Gabe wurde durch die ersten Sonnenstrahlen war, murrte schlecht gelaunt auf und drehte sich zur Seite. Er war definitiv noch nicht bereit jetzt aufzustehen, wahrscheinlich wäre er selbst in einigen Stunden noch nicht bereit aufzustehen, sein Körper sah das jedoch anders. Sobald sein Körper merkte dass er wach war, gingen die Unterleibkrämpfe wieder los. Fast schon etwas unterbewusst rollte er sich ein wenig mehr zusammen und wimmerte leise auf. Seit wann taten Krämpfe denn so krass weh? Er hörte schwören können, dass die damals nicht so heftig gewesen waren…
And they were roommates [yuyuumyn & dark.wing]
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Ganz langsam wurde Milo aus seinem tiefen Schlaf gerissen. Erst durch eine sanfte Bewegung neben ihm – dann durch ein leises Wimmern.
Er blinzelte verschlafen und öffnete langsam die Augen. Noch etwas verschwommen nahmen sie die Form von Gabriel neben sich wahr, der sich eng zusammenkauerte.
„Gabriel…?“, murmelte Milo leise und rückte näher an seinen Mitbewohner heran, bis ihre Körper wieder dicht aneinanderlagen.
Er beugte sich vor und hauchte einen sanften Kuss auf Gabriels Schläfe.
„Tut es wieder weh?", fragte er leise. "Willst du deine Kuschelkatze? … Ich mach dir das Kirschkernkissen schnell in die Mikrowelle...“, flüsterte er weiter und strich ihm vorsichtig über den Bauch. Auch wenn er noch nicht wirklich wach war, wollte er das es Gabriel gut ging. Auch wenn er sich dafür noch im Halbschlaf aus dem warmen Bett quälen musste.
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Gabriel nickte leicht und schob sich parallel dazu ein wenig näher an Milos Rücken. Auch wenn er gerade eher ungern wollte das der Stundet ging war das wohl die beste Alternative. Wärme half damals schließlich auch immer. Allein bei dem Gedanken, dass er sich wieder mit den Problemen rumprügeln musste, die er schon vor Jahren hatte hätte er heulen können. Eigentlich hatte er die Hoffnung gehabt , dass sich das ganze Thema mit der Einnahme von Testosteron geregelt hatte, das war ja auch eigentlich der Fall nur eben nicht grundsätzlich und die ganze Zeit. Sein Arzt hatte ihn damals schon davor gewarnt. Er hatte Gabe quasi drauf vorbereitet, dass das passieren könnte aber irgendwie hatte er es in den letzten Monaten verdrängt. Eigentlich meinte sein Arzt auch, das der Zyklus deutlich abgeschwächt wäre…vielleicht war das sogar der Fall und Gabriel war einfach nur nicht mehr dran gewohnt und reagierte doppelt sensibel auf die Schmerzen…
Als Milo mit dem warmen Kirschkernkissen wieder kam schmiegte er sich direkt wieder mit seinem Rücken an die Brust des Medizinstudenten, griff nach seinem Arm und zog ihn zu sich, ehe er Milos Hand kurz oberhalb des Kirschkernkissens ablegte. -
Milo drückte sich mit seiner Brust noch ein wenig dichter an Gabriels rücken und ließ seine Hand genau da, wo Gabriel sie haben wollte. Mit seinem Daumen streichelte er sanft über seine Haut und hauchte ihm parallel dazu mehrere sanfte Küsse auf Schläfe und und Wange. Er wünschte er könnte Gabriel irgendwie helfen - abgesehen von dem, was er bereits für ihn tat.
Aber er hatte das Gefühl es war nicht genug. Er wollte, das es seinem Mitbewohner gut ging. Er mochte es nicht ihn so zu sehen. So unter schmerzen und ganz anders als wie er sich sonst benahm.
Lieber würde er sich von Gabriel den ganzen Tag anhören, was für ein Arschloch er doch sei, weil er Schokolade vor ihm aß, bevor er ihn unter Schmerzen sah.
Er legte sein Kinn auf Gabriels Schulter ab, hielt ihn weiterhin sicher an seinen eigenen Körper gedrückt und schloss ein wenig seine Augen. "Möchtest du noch eine Schmerztablette? Ich habe Schmerztabletten in meinem Nachtisch und noch eine Wasserflasche am Bett.", fragte er ihn dann leise, während seine Hand weiterhin sanft über seinen Bauch strich.
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Gabe schüttelte leicht den Kopf. „Alles gut. Ich will nicht so viele Schmerzmittel nehmen.“ meinte er leise und schloss wieder seine Augen. Mit der Wärme ging es schon wieder ein wenig besser, nicht optimal aber besser. Vielleicht war das eben auch teilweise dem plötzlichen Moment geschuldet, immerhin konnte er kaum richtig wach werden bevor ihm die Schmerzen wieder quälten, so langsam wurde das Gefühl jedenfalls etwas erträglicher. „Lass uns einfach hier so liegen bleiben.“ bat er wieder etwas ruhiger. Er konnte sich an ähnliche Situation vor einigen Monaten erinnern, als er mit den gleichen Schmerzen bei Rey im Wohnzimmer auf dem Sofa lag und vor sich hin gelitten hatte. Der Tattoowierer hatte ihm dann irgendeinen speziellen Tee gekocht und ihm sein Lieblingsessen zubereitet…vielleicht sollte er ihn fragen ob er vorbei kommen möchte, vor allem auf diesen eine ganz spezielles Schokomousse hatte er gerade viel zu sehr Lust.
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„In Ordnung.“, antwortete der Medizinstudent leise, die Augen weiterhin geschlossen, während sie in genau der Position verharrten, in der sie sich gerade befanden.
„Aber lass die Schmerzen nicht noch schlimmer werden, hörst du? Nimm lieber doch eine Schmerztablette, wenn’s nicht anders geht.“, fuhr er mit ruhiger aber festen Stimme fort.
Seine Hand ruhte weiterhin kurz oberhalb des Kirschkernkissens. Zum Glück hatte er es gekauft, als er es zufällig beim Einkaufen gesehen hatte. Klar, man hätte auch eine Wärmflasche nehmen können – aber ein Kirschkernkissen in einem Katzen-Stofftier war doch um einiges besser, oder nicht?
„Wenn es dir bis später nicht besser geht, gehe ich allein zur Eishalle.“, sagte er schließlich.
„Ich will nicht, dass du dich nur meinetwegen mitquälst.“
Dann drückte er Gabe wieder einen sanften Kuss auf die Wange. „Und wenn du deinen Freiraum brauchst… dann sag es mir bitte, ja?“, fügte Milo hinzu, im Wissen, dass er selbst es kaum ertragen konnte, berührt zu werden, wenn er Schmerzen hatte.
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„Ich melde mich.“ bestätigte er leise und kuschelte sich nur noch ein wenig enger an Milo. „Seine Hand ist schön warm…eigentlich hätte ich das Wärmeflasche kaum gebraucht.“ lachte er leise und streichelte den Medizinstudenten sanft über den Handrücken. „Du brauchst aber auch nicht die ganze Zeit mit mir hier liegen wenn du nicht willst…Ich kann ruhig in mein Zimmer gehen wenn du noch es dazu tun hast. Ich will dich nicht von irgendwas wichtigem abhalten.“ bot er an, was jedoch durch seine vorherigen Worte definitiv an Bedeutung nachließ, Gabe wollte definitiv nicht das Milo ging, vor allem weil sein Mitbewohner fast schon eine wandelnde Heizung war und er die Wärme gerade sehr genoss.
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"Ich will aber.", antwortete Milo sofort wie aus der Pistole geschossen. "Ich weiß, dass ich hier nicht die ganze Zeit mit dir liegen muss, wenn ich das nicht möchte. Aber ich möchte es.", versicherte er mit einen sicheren Stimme und seufzte dann zufrieden, als er spürte, wie sein Mitbewohner ihm über den Handrücken strich.
"Für mein Training würde ich dich vielleicht kurz alleine lassen, weil es um die Vorbereitung für den Vorentscheid geht. Aber sonst habe ich nicht vor, dich alleine zu lassen, wenn du mich bei dir haben willst.", fuhr er er fort und drückte Gabe dann noch dichter an sich heran. "Vielleicht sollten wir über etwas schönes reden...über irgendwas, dass dich von deinen Schmerzen ablenkt...vielleicht über unseren Ausflug an den Strand?", fragte er und schenkte ihm ein aufmunterndes Lächeln.
"Oder ich könnte dich bei Mario Kart platt machen, bis du mich wieder durch beleidigst. Dann geht es dir doch bestimmt besser, hm?", fragte er scherzhaft.
Er würde es niemals offen zugeben. Aber vielleicht, nur vielleicht, mochte es Milo ganz gerne, wenn Gabe wieder aufbrausend wurde. Es passte zu ihm und gab ihm Charakter. Außerdem machte es solche ruhigen Momente wie diese nur noch schöner...
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Gabriel lächelt sanft. „Dann bleiben wir hier einfach liegen.“ Entschied er. Jedenfalls für den Moment bleiben sie nun einfach in dem Bett liegen. Wieder einmal merkte der Student wie angenehm die Matratze des anderen war. Das war ein so banaler Gedanke, dass ihn das ein wenig wunderte. Normalweise machte er sich über sowas komplexlosem wie die Gemütlichkeit einer Matratze kaum Gedanken, aber ihm war das schon in der letzten Nacht aufgefallen und der Gedanke hatte seitdem nie ganz seinen Verstand verlassen.
„Kein Stress, lass dir Zeit gleich beim Training, ich werde wohl nicht so weit weg gehen.“ kam es leicht belustigt gedämpft durch die Decke. Er hatte definitiv nicht vor heute sonderlich viel zu machen. Selbst Toni hatte ihm gestern gesagt, dass sie ausnahmsweise einmal eine Einheit aussetzten könnten, zwar mit einem ganz großen ausnahmsweise, aber das wäre schon in Ordnung.
Als Milo das Videospiel erwähnte drehte Gabe sich schon fast mit etwas zu viel Schwung zu ihm um. „Das glaubst du doch selbst nicht!“ kam viel zu motiviert, dafür dass er eigentlich Schmerzen hatte von ihm. „Ich mach dich sowas von platt!“ Versicherte er dem Medizinstudent. „Aber darauf kannst du Gift nehmen!“ Im Gegensatz zu ihm selbst, hatte Milo den großen Luxus einen eigenen Fernseher im Zimmer zu haben, zwar hatte Gabe seinen Laptop, auf welchem er auch Filme und Serien streamen konnte, aber eine eigene Fernseher besaß er nicht. -
Milo blickte Gabriel einen kurzen Moment überrascht an, als dieser sich plötzlich mit einem ordentlichen Schwung zu ihm umdrehte und behauptete, dass er ihn bei Mario Kart sowas von plattmachen würde.
Er blinzelte sprachlos, bevor sich seine Lippen langsam zu einem breiten Grinsen verzogen. „Das glaubst du doch nicht wirklich, du kleiner Scheißer?“, fragte er und zog provozierend die Augenbrauen hoch, bevor er ihn sanft gegen die Stirn schnipste. „Du kleiner Noob, ich werde mit dir den Boden aufwischen – darauf kannst du dich verlassen! Glaub bloß nicht, dass ich dich mit Samthandschuhen anfassen werde!“
Er löste seine Arme von Gabriel, nur um sich aufzurichten und bereits den Fernseher einzuschalten. „Willst du den grünen oder den pinken Controller?“, fragte er, während er nun auch seine Nintendo Switch anschaltete und die zwei kleinen Controller von der Seite der Konsole löste.
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In Gabriels Augen funkelte etwas gefährlich auf. „Du spielst dich ganz schön auf dafür, dass du gleich mies ablosen wirst.“ grinste er provokant ehe er sich aufsetzte, das Kirschkernkissen richtete und die Decke um sich legte um es sich bequem zu machen. „Du hast eine ganz schön große Fresse für so wenig Körpergröße.“ das Gabe selbst einige Zentimeter kleiner als Milo war ignorierte er wie immer gekonnt, immerhin hatte er genug Ego um mindesten zwei Meter groß sein zu können.
„Grün.“ meinte er sofort und schnappte Milo den Controller aus der der Hand. Sobald das Spiel gestartet hatte, hatte er sich seinen Charakter auch schon ausgesucht bevor Milo ihn seinen Wunschcharakter wegnehmen konnte, immerhin war Yoshi ein meistens sehr beleidigter Charakter. Sobald der Medizinstudent seinen Charakter ausgewählt hatte, stellte Gabe sich sein Fahrzeug zusammen und grinste Milo dann an. Er hatte genug Stunden damit verbracht seine Freunde bei Mario Kart fertig zu machen und Theorien über die perfekte Charakter-Fahrzeug-Kombination zu lesen, damit er genau wusste was man wie kombinieren musste. -
Milo begann leise zu lachen, als er das gefährliche Glitzern in Gabriels Augen sah und sein Grinsen wurde nur noch breiter. "Aufspielen? Ich bitte dich! Ich spiele mich doch nicht auf!"
Bei Gabriels nächsten Satz, musste er sich ein leises Lachen verkneifen und entschied sich ziemlich unvorsichtig für seine nächsten Worte. "Geringe Körpergröße? Witzig, dass sowas ausgerechnet von einem kleinen Kampfzwerg wie dir kommt."
Mit dem nun pinken Controller in seiner Hand, beobachtete er Gabriel dabei, wie er sich zuerst seinen Wunschcharakter aussuchte. Yoshi.
Gut für Milo, dass er sowieso immer einen anderen Charakter spielte. Während Archie sich immer für Prinzessin Peach entschied, ist er selbst schon immer Rosalina gewesen. Und Rose? Sie spielte immer Bowser Junior. Wie der Chaos-Junkie, der sie nun einmal ist.
Als Milo sah, welche Autoteile sein Mitbewohner auswählte, zog er leicht eine Augenbraue hoch, begann zu "husten" und versteckte unter seinem Husten die Worte: "Sehr schlecht. Noob.", bevor er sich daran setzte seine eigenen Autoteile auszuwählen. Auch er wusste ganz genau was er tat. Immerhin hatte er nicht umsonst beachtenswerte Spielstunden bei Mario Kart.
Als er auch damit fertig war, blickte er mit einer hochgezogenen Augenbraue wieder zu Gabriel herüber. "Zufällige Strecke?"
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Gabriel funkelte Milo weiterhin böse von der Seite an, bis er den Controller mit mehr Schwung als er gebraucht hätte auf die Matratze ‚legte‘ und sich kurzerhand auf Milos Schoß setzte. Seine Schmerzen waren offensichtlich gerade zu wie vergessen. „Wenn nennst du hier Noob?!“ mit einer Hand hatte Gabe Milos Kragen gepackt und obwohl die ganze Situation schon fast so wirkte als wäre der Student tatsächlich sauer, konnte man das provokante Funkeln in seinen Augen schon fast greifen. „Und ich bin nicht klein!“ Seine Stimme war ein wenig leiser geworden, nicht weniger provoziert aber so nah wie sie beide sich nun waren brauchte er auch nicht so laut reden. Der grüne Controller vibrierte kurz und versetzte damit die Matratze kurz in Schwingungen.
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Milo blinzelte überrascht, als Gabe sich von einem Moment zum anderen plötzlich auf seinem Schoß wiederfand und ihn am Kragen packte.
Doch dann breitete sich langsam wieder dieses freche Grinsen auf seinen Lippen aus.
Er legte den Controller zur Seite, und fast automatisch wanderten seine Hände an die Taille seines Mitbewohners. Mit seinem Gesicht beugte er sich ein Stück näher an das des anderen heran.
„Dich“, flüsterte er leise – das Grinsen wurde nur noch breiter.
Mit einer Kraft, die man dem Medizinstudenten wohl auf den ersten Blick nicht zugetraut hätte, griff er etwas fester zu, drehte ihre Körper und brachte Gabe mit einer geschmeidigen Bewegung flach auf die Matratze unter sich.
Er schnappte sich Gabriels Handgelenke und drückte sie links und rechts neben dessen Kopf in die weiche Unterlage.
Langsam beugte Milo sich hinunter.
„Doch… klein wie eine Maus…“, hauchte er, während seine Lippen federleicht über die des anderen strichen.
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Im Hintergrund spielte die typische Mario Kart Musik, aber sie schien genau das nur zu sein - Hintergrundsmusik, Gabe Aufmerksamkeit lag komplett auf dem Medizinstudenten. Er spürte dessen Hände durch sein Oberteil auf seiner Haut, bei dem verschmitzen Grinsen kribbelte irgendwas in seiner Bauchgegend. „Mich? Aha…verstehe.“ die Frage war kaum als solche zu werten, allein schon durch das kleine Funkeln in seinen Augen.
Als Milo sie beide urplötzlich drehte und Gabriel auf das Bett drückte rutschte ihm ein Geräusch raus welches man schon fast als eine Mischung eines erschrockenen Ausatmens und einem leisen, leicht unmännlichem Schrei interpretieren könnte. Kurz machte sich ein Ausdruck von Verwirrung auf seinem Gesicht breit, ehe der Ausdruck wieder verschwand und er sein provokantes Grinsen wiederfand. Mit dem altbekannten Funkeln in den Augen, biss er Milo sanft in die Unterlippe bevor er dem Medizinstudenten frech über die eben malträtierte Stelle leckte. Dabei schaute er Milo die ganze Zeit mit einem Ausdruck in den Irren in die Augen der keiner weiteren Worte bedarf. -
Milo zog amüsiert die Augenbrauen hoch, als er Gabriels überraschten – und ziemlich unmännlichen – Schrei hörte. Er öffnete den Mund, um einen Kommentar abzugeben, doch bevor er dazu kam, biss ihm Gabriel bereits in die Unterlippe. Der Medizinstudent zuckte überrascht zusammen.
Er starrte auf Gabriel hinab, während dieser ihm – fast schon entschuldigend – über die Stelle leckte und seinen Blick mit einem provokanten Funkeln in den Augen erwiderte.
Milo reagierte nicht sofort. Stattdessen nahm er sich einen Moment, um seinen nächsten Zug zu überlegen. Sein Griff um Gabriels Handgelenke wurde dabei ein wenig fester – fest genug, um Dominanz zu zeigen, aber ohne ihm weh zu tun.
„Oh… du willst also dreckig spielen, hm?“, fragte er mit gefährlich leiser Stimme, während sich sein Grinsen weiter ausbreitete. Ohne ein weiteres Wort schob er sich mit seinem Unterkörper zwischen Gabriels Beine. Ihre Körper lagen nun so dicht aneinander, dass nicht einmal ein Blatt Papier mehr dazwischen gepasst hätte.
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„Unbedingt.“ kam es grinsend von ihm. In seinen Fingerspitzen kribbelte es förmlich. Er konnte deutlich spüren wie weit er Milo bis jetzt schon provoziert hatte, wie weit er jedoch gehen würde wusste Gabriel nicht, er war aber neugierig genug um das herausfinden zu wollen, auch wenn er das wohl besser nicht tun sollte. Die Dominanz die der Medizinstudent gerade ausstrahlte hinterließ ein Gefühl als würden kleine Blitze durch seinen Körper jagen. Den Schmerz den er vor wenigen Minuten noch gespürt hatte und ihm gerade zu wortwörtlich in der Nacht wach gehalten hatte, war wie verschwunden, da war nun was anderes. Etwas was sich deutlich angenehmer anfühlte als die Krämpfe.
Die gefährlich leise Stimme brachte ihn fast zum wimmern - fast. Das leise Geräusch konnte er gerade zu - jedenfalls so halb - unterdrücken, zumindest so lang bis er Milo auf sich spürte. Er spürte das Pochen seines Herzens hinter seinen Rippen, bildete sich ein, zu spüren wie sein Blut durch seine Gefäße floss, spürte seinen Atem auf seiner Haut. Das hier war gefährlich und trotzdem war Gabe kaum in der Lange dazu ihr kleines Spielchen jetzt schon abzubrechen. -
Ein leises Lachen entwich den Lippen des Medizinstudenten, als er Gabriels noch immer provokante Antwort hörte. Er beugte seinen Kopf weiter nach unten, bis sich ihre Nasenspitzen beinahe berührten.
„Dann ist dir hoffentlich auch bewusst, dass du die Konsequenzen für dein Verhalten tragen musst, wenn du mich schon so gerne provozierst.“
Seine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. Seine Augen wanderten suchend über Gabriels Gesicht.
Doch bevor er weitermachte, hielt er inne. Er wollte sicher sein, dass Gabriel wirklich bereit war, weiterzugehen. Sie hatten zwar bereits einmal miteinander geschlafen, aber damals war Gabriel betrunken gewesen – und genau deshalb nagte bis heute ein schlechtes Gewissen an Milo.
Langsam beugte er sich noch etwas weiter zu seinem Hals vor. Seine Lippen glitten spielerisch über Gabriels Haut, bis er ihn schließlich sanft mit den Zähnen neckte. „Sag es, Gabe... Sag, dass du es wirklich willst – sonst mache ich keinen Schritt weiter.“, hauchte er mit ernster Stimme.
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Milos Stimme jagte ihm eine Gänsehaut über den Körper, gefolgt von dem leichten Schmerz als der Medizinstudent ihn sanft neckte, auch wenn er das Gefühl wohl kaum als Schmerz definieren würde. Als würde sein Körper von ganz alleine handeln, schmiegte er sich Milo sanft entgegen, jedoch ohne sich ihn komplett hinzugeben, auch wenn es nicht mehr viel dazu fehlte.
„Ich…“ er hielt kurz inne. Er wollte. Wahrscheinlich wollte er im Moment sogar nicht lieber als Milo zu bestätigen, dass er nur zu gerne weitermacht durfte, aber er sollte nicht. Nicht weil das ihre Beziehung zerstören würde, immerhin hatten sie schon ein Mal miteinander geschlafen und auch wenn Gabes Erinnerungen gelegentlich ein wenig ineinander verschwammen konnte er sich an das meiste noch gut erinnern, aber da war immer noch dieses eine kleine Problem, welches ihn davon abhielt weiter gehen zu wollen. -
Für einen Moment blickte Milo einfach nur schweigend auf Gabriel herab und wartete geduldig auf dessen Antwort.
Doch als keine eindeutige Reaktion kam, nickte der Medizinstudent langsam – und ließ schließlich vorsichtig von seinem Mitbewohner ab.
„Ich verstehe…“, sagte er ruhig und richtete sich wieder auf.
In seiner Stimme lag keine Wut, keine Enttäuschung. Nur stille Akzeptanz. Auch wenn ihm die Situation ehrlich gesagt ziemlich peinlich war.
So stand er nun da, mitten in seinem eigenen Zimmer, ein wenig wie bestellt und nicht abgeholt. Sein Blick wanderte umher, als suche er nach einem Thema, einem Anknüpfungspunkt. Doch ihm fiel nichts ein.
„Vielleicht sollte ich einfach in mein Zimmer gehen...“, murmelte er und wollte sich gerade zum Gehen wenden – bis ihm eine winzig kleine, aber nicht unwichtige Tatsache wieder einfiel: Das hier war sein Zimmer.
Er hielt inne und räusperte sich leicht. „Ach ja...“, sagte er und hätte sich in diesem Moment am liebsten den Kopf gegen die nächstbeste Wand geschlagen. Dann fiel sein Blick auf seine Schlittschuhe – und auf das anstehende Training.
Vielleicht sollte er doch nicht schwänzen. Immerhin standen die Vorentscheide für die Regionalmeisterschaften an. Und außerdem würde ihm seine Trainerin den Kopf abreißen, wenn er einfach unentschuldigt fernblieb.
„Ich... ich geh dann mal zum Training. Du weißt schon... Vorentscheid, Regionalmeisterschaft... und so...“, erklärte er, sein gesamtes Auftreten von peinlicher Unsicherheit durchzogen. Alles an ihm schrie danach, aus dieser unangenehmen Situation zu fliehen.
„Uh... wir sehen uns dann heute Abend.“
Ohne Gabriel noch die Gelegenheit zu geben, etwas zu erwidern, schnappte sich Milo seine Tasche, schlüpfte in den Flur – und verzichtete sogar darauf, sich dort richtig anzuziehen. Jacke und Schuhe trug er einfach nur unter dem Arm, als er die Wohnung verließ. Den Rest würde er unterwegs auf dem Weg zur Eishalle anziehen...
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