That's show biz, baby! ★Uki & Alea★

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    • That's show biz, baby! ★Uki & Alea★


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      Vorstellung

      Drama | SoL | Romance | Hollywood Feeling | Showbusiness | Comedy | and all the other fun stuff

      starring @Ukizilla & @Alea CroniX




      Heute ist ein aufregender Tag, denn der Cast für die neue Telenovela "Keeping Up Appearances" trifft sich zum ersten Mal. Der Produzent und auch das Management haben bis jetzt ein sehr großes Geheimnis daraus gemacht, welche Schauspieler dafür gecastet wurden und selbst die Schauspieler selbst wissen nicht, mit welchen Kollegen sie vor der Kamera stehen werden.

      Jonny wurde gerade von einem Fahrer des Studios abgeholt und war nun auf den Weg dorthin. Er trug eine Mütze, eine dunkle Sonnenbrille so wie eine Bomberjacke, damit er nicht sofort erkannt wurde. Das Management hatte darum gebeten, damit keinerlei Informationen an die Öffentlichkeit gelangen konnten. Zum Glück war es gerade Winter, sonst wäre es in dieser Jacke unerträglich warm geworden.
      Auf dem Gelände der "Showbiz" Studios wurde er abgesetzt und von einer Mitarbeiterin in Empfang genommen, die ihn gleich ins Innere das Gebäude führte. "Guten Tag, Mister Fraser, ich hoffe, Sie hatten eine gute Fahrt." erkundigte sie sich höflich bei ihm und lief voran und wies ihm den Weg durch die vielen Gänge. "Ein paar Ihrer Kollegen sind schon da." ließ sie ihn wissen und kam dann vor einer Doppeltüre stehen. Auf dem Display neben der Türe stand der Deckname der Serie "CatDog" und dass der Raum für ein paar Stunden gebucht war. Heute wurde das Skript ausgegeben und es gab auch schon die erste Leseprobe. Außerdem wurde damit auch endlich bekannt, wer welche Rolle hatte, gab es nur kürze Beschreibungen der Charaktere, für die man gecastet hatte und natürlich einen kleinen Dialog oder Monolog, den man hatte vorspielen müssen, um überhaupt die Rolle zu ergattern. Aber der Produzent und auch das Studio hatten wohl schon so einige konkrete Vorstellungen, welche Schauspieler passen könnten.
      Die freundliche Mitarbeiterin öffnete für den blonden Mann die Türe und das Erste, was er sah, war eine U-förmige Tischformation. An jedem Platz lag eine Ausgabe des Drehbuchs und auf manchen Stühlen hing schon eine Jacke oder stand eine Tasche. Hier und da saß auch ein paar Leute, doch auf den ersten Blick kamen diese Jonny nicht bekannte vor. Die meisten hatten sich lieber an das kleine Buffet begeben, dass am Raumende aufgebaut wurde, wo es nicht nur leckere Häppchen und Snacks gab, sondern auch Kaffee und andere Getränke. "Bitte nehmen Sie hier Platz, Mister Fraser." bat die junge Frau den doch schon sehr bekannten Schauspieler und zog einen Stuhl für ihn zurück. Er zog seine dicke Jacke aus, die er über den Stuhl hängte und nahm dann auch endlich Mütze und Sonnenbrille ab, die er auf den Tisch legte. Dabei entdeckte er ein Namensschild, auf der der Name "Kyle" stand. Der Name seines Charakters, so viel wusste er schon. Doch welche Rolle er genau in der Serie einnahm, war ihm bis dahin gänzlich unbekannt.

      Eyleen stand gerade am Buffet und schenkte sich eine Tasse heißen Kaffee ein, als sich plötzlich die Türe öffnete und ein weiteres Castmitglied eintraf. Sie konnte nur erkennen, dass es sich um einen Mann handelte, doch erst als dieser seine Mütze und Brille ablegte, erkannte sie ihn sofort. "Jonathan Fraser." murmelte sie leise und das fast schon mit Ehrfurcht. Er gehörte zu den aufgehenden Sternen am Himmel Hollywoods und jeder kannte seine berühmten Eltern. Kein Wunder, dass er so begabt ist! Ihr war nicht klar, dass sie mit so einer bekannten Persönlichkeit vor der Kamera stehen würde. Jetzt war Eyleen noch viel gespannter darauf, wer welche Rolle hatte und worum es genau in dieser Serie gehen soll. Ob sie ein paar Szenen mit Jonathan haben würde? Darüber würde sich die Rothaarige mehr als freuen. Dennoch blieb sie eher eingeschüchtert noch am Buffet stehen und nahm sich lieber noch ein belegtes Sandwich, ehe sie sich wieder an ihren Platz setzte. Auf ihrem Namensschild konnte man den Namen "Sara" lesen. Sie war sehr gespannt, wer noch alles in der Serie mitwirken würde!
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


      Quelle
    • Wieso musste ausgerechnet heute Nichts nach Plan laufen? Immer wieder murmelte Lexi Flüche in ihrem Kopf, während sie sich über die Verspätung ärgerte. Sie war nicht wirklich spät, doch die junge Frau liebte es überpünktlich zu sein und sich stets von ihrer besten Seite zu zeigen, eben weil sie noch recht neu im Geschäft war. Je unkomplizierter man am Anfang war, desto besser.
      Doch da sie sich die teureren Mieten in den coolen Vierteln noch nicht leisten konnte, wohnte sie etwas außerhalb und scheinbar wurde dies ihr eben heute zum Verhängnis. Das Studio hatte auch ihr einen Fahrer geschickt, dies war quasi schon normal, doch leider hatte es heute aus ihrer Richtung zum Studiogelände einen Stau gegeben und dieser hatte sie nun wertvolle Zeit gekostet in der sie sich schon mal hatte mit dem Raum und den sicher vorhandenen Tischkarten hätte vertraut machen können. Vielleicht hätten diese ihr auch einige Informationen eingebracht mit wem sie es zu tun haben würde. Endlich hatten sie den Stau hinter sich gelassen und dann so was. Genervt kniff sie die Augen etwas zusammen als die Ampel vor ihnen auch noch rot wurde. Es war eine schlechte Angewohnheit, die sie von ihrer Mutter übernommen hatte und die ihr sicher später Falten auf der Stirn einbringen würde.
      Endlich erreichten sie das Studio und Alexis meldete sich am Empfang von wo man sie zum Besprechungsraum brachte. Auch sie hatte sie etwas getarnt damit man sie nicht gleich erkannte, doch hier in Hollywood war es nicht einfach, da man quasi immer unter Beobachtung stand. „Solange ich nicht die Letzte bin.“, murmelte sie sich selbst zu und atmete noch einmal kurz durch, ehe sie durch die Tür trat. „Guten Tag.“, meinte sie mit ihrem strahlensten Lächeln und ließ ihren Blick kurz schweifen. Einige Gesichter erkannte sie, doch besonders stach eines ins Auge: Jonathan Fraser. Sie hasste Leute wie ihn, denen alles in den Schoß fiel und die nie in ihrem Leben für etwas hatten Kämpfen und Arbeiten müssen. Schnell sah sie weg und so fiel ihr nächster Blick auf das riesige Büffet. Gut, sie würde also nicht vor Hunger sterben müssen, weil sie es heute Morgen nicht mehr geschafft hatte etwas zu essen. Okay, der Plan war sich schnell etwas zu trinken und einen kleinen Snack zu schnappen und ihren Platz zu suchen und so zu wirken als wäre sie vollkommen entspannt, wenn die Chefs kamen. Die Tischkärtchen würden immerhin entweder ihren Namen draufhaben oder den ihrer Rolle: „Ruby“
      So hatte sie sich schnell eine Flasche Wasser geholt und einige Snacks, als sie sich auf die Suche nach ihrem Platz machte. Hoffentlich saß noch niemand direkt neben ihr und sie würde schnell vor der Besprechung noch einige Bissen nehmen können. Doch als sie endlich den Namen ihrer Rolle auf einer Karte entdeckte wurde nicht nur die Aussicht auf einen Bissen ihr genommen, sondern auch noch getrübt, denn ihr Kärtchen stand direkt bei dem Platz neben diesem reichen Kerl Jonathan. „Hey.“, sagte sie halbherzig und setzte sich schnell. Wenn sie nun beschäftigt tat, dann würde er sie nicht in ein Gespräch verwickeln. Sicher, er sah gut aus, aber sie wollte nicht, dass er nun schon auf sie runter sah. Was ihr nun mehr den Kopf zerbrach war die Tatsache, dass man meistens Leute nebeneinander setzte, die auch im Stück viel miteinander zu tun hatten. Vielleicht würde sie seine Schwester spielen oder etwas in der Art.
      Lexi versuchte sich zu beruhigen und holte stattdessen ihren Lieblingsstift raus um sich Notizen machen zu können. So würde sie auch ein Alibi haben sich nicht unterhalten zu müssen. Doch davon ab zerbrach sie sich noch mehr den Kopf über ihre Rolle und was wohl auf sie zukommen würde.
    • Nur wenige Minuten späte öffnete sich erneut die Flügeltüre und eine junge Frau begrüßte die Anwesenden im Raum mit einem strahlenden Lächeln. Jonny blickte nur kurz auf und widmete sich erneut seinem Smartphone. Das Drehbuch lag zwar vor ihm, doch durfte man das erst lesen, wenn wirklich alle vom Cast anwesend waren. Er hatte die Schauspielerin wiedererkannt, war es Alexis Cox, eine Newcomerin, die schon ein paar Produzenten mit ihrem schauspielerischen Können beeindruckt hat. "Hi." grüßte Johnny kurz zurück, als sich eben diese Frau neben ihn setzte und blickte dann wieder auf sein Smartphone. Man konnte spüren, wie angespannt alle anderen Anwesenden im Raum waren und wie sie gerade zu diesen beiden immer wieder mal hinüberschielten.
      Auch Eyleen konnte es nicht lassen, ihren Blick über diese beiden hin und wieder mal schweifen zu lassen. Die Klatschpressen hatte es nicht lassen können, diese beiden immer wieder zu vergleichen und die Fanlager von Fraser und Cox haben sogar angefangen, einander zu attackieren. "Was sich die Produzenten und auch das Marketing wohl dabei gedacht heben?" fragte sich die Rothaarige insgeheim, wobei genauer betrachtet da ja schon ein Geniestreich ist.
      Alleine durch die fanatischen Fans und die Boulevardzeitung wird die Show immer wieder in aller Munde sein, sodass kaum jemanden im Land diese dann nicht kennen wird. Und selbst schlechte Presse bleibt gute Werbung, falls man wieder nur die Schauspieler gegeneinander aufwiegeln möchte. Wobei mitbekommen hat Eyleen das weder von Alexis noch von Jonathan, dass sie sich direkt persönlich kritisiert hätten. Man hat es immer nur gelesen.
      Mit Alexis würde Eyleen auch gerne drehen. Ihrer Ansicht nach bringt sie frischen Wind in die Branche und sie hat den Eindruck, dass sie eine starke Persönlichkeit ist. Wer weiß, vielleicht kann die eher zurückhaltende Rothaarige sich sogar ein bisschen etwas von ihrer Kollegin abschauen.
      Gerade redeten ein paar Leute leise miteinander oder waren mit sich selbst beschäftigt, als erneut die Türe aufschwang und eine Dame vom Management hereinkam. "Leider fehlen noch ein paar Leute vom Cast, daher fühlen Sie sich bitte frei sich am Büfett zu bedienen. Sobald das Treffen beginnt, werden Sie es erfahre." entschuldigte sich die Frau und sah in die Runde, wie viele Leute davon genervt sein würde.
      Dass noch nicht alle da sind, konnte man schnell erkennen, manche Plätze mit Namensschildern noch leer blieben. Außerdem fehlten die Produzentin und der Regisseur, die unter den Schauspielern keine unbekannten Gesichter sind.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Natürlich wusste Alexis von der Presse und auch, wenn sie nie etwas gegen ihn gesagt hatte, so mochte sie Jonny wirklich nicht. Für sie war er ein verwöhnter Arsch, der die Rolle sicher nicht wegen Talent bekam, sondern wegen seiner Eltern. Doch man stritt sich ja nicht öffentlich in Hollywood. Dies war eine Tatsache, die Alexis noch immer etwas ankotzte an dem Ganzen Rampenlicht, denn sie war in einer Gegend aufgewachsen in der man seinem Nachbarn sagte, dass er ein Arsch war.
      Noch immer ging sie ihrem Plan nach möglichst beschäftigt zu wirken bis die hohen Tiere eintrafen und dies konnte immerhin nicht all zu lange dauern. Leider hatte sie keine Ahnung, dass es gerne mal vorkam, dass genau diese zu spät waren. Doch dies lernte sie nun als wenig später die Tür aufging und eine Dame ihnen mitteilte, dass es noch dauern würde. Lexi seufzte leise und musste es unterdrücken mit den Augen zu rollen. Sicher, sie war auch knapp dran gewesen und doch hatte sie auch ein Leben neben ihrem Job. Jedoch betraf es, wenn die Aussage stimmte, nicht nur die hohen Tiere.
      Lexi ließ ihren Blick durch den Raum gleiten um abzuschätzen wie viele wohl noch fehlten. Dabei konnte ihr Blick natürlich nicht an den roten Haaren vorbeigehen ohne diese zu bemerken. Mit so einer Auffälligkeit hatte man gute Karten und verschwand nicht in der Masse der gleich aussehenden Schauspielerinnen. Lexi hatte sie schon mal gesehen und versuchte sich an den Namen dieser hübschen Frau zu erinnern. Elly? Elena? Sie wusste nur, dass er mit einem E begann. Aber sie wusste auch wie sie so was umgehen könnte: Sie würde sich nachher einfach vorstellen und dann wäre sie auch genötigt noch mal ihren Namen zu sagen, wenn sie den nicht vorab schon aufschnappen konnte. Selbstzufrieden über diese Idee machte sich Lexi nun über ihr Essen her bis sie zusammenzuckte als die Tür laut aufgerissen wurde.

      „Hallo. Ich bin endlich da, sorry fürs warten lassen.“, kam in einem Ton von dem Kerl, der nun in der Tür stand, der keinen Zweifel ließ, dass er es nicht wirklich bereute. Diesen kannte wohl jeder im Raum, nicht nur wegen seiner Eltern.
      „Oh… die Chefs sind ja noch nicht mal da.“, fügte Gabe zu hinzu und betrat mit einem Selbstbewusstsein den Raum, dass selbst Lexi etwas sprachlos zurückließ.
    • Jonathan blickte nur kurz auf, als die Türe aufging und senkte direkt seinen Blick wieder, als er sah, dass es nur eine Angestellte war und nicht Francine Denver, die Produzentin oder Michael Wong, der Regisseur. Solche Meetings gingen in der Regel nie pünktlich los, diese Erfahrung hatte er schon lange gemacht und daher blieb er auch recht ruhig. Seiner Sitznachbarin konnte er aber schon ein bisschen ansehen, dass sie davon genervt war, was er nicht kommentierte und sich nur dachte. Man musste unter Kollegen immer aufpassen, was man sagte, da es gerne falsch verstanden wird. Daher hat sich Jonny angewöhnt, einfach den Mund zuhalten und erstmal nur zuzuhören. So bot er weniger Angriffsfläche und die Klatschpresse konnte ihm auch keine falschen Worte in den Mund legen.
      Auch er ließ seinen Blick her wie beiläufig durch den Raum schweifen und erkannte einige Neulinge, die noch nicht allzu lange bei Film und Fernsehen arbeiteten oder es gar ihr erstes Mal war. Dazu gehörte auch Eyleen McCain. Über sie wusste er, dass sie eher am Broadway zu Hause ist und das sogar sehr erfolgreich.
      An sich erkundigte sich sein Management immer zuvor, mit welchen Leuten er zusammenarbeiten wird und gaben ihm dann die Infos, damit er einen kleinen Überblick über die ganzen Darsteller hatte. Man wirkte gleich sympathischer, wenn man sein Gegenüber kannte, wobei Jonny sich nicht an alle Namen erinnern konnte.
      Da wurde schon wieder die Türe doch recht schwungvoll geöffnet und ein neues Gesicht, aber sehr bekanntes, betrat den Raum und nahm diesen sofort für sich ein. Man konnte sehen, dass der Schwarzhaarige die Aufmerksamkeit doch ein bisschen genoss. "Oh nein, nicht er …" dachte sich Jonathan, als er Gabriel Kingston erblickte. Eine Art Schnösel, dem wirklich alles zuflog und sich auch auf dem Ruhm und Reichtum seiner Eltern ausruhte. In manchen Augen steckte man die beiden Herren gerne in eine Schublade, was Jonny echt zu wider war, da er kein Stück wie dieser Typ ist. Er will sich einen eigenen Namen und nicht immer im Schatten seiner berühmten Eltern stehen.

      Gerade ihr Sandwich kauend, richtete Eyleen ihren Blick auf die auffliegende Flügeltüre. Sie bekam große Augen, als sie Gabriel Kingston direkt erkannte. Er ist vor allem für sein gute Aussehen bekannt, da nicht umsonst ein Model ist. Für große Marken im Bereich Mode aber auch Parfüm hat er schon Werbung gemacht und es war immer ein Hit. Sie wusste, dass Gabriel eine riesige weibliche Fanbase hat und auch die Gay-Community ist nicht ganz von ihm abgeneigt. Selbst sie als Teenie hatte mal einen Crush auf ihn, was Eyleen heute doch ein bisschen peinlich ist.
      Und kaum wurde es wieder etwas ruhiger, kamen endlich Produzentin und Regisseur in den Raum. Sofort setzten sich alle an ihre Plätze und blickten neugierig zu den beiden. Francine und Michael setzten sich an die "Spitze" der U-Formation, dort wo man auch ihre Namensschilder sehen konnten und hießen dann alle Willkommen.
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      Monkey D. Ruffy


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    • Alexis war noch am Essen als die Türen aufgingen und Gabriel reinkam. Sie kannte ihn, wer auch nicht, doch sie fand ihn eben so schlimm wie Jonny neben sich. Beide hatten Geld von Geburt an und mussten nur mit dem Finger schnippen, um zu bekommen, was sie wollten. Solche Menschen hasste Lexi und Gabe ließ es auch noch so richtig raushängen. Als dieser, nach einer kurzen Pause, sich auch noch genau auf den Weg zu ihr und Jonny machte, konnte sie nur hoffen, dass er zu dem Blonden wollte. Sicher kannten sich die Beiden doch und waren super Kumpel, die sich über normale Leute lustig machten, wenn sie in ihren Luxusvillen abhingen. Schnell senkte sie den Kopf und aß weiter damit er ja nicht zu ihr gehen würde, um sich zu unterhalten. Zu ihrem Glück kam der Dunkelhaarige nicht weit, denn da wurde er auch schon abgelenkt als der Regisseur und die Produzentin reinkamen. Schnell schluckte sie den Bissen in ihrem Mund runter und richtete ihren Blick nach vorne.

      Als Gabe erkannte, dass er es doch noch in der Zeit geschafft hatte, da strahlten seine blauen Augen und ein breites Lächeln machte sich auf seinem Gesicht breit. Da hatte er noch mal Glück gehabt und so ging er erstmal das Buffet auschecken, doch leider fand er hier nichts, dass seinem Geschmack passte. Sein Blick ging erst danach durch den Raum und er erkannte einige Gesichter wieder. Als er nun jedoch sah, dass auch Jonny hier war, da grinste er nur noch breiter. Gabe wusste, dass viele ihn nicht mochten und auch, dass man ihn und Jonny oft verglich, weil sie beide aus reichen Familien kamen und doch könnten sie nicht unterschiedlicher sein. Ihm war es jedoch egal und er machte sich sogar einen Spaß daraus, wie auch jetzt. Ohne mich drum zu scheren, dass es hier Platzkarten mit Namen gab, ging ich auf Jonny zu, aber auch, weil ich unbedingt seine Platznachbarin kennenlernen wollte. Er hatte sie schon gesehen und auch schon von ihr gelesen in den Klatschblättern, doch jetzt, so fand er, war es an der Zeit sie kennenzulernen. Doch leider kam er nicht weit, da dann die Tür aufging und die hohen Tiere doch schon auftauchten. Gabe seufzte etwas und folgte dem Beispiel aller anderen, die sich nun hinsetzten. Mist, er wusste noch nicht, wo sein Platz war, und so war es kein Wunder, dass er der Letzte war, der sich nun auf einem Stuhl niederließ.

      Nachdem nun endlich alle saßen, konnte die Besprechung nun endlich losgehen. Die Produzentin war es, die eine größere Ausstrahlung hatte und den Raum mehr einnahm, doch Lexi ließ sich nicht davon blenden. Spätestens, wenn er im Stuhl saß und die Regie hatte, dann würde er sicher keine Fehler erlauben.
      Nach dem sie alle willkommen geheißen hatten durften sie nun auch endlich ans Manuskript für die Serie. „Nur mit dir“ stand auf dem Deckblatt. Wieso mussten solche Serien auch immer so schmalzige Titel haben? Aber immerhin verkaufte sich so ein Kram zuverlässig und sicherte ihr damit einen Job. Der Regisseur und die Produzentin sprachen nun immer abwechselnd eine kleine Zusammenfassung der Handlung.

      Scheinbar trafen sich zwei Liebende wieder, nachdem sie schon mal etwas miteinander gehabt hatten. Damals waren sie noch jung und ihre Eltern dagegen gewesen, weil sie aus unterschiedlichen Welten stammten. Ziemlich einfach also: Reich und Arm. Doch auch jetzt sollen ihnen viele Steine im Weg liegen damit es eben spannend blieb und genug Drama gab. Lexi war nun gespannt welches ihre Rolle sein würde.
    • Jonathan seufzte leise, aber erleichtert auf, als Gabriel nicht mehr die Chance bekam, zu ihm zu kommen. Diesen Laut hätte Alexis bestimmt hören können, doch das war ihm sogar recht, sollte sie gerne wissen, dass er von Gabe nicht viel hielt.
      Gerade fragte sich er eh, wieso Produzentin und Regisseur hier Schauspieler zusammengebracht haben, von denen man zumindest gerüchteweise wusste, dass sie nicht gerade beste Kumpels sind. Wollten sie damit vielleicht die Konkurrenz untereinander mehr ankurbeln? Das war ein ganz schön perfider Plan und leider auch ein Geniestreich, denn Jonathan würde zumindest so ehrgeizig sein, dass er hier nicht kündigen würde, um allen zu zeigen, was für ein guter Schauspieler er ist.

      "Die reiche Tochter, namens Ruby, wird von unserem aufgehenden Stern Alexis Cox gespielt. Der Gegenpart, namens Kyle, wird von Jonathan Fraser verkörpert." verkündete Francine mit einem schelmischen Grinsen auf den Lippen. Ein Raunen ging durch den Raum und Jonny konnte spüren, wie alle Blicke auf ihm und seiner Sitznachbarin ruhten. Er blieb dennoch ruhig und von seiner Mine konnte man nicht ablesen, was wirklich in ihm vorging. "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Das wird bestimmt sehr interessant." wandte er sich dann an Alexis und hielt ihr freundschaftlich die Hand entgegen." Natürlich musste er hier jetzt den netten Kerl geben, alles andere wäre auch für die Produktion an sich schlecht. Am Set sollte es keine Spannungen geben.

      "Damit es aber natürlich spannend bleibt, wird unsere liebe "Ruby" hier schon einen Verlobten haben, gespielt von Gabriel Kingston. Es ist arrangierte Verlobung, da die beiden Elternhäuser sich gut verstehen. Und die Liebe Ruby wird auch noch eine jüngere Schwester haben, die eifersüchtig auf sie ist, da sie selber Gefühle für ihren Verlobten hat. Die Schwester heißt Sara und wird von unseren lieben Eyleen dargestellt." erzählte Michael Wong weiter. Da wanderten viele Blicke zu der Rothaarigen und Eyleen versuchte ruhig zu bleiben. "Eifersüchtig?" ging es ihr durch den Kopf, das war eine Herausforderung, da sie selber sich so nicht einschätzen, dass sie neidisch auf jemanden sein könnte. "Ach Gabriel, sei doch bitte so lieb und dreh mal dein Schild zu uns um, damit wir auch wissen, wie dein Charakter heißt." bat dann Francine den jungen Mann mit einem charmanten Lächeln, dem man durch die Blume mitgeteilt hatte, dass er nicht die Hauptrolle innehatte.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Natürlich verstand Alexis das Seufzen falsch. Auf sie wirkte es so als sei er traurig, dass er nun keine Chance hatte sich noch mit seinem besten Kumpel Gabe zu unterhalten. Sicher hatte sie auch schon gehört, dass sie angeblich nichts miteinander zu tun hatten, doch so wirklich glauben tat sie es nicht. Die beiden Kerle waren ihr wirklich zu wider. Schwammen im Geld und hatten sicher noch nie das Gefühl erlebt, wie es war am Monatsende nicht mal mehr zu wissen, wovon man sich ernähren sollte. Zum Glück waren diese Zeiten auch für sie nun halbwegs Geschichte, auch wenn es ihr immer noch nicht so gut ging, wie sie es gerne hätte.
      So wirklich darüber wer wen hier nicht leiden konnte und wer zusammengehörte in der Welt der Stars machte sich Alexis keine Gedanken. Sie hielt sich sehr gerne aus dem Chaos raus und versuchte zumindest vorne herum mit allen klar zukommen. Auch war sie schon immer der Meinung, wenn man Leute zu nahe an sich ran ließ, dann gab man ihm nur zu viel in die Hand, dass sie gegen einen benutzen konnten. Noch war sie einfach nicht groß genug, um sich solche Starallüren zu erlauben.
      Als es nun endlich daran ging die grobe Storyline zu hören machte sich Lexi Notizen. Als sie nun jedoch hörte, wieso man sie neben Jonathan gesetzt hatte und innerlich schüttelte sie sich. Zum Glück zeigte sich dieser Unmut nicht auf ihrem Gesicht, ein Vorteil, wenn sie Schauspielerin war. „Ich freue mich und kann sicher eine Menge lernen.“, meinte sie mit einem Lächeln auf seine Worte hin und hatte sich ein bisschen zu ihm gedreht. Innerlich kotzte sie. Er würde sich sicher aufspielen und jetzt wo sie dran dachte, dass sie ein Liebespaar spielen sollten, da würde sie auch so tun müssen, dass sie ihn toll fand. Sicher würde er auch irgendwelche Ansprüche haben und nur spezielles Wasser trinken wollen oder so was Irres.
      Doch damit war es nicht vorbei: Der zweite Reiche würde nun auch noch ihren Verlobten spielen und die Nerven von Alexis waren nun schon gereizt. Dieser Kerl war noch anstrengender als Jonathan neben ihr. Immerhin war ihre „Schwester“ ein guter Fang, doch leider würde diese am Set ihre Gegenspielerin sein müssen. Doch immerhin würden ihnen die Drehpausen bleiben und so nickte sie Eyleen mit einem aufrichtigen Lächeln zu. Doch da hörte sie auch schon das Lachen von Gabriel und dies zog ihre Aufmerksamkeit auf sich.
      Auch Gabe sah nun zu Eyleen und grinste. Er war also gefangen zwischen zwei hübschen Frauen, so gefiel es ihm. Jedoch wurde er nun angesprochen und wie es schien hatte er vergessen sein Schild richtig hinzustellen und lachte leicht. „Oh, klar. Robert…. Was für ein langweiliger Name, aber passt zu einem reichen Verlobten.“, kam es von Gabe, der nun sein Schild einmal hoch hielt und richtig hinstellte. Durch diese Aussage hatte er sich einige Lacher erhascht.
      Lexi hingegen musste sich beherrschen nicht aufzustehen und zu kotzen oder einfach zu gehen. Doch seitdem sie nicht mehr tanzen konnte, war dies nun mal ihre Einnahmequelle und da musste sie nun mal so tun, als würde sie mit allen auskommen. Noch immer hing sie diesem Gedanken nach als Mister Wong weiter sprach und so verpasste sie den Anfang.
      „Dann würde ich nun gerne einige Passagen Probe lesen lassen, um noch mal so zu hören, wie ihr miteinander harmoniert. Ihr findet vor euch auch schon den Drehplan und seht sicher, dass wir bald beginnen wollen. Auch sind dort die anderen Termine wie eure Kostümproben.“ Er selbst wand sich nun dem Skript zu und öffnete die erste markierte Stelle, an der sie starten wollten.
    • Jonathan rollte innerlich mit den Augen. Dieser Gabriel schien sich jetzt schon für sehr wichtig zu halten und das nervte ihn. Solche Diven, männlich oder weiblich, konnten ihm gestohlen bleiben. Diese ruhten sich nur auf ihrem guten Ruf aus und strengten sich nicht mehr an. Hoffentlich würde dieser Typ die Qualität der Produktion nicht herunterziehen.
      Dann ging es auch schon an die erste Leseprobe, wo jeder Charakter mit den anderen interagierte. Es waren verschiedene Szenen, die nacheinander zusammen vorgelesen wurden.
      Die erste war ein Gespräch zwischen Kyle und Sara.

      Regieanweisung:
      Kyle und Sara treffen sich nachts auf einem verlassenen Parkplatz. Kyle hat geheime Dokumente dabei, die ein dunkles Geheimnis von Robert lüften könnten.
      Sara, verhüllt in einem Trenchcoat, tritt auf.
      Sara: Hast du Papiere dabei?
      Kyle: Ja, aber …
      Sara: Nichts, aber! Gibt sie mir!
      Kyle holt aus seiner Innentasche einen Umschlag hervor. Er zögert.
      Kyle: Sara, willst du das wirklich machen? Ich dachte, du liebst Robert? Wirst du ihm damit nicht auch schaden?
      Sara: Natürlich liebe ich ihn. Aber damit diese Hochzeit abgeblasen und die Verlobung aufgelöst wird, muss ich das jetzt durchziehen. Sonst bekommt meine Schwester ihn und das kann ich einfach nicht zulassen!
      Sara reißt den Umschlag aus Kyles Händen.
      Kyle: Ich könnte das nicht. Du tust zwei Menschen weh, die dir sehr am Herzen liegen.
      Sara und was ist mit meinem Herzen? Meinem Schmerz? Zählt der etwa nicht?!
      Kyle: Das hab ich nicht gesagt.
      Sara: Dann sag am besten gar nichts mehr! Ich werde nicht zusehen, wie die Liebe meines Lebens mit jemand anderem glücklich wird, während mein eigenes Herz still und leise Stück für Stück bricht! Ich bin nicht wie du Kyle, der das Glück eines anderen über sein eigenes stellt! Du solltest anfangen, auch dich selber zu lieben!
      Sara geht ab. Kyle bleibt alleine zurück.
      Kyle: leise flüsternd Keine Sorge Sara, ich habe nicht vor lange zu leiden.
      Kyle holt etwas aus seiner Jackentasche heraus. Zoom auf seine Hand. Ein Revolver ist zu erkennen. Fokus auf Kyles Gesicht, das müde und resigniert wirkt. Schnitt.

      Eyleen gab sich beim Vorlesen große Mühe, wie die eifersüchtige und egoistische Schwester zu wirken. In der Schule würde man sagen, ihre Leistung war gut, doch Jonathan würde das nicht ausreichen. Er legte schon jetzt in jedes Wort, sogar in jede Pause, den Schmerz und die Verzweiflung und das doch so überzeugend, dass am Ende im Raum eine eher bedrückende Stimmung herrschte.
      "Keine Sorge, so weit wird es nicht kommen." brach Francine heiter die trübe Stimmung und sah dann zum nächsten Liebespaar, das jetzt aus Ruby und Robert bestand.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


      Quelle
    • Lexi entgingen die seltsamen Vibes nicht, die von Kyle ausgingen und doch deutete sie diese vollkommen falsch. Doch diese genauer zu ergründen würde nun bis später warten müssen, denn da kam schon die Ansage von dem Regisseur, dass sie nun eine Textprobe machen würden und sogleich war alles andere vergessen, denn sie wollte ja nichts verpassen. Es war wichtig wie die Harmonie zwischen ihnen wäre, doch auch der Inhalt einer Geschichte war immer wichtig. Aufmerksam lauschte Lexi nun der Szene und musste gestehen: Im Fernsehen hätte sie nicht weg geschaltet, wenn sie so was gesehen hätte und auch war Jonathans Stimme echt gut. Er schaffte es nur vom Lesen dem Ganzen ein Leben einzuhauchen, hoffentlich würde sie nicht in seinem Schatten stehen. Und auch würde sie sicher nicht zugeben, dass dieser reiche Protz es geschafft hatte, dass sie eine Gänsehaut bekam nur, weil er es vorgelesen hatte.
      Die Stimme von Francine brachte nun alle wieder zur Besinnung und auch Alexis wurde aus ihren Gedanken gerissen. Mist, nun war sie an der Reihe und würde hoffentlich auch so gut die Stimmung der Szene einfangen können.

      Regieanweisung:
      Wohnzimmer der Familie von Ruby und Sara. Robert ist zum Kaffee mit der Familie eingeladen, doch zu früh dran und trifft nur Ruby an.
      Ruby: Was suchst du hier? Ich habe dir doch gesagt, dass ich dich nicht mehr sehen will und schon gar nicht heiraten werde.
      Robert: Das, meine Liebe, werden wir noch sehen.
      Ruby: Du weißt, dass ich jemand anders liebe.
      Robert: Ja, einen armen Mann. Willst du etwa in Armut leben?
      Ruby: Geld bedeutet mir nichts. Ich liebe ihn.
      Robert: (lachend) So etwas Naives lässt sich leicht sagen, wenn man Geld hat. Aber was ist, wenn deine Eltern davon erfahren und dich raus werfen und die Geldzufuhr kappen? Denkst du, dass ihr von seinem kleinen Gehalt leben könnt?
      Ruby: Dann suche ich mir eben einen Job.
      Robert biegt sich vor Lachen.
      Robert: Du hast doch nichts gelernt außer Geld ausgeben.
      Ruby versucht ihn zu ohrfeigen, wird aber aufgehalten indem Robert ihr Handgelenk festhält.
      Robert: Übertreib es nicht, sonst werde ich ungemütlich.
      Die Tür geht auf und Robert lässt sie los. Auftritt der Eltern.

      Zu ihrer Verwunderung war Gabe echt gut gewesen. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass er ein Talent hatte, außer Geld ausgeben. Doch nun musste sie anerkennen, dass sie sich langsam doch einen Erfolg dieser Serie vorstellen konnte. Die Szene war zwar weniger dramatisch gewesen als die von Kyle und Sara, doch als sich nun auch der Regisseur Michael Wong zu Wort meldete, atmeten alle auf. „Super. Ich sehe schon die Spannungen und die Harmonien, die sich entwickeln werden.“ Auch wenn er ruhig sprach, so wurde klar, dass er es auch so meinte. Alexis atmete erleichtert aus. Selbst sie konnte es sich nun besser vorstellen, auch wenn es mit ihr und Jonathan noch mal spannend werden würde, besonders bei den Szenen wo sie sich verliebt geben musste.
    • Nachdem Jonathan seinen Text mit Eyleen vorgetragen hatte, waren nun Alexis und Gabriel an der Reihe. Er lauschte den beiden und achtete auf jede Intonation in der Stimme der beiden. Sie waren gut und ihr Talent weiterhin Ausbau fähig. So dachte er auch über Eyleen, die wohl die Unerfahrenste ist, wenn es um Film und Serien geht. Das beruhigte ihn schon mal, dass seine Kollegen alle Potenzial besitzen und somit dieses Projekt kein sofortiger Flop wird. Auch das Drehbuch hörte sich spannend an und gerade Liebe, Entriegeln und Dramen kamen bei den Zuschauern immer sehr gut an.
      "Ich denke aber, das war für heute genug Text. Ihr seid doch bestimmt ganz heiß darauf, eure Maske zu sehen." meinte Francine dann und klang dabei selber sehr ungeduldig. Sie reichte den Hauptrollen je ein Bild, das zeigen sollte, wie ihre jeweilige Rolle aussehen soll. "Natürlich müsst ihr euch dafür nicht die Haare färben oder schneiden, außer ihr möchtet das." sprach die Produzentin weiter und war doch sehr gespannt auf die Reaktionen, der Darsteller.
      Jonathan betrachtete das Portrait eines jungen Mannes mit schwarzen Haaren, die dem Mann etwa strähnig ins Gesicht hingen. Die Augen waren blau, so wie seine und man sah an seinem Kleidungsstil, dass er eher aus der Mittelschicht stammen musste. Der Charakter trug ordentliche, aber eher einfache Kleidung, man sah nirgendwo einen teuren Markennamen oder ähnliches. Er war ganz froh, dass er sich die Haare für die Rolle nicht färben musste, mochte er sein Blond eigentlich sehr gerne.
      Als Eyleen ihr Foto bekam, erkannte sie darauf eine junge Frau mit einer Brille. Das Gesicht war makellos, was für sie bedeutete, dass man ihre leichten Sommersprossen überschminken musste. Die Augen haben ein grün, was schon mal bedeutete, dass sie keine Kontaktlinsen tragen musste, aber dafür stand auch ihr an, eine Perücke zu tragen, denn das Haar war dunkelbraun und zu einem Bob frisiert. Die Dame auf dem Bild trug einiges an Goldschmuck und ihr Kleidungsstil war elegant, mit hohen Schuhe. Am Rand konnte sie eine Notiz lesen, "vorwiegend Röcke und Kleider" war vermerkt, was ihren Kleidungsstil beschrieb. Es würde spannend werden, mit Brille zu spielen und wahrscheinlich musste sie sich daran erst mal etwas gewöhnen. "Wie die anderen wohl aussehen?" fragte sie sich, wobei Eyleen das bestimmt noch früh genug erfahren würde.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Noch immer war Lexi kribbelig drauf, weil jede Textprobe sich so anders anfühlte als vor der Kamera zu stehen. Sie fühlte sich immer beobachtet, was ja auch stimmte und doch war es albern, denn bei den Dreharbeiten waren oft noch mehr Leute anwesend. Vielleicht lag es einfach daran, dass sie sich hierbei noch mehr beurteilt fühlte und am Set die Menschen sich eher um ihre eigenen Aufgaben kümmerten.
      Zu ihrem Glück wechselte der Fokus nun von ihr und Gabe auf Francine, die von der Maske sprach und nun, als ob ihr dieser Part der Arbeit jetzt er wieder in den Sinn kam, strahlte sie und freute sich neue Kleidung anzuprobieren. Sicher würde sie als Tochter aus gutem Haus teure Sachen tragen, was sie im richtigen Leben nicht oft tat. Für sie ein Grund zur Freude.
      Leider wurde diese etwas gedämpft als es nur Bilder mit weiteren Hinweisen gab. Auch fand sie es schade, da man so nicht sehen konnte was die anderen Hauptdarsteller tragen würden. Alles in allem etwas enttäuscht warf sie nun einen Blick auf ihr Bild. Was sie jetzt noch nicht wusste war, dass sie Glück gehabt hatte. Man hatte sich wohl an ihrem Aussehen orientiert und das von Eyleen ihr angepasst.
      So spiegelte ihre Karte aber auch den Zweispalt ihres Charakters wieder. Edel, teuer und sehr betont feminin-geschäftlich, während sie mit ihrer Familie und Robert zusammen war. Selbst ihre Haare sollten dann glatt und zu einem Pferdeschwanz oft gebunden sein. Die glatten Haare sollten aber auch sonst ihren Charakter folgen, was ihr etwas Sorgen machte, ob sie es mitmachen würden, aber daneben war sie eher normaler in Jeans und Blusen unterwegs, wenn sie mit ihrem Gegenpart Kyle zusammen war. Auch wenn es etwas Klischee war, so gefiel es ihr auch, denn es spiegelte für sie auch etwas wieder, dass sie mehr sie selbst sein sollte neben ihrem Freund, den sie liebte. Damit würde sie arbeiten können und so versuchte sie noch schnell einen Blick auf Jonathan Bild zu werfen.

      Gabe hingegen gefiel es natürlich offensichtlich nicht. Er hatte kein Problem damit den fiesen Kerl zu spielen, wurde es ihm immerhin oft nachgesagt von seinen Freundinnen oder eher gesagt Exen. Doch sein Outfit ging in seinen Augen gar nicht. Er sollte blond werden und davon wusste er, dass es ihm, seiner Meinung nach, nicht stand, hatte er es immerhin in jüngeren Jahren schon mal versucht. Und noch dazu würde er seine Ohrringe rausnehmen müssen und die Haare nach hinten kämmen. So eine richtige Streber-Finanzberater-Frisur. Und da er nicht gerade schüchtern war und mit seiner Meinung auch nicht hinter dem Berg hielt maulte er auch sogleich laut: „So ein Mist, dass wird so kacke aussehen.“ Ihm war egal, dass er damit vielleicht jemanden der Produzenten vor den Kopf stoßen konnte und Lexi musste glatt lachen. Diese freche und direkte Art kannte sie zu gut von Zuhause und mochte es, dass Gabe anscheinend so war, auch wenn er es sich hier nur auf Grund seines Geldes erlauben konnte.
    • Das Bild fertig betrachtet, ertappte er Lexi dabei, wie sie zu ihm herüberschielte. "Willst du es sehen?" fragte er sie und schob ihr dann das Portrait auf der Tischplatte zu. Ein Geheimnis sind die Bilder nicht, natürlich sollten aber alle Informationen, die man hier besprach, auch am Set bleiben. Die Boulevardpresse leckte sich bestimmt schon die Finger, irgendetwas von dieser neuen Serie zu erhaschen. Die Werbetrommel wurde noch nicht gerührt, aber es kursieren schon ein paar Gerüchte, wer denn alles in der neuen Serie mitspielen sollte.
      "Ihr dürft gerne die Bilder weiterreichen." ertönte da auch die Stimme von Francine und sprach gleich weiter. "Morgen wird es auch die erste Maskenprobe geben. Wir müssen langsam etwas Werbung für dieses Projekt machen, und mir ist es lieber, wenn die Veröffentlichung in unserer Hand liegt, als bei den Paparazzi." fügte sie an. "Wir fangen pünktlich um 10 Uhr an. Es wird Foto- und Filmaufnahmen geben. Also versucht schon etwas in euren Charakter zu schlüpfen. Eventuelle werden wir sogar ein paar Szenen darstellen, aber das werden wir noch sehen." verkündete die Produzentin den Schauspielern. "Und ob du "kacke" aussiehst, werden wir morgen dann sehen." gab Francine streng von sich und funkelte dabei Gabriel tadelnd an.
      Jonathan ignorierte einfach diese Idioten und warf lieber einen Blick auf das Bild seiner Kollegin. Alexis hatte Glück gehabt, musste sie an ihrem Aussehen kaum etwas für die Rolle ändern.
      "Wir haben hier ausgezeichnete Maskenbildner, die sorgen schon dafür, dass du auch blond gut aussehen wirst." gab er sein Kommentar zu Gabes vorwurfsvollen Worten ab.
      Eyleen blieb da eher stumm und betrachtete lieber die Portraits, als diese herumgereicht wurden. Jedes Bild strahlte schon jetzt aus, wie ungefähr die verschiedenen Charaktere ticken und im Gegensatz zu Gabriel, beanstandete sie nichts. Für sie gehört das einfach zum Schauspiel dazu, aber vielleicht ist sie es auch vom Broadway mehr gewohnt, dass man sich für eine Rolle mehr oder weniger verkleiden musste, um die Figur auch perfekt zu verkörpern.
      "Für heute wären wir dann mit dem wichtigsten Teil auch schon fertig." schaltete sich nun der Regisseur Michael ein. "Wer will, kann aber noch etwas bleiben und das Set besichtigen. Die meisten Räume wurden schon eingerichtet." bot er an, schon einen Blick auf das Filmset zu werfen.
      Während Produzentin und Regisseur redeten, hatte sich Jonathan die Bilder der anderen Figuren angesehen und empfand alles als recht vielversprechend. "Ich würde mir sehr gerne die Kulissen ansehen." meinte er dann zu Michael Wong. Je mehr Infos er hatte, desto besser konnte sich der Blonde in seine Rolle hinein fühlen und authentisch herüberbringen.
      "Nun dann, wer will, kann mir jetzt gerne folgen." meinte der Regisseur und erhob sich von seinem Stuhl. Dann lief er auch gleich los und wartete auf die Leute, die das Set ansehen wollten.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
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    • Etwas peinlich berührt zuckte Alexis zusammen, hatte sie nicht damit gerechnet doch zu offensichtlich geschaut zu haben. Und mit diesem Kerl musste sie ein Liebespaar spielen. Ihr grauste nun schon davor, auch wenn sie zugeben musste, dass er eigentlich ganz gut aussah. „Ja, gerne. Hier ist auch meins.“, meinte sie ihren Gedanken zum Trotz jedoch und schob ihr eigenes Beispielbild zu ihm rüber. Verdammt, dunkle Haare würden ihm sicher noch attraktiver machen, zumindest in ihren Augen und auch in einigen der Fangirls. Bald würden eh sicher die ersten Gerüchte kommen, denn auch wenn man sich große Mühe gab, so gab es immer jemanden, der sich verquatschte und diesmal setzte sie ganz sicher auf den Spinner Gabe, der sich auch schon lauthals beschwert hatte über sein Aussehen. Wieso überhaupt war er hier, er was immerhin nicht mal ansatzweise ein Schauspieler. Sicher, Jonathan war auch aus reichem Hause, doch ihm gestand Lexi immerhin ein bisschen Talent zu, doch dieser Gabe war bis jetzt doch in der Klatschpresse unterwegs gewesen.
      Gabriel war unnatürlich ruhig nachdem man ihm die Leviten gelesen hatte. Er schmollte sogar etwas, aber dies bekam sicher keiner mit. Er hatte in seinen Augen doch nur seine Meinung gesagt und fand es eh so albern, dass Jonny nun dunkel werden musste und er hell. Auch wenn er dies nun natürlich nur wusste nachdem er das Bild von Jonny auch zu Gesicht bekommen hatte.
      Noch immer hielt sie das Bild von Jonathan und hörte dabei aufmerksam zu, da sie nichts verpassen wollte. Morgen also schon? Dann würde Lexi auf jeden Fall aufpassen müssen pünktlicher hier zu sein als heute. Bloß nicht zu spät kommen, so war ihre Devise. Als nun jedoch einige der anderen Bilder bei ihr ankamen, betrachtete sie auch diese. Bis jetzt hatte sie echt gute Hoffnung für die Serie, auch wenn sie ihren Gegenpart immer noch für einen eingebildeten reichen Arsch hielt, oder eher beide von den jungen Männern.
      Als Michael nun das Wort erneut ergriff und von dem Set sprach konnte sie nicht anders als dass ihre Augen funkelten. Schon als sie noch klein gewesen war hatte sie es geliebt sich die Wohnungen von anderen Menschen anzusehen und sich vorzustellen wie es wohl war so zu leben. Diesen Part mochte sie am liebsten daran nun Schauspielerin zu sein: Ihre Rollen waren so weit weg von der Realität, selbst wenn sie mal so jemanden spielen sollte.
      Lexi zögerte noch einen Augenblick sich gleich zu melden, besonders da der Regisseur nun in ein Gespräch vertieft war, doch da meldete sich schon Jonny und sie ärgerte sich, dass sie nicht die erste gewesen war. Stattdessen erhob sie sich und beschloss einfach zu folgen. Auch wenn sie nun kein totaler Neuling mehr war, so war sie gerade in solchen Situationen unsicher. Auf jeden Fall wollte sie sich aber auch nachher noch ein wenig mit Eyleen unterhalten, die ihre Schwester spielen sollte.
    • Mit einem Nicken nahm Jonathan das Bild von Alexis an sich und betrachtete es fast schon etwas gedankenverloren. Sie musste an ihrem Äußeren so gut wie nichts ändern, doch im Gegensatz zu Gabriel, stieß ihm das nicht sauer auf. Jonathan hatte es sogar lieber, wenn er sich auch äußerlich verändern musste, da er sich noch viel mehr in die Rolle hineinfühlen konnte und sie besser von seinem eigentlichen Ich trennen kann.
      Nachdem er das Portrait lange genug betrachtet hatte, reichte er es weiter, damit es auch bei Eyleen und Gabriel landen würde. Die Rothaarige staunte über die Bilder der anderen und wenn man sie dazu fragen sollte, würde man von Eyleen nur nette und lobende Worte erhalten. Vom Theater ist sie es mehr als gewohnt, immer wieder Perücken zu tragen und auch mal "hässlicher" dargestellt zu werden. Dabei empfand sie es nice als hässlich, wenn sie mal eine größer Nase bekam oder buschigere Augenbrauen, denn sie vertritt die Meinung, dass Schönheit alleine im Auge des jeweiligen Betrachters liegt.
      "Das Blond bringt bestimmt deine Augen noch viel besser zur Geltung." meinte sie dann zu Gabriel etwas aufmunternder, als sie das Bild von seiner Rolle sah. Sie merkte direkt, dass er etwas geknickt ist, da Eyleen doch sehr einfühlsam ist und so etwas allgemein schnell bemerkt, wenn ihre Mitmenschen sich nicht gut fühlen.
      Als man dann zum Set aufbrechen wollte, erhob sich die Rothaarige sofort, denn auch sie wollte den Ort sehen, wo sie in Zukunft arbeiten würde. "Willst du auch mitkommen?" fragte sie Gabriel freundlich, ehe sie den anderen langsam folgte.
      Michael Wong lief voraus und verließ das erste Gebäude, worin sich vor allem die Büros, die Maske und der Fundus für die Kostüme befinden. Er überquerte den Hof auf dem Weg zu einer riesigen Halle, wo er dann eine schwere Schiebetüre aufdrückte und eintrat. "Passt auf, wo ihr hintretet, hier liegen überall Kabel herum." rief er denen zu, die ihm gefolgt waren. Das Innere der Halle war riesig und man konnte schon einige Räumlichkeiten erkennen, die man schon aufgebaut hatte. Wohnzimmer, Küche und selbst eine Fassade einer Villa waren zu erkennen. Für Jonathan war das nichts Neues, doch er war immer wieder davon beeindruckt, was sie Bühnenbildner immer wieder herstellen konnten, dass man glaubte, dass man sich in einem Gebäude befand. Eyleen kam aus dem Staunen nicht heraus, denn vom Theater kennt sie eher Bühnenbilder, die den Hintergrund darstellen und eine Abtrennung zwischen Publikum und Darstellen sind, damit diese sich auf ihre nächste Szene vorbereiten konnten. "Seht euch ruhig um, aber fasst nichts an." ermahnte der Regisseur die Schauspieler, der selber noch mal hier am Set alles überprüfen wollte.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
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