende Haltung auf. Er war zwar sehr leise gesprochen und dennoch verstand Diego ihn genau, da er ja mit seinem Ohr immer noch an Collins Mund war. "Unzertrennlich?", sprach er leise nach, ehe Collin sein Ohr los ließ und ihm gegen die Stirn schnipste. "Pfff, du Kleiner ..", raunte er zotnig und hörte dann schon, dass er ins Auto steigen sollte. "Verdammt", fluchte er leise vor sich und ging zu seiner Sporttasche, die noch immer am Straßenrand lag. Er hob diese trotzig auf und setzte sich dann in den schwarzen Porsche zu Collin. "Ich zeige dir den Starken, wenn du morgen auf der Drückbank deine Arme trainieren wirst", meinte er zu Collin während er sich im Sportwagen anschnallte und seine Sporttasche auf der Rückbank ablegte. Insgeheim grinste Diego nun, da er Collins Reaktion irgendwie (er konnte es sich selbst nicht erklären) schon süß fand. Nach außen miemte er natürlich den nüchternen Mitfahrer und spürte ab und zu Collins Blick auf sich während sie Central-Alameda verließen und auf die Autobahn fuhren, um nach Santa Monica zukommen. Das Radio war aus und Diego machte die Scheibe etwas herunter und ließ den Arm lässig raushängen.

      Diego wollte erst etwas sagen, entschied sich dann jedoch die Klappe zu halten. Erst als der Wagen vor einem großen weißen Gebäude am Santa Monica Beach hielten, drehte sich der Latino zu seinem Fahrer. "Danke dir ... nach all dem", nuschelte er leise, ehe er den Blick wieder von Collin abwand und nach hinten griff, um seine Tasche zu packen. Er sah nochmals musternd auf diese, ehe er leise seufzte. Es fühlte sich an wie ein anderes Leben. Wieso konnte sich alles so schnell ändern? Er war noch gar nicht bereit hierfür. Diego schaute wieder auf und sah das Haus. Es war groß, weiß und modern. Beste Lage und ein toller Ort um morgens ein Pre-Workout auf der Terasse zu machen. Ob Collin einen Pool hatte? Er biss sich auf die Unterlippe. 'Reiß dich doch mal zusammen, Diego. Du stecks bis zum Hals tief in der Scheiße und pennst nun bei deinem ehemaligen Freund, den du bis vor kurzem ignroiert hast.' Es stimmte. Er war Collin einiges schuldig und stattdessen, dass er etwas gutmachte, kam Collin ihm wieder entgegen und Diego war ihm nun noch mehr schuldig. Er raunte leise und umgriff fest seine Tasche. Irgendwann würde er das alles wiedergutmachen. Da war er sich sicher.
    • Collin winkte nur ab, als sich Diego bei ihm für seine Hilfe bedankte und sagte dazu nichts weiter. Nach all dieser Zeit...war es doch selbstverständlich, dass er seinem ehemaligen besten Freund wieder auf den Beinen half, oder?

      Nachdem Collin seinen schwarzen Porsche geparkt hatte, stiegen sie aus und bewegten sich auf das große Gebäude zu. Selbst hier in Santa Monica war noch immer das Feuer, welches in Central-Alameda loderte, deutlich in der Luft wahrzunehmen.
      "Ich glaube ich habe außer Wasser nichts im Kühlschrank. Wir müssen uns wohl heute Abend wohl oder übel etwas zu essen bestellen.", sagte er nebenbei und kurz darauf traten sie in die riesige Empfangshalle des Wohnkomplexes.
      Allein die Empfangshalle schrie nach Luxus und Wohlstand. Nicht zuletzt, weil sich ein riesiger Springbrunnen in der Mitte der Empfangshalle befand.

      Schnell, weil Collin das alles selbst schon alles ein wenig unangenehm wurde, führte er Diego zum Fahrstuhl.
      "Du kannst in meinem Gästezimmer wohnen. Dort solltest du eigentlich alles haben was du brauchst. Wenn dir irgendwas fehlt, besorgen wir es dann einfach noch nachträglich.", fuhr er fort und strich sich ein paar seiner blonden Haare aus seinem Gesicht.
      Während sie weiter im Aufzug standen, überlegte er, wie er die Stimmung ein wenig anheben konnte. Und dann fiel es ihm ein: das einzige Thema, dass seine Stimmung immer sofort anhob.

      "Ich hoffe du hast keine Angst vor Hunden?", fragte er mit einem leichten Lächeln, bevor er ziemlich unüberlegt hinzugefügte: "Aber bei den Typen, die du früher in der High School deine Freunde genannt hast, glaube ich nicht das du Angst vor Hunden hast."
      Der Fahrstuhl hielt und Collin war der Erste der ausstieg. Er ging auf die Wohhnungstür seines Apartments zu und kaum näherten sie sich der Wohnungstür, war auf der anderen Seite bereits ein aufgeregtes Bellen zu hören, was Collin leicht schmunzeln ließ.
      Er schloss die Wohnungstür auf und sofort sprang den Beiden ein großer Golden Retriever entgegen.

      Collin begann zu lachen, als der große sanfte Fellball ihn über das Gesicht leckte. "N-nein, hör auf, Speedy! Sitz!", lachte er und im nächsten Moment ließ Speedy von seinem Herrschen ab und sprang dafür Diego an.
      Als wäre die Situation nicht schon chaotisch genug, kam ein weiterer junger Mann mit einer Bratpfanne in den Händen aus der Küche zur Haustür. "Collin, ist alles in Ordnung?!", fragte er und holte bereits drohend aus. Aber als er Diego sah, ließ er sie verwirrt wieder sinken.

      Collin sah zu dem jungen Mann und weitete seine Augen. "Milo...was zur?"
      Milo, der junge Hundesitter, wurde knallrot im Gesicht und versteckte die Bratpfanne hinter seinem Rücken. "Ähm...tut mir leid...ich habe geglaubt deine Begleitung ist...jemand anderes.", sagte er verlegen und konnte dann nicht anders als seine Augen über Diegos Muskeln wandern zu lassen, bevor er seine Augen aber weitete: "I-ich kenne dich! Dein Name ist Diego, oder?! Ich hab dich so oft im Fernsehen gesehen! C-collin, das ist Diego!"
    • Als Diego mit Collin aus dem Wagen ausstieg roch er noch immer den Geruch von verbranntem Holz. Er schien in ganz Los Angeles über der Luft zu schweben wie eine Smogwolke. Dabei erwähnte sein ehemaliger Freund, dass er nichts im Hause habe. Der Braunhaarige weitete ungläubig seine Augen. „Oh krass“, murmelte er darüber und fragte sich, wie das sein konnte bei so einem riesigen Haus keine Lebensmittel da zu haben. Collin schien tatsächlich rund um die Uhr für seinen Job zu arbeiten. Während er sich noch Gedanken darüber machte, gingen beide ins das riesige Haus am Strand. Gleich fiel Diego der Springbrunnen im Eingangsbereich des Hauses auf. „Ganz bescheiden“, grinste Diego seinen Schulfreund an, von dem er nicht erwartet hatte dass dieser so dekadent wohnte. Früher war er ein Mensch, der sich vor allem durch Zurückhaltung optisch als auch charakterlich auszeichnete. Doch Alleinsein Handeln von vorhin ließ Diego zweifeln, ob Collin immer noch derselbe war wie früher. Ob er das gut oder schlecht fand, konnte er noch nicht sagen.

      Nebenbei erwähnte Collin sein Gästezimmer, was Diegos Annahme dass das Haus riesig ist nur weiter unterstrich. Er nickte stumpf, da er sich bei dem Gedanken eigentlich nicht wohl fühlte. Doch Collin hatte Recht. Diego würde dieses Hilfe erst einmal unfreiwillig akzeptieren müssen. Sein Zuhause war aktuell nicht begehbar, wenn es überhaupt noch bestand. Der Blonde spürte die unangenehme Stille und versuchte abzulenken. Er kam auf Hunde zu sprechen. Diego sah ihn fragend an, nickte aber zugleich mit einem breiten Lächeln. „Natürlich mag ich Hunde! Habe sogar mal vier Monate einen Nebenjob als Hundesitter gehabt und die ausgeführt.“ Diego lachte auf den Kommentar zur Highschool. „Ganz ehrlich seit dem Football komme ich mit jedem Typen klar und wenn der gegenüber zu unfreundlich wird, verpass ich ihm eine“, zuckte er mit den muskulösen Schultern und wartete bis der Aufzug die gewünschte Etage erreichte.

      Anschließend erklärte sich die Frage des Blonden, da ihn ein Golden Retriever ansprang. Diego lächelte und wurde bald darauf auch von dem neugierigen Hund begrüßt. „Ja hey du. Du bist aber ein süsser Blondie“, freute sich der Braunhaarige und streichelte den Hund der daraufhin zufrieden mit dem Schwanz wackelte und sich an Diegos Bein schmuste.
      In diesem chaotischen Moment kam ein junger Mann aus der Tür und schien Diego mit einer Bratpfanne angreifen zu wollen? Er steckte sie jedoch gleich zurück. Diego richtete sich auf, verschränkte die Arme vor der breiten Brust und musterte den Typen skeptisch. „Nette Begrüßung mit einer Pfanne erschlagen zu werden“, raunte er und musterte den Menschen vor ihm. Speedy, der Golden Retriever sah abwartend zwischen den drei umher. Milo, der Diego mit der Bratpfanne eins überziehen wollte, wurde von Collin zur Rede gestellt. Er lief rot an und erzählte er glaubte Collins Begleitung sei jemand anderes gewesen. „Jemand anderes?“, hakte Diego nach, „Wer denn dass du ihm mit der Bratpfanne eins überziehen willst?

      Gleichzeitig musterte Milo Diego und er spürte wie die Augen des jungen Mannes über ihn wanderten und er anschließend den ehemaligen Footballspieler erkannte. „Korrekt“, sagte Diego und nickte leicht. „Und deswegen ist es auch nicht klug mich mit meiner Bratpfanne anzugreifen“ Er zwinkerte dem noch immer roten Milo zu und sah dann zu Collin, in der Hoffnung dieser würde diese eigenartigen Situation nun aufklären.
    • Milo's Augen wurden nur noch größer, als Diego bestätige, dass er wirklich Diego, DER Diego, war. Er konnte es kaum fassen, das der ehemalige NFL-Spieler und Reality-TV-Star vor ihm stand.
      Als dieser Milo dann auch noch zu zwinkerte, errötete Milo nur noch mehr und brauchte einen Moment, bis die Frage von Diego bei ihm ankam.
      "H-huh?...oh, achso....nun...", begann er und blickte schnell zu Collin, welcher dann aber bereits seinen Kopf schüttelte und das Wort ergriff.
      "Nicht so wichtig.", winkte er ab und wollte am liebsten noch sowas sagen wie: "Du kennst die Person sowieso nicht.", aber dies wäre eine ziemlich große Lüge gewesen, weshalb er lieber nicht zu viel verriet.
      Mal ganz davon abgesehen, dass auch Diego und Isaac eine gemeinsame Vergangenheit miteinander hatten...

      Collin streichelte Speedy einen Moment lang über den weichen Kopf, bis Milo ihm wieder leise zuflüsterte: "Ich wusste gar nicht das du Diego, DEN Diego, kennst! Warum ist er hier?", flüsterte er leise aufgeregt.
      Collin unterdrückte ein leises Seufzen. "Wir kennen uns bereits seit dem Kindergarten, Milo. Und er...wird hier erstmal für eine Weile wohnen...bei mir.", erklärte er und nickte dann bereits in die Richtung des riesigen Wohnzimmers.
      Durch die Terrasse, welche am Wohnzimmer angrenzte, konnte man direkt auf den weißen Strand und das weite blaue Meer blicken.

      Milo fiel fast die Kinnlade runter, als Collin ihm erklärte, das Diego erstmal hier wohnen würde. Während sie ins Wohnzimmer gingen, blickte Milo zurück zu Diego.
      "Du wirst hier wohnen? Aber warum? Du musst doch bestimmt so reich sein, dass du eine riesige Villa in Hollywood haben könntest!", sagte Milo ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.
      "Milo!"
      "Was denn?! Ich hab doch Recht, oder nicht..?"
      "Manchmal ist es besser einfach den Mund zu halten, Milo."
      "Aber-"
      "MILOUARD!"
      "I-ist schon gut, ich halte schon meine Klappe..! Kein Grund meinen vollen Namen zu benutzen!"

      Collin seufzte leise, schüttelte leicht seinen Kopf und blickte wieder zu Diego. "Entschuldige bitte, Milo meinte das auf keinen Fall in irgendeiner Form böswillig oder ähnliches...er ist manchmal einfach nur...zu neugierig.", sagte er und blickte wieder zu Milo.
      "Ich nehme an du hast auch noch nichts gegessen? Dann isst du noch mit uns mit und kannst danach Feierabend machen.", fuhr er fort und holte bereits sein neustes iPhone hervor, auf welchem er eine Lieferdienst-App öffnete.
      Milo kratzte sich schuldbewusst am Hinterkopf, nickte nur und blickte dann wieder zu Diego. "Es tut mir leid, ich hätte nicht nachfragen dürfen...es geht mich nichts an.", sagte er bevor er sich auf das Sofa fallen ließ und nach dem Playstation-Controller griff, der neben ihm lag.

      Ohne von seinem Handy aufzublicken, ertönte wieder Collin's Stimme: "Wolltest du nicht für die Uni lernen?", fragte er und Milo zuckte ein wenig zusammen.
      "Ich habe noch eine ganze Woche Zeit bis zur Prüfung!"
      Collin verdrehte nur seine Augen und blickte wieder zu Diego. "Was möchtest du essen? Hamburger? Pizza? Oder lieber etwas ganz anderes?", fragte er und deutete ihm an, sich auch auf das riesige Sofa vor dem noch riesigen Fernseher zu setzen.
    • Diego errötete kurz als Milo ihn musterte und dann feststellte, dass er dieser Diego sei. Zwar war er Fans einigermaßen gewohnt, jedoch mehr aus den sozialen Medien oder von den reichen Kunden, die er betreute, aber dass selbst dieser 'Bekannte' von Collin ihn erkannte, schmeichelte ihm doch und er fragte sich für einen Moment, ob er an die NFL für immer einen Haken gemacht hatte oder nochmal einen zweiten Versuch unternehmen sollte. Doch lange hielt dieses Gefühl nicht an, da Collins Bekannter schon fragte, wieso er hier war und warum er hier wohnen würde. Diego grinste schräg und versuchte sich nichts anmerken zu lassen. Vielmehr genoß er den kleinen Disput zwischen seinem Freund und dem Unbekannten, der hier scheinbar auch lebte? Hatte Collin mittlerweile die WG für sich entdeckt? Früher war er ein total zurückgezogener, schüchterner Mensch, der am liebsten den ganzen Tag alleine oder mit Diego verbrachte.

      Allzu viele Gedanken konnte sich der Latino nicht machen, da sein Gegenüber ihn fragte, was sie bestellen sollten. Er schüttelte den Kopf, da er nicht angetan war von dem Gedanken. "Dann mache ich heute wohl mal nen Cheatday", grinste Diego dann und überlegte kurz. In diesem Moment entschuldigte sich der Unbekannte, was Diego stumm nicken ließ. Ehe er darauf etwas sagen konnte, fragte Collin diesen ob er nicht lernen wollte. Fragend sah Diego zwischen den beiden umher und fragte sich was hier lief. Fragend starrte er Collin an und legte die Stirn in Falten, um ihm zu signalisieren, dass er mehr wissen wollte über die beiden. Dabei fragte der Blonde schon, was sie essen wollen. "Nun lass uns Burger probieren. Die kann ich ohne Buns essen", lächelte Diego schwach und zückte sein Handy. Er sah auf seine Tracking-App, die ihm sagte wie viel er essen musste oder durfte (je nach Phase). "Hmm ja das passt", nuschelte er und steckte das Handy zurück.

      Diegos Blick wanderte durchs große Wohnzimmer, in das sie mittlerweile gelaufen waren. Die großen Fenster offenbarten den Blick auf den makellos weißen Strand von Santa Monica. Es war beeindruckt und schön zugleich. Diego verdrang den Gedanken an sein altes Leben und doch ärgerte er sich, wie es gelaufen war und biß sich auf die Lippen. Es brachte jedoch nichts in der Erinnerung zu schwelgen, doch er musste wieder Luft zum Atmen bekommen. Das Feuer in Alameda und das hier. So konnte es nicht weitergehen. Er wollte nicht mehr in Alameda bleiben, aber auch nur so kurz wie möglich bei Diego. Dieser schein sein eigenes, kompliziertes Leben zu haben. Diego fühlte sich schlecht und ging einige Schritte durchs Wohnzimmer an die Scheibe und starrte hinaus aufs Meer. Er seufzte kaum hörbar, ehe er Speedy an seinem Bein spürte. Neugierig schnupperte der Golden Retriever an ihm. "Na du", lächelte Diego und streichelte den aufgeregten Hund. Er wackelte wieder fröhlich mit dem Schwanz.
    • Collin ignorierte vorerst Diego's gerunzelte Stirn. Vielleicht würde er ihm später ein wenig mehr erzählen, aber er fand, dass es momentan kein guter Zeitpunkt dafür war.
      Doch als er Diego's Worte hörte, runzelte er selbst die Stirn und blickte von dem Display seines iPhones wieder auf. Hatte Diego gerade wirklich gesagt, dass er die Burger ohne die Buns essen wollte? War das dann überhaupt noch ein richtiger Cheatday, wenn man sowieso darauf achtete, was man zu sich nahm?
      Der Blonde seufzte leicht und entschloss sich dazu das nicht weiter zu Kommentieren, während er weiter durch die App scrollte und für sich einen Cheeseburger, mit extra Gürkchen aber dafür ohne Zwiebeln, sowie eine Portion Pommes hinzugefügte.

      Sein Blick wanderte nun zu Milo, welcher mit dem Controller in der Hand wie gebannt auf den riesigen Fernseher starrte und wild auf den Knöpfen herum drückte.
      Collin verdrehte leicht seine Augen und schüttelte seinen Kopf. Schon wieder dieses Spiel. Milo hatte ihm einmal erklärt, dass es sich bei dem Spiel um ein MMORPG handelte, welches man mit anderen Spielern zusammen spielen konnte.
      Wie oft lag Milo ihm schon damit in den Ohren, das er selbst auch mit dem Spiel anfangen sollte. - "Dann kannst du der Freien Gesellschaft beitreten, die ich gegründet hab! Ich hab so viele Begleiter und Reittiere, die ich dir direkt am Anfang direkt geben kann! Oh und zu dir würde am Besten ein Elezen passen! Du musst unbedingt so einen spielen!" - hieß es dann immer.
      Aber für sowas hatte Collin nun wirklich keine Zeit. Dafür spannte ihn seine Arbeit einfach viel zu sehr ein. Außerdem...waren Elezen nicht einfach nur Elben? Warum hießen sie bei diesem Spiel ausgerechnet Elezen?

      Nachdem er etwas für den abgelenkten Milo hinzugefügt hatte, ging er langsam auf Diego zu, welcher zusammen mit Speedy an der Scheibe der Terrassentür stand und diesen streichelte.
      "Hier, such dir etwas aus.", sagte er und drückte ihm bereits schon sein iPhone in die Hand. Sein Blick fiel auf Speedy, welcher noch immer fröhlich mit seiner Rute wedelte und sich an Diego's Beine schmiegte.
      Collin's Mundwinkel zogen sich zu einem leichten Schmunzeln, ehe er Speedy selbst ein wenig über den Kopf streichelte.
      "Speedy mag dich...", sprach er das offensichtliche aus und begann den Golden Retriever dann hinter den Ohren zu kraulen. "Du kannst dich geehrt fühlen. Das ist nicht immer der Fall, weißt du?", sagte er und lachte leise.
      Er dachte daran wie Isaac einmal nach einem heftigen Streit von Speedy quer durch das Apartment gejagt wurde. Wäre Isaac einige Sekunden zu langsam aus dem Apartment geflohen, hätte Speedy ihn ziemlich ordentlich in den Arsch gebissen.
    • Diego spürte Collin neben sich, drehte sich aber erst zu diesem, als er ihm das Smartphone reichte. Der Sportler scrollte durch die App und begutachtete die unterschiedlichen Burger. "Der sieht okay aus", murmelte Diego und konfigurierte sich einen Cheeseburger mit 2 Patties, ohne Senf und ein paar Pommes Frites. Zufrieden nickte er: "Die haben sogar Vollkorn-Buns. Das ist okay." Er schmunzelte Collin an, da ihm sein Stirnrunzeln bei seiner Erklärung über den Cheatday nicht entgangen war. Doch Diego nahm seine Ernährung sehr ernst, und war verwundert, dass Collin so gut wie keine Lebensmittel im Haus hatte. Das würde er morgen ändern und für den Blonden etwas Gesundes kochen, sobald er sich hier mit der Küche vertraut gemacht hatte. Dem Gesamteindruck des Hauses nach müsste die Küche vermutlich so groß wie Diegos ganzes Apartment in Central-Alameda sein.

      Collins Worte rißen ihn aus seinen Gedanken. Speedy, der Golden Retriever von Collin, schien Diego tatsächlich zu mögen. Der Trainer lächelte. "Scheint so. Das liegt bestimmt an meiner Hundesitter-Erfahrung. Auch wenn es am Ende mit 8 Hunden zu viele waren", kratzte sich Diego lachend am Kopf und starrte aufs Handy, das auf einmal vibrierte. "Oh", sagte Diego und reichte Collin das Handy. "Ein Isaac ruft dich an", erklärte er und spürte von Speedy einen Anflug eines Knurren. Hatte er sich gerade verhört? Skeptisch sah er zum Hund, ehe sein Blick wieder zu seinem alten Freund glitt, der nicht gerade froh auf sein iPhone schaute. Diego legte den Kopf schief und hörte im Hintergrund Milo noch immer zocken. Er schüttelte den Kopf und fragte sich, ob es auf der Konsole auch Fifa gab. Doch seine Aufmerksamkeit wurde kurz darauf wieder vom Handy und Collin in Beschlag genommen. Denn so mehr er nachdachte desto bekannter kam ihm der Name Isaac vor. Zumindest gab es an ihrer Highschool mal einen Isaac, den Diego auf den Tod nicht ausstehen konnte. Mr. Schulsprecher, der sich für den geilsten hielt, was nicht so war. Er war vielleicht ganz charmant, aber tief drinnen war er ein manipulatives Arschloch und stark neidisch auf Diego gewesen. Denn am Ende landete de Aufmerksamkeit eben doch beim besten Footballer der Schuler und nicht bei Mr. Oberarsch.

      Er wischte den Gedanken beiseite. Vermutlich war das jemand anderes, den Collin da kannte. Er würde sich nie mit so einem Ekel abgeben und selbst wenn ... vielleicht hatte sich Isaac ja gebessert? Wenn es überhaupt der war? Es brachte nichts sich darüber weiter den Kopf zu zerbrechen. Diego tätschelte Speedy den Kopf um sich abzulenken und nicht weiter seinen Gedanken an diese unangenhme Person aus der Highschool-Zeit zu verschwenden. Diego war schließlich auch nie perfekt und hatte Fehler gemacht. Sicherlich würde Isaac sich auch gebessert haben, andernfalls würde er im Berufsleben nie weitgekommen sein - in der Highschoolzeit eckte er schon regelmäßig mit seiner provozierenden Art an (insbesondere beim Footballteam).
    • Collin zog erneut leicht die Augenbrauen hoch, als Diego etwas von Vollkorn-Buns erwähnte, entschied sich jedoch, auch dieses Mal keinen Kommentar abzugeben.
      Im Gegensatz zu Diego hatte Collin’s Ernährung wirklich nicht viel mit „gut“ zu tun. Meistens beschränkte er sich auf eine Mahlzeit am Tag – einfach, um Zeit zu sparen, die er lieber in seine Arbeit oder andere Dinge steckte. Seine Küche? Blieb meistens kalt. Statt selbst zu kochen, bestellte er sich jeden Tag irgendwas, ohne groß darüber nachzudenken, ob’s gesund war oder nicht.

      Als Diego erwähnte, das er Erfahrung als Hundesitter hatte, blinzelte Collin ihn kurz an und begann dann ein wenig zu schmunzeln.
      "Du hast Mal als Hundesitter gearbeitet?", fragte er, wobei ihn dies eigentlich nicht wirklich überraschte. Diego ist schon immer ein Tierlieber Mensch gewesen. Eine weitere Eigenschaft, die Collin immer an seinem ehemaligen besten Freund so sehr gemocht hatte.
      "Milo ist der Hundesitter von Speedy. Deswegen ist er auch fast täglich hier. Er macht seine Arbeit wirklich sehr gut und Speedy mag ihn wirklich sehr."
      Bei dem Worten, blickte Milo von seinem Videospiel auf und sah in die Richtung von Diego und Collin. Für einen Moment schien es so, als fürchtete der junge Student das er nun als Hundesitter von Speedy überflüssig sei, aber der kannte Collin zu gut und wusste, dass er seinen Job nicht verlieren würde, nur weil Diego jetzt hier wohnte.

      Als Diego dann aber Isaac erwähnte, verfinsterte sich Collins Blick und er nahm sein iPhone wieder von Diego entgegen. Auch Collin entging entging Speedy's leises Knurren nicht, woraufhin er sein iPhone noch ein wenig fester umfasste.
      "Verdammt nochmal...", fluchte er leise unter seinem Atmen und sah entschuldigend zu Diego.
      "Entschuldige mich bitte bitte für einen Moment, ich muss da eben rangehen. Warum setzt du dich nicht ein wenig zu Milo?", fragte er, wandte sich bereits ab und nahm den Anruf entgegen.
      "Was willst du noch
      ?! Wir haben nichts mehr zu reden!", hörte man ihn noch ins iPhone fauchen, ehe er auch schon das Wohnzimmer verließ und im Nebenraum verschwand.

      Milo blickte Collin besorgt hinterher und legte dann seinen Controller zur Seite, bevor er seine Aufmerksamkeit auf Diego richtete.
      "Du hast dich doch gefragt, wem ich zur Begrüßung mit einer Bratpfanne eine überziehen wollte...", begann er und nickte die Richtung in die Collin mit seinem iPhone verschwunden war.
      "Jetzt hast du deine Antwort.", sagte er und seufzte leise.
    • Diego grinste schief auf Collins blinzelnde Nachfrage. Er hatte es ihm wohl nicht abgekauft, bis der Blonde anfing zu schmunzeln. Und nun erklärte dieser auch, was es mit dem Unbekannten im Raum auf sich hatte. Seinen Namen, Milo, der für Diego etwas eigenartig klang, hatte er bereits mitbekommen, doch nun wusste er wieso der junge Mann hier war. "Oh ein privater Hundesitter?", hakte Diego neugierig nach und sah zu dem Schwarzhaarigen mit der Brille. Dieser starrte die beiden und insbesondere Diego mit einem unguten Gefühl an. Er hob entschuldigend die Hände. "Ich mache kein Dogsitting mehr! Alles gut. Waren mir dann doch zu viele Vierbeiner", gab er mit einem Lächeln zu und spürte wieder wie unangenehm er doch in Collins Leben eindrang. Das wollte er doch alles gar nicht! Er biss sich auf die Unterlippe und sah zu wie Collin genervt das Handy entgegen nahm. Dabei fluchte er leise und dennoch hörbar. Ein entschuldigender Blick ging zu Diego, ehe er ihm anbot, sich zu Milo zu setzen. Das tat er dann auch. Im Hintergrund hörte er Collin wie eine Katze fauchend. Der Braunhaarige schüttelte sich und ging zu Milo und setzte sich neben ihm aufs Sofa.

      Dabei schaute der Dogsitter besorgt seinem Arbeitgeber hinterher. Anschließend legte er den Controller zur Seite und sah Diego ernst an. "Du wolltest Isaac eine Pfanne überziehen?" Diego lachte laut. "Schade das hätte ich gerne gesehen. Dann beweist das nur, falls wir vom selben Isaac reden, dass er immer noch so ein Arschloch ist wie früher." Diego gluckste amüsiert, ehe er über seine Schulter sah. "Ehhhmmmm", sein Blick wandte sich zu Milo. "Und was hat Collin mit ihm zu tun?! Macht er Probleme?", fragte Diego während sich eine zornige Falte auf seiner Stirn abzeichnete und er weiterhin in Richtung des Zimmers sah, in das Collin verschwunden war. "Dieser Typ hat früher schon nur Probleme gemacht, egal wo er auftauchte und der einzige, der am Ende den Sieg davon trug, war dieser Isaac. Ein wirklich krass manipulativer und arroganter Typ." Diego murrte und sah nun wieder zu Milo. Es würde nichts bringen sich über diesen Menschen weiter aufzuregen. "Sollte er hier aufschlagen und weiter so drauf sein wie früher, garantiere ich für nichts", murrte der Sportler und verschränkte die Arme vor der Brust.

      Dies war wohl eine Mentalität, die er sich aus dem Reality-TV angewöhnt hatte. Früher ging er Konflikten eher aus den Weg, doch heute suchte er sie, wenn er es für richtig erachtete. Und bei Isaac wäre jeder Moment in dem er ihm eine reinhauen könnte, ein richtiger Moment. Diego ließ seine Handgelenke knacken und sah zu wie Speedy sich mittlerweile entspannt vor die beiden hinlegte und die Augen schloss. Milos Augen wanderten zu Diegos Händen, die gerade das Knacken verursacht hatten. "Alte Football-Krankheit", erklärte er und überlegte sich zu erinnern, wie oft er sich die Hände gequetscht oder gebrochen hatte. Er konnte es gar nicht mehr abzählen, doch hatte ihn das zweifelsfrei abgehärtet.
    • Milo blickte Diego überrascht an, als er dessen Worte hörte. "Moment, Moment, Moment...falls wir vom selben Isaac reden? Das heißt du kennst diesen Arsch auch?", fragte er und drehte sich auf der Couch, sodass er in einem gemütlichen Schneidersitz vor Diego saß.
      Er wusste, dass Collin und Isaac sich aus der High School kannten… und da Collin vorhin erwähnt hatte, dass er und Diego sich bereits seit ihrer Kindheit kannten, war die Wahrscheinlichkeit hoch, dass alle drei auf dieselbe High School gegangen sind. Zumindest war das die logische Schlussfolgerung des jungen Studenten.

      Mit einem Seufzen schob sich seine Runde Brille zurück auf die Nase und blickte Diego weiterhin ernst an. "Manipulativer und arroganter Typ? - dann reden wir auf jeden Fall über den selben Isaac.", bestätigte er und schüttelte seinen Kopf. Das Isaac früher auch schon ein Arschloch gewesen ist, wunderte Milo ehrlich gesagt kein Stück.
      "Dieser Bastard...er hat Collin betrogen...und das nach fast zehn Jahren Beziehung. Warum kann er Collin nicht einfach in Ruhe lassen? Er hat ihn wirklich genug verletzt.", sprach er mit einer gefährlich leisen Stimme und ballte seine Hände wütend zu Fäusten.
      "Und sowas wie der arbeitet als Detektiv bei der Polizei...kannst du dir das vorstellen? Also ich bin dafür, das du ihm eine reinhaust, sollte er nochmal hier aufschlagen.", fuhr er fort und blickte dann zu Speedy, welcher sich mit geschlossenen Augen vor die Couch gelegt hatte.
      "Oder wir hetzen Speedy auf Isaac...er kann dieses Arschloch sowieso nicht leiden. Tiere spüren es, wenn jemand bösartige Absichten hat. Und Isaac ist der Teufel in Person."

      Milo streckte seine Hand aus und begann Speedy sanft hinter seinem linken Ohr zu kraulen. "Es ist alles gut, mein Großer...", sagte er und aus dem Nebenraum war Collins wütende Stimme zwar gedämpft zu hören, aber seine Worte blieben unverständlich.
      Er blickte wieder zu Diego und verzog leicht sein Gesicht, als er seine Finger knacken ließ.

      "Viel lieber will ich Isaac's Nase so knacken hören, anstatt deiner Finger.", sagte er und errötete dann etwas, als ihm bewusst wurde, was er da gerade alles einfach so ausgeplaudert hatte. "Du weißt natürlich von nichts, in Ordnung?", fragte er mit leichter Panik in der Stimme.
      "Ich hätte dir das nicht einfach so erzählen dürfen. Collin tut zwar immer so, als würde ihn das alles nichts kümmern, aber ich weiß, dass er immer noch sehr verletzt ist. Ich glaube nicht, dass er will das du davon weißt. Das ist ihm bestimmt mehr als nur unangenehm.", sagte er und seufzte wieder schwer: "Du weißt ja wie er ist...er hilft immer anderen, will sich aber selbst nicht helfen lassen...er ist manchmal so ein verdammter Sturkopf..."
    • Amüsiert verfolgte Diego, wie er Milos Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte, da sie scheinbar vom selben arroganten Typen sprachen. Nun drehte sich auch Diego auf der Couch zum Hundesitter, der sich im Schneidersitz platziert hatte. "Ja, wenn wir denselben Isaac meinen, reden wir von diesem Oberarsch." Die Stimme des Sportlers klang genervt. Nicht wegen Milo, der zurecht Fragen hatte und gleichzeitig Licht ins Dunkel bringen konnte, weswegen Collin mit diesem aufgeblasenem Drecksack verkehrte. Und dann bestätigte der Schwarzhaarige das bereits Gesagte: sie redeten tatsächlich vom selben Typen. Der Latino rollte genervt die Augen. "Mierda", fluchte er auf Spanisch und sah kurz auf den Boden, ehe sich viele Fragen in seinem Kopf aufdrängten. Die wichtigste dabei: Wieso hing Collin mit diesem Typen ab? Ehe sich seine Gedanken jedoch wie ein Karussell anfingen zu drehen, fuhr Milo fort.

      Und die nächsten Worte ließen Diegos Augen sich weiten. "SIE WAREN WAS?", fragte er mit lauter Stimme nach, obwohl er es bereits verstanden hatte. Doch der Dogsitter erzählte dazu noch mehr, was aus Diegos Schock Zorn werden ließ. "Was für ein Bastard", raunte er wütend und sah Richtung des Zimmers, in das Collin verschwunden war. "Das passt auf jeden Fall zu Isaac!" Diego war noch immer wütend und konnte das, was er alles hörte gar nicht glauben. "Bei der Polizei? Hmm das sollte man ändern. Was für ein verabscheuenswürdiger Mensch." Diego fluchte leise spanisch vor sich her, ehe er sich durch die Haare fuhr. "Dann werde ich mich mit Speedy noch abklären, wer Isaac nun eine überzieht", erklärte der Latino mit Blick auf den Golden Retriever, der vor dem Sofa lag.
      Erst jetzt verstand Diego jedoch die gesamte Aussage von Milo. "Du willst mir jetzt übrigens sagen, dass die beiden ... ehhh ... zusammen ... waren?", stotterte der Sportler. Diego wurde bei dem Gedanken kurz rot. Er hatte keine Ahnung, dass Collin auf Männer stand und Isaac? Nun der war damals schon aufdringlich bei einigen typen, aber Diego hielt das immer für eine Art, Menschen einzuschüchtern. Erneut sah er in Richtung des Zimmers, in das Collin verschwunden war. "Collin ist also schwul?", nuschelte Diego vor sich her und hatte zum Glück keine Röte mehr auf den Wangen, obwohl der Gedanke in ihm etwas auslöste. Er fand Collin interessant und es gab da diesen Vorfall. Er sah nochmals über seine Schulter hoffend Collin käme, um sein Gefühl nicht bestätigt zu wissen, doch Collin kam noch nicht. Er biss sich auf die Unterlippe. 'Reiß dich zusammen, Diego. Er ist einfach ein Mann wie jeder andere! Und du hattest so viele Freundinnen! Das ist nichts!' Es war sicherlich nur Interesse an Collin zu wissen, warum er überhaupt mit diesem Arschloch zehn Jahre zusammen war.

      Erst als Milo Speedy streichelte kam Diego aus seinen Gedanken heraus und blickte auf die beiden. "Nun eine Nase kann man sehr einfach brechen, weißt du? Also ich könnte jetzt zum Beispiel ..." Diego war gerade dabei seine Hand auszustrecken, ehe er Milos große Augen sah und sich dann am Kopf kratzte. "Oh sorry. Ich wollte das jetzt nicht an die praktizieren", lachte Diego verlegen und blickte dann zum Hund, der ihn irgendwie trotz dieses ganzen aufwühlenden Tages extrem beruhigte. Er atmete erleichtert aus, während Milo ihm sagte, er solle von nichts wissen. Diego sah Milo ernst an. "Wird mir nur schwer fallen, nach all dem was Collin durchstehen musste." Er seufzte. "Erinnere mich daran, wenn wir Isaac sehen, damit ich mich nicht verliere." Als Milo ihm sagte, dass dies Collin immer noch sehr verletzt, fühlte er sich sehr schuldig und blickte wehleidig über seine Schulter erneut zu dem Zimmer, in dem Collin verschwunden war. Er fühlte sich elendig und seufzte erneut. Wieso musste das alles heute sein? Er war noch gar nicht bereit dafür. Was hatte sich das Schicksal da bloß für ihn ausgedacht? Doch Milos Worte mussten Diego auch grinsen lassen, als er erklärte wie stur sein alter Schulfreund doch war. "Na ja so war er schon immer. Es gibt eigentlich nur einen auf den er hört." Diego kicherte und erinnerte sich an die Kindheit der beiden. "Er war früher auch so. Wenn er mich zu sehr nervte, habe ich ihn in den Schwitzkasten genommen und dann wurde er sehr zahm." Diego lachte bei dem Gedanken. Schon als Kinder war er körperlich Collin überlegen, dafür war dieser schon immer der brillante Kopf der Beiden. Natürlich hatte er damals noch andere Methoden gehabt, um Collin zur Einsicht zu zwingen. Doch der heutige Collin war ein anderer. Und er? Er war auch ein anderer Diego. Es hatte sich so viel geändert und Diego fragte sich, ob es überhaupt wieder so wie früher werden konnte. Er spürte, wie wenig er noch mit Collin gemein hatte und doch fühlte er sich verantwortlich und wollte diese alte Freundschaft wieder haben. Im haus spürte er wie sehr Collin immer noch ein Kümmerer war. Früher hat er Insektenhotels gebaut und sich im Tierheim engagiert in den Ferien. Diego seufzte leise und war sich nun aber sicher, er wollte für Collin da sein. Insbesondere wenn hier nochmal Mr. Oberarsch aufschlagen sollte.
    • Als sich die Augen von Diego weiteten und er noch einmal mit lauter Stimme nachfragte, hob Milo hastig seine Hände, um dem ehemaligen NFL-Spieler zu sagen, dass er seine Stimme wieder senken musste, weil Collin sie im schlimmsten Fall noch hören könnte.
      "Psst!", zischte er leise und blickte dann prüfend in die Richtung des Zimmers, in welchem Collin verschwunden war.
      Doch dieser schien von dem Gespräch seines Angestellten und seines ehemaligen besten Freundes nichts mitzubekommen, da man diesen weiterhin mit einer aufgebrachten Stimme telefonieren hören konnte.

      Milo atmete erleichtert auf, blickte zurück zu Diego und nickte dann langsam, als er dessen nun stotternde Frage hörte.
      "Ja, das ist richtig. Collin hatte mir Mal erzählt, dass Isaac und er auf dem Abschlussball zusammen gekommen sind. Wenn es sich bei Isaac nicht um so ein Arschloch handeln würde, dann hätte das fast schon was Romantisches an sich gehabt."
      Er seufzte leise, schüttelte seine Kopf und blickte wieder zu Diego als dieser nachfragte (oder eher vor sich hin nuschelte), ob Collin also schwul sei.
      "Wusstest du das nicht?", hakte Milo überrascht nach und nickte, um Diego zu bestätigen, während er ihn etwas genauer musterte. Hatte er es sich gerade eingebildet...oder ist Diego gerade kurz rot im Gesicht geworden?
      "Ja, ist er.", sagte er, ehe ihm gleich noch etwas einfiel: "Er hat mir auch erzählt, dass er, vor Isaac, fast seine gesamte Schulzeit unglücklich in einen anderen Mitschüler verliebt gewesen ist. Aber der hat ihn die ganze Zeit über nicht mal eines Blickes gewürdigt, hat ihn ignoriert und sogar weggesehen, als er gemobbt wurde! Kannst du das glauben?“, fragte Milo, schon fast genauso aufgebracht, wie Collin gerade im anderen Raum telefonierte.
      „Und weißt du, was das Schlimmste daran ist? Die beiden sollen mal Freunde gewesen sein! Ich glaube, Collin hat echt ein Talent dafür, sich nur in Arschlöcher zu verlieben – findest du nicht auch? Es wirkt fast so, als würde es solchen Typen eine kranke Freude bereiten, auf dem Herz von jemandem herumzutrampeln!“
      Um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, schnappte sich Milo eines der Sofakissen und schlug zweimal mit der geballten Faust darauf. „Genau so! Weißt du was ich meine?!", brauste Milo sich weiter auf, zwang sich dann jedoch, einmal tief durchzuatmen, um nicht völlig an die Decke zu gehen. Er hielt das Sofakissen in seinen Händen und lächelte Diego an. "Aber zum Glück hat er Freunde wie dich, die ihn niemals verletzen würden. Ich hoffe du hast Isaac und den anderen Typen damals ordentlich verprügelt!"

      Als Diego dann davon sprach, wie man jemanden am besten die Nase brach und bereits seine Hand nach ihm ausstreckte, weitete er seine Augen. "Nein, bitte nicht. Ich bin schließlich kein Versuchskaninchen.", sagte er und verpasste Diego mit einem Grinsen einen leichten Schlag mit dem Sofakissen.
      „Und keine Sorge, ich werde dich schon daran erinnern, Isaac nicht an die Gurgel zu gehen. Zur Not werfe ich mich auf dich – oder hau dich wirklich noch mit der Bratpfanne K. O.“, sagte er mit einem noch breiteren Grinsen, wobei man sich nicht ganz sicher sein konnte, ob Milo gerade scherzte oder es ernst meinte.
      Diego erzählte dann davon, wie er Collin früher in den Schwitzkasten genommen hatte und der Student konnte nicht anders, als herzlich darüber zu lachen.
      "D-das - hahaha -hätte ich nur zu gerne einmal gesehen!", sagte er und hielt sich vor lauter lachen schon seinen Bauch. Wahrscheinlich stellte er sich diesen Moment gerade ein wenig zu bildlich vor. Ein motzender Collin, der sich unter Diegos Schwitzkasten wand wie ein wütender Kater, bis er sich schließlich geschlagen gab und wieder runterkam.

      In dem Moment, hob Speedy seinen Kopf an und nur wenige Sekunden später, kam Collin zurück ins Wohnzimmer. Sein Gesicht war vor Rage noch immer leicht gerötet, doch als er sah, wie sich Diego und Milo amüsierten, zog er verwirrt seine Augenbrauen hoch und sah fragend von Milo zu Diego.
    • Diego grinste amüsiert als Milo ihm anzeigte, leider zu sein. Selber Schuld, wenn er ihm das erzählte? Isaac war so ein Arsch, dass er sich sicherlich nicht zurückhalten würde, zu sagen was er von diesem Ekel dachte. Dabei erzählte ihm Milo mehr über die beiden, wobei sich Diegos Magen nur umdrehte, da es in seinem Kopf überhaupt nicht zusammenging, dass ein so lieber Mensch wie Collin an so einen Ekel geriet. "War es meine Schuld?", fragte sich Diego nicht hörbar und biss sich auf die Unterlippe. Um den aufmerksamen Milo abzulenken, stimmte er diesem zu: "Ja wirklich beinahe romantisch, aber wenn man Isaac kennt ..." Er rollte die Augen und noch immer stellten sich ihm ein dutzend Fragen, die er nun am liebsten Collin stellen würde. Dazu kamen nun nur noch mehr Fragen, als Milo das Offensichtliche bestätigte. Collin war wirklich schwul und fast die ganze Schulzeit unglücklich verliebt. Der ehemalige Sportler verzog das Gesicht und fühlte sich komisch, doch er konnte nicht sagen, was es genau war, das es in ihm auslöste. Als Milo davon sprach, dass es ein ehemaliger Freund war, verschluckte sich Diego und hustete. Er sah Milo mit großen Augen an. Doch dieser hatte sich bereits ein Kissen geschnappt und prügelte darauf ein. Dabei lobte Milo den Braunhaarigen, der sich verlegen am Kopf kratzte. Sein Gedanken rasten. "Ich bin aber kein so guter Freund, wie du denkst", gab er überlegend zu und noch immer waren seine Gedanken bei dem gerade Gesagten. Hatte sich sein ehemaliger Freund damals in ihn verliebt? Milos Aussagen ließen nur diesen Schluss zu. Collin hatte früher nicht viele Freunde und er war der einzige von denen, die sich wie ein Arschloch verhalten haben. "Wieso hast du mir das nicht früher gesagt, Collin?!", fluchte Diego als in diesem Moment besagter Mensch vor ihnen auftauchte. Diego lief rot an - nicht vor Scham eher vor Wut über sich und etwas Zorn, das Collin ihm das nie gesagt hatte. Er richtete sich auf. "Ich brauche frische Luft!", sagte er hektisch und wollte nur noch aus dieser Situation entfliehen. Bei dem Satz horchte Speedy, der gerade noch Collin angesehen hatte, auf. Scheinbar war er auch dafür.

      "Ich gehe 'ne Runde am Strand. Muss mir die Gedanken vertreiben. Es war ein aufreibender Tag für mich, sorry, Jungs." Er spürte Collins Blick. Oh schau mich nicht so an, dachte er sich. Ich habe so viele Fragen, aber was wenn Milo sich in seiner etwas naiven Art vielleicht vertan hat? Er konnte Collin damit jetzt nicht belästigen - nicht nach diesem Telefonat. Nicht nach diesem Tag. Er würde abwarten und ihn an einem geeigneten Zeitpunkt fragen und scheinbar, war Collin ja über ihn hinweg. Wer würde schon seine alte Liebe bei sich wohnen lassen, wenn man noch etwas für diese empfindet? Sie waren damals beide jung und Diego hatte sich später auch ausprobiert und wusste nun, dass Typen nichts für ihn waren. Also würde doch alles gut gehen, oder? Collin schien ja auch damit abgeschlossen zu haben, beruhigte sich der Sportler selbst.

      Speedy stand mittlerweile mit wackelndem Schwanz vor ihm. "Ich nehme ihn mit, wenn's euch nicht stört", erklärte er und kraulte den Golden Retriever hinter dem Öhrchen, ehe er Richtung Ausgang ging. Diegos Gedanken kreisten noch immer und er war froh dieser Situation gerade entrannt zu sein. Mit Speedy brav neben sich ging er aus dem Haus. Er wartete nicht mehr ab, ob einer der beiden noch etwas sagte. Er hatte dafür gar keine Zeit. Als er bereits wenige Meter vom haus entfernt war, spürte er das Befreiende der Luft und die frische des Meeres im Salz, das die Luft mit sich trug. Er atmete erleichtert aus und drehte eine Runde mit Speedy am Strand vor dem Haus.

      Nach einer guten halben Stunde, die er mit Speedy am Strand abgelaufen war und mit diesem mehrmals kleine Pausen im Sand gemacht hatte, kam er wieder zu Collins Anwesen (ja so konnte man den Palast schon nennen). Der Lieferdienst fuhr gerade vom Gelände. "Hmm scheint wohl als haben wir den richtigen Zeitpunkt abgepasst", grinste Diego zu Speedy und betrat wieder das Haus. Zufrieden streckte er sich während er im Flur auf Collin traf, der gerade die Tüten mit dem Essen in der Hand hielt. Diego schnurrte leise und rieb sich über den Bauch. "Perfektes Timing würde ich sagen", wand er sich zu Collin und sah wie Speedy begierig ebenfalls Richtung Tüten starrte. Typisch, Hund, dachte er sich mit einem Grinsen.
    • Verdattert blickte Collin Diego hinterher, als dieser sich – aus seiner Sicht mehr oder weniger aus dem Nichts – Speedy schnappte und das Haus verließ.
      Er blinzelte ein paar Mal und sah dann zu Milo, der seinem Blick jedoch so gut es ging auswich. Collin zog die Augenbrauen zusammen. Unweigerlich fragte er sich: „Worüber haben die beiden sich gerade unterhalten?“
      Klar, für Diego war es durch den Brand in Central-Alameda ein extrem langer Tag gewesen... aber bis eben schien doch eigentlich noch alles einigermaßen in Ordnung gewesen zu sein – oder nicht?

      Ohne dass er es wollte, brodelten in Collin alte Emotionen wieder hoch – Emotionen, die er lange begraben gehalten hatte.
      "Er wird zurück kommen, oder? Er wird mich nicht wieder einfach alleine stehen lassen, oder?...ich schaffe das alles nicht noch einmal...er darf mir das nicht noch einmal antun...er muss zurück kommen..."
      Collin schloss für einen Moment die Augen und atmete tief ein, um seine Gedanken zu ordnen und seine aufgewühlten Nerven zu beruhigen.
      "Diego braucht nur einen Moment für sich und geht mit Speedy spazieren. Wir sind nicht mehr in der High School...wir sind beide nicht mehr die Personen, die wir früher einmal gewesen sind."

      Er öffnete wieder seine Augen und sein Blick wanderte zurück zu Milo, welcher ihn mittlerweile besorgt anblickte.
      Er war sich fast sicher, dass die beiden sich über irgendwas unterhalten haben müssen...aber das schien für den Blonden nicht der passende Moment zu sein, um Fragen zu stellen.
      "Milo, deck bitte schon einmal den Esstisch, damit wir gleich essen können.", sagte er ruhig, woraufhin Milo schweigend nickte, sich vom Sofa erhob und in die Küche ging, um den Esstisch dort zu decken.

      ~~~

      Es verging eine gute halbe Stunde. Collin hatte gerade die Essenslieferung entgegen genommen, als sich die Haustür erneut öffnete und Diego mit Speedy zusammen eintrat.
      Er blickte zu den beiden und natürlich waren ihre Augen bereits auf die Tüten gerichtet. Collin musterte Diego für einen kurzen Moment, welcher nach dem Spaziergang wieder ganz normal wirkte.
      Er überlege ihn auf den wirklichen Grund seiner plötzlichen Flucht anzusprechen, entschied sich dann aber Recht schnell wieder dagegen. Auch, weil Milo noch immer anwesend war und er das nicht vor ihm klären wollte.

      Collin lächelte leicht – wenn auch ein wenig gezwungen – und nickte dann mit dem Kopf in Richtung der Küche, die so groß war, dass sie über einen eigenen Essbereich verfügte.
      "Wenn du dir die Hände gewaschen hast, können wir essen...wie war euer Spaziergang?", fragte er, während sie in die Küche gingen. Speedy, treu wie eh und je, folgte seinem Herrschen und dessen ehemaligen besten Freund auf Schritt und Tritt.

      Milo saß bereits am Esstisch und scrollte an seinem Handy, als Collin, Diego und Speedy die Küche betraten.
      Collin stellte die Tüten auf dem Esstisch ab und holte dann aus der Vorratskammer eine neue Dose hochwertigen Hundefutters für Speedy.
      "Wenn wir fertig gegessen haben, zeige ich dir dein Zimmer. Du hast ein eigenes Badezimmer und eine eigene kleine Terrasse.", sagte Collin nebenbei und füllte Speedy's Napf, während sich dieser aufgeregt um seine Beine wand und mit der Rute wedelte.
    • Diego war froh, dass sein ehemaliger Freund ihn nicht ausfragte wieso er diesen Auslauf brauchte. Es wühlte ihn zu sehr auf und er war froh, dass er seine Gedanken beim Spaziergang am Strand lassen konnte. Erleichterte folgte er Collin in dessen Küche, die eher eine eigene Wohnung war. Beeindruckt pfiff Diego und musterte die hochwertige Ausstattung mit weißen Fronten und durchgehender Marmorarbeitsplatte. "Schick. Du wohnst zumindest mit Stil. Den kann man nicht kaufen", schüttelte Diego den Kopf, ehe er sich mit an den Tisch setzte, an dem bereits Milo am Handy daddelnd saß. Über seine Schulter beobachtete er, wie Collin Speedy Hundefutter in dessen Napf schüttete und Diego fiel wieder ein, dass er noch die Hände waschen wollte. Hastig stand er auf, ging um die Kücheninsel im Raum und wusch sich die Hände in der Spüle. Anschließend glitt sein Blick durchs Zimmer, um nach einem Handtuch zu suchen. Collin, der gerade Speedy beim Fressen zusah, stand daneben. Er ging in seine Richtung und schnappte sich das Tuch, ehe sich in diesem Moment auch sein Freund umdrehte und er quasi Diego in die Arme fiel. "Oh hey", sagte er und hatte Collin direkt vor seiner Brust. Diego sah ihn mit großen Augen und realisierte erst jetzt, dass sie sich sehr nah waren. Doch für einen Moment gefiel es ihm und ein wohliges Gefühl kam in ihm auf. Im nächsten Moment pochte jedoch sein Herz und er spürte wieder seine Gedanken. Was tue ich hier?, fragte er sich und löste sich sanft von Collin. "Sorry. Ich hätte mich ankündigen sollen. Wusste nicht, dass du so ein Wirbelwind bist", grinste Diego und kratzte sich verlegen am Hinterkopf. Mit einem gekonnten Wurf schmiss er das Handtuch wieder auf die Kücheninsel und setzte sich an den Tisch. Der Moment war zu eigenartig als dass er gerade Collin angucken wollte. Was hatte er da bloß gefühlt? Fragend saß er am Tisch und spürte Milos musternden Blick, der zwischen ihm und dem Blonden umherging. Diego hob die Augenbraue, was nun auch Milo spürte und wieder auf sein Handy sah.

      Diego spürte Unruhe in sich. Er würde zu gerne seinen Freund nach seinem Ex und Oberarsch Isaac fragen, doch nach diesem Tag. Er mahnte sich selber nachsichtig mit seinem Freund zu sein und freute sich daher schon auf das Essen und später auf sein Bett. "Unser Spaziergang war übrigens sehr entspannt, auch wenn Speedy aktuell etwas zu interessiert an anderen Hundedamen ist." Diego warf dem Hund einen tadelnden Blick zu, um auch von sich abzulenken. Der Retriever fraß fröhlich sein Hundefutter. "Aber ein sehr aufgewecktes Kerlchen und so ruhig. Wir saßen eine Zeit nur am Strand. Der Santa Monica Beach ist großartig, vielleicht sollte ich morgen früh dort laufen gehen.", überlegte Diego laut, ehe er Collins Blick auf sich spürte. "Bist du noch nie am Strand entlang gejoggt?" Diego grinste amüsiert. Er würde den Workaholic zumindest so einschätzen.

      Milo schien wieder in sein Handy vertieft und interessierte sich erst, als Collin mit den Tüten an den Tisch kam und jedem seine gab. "Danke dir", sagte der Braunhaarige und packte seinen Burger und die Pommes aus, ehe er diese auf dem Teller platzierte. "Und danke, Collin für das Zimmer. Aber das ist echt nicht nötig. Ich kann auch auf dem Sofa schlafen oder so. Ich denke, dass ich schon morgen oder so wieder zurück kann.", rechtfertigte sich der ehemalige Sportler und nahm sich eine Pommes. Er atmete mit einem großen Seufzer aus. Er war einerseits froh, dass Collin ihm in dieser misslichen Lage half. Andererseits war er genervt von seiner Problemlage und würde am liebsten entrinnen. Er war so ungern von anderen Menschen abhängig, insbesondere solche, die er wie Collin verletzt hatte. Vielleicht machte er es ja irgendwie mit seiner Anwesenheit wieder wett? Collin schien zumindest sehr entspannt mit der Lage um zu gehen und für Diego fühlte es sich so an, als hole man etwas aus der Jugend nach. "Ist ein bisschen wie in der Jugend früher. Übernachtung beim Freund mit Junk Food am Abend.", gluckste Diego, ehe er dem Blonden ein Grinsen zuwarf. Sie hatten das zwar nie gehabt - aber das war wohl die Wiederholung ihrer verlorenen Jugendzeit. Wollte es das Schicksal etwa so? Anders ließen sich diese ganzen dummen Zufälle doch nicht erklären.
    • Collin war gerade dabei, sich umzudrehen, um sich ebenfalls vor dem Essen die Hände zu waschen, als er plötzlich direkt in Diego hineinlief, der dicht hinter ihm stand und gerade nach dem Handtuch griff.
      Völlig überrumpelt und mit geweiteten Augen starrte Collin den ehemaligen NFL-Spieler an. Ihre Körper waren so nah, dass er jeden Muskel unter dem dünnen Stoff von Diegos Shirt spüren konnte.

      Doch bevor er weiter darüber nachdenken konnte, hatte sich Diego bereits wieder von ihm gelöst und Collin wandte hastig den Blick ab, um sein gerötetes Gesicht zu verbergen.
      „Schon gut… sei in Zukunft einfach ein bisschen vorsichtiger, in Ordnung?“, murmelte er und warf einen Blick auf das Handtuch, das Diego achtlos auf die Kücheninsel geworfen hatte.
      Wenn es etwas gab, das Collin nicht ausstehen konnte – nie ausstehen konnte – dann war es unnötige Unordnung. Und ein Handtuch auf der Kücheninsel zählte definitiv dazu.
      Er biss sich auf die Innenseite seiner Wange, um Diego nicht direkt anzuschnauzen. Es war für beide ein langer Tag gewesen – da musste so etwas nun wirklich nicht sein.
      Doch eines stand fest: Auf Dauer würde Diego nicht unter Collins Welpenschutz stehen. Darauf konnte sich sein ehemaliger bester Freund definitiv verlassen.

      Nachdem auch Collin sich die Hände gewaschen und das Handtuch ordentlich zurück an den entsprechenden Haken gehängt hatte, setzte er sich zu Diego und Milo an den Esstisch.
      Als Diego darüber sprach, dass Speedy momentan sehr an anderen Hundedamen interessiert zu sein schien, zog er eine Augenbrauen hoch und blickte zu seinem Vierbeiner, welcher sich noch immer fröhlich über das Futter in seinem Napf her machte.
      "Hm...sieht wohl so aus, als müsste ich doch bald einen Termin beim Tierarzt buchen.", seufzte er und schüttelte leicht seinen Kopf.
      Milo zuckte bei dem Satz zusammen und blickte von dem Display seines iPhones auf. "Tierarzt? Warum? Um was zu tun?", fragte er entsetzt, obwohl er sich es schon denken konnte, worauf Collin hinaus wollte.
      Der Student warf einen mitleidigen Blick auf den nichtsahnenden Speedy und salutierte, ehe Collin auch schon mit einem leicht sarkastischen "Was wohl?", antwortete und seinen Zeige- und Mittelfinger kurz zu einer Schere formte.

      Collins Blick wanderte zurück zu Diego, als dieser fragte, ob er noch nie am Strand entlang gejoggt sei. Bei der Vorstellung verzog er leicht das Gesicht und schüttelte den Kopf.
      „Nein, aber ich gehe dort oft mit Speedy spazieren. Aber hey – tu dir keinen Zwang an, wenn du auf frühes Leiden stehst. Ich werde dich nicht aufhalten.", sagte er, ehe er, genauso wie Diego und Milo seine Tüte öffnete und seinen Burger mitsamt den Pommes auf seinen Teller legte.
      Zuerst winkte er nur ab, als Diego anfing sich zu bedanken und wollte dazu eigentlich nichts weiter sagen. Doch als Diego davon sprach, auf dem Sofa zu schlafen, zog er eine Augenbrauen hoch und blickte wieder zu dem Sportler.
      "Kommt gar nicht in Frage.", antwortete er scharf und schüttelte verneinend seinen Kopf. "Du schläfst in dem Gästezimmer und hältst deine Klappe, verstanden?", fragte er ernst, woraufhin Milo leise kicherte. Der junge Student war froh, nun nicht mehr der einzige zu sein, der manchmal von Collin so zusammengefaltet wurde.

      Als Collin ihn jedoch aus dem Augenwinkel anblickte, verstummte Milo direkt wieder und begann hastig seine Pommes zu essen.
      Collin verdrehte leicht seine Augen und wand sich dann auch seinem Essen zu. Er verzog sein Gesicht, als er die Tomatenscheibe auf seinem Burger sah. Er hasste Tomaten. Schon immer. Ketchup war etwas anderes, aber rohe Tomaten? Igitt.
      Er zog die Tomatenscheibe von seinem Burger und legte sie zur Seite, ehe er wieder zu Diego blickte.
      Seine Stimme war nun wieder ein wenig sanfter als zuvor: "Diego, ich bezweifle sehr stark, dass du morgen schon wieder zurück kannst. Du hast die Flammen doch selbst gesehen.", sagte er uns seufzte.
      "Und außerdem brauchst du hier keine Miete zu zahlen. Vielleicht...ist das hier eine gute Gelegenheit für dich wieder auf die Beine zu kommen.", sagte er und hielt die Aussage ziemlich diskret, damit Milo nicht mitbekam, dass Collin über Diegos Schulden sprach.

      Er wollte gerade in seinen Burger beißen, hielt dann aber einen Moment Inne, als er wieder Diego's Worte hörte.
      ...Wie in der Jugend früher... Übernachtung beim Freund mit Junk Food am Abend...
      Nach einem Moment umspielte ein schwaches Lächeln Collins Lippen und er nickte leicht. "Ja, ein bisschen wie in der Jugend...", wiederholte er Diego's Worte und blickte dann zu Speedy, der sich in die Nähe des Esstisches gesetzt hatte und mit großen Augen bettelte, auch etwas vom Essen abzubekommen.
      Collin konnte nicht anders als wieder leise zu Seufzen. "Ihr gebt ihm nichts von unserem Essen, verstanden? Er muss lernen nicht immer nach Essen zu betteln. Außerdem hat er sein Abendessen schon bekommen."
    • "Ein Tierarztbesuch, um ihm etwa die Eier ...", fragte Diego laut. "Nein. Das kannst du doch nicht tun. Stell mal vor ich würde dir die Eier abschneiden, Collin!", fügte er hastig hinzu und sah seinen ehemaligen Freund böse an. "Du willst doch Speedy nicht seine Männlichkeit nehmen? Aua bei dem Gedanken tut's mir schon weh", schauspielerte Diego etwas und sah dabei zu Speedy, der leise heulte. "Siehst du?! Überleg dir das lieber nochmal. Viele Rüden sind danach total faul und lustlos. Hatte mal selber so einen beim Dogsitting.", winkte der ehemalige Sportler ab und sah tröstend zu dem Golden Retriever, der immer wieder Blicke mit ihm und Milo tauschte. Diego würde den Hund wohl im Zweifel vor diesem Eingriff retten, aber er hoffte, dass er Collin noch überzeugen konnte. Schließlich konnte man auch mit so einem Verhalten arbeiten. Speedy müsste bloß diszipliniert werden.

      Collin erzählte, dass er noch nie am Santa Monica Beach joggen war. "Krass! Gaube ich ja nicht. Und dann kochst du nicht mal?" Er musterte Collins Körper. "Dann hast du einen guten Stoffwechsel", grinste er und sah zu den Bürgertüten. "Und klar, werde ich mir das antun. Etwas leiden ist ganz gut." Diego musste dabei schelmisch grinsen, da es etwas zweideutig klang. Er aß ein paar der Pommes und spürte, wie Collin ihn ablehnend ansah, nachdem dieser gesagt hatte, er könne ja auch auf dem Sofa schlafen. "Ich ess einfach. Das ist der effektivste Weg, damit ich die Klappe halte", grinste der Trainer, da er es mochte, wenn Collin so aus der Haut fuhr. Vermutlich weil er ihn so nicht kannte, und es sich schon früher von ihm gewünscht hätte, dass ihm dieser die Meinung sagt. Doch der neue Collin war wirklich anders ... jedoch nicht in einem schlechten Weg oder so viel anders als der Collin aus seiner Kindheit ... eher positiv wie eine Weiterentwicklung? Diego biss vom Bürger ab, um sich nicht weiterhin darüber Gedanken zu machen.
      Sein ehemaliger Schulfreund entfernte angeekelt eine Tomate vom Burger. "Immer noch der alte Collin", schüttelte Diego amüsiert den Kopf und erinnerte sich an alte Tage. Collin kam nochmals auf die Wohnung von Diego in Central-Alameda zu sprechen und machte ihm wenig Hoffnung. Diego raunte und wollte ihm erst etwas sagen, verzichtete dann jedoch und biss stattdessen erneut in den Burger. Er würde vor Milo kein Fass aufmachen und natürlich war Collin damit ungemein nett zu ihm und gleichzeitig störte ihn die gesamte Situation. Sein ehemaliger Freund würde das wohl niemals verstehen. Er ließ es deswegen bleiben und aß weiter.

      Beinahe gedankenverloren kommentierte Collin die Anspielung auf ihre Jugend. Wenn sie die so jemals gehabt hatten. Diego sah kurz zur Seite, nicht um nach Speedy zu schauen, denn der bettelte bei Milo. Er wollte einfach nicht weiter auf Collin schauen, da ihm immer wieder Gedanken kamen. Wie hätte ihre Jugend ausgesehen? Hätte sich Collin bei ihm geoutet? Hätte er vielleicht mit Collin ... Er erschrak aus seinem Gedanken, als er Speedy an Milos Bein betteln hörte. Hunde erkennen immer das schwächste Glied in der Kette, dachte sich der ehemalige Sportler grinsend. Und bereits zu Anfang hatte er es bei Diego versucht, der ihn jedoch beim Essen stur ignorierte. Und so schien auch Collin es für wichtig zu halten, zu betonen, dass keiner den Hund füttern sollte. "Find' ich gut. Würde ich auch nicht machen.", zuckte Diego mit den Schultern und biß nochmals in seinen Burger, ehe er nach zwei weiteren Happen damit durch war und die letzten Pommes aß. Morgen würde er wohl m Strand laufen gehen müssen, um den Burger in seinen aktuellen Diätplan zu kriegen.
    • 12 Jahre zuvor - Westwood High School, Los Angeles, Kalifornien

      Collin, zu diesem Zeitpunkt 16 Jahre alt, stand an seinem Schließfach und sortierte seine Schulbücher ein. Er konnte es kaum erwarten, endlich im Abschlussjahr zu sein und dann die High School – und vor allem Diego – für immer hinter sich lassen zu können.
      Er ertrug es nicht mehr, ihn jeden Tag aufs Neue zu sehen. Zu sehen, wie er lachte... zu sehen, wie sehr er das Leben genoss. Zu wissen, dass er so nah und doch so fern war.
      Es zerriss ihm jeden Tag aufs Neue das Herz. Er wollte, dass Diego glücklich ist... das wollte er wirklich... aber warum konnte er kein Teil dieses Glücks sein? Warum war er selbst nicht sportlicher? Warum war er nicht beliebter? Warum war er kein Teil mehr von Diegos Leben?

      Collin's Gedanken wurden unterbrochen, als mehrere hämische Stimmen hinter sich hörte. Er erstarrte und wusste sofort, dass dies nichts Gutes bedeuten konnte.

      Als er sich umdrehte, erblickte er drei Mitglieder des Football-Teams, welche sich mit breiten Grinsen vor ihm aufgebaut hatten und ihn abwertend musterten.
      "Schaut mal Jungs, wem wir hier haben!", gluckste einer von ihnen amüsiert, woraufhin die anderen noch lauter lachten.
      Collin hielt seinen Blick gesenkt und hoffte das die Typen ihn einfach gleich in Ruhe lassen würden.
      Doch er wusste, dass dies nicht passieren würde. Das taten sie nie.
      Ein anderer ergriff nun das Wort und trat einen Schritt näher an Collin heran. "Was ist los? Hast du deine Zunge verschluckt?", fragte er und sein Blick fiel auf Collin's blonde Haare, die auch schon damals ziemlich lang waren.
      "Weißt du...Männer sollten keine langen Haare haben. Wenn man dich nur von hinten sieht, könnte man glauben, du bist irgendeine Tussi.", sagte er und grinste noch breiter, als er einen Einfall hatte.

      Im nächsten Moment nahm er auch schon seinen Kaugummi aus dem Mund und drückte ihn – ohne Rücksicht auf Verluste – in Collins Haar.
      Dabei stellte der Footballspieler sicher, dass der Kaugummi so tief in den Haaren verklebt war, dass man keine Chance hatte, ihn einfach wieder herauszubekommen. Während seine zwei Freunde laut loslachten, stand Collin weiterhin einfach nur erstarrt da und traute sich nicht, seinen Blick zu heben.
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